Neues aus den Clustern und TRAs

Neuigkeiten aus den Exzellenzbereichen

Die Universität Bonn gilt als erfolgreichste Universität der Exzellenzstrategie des Bundes und der Länder, da wir als einzige deutsche Universität 2018 die Förderzusage für sechs Exzellenzcluster erhalten haben — acht ab Januar 2026. Im Zuge dessen verfolgt die Universität mit ihren sechs Transdisziplinären Forschungsbereichen (TRAs) eine innovative Forschungskultur. Disziplinübergreifend wird an zentralen wissenschaftlichen, technologischen und gesellschaftlichen Zukunftsthemen geforscht. 

Hier erhalten Sie eine Übersicht über die neusten Entwicklungen der Exzellenzcluster und TRAs.

Übersicht der Exzellenzcluster

Navigieren Sie hier direkt zu den Neuigkeiten der sechs Exzellenzcluster der Universität Bonn

Übersicht der TRAs

Was gibt es Neues bei den Transdisziplinären Forschungsbereichen? Erfahren Sie hier mehr:

Neuigkeiten zu den Exzellenzclustern

Hausdorff Center for Mathematics
KI-Modell verbessert Vorhersage von Verletzungen im Frauen-Spitzenfußball
Ein internationales Forschungsteam unter der Leitung des Barcelona Institute for Global Health (ISGlobal) und der Universität Bonn und mit Beteiligung des Barça Innovation Hub (BIHUB), der medizinischen Abteilung des FC Barcelona und des Unternehmens Made of Genes hat einen computergestützten Ansatz entwickelt, der die Vorhersage von Verletzungen im Frauen-Spitzenfußball verbessert. Die in „npj Digital Medicine“ veröffentlichte Studie kombiniert künstliche Intelligenz, Überlebensanalyse, statistische Kalibrierung und Entscheidungstheorie, um die Risikovorhersage in ein nützliches Instrument für die klinische und sportliche Praxis zu verwandeln.
Beim Tanz Mathematik neu entdecken
Das Hausdorff Center for Mathematics der Universität Bonn lädt Schülerinnen und Schüler ab der zehnten Klasse ein, spannende Einblicke in die Mathematik und das Mathestudium zu bekommen. Ort ist das Hörsaalzentrum an der Friedrich-Hirzebruch Allee 5 in Bonn. Die Veranstaltung beginnt nach den Sommerferien am Donnerstag, 10. September, mit einem fünfteiligen Workshop und endet mit einer Rallye über den Campus am Samstag, 12. September. Die Anmeldung ist bis zum 20. August möglich.
Mit Freunden das Rechnen fördern
Kürzlich wurde die Gesellschaft der Freunde und Förderer des Arithmeums e.V. ins Leben gerufen, um das Bonner Museum als einzigartigen Ort der Begegnung von Mathematik, Kunst und Kultur langfristig zu stärken. Das Arithmeum habe es verdient, „in seiner kulturellen und wissenschaftlichen Bedeutung von internationalem Rang noch sichtbarer und als interaktiver Ort noch bekannter“ zu werden, erklärt Dr. Monika Wulf-Mathies, die frisch gewählte Erste Vorsitzende der Gesellschaft, und ergänzt: „Gemeinsam stärken wir das Arithmeum – für die kommenden Generationen“.
Kunstkammer Pohl-Goldschmidt im Arithmeum
Die neue Sonderausstellung des Arithmeum zeigt ab dem 13. Juni 2026 Objekte der Sammlung Pohl-Goldschmidt. Erstmalig sind damit einzigartige und prachtvolle wissenschaftliche Instrumente der Spätrenaissance aus dieser Sammlung öffentlich zu sehen. 
Angkana Rüland zum Mitglied der Leopoldina gewählt
Die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina hat Angkana Rüland auf Vorschlag namhafter Kolleg*innen zum Mitglied gewählt. Die Professorin am Institut für Angewandte Mathematik der Universität Bonn ist Inhaberin eines der renommierten Hausdorff Chairs am Exzellenzcluster Hausdorff Center for Mathematics.
Tingxiang Zou leitet eine neue Emmy-Noether-Gruppe
Zuerst war es Philosophie an der Universität Peking, dann Logik in Amsterdam und schließlich Mathematik in Lyon. Für Dr. Tingxiang Zou stellen Grenzen kein Hindernis, sondern eine Einladung dar. Nun steht am Exzellenzcluster Hausdorff Center for Mathematics (HCM) der Universität Bonn eine neue, große Herausforderung an: Dr. Tingxiang Zou wird ab September am Mathematischen Institut eine neue Emmy-Noether-Gruppe leiten. Im Fokus hat sie das sogenannte Elekes-Szabó-Problem. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert die Forschungsgruppe in den nächsten sechs Jahren mit bis zu 1,6 Millionen Euro. Für Tingxiang Zou bietet das Emmy-Noether Programm die Chance, sich für eine Professur zu qualifizieren.
Humboldt-Forschungspreis für Shin-ichi Ohta
Prof. Shin-ichi Ohta von der Universität Osaka in Japan erhält einen Forschungspreis der Alexander von Humboldt-Stiftung. Prof. Dr. Karl-Theodor Sturm vom Institut für Angewandte Mathematik und dem Exzellenzcluster Hausdorff Center for Mathematics (HCM) der Universität Bonn hat den Wissenschaftler für den mit 80.000 Euro dotierten Preis vorgeschlagen. Nun intensivieren beide Forscher zu den Schnittmengen von Geometrie und Wahrscheinlichkeit ihre Zusammenarbeit.
Komplexe Formen von Membranen im Fokus
Zellmembranen, wie sie etwa in roten Blutkörperchen vorkommen, streben nach einem Zustand minimaler Energie. Diese Energie hängt ausschließlich von der geometrischen Form der Membran ab und lässt sich mathematisch präzise beschreiben. In seiner neuen Emmy-Noether-Gruppe untersucht Dr. Christian Scharrer vom Institut für Angewandte Mathematik der Universität Bonn nun die Formen von Membranen, wenn ihre Komplexität immer weiter wächst. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert die Gruppe mit rund 850.000 Euro über einen Zeitraum von bis zu sechs Jahren.
Achtmal exzellent: Ab Januar 2026 werden an der Universität Bonn zwei weitere Exzellenzcluster gefördert
Ab 1. Januar 2026 steigt die Zahl der an der Universität Bonn geförderten Exzellenzcluster auf acht – mehr als an jeder anderen Universität in Deutschland. Zwei neue Clustervorhaben erhalten erstmals Mittel aus der Exzellenzstrategie des Bundes und der Länder. Insgesamt fließen ab 2026 jährlich rund 40 Millionen Euro nach Bonn, die die Forschungsaktivitäten der Exzellenzuniversität verstärken.
Werden mathematische Forschungsergebnisse in Zukunft von Computern verifiziert?
Können Beweise aus mathematischer Spitzenforschung in Zukunft mit zumutbarem menschlichen Aufwand so aufbereitet werden, dass sie vom Computer in Echtzeit verifiziert werden können? Dazu wollen Prof. Dr. Christoph Thiele und Prof. Dr. Floris van Doorn vom Exzellenzcluster Hausdorff Center for Mathematics (HCM) der Universität Bonn beitragen. Beide Forschende haben gemeinsam einen begehrten Synergy Grant des Europäischen Forschungsrates (ERC) eingeworben. In den nächsten sechs Jahren fördert die Europäische Union das Projekt „Harmonic Analysis with Lean Formalization“ (HALF) mit insgesamt 6,4 Millionen Euro. Lean ist eine relativ neue Programmiersprache, die sich zunehmend als Standard für die mathematische Formalisierung etabliert.
Mit Mathematik komplexe Strukturen entschlüsseln
Die Deutsche Forschungsgemeinschaft hat einen neuen Sonderforschungsbereich (SFB) an der Universität Bonn bewilligt. Darin untersucht ein Team von 19 Forschenden und ihren Arbeitsgruppen die zugrunde liegenden mathematischen Strukturen von komplexen Phänomenen in Grenzbereichen. Sprecherin des SFB ist die Leibniz-Preisträgerin Prof. Angkana Rüland vom Exzellenzcluster Hausdorff Center for Mathematics. Der SFB wird mit rund sieben Millionen Euro über knapp vier Jahre von der DFG gefördert.
Heisenberg-Förderung für Asgar Jamneshan
Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat den Mathematiker Dr. Asgar Jamneshan von der Universität Bonn in das Heisenberg-Programm aufgenommen. Die fünfjährige Förderung ermöglicht Forschenden, hochkarätige Projekte zu verwirklichen und damit ihre wissenschaftliche Reputation weiter zu steigern. Jamneshans Forschung dreht sich um die Grundlagen der Fourieranalysis höherer Ordnung. Der Mathematiker, der assoziiertes Mitglied im Exzellenzcluster Hausdorff Center for Mathematics ist, wird mit bis zu 570.000 Euro gefördert.
Transdisziplinärer Forschungspreis für Mathematiker und Biochemikerin
Die Transdisziplinären Forschungsbereiche (TRAs) "Modelling" und "Life & Health" der Universität Bonn haben zum zweiten Mal ihren mit 100.000 Euro dotierten Forschungspreis „Modelling for Life and Health“ verliehen. Die Preisträger Argelander-Professorin Dr. Ana Ivonne Vazquez-Armendariz und Schlegel-Professor Dr. Jan Hasenauer erforschen mit dem Preisgeld an der Schnittstelle zwischen Mathematik und Medizin die Funktionen von „Fresszellen“ in der Lunge.
Hochkarätige Auszeichnung für Mathematikerin
Für ihre herausragende Forschungsleistung hat die Mathematikerin Dr. Rajula Srivastava vom Exzellenzcluster Hausdorff Center for Mathematics der Universität Bonn einen Maryam Mirzakhani New Frontiers Prize der Breakthrough Prize Foundation erhalten. Die Auszeichnung ist mit 50.000 Dollar dotiert. Die Verleihung fand in Los Angeles statt.
Mathematiker untersucht Zufallsprozesse
Wie bewegt sich Wasser durch einen Filter mit Kaffee? Diese Frage ist gar nicht so einfach zu beantworten, weil sich benachbarte Bereiche im feuchten Kaffeepulver gegenseitig beeinflussen. Wie sich das heiße Wasser durch das geröstete Pulver bewegt, ist auch auf Zufallsprozesse zurückzuführen. Antworten liefern so genannte „Perkolationsmodelle“, die der Mathematiker Dr. Alexis Prévost untersucht. Anfang März kam er von der Universität Genf an die Universität Bonn und leitet nun eine Emmy Noether-Gruppe. Sie wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) mit bis zu 1,3 Millionen Euro gefördert.
Verleihung des Leibniz-Preises an Prof. Dr. Angkana Rüland
Vergangenen Dezember gab die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) bekannt, dass Prof. Dr. Angkana Rüland vom Exzellenzcluster Hausdorff Center for Mathematics (HCM) einen mit 2,5 Millionen Euro dotierten Leibniz-Preis bekommt. Nun wurde ihr die Auszeichnung im Cafe Moskau in Berlin offiziell überreicht. 
Mit „Mini-Tumor“ und digitalem Zwilling zur personalisierten Krebstherapie
Therapieempfehlungen für Darmkrebspatientinnen und -patienten zu verbessern: Das ist das Ziel eines vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Kooperationsprojekts zwischen der Universität Bonn, dem Unternehmen ESQlabs und dem Universitätsklinikum Bonn (UKB). „ISPOT-K“ führt dafür von Erkrankten stammende Organoide mit der digitalen Zwillingstechnologie zusammen.
Einblicke in naturwissenschaftliche Studiengänge
Mehr Mädchen für ein Studium mathematisch-naturwissenschaftlicher Fächer zu begeistern: Das ist das Ziel des MINT-Tags an der Universität Bonn. Zahlreiche Fachbereiche – von der Informatik, Mathematik und Physik über die Chemie, Geodäsie und Astronomie bis hin zur Meteorologie und Geophysik – boten Schülerinnen einen Tag lang die Möglichkeit, ihre Fächer kennenzulernen und Fragen rund ums Studium zu stellen.
Von Weltallmissionen, geheimen Botschaften und dem Kampf gegen Tumore
Rätsel und Aufgaben lösen, die Forschende, unter anderem von den Exzellenzclustern HCM und ImmunoSensation2, für 13- bis 18-Jährige ausgedacht haben, spornt Fans der Wissenschaftsrallye rund um Poppelsdorf an. Die nächste Rallye der Universität Bonn startet am Samstag, 8. Februar 2025, um 10.00 Uhr am Anatomischen Institut an der Nußallee 10.
Prof. Angkana Rüland erhält den Leibniz-Preis
Für ihre exzellente Forschungsleistung erhält Prof. Dr. Angkana Rüland den Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis, der mit 2,5 Millionen Euro dotiert ist. Das hat die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) heute bekanntgegeben. Die Mathematikerin am Exzellenzcluster Hausdorff Center for Mathematics der Universität Bonn wird für ihre herausragenden Arbeiten in der Mathematischen Analysis, vor allem zu Modellen für Mikrostrukturen bei Phasenübergängen in Festkörpern und Inversen Problemen mit nichtlokalen Operatoren ausgezeichnet.
Schon als Teenager forschen und publizieren
Von der Schule in die Forschung: Am Hausdorff Center for Mathematics der Universität Bonn ist das möglich. Seit kurzem treffen sich dort jeden Montagnachmittag unter Leitung von Regula Krapf und Henning Heller mathematisch begabte und interessierte Jugendliche, um gemeinsam zu forschen. Die Gruppe widmet sich Fragen rund um die Elementarmathematik und Mathematikdidaktik. Die Ergebnisse sollen zu wissenschaftlichen Veröffentlichungen führen und den Schülerinnen und Schülern authentisch vermitteln, wie mathematische Forschung funktioniert.
Anton Bovier zum Fellow der Europäischen Akademie der Wissenschaften gewählt
Anton Bovier, Professor am Institut für Angewandte Mathematik der Universität Bonn und Mitglied des Exzellenzclusters Hausdorff Center for Mathematics (HCM), ist zum Fellow der Europäischen Akademie der Wissenschaften (EurASc) gewählt worden. 
Sieben ERC Starting Grants für die Uni Bonn
So viele ERC Starting Grants auf einmal gab es an der Universität Bonn noch nie: Gleich sieben Forschende setzten sich mit ihren Anträgen in dem hochkompetitiven Verfahren des Europäischen Forschungsrats (ERC) durch. Mit dem Fördergeld über jeweils bis zu 1,5 Millionen Euro können die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus der Ethik, Mathematik,  Bodenkunde, Informatik, Astronomie sowie den Wirtschaftswissenschaften in den nächsten fünf Jahren ihre Projekte verwirklichen.
Jessica Fintzen erhält einen EMS-Preis
Jessica Fintzen hat erneut einen sehr renommierten Preis erhalten, den EMS-Preis der Europäischen Mathematischen Gesellschaft. Die Professorin am Mathematischen Institut der Universität Bonn und Mitglied des Bonner Exzellenzclusters Hausdorff Center for Mathematics (HCM) bekommt den Preis am Montag, 15. Juli, auf dem neunten Europäischen Mathematikerkongress in Sevilla (Spanien).
Zwei neue Forschungsgruppen für die Uni Bonn
Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat eine neue Kolleg-Forschungsgruppe und eine Forschungsgruppe an der Universität Bonn bewilligt: In dem Center for Advanced Studies „Finance and Inequality“ gehen die Forschenden um Prof. Dr. Christian Bayer und Prof. Dr. Carsten Burhop aus einer historischen Perspektive heraus der Frage nach, wie die Entwicklung des Finanzsektors und der Ungleichheit zusammenhängt. In der Mathematischen Physik ist Prof. Dr. Claude Duhr Sprecher einer Forschungsgruppe in der Teilchenphysik. Die DFG fördert die beiden Vorhaben in den kommenden vier Jahren insgesamt in Millionenhöhe.
Optimal spielen mit Mathematik
Das Hausdorff Center for Mathematics der Universität Bonn lädt Schülerinnen und Schüler ab der zehnten Klasse ein, spannende Einblicke in die Mathematik und das Mathestudium zu bekommen. Ort ist das Mathezentrum, Endenicher Allee 60 in Bonn. Die Veranstaltung beginnt nach den Sommerferien am Donnerstag, 22. August, mit einem Workshop und endet mit einer Rallye über den Campus am Samstag, 24. August. Die Anmeldung ist bis zum 19. Juli möglich.
Bonner Absolvent Philipp Strack gewinnt Clark-Medaille
Der Wirtschaftswissenschaftler Philipp Strack, der seinen Abschluss an der Universität Bonn erworben und an der Bonn Graduate School of Economics promoviert hat, ist von der American Economic Association (AEA) mit der John-Bates-Clark-Medaille ausgezeichnet worden. Sie gilt nach dem Nobelpreis als die zweithöchste Auszeichnung im Bereich der Wirtschaftswissenschaften. Die AEA vergibt die Medaille an in den USA lebende Wirtschaftswissenschaftler und -wissenschaftlerinnen unter vierzig Jahren, die einen bedeutenden Beitrag zum wirtschaftlichen Denken und Wissen geleistet haben.
Navigationssoftware unterstützt Nierenforschung
Viele Nierenerkrankungen machen sich durch Eiweiß im Urin bemerkbar. Doch bislang war es nicht zu bestimmen, ob die Eiweißausscheidung nur durch wenige, aber stark beschädige, oder durch viele mäßig beschädigte der Millionen kleinen Filter der Niere, fachsprachlich Glomeruli, verursacht wird. Forschende des Universitätsklinikums Bonn haben in Kooperation mit Mathematikern der Universität Bonn ein neues Computer-Verfahren entwickelt, um diese Frage experimentell zu klären. Die Ergebnisse ihrer Arbeit sind jetzt als Artikel im Druck in der führenden Zeitschrift zur Nierenforschung „Kidney International“ veröffentlicht.
Höchstdotierter Mathematikpreis in Deutschland geht an Don Zagier
Die Carl Friedrich von Siemens Stiftung verleiht den Gumin Preis für Mathematik an Don Zagier, bis 2019 Direktor am Bonner Max-Planck-Institut für Mathematik und eng mit der Universität Bonn verbunden. Die Stiftung würdigt hiermit die bahnbrechende Forschungsarbeit des Preisträgers zur Zahlentheorie und zur Theorie der Modulformen. Der Gumin Preis ist mit 50.000 Euro der höchstdotierte Mathematikpreis in Deutschland. 
Arithmeum kooperiert mit dem Museo Galileo in Florenz
Das Museo Galileo – Istituto e Museo di Storia della Scienza– zählt zu den ältesten und bedeutendsten naturwissenschaftlichen Museen in Italien. Es gründet auf den Sammlungen wissenschaftlicher Instrumente der Medici, begonnen 1562 durch Cosimo I. und der Academia del Cimento. Jetzt hat das Arithmeum der Universität Bonn eine langfristige Kooperation mit dem Museo Galileo vertraglich vereinbart.
ImmunoSensation2
Medizin-Nobelpreis 2026: Wie Optogenetik in Bonn zur Netzhautforschung beiträgt
Der diesjährige Nobelpreis für Physiologie oder Medizin geht an Karl Deisseroth, Peter Hegemann und Georg Nagel für ihre grundlegenden Arbeiten zur Optogenetik. Die Methode ermöglicht es, die Aktivität ausgewählter Zellen mithilfe von Licht gezielt zu beeinflussen. Forscher des Universitätsklinikums Bonn (UKB) sowie der Universität Bonn setzen optogenetische Werkzeuge heute unter anderem ein, um menschliche Netzhautzellen zu untersuchen und neue Ansätze zur Wiederherstellung des Sehens zu erforschen.
Smartphone als Netzhautkamera: Neue Chancen für die globale Augenversorgung
Smartphones könnten künftig eine wichtige Rolle dabei spielen, Augenerkrankungen auch dort frühzeitig zu erkennen, wo spezialisierte augenärztliche Infrastruktur nur eingeschränkt verfügbar ist. Ein internationales Expertenteam unter Federführung des Universitätsklinikums Bonn (UKB) und der Universität Bonn hat nun den weltweiten Stand der Smartphone-basierten Fundusbildgebung umfassend bewertet. Die Forschenden zeigen, welche technischen und klinischen Möglichkeiten bereits heute bestehen, wo die Grenzen der Verfahren liegen und welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen, damit Smartphone-basierte Netzhautbildgebung künftig breiter in Screening-, Triage- und telemedizinische Versorgungsstrukturen integriert werden kann.
Mikroplastik führt in Mäusen zu Fettleber
Mikroplastik kann offenbar die Funktion von Fresszellen in der Leber erheblich beeinträchtigen - zumindest bei Mäusen. Dadurch kommt es nachgelagert zu einer Störung des Leberstoffwechsels und zu einer vermehrten Einlagerung von Fett in das lebenswichtige Organ. Das sind die zentralen Ergebnisse einer deutsch-österreichischen Studie unter Federführung der Universität Bonn. Die Arbeit ist jetzt in der Zeitschrift Nature Metabolism erschienen.
Netzhaut als Fenster zur Früherkennung von Hirnerkrankungen
Die Netzhaut ist der einzige Teil des zentralen Nervensystems, der sich beim lebenden Menschen nichtinvasiv und hochauflösend untersuchen lässt. Dr. Christina Mayer und ihr Team am Universitätsklinikum Bonn (UKB) und der Universität Bonn wollen diese besondere Eigenschaft nutzen, um entzündliche und gefäßbedingte Erkrankungen des Gehirns früher und präziser zu erkennen und ihre Entstehungsmechanismen besser zu verstehen. Die Corona-Stiftung fördert den Aufbau ihrer Nachwuchsforschungsgruppe mit einer Million Euro. Das Programm eröffnet herausragenden Nachwuchsforschenden damit die Möglichkeit, sich über einen Zeittraum von fünf Jahren für eine Hochschulprofessur zu qualifizieren.  
Auswirkungen von Adipositas entschlüsselt
Eine Gruppe angeborener Immunzellen, die lymphoiden Zellen der Gruppe 2 (ILC2), sind im Fettgewebe für die Aufrechterhaltung eines stabilen Stoffwechsels unerlässlich. Adipositas beeinträchtigt die Anzahl und Funktion der ILC2-Zellen erheblich, was zum Fortschreiten stoffwechselbedingter Entzündungen führt. Wie ILC2-Zellen bei Adipositas gestört werden, ist bislang unbekannt. Forschende des Universitätsklinikums Bonn (UKB) und der Universität Bonn stellten nun bei Mäusen mit Adipositas fest, dass das Schrittmacher-Enzym der Fettsäurebiosynthese, die sogannnte Acetyl-CoA-Carboxylase 1 (ACC1), ein entscheidender Regulator für den Erhalt und die Funktion von ILC2-Immunzellen im Fettgewebe ist. Die Bonner Forschenden liefern so eine Erklärung für die nachteiligen Auswirkungen einer Hemmung der Acetyl-CoA-Carboxylase bei Adipositas. Ihre Ergebnisse sind jetzt im Fachjournal Cell Metabolism veröffentlicht. 
Eine Million Euro für die Sehwiederherstellung bei Makuladegeneration
Die Unternehmerfamilie Tyczka unterstützt die Forschung zur Wiederherstellung von Sehvermögen bei altersbedingter Makuladegeneration (AMD) mit einer Spende in Höhe von einer Million Euro. Die Förderung kommt dem Forschungsprojekt „KI-gestützte Optimierung der Sehwiederherstellung durch Netzhautimplantate“ an der Augenklinik des Universitätsklinikum Bonn (UKB) zugute. Ziel des Projekts ist die Weiterentwicklung und optimale Anwendung der innovativen Netzhaut-Implantattechnologie, die kürzlich die europäische CE-Kennzeichnung als Medizinprodukt erhalten hat.
Neues zur Informationsverarbeitung im Gehirn
Nervenzellen empfangen Tausende von Signalen über baumartige Fortsätze, die als Dendriten bezeichnet werden. Diese Dendriten wurden bislang als relativ glatte Kabel betrachtet, die elektrische Signale zum Zellkörper leiten. Ein internationales Forschungsteam unter Federführung des Universitätsklinikums Bonn (UKB), der Universität Bonn und des DZNE stellte nun fest, dass dieses Bild unvollständig ist. Mithilfe verschiedener fortschrittlicher Mikroskopie-Techniken hat es winzige, bislang übersehene Verengungen entlang der Dendriten identifiziert. Diese neue entdeckten Strukturen, welche die Forschenden als dendritische Schaftverengungen bezeichnen, sind nur wenige hundert Nanometer breit, also ungefähr 500 bis 1.000-mal dünner als ein menschliches Haar, und kommen in verschiedenen Neuronentypen sowohl im Maus- als auch im menschlichen Gehirn vor. Die Studienergebnisse sind jetzt im Fachmagazin Science Advances veröffentlicht.
Neue erbliche Netzhauterkrankung entdeckt
Ein internationales Forscherteam unter Federführung des Universitätsklinikums Bonn und der Universität Bonn sowie der Universitäten Edinburgh, Basel und Pennsylvania hat eine bisher unbekannte Form der erblichen Netzhautdegeneration identifiziert, die durch eine spezifische Variante im EFEMP1-Gen verursacht wird. Die Erkrankung betrifft vor allem die periphere Netzhaut und die Stäbchen-Fotorezeptoren, die für das Sehen bei schwachem Licht und in der Dunkelheit zuständig sind. Wichtig ist, dass die Stäbchenfunktion bereits stark beeinträchtigt sein kann, während das zentrale Sehvermögen relativ gut erhalten bleibt. Die Ergebnisse der Studie sind jetzt im Fachjournal JAMA Ophthalmology veröffentlicht.
Wissenschaft im Theater
Ob Quantencomputing oder Darmgesundheit: Spannende Themen und überraschende Zusammenhänge erklären Forschende aus fünf Exzellenzclustern der Universität Bonn unterhaltsam in der neuen Veranstaltungsreihe „Wissenschaft im Theater“. Tickets für die Kooperation mit dem Theater Bonn gibt es ab sofort im Vorverkauf.
Mehr Nachhaltigkeit bei der Ernährung
In Afrika südlich der Sahara haben Herzkreislauf- und Stoffwechselerkrankungen rapide zugenommen. Wie hängen nachhaltige Ernährungsweisen, die nährstoffreich, umweltfreundlich, erschwinglich und soziokulturell akzeptabel sind, mit kardiometabolischen Erkrankungen zusammen? Ein internationales Forschungsteam um Prof. Dr. Ina Danquah, Hertz-Chair for Innovation for Planetary Health am Transdisziplinären Forschungsbereich „Sustainable Futures” und Direktorin am Zentrum für Entwicklungsforschung der Universität Bonn, hat diese Frage bei ghanaischen Erwachsenen an unterschiedlichen Standorten untersucht.
Hoffnungsträger im Kampf gegen Krebs
Krebserkrankungen sind die zweithäufigste Todesursache in Deutschland. Bei der Suche nach neuen Therapieansätzen, die in das unkontrollierte Wachstum der Tumorzellen eingreifen, rückte eine Klasse von Enzymen, die Cyclin-abhängigen Kinasen (CDKs), in den Blickpunkt. Denn diese Enzymfamilie spielt eine elementare Rolle beim Auslesen der Geninformationen und der Zellteilung. Einen Überblick über den aktuellen Stand der Forschung zur Transkriptionsregulation der CDKs und die Perspektiven in der Behandlung von Krebserkrankungen wurde von Prof. Matthias Geyer vom Universitätsklinikum Bonn und der Universität Bonn in Zusammenarbeit mit Prof. Robert P. Fisher von der Icahn School of Medicine at Mount Sinai, New York, erstellt und jetzt in Nature Reviews Drug Discovery veröffentlicht. 
Schaltzentrale zur Herzreparatur entdeckt
Forschende des Universitätsklinikums Bonn (UKB) und der Universität Bonn haben einen bislang unbekannten Signalweg im Immunsystem entdeckt, der neugeborenen Herzzellen hilft, nach Verletzungen zu überleben und sich zu regenerieren. Die Ergebnisse könnten langfristig neue Therapieansätze eröffnen, um geschädigte Herzen nach einem Herzinfarkt oder bei chronischen Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu reparieren. Die Studie ist jetzt im Fachjournal Cell Communication and Signaling (Springer Nature) erschienen. 
Malaria schädigt Fresszellen in der Milz dauerhaft
Makrophagen, die im Knochenmark gebildet werden, können die Funktion embryonaler Fresszellen nur bedingt übernehmen. Das zeigt eine Studie der Universität Bonn und des Peter Doherty Institute for Infection and Immunity an der University of Melbourne. Die Forschenden haben nachgewiesen, dass eine Malaria-Infektion residente CD163-Makrophagen in der Milz dauerhaft schädigt, die für die Reinigung des Blutes und das Recyceln von Eisen zuständig sind und darüber hinaus mit weiteren Zellen der Immunabwehr kommunizieren. Die Ergebnisse könnten nicht nur für wirksamere Malaria-Impfungen interessant sein, sondern auch für die Entwicklung von Medikamenten und Therapien gegen andere Infektionskrankheiten. Das Paper wird im Wissenschaftsjournal „Immunity“ veröffentlicht; es ist bereits vorab online zugänglich.
Core2Edge: Wie Tumorzellen das Gehirn erobern
Das Glioblastom ist ein aggressiver Hirntumor, der weit in das umliegende Hirngewebe einwächst. Auch nach der Operation bleiben deshalb Tumorzellen im Gehirn zurück und der Tumor tritt erneut auf. Forschende des Universitätsklinikums Bonn (UKB) und der Universität Bonn haben mit Core2Edge ein vollständig auf menschlichem Gewebe basierendes Modell entwickelt, das diese schwer zugänglichen Randbereiche des Tumors realitätsnah abbildet. Damit lässt sich die Invasionsfront untersuchen und neue Wirkstoffkandidaten lassen sich direkt an humanem Gewebe testen - und das ohne Tierversuche. Die Arbeit der Brain Tumor Translational Research Group wurde jetzt in der Fachzeitschrift Nature Protocols veröffentlicht. 
KI-Modell verbessert Vorhersage von Verletzungen im Frauen-Spitzenfußball
Ein internationales Forschungsteam unter der Leitung des Barcelona Institute for Global Health (ISGlobal) und der Universität Bonn und mit Beteiligung des Barça Innovation Hub (BIHUB), der medizinischen Abteilung des FC Barcelona und des Unternehmens Made of Genes hat einen computergestützten Ansatz entwickelt, der die Vorhersage von Verletzungen im Frauen-Spitzenfußball verbessert. Die in „npj Digital Medicine“ veröffentlichte Studie kombiniert künstliche Intelligenz, Überlebensanalyse, statistische Kalibrierung und Entscheidungstheorie, um die Risikovorhersage in ein nützliches Instrument für die klinische und sportliche Praxis zu verwandeln.
Darm als Mitspieler der Immuntherapie bei MS
B-Zell-Depletionstherapien, bei denen B-Zellen des Immunsystems, die möglicherweise die Krankheitsaktivität bei Multipler Sklerose (MS) antreiben, vorübergehend entfernt werden, trugen in den letzten Jahren wesentlich zu einer verbesserten Behandlung Betroffener bei. Forschende des Universitätsklinikums Bonn (UKB), der Universitäten Bonn, Basel, Toronto und Yale sowie ihre Kooperationspartner haben einen bisher unbekannten Mechanismus aufgedeckt, durch den B-Zell-Depletionstherapien zu einem besseren Krankheitsverlauf bei Patient*innen mit MS beitragen. Überraschenderweise scheint die Behandlung einen Teil ihrer positiven Wirkung dadurch zu entfalten, dass sie regulatorische Immunzellen mobilisiert, die natürlicherweise im Darm ansässig sind. Diese Studie wurde nun in der Fachzeitschrift „Science Translational Medicine“ veröffentlicht.
Asthma: Neuer Wirkmechanismus bremst Entzündungsreaktion
Ein Team der Universität Bonn und des Forschungszentrums Borstel, Leibniz Lungenzentrum (FZB) hat einen bislang unbekannten Wirkmechanismus eines synthetischen Peptids entdeckt, der die überschießende Entzündungsreaktionen bei allergischem Asthma abschwächt. Dabei wird ein zentraler Entzündungsschalter des Immunsystems gezielt gehemmt und eröffnet neue Ansatzpunkte zur Behandlung chronischer Entzündungserkrankungen. Die Ergebnisse wurden nun in der Fachzeitschrift Advanced Science veröffentlicht.
Präzisionstherapie für Autoimmun-Erkrankung in Sicht
Der Entzündungs-Botenstoff Interferon-Alpha kann die sogenannte Sjögren-Krankheit auslösen, eine entzündliche Autoimmun-Erkrankung. Das zeigt eine aktuelle Studie des Universitätsklinikums Bonn (UKB) sowie der Universitäten Bonn, Edinburgh und Newcastle. Die Ergebnisse könnten mittelfristig die Entwicklung von Medikamenten gegen das chronische Leiden vereinfachen. Sie sind in der Fachzeitschrift Lancet Rheumatology erschienen.
Auf der Suche nach neuen Perspektiven
Neue Forschungsfragen entstehen häufig dort, wo unterschiedliche Methoden, Fachkulturen und Denkweisen aufeinandertreffen. Solche Begegnungen wollen Prof. Dr. Elvira Mass und Prof. Dr. Tatjana Tchumatchenko künftig gezielt ermöglichen. Die Alexander von Humboldt-Stiftung hat die beiden Bonner Wissenschaftlerinnen als Henriette-Herz-Scouts ausgewählt.
Krebszellen berechenbarer machen: PRECISE will therapeutisch nutzbare Schwachstellen vorhersagen
Welche Gene und Signalwege benötigt eine Krebszelle, um zu überleben? Und welche davon könnten als therapeutische Angriffspunkte dienen? Die paneuropäische Initiative PRECISE (Predictive Relationships Explaining Cancer Genetic Interactions and Synthetic Essentiality) will solche Schwachstellen nicht mehr nur in aufwendigen Laborexperimenten identifizieren, sondern mithilfe von Computermodellen auch vorhersagen. Das Universitätsklinikum Bonn (UKB) und die Universität Bonn gehören mit Prof. Dr. Maximilian Billmann und Prof. Dr. Jonathan Schmid-Burgk zu den Gründungspartnern des Konsortiums. Die wissenschaftliche Vision der Initiative wurde jetzt in einem Kommentar in Nature Genetics veröffentlicht.
Wie der Lebensstil das Immunsystem aus dem Gleichgewicht bringen kann
Vom 10. bis 13. Juli 2026 macht die MS Wissenschaft in Bonn fest. Das schwimmende Science Center tourt im Wissenschaftsjahr 2026 – Medizin der Zukunft durch Deutschland, Österreich und Polen und zeigt an rund 30 interaktiven Stationen, wie Forschende heute die Medizin von morgen gestalten. Mit an Bord: das Exponat „Achtung entzündlich! Wie beeinflusst dein Lebensstil dein Immunsystem?“ der Exzellenzuniversität Bonn und des Universitätsklinikums Bonn (UKB). Am 10. Juli veranstaltet die Universität Bonn zudem einen „Dialog an Deck“ zum Thema Prävention, der zum Mitreden über die Gesundheit der Zukunft einlädt.
Die Wächter der Antikörperantwort im Fokus
Damit das Immunsystem Krankheitserreger wirksam bekämpfen kann, müssen Antikörperreaktionen präzise gesteuert werden. Eine Schlüsselrolle spielen dabei sogenannte follikuläre regulatorische T-Zellen (Tfr-Zellen), die überschießende Immunreaktionen begrenzen und zur Aufrechterhaltung der Immuntoleranz beitragen. Forschende des Universitätsklinikums Bonn (UKB) und der Universität Bonn haben nun ein robustes Laborverfahren entwickelt, mit dem sich Tfr-Zellen aus Vorläuferzellen gewinnen und gezielt untersuchen lassen. Die Ergebnisse wurden kürzlich in der Fachzeitschrift Cellular & Molecular Immunology veröffentlicht.
Wenn die Karte ein Update braucht
Jedes Mal, wenn wir uns durch eine vertraute Umgebung bewegen, greift der Hippocampus auf eine detaillierte räumliche Repräsentation zurück, gleich einer Karte, die durch wiederholte Erfahrung aufgebaut wird. Doch was geschieht, wenn auf einer bekannten Route etwas Unerwartetes passiert? Forschende des Universitätsklinikums Bonn (UKB) und der Universität Bonn konnten im Mausmodell zeigen: Das Gehirn zeichnet seine Karten nicht von Grund auf neu. Stattdessen annotiert es sie, indem es neue Informationen wie eine zusätzliche Ebene über ein stabil bleibendes räumliches Grundgerüst legt. Ihre Ergebnisse sind jetzt im Fachmagazin PNAS veröffentlicht.
Immunzellen in der Leber helfen Tauben bei der Navigation
Wie finden Tauben über viele Kilometer hinweg sicher nach Hause? Ein Forschungsteam des Universitätsklinikums Bonn (UKB), der Universität Bonn, der Universität Duisburg-Essen und des Max-Planck-Instituts für Verhaltensbiologie haben nun einen bislang unbekannten Mechanismus entdeckt: Spezielle Immunzellen in der Leber könnten den Vögeln helfen, das Erdmagnetfeld wahrzunehmen. Die Ergebnisse wurden jetzt im Fachjournal Science veröffentlicht.
Mythen-Check beim Abendessen
Wer heute etwas für die eigene Gesundheit tun möchte, informiert sich häufig auf Instagram, TikTok & Co. Doch was ist dran an Posts und Trends der Gesundheits-Influencer? Am 13. Mai lud das Exzellenzcluster ImmunoSensation3 der Universität Bonn zum gemeinsamen Abendessen mit fünf Professor*innen, um dieser Frage nachzugehen. In entspannter Atmosphäre wurden Social Media-Beiträge zu Gesundheit und Immunsystem vorgestellt, von den rund 40 Teilnehmenden diskutiert und gemeinsam mit den Expert*innen eingeordnet. Der Auftakt des neuen Formats fand im Rahmen des Bonner „Mai der Wissenschaft“ im John Barleycorn statt.
Neue Forschungsverbünde stärken Universität Bonn
An der Universität Bonn wird ein neuer Sonderforschungsbereich (SFB) eingerichtet. Das hat die Deutsche Forschungsgemeinschaft bekannt gegeben. Das Verbundprojekt „FoodDiverse“ erforscht die Diversifizierung von Ernährungssystemen. Zudem ist die Universität an einem neuen SFB/Transregio zu Erzählungen aus vormodernen Zeiten und verschiedenen kulturellen Kontexten beteiligt. Zwei bereits bestehende SFB/Transregio werden für eine weitere Förderperiode verlängert. Transregios werden von mehreren antragstellenden Hochschulen gemeinsam getragen.
Exponat der Uni Bonn beim Parlamentarischen Empfang der MS Wissenschaft
Die MS Wissenschaft ist wieder unterwegs durch Deutschland, Österreich und Polen. Beim Parlamentarischen Empfang an Bord der MS Wissenschaft am 7. Mai in Berlin hat die Exzellenzuniversität Bonn ihr Exponat führenden Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Wissenschaft und Gesellschaft vorgestellt. Das Bundesministerium für Forschung, Transfer und Raumfahrt (BMFTR) und der Veranstalter Wissenschaft im Dialog hatte das Bonner Exponat als eines von nur drei aus den rund 30 Exponaten an Bord des Ausstellungsschiffes für den Abend ausgewählt.
Studie zeigt dynamische Wechselwirkungen zwischen Hirntumoren und Immunzellen
Das Glioblastom, der häufigste und aggressivste Hirntumor bei Erwachsenen, ist schwer zu behandeln, da dieser Krebs in das umliegende Gehirngewebe eindringen und sich weit über das ursprüngliche Tumorgebilde hinaus ausbreiten kann. Forschende des DZNE, des Universitätsklinikums Bonn (UKB) und des Exzellenzclusters „ImmunoSensation3“ an der Universität Bonn haben diesen Infiltrationsprozess mittels Hightech-Mikroskopie im lebenden Gehirn beobachtet. Ihre Studie beruht auf Untersuchungen an Mäusen mit einer Form von Gehirntumor, die dem menschlichen Glioblastom sehr nahekommt.
Millionen-Förderung für neues Forschungsprojekt MikrobiomProCheck
Das menschliche Darmmikrobiom ist so individuell wie ein Fingerabdruck. Bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (CED) wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa spielt es eine zentrale Rolle. Doch sein Potenzial zur Diagnostik und personalisierten Therapie für Patientinnen und Patienten bleibt bisher ungenutzt. Das Forschungsprojekt MikrobiomProCheck soll dies ändern. Dafür erhalten das Leibniz-Institut für Analytische Wissenschaften – ISAS – e. V., die Universitäten Bonn, Bielefeld und Duisburg-Essen, die Biofidus AG sowie die Lead Discovery Center GmbH rund 3,4 Millionen Euro von der NRW-Landesregierung und der Europäischen Union. 
Immunzellen erinnern sich an ihren Aufenthaltsort
Eine neue KI-gestützte Methode rekonstruiert, wo sich Immunzellen ursprünglich in einem Organ befunden hatten, selbst nachdem diese Zellen aus dem Gewebeverband gelöst und einzeln analysiert wurden. Forschende des Universitätsklinikums Bonn (UKB) und der Universität Bonn nutzen dafür das Transkriptom, also die Gesamtheit aller Boten-RNA-Manuskripte, die innerhalb einer Zelle zu einer bestimmten Zeit von den Genen produziert werden. Die Arbeit wurde jetzt in der Fachzeitschrift Advanced Science veröffentlicht und stellt den neuen Algorithmus MERLIN vor.
Bonn Center for Dependency and Slavery Studies
Geschmolzen vor Kummer: Wie die Antike über Gefühle schrieb
Was bedeutet es, wenn eine Figur vor Liebe oder Kummer „schmilzt“? Wie Emotionen in der antiken Literatur dargestellt werden, untersucht Prof. Dr. Thomas Kuhn-Treichel im Rahmen einer Heisenberg-Förderung an der Universität Bonn. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft ermöglicht mit dem Heisenberg-Programm Forschenden, hochkarätige Projekte zu verwirklichen und damit ihre wissenschaftliche Reputation weiter zu steigern. Thomas Kuhn-Treichel wird ab Oktober 2026 mit rund 830.000 Euro gefördert.
Tobacco Echoes: Die Tabakpflanze in Nigeria
Welche Geschichten und Erinnerungen sind mit der Tabakpflanze in Nigeria verbunden und was wird sichtbar, wenn wir ihnen nachspüren? Diese Frage steht im Zentrum der Ausstellung „Tobacco Echoes“ der Künstlerinnen Ngozi Ajah Schommers und Etinosa Yvonne, des dritten Teils des Forschungs- und Ausstellungsprojekts „Pflanzenwissen“ im Global Heritage Lab der Universität Bonn. Zur Eröffnung am 17. September 2026 von 18:00 bis 21:00 Uhr sprechen Ngozi Ajah Schommers und die Kuratorinnen Argelander-Professorin Dr. Julia Binter und Joanne Rodriguez. Die Ausstellung wird von einem ausführlichen Rahmenprogramm begleitet.
Wie das Christentum die lateinische Sprache verändert hat
Wie hat sich die lateinische Sprache durch die Entstehung und Ausbreitung des Christentums in der Spätantike verändert? Dieser Frage geht Christian Hornung, Professor für Alte Kirchengeschichte und Patrologie an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Bonn, in einem neuen Forschungsprojekt nach. Ziel ist die Erarbeitung eines „Handwörterbuchs des antiken christlichen Lateins“ (HACL), das das Textkorpus der lateinisch-christlichen Literatur von Tertullian bis Isidor von Sevilla erschließt und den Wandel des antiken lateinischen Vokabulars in all seinen Dimensionen dokumentiert: ideen-, institutionen-, sozial-, rechts- und religionsgeschichtlich. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert das Langzeitvorhaben in der ersten Projektphase bis 2030 mit 1,4 Millionen Euro. Die Laufzeit ist auf insgesamt 12 Jahre angelegt.
Uni Bonn On Tour: Auf Grabung im römischen Ostia
Forschende erzählen beim Format „Uni Bonn On Tour“ der Universität Bonn von ihren ungewöhnlichen Arbeitsorten rund um die Welt und geben Einblicke in ihren (Forschungs-)Alltag. Wovon sie genau erzählen, hängt dabei von den Bürgerinnen und Bürgern ab: Sie stellen die Fragen! Im September fahren Archäologin Prof. Sabine Feist und ihr Team nach Ostia, Italien, wo sie eine der ältesten und größten Kirchen sowie angrenzenden Bischofssitz inklusive prachtvoll ausgestatteter „Aula“ freilegen. Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, ihre Fragen an die Archäolog*innen per Mail an kommunikation@uni-bonn.de oder über den Instagram-Account der Universität @universitaetbonn zu stellen.
Gutachten "Umwelt prägt Sicherheit" erschienen
Globale Umweltveränderungen wie Klimawandel, Biodiversitätsverlust und Umweltverschmutzung sind nicht nur ökologische Herausforderungen. Sie berühren auch Fragen von Sicherheit, gesellschaftlicher Stabilität und internationalem Frieden. Zu diesem Ergebnis kommt der Wissenschaftliche Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU) in seinem neuen Teilgutachten „Umwelt prägt Sicherheit“, das jetz als erstes Kapitel des Hauptgutachtens „Sicherheit – nachhaltig und integriert“ veröffentlicht worden ist. Federführend am Verfassen beteiligt war Prof. Dr. Anna-Katharina Hornidge, Professorin an der Universität Bonn und Direktorin des German Institute of Development and Sustainability (IDOS).
Gänsehautmomente in der archäologischen Forschung
Wie lebten Menschen vor Jahrhunderten? Wie sahen sie sich selbst? Wie wurden sie von anderen wahrgenommen? Die Archäologie untersucht heute mit modernen Methoden Skelette, Besitz, Bestattungsbräuche sowie soziale und räumliche Beziehungen. Wie sich daraus die Identität von Menschen aus der Vergangenheit rekonstruieren lässt, zeigt das Buch „Human Identities in the Archaeological Record: Interdisciplinary Perspectives from Late Antiquity to the Modern Period“. 
Neue Forschungsverbünde stärken Universität Bonn
An der Universität Bonn wird ein neuer Sonderforschungsbereich (SFB) eingerichtet. Das hat die Deutsche Forschungsgemeinschaft bekannt gegeben. Das Verbundprojekt „FoodDiverse“ erforscht die Diversifizierung von Ernährungssystemen. Zudem ist die Universität an einem neuen SFB/Transregio zu Erzählungen aus vormodernen Zeiten und verschiedenen kulturellen Kontexten beteiligt. Zwei bereits bestehende SFB/Transregio werden für eine weitere Förderperiode verlängert. Transregios werden von mehreren antragstellenden Hochschulen gemeinsam getragen.
Wi-Wi-Wi – Wie der Wachtelruf Hieroglyphen beeinflusste
In Zeiten von Sprachnachrichten und Videos gerät Schrift leicht in Vergessenheit. Dabei ist sie seit Jahrtausenden zentrales Medium unseres kulturellen Gedächtnisses: Sie speichert Wissen und erzählt Geschichten. Aus einfachen Zeichen entstehen im Kopf ganze Welten – fast wie Kino ohne Popcorn. Gemalt oder in Stein geritzt hält sie erstaunlich lange. Ohne sie wüssten wir wenig über die Vergangenheit. Schon bevor der Mensch lesen konnte, deutete er Zeichen: Er las Tierspuren, orientierte sich an Sternen und erkannte die Tageszeit am Sonnenstand. Den langen Weg zur Schrift beschreibt der Ägyptologe Prof. Ludwig Morenz von der Universität Bonn in seinem neuen Buch.
Gottesbilder, Abhängigkeit und Erdrotation
Welche Denkstrukturen stecken hinter Gottesbildern im Alten Israel? Die Frage untersucht eine neue Forschungsgruppe an der Universität Bonn. Sie wird mit fast zwei Millionen Euro von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert. Sprecher ist Prof. Dr. Jan Dietrich von der Evangelisch-Theologischen Fakultät. Bonner Wissenschaftler:innen sind auch noch an zwei weiteren neuen Forschungsgruppen beteiligt, die sich damit befassen, wie chinesische Technologie-Unternehmen neue Abhängigkeiten schaffen (Politikwissenschaft) und wie sich die Erdrotation noch genauer messen lässt (Geodäsie).
Was ist schon ein Name? - Die unbekannten Gesichter der Geschichte
Die meisten Menschen in der Geschichte bleiben namenlos. Sie erscheinen in Quellen nur als Zahlen, Merkmale oder anonyme Figuren. Ein neues Forschungsprojekt am Exzellenzcluster Bonn Center for Dependency and Slavery Studies (BCDSS) und am Institut für Geschichtswissenschaft (IGW) der Universität Bonn untersucht, wie sich solche namenlosen Personen analysieren und in der Geschichtsschreibung sichtbar machen lassen. Das Projekt wird von der VolkswagenStiftung mit 370.000 Euro gefördert.
Spektakuläre Entdeckung auf dem Sinai
Der Fund ist spektakulär: Eine mit rund 5.000 Jahren ungewöhnlich alte Inschrift im Südwesten der Sinai-Halbinsel zeigt furchteinflößend, wie die Ägypter den Sinai kolonisierten und die Bewohner unterwarfen. Die auf einem gut sichtbaren Felsen prominent festgehaltene Szene veranschaulicht die Dominanz der Ägypter in Gestalt eines großen Mannes mit erhobenen Armen und einen davor knienden Sinaiten mit einem Pfeil in der Brust. Mustafa Nour El-Din vom Inspektorat Assuan des Ägyptischen Antikenministeriums entdeckte die ungewöhnliche Inschrift im Wadi Khamila. Der Ägyptologe Prof. Dr. Ludwig Morenz von der Universität Bonn deutete die Szene: Sie verkündet den kolonialen Anspruch der Ägypter vor 5.000 Jahren.
Neue Heisenberg-Professorin an der Uni Bonn
An der Universität Bonn hat eine neue Heisenberg-Professorin ihre Arbeit aufgenommen: Die Mediävistin Prof. Dr. Laury Sarti erforscht die alltägliche Mobilität von Menschen im Mittelalter – darunter nicht nur Adelige, sondern auch ganz gewöhnliche Menschen. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft ermöglicht mit dem Heisenberg-Programm Forschenden, hochkarätige Projekte zu verwirklichen und damit ihre wissenschaftliche Reputation weiter zu steigern. Laury Sarti wird mit rund 650.000 Euro gefördert.
Achtmal exzellent: Ab Januar 2026 werden an der Universität Bonn zwei weitere Exzellenzcluster gefördert
Ab 1. Januar 2026 steigt die Zahl der an der Universität Bonn geförderten Exzellenzcluster auf acht – mehr als an jeder anderen Universität in Deutschland. Zwei neue Clustervorhaben erhalten erstmals Mittel aus der Exzellenzstrategie des Bundes und der Länder. Insgesamt fließen ab 2026 jährlich rund 40 Millionen Euro nach Bonn, die die Forschungsaktivitäten der Exzellenzuniversität verstärken.
Soziale Netzwerke in der Kolonialzeit
Die Frage, wie bürokratische Klassifizierungen von Menschen in der Kolonialzeit soziale Ordnungen im südlichen Afrika prägten, steht im Fokus eines neuen internationalen Forschungsprojekts mit Beteiligung von Dr. Eva Marie Lehner und Julia Schmidt vom Exzellenzcluster Bonn Center for Dependency and Slavery Studies (BCDSS) der Universität Bonn. Die Gerda Henkel Stiftung unterstützt das Verbundprojekt „Economies of Trust: Digital Infrastructure on the Urban Poor in the Cape Colony“ mit einer Fördersumme von 253.000 Euro. Ein Teilprojekt am BCDSS untersucht die sozialen Netzwerke lediger Frauen.
Mit göttlicher Inszenierung und Gewaltdarstellung zur Macht
Heute Wüste – soweit das Auge reicht. Wer genau hinsieht, entdeckt aber auf den Felsen Hunderte eingeritzte Darstellungen. Diese altägyptischen Graffiti zeugen davon, dass sich hier vor mehr als 5.000 Jahren an der Peripherie eine neue Herrschaft herausbildete. Einer dieser Könige nannte sich „Skorpion“. Mit einer Inszenierung als göttlicher Herrscher und rohen Gewaltdarstellungen zeigte er seine Macht. Der Ägyptologe Prof. Dr. Ludwig Morenz von der Universität Bonn hat nun mit Mohamed Abdelhay Abu Bakr in seinem Buch die neuesten Erkenntnisse zur Visualisierung von Herrschaft im vorpharaonischen Ägypten veröffentlicht.
Mode, Identität und Abhängigkeiten
Gleich zwei Ausstellungen im Global Heritage Lab der Uni Bonn gehen den Wegen und den Folgen kolonialer Einflüsse nach, aber auch den Verstrickungen darin. Die Ausstellungen sind bis 12. Oktober im P26 zu sehen.
„Profi-Fußballer sind die Elitesklaven von heute“
Was haben Elitesklaven mit Profi-Fußballern gemein? Diese Frage hat Geschichtswissenschaftler Dr. Alexander Rothenberg in seiner Doktorarbeit am Exzellenzcluster Bonn Center for Dependency and Slavery Studies (BCDSS) der Universität Bonn untersucht. In der neuen Folge des Hypothese-Podcasts diskutiert er mit Moderator Denis Nasser die These „Profi-Fußballer sind die Elitesklaven von heute“.
Verstrickt und verwoben: Texturen der Abhängigkeit
Seit Beginn der Menschheitsgeschichte umgeben wir uns mit Textilien. In seiner multimedialen Ausstellung „Verstrickt und verwoben: Texturen der Abhängigkeit“ zeigt der Exzellenzcluster Bonn Center for Dependency and Slavery Studies (BCDSS) der Universität Bonn, welche sozialen Verflechtungen und Abhängigkeitsverhältnisse in einem unserer ältesten Kulturgüter stecken. Im Zentrum steht ein großer Quilt, der den „erzählerischen“ Rahmen für die mehrdimensionale Geschichte über die „Texturen der Abhängigkeit“ in einer Reihe von Geschichten aus unterschiedlichsten Epochen und Regionen liefert. Die Ausstellung ist bis zum 20. Dezember in der Universitäts- und Landesbibliothek Bonn (ULB) der Universität Bonn und darüber hinaus über ein digitales Ausstellungsportal zu sehen.
Idee vom personalen Gott „El“ könnte vom Sinai stammen
Wo hat die Vorstellung von “Gott“ ihren Ursprung? Der Ägyptologe Prof. Dr. Ludwig Morenz von der Universität Bonn ist überzeugt, im Südwesten der Halbinsel Sinai in Ägypten die ältesten Belege für „El“ gefunden zu haben. Dabei handelt es sich um den personifizierten Gott, den wir später etwa aus Ugarit, der Hebräischen Bibel oder dem Koran kennen. Denn auch der biblische „El“ oder der koranische „Allah“ ist nach der Wortherkunft gleichbedeutend und sprachhistorisch verwandt mit „El“. Unter den sozio-kulturellen Bedingungen auf dem Hochplateau von Serabit el Chadim und dem ägyptischen Einfluss scheint der Allgemeinbegriff el (= Gott) zur spezifischen Gottesperson „El“ geprägt und auch bildlich dargestellt worden zu sein. Die Ergebnisse stellt der Wissenschaftler in seinem neuen Buch vor.
(Un-)abhängige Ansichten über den Sammlungsgründer des Kölner Rautenstrauch-Joest Museums
Der Exzellenzcluster Bonn Center for Dependency and Slavery Studies (BCDSS) der Universität Bonn lädt am Donnerstag, dem 15. Februar 2024 um 17:00 Uhr zu seiner Lese- und Gesprächsreihe „(Un-)abhängige Ansichten“ mit Autorin Anne Haeming. 2023 veröffentlichte sie „Der gesammelte Joest: Biografie eines Ethnologen“, eine Biografie des Ethnologen Wilhelm Joest (1852-1897), Sohn eines Kölner Zuckerfabrikanten, der in Bad Godesberg aufwuchs, und auf dessen Sammlungen das Rautenstrauch-Joest Museum in Köln entstand. Anne Haeming wird Einblick in ihre kritische, dekoloniale Auseinandersetzung mit Joests Sammlungsobjekten sowie Reise- und Forschungsberichten geben, die die deutsche Ethnologie des 19. Jahrhunderts mitgeprägt haben. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Die Veranstaltung findet im Festsaal der Universität Bonn, Am Hof 1, 53113 Bonn, statt. Um vorherige Anmeldung wird gebeten: registration@dependency.uni-bonn.de
Großer Erfolg für die Universität Bonn
Sehr gute Nachrichten für die Universität Bonn: Zwei neue Cluster-Initiativen dürfen einen Antrag auf Förderung in der Exzellenzstrategie des Bundes und der Länder stellen. Das haben die Deutsche Forschungsgemeinschaft und der Wissenschaftsrat heute mitgeteilt. Die beiden Clusterinitiativen gehören damit zu den ausgewählten 41 von deutschlandweit 143 begutachteten Skizzen. Im Jahr 2019 konnte die Universität Bonn bereits sechs Cluster einwerben, mehr als jede andere Universität in Deutschland. Alle Cluster stellen Fortsetzungsanträge, sodass die Universität nun Chancen auf acht Exzellenzcluster hat.
Ausgrabungsstätten virtuell erleben
In die Ausgrabung eintauchen – ohne vor Ort zu sein? Klassische Archäologie und das Bonn Center for Digital Humanities der Universität Bonn wollen neue digitale Möglichkeiten wie 3D-Technologien und Virtuelle Realität in Forschung und Lehre nutzen. Im internationalen Projekt “Virtual Worlds in Teaching Archaeology” arbeiten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit den Universitäten Amsterdam und Oslo sowie der Open University of the Netherlands zusammen. Die Europäische Union ko-finanziert das Vorhaben in den nächsten drei Jahren mit rund 400.000 Euro.
P.E. MacAllister Field Archaeology Award an Prof. Dr. Bethany J. Walker verliehen
Prof. Dr. Bethany J. Walker, Principal Investigator am geistes- und sozialwissenschaftlichen Exzellenzcluster Bonn Center for Dependency and Slavery Studies (BCDSS), Leiterin der Research Unit in Islamic Archaeology und Professorin für Geschichte des Nahen und Mittleren Ostens an der Universität Bonn, ist mit dem mit dem P. E. MacAllister Field Archaeology Award ausgezeichnet worden. Sie erhält die Ehrung für ihre herausragende Forschung im Bereich der Archäologie des Nahen und Mittleren Ostens und des östlichen Mittelmeerraums.
Was wir mit Geld machen und was Geld mit uns macht
Der Exzellenzcluster Bonn Center for Dependency and Slavery Studies (BCDSS) der Universität Bonn lädt in Kooperation mit der VHS Bonn am Montag, 30. November, um 18.15 Uhr zu Lesung und Gespräch über unser Verhältnis zu Geld und die sozialen Auswirkungen unter anderem auf unsere Bildungschancen. Die Veranstaltung findet in Raum 1.11 (Saal) der VHS Bonn, Mühlheimer Platz 1 statt. Alle Interessierten sind dazu eingeladen. Um vorherige Anmeldung über die VHS-Website wird gebeten.
Mongolei zeichnet zwei Forschende der Uni Bonn aus
Für ihre langjährige und erfolgreiche Forschungsarbeit in der Mongolei erhielten Archäologen der Universität Bonn herausragende Auszeichnungen. Der Staatssekretär M. Batgerel heftete im Ministerium für Erziehung und Wissenschaft der Mongolei in der Hauptstadt Ulaanbaatar Prof. Dr. Dr. h.c. Jan Bemmann den Polarstern, den höchsten an Ausländer zu vergebenden Orden, ans Revers. Dr. Susanne Reichert erhielt die Freundschaftsmedaille. Beide Forschenden arbeiten zur Zeit im Rahmen der neu von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) bewilligten Forschungsgruppe 5438 „Der urbane Einfluss auf dem mongolischen Plateau: Verflechtungen von Stadtwesen, Wirtschaft und Umwelt“ in der Mongolei.
Von Flugrobotern bis Künstliche Intelligenz
Am Sonntag, den 9. Juli, feiert die Universität Bonn das Wissenschaftsfestival. Unter dem Motto „Wissenschaft zum Mitmachen für alle!“ sind Groß und Klein zu einem bunten Fest eingeladen. Neben einem abwechslungsreichen Bühnenprogramm, einer Wissenschaftsrallye und einer Food-Truck-Meile, gibt es zahlreiche Stationen, um die Forschung an der Exzellenzuniversität Bonn kennenzulernen.
Die Kehrseite einer ägyptischen Stele
Der Umgang der Menschen mit Krisen ist für die Wissenschaften schon immer ein lohnendes Forschungsfeld gewesen. Wie nutzen zum Beispiel Menschen unterschiedlicher Kulturen Objekte, um in Notsituationen Kraft und Zuversicht zu finden? Diese Frage stand im Zentrum des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten interdisziplinär angelegten Verbundprojekts „SiSi“. Daran beteiligt waren Forscherteams der Bonner Ägyptologie und Altamerikanistik/Ethnologie. In einer Fallstudie zu einer beidseitig reliefierten Steintafel aus dem Ägyptischen Museum der Universität Bonn hat der Ägyptologe Prof. Dr. Ludwig D. Morenz nun Hinweise für persönliche Frömmigkeit in einem Buch dokumentiert.
Vertragsunterzeichnung zur Erforschung römischen Lebens am Niedergermanischen Limes
Das Projekt ist auf Langfristigkeit angelegt: Die Nordrhein-Westfälische Akademie der Wissenschaften und Künste fördert es in den nächsten 18 Jahren mit rund zehn Millionen. Zum Vorhaben „Limes und Legion. Die Wirkmächtigkeit römischer Militärpräsenz am Niedergermanischen Limes, Edition und Interpretation archäologischer Quellen“ haben nun Ulrike Lubek, Direktorin des Landschaftsverbandes Rheinland, und Prof. Dr. Andreas Zimmer, Prorektor für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs der Universität Bonn, den Kooperationsvertrag im LVR-LandesMuseum Bonn unterzeichnet. 
Götterkult in der vor-ägyptischen Gesellschaft
Die Wüste im Süden Ägyptens ist voll mit Hunderten von Felsbildern und Inschriften aus dem Neolithikum bis in die arabische Zeit. Die ältesten stammen aus dem Fünften Jahrtausend vor Christus, die wenigsten wurden bislang untersucht. Ägyptologen der Universität Bonn und der Aswan University wollen die Felszeichnungen nun systematisch erfassen und in einer Datenbank dokumentieren. Darunter sticht ein mehr als 5000 Jahre altes Felsbild mit einem Boot, das von 25 Männern an einem Seil gezogen wird, besonders ins Auge.
Bibliothek ermöglicht Forschung zur antiken Sklaverei
Am Mittwoch, dem 18. Januar 2023, 16:15 bis 19 Uhr wird in den Räumlichkeiten des Bonn Center for Dependency and Slavery Studies (BCDSS), Heussallee 18-24 in Bonn, die neue Bibliothek der Antiken Sklaverei eröffnet. Interessierte Bürgerinnen und Bürger und Journalistinnen und Journalisten sind herzlich eingeladen, an der Eröffnung teilzunehmen. Einzigartig ist die Bibliothek deswegen, weil sie zahlreiche Publikationen über die antike Sklaverei und den Sklavenhandel auf dem Gebiet der heutigen Ukraine und der Krim umfasst. Um vorherige Anmeldung wird gebeten: events@dependency.uni-bonn.de
PhenoRob
Wie Bolsonaros Äußerungen den Regenwald zerstörten
Der ehemalige brasilianische Präsident Jair Bolsonaro hat durch Äußerungen gegen den Waldschutz zur Abholzung beigetragen. Das zeigt eine internationale Studie unter der Leitung der Universität Bonn. Demnach beschleunigte sich die Zerstörung des Amazonas-Regenwaldes dann stark, wenn Bolsonaro und seine Minister Anti-Waldschutz-Botschaften auf Twitter veröffentlicht hatten. Brasiliens Umweltbehörden wurden während Bolsonaros Amtszeit stark geschwächt. Unabhängig davon zeigt die Analyse, dass allein schon ein als geringer wahrgenommenes Bestrafungsrisiko ein relevanter Treiber der Abholzung war. Die Forscher schätzen, dass durch die Kraft der Worte bis zu 1.700 Quadratkilometer Wald zerstört wurden – fast die doppelte Fläche Berlins. Die Ergebnisse wurden im „The Journal of Politics“ veröffentlicht.
Leidet Grünland in vielfältigen Landschaften weniger unter Dürre?
Im Hitzejahr 2018 litten auch Wiesen und Weiden unter der Trockenheit. Ist Grünland in vielfältig gestalteten Landschaften resilienter gegen Ertragsausfälle als in eintönigen Regionen? Forschende der Universität Bonn um Marco Ferro und Prof. Dr. Jan Börner vom Institut für Lebensmittel- und Ressourcenökonomik (ILR) untersuchten im Sonderforschungsbereich 1502 DETECT den Einfluss der Vielfalt von Landschaften auf die Dürretoleranz von Grünland.
Wenn der Roboter im Gewächshaus aufs Wort hört
In den Gewächshäusern der Zukunft werden Menschen vermehrt mit Roboter arbeiten. Damit diese Vision Wirklichkeit wird, forscht ein Team um Prof. Dr. Maren Bennewitz von der Universität Bonn gemeinsam mit Partnern aus Taiwan auf Basis von Künstlicher Intelligenz an den Grundlagen. Im Projekt „Learning Expert-Guided Crop Intervention through Human-in-the-Loop LLM Robotics“ - kurz AgriLoop - erforschen die Gruppen aus beiden Ländern, wie Gewächshausroboter künftig durch natürlichsprachliche Interaktion enger mit landwirtschaftlichen Fachleuten zusammenarbeiten können. Das Vorhaben wird auf deutscher Seite durch das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) mit einer Fördersumme von 463.000 Euro für die Bonner Forschung unterstützt. AgriLoop ist ein Partnerprojekt des Exzellenzclusters PhenoRob und im Transdisziplinären Forschungsbereich Sustainable Futures angesiedelt.
Minister der Finanzen Dr. Optendrenk zu Gast an der Universität Bonn
Nordrhein-Westfalens Minister der Finanzen, Dr. Marcus Optendrenk, hat die Universität Bonn besucht. Nach einem Gespräch mit Rektor Univ.-Prof. Dr. rer. nat. Michael Hoch informierte sich der Minister auf dem Campus Poppelsdorf über aktuelle Forschungsansätze für eine nachhaltige Landwirtschaft und Bioökonomie sowie über laufende Baumaßnahmen des Bau- und Liegenschaftsbetriebs (BLB) NRW. Zum Auftakt empfing Rektor Hoch den Minister im Rektorat der Universität. Dort tauschten sie sich über aktuelle Themen und die Entwicklung der Universität Bonn aus, die kürzlich als Exzellenzuniversität bestätigt wurde und mit acht geförderten Exzellenzclustern auch weiterhin die erfolgreichste deutsche Hochschule im Exzellenzwettbewerb ist.
Land-Degradierung reduziert Ernteerträge deutlich
Faktoren wie Erosion, Austrocknung und Verdichtung der Böden gefährden die Ernährung weiter Teile der Erdbevölkerung. Das zeigt eine aktuelle Studie der Universitäten Bonn, Minnesota, Basel und der Technischen Universität Hamburg. Ließe sich die von Menschen verursachte Boden-Degradierung um zehn Prozent zurückdrehen, könnten die Anbaugebiete rund um den Globus rein rechnerisch rund 70 Millionen Personen zusätzlich versorgen. Die Ergebnisse sind jetzt in der Zeitschrift Nature Food erschienen.
Umweltschutzpolitik verbessert global Ackerland
Durch Erosion, Versalzung oder eine sinkende Zahl von Organismen wie Würmern oder Nutzpilzen kann die Fruchtbarkeit von Böden dramatisch leiden. Vielerorts wurden daher gesetzliche Regeln implementiert, um diese Prozesse aufzuhalten. Eine Studie der Universität Bonn belegt nun, dass sich die Bodenqualität durch diese Maßnahmen in vielen Ländern der Erde verbessert hat. Ob sie wirken, hängt dabei aber ganz zentral von den politischen und institutionellen Rahmenbedingungen ab. Die Ergebnisse sind in der Fachzeitschrift Nature Food erschienen.
Drohnen für die Landwirtschaft: Experte wechselt nach Bonn
Stefano Mintchev, Robotik-Experte, wechselt zum 1. September 2026 von der ETH Zürich an die Universität Bonn. Er forscht an Robotern, die sich selbstständig in komplexen natürlichen Umgebungen bewegen.
KI-Forschung für eine klimaresiliente Landwirtschaft
Extreme Hitze, Starkregen und Spätfrost – die Folgen des Klimawandels treffen auch die heimische Landwirtschaft. Wie können Künstliche Intelligenz, Robotik und digitale Sensorik dazu beitragen, Betriebe bei der Anpassung an Wetterextreme zu unterstützen? Darüber informierte sich die nordrhein-westfälische Landwirtschaftsministerin Silke Gorißen bei einem Besuch des Campus Klein-Altendorf der Universität Bonn.
Forschung zum Anfassen: Jugendliche erkunden die Landwirtschaft der Zukunft
Wie können wir eine wachsende Weltbevölkerung ernähren? Und welche Rolle spielen neue Technologien bei der Gestaltung nachhaltiger Ernährungssysteme? Um Schülerinnen und Schülern innovative Ansätze in der Landwirtschaft näherzubringen, hat der Exzellenzcluster PhenoRob der Universität Bonn eine Schulklasse auf den Campus Klein-Altendorf empfangen. Einen Vormittag lang erhielten die Jugendlichen Einblicke in aktuelle Forschungsprojekte und lernten, wie Roboter, Drohnen und digitale Technologien die Landwirtschaft verändern.
Hightech braucht Exzellenz: Spitzenforschung als Grundlage technologischer Stärke
Welche Rolle spielt universitäre Spitzenforschung für Deutschlands Technologie- und Innovationskraft? Diese Frage stand im Mittelpunkt eines Parlamentarischen Frühstücks, zu dem der Universitätsverbund German U15 und die Universität Bonn heute in den Deutschen Bundestag eingeladen hatten. Im Käfer Clubraum diskutierten Vertreter*innen aus der Wissenschaft mit Bundestagsabgeordneten und Ministeriumsvertreter*innen darüber, wie forschungsstarke Universitäten zur technologischen Souveränität, Wettbewerbsfähigkeit und Innovationsfähigkeit Deutschlands beitragen.
Weniger Dünger dank smarter Allianzen
Pflanzen haben im Laufe der Evolution elegante Strategien entwickelt, um einem Mangel an Phosphat im Erdreich zu begegnen: Sie gehen Symbiosen mit Bodenpilzen ein. Diese Mykorrhizapilze versorgen ihre pflanzlichen Partner effizient mit Phosphat und weiteren lebenswichtigen Mineralien. Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen des Leibniz-Instituts für Pflanzenbiochemie (IPB) in Halle haben jüngst gemeinsam mit Partnern der Universität Bonn einen molekularen Schalter entdeckt, der den Phosphatgehalt in der Pflanze erfasst und dann das Startsignal für oder gegen die Symbiose gibt. Dieser Signalweg könnte künftig genutzt werden, um Pflanzen zu befähigen, die Partnerschaft mit den Bodenpilzen auch dann einzugehen, wenn genügend Phosphat verfügbar ist. Die Studie in der renommierten Fachzeitschrift Science Advances bietet einen Lösungsansatz für ein langjähriges Problem in der Landwirtschaft und eröffnet neue Wege zur Reduktion von Düngemitteln.
Neue Forschungsverbünde stärken Universität Bonn
An der Universität Bonn wird ein neuer Sonderforschungsbereich (SFB) eingerichtet. Das hat die Deutsche Forschungsgemeinschaft bekannt gegeben. Das Verbundprojekt „FoodDiverse“ erforscht die Diversifizierung von Ernährungssystemen. Zudem ist die Universität an einem neuen SFB/Transregio zu Erzählungen aus vormodernen Zeiten und verschiedenen kulturellen Kontexten beteiligt. Zwei bereits bestehende SFB/Transregio werden für eine weitere Förderperiode verlängert. Transregios werden von mehreren antragstellenden Hochschulen gemeinsam getragen.
Weniger Hunger, mehr Umweltprobleme?
In den Ländern Afrikas südlich der Sahara sind viele Menschen unter- oder mangelernährt. Eine Studie der Universitäten Bonn und Ghana zeigt nun, wie wachsender Wohlstand und eine zunehmende Urbanisierung den Speiseplan der Menschen dort beeinflussen. Demnach ernähren sich die wohlhabenderen Bevölkerungsschichten mehr und mehr wie Menschen in den westlichen Industrienationen. Dadurch verbessert sich zwar ihre Versorgung mit wichtigen Nährstoffen. Gleichzeitig steigen die negativen Auswirkungen auf die Umwelt. Die Studie geht auch darauf ein, wie sich diese ökologischen Schäden minimieren lassen. Sie ist in der Zeitschrift „Sustainable Production and Consumption“ erschienen.
150 Jahre Geodäsie in Bonn
Die Universität Bonn begeht am Dienstag, 21. April 2026 das 150-jährige Bestehen der Geodäsie in Bonn. Mit einem Festakt würdigt das Institut für Geodäsie und Geoinformation (IGG) der Universität Bonn seine lange Tradition in Forschung und Lehre – und richtet zugleich den Blick nach vorn: auf die Frage, welche Beiträge die Geodäsie in den kommenden Jahrzehnten für Gesellschaft, Wissenschaft und Technik leisten muss.
Bonner Haushaltsroboter verteidigen Meistertitel
Das Team NimbRo der Universität Bonn hat in der @Home-Liga des RoboCup German Open seinen Meistertitel erneut souverän verteidigt – mit großem Abstand vor dem Zweitplatzierten. Vom 10. bis 14. März zeigten die Assistenzroboter in Alltagsumgebungen ihre Fähigkeiten. Die Haushaltsroboter verstanden komplexe Sprachkommandos assistenzbedürftiger Personen, navigierten sicher in einer nachgebildeten Wohnung und einem unbekannten Restaurant, lieferten Bestellungen aus und nahmen Wäsche aus der Waschmaschine.
Technologischer Fortschritt ermöglicht nachhaltigere landwirtschaftliche Systeme
Die Landwirtschaft produziert so viel Nahrung wie nie zuvor, belastet aber gleichzeitig Klima, Böden und Biodiversität. Ein Forschungsteam des Exzellenzclusters PhenoRob der Universität Bonn stellt in einem nun erschienenen Paper im Journal Agricultural Systems dar, welche entscheidende Rolle technologische Innovationen für eine nachhaltige Landwirtschaft der Zukunft spielen, und warum diese durch kluge Politiken und neue Geschäftsmodelle begleitet werden müssen.
Wie ein Pilz Gewebewucherungen in Mais erzeugt
Wenn der Pilz Ustilago maydis eine Maispflanze befällt, bilden sich am Ort der Infektion tumorähnliche Gewebewucherungen. Wie der Erreger seinen Wirt dazu bringt, war bislang ein Rätsel. Eine aktuelle Studie der Universität Bonn zeigt nun, dass er dazu ein Programm der Pflanze für die Bildung der Seitenwurzeln zweckentfremdet. Die Ergebnisse sind in der Fachzeitschrift New Phytologist erschienen.
Teure Lebensmittel machen Kinder dick
Wenn in einer Wirtschaftskrise die Lebensmittelpreise explodieren, trifft das vor allem die Stadtbevölkerung und Menschen mit niedriger Bildung. Die Folgen wirken sich unter Umständen ein Leben lang aus – etwa in einer geringeren Körpergröße betroffener Kinder. Das hat ein Forschungsteam der Universität Bonn jetzt am Beispiel der „Asienkrise“ in den 1990-er Jahren gezeigt. Damals kam es durch Turbulenzen am Finanzmarkt zu einer drastischen Verteuerung von Reis, dem wichtigsten Grundnahrungsmittel Indonesiens, die messbare Spuren in der Entwicklung von Kindern hinterlassen hat. Die Studie wurde in der Fachzeitschrift „Global Food Security“ veröffentlicht.
Achtmal exzellent: Ab Januar 2026 werden an der Universität Bonn zwei weitere Exzellenzcluster gefördert
Ab 1. Januar 2026 steigt die Zahl der an der Universität Bonn geförderten Exzellenzcluster auf acht – mehr als an jeder anderen Universität in Deutschland. Zwei neue Clustervorhaben erhalten erstmals Mittel aus der Exzellenzstrategie des Bundes und der Länder. Insgesamt fließen ab 2026 jährlich rund 40 Millionen Euro nach Bonn, die die Forschungsaktivitäten der Exzellenzuniversität verstärken.
Nachhaltiger Pflanzenschutz hätte global positive Effekte
Was würde passieren, wenn Landwirtinnen und Landwirte rund um den Globus auf nachhaltigen Pflanzenschutz umstellen würden? Eine internationale Studie unter Leitung der Universität Bonn und der ETH Zürich ist dieser Frage nachgegangen. Die Arbeit stützt sich auf die Einschätzung von weltweit über 500 führenden Expertinnen und Experten unterschiedlicher Disziplinen, von der Ökologie bis zu den Wirtschaftswissenschaften. Die meisten Befragten gehen davon aus, dass die Folgen einer solchen Umstellung langfristig positiv wären - selbst aus ökonomischer Perspektive. Welche Effekte überwiegen, variiert aber je nach Weltregion. Die Ergebnisse sind nun in der Zeitschrift „Nature Communications“ erschienen.
EU-Kommissarin für Umwelt trifft Bonner Forschende
Bei einem Besuch am 1. Dezember in Bonn informierte sich Jessika Roswall, EU-Kommissarin für Umwelt, über die Forschung im Exzellenzcluster PhenoRob der Universität Bonn. Im Zentrum der Gespräche standen die Themen digitale Landwirtschaft, nachhaltige Ernährungssysteme und der Erhalt der biologischen Vielfalt.
Großer Andrang beim Tag der offenen Tür am Campus Klein-Altendorf
„Sie haben Glück – der fährt gerade raus. Links vom Schild ist noch ein Platz!“ Schon bei der Parkplatzsuche zeigte sich: Der Andrang beim Tag der offenen Tür am Campus Klein-Altendorf war groß – trotz des kurzen Starkregens am frühen Sonntagmorgen. Diesmal präsentierte sich der Campus Klein-Altendorf der Agrar-, Ernährungs- und Ingenieurwissenschaftlichen Fakultät gemeinsam mit dem bio innovation park Rheinland e.V. im Zeichen dessen zehnjährigen Jubiläums. Nicht fehlen durften das Traktor-Taxi und die beliebten Rundfahrten durch Versuchsfelder und -plantagen.
Tilo Freiherr von Wilmowsky-Ehrenpreis für Prof. Matin Qaim
Prof. Dr. Matin Qaim hat den Tilo Freiherr von Wilmowsky-Ehrenpreis der „Verbindungsstelle Landwirtschaft-Industrie“ (VLI) erhalten. Der Verein verleiht seit dem Jahr 2012 jährlich die Auszeichnung an Personen, die sich in besonderer Weise um das deutsche Agribusiness verdient gemacht haben. Der Preis wurde nun bei der VLI-Frühjahrstagung in Frankfurt verliehen. 
Agri-PV genießt vergleichsweise hohe Akzeptanz
Zunehmend werden Photovoltaik-Anlagen nicht nur auf Dächern installiert, sondern auch im Freiland. Bei Bürgerinnen und Bürgern stößt das nicht immer auf Gegenliebe. Deutlich positiver wird hingegen die sogenannte Agrivoltaik (Agri-PV) bewertet, wie Forscher der Universität Bonn nun zeigen konnten. Bei ihr werden die Solarzellen auf landwirtschaftlich genutzten Flächen angebracht - etwa auf Viehweiden oder als Überdachung von Weinreben. Laut einer Umfrage unter fast 2.000 Personen genießt diese Form eine deutlich höhere Akzeptanz als normale Solarparks. Die Studie ist in der Zeitschrift „Land Use Policy“ erschienen.
Exzellenzcluster PhenoRob lädt zur Karrieremesse
Talente von morgen in den Bereichen Künstliche Intelligenz (KI) und Landwirtschaft mit hochkarätigen nicht-akademischen Arbeitgebern in diesen Bereichen in Kontakt zu bringen: Das ist das Ziel der Karrieremesse des Exzellenzclusters PhenoRob. Am 9. Mai sind Studierende, Promovierende sowie Absolventinnen und Absolventen der Universität Bonn von 13 bis 18 Uhr eingeladen, ihr berufliches Netzwerk zu erweitern.
Bonner Haushaltsroboter gewinnen German Open
Beim German Open-Wettbewerb der Haushaltsroboter hat das Team NimbRo der Universität Bonn souverän den Titel verteidigt. Vom 13. bis 16. März traten die Serviceroboter in Nürnberg bei den offenen deutschen Meisterschaften an. Die Assistenzroboter für Alltagsumgebungen werden am Lehrstuhl für Autonome Intelligente Systeme des Instituts für Informatik entwickelt. Sie interagieren mit Menschen durch ein Sprach-Dialogsystem, können Objekte greifen und ablegen sowie in Alltagsumgebungen navigieren.
Mehr Effizienz und Ressourcenschutz, aber auch stärkere Abhängigkeit?
Die Digitalisierung bringt in allen Lebensbereichen tiefgreifende Veränderungen mit sich. Der Agrarsektor ist keine Ausnahme. Wie internationale Agrarkonzerne und Big-Tech-Unternehmen mittels digitaler Plattformen die Landwirtschaft verändern, dazu haben Forschende der Universität Bonn jetzt eine Studie vorgelegt. Dabei wird deutlich, dass die Technologien zwar große Potenziale bieten, zugleich jedoch die Gefahr bergen, bestehende Machtstrukturen zu verstärken und neue Abhängigkeiten zu schaffen.
Afrika: Bessere Straßen fördern vielseitigere Ernährung
Ein ausgewogener Speiseplan ist ein wichtiges Mittel gegen Unter- und Mangelernährung. Forschende propagieren daher, dass Kleinbäuerinnen und -bauern in ärmeren Ländern möglichst viele verschiedene Lebensmittel für den Eigenbedarf produzieren sollten. Eine neue Studie stellt diese Empfehlung jedoch ein Stück weit in Frage. Wichtiger als eine große Diversität auf der eigenen kleinen Scholle ist demnach ein guter Zugang zu regionalen Märkten. Denn dadurch erhöht sich die Vielfalt der dort angebotenen Produkte, was der Bevölkerung insgesamt zugute kommt. Die Ergebnisse erscheinen in der Fachzeitschrift „Nature Food“.
Tierprodukte verbessern Ernährung von Kindern in Afrika
Der Verzehr von Milchprodukten, Eiern und Fisch wirkt sich positiv auf die Entwicklung von Kindern in Afrika aus. Das zeigt eine aktuelle Studie von CABI’s regionalem Zentrum für Afrika in Nairobi (Kenia) und der Universität Bonn. Die Wissenschaftler haben mehr als 32.000 Wachstumsdaten von Kindern im Vorschulalter verglichen. Die repräsentativ ausgewählten Mädchen und Jungen stammten aus fünf afrikanischen Ländern. Wenn tierische Produkte bei ihnen auf dem Speiseplan standen, litten die Kinder seltener unter Entwicklungsdefiziten. Die Studie ist nun in der Zeitschrift PNAS erschienen. 
Regenwaldschutz senkt Zahl der Atemwegserkrankungen
Regenwaldschutz ist nicht nur gut für Biodiversität und Klima - auch die Gesundheit der Menschen, die in den entsprechenden Gebieten leben, verbessert sich dadurch spürbar. Zu diesem Schluss kommt eine aktuelle Studie der Universität Bonn und der Universidade Federal de Minas Gerais in Brasilien. Die Forscher zeigen darin, dass Maßnahmen gegen Brandrodung die Feinstaub-Konzentration in der Luft signifikant reduzieren. Damit sinkt auch die Zahl der Krankenhausaufenthalte und Todesfälle aufgrund von Atemwegs-Erkrankungen. Die Ergebnisse sind jetzt in der Fachzeitschrift „Nature Communications, Earth & Environment“ erschienen.
ECONtribute: Märkte & Public Policy
Benjamin Born erhält Carl-Menger-Preis 2026
Benjamin Born, Professor am Exzellenzcluster ECONtribute an der Universität Bonn, ist mit dem Carl-Menger-Preis 2026 ausgezeichnet worden. Der Verein für Socialpolitik (VfS) würdigt mit dem mit 20.000 Euro dotierten Preis innovative internationale Forschungsleistungen auf den Gebieten der monetären Makroökonomie, Geldpolitik und Währungspolitik.
Wissenschaft im Theater
Ob Quantencomputing oder Darmgesundheit: Spannende Themen und überraschende Zusammenhänge erklären Forschende aus fünf Exzellenzclustern der Universität Bonn unterhaltsam in der neuen Veranstaltungsreihe „Wissenschaft im Theater“. Tickets für die Kooperation mit dem Theater Bonn gibt es ab sofort im Vorverkauf.
Gute Nachrichten, falsche Erwartungen? Wie Menschen Renditechancen am Aktienmarkt einschätzen
Nicht nur Privatanleger, sondern auch Finanzprofis schätzen die Renditechancen am Aktienmarkt oft anders ein, als es gängige finanzökonomische Modelle vorhersagen. Das zeigt eine Studie unter Beteiligung des Exzellenzclusters ECONtribute der Universitäten Bonn und zu Köln. Dahinter stehen unterschiedliche Vorstellungen darüber, wie Unternehmensnachrichten in Aktienkurse einfließen und was sie für zukünftige Renditen bedeuten. Die Studie wurde unter dem Titel „Mental Models of the Stock Market“ im renommierten Fachjournal The Quarterly Journal of Economics veröffentlicht.
Klimaresilienz und soziale Gerechtigkeit
Das Forschungsprojekt SOZIAHR der Universität Bonn startet jetzt eine große Bevölkerungsumfrage, um herauszufinden, wie es den Menschen in den fünf Jahren seit der Ahrtalflut ergangen ist. Eingeladen werden etwa 70 Tausend Menschen, die zum Stichtag der Flut in den Kommunen Adenau, Altenahr, Bad Neuenahr-Ahrweiler, Sinzig und Grafschaft gemeldet waren und die heute noch dort wohnen oder seither maximal einmal umgezogen sind. Die Befragung beginnt Anfang August und läuft bis Ende September. Geplant ist, die Ergebnisse im April 2027 zu veröffentlichen.
Mütter in Westdeutschland arbeiten weniger als Mütter im Osten
Mütter in Westdeutschland arbeiten im Vergleich zu Müttern im Osten etwa zwei Monate weniger pro Jahr. Laut einer neuen wirtschaftswissenschaftlichen Studie hat sich der Unterschied bei den Arbeitszeiten auch mehr als drei Jahrzehnte nach der Wiedervereinigung nicht verändert. Dies ist nicht nur im Hinblick auf den demografischen Wandel und den Fachkräftemangel von Bedeutung, sondern auch für politische Maßnahmen, die Müttern helfen sollen, Beruf und Familie besser zu vereinbaren, wie zum Beispiel Elternzeit und Kinderbetreuungsangebote.  
Globale Studie: Die meisten Menschen kooperieren
Menschen auf der ganzen Welt sind kooperativer, als wir glauben. Das zeigt eine neue Studie im renommierten Wissenschaftsjournal Science, die Prof. Dr. Armin Falk, Professor an der Universität Bonn, gemeinsam mit Prof. Teodora Boneva (Universität Bonn), Prof. Peter Andre (Goethe-Universität Frankfurt) und Prof. Dr. Felix Chopra (Frankfurt School of Finance) verfasst hat.
NRW-Akademie: Drei neue Mitglieder von der Uni Bonn
Die Nordrhein-Westfälische Akademie der Wissenschaften und Künste hat bei ihrer Jahresfeier elf neue Mitglieder in ihre Reihen aufgenommen. Darunter sind von der Universität Bonn der Finanzmarktökonom Prof. Hendrik Hakenes, Germanistin Prof. Claudia Wich-Reif und Soziologin Prof. Anna-Katharina Hornidge. Die insgesamt vier Frauen und sieben Männer zeichnen sich in ihren Fachgebieten durch herausragende Forschungsarbeit und künstlerische Exzellenz aus. 
Warum CEOs immer älter werden
Ein Forscherteam der Universitäten Bonn und Princeton zeigt in einem neuen Diskussionspapier, dass Führungskräfte in den USA heute deutlich später in Spitzenpositionen gelangen als noch vor zwei Jahrzehnten. Das höhere Antrittsalter als Geschäftsführer ist insbesondere außerhalb der großen börsennotierten Unternehmen zu beobachten. Die Forscher führen die Entwicklung darauf zurück, dass Unternehmen heute breites Wissen und vielfältige Fähigkeiten von ihren CEOs verlangen.
Achtmal exzellent: Ab Januar 2026 werden an der Universität Bonn zwei weitere Exzellenzcluster gefördert
Ab 1. Januar 2026 steigt die Zahl der an der Universität Bonn geförderten Exzellenzcluster auf acht – mehr als an jeder anderen Universität in Deutschland. Zwei neue Clustervorhaben erhalten erstmals Mittel aus der Exzellenzstrategie des Bundes und der Länder. Insgesamt fließen ab 2026 jährlich rund 40 Millionen Euro nach Bonn, die die Forschungsaktivitäten der Exzellenzuniversität verstärken.
Betriebsräte: Arbeiter*innen vertreten Belegschaft wirksamer als Angestellte und Akademiker*innen
Arbeiterinnen und Arbeiter setzen sich in Betriebsräten wirksamer für die Interessen der Beschäftigten ein als Angestellte und Akademiker*innen. Das zeigt eine Studie des Teams um Prof. Dr. Thomas Dohmen, Sprecher des Exzellenzclusters ECONtribute an der Universität Bonn, gemeinsam mit Forschern der Universität Princeton.
Drei ERC Starting Grants für die Uni Bonn
Die Universität Bonn hat mal wieder Grund zu Freude: Drei ihrer Forschenden erhalten einen mit je 1,5 Millionen Euro dotierten ERC Starting Grant. Mit dieser Förderlinie unterstützt der Europäische Forschungsrat (ERC) Forschende am Anfang ihrer Karriere. Wirtschaftswissenschaftlerin Jun.-Prof. Dr. Amelie Schiprowski, Informatikerin Prof. Dr. Lucie Flek und Evolutionsbiologe Dr. Moritz Lürig setzen mit der Förderung in den kommenden fünf Jahren ihre eigenen Forschungsprojekte um.
Geringfügige Beschäftigung und der Arbeitsmarkterfolg junger Mütter
Welche Risiken und Chancen bieten Minijobs Müttern nach der Geburt ihres Kindes? Um diese Frage dreht sich der ReStart Talk des Exzellenzcluster ECONtribute der Universitäten Bonn und zu Köln am 13. Mai um 12 Uhr. Zu Gast ist Wirtschaftswissenschaftlerin Prof. Regina Riphahn von der Universität Erlangen-Nürnberg. Die Veranstaltung mit dem Titel „Geringfügige Beschäftigung und der Arbeitsmarkterfolg junger Mütter“ findet online statt.
Vermögensverteilung in Deutschland: sehr ungleich und stabil
Wieso ist das Vermögen in Deutschland so ungleich verteilt? Im Rahmen der ReStart Talks des Exzellenzclusters "ECONtribute: Markets & Public Policy" der Universitäten Bonn und Köln geht Dr. Charlotte Bartels von der Universität Leipzig dieser Frage am Montag, 17. Februar 2025, nach. Der öffentliche Zoom-Vortrag beginnt um 12 Uhr. Eine Anmeldung auf der Veranstaltungs-Website ist erforderlich.
Elternzeit, frühkindliche Betreuung und langfristige Folgen für die kindliche Entwicklung
"Elternzeit, frühkindliche Betreuung und langfristige Folgen für die kindliche Entwicklung" – mit diesem Thema beschäftigt sich Prof. Natalia Danzer von der Freien Universität Berlin am Dienstag, 26. November um 16.30 Uhr in einem öffentlichen Online-Vortrag. Die Veranstaltung ist Teil der ReStart Talks, einer Veranstaltungsreihe des Exzellenzclusters ECONtribute der Universitäten Bonn und Köln.
Woher kommen Vorurteile gegenüber Migrantinnen und Migranten?
Führen Eigeninteressen zu Vorurteilen gegenüber Minderheiten? Auf diesen Zusammenhang deutet eine Studie von Dr. Lasse Stötzer und Prof. Dr. Florian Zimmermann vom IZA und der Universität Bonn hin. In einem Umfrageexperiment zeigte sich, dass Personen negative Ansichten über Migrantinnen und Migranten äußern, um egoistisches Verhalten zu rechtfertigen. Die Ergebnisse sind im Journal „Games and Economic Behavior“ veröffentlicht. 
Sieben ERC Starting Grants für die Uni Bonn
So viele ERC Starting Grants auf einmal gab es an der Universität Bonn noch nie: Gleich sieben Forschende setzten sich mit ihren Anträgen in dem hochkompetitiven Verfahren des Europäischen Forschungsrats (ERC) durch. Mit dem Fördergeld über jeweils bis zu 1,5 Millionen Euro können die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus der Ethik, Mathematik,  Bodenkunde, Informatik, Astronomie sowie den Wirtschaftswissenschaften in den nächsten fünf Jahren ihre Projekte verwirklichen.
Nach Veggie-Monat sinkt der Fleischkonsum
Was bringt ein vegan-vegetarischer Monat in der Mensa? Dieses Experiment hat das Studierendenwerk Bonn wissenschaftlich von Forscherinnen der Universitäten Bonn und Kassel begleiten lassen. Der Effekt war auch in den acht Wochen nach dem Aktionsmonat noch messbar: Der Fleischkonsum in der Mensa ist durch den vegan-vegetarischen Monat um sieben bis zwölf Prozent gesunken, relativ zu der Zeit vor dem Veggie-Monat. Darüber hinaus zeigte sich rund die Hälfte der Befragten mit einem fleischlosen Monat pro Jahr einverstanden. Mehr als 80 Prozent sprachen sich für die Stärkung des Veggie-Angebots in Mensen aus. Die Ergebnisse sind in einem Arbeitspapier des Exzellenzcluster ECONtribute der Universität Bonn veröffentlicht.
Zwei neue Forschungsgruppen für die Uni Bonn
Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat eine neue Kolleg-Forschungsgruppe und eine Forschungsgruppe an der Universität Bonn bewilligt: In dem Center for Advanced Studies „Finance and Inequality“ gehen die Forschenden um Prof. Dr. Christian Bayer und Prof. Dr. Carsten Burhop aus einer historischen Perspektive heraus der Frage nach, wie die Entwicklung des Finanzsektors und der Ungleichheit zusammenhängt. In der Mathematischen Physik ist Prof. Dr. Claude Duhr Sprecher einer Forschungsgruppe in der Teilchenphysik. Die DFG fördert die beiden Vorhaben in den kommenden vier Jahren insgesamt in Millionenhöhe.
Fake News schaden der Wirtschaft
Fake News haben einen tiefgreifenden Einfluss auf die wirtschaftliche Dynamik: Höhere Arbeitslosigkeit und geringere Produktion sind die Folge. Auch die Fähigkeit, Fake News zu erkennen, weist Lücken auf. Menschen überschätzen tendenziell ihr Vermögen, zwischen korrekten und falschen Nachrichten zu unterscheiden. Sind sie dafür sensibilisiert, erhöht sich ihre Bereitschaft, für den Schutz vor Fake News zu bezahlen. Diese Ergebnisse gehen aus zwei Diskussionspapieren des Exzellenzclusters ECONtribute der Universität Bonn hervor.
Bonner Absolvent Philipp Strack gewinnt Clark-Medaille
Der Wirtschaftswissenschaftler Philipp Strack, der seinen Abschluss an der Universität Bonn erworben und an der Bonn Graduate School of Economics promoviert hat, ist von der American Economic Association (AEA) mit der John-Bates-Clark-Medaille ausgezeichnet worden. Sie gilt nach dem Nobelpreis als die zweithöchste Auszeichnung im Bereich der Wirtschaftswissenschaften. Die AEA vergibt die Medaille an in den USA lebende Wirtschaftswissenschaftler und -wissenschaftlerinnen unter vierzig Jahren, die einen bedeutenden Beitrag zum wirtschaftlichen Denken und Wissen geleistet haben.
Zwischen Datenschutz und Datennutz
Die Uni Bonn eröffnet gemeinsam mit Landesministerin Ina Brandes und Bundesminister Prof. Dr. Karl Lauterbach das neue transdisziplinäre Zentrum für Medizinische Datennutzbarkeit und Translation (ZMDT).
Ist das Geschäftsmodell Deutschland in Gefahr?
Der Exzellenzcluster ECONtribute der Universitäten Bonn und zu Köln lädt am Donnerstag, 22. Februar, zu seinem nächstem Selten Salon ein. Im Fokus des Vortrags der Wirtschaftsweisen Prof. Dr. Dr. Ulrike Malmendier stehen die Fragen: „Ist das Geschäftsmodell Deutschland in Gefahr? Wo liegen Chancen für den Standort Deutschland?“ Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Die Veranstaltung beginnt um 17 Uhr im Universitätsclub Bonn, Konviktstr. 9 in 53113 Bonn, Schumpeter-Raum. Um eine verbindliche Anmeldung an events@econtribute.de wird gebeten.
Greix: Immobilienpreise sind 2023 in historisch einmaligem Ausmaß gefallen
Die Preise für Wohnimmobilien sind 2023 so stark gefallen wie noch nie seit Beginn der systematischen Immobilienpreiserfassung in Deutschland vor rund 60 Jahren. Dies gilt für alle Wohnsegmente, also Eigentumswohnungen, Ein- und Mehrfamilienhäuser. Das zeigt das jüngste Update des German Real Estate Index (GREIX) mit Daten für das 4. Quartal 2023, in dem sich der Preisverfall aber nicht mehr in der Breite fortgesetzt hat. Der Greix ist ein Gemeinschaftsprojekt der Gutachterausschüsse für Grundstückswerte, des Exzellenzclusters ECONtribute der Universitäten Bonn und zu Köln sowie dem IfW Kiel. Dabei werden die Kaufpreissammlungen der Gutachterausschüsse, die notariell beglaubigte Verkaufspreise enthalten, nach aktuellen wissenschaftlichen Standards ausgewertet. Alle Daten für momentan 19 Städte sind frei verfügbar unter www.greix.de.
Großer Erfolg für die Universität Bonn
Sehr gute Nachrichten für die Universität Bonn: Zwei neue Cluster-Initiativen dürfen einen Antrag auf Förderung in der Exzellenzstrategie des Bundes und der Länder stellen. Das haben die Deutsche Forschungsgemeinschaft und der Wissenschaftsrat heute mitgeteilt. Die beiden Clusterinitiativen gehören damit zu den ausgewählten 41 von deutschlandweit 143 begutachteten Skizzen. Im Jahr 2019 konnte die Universität Bonn bereits sechs Cluster einwerben, mehr als jede andere Universität in Deutschland. Alle Cluster stellen Fortsetzungsanträge, sodass die Universität nun Chancen auf acht Exzellenzcluster hat.
Weshalb leugnen Menschen den Klimawandel?
Biegen sich Leugner des Klimawandels die Fakten zurecht, um ihr klimaschädliches Verhalten nicht ändern zu müssen? Eine neue Studie findet für diese These keine Anhaltspunkte. Forscher der Universität Bonn und des Instituts zur Zukunft der Arbeit (IZA) hatten ein Online-Experiment durchgeführt, um der Antwort auf die Spur zu kommen. Teilnehmende waren 4.000 Erwachsene aus den USA. Von den Ergebnissen waren die Studienautoren selber überrascht. Ob sie für den Kampf gegen die Erderwärmung eine gute Nachricht sind oder im Gegenteil eine eher schlechte, ist noch unklar. Die Studie erscheint in der Fachzeitschrift „Nature Climate Change“.
ERC Proof of Concept Grant für Ökonom der Uni Bonn
Der Wirtschaftswissenschaftler Prof. Dr. Christian Bayer vom Institut für Makroökonomie und Ökonometrie der Universität Bonn erhält einen Proof of Concept Grant (PoC) des Europäischen Forschungsrats (ERC). Dieses Programm unterstützt Forschende mit 150.000 Euro für maximal 18 Monate dabei, ihre Ideen aus vorherigen ERC-Projekten mit exzellenter Grundlagenforschung in kommerzielle Anwendungen zu bringen.
Was bedeutet die deutsche Staatsangehörigkeit für Kinder mit Migrationshintergrund?
Die deutsche Staatsangehörigkeit wirkt sich auf Jungen und Mädchen mit Migrationshintergrund unterschiedlich aus. Wie es dazu kommt, erklärt die Wirtschaftswissenschaftlerin Prof. Christina Felfe von der Universität Konstanz am Dienstag, 21. November, um 17 Uhr in einem öffentlichen Online-Vortrag. Die Veranstaltung gehört zu den ReStart Talks, einer Veranstaltungsreihe des Exzellenzclusters ECONtribute der Universitäten Bonn und Köln.
Coronapandemie: Verzerrte Erinnerungen bei Geimpften und Ungeimpften
Ein internationales Team von Wissenschafterinnen und Wissenschaftlern aus Deutschland, Österreich und den USA zeigen im renommierten Fachjournal Nature, wie die gesellschaftliche Polarisierung die Erinnerung an die Coronapandemie verzerrt und damit die Vorbereitung auf künftige Krisen erschwert. ECONtribute-Alumni Luca Henkel, der jetzt an der University of Chicago lehrt, ist einer der Autoren.
Preisrückgang bei Eigentumswohnungen triff vor allem Bestand, Neubaupreise relativ stabil
Ein Vergleich der Preisentwicklung von Eigentumswohnungen nach Baujahr in Deutschlands größten Metropolen zeigt: Ausgehend von den Höchstständen sind die Preise für Neubauten bislang nur verhältnismäßig moderat zurückgegangen, der Einbruch bei Bestandsimmobilien war mehr als doppelt so hoch. Das zeigen die neuesten Ergebnisse des German Real Estate Index (GREIX), einem Projekt des Köln-Bonner Exzellenzclusters ECONtribute und des IfW Kiel. 
Immobilienpreise in Deutschland stabilisieren sich
Der Abwärtstrend für Immobilienpreise in Deutschland ist im zweiten Quartal 2023 teilweise gestoppt. Gegenüber dem ersten Quartal 2023 ziehen viele Preise sogar wieder leicht an, allerdings zeigt sich noch ein deutliches Minus gegenüber dem Vorjahr und den Höchstständen. Dies zeigt das jüngste Update des German Real Estate Index (GREIX), einem Projekt von ECONtribute und des IfW Kiel, der die tatsächlichen Verkaufspreise deutscher Immobilien nach aktuellsten wissenschaftlichen Standards auswertet. Alle Daten für momentan 18 deutsche Städte und ihre Stadtteile sind frei verfügbar unter www.greix.de.
ML4Q: Matter and light for quantum computing
Wissenschaft im Theater
Ob Quantencomputing oder Darmgesundheit: Spannende Themen und überraschende Zusammenhänge erklären Forschende aus fünf Exzellenzclustern der Universität Bonn unterhaltsam in der neuen Veranstaltungsreihe „Wissenschaft im Theater“. Tickets für die Kooperation mit dem Theater Bonn gibt es ab sofort im Vorverkauf.
Hightech braucht Exzellenz: Spitzenforschung als Grundlage technologischer Stärke
Welche Rolle spielt universitäre Spitzenforschung für Deutschlands Technologie- und Innovationskraft? Diese Frage stand im Mittelpunkt eines Parlamentarischen Frühstücks, zu dem der Universitätsverbund German U15 und die Universität Bonn heute in den Deutschen Bundestag eingeladen hatten. Im Käfer Clubraum diskutierten Vertreter*innen aus der Wissenschaft mit Bundestagsabgeordneten und Ministeriumsvertreter*innen darüber, wie forschungsstarke Universitäten zur technologischen Souveränität, Wettbewerbsfähigkeit und Innovationsfähigkeit Deutschlands beitragen.
Exzellente Bedingungen für die Bonner Physik
NRW-Wissenschaftsministerin Ina Brandes hat im Rektorat der Universität Bonn eine Finanzierungszusage über 113 Millionen Euro für die Erneuerung des Physikalischen Instituts übergeben. Die Mittel stammen aus dem „Nordrhein-Westfalen-Plan für gute Infrastruktur“.
Gottesbilder, Abhängigkeit und Erdrotation
Welche Denkstrukturen stecken hinter Gottesbildern im Alten Israel? Die Frage untersucht eine neue Forschungsgruppe an der Universität Bonn. Sie wird mit fast zwei Millionen Euro von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert. Sprecher ist Prof. Dr. Jan Dietrich von der Evangelisch-Theologischen Fakultät. Bonner Wissenschaftler:innen sind auch noch an zwei weiteren neuen Forschungsgruppen beteiligt, die sich damit befassen, wie chinesische Technologie-Unternehmen neue Abhängigkeiten schaffen (Politikwissenschaft) und wie sich die Erdrotation noch genauer messen lässt (Geodäsie).
ERC Proof of Concept Grant für Innovation in der Tieftemperatur-Mikroskopie
Juniorprofessor Daqing Wang von der Universität Bonn erhält für sein Projekt „MinCryo“ eine Proof-of-Concept-Förderung vom Europäischen Forschungsrat (ERC) in Höhe von 150.000 Euro über ein Jahr. Damit wird der Physiker seine Forschungsergebnisse weiter für praktische Anwendungen in der Industrie vorbereiten. Die von ihm und seinem Team entwickelte technische Innovation ermöglicht einen breiteren und ressourceneffizienteren Zugang zur kryogenen – also ultra-kalten – optischen Bildgebung, bei der Mikroskope mit extrem kalten Temperaturen kombiniert werden.
Achtmal exzellent: Ab Januar 2026 werden an der Universität Bonn zwei weitere Exzellenzcluster gefördert
Ab 1. Januar 2026 steigt die Zahl der an der Universität Bonn geförderten Exzellenzcluster auf acht – mehr als an jeder anderen Universität in Deutschland. Zwei neue Clustervorhaben erhalten erstmals Mittel aus der Exzellenzstrategie des Bundes und der Länder. Insgesamt fließen ab 2026 jährlich rund 40 Millionen Euro nach Bonn, die die Forschungsaktivitäten der Exzellenzuniversität verstärken.
Vom Tunneleffekt zum Quantencomputer
In diesem Dezember erhalten John Clarke, Michel H. Devoret und John M. Martinis den Physik-Nobelpreis 2025 "für die Entdeckung des makroskopischen quantenmechanischen Tunneleffekts und der Energiequantisierung in einem elektrischen Schaltkreis". Aus diesem Anlass lädt die Physikwerkstatt Rheinland für Mittwoch, 5. November, 18:30 Uhr zu einem allgemeinverständlichen Vortrag in den Wolfgang-Paul-Hörsaal, Kreuzbergweg 28 in Bonn, ein. Es spricht Prof. Dr. Michael Köhl vom Physikalischen Institut der Universität Bonn. Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Lichtteilchen wollen keine Individualisten sein
Für Lichtteilchen ist das „wir“ wichtiger als das „ich“: Wenn sie sich zwischen zwei Zuständen entscheiden können, bevorzugen sie denjenigen, in dem sich bereits viele von ihnen befinden. Dieser Hang zum Kollektivismus kommt aber erst dann zum Tragen, wenn genügend Photonen zusammenkommen. Das zeigen Physiker der Universität Bonn in einer aktuellen Studie. Die Ergebnisse könnten beispielsweise zur Entwicklung besonders leistungsfähiger Laserquellen beitragen. Sie sind jetzt in den Physical Review Letters erschienen.
Quantum to Go
Quantenphysik – für viele ein Rätsel aus Katzen, merkwürdigen Teilchen und Formeln, bei denen einem schwindlig wird. Und doch prägt sie längst unseren Alltag: im Smartphone, im Laserpointer, in der modernen Medizin. Möglich wurde all das durch über 100 Jahre unermüdlicher Grundlagenforschung.
Lena Funcke von der Uni Bonn mit Heinz Maier-Leibnitz-Preis ausgezeichnet
Die Clausius-Juniorprofessorin Dr. Lena Funcke von der Universität Bonn erhält als eine von zehn Forschenden den Heinz Maier-Leibnitz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG). Der Preis ist jeweils mit 200.000 Euro dotiert und gilt laut DFG als die wichtigste Auszeichnung in Deutschland für Forschende in der Aufbauphase ihrer Karriere.
Quanten, Atome, Moleküle und Licht
Vom 9. bis 14. März 2025 findet an der Universität Bonn die Frühjahrstagung und 88. Jahrestagung der Deutschen Physikalischen Gesellschaft (DPG) statt. Erwartet werden rund 1.800 Physikerinnen und Physiker aus der ganzen Welt, die die neuesten Entwicklungen in den Bereichen Atome, Moleküle, Quantenoptik und Photonik diskutieren. Am Montag, 10. März, ab 10 Uhr gibt ein hybrides Pressegespräch Antworten auf die Frage, wie Quantenphysik unsere Zukunft verändert. Um Anmeldung unter presse@dpg-physik.de wird gebeten.
Simon Stellmer erhält ERC Proof of Concept Grant
Professor Simon Stellmer, Mitglied im Exzellenzcluster ML4Q, erhält für sein Projekt „GyroRevolutionPlus“ einen „Proof of Concept Grant“ des Europäischen Forschungsrats (ERC). Mit der Fördersumme von 150.000 Euro für 18 Monate bereitet der Physiker seine Forschungsergebnisse aus vorherigen ERC-Projekten weiter für eine kommerzielle Anwendung vor. Professor Stellmer ist mit seinem Projekt bereits zum zweiten Mal in diesem Förderprogramm erfolgreich, nachdem er 2023 einen Grant für das Vorgänger-Projekt „GyroRevolution“ erhalten hatte. Die von ihm und seinem Team entwickelten Präzisionsmessgeräte können für eine verbesserte Vorhersage von Naturkatastrophen eingesetzt werden.
Kunst trifft Physik
Zwei mal zwei Meter Wandfläche, 25 Rahmen: Im Foyer des Instituts für Angewandte Physik (IAP) der Universität Bonn stellt die Wechselausstellung „4m2“ Themen aus der Quantenphysik künstlerisch dar. Die ausgestellten Werke stammen von Studierenden der Alanus Hochschule und sind im Rahmen einer Kooperation mit dem Exzellenzcluster ML4Q entstanden.
Kunst trifft Physik
Zwei mal zwei Meter Wandfläche, 25 Rahmen: Im Foyer des Instituts für Angewandte Physik (IAP) der Universität Bonn stellt die Wechselausstellung „4m2“ Themen aus der Quantenphysik künstlerisch dar. Am Dienstag, 1. Oktober, von 16.00 bis 17.30 Uhr lädt die Kooperation zwischen dem Exzellenzcluster ML4Q und der Alanus Hochschule Interessierte zu einer Vernissage in das Foyer des IAP in der Wegelerstraße 8 ein.
Sich abstoßen – und trotzdem zusammenhalten
Wie kann ein Gebilde zusammenhalten, wenn sich die einzelnen Bestandteile eigentlich abstoßen? Ein Beispiel für einen solchen hochangeregten exotischen Quantenzustand der Materie hat nun ein internationales Forschungsteam nachgewiesen. An der Studie waren auch Forschende der Universität Bonn maßgeblich beteiligt. Die Ergebnisse sind nun in Nature veröffentlicht.
Störung erleichtert Untersuchung von „Super-Photonen“
Unter bestimmten Bedingungen können Tausende von Lichtteilchen zu einer Art „Super-Photon“ verschmelzen. In der Physik spricht man auch von einem photonischen Bose-Einstein-Kondensat. Forscher der Universität Bonn konnten nun zeigen, dass dieser exotische Zustand einem fundamentalen physikalischen Gesetz gehorcht. Damit ist es möglich, aus kontrollierbar erhobenen Messdaten verborgene Eigenschaften von photonischen Bose-Einstein-Kondensaten abzuleiten. Die Studie ist nun in der Fachzeitschrift Nature Communications erschienen.
Quantengas-Forschung prämiert: Dr. Julian Schmitt erhält Preis vom Industrie-Club
Dr. Julian Schmitt vom Institut für Angewandte Physik der Universität Bonn ist nun vom Industrie-Club Düsseldorf mit dem Wissenschaftspreis 2024 ausgezeichnet worden. Damit würdigt der Club die herausragenden Untersuchungen des Wissenschaftlers an Quantengasen von Photonen. Der Preis ist mit 20.000 Euro dotiert. 
Großer Erfolg für die Universität Bonn
Sehr gute Nachrichten für die Universität Bonn: Zwei neue Cluster-Initiativen dürfen einen Antrag auf Förderung in der Exzellenzstrategie des Bundes und der Länder stellen. Das haben die Deutsche Forschungsgemeinschaft und der Wissenschaftsrat heute mitgeteilt. Die beiden Clusterinitiativen gehören damit zu den ausgewählten 41 von deutschlandweit 143 begutachteten Skizzen. Im Jahr 2019 konnte die Universität Bonn bereits sechs Cluster einwerben, mehr als jede andere Universität in Deutschland. Alle Cluster stellen Fortsetzungsanträge, sodass die Universität nun Chancen auf acht Exzellenzcluster hat.
Start-up der Uni Bonn erhält Seed-Finanzierung in Millionenhöhe
Von der Forschung in die Anwendung: Das Bonner Start-up Midel Photonics hat eine neuartige Lösung zur Laserstrahlformung entwickelt, basierend auf der Forschung im Exzellenzcluster ML4Q der Universität Bonn. Nun erhält das Start-up eine Million Euro Seed-Finanzierung.
Schnappschüsse mit ultrakurzen Laserblitzen
In diesem Dezember erhalten Anne L’Huillier, Pierre Agostini und Ferenc Krausz den Physik-Nobelpreis 2023 "für experimentelle Methoden zur Erzeugung von Attosekunden-Lichtpulsen für die Untersuchung der Elektronendynamik in Materie“. Aus diesem Anlass lädt die Physikwerkstatt Rheinland für Mittwoch, 13. Dezember, 19:00 Uhr zu einem allgemeinverständlichen Vortrag in den Wolfgang-Paul-Hörsaal, Kreuzbergweg 28 in Bonn, ein. Es spricht Prof. Dr. Michael Köhl vom Physikalischen Institut der Universität Bonn. Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Effekt in der Quantenwelt: Wenn Elektronen beim Abkühlen langsam verschwinden
Viele Stoffe ändern ihre Eigenschaften, wenn man sie unter eine bestimmte, kritische Temperatur abkühlt. Ein solcher Phasenübergang ereignet sich etwa beim Gefrieren von Wasser. In bestimmten Metallen treten jedoch Phasenübergänge auf, die es im Makrokosmos nicht gibt. Sie entstehen aufgrund der besonderen Gesetze der Quantenmechanik, die in der Welt der kleinsten Bausteine der Natur gelten. Man nimmt an, dass bei diesen exotischen Phasenübergängen das Konzept von Elektronen als Trägern der quantisierten, elektrischen Ladung nicht länger gilt. Forschende der Universität Bonn und der ETH Zürich haben nun einen Weg gefunden, dies direkt nachzuweisen. Ihre Erkenntnisse erlauben neue Einblicke in die exotische Welt der Quantenphysik. Die Publikation ist jetzt in der Zeitschrift Nature Physics erschienen.
Von Flugrobotern bis Künstliche Intelligenz
Am Sonntag, den 9. Juli, feiert die Universität Bonn das Wissenschaftsfestival. Unter dem Motto „Wissenschaft zum Mitmachen für alle!“ sind Groß und Klein zu einem bunten Fest eingeladen. Neben einem abwechslungsreichen Bühnenprogramm, einer Wissenschaftsrallye und einer Food-Truck-Meile, gibt es zahlreiche Stationen, um die Forschung an der Exzellenzuniversität Bonn kennenzulernen.
Zwei „ERC Proof of Concept Grants“ für die Uni Bonn
Zwei Wissenschaftler der Universität Bonn erhalten einen „Proof of Concept Grant“ des Europäischen Forschungsrats (ERC). Dieses Programm soll Forschende dabei unterstützen, ihre Ideen aus vorherigen ERC-Projekten in kommerzielle Anwendungen zu bringen. Der Biologe Prof. Dr. Bernardo S. Franklin (Universitätsklinikum Bonn) und der Physiker Prof. Dr. Simon Stellmer erhalten für rund ein Jahr dafür jeweils 150.000 Euro.
Physikalischer Effekt gilt auch in der Quantenwelt
Physiker der Universität Bonn haben experimentell belegt, dass ein wichtiges Theorem auch für sogenannte „Bose-Einstein-Kondensate“ gilt. Ihre Ergebnisse erlauben es nun, bestimmte Eigenschaften solcher „Super-Teilchen“ zu messen und daraus andere Parameter herzuleiten, die ansonsten schwer zu erheben wären. Die Studie ist nun in den Physical Review Letters erschienen.
Exzellenzcluster ImmunoSensation2 im Podcast „Exzellent Erklärt“
Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler begreifen unser Immunsystem heute weniger als reinen Abwehrmechanismus, sondern mehr als Sinnesorgan, das ständig damit beschäftigt ist zu prüfen, ob im Körper alles nach Plan läuft. Eingreifen soll es nur, wenn das wirklich nötig ist. In der neuen Episode #23 des Erfolgspodcasts „Exzellent Erklärt – Spitzenforschung für alle“ sprechen Prof. Dr. Gunther Hartmann und Prof. Dr. Elvira Mass vom Bonner Exzellenzcluster ImmunoSensation2 darüber, wie wir unser Immunsystem am besten stärken können, wie uns Impfungen dabei helfen und welche Gefahren Mikroplastik für unsere Gesundheit birgt. Auch die Exzellenzcluster ECONtribute: Märkte & Public Policy und ML4Q (Matter and Light for Quantum Computing) haben in der Podcastreihe bereits Einblicke in ihre Forschung gegeben.
Uni Bonn gleich an zwei ERC Synergy Grants beteiligt
Die Universität Bonn ist gleich zwei Mal in der Förderlinie der Synergy Grants des Europäischen Forschungsrats (ERC) mit weiteren Partnern erfolgreich. Im Projekt “SuperWave” zusammen mit der Humboldt-Universität Berlin und der Universität Aarhus geht es um die Hochskalierung von Quantensystemen aus einzelnen Photonen und Atomen. Das Vorhaben “Horsepower” untersucht mit der Universität Oxford, dem CNRS Toulouse und dem British Museum die Wechselbeziehungen zwischen sesshaften und mobilen Völkern. Mit der ERC-Förderung soll insbesondere die Forschung an den Schnittstellen etablierter Disziplinen beflügelt werden und es zu Fortschritten an den Grenzen des Wissens kommen. Die Vorhaben werden in den nächsten sechs Jahren mit bis zu zehn Millionen Euro unterstützt.
Von spukhaften Quanten und ihrem seltsamen Verhalten
Der diesjährige Nobelpreis in Physik geht an Alain Aspect, John Clauser und Anton Zeilinger. Aus diesem Anlass lädt das zdi-Schülerlabor „Physikwerkstatt Rheinland“ der Universität Bonn für Donnerstag, den 27. Oktober, 19:00 Uhr zu einem Informationsabend in den Wolfgang-Paul-Hörsaal, Kreuzbergweg 28 in Bonn, ein. Es spricht Prof. Dr. Michael Köhl vom Physikalischen Institut der Universität Bonn. Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Voller Arkadenhof beim Excellence Slam
Mit viel Witz und Kreativität stellten Wissenschaftler:innen der Bonner Exzellenzcluster ihre Forschung in Kurzvorträgen im Arkadenhof vor. Ein Wettstreit, bei dem es am Ende eigentlich nur Gewinner gab.
Excellence Slam im Arkadenhof
Womit befassen sich eigentlich die Forschenden der Exzellenzcluster der Universität Bonn? Einen hautnahen Einblick erhalten alle Interessierten am 22. August um 20 Uhr im Arkadenhof des Uni-Hauptgebäudes. Beim Excellence Slam stellen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Cluster unterhaltsam und humorvoll ihre Forschung in Kurzvorträgen vor. Am Ende stimmt das Publikum ab – und der beliebteste Slam gewinnt. Die kostenfreie Veranstaltung findet einen Tag nach dem Abschluss der Bonner Stummfilmtage auf deren Bühne im Innenhof des Barockschlosses statt.
Vier ERC-Grants für die Uni Bonn
Gute Nachrichten für die Universität Bonn: Vier Wissenschaftler erhalten einen begehrten Grant des Europäischen Forschungsrats (ERC) und damit jeweils eine Förderung in Millionenhöhe für die kommenden fünf Jahre. Prof. Dr. Valentin Blomer vom Mathematischen Institut empfängt einen sogenannten Advanced Grant, Prof. Dr. Claude Duhr vom Physikalischen Institut einen Consolidator Grant. Jeweils einen Starting Grant erhalten Dr. Julian Schmitt vom Institut für Angewandte Physik und Prof. Dr. Georg Oberdieck vom Mathematischen Institut.

Neuigkeiten aus den TRAs

TRA Modelling
Transdisziplinärer Forschungsbereich "Mathematik, Modellierung und Simulation komplexer Systeme"
Wie stark heizen sich die Weltmeere auf?
Die Weltmeere verhalten sich wie ein Thermometer: Wird das Wasser wärmer, dehnt es sich aus und der Meeresspiegel steigt. Forschende aus der Geodäsie an der Universität Bonn können daraus die Erwärmung der Ozeane ableiten. Bei einzelnen Ozeanbecken haben sie mit ihrer Methode deutliche Abweichungen zu Modellberechnungen gefunden – teilweise im zweistelligen Prozentbereich.
25 Millionen Euro für Bonner KI-Krebsforschung
25 Millionen Euro für die KI-gestützte Krebsforschung in Bonn: Das Universitätsklinikum Bonn (UKB), die Universität Bonn und das Lamarr-Institut für Maschinelles Lernen und Künstliche Intelligenz bauen mit der Förderung des Landes Nordrhein-Westfalen eine gemeinsame Forschungsinfrastruktur auf. Ziel ist es, potenzielle Krebswirkstoffe mithilfe von KI zu entwerfen, zu optimieren und anschließend im Labor zu prüfen. Ministerpräsident Hendrik Wüst und Wissenschaftsministerin Ina Brandes überreichten heute in der Staatskanzlei Nordrhein-Westfalen die Förderzusage.
KI-Modell verbessert Vorhersage von Verletzungen im Frauen-Spitzenfußball
Ein internationales Forschungsteam unter der Leitung des Barcelona Institute for Global Health (ISGlobal) und der Universität Bonn und mit Beteiligung des Barça Innovation Hub (BIHUB), der medizinischen Abteilung des FC Barcelona und des Unternehmens Made of Genes hat einen computergestützten Ansatz entwickelt, der die Vorhersage von Verletzungen im Frauen-Spitzenfußball verbessert. Die in „npj Digital Medicine“ veröffentlichte Studie kombiniert künstliche Intelligenz, Überlebensanalyse, statistische Kalibrierung und Entscheidungstheorie, um die Risikovorhersage in ein nützliches Instrument für die klinische und sportliche Praxis zu verwandeln.
Krebszellen berechenbarer machen: PRECISE will therapeutisch nutzbare Schwachstellen vorhersagen
Welche Gene und Signalwege benötigt eine Krebszelle, um zu überleben? Und welche davon könnten als therapeutische Angriffspunkte dienen? Die paneuropäische Initiative PRECISE (Predictive Relationships Explaining Cancer Genetic Interactions and Synthetic Essentiality) will solche Schwachstellen nicht mehr nur in aufwendigen Laborexperimenten identifizieren, sondern mithilfe von Computermodellen auch vorhersagen. Das Universitätsklinikum Bonn (UKB) und die Universität Bonn gehören mit Prof. Dr. Maximilian Billmann und Prof. Dr. Jonathan Schmid-Burgk zu den Gründungspartnern des Konsortiums. Die wissenschaftliche Vision der Initiative wurde jetzt in einem Kommentar in Nature Genetics veröffentlicht.
Digitale Patientenmodelle für die Intensivmedizin
Auf Intensivstationen müssen Ärztinnen und Ärzte oft unter hohem Zeitdruck Entscheidungen treffen. Gleichzeitig entstehen gerade dort besonders viele medizinische Daten: Herzfrequenz, Blutdruck, Beatmungswerte, Laborwerte und zahlreiche weitere Messungen werden laufend erfasst. Die große Herausforderung besteht darin, diese Daten so auszuwerten, dass sie im klinischen Alltag wirklich helfen. Genau hier liegt eine wichtige Aufgabe für die Patientenversorgung der Zukunft.
Mit Freunden das Rechnen fördern
Kürzlich wurde die Gesellschaft der Freunde und Förderer des Arithmeums e.V. ins Leben gerufen, um das Bonner Museum als einzigartigen Ort der Begegnung von Mathematik, Kunst und Kultur langfristig zu stärken. Das Arithmeum habe es verdient, „in seiner kulturellen und wissenschaftlichen Bedeutung von internationalem Rang noch sichtbarer und als interaktiver Ort noch bekannter“ zu werden, erklärt Dr. Monika Wulf-Mathies, die frisch gewählte Erste Vorsitzende der Gesellschaft, und ergänzt: „Gemeinsam stärken wir das Arithmeum – für die kommenden Generationen“.
Verstehen, wie Gene zusammenwirken
Wie bestimmen unsere Gene unser Aussehen und unsere Anfälligkeit für Krankheiten? Diese Frage steht im Mittelpunkt der biomedizinischen Forschung und heute können wir Tausende menschlicher Genome sequenzieren, um diese Gene zu finden. Gene arbeiten allerdings in komplexen Netzwerken zusammen. In einer großen transdisziplinären Zusammenarbeit machte sich ein internationales Team aus Genetikern und Bioinformatikern daran, eine sogenannten Genetische Interaktions(GI)-Karte einer menschlichen Zelle zu erstellen. Unter maßgeblicher Beteiligung des kanadischen Donnelly Centre, der University of Minnesota, des kanadischen Hospital for Sick Children, des Universitätsklinikums Bonn und der Universität Bonn konnte jetzt im Fachjournal Cell ein erster Entwurf veröffentlicht werden. Dieser deckt derzeit etwa 2,5 Prozent aller möglichen Genpaare ab.
Fit für den richtigen Umgang mit Tabletten gegen Krebs
Wie können Krebspatient:innen am besten die Kompetenz erwerben, Informationen über ihre Medikamente zu finden, zu verstehen und daraus die richtigen Handlungen abzuleiten? Die Universitäten Bonn und Köln entwickeln und evaluieren gemeinsam digitale Schulungen für Patient:innen zum richtigen Umgang mit Krebsmedikamenten. Die Deutsche Krebshilfe fördert das Projekt „ANIMATE“ in den nächsten drei Jahren mit mehr als 370.000 Euro. Das Vorhaben startet im Mai.
KI mit Ortskenntnis
Die Universität Bonn erhält eine neue Emmy-Noether-Gruppe für KI-Methoden. Juniorprofessor Dr. Marc Rußwurm entwickelt KI-Methoden, die unterschiedliche Arten von Geodaten zu einer einheitlichen räumlichen Darstellung zusammenführt. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert die Forschungsgruppe in den nächsten sechs Jahren mit bis zu 1,4 Millionen Euro. Das Emmy Noether-Programm ermöglicht qualifizierten Postdocs sowie befristet beschäftigten Juniorprofessor*innen sich für eine Hochschulprofessur zu qualifizieren.
Zwei Jahre Supercomputer Marvin: Bonner Forschende präsentieren ihre Projekte
Zwei Jahre nach seiner Inbetriebnahme hat die Universität Bonn den Supercomputer Marvin mit einem Community-Event im Forschungs- und Technologiezentrum Detektorphysik (FTD) gefeiert. Forschende aus unterschiedlichen Disziplinen präsentierten Projekte, die mit Hochleistungsrechnen umgesetzt wurden, und nutzten die Veranstaltung zum fachübergreifenden Austausch.
Bonner Haushaltsroboter verteidigen Meistertitel
Das Team NimbRo der Universität Bonn hat in der @Home-Liga des RoboCup German Open seinen Meistertitel erneut souverän verteidigt – mit großem Abstand vor dem Zweitplatzierten. Vom 10. bis 14. März zeigten die Assistenzroboter in Alltagsumgebungen ihre Fähigkeiten. Die Haushaltsroboter verstanden komplexe Sprachkommandos assistenzbedürftiger Personen, navigierten sicher in einer nachgebildeten Wohnung und einem unbekannten Restaurant, lieferten Bestellungen aus und nahmen Wäsche aus der Waschmaschine.
Forschende entwickeln ein ChatGPT für Portugiesisch
Große Sprachmodelle wie ChatGPT sind auf Portugiesisch deutlich weniger leistungsfähig als in Englisch – obwohl beide Sprachen weltweit verbreitet sind. Diese Lücke ist nun mit „GigaVerbo“ geschlossen. Das Team um Dr. Nicholas Kluge Correa vom Center for Science and Thought der Universität Bonn stellt das Projekt nun im Journal „Patterns“ vor. Die Forschenden nutzten hierfür als eine der ersten den neuen Supercomputer „Marvin“ der Bonner Uni. Nicholas Kluge Correa und sein Kollege Aniket Sen sind beide Mitglieder im Transdisziplinären Forschungsbereich „Sustainable Futures“ der Universität Bonn.
Neues zur Infektion mit dem Epstein-Barr-Virus
Das Epstein-Barr-Virus (EBV) kann bestimmte Krebsarten oder Autoimmunerkrankungen auslösen, aber wie der Körper diese häufige Virusinfektion unter Kontrolle hält, ist weitestgehend unbekannt. Forschende des Universitätsklinikums Bonn (UKB) und der Universität Bonn haben jetzt genetische und nicht-genetische Faktoren identifiziert, die dem Körper helfen EBV zu bekämpfen. Hierfür werteten sie Genomsequenz-Daten, die eigentlich zur Charakterisierung des menschlichen Erbguts gedacht sind, auf eine neue Art aus. Mit der neuen Technik konnten sie die Menge an EBV im Blut abschätzen und in großen Gesundheitsdatensätzen Zusammenhänge finden – zum Beispiel eine erhöhte Viruslast in Personen mit HIV-Infektionen, aber auch Rauchern. Auch gab es Hinweise auf neue Gene, die Schlüsselrollen in der EBV-Immunität haben. Ihre Ergebnisse sind jetzt im renommierten Fachjournal "Nature" veröffentlicht.
Stellare Überreste lösen das Rätsel der fehlenden Masse in Galaxienhaufen
Unter Federführung der Universität Bonn hat ein Forschungsteam um Prof. Dr. Pavel Kroupa vom Helmholtz-Institut für Strahlen- und Kernphysik herausgefunden, dass Galaxienhaufen etwa doppelt so schwer sind wie bisher angenommen. Die zusätzliche Masse stammt überwiegend von Neutronensternen und stellaren schwarzen Löchern und erklärt zugleich die beobachteten Mengen schwerer Elemente.
Hohe Auszeichnung für Prof. Ulf-G. Meißner
Prof. Dr. Dr.h.c. Ulf-G. Meißner vom Helmholtz-Institut für Strahlen- und Kernphysik der Universität Bonn hat den Award for International Scientific Cooperation erhalten. Die Chinesische Akademie der Wissenschaften ehrt den Physiker für seine herausragenden Beiträge zur wissenschaftlichen Zusammenarbeit. Während einer feierlichen Zeremonie überreichte Akademie-Präsident Jianguo Hou in Peking dem Wissenschaftler die begehrte Medaille. 
Universität Bonn eröffnet eigenen Supermarkt
Die Universität Bonn hat ihren eigenen Supermarkt eröffnet. Ananas, Dosentomaten und Semmelknödel sind dort ordentlich in schwarzen Regalen aufgereiht. Auf 55 Quadratmeter Fläche ist so ziemlich alles für den täglichen Bedarf zu haben. Die “Kundschaft” ist jedoch eine ganz besondere: Es handelt sich um Probandinnen und Probanden, die an wissenschaftlichen Studien teilnehmen. Forschende aus der Lebensmittel- und Ressourcenökonomik, Psychologie, Ökonomie und Verhaltensforschung untersuchen dort, wie sich etwa durch Produktplatzierung und andere Anreize Impulse für einen gesundheits- und nachhaltigkeitsorientierten Einkauf setzen lassen. Auch Roboter zeigen dort ihr Können.
Rätsel um mittelschwere Schwarze Löcher
In Galaxien gibt es Schwarze Löcher, welche zwischen ungefähr fünf und 100 Sonnenmassen wiegen. Es gibt auch welche mit mehr als 100.000 Sonnenmassen.  Aber entwickeln sich in Galaxien auch mittelschwere Schwarze Löcher? Eine Studie des Astronomischen Instituts der Karls-Universität in Tschechien mit maßgeblicher Beteiligung der Universität Bonn zeigt, wie mittelschwere Schwarze Löcher auf natürliche Weise häufig entstehen können. Dies findet jedoch aktuell nur in den innersten Regionen von sternbildenden Galaxien statt, die unserer Milchstraße ähneln. Die Ergebnisse sind nun in einem „Letter to the Editor“ im Journal „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht. 
ESA-Rekordsumme sorgt bei Forschenden der Uni Bonn für Jubel
Auf ihrer Ratssitzung auf Ministerebene in Bremen, Deutschland, wurden die mit 22,3 Milliarden Euro größten Beiträge in der Geschichte der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) genehmigt. Diese Rekordsumme sorgt auch bei Forschenden der Universität Bonn für Jubel: Denn in der Summe sind auch Mittel für das Erdbeobachtungsprogramm der ESA eingeplant – und davon profitiert der an der Universität Bonn angesiedelte Sonderforschungsbereich (SFB) 1502 „Regionaler Klimawandel: Die Rolle von Landnutzung und Wassermanagement“. Forschende des SFB 1502 sind an der Next Generation Gravity Mission (NGGM) der ESA beteiligt, in deren Rahmen neue Satelliten entwickeln werden, um unter anderem präzise Daten zu den Wasserressourcen der Erde zu liefern.
Quantensensoren: Hochpräzise Messungen im bewegten Gehirn
Was passiert bei einem epileptischen Anfall im Gehirn? Wie arbeiten die Nervenzellen nach einer Lähmung durch Schlaganfall? Was geschieht im Kopf von Parkinson-Erkrankten? Bislang war die Untersuchung solcher Fragen schwierig, weil die Patientinnen und Patienten hierfür still halten mussten. Mit der Optisch gepumpten Magnetoenzephalographie (OPMEG) sind nun auch Aufnahmen in Bewegung möglich. Prof. Dr. Dominik Bach, Hertz-Professor für Künstliche Intelligenz und Neurowissenschaften an der Universität Bonn, errichtet nun auf dem Campus des Universitätsklinikums Bonn (UKB) eine solche Forschungsinfrastruktur. Diese wird aus dem EFRE/JTF-Programm der Europäischen Union und der Landesregierung NRW in den nächsten drei Jahren mit fast vier Millionen Euro gefördert.
JUPITER wählt erste KI-Projekte
Nur zehn Teams bundesweit erhalten exklusiven Zugang zum europäischen Exascale-Supercomputer. Mit dem Projekt HoMe setzt die Bonner KI-Forschung ein starkes Zeichen in Vision, Robotik und generativer KI.
Werden mathematische Forschungsergebnisse in Zukunft von Computern verifiziert?
Können Beweise aus mathematischer Spitzenforschung in Zukunft mit zumutbarem menschlichen Aufwand so aufbereitet werden, dass sie vom Computer in Echtzeit verifiziert werden können? Dazu wollen Prof. Dr. Christoph Thiele und Prof. Dr. Floris van Doorn vom Exzellenzcluster Hausdorff Center for Mathematics (HCM) der Universität Bonn beitragen. Beide Forschende haben gemeinsam einen begehrten Synergy Grant des Europäischen Forschungsrates (ERC) eingeworben. In den nächsten sechs Jahren fördert die Europäische Union das Projekt „Harmonic Analysis with Lean Formalization“ (HALF) mit insgesamt 6,4 Millionen Euro. Lean ist eine relativ neue Programmiersprache, die sich zunehmend als Standard für die mathematische Formalisierung etabliert.
RiverMamba: Neue KI-Architektur verbessert Hochwasserprognosen
Extreme Wetterereignisse wie Starkregen und Hochwasser stellen Frühwarnsysteme weltweit vor wachsende Herausforderungen. Forschende der Universität Bonn, des Forschungszentrums Jülich (FZJ) und des Lamarr-Instituts für Maschinelles Lernen und Künstliche Intelligenz haben mit RiverMamba ein neues KI-Modell entwickelt, das Flussabflüsse und Überflutungsrisiken präziser vorhersagen kann als bisherige Verfahren. Das Forschungspapier wurde für die NeurIPS 2025 angenommen – ein Zeichen wissenschaftlicher Exzellenz Bonner Forschung. Damit liefert RiverMamba einen wichtigen Beitrag zur Klimaanpassung und Risikovorsorge – Themen, die gerade rund um den UN World Tsunami Awareness Day am 5. November weltweit besondere Aufmerksamkeit erhalten.
Chemie-KIs müssen nichts von Chemie verstehen
Sprachmodelle kommen inzwischen auch in den Naturwissenschaften zum Einsatz. In der Chemie werden sie zum Beispiel genutzt, um potenzielle Wirkstoffe vorherzusagen. Dazu muss man sie zunächst aufwändig trainieren. Doch Wissen um biochemische Zusammenhänge eignen sie sich dabei wohl nicht unbedingt an. Stattdessen ziehen sie ihre Schlüsse auf Basis von Ähnlichkeiten und statistischen Korrelationen, wie eine aktuelle Studie der Universität Bonn zeigt. Die Ergebnisse sind nun in der Fachzeitschrift „Patterns“ erschienen.
WerksHub erhält Start-up Transfer.NRW-Förderung
Das Start-up Projekt „WerksHub - Dein digitaler Assistent für smarteres Handwerk“ erhält eine Start-up Transfer.NRW-Förderung in Höhe von knapp 300.000 Euro, um seine Geschäftsidee auf den Markt zu bringen. Das Team um fünf Informatikstudierende der Universität Bonn entwickelt eine modulare, KI-gestützte Betriebsmanagementsoftware für Handwerksbetriebe. Anfang 2025 hatten die Studierenden bereits ein Gründungsstipendium NRW eingeworben. Start-up Transfer.NRW ist ein Förderprogramm des NRW-Landesministeriums für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie (MWIKE) und der Europäischen Union.
Avatare mit Gefühl: Millionenförderung für KI-Projekt
Das Forschungsprojekt „Gen-AIvatar – Universelle Erstellung von emotionalen und diversen Avataren durch generative KI“ erhält eine NEXT.IN.NRW-Förderung in Höhe von rund 2 Millionen Euro. Dabei entwickeln Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Bonn und der TH Köln gemeinsam mit der MindPort GmbH eine neuartige, KI-gestützte Lösung zur Erzeugung von Emotionen für realistische Avatare.
Brillante Köpfe verbinden Disziplinen
Die Universität Bonn ist seit 2019 Exzellenzuniversität und hat sich der transdisziplinären Forschungszusammenarbeit verschrieben. Die Hochschule ist mit nun acht Exzellenzclustern die erfolgreichste Exzellenzuniversität in Deutschland. Im Rahmen ihrer Exzellenzstrategie hat sie dazu komplementär sechs Transdisziplinäre Forschungsbereiche ausgebaut, in denen wichtige gesellschaftliche, technologische und wissenschaftliche Zukunftsthemen aus vielerlei Perspektiven übergreifend bearbeitet werden. Kernstück sind Professuren für brillante Köpfe an der Schnittstelle verschiedener Disziplinen, die dieses Konzept fakultätsübergreifend verankern. 
Drei ERC Starting Grants für die Uni Bonn
Die Universität Bonn hat mal wieder Grund zu Freude: Drei ihrer Forschenden erhalten einen mit je 1,5 Millionen Euro dotierten ERC Starting Grant. Mit dieser Förderlinie unterstützt der Europäische Forschungsrat (ERC) Forschende am Anfang ihrer Karriere. Wirtschaftswissenschaftlerin Jun.-Prof. Dr. Amelie Schiprowski, Informatikerin Prof. Dr. Lucie Flek und Evolutionsbiologe Dr. Moritz Lürig setzen mit der Förderung in den kommenden fünf Jahren ihre eigenen Forschungsprojekte um.
Fettzellen unter falschem Kommando
Zu viel Fett kann ungesund sein: Entscheidend ist, wie die Fettzellen gebildet werden. Deswegen untersuchte ein Team unter Leitung von Forschenden des Universitätsklinikums Bonn (UKB) und der Universität Bonn den Einfluss eines Funktionsverlusts von Zilien in Fettvorläuferzellen im Mausmodell. Dabei fanden sie heraus, dass eine Überaktivierung des sogenannten Hedgehog-Signalwegs eine Fehlentwicklung zu bindegewebsartigen Zellen statt weißen Fettzellen bewirkt. Ihre Ergebnisse sind jetzt in der Fachzeitschrift „The EMBO Journal“ veröffentlicht.
Sternhaufen oder extreme Zwerggalaxien?
„Ursa Major III“ umkreist in mehr als 30.000 Lichtjahren Entfernung als lichtschwächstes Objekt unsere Milchstraße. Bislang galt es als Zwerggalaxie, deren große Masse überwiegend aus Dunkler Materie bestehen sollte. Doch ein internationales Forschungsteam von Astrophysikern der Universität Bonn und des Institute for Advanced Studies in Basic Sciences (Iran) hat nun Hinweise darauf gefunden, dass es sich vielmehr um einen kompakten Sternhaufen mit einem Kern aus Schwarzen Löchern handeln könnte. Die Studie ist nun im Journal „Astrophysical Journal Letters“ erschienen.
Abwehr von Cyberangriffen in der Gesundheitsversorgung
Künstliche Intelligenz (KI) soll unser Gesundheitssystem noch leistungsfähiger machen. Doch Cyberangriffe können nicht nur die Patientensicherheit gefährden, sondern auch Medizingeräte und die Arbeit von Rettungskräften beeinträchtigen. Mit dem Projekt „SecureNeuroAI“ wollen Forschende der Universität Bonn, des Universitätsklinikums Bonn und des FIZ Karlsruhe sichere, KI-gestützte Methoden zur Echtzeiterkennung medizinischer Notfälle am Beispiel epileptischer Anfälle entwickeln. Die Ergebnisse sollen weit über die Epilepsieanfallserkennung hinaus Anwendung finden. Das Bundesministerium für Forschung, Transfer und Raumfahrt (BMFTR) fördert das Vorhaben für drei Jahre mit fast 2,5 Millionen Euro.
TRA Matter
Transdisziplinärer Forschungsbereich "Bausteine der Materie und fundamentale Wechselwirkungen"
Wie stark heizen sich die Weltmeere auf?
Die Weltmeere verhalten sich wie ein Thermometer: Wird das Wasser wärmer, dehnt es sich aus und der Meeresspiegel steigt. Forschende aus der Geodäsie an der Universität Bonn können daraus die Erwärmung der Ozeane ableiten. Bei einzelnen Ozeanbecken haben sie mit ihrer Methode deutliche Abweichungen zu Modellberechnungen gefunden – teilweise im zweistelligen Prozentbereich.
Schrödingers Katze in Acryl
Wie wird man in einem neuen Gebäude heimisch? Am besten durch Kunst! Was zuhause im Wohnzimmer funktioniert, klappt auch bei richtig großen Bauwerken. Im Treppenhaus des neuen Rotationsgebäudes auf dem Campus Poppelsdorf der Universität Bonn sind nun Wandmalereien zu sehen. Studierende der Alanus Hochschule haben dort an einem einzigen Wochenende ihren Blick auf die Teilchenphysik festgehalten. Was ist im großen Maßstab in Blau- und Ockertönen dabei herausgekommen? Die Physikerinnen und Physiker finden es jedenfalls gelungen.
Von Einstein zu Gravitationswellen
Wie hängen Materie, Raum und Zeit zusammen? Diese fundamentale Frage steht im Zentrum der allgemeinen Relativitätstheorie, die Albert Einstein 1915 der Preußischen Akademie der Wissenschaften vortrug. Anlässlich des 111. Jubiläums der Theorie lädt das von der Universität Bonn getragene und vom Europäischen Forschungsrat (ERC) geförderte Projekt „GravNet“ für Donnerstag, 22. Oktober, zu zwei Veranstaltungen rund um Gravitation und Gravitationswellen ins Physikzentrum Bad Honnef ein. Ab 18:30 Uhr beleuchtet eine allgemein verständliche Vortragsreihe aktuelle Fragen und Erkenntnisse der Gravitationsphysik. Bereits zuvor bietet GravNet eine Masterclass zu Gravitationswellen für Schülerinnen und Schüler ab der zehnten Klasse an. Für beide Veranstaltungen wird um vorherige Anmeldung unter https://indico.hiskp.uni-bonn.de/category/144/  gebeten. Die Teilnahme ist kostenlos.
Chemische Fingerabdrücke enthüllen Vergangenheit massereicher Sterne
Viele massereiche Sterne waren einst Teil von Doppelsternsystemen, doch ihre spannende Vergangenheit war bisher oft nicht mehr nachvollziehbar. Eine neue Studie des Max-Planck-Instituts für Astrophysik und der Universität Bonn hat nun eine Methode entwickelt, um Sterne zu identifizieren, die einst Masse von einem Begleitstern aufgenommen haben. Diese Sterne erscheinen heute als Einzelobjekte, tragen aber die chemischen Spuren ihrer Vergangenheit als Doppelstern. Mithilfe eines einzigartigen „chemischen Fingerabdrucks“, der unabhängig von spezifischen Evolutionsmodellen ist, konnten die Forschenden die Doppelstern-Geschichte massereicher Sterne rekonstruieren. Die Methode hat bereits den gut untersuchten Stern γ Columbae als ehemaligen Massegewinner neu klassifiziert und damit lang gehegte Annahmen über seinen Ursprung infrage gestellt. Zudem hat sie neue Einblicke in die Entwicklung des Vorläufer der Supernova SN 1987A geliefert. Die Ergebnisse sind nun in dem Journal „Nature Astronomy“ erschienen.
Mit dem Riesenmagnet auf der Suche nach dem Axion
Neuer Schub für die Suche nach einem bisher unentdeckten Elementarteilchen: Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat den Bau eines speziellen Magnetsystems durch das Exzellenzcluster „Color meets Flavor“ der Universitäten Bonn, Siegen und Dortmund in Höhe von sechs Millionen Euro bewilligt. Ziel von „BabyIAXO“ ist die Suche nach dem Axion, einem bisher unentdeckten Elementarteilchen, das eines der größten ungelösten Rätsel der Teilchenphysik erklären könnte.
Der Röntgenhimmel rückt in den Fokus
Das deutsche eROSITA-Konsortium (eROSITA-DE), zu dem auch die Universität Bonn gehört und das vom Max-Planck-Institut für extra-terrestrische Physik (MPE) geleitet wird, hat seinen zweiten großen öffentlichen Datensatz „eROSITA Data Release 2“ (DR2) veröffentlicht. DR2 basiert auf den ersten drei Himmelsdurchmusterungen des eROSITA-Teleskops an Bord der Spektrum-Röntgen-Gamma-Mission (SRG) und bietet den derzeit umfassendsten und sensitivsten öffentlich zugänglichen Katalog des Röntgenhimmels. Die Analyse eines massereichen Galaxienhaufens unter Leitung der Universität Bonn zeigt, dass die theoretischen Modelle zur Entstehung des Universums weitgehend mit den Beobachtungen übereinstimmen – aber mit interessanten Abweichungen im Detail.
Drei „ERC Proof of Concept Grants“ für die Uni Bonn
Drei Forschende der Universität Bonn erhalten einen „Proof of Concept Grant“ des Europäischen Forschungsrats (ERC). Der Neurowissenschaftler Prof. Dr. Dominik Bach, die Chemikerin Junior-Prof. Dr. Ala Bunescu und der Radiologe Prof. Dr. Philipp Vollmuth (auch Universitätsklinikum Bonn) erhalten für 18 Monate jeweils 150.000 Euro. Dieses Programm unterstützt Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler dabei, Erkenntnisse aus ihrer Forschung in kommerzielle Anwendungen zu bringen.
Neue Ansätze für die männliche Verhütung
Im interdisziplinären Forschungsverbund „ContraPur“ arbeiten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus fünf deutschen Universitäten unter der Federführung der RWTH Aachen an der Entwicklung einer neuartigen, nicht-hormonellen Verhütungsmethode für Männer. An der Universität Bonn ist die Abteilung für Pharmazeutische & Medizinische Chemie beteiligt. Weitere Projektpartner sind die LMU München sowie die Universitäten Gießen und Münster. Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt fördert das Vorhaben über einen Zeitraum von drei Jahren mit rund drei Millionen Euro. 
Kosmische Ordnung im Sternhaufen
Welche Masse neu entstandene Sterne in einem Sternhaufen haben, hängt nicht vom Zufall ab, sondern unterliegt einer festgelegten Selbstregulierung. Das hat ein Team der Nanjing University und der Universität Bonn gezeigt. Ihre Arbeit ist nun in dem Journal „Research in Astronomy and Astrophysics“ erschienen.
Neues Teleskop auf chilenischem Berg öffnet Fenster zum Universum
Gut drei Jahrzehnte nach der ursprünglichen Idee von Wissenschaftler*innen der Cornell University (USA) erhebt sich das Fred Young Submillimeter Telescope (FYST) nun über der Atacama-Wüste, nahe dem Gipfel des Cerro Chajnantor im chilenischen Parque Astronómico Atacama. Das Teleskop, an dem die Universität Bonn beteiligt ist, wird dazu beitragen, einige der wichtigsten Fragen der Astronomie zu beantworten, zum Beispiel wie das Universum funktioniert, woraus dunkle Energie und dunkle Materie besteht, wie sich Galaxien bilden und entwickeln und was in den mysteriösen ersten Momenten nach dem Urknall geschah.
Gottesbilder, Abhängigkeit und Erdrotation
Welche Denkstrukturen stecken hinter Gottesbildern im Alten Israel? Die Frage untersucht eine neue Forschungsgruppe an der Universität Bonn. Sie wird mit fast zwei Millionen Euro von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert. Sprecher ist Prof. Dr. Jan Dietrich von der Evangelisch-Theologischen Fakultät. Bonner Wissenschaftler:innen sind auch noch an zwei weiteren neuen Forschungsgruppen beteiligt, die sich damit befassen, wie chinesische Technologie-Unternehmen neue Abhängigkeiten schaffen (Politikwissenschaft) und wie sich die Erdrotation noch genauer messen lässt (Geodäsie).
Stellare Überreste lösen das Rätsel der fehlenden Masse in Galaxienhaufen
Unter Federführung der Universität Bonn hat ein Forschungsteam um Prof. Dr. Pavel Kroupa vom Helmholtz-Institut für Strahlen- und Kernphysik herausgefunden, dass Galaxienhaufen etwa doppelt so schwer sind wie bisher angenommen. Die zusätzliche Masse stammt überwiegend von Neutronensternen und stellaren schwarzen Löchern und erklärt zugleich die beobachteten Mengen schwerer Elemente.
Hohe Auszeichnung für Prof. Ulf-G. Meißner
Prof. Dr. Dr.h.c. Ulf-G. Meißner vom Helmholtz-Institut für Strahlen- und Kernphysik der Universität Bonn hat den Award for International Scientific Cooperation erhalten. Die Chinesische Akademie der Wissenschaften ehrt den Physiker für seine herausragenden Beiträge zur wissenschaftlichen Zusammenarbeit. Während einer feierlichen Zeremonie überreichte Akademie-Präsident Jianguo Hou in Peking dem Wissenschaftler die begehrte Medaille. 
ERC Proof of Concept Grant für Innovation in der Tieftemperatur-Mikroskopie
Juniorprofessor Daqing Wang von der Universität Bonn erhält für sein Projekt „MinCryo“ eine Proof-of-Concept-Förderung vom Europäischen Forschungsrat (ERC) in Höhe von 150.000 Euro über ein Jahr. Damit wird der Physiker seine Forschungsergebnisse weiter für praktische Anwendungen in der Industrie vorbereiten. Die von ihm und seinem Team entwickelte technische Innovation ermöglicht einen breiteren und ressourceneffizienteren Zugang zur kryogenen – also ultra-kalten – optischen Bildgebung, bei der Mikroskope mit extrem kalten Temperaturen kombiniert werden.
Schnupper-Uni für junge Frauen: Herausfinden, wie Wissenschaft funktioniert
Die Schnupper-Uni feiert 2026 Jubiläum: Bereits zum 25. Mal lädt die Universität Bonn am 10. Februar Schülerinnen ein, mehr über die Studienfächer Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) zu erfahren und ein paar Stunden lang Wissen aus erster Hand zu bekommen. Mit dem Orientierungstag engagiert sich die Uni Bonn für die Förderung von Frauen in naturwissenschaftlich-technischen Berufen. Das umfangreiche Programm und die vielen Beteiligten, die den Tag gestalten und Ansprechperson sind, stehen für die Faszination rund um die MINT-Fächer.
Rätsel um mittelschwere Schwarze Löcher
In Galaxien gibt es Schwarze Löcher, welche zwischen ungefähr fünf und 100 Sonnenmassen wiegen. Es gibt auch welche mit mehr als 100.000 Sonnenmassen.  Aber entwickeln sich in Galaxien auch mittelschwere Schwarze Löcher? Eine Studie des Astronomischen Instituts der Karls-Universität in Tschechien mit maßgeblicher Beteiligung der Universität Bonn zeigt, wie mittelschwere Schwarze Löcher auf natürliche Weise häufig entstehen können. Dies findet jedoch aktuell nur in den innersten Regionen von sternbildenden Galaxien statt, die unserer Milchstraße ähneln. Die Ergebnisse sind nun in einem „Letter to the Editor“ im Journal „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht. 
ESA-Rekordsumme sorgt bei Forschenden der Uni Bonn für Jubel
Auf ihrer Ratssitzung auf Ministerebene in Bremen, Deutschland, wurden die mit 22,3 Milliarden Euro größten Beiträge in der Geschichte der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) genehmigt. Diese Rekordsumme sorgt auch bei Forschenden der Universität Bonn für Jubel: Denn in der Summe sind auch Mittel für das Erdbeobachtungsprogramm der ESA eingeplant – und davon profitiert der an der Universität Bonn angesiedelte Sonderforschungsbereich (SFB) 1502 „Regionaler Klimawandel: Die Rolle von Landnutzung und Wassermanagement“. Forschende des SFB 1502 sind an der Next Generation Gravity Mission (NGGM) der ESA beteiligt, in deren Rahmen neue Satelliten entwickeln werden, um unter anderem präzise Daten zu den Wasserressourcen der Erde zu liefern.
Synergy Prize: 50.000 Euro für molekulare Qubits
Die Universität Bonn unterstützt das Projekt „Quanteninformation auf molekularer Ebene“ einer Gruppe experimentell arbeitender Forschender mit dem mit 50.000 Euro dotierten Synergy Prize. Der Preis wurde kürzlich im Rahmen des Netzwerktreffens „Matter Connects“ von der TRA Matter, dem Transdisziplinären Forschungsbereich „Bausteine der Materie und fundamentale Wechselwirkungen“, erstmals vergeben. Ausgezeichnet wurde eine von fünf Synergy Bubbles – agile, interdisziplinäre Teams, die innovative Ideen in Forschung und Lehre zwischen Fachgrenzen verfolgen.
Ansatzpunkt für neue Schmerz- und Krebs-Medikamente
Der menschliche P2X4-Rezeptor spielt bei chronischen Schmerzen, Entzündungen und manchen Krebsarten eine zentrale Rolle. Forschende der Universität Bonn und des Universitätsklinikums Bonn (UKB) haben nun einen Mechanismus aufgeklärt, über den sich der Rezeptor hemmen lässt. Die Resultate ebnen den Weg zur Entwicklung neuer Medikamente. Sie sind nun in der Fachzeitschrift Nature Communications erschienen.
Vom Tunneleffekt zum Quantencomputer
In diesem Dezember erhalten John Clarke, Michel H. Devoret und John M. Martinis den Physik-Nobelpreis 2025 "für die Entdeckung des makroskopischen quantenmechanischen Tunneleffekts und der Energiequantisierung in einem elektrischen Schaltkreis". Aus diesem Anlass lädt die Physikwerkstatt Rheinland für Mittwoch, 5. November, 18:30 Uhr zu einem allgemeinverständlichen Vortrag in den Wolfgang-Paul-Hörsaal, Kreuzbergweg 28 in Bonn, ein. Es spricht Prof. Dr. Michael Köhl vom Physikalischen Institut der Universität Bonn. Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Lichtteilchen wollen keine Individualisten sein
Für Lichtteilchen ist das „wir“ wichtiger als das „ich“: Wenn sie sich zwischen zwei Zuständen entscheiden können, bevorzugen sie denjenigen, in dem sich bereits viele von ihnen befinden. Dieser Hang zum Kollektivismus kommt aber erst dann zum Tragen, wenn genügend Photonen zusammenkommen. Das zeigen Physiker der Universität Bonn in einer aktuellen Studie. Die Ergebnisse könnten beispielsweise zur Entwicklung besonders leistungsfähiger Laserquellen beitragen. Sie sind jetzt in den Physical Review Letters erschienen.
Uni Bonn-Philosoph gründet Innovations-Akademie
Der renommierte Philosoph Prof. Dr. Markus Gabriel von der Universität Bonn hat die deep-IN Academy for Deep Innovation GmbH gegründet, um mehr Ethik in wirtschaftliche Innovationen zu bringen. Die Akademie bietet Fortbildungen, Kongresse sowie ethische Unternehmensberatung und baut ein soziales Wissens-Netzwerk auf. Ihr Ziel ist es, ethisch-moralische Grundsätze in einer profitorientierten Welt beizubehalten und in Firmen zu integrieren.
Brillante Köpfe verbinden Disziplinen
Die Universität Bonn ist seit 2019 Exzellenzuniversität und hat sich der transdisziplinären Forschungszusammenarbeit verschrieben. Die Hochschule ist mit nun acht Exzellenzclustern die erfolgreichste Exzellenzuniversität in Deutschland. Im Rahmen ihrer Exzellenzstrategie hat sie dazu komplementär sechs Transdisziplinäre Forschungsbereiche ausgebaut, in denen wichtige gesellschaftliche, technologische und wissenschaftliche Zukunftsthemen aus vielerlei Perspektiven übergreifend bearbeitet werden. Kernstück sind Professuren für brillante Köpfe an der Schnittstelle verschiedener Disziplinen, die dieses Konzept fakultätsübergreifend verankern. 
Präzise durch den Weltraum eiern
Wenn die Erde sich durch das Weltall bewegt, eiert sie dabei ein klein wenig. Einem Team von Forschenden der Technischen Universität München (TUM) und der Universität Bonn ist es nun gelungen, diese Schwankungen der Erdachse mit einer völlig neuen Methode zu vermessen - bislang war das nur durch aufwändige Radioastronomie möglich. Das Team nutzte dafür den hochpräzisen Ringlaser des geodätischen Observatoriums der TUM im oberpfälzischen Wettzell. Die Ergebnisse des 250 Tage dauernden Versuchs sind nun im renommierten Journal „Science Advances“ erschienen. 
Drei ERC Starting Grants für die Uni Bonn
Die Universität Bonn hat mal wieder Grund zu Freude: Drei ihrer Forschenden erhalten einen mit je 1,5 Millionen Euro dotierten ERC Starting Grant. Mit dieser Förderlinie unterstützt der Europäische Forschungsrat (ERC) Forschende am Anfang ihrer Karriere. Wirtschaftswissenschaftlerin Jun.-Prof. Dr. Amelie Schiprowski, Informatikerin Prof. Dr. Lucie Flek und Evolutionsbiologe Dr. Moritz Lürig setzen mit der Förderung in den kommenden fünf Jahren ihre eigenen Forschungsprojekte um.
Sternhaufen oder extreme Zwerggalaxien?
„Ursa Major III“ umkreist in mehr als 30.000 Lichtjahren Entfernung als lichtschwächstes Objekt unsere Milchstraße. Bislang galt es als Zwerggalaxie, deren große Masse überwiegend aus Dunkler Materie bestehen sollte. Doch ein internationales Forschungsteam von Astrophysikern der Universität Bonn und des Institute for Advanced Studies in Basic Sciences (Iran) hat nun Hinweise darauf gefunden, dass es sich vielmehr um einen kompakten Sternhaufen mit einem Kern aus Schwarzen Löchern handeln könnte. Die Studie ist nun im Journal „Astrophysical Journal Letters“ erschienen.
Klimafreundlicherer Weg zum Stickstoffdünger
Die Menschheit hat einen unstillbaren Hunger nach Ammoniak: Denn aus diesem Stoff wird Dünger gemacht, der wiederum in der modernen Landwirtschaft verwendet wird. Bislang ist das Haber-Bosch-Verfahren das Mittel der Wahl, um der schier unerschöpflichen Lufthülle Stickstoff zu entziehen und in Form von Ammoniak zu binden. Dieser Weg braucht jedoch extrem viel Methangas und Energie. Prof. Nikolay Kornienko von der Universität Bonn hat eine klimafreundlichere Alternative entdeckt, mit der sich Ammoniak aus regenerativen Energiequellen herstellen lässt. Das Forschungsteam stellt seine Ergebnisse nun im Journal „Nature Communications“ vor.
Drei Sternhaufen – ein Ursprung?
Orionnebel, Plejaden und Hyaden: Neueste Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass diese berühmten Sternhaufen verschiedene Lebensstadien ein und desselben Sternsystems sind. Ein Team von Astrophysikern des Institute for Advanced Studies in Basic Sciences in Zanjan im Iran und der Universität Bonn hat Hinweise dafür gefunden, dass die drei Sternsysteme nicht nur in ungefähr derselben Region des Weltraums liegen, sondern auch eine gemeinsame Entwicklung genommen haben. Die Ergebnisse sind nun im Journal „Monthly Notices of the Royal Astronomical Society“ erschienen.
Mehr als Technik: Energie als gesellschaftliche Aufgabe
Welche Bedeutung hat Energie für unsere Gesellschaft und wie kann der heutige Wandel unserer Energieversorgung zur treibenden Kraft für eine gerechte und nachhaltige Zukunft werden? Darüber diskutierten drei Forschende der Universität Bonn bei der Veranstaltung „Dialog an Deck: Zukunftsenergien denken – Ressourcen, Verantwortung, Gesellschaft“, moderiert von Journalistin Eva Wolfangel, auf dem Ausstellungsschiff MS Wissenschaft. Mit Blick auf den Rhein tauschten sich Fachleute und Publikum über die Energiefragen des 21. Jahrhunderts abseits rein technischer Perspektiven aus und entwickelten spannende Denkanstöße.
Dialog an Deck: Zukunftsenergien denken
Wie sieht eine gerechte, nachhaltige und zukunftsfähige Energieversorgung aus? Und was bedeutet „Energie“ im 21. Jahrhundert jenseits der technischen Herausforderungen? Diese Fragen stehen im Zentrum der Diskussionsveranstaltung der Universität Bonn „Dialog an Deck: Zukunftsenergien denken – Ressourcen, Verantwortung, Gesellschaft“, die am Dienstag, 8. Juli 2025, von 18:30 bis 20:00 Uhr auf der MS Wissenschaft in Bonn (KD Landebrücke 2, Brassertufer) stattfindet. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Der Einlass beginnt ab 18:00 Uhr.
TRA Life and Health
Transdisziplinärer Forschungsbereich "Leben und Gesundheit"
Neue KI-Agenten in der Medizin: Hirntumore mit Künstlicher Intelligenz besser erkennen und behandeln
Wie kann Künstliche Intelligenz die Diagnose und Behandlung von Hirntumoren unterstützen? Mit diesem konkreten Anwendungsfall beschäftigen sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in einem europaweiten Verbundprojekt unter Beteiligung der Universität Bonn und der Klinik für Neuroradiologie des Universitätsklinikums Bonn (UKB). Der Europäische Innovationsrat (EIC) fördert das Projekt „EUcanAI“ mit rund 3,9 Millionen Euro in den kommenden vier Jahren.
Medizin-Nobelpreis 2026: Wie Optogenetik in Bonn zur Netzhautforschung beiträgt
Der diesjährige Nobelpreis für Physiologie oder Medizin geht an Karl Deisseroth, Peter Hegemann und Georg Nagel für ihre grundlegenden Arbeiten zur Optogenetik. Die Methode ermöglicht es, die Aktivität ausgewählter Zellen mithilfe von Licht gezielt zu beeinflussen. Forscher des Universitätsklinikums Bonn (UKB) sowie der Universität Bonn setzen optogenetische Werkzeuge heute unter anderem ein, um menschliche Netzhautzellen zu untersuchen und neue Ansätze zur Wiederherstellung des Sehens zu erforschen.
Mikroplastik führt in Mäusen zu Fettleber
Mikroplastik kann offenbar die Funktion von Fresszellen in der Leber erheblich beeinträchtigen - zumindest bei Mäusen. Dadurch kommt es nachgelagert zu einer Störung des Leberstoffwechsels und zu einer vermehrten Einlagerung von Fett in das lebenswichtige Organ. Das sind die zentralen Ergebnisse einer deutsch-österreichischen Studie unter Federführung der Universität Bonn. Die Arbeit ist jetzt in der Zeitschrift Nature Metabolism erschienen.
Auswirkungen von Adipositas entschlüsselt
Eine Gruppe angeborener Immunzellen, die lymphoiden Zellen der Gruppe 2 (ILC2), sind im Fettgewebe für die Aufrechterhaltung eines stabilen Stoffwechsels unerlässlich. Adipositas beeinträchtigt die Anzahl und Funktion der ILC2-Zellen erheblich, was zum Fortschreiten stoffwechselbedingter Entzündungen führt. Wie ILC2-Zellen bei Adipositas gestört werden, ist bislang unbekannt. Forschende des Universitätsklinikums Bonn (UKB) und der Universität Bonn stellten nun bei Mäusen mit Adipositas fest, dass das Schrittmacher-Enzym der Fettsäurebiosynthese, die sogannnte Acetyl-CoA-Carboxylase 1 (ACC1), ein entscheidender Regulator für den Erhalt und die Funktion von ILC2-Immunzellen im Fettgewebe ist. Die Bonner Forschenden liefern so eine Erklärung für die nachteiligen Auswirkungen einer Hemmung der Acetyl-CoA-Carboxylase bei Adipositas. Ihre Ergebnisse sind jetzt im Fachjournal Cell Metabolism veröffentlicht. 
Neues zur Informationsverarbeitung im Gehirn
Nervenzellen empfangen Tausende von Signalen über baumartige Fortsätze, die als Dendriten bezeichnet werden. Diese Dendriten wurden bislang als relativ glatte Kabel betrachtet, die elektrische Signale zum Zellkörper leiten. Ein internationales Forschungsteam unter Federführung des Universitätsklinikums Bonn (UKB), der Universität Bonn und des DZNE stellte nun fest, dass dieses Bild unvollständig ist. Mithilfe verschiedener fortschrittlicher Mikroskopie-Techniken hat es winzige, bislang übersehene Verengungen entlang der Dendriten identifiziert. Diese neue entdeckten Strukturen, welche die Forschenden als dendritische Schaftverengungen bezeichnen, sind nur wenige hundert Nanometer breit, also ungefähr 500 bis 1.000-mal dünner als ein menschliches Haar, und kommen in verschiedenen Neuronentypen sowohl im Maus- als auch im menschlichen Gehirn vor. Die Studienergebnisse sind jetzt im Fachmagazin Science Advances veröffentlicht.
25 Millionen Euro für Bonner KI-Krebsforschung
25 Millionen Euro für die KI-gestützte Krebsforschung in Bonn: Das Universitätsklinikum Bonn (UKB), die Universität Bonn und das Lamarr-Institut für Maschinelles Lernen und Künstliche Intelligenz bauen mit der Förderung des Landes Nordrhein-Westfalen eine gemeinsame Forschungsinfrastruktur auf. Ziel ist es, potenzielle Krebswirkstoffe mithilfe von KI zu entwerfen, zu optimieren und anschließend im Labor zu prüfen. Ministerpräsident Hendrik Wüst und Wissenschaftsministerin Ina Brandes überreichten heute in der Staatskanzlei Nordrhein-Westfalen die Förderzusage.
Zwei ERC Starting Grants für die Universität Bonn
Die Universität Bonn hat sich erneut im Wettbewerb um die prestigeträchtigen Grants des European Research Council (ERC) behauptet: Gleich zwei ERC Starting Grants gehen an Forschende der Exzellenzuniversität. Neurowissenschaftler Prof. Dr. Dr. Lukas Kunz, auch Universitätsklinikum Bonn (UKB), erforscht, wie das menschliche Gehirn die Welt aus der eigenen Perspektive wahrnimmt und räumlich strukturiert. Dr. Riccardo Pennetta widmet sich in seinem Projekt der Erforschung der Quantenphysik auf der großen Skala. Für ihre Projekte erhalten die beiden Forscher jeweils rund 1,5 Millionen Euro über fünf Jahre vom ERC.
Hoffnungsträger im Kampf gegen Krebs
Krebserkrankungen sind die zweithäufigste Todesursache in Deutschland. Bei der Suche nach neuen Therapieansätzen, die in das unkontrollierte Wachstum der Tumorzellen eingreifen, rückte eine Klasse von Enzymen, die Cyclin-abhängigen Kinasen (CDKs), in den Blickpunkt. Denn diese Enzymfamilie spielt eine elementare Rolle beim Auslesen der Geninformationen und der Zellteilung. Einen Überblick über den aktuellen Stand der Forschung zur Transkriptionsregulation der CDKs und die Perspektiven in der Behandlung von Krebserkrankungen wurde von Prof. Matthias Geyer vom Universitätsklinikum Bonn und der Universität Bonn in Zusammenarbeit mit Prof. Robert P. Fisher von der Icahn School of Medicine at Mount Sinai, New York, erstellt und jetzt in Nature Reviews Drug Discovery veröffentlicht. 
Malaria schädigt Fresszellen in der Milz dauerhaft
Makrophagen, die im Knochenmark gebildet werden, können die Funktion embryonaler Fresszellen nur bedingt übernehmen. Das zeigt eine Studie der Universität Bonn und des Peter Doherty Institute for Infection and Immunity an der University of Melbourne. Die Forschenden haben nachgewiesen, dass eine Malaria-Infektion residente CD163-Makrophagen in der Milz dauerhaft schädigt, die für die Reinigung des Blutes und das Recyceln von Eisen zuständig sind und darüber hinaus mit weiteren Zellen der Immunabwehr kommunizieren. Die Ergebnisse könnten nicht nur für wirksamere Malaria-Impfungen interessant sein, sondern auch für die Entwicklung von Medikamenten und Therapien gegen andere Infektionskrankheiten. Das Paper wird im Wissenschaftsjournal „Immunity“ veröffentlicht; es ist bereits vorab online zugänglich.
Core2Edge: Wie Tumorzellen das Gehirn erobern
Das Glioblastom ist ein aggressiver Hirntumor, der weit in das umliegende Hirngewebe einwächst. Auch nach der Operation bleiben deshalb Tumorzellen im Gehirn zurück und der Tumor tritt erneut auf. Forschende des Universitätsklinikums Bonn (UKB) und der Universität Bonn haben mit Core2Edge ein vollständig auf menschlichem Gewebe basierendes Modell entwickelt, das diese schwer zugänglichen Randbereiche des Tumors realitätsnah abbildet. Damit lässt sich die Invasionsfront untersuchen und neue Wirkstoffkandidaten lassen sich direkt an humanem Gewebe testen - und das ohne Tierversuche. Die Arbeit der Brain Tumor Translational Research Group wurde jetzt in der Fachzeitschrift Nature Protocols veröffentlicht. 
KI-Modell verbessert Vorhersage von Verletzungen im Frauen-Spitzenfußball
Ein internationales Forschungsteam unter der Leitung des Barcelona Institute for Global Health (ISGlobal) und der Universität Bonn und mit Beteiligung des Barça Innovation Hub (BIHUB), der medizinischen Abteilung des FC Barcelona und des Unternehmens Made of Genes hat einen computergestützten Ansatz entwickelt, der die Vorhersage von Verletzungen im Frauen-Spitzenfußball verbessert. Die in „npj Digital Medicine“ veröffentlichte Studie kombiniert künstliche Intelligenz, Überlebensanalyse, statistische Kalibrierung und Entscheidungstheorie, um die Risikovorhersage in ein nützliches Instrument für die klinische und sportliche Praxis zu verwandeln.
Krafttraining aktiviert Muskelreparatur
Ein Forschungsteam der Universitäten Hildesheim, Bonn und Freiburg hat entschlüsselt, wie Muskeln auf Krafttraining reagieren. Die Befunde helfen, Trainingsprogramme für Athlet*innen und Patient*innen zu verbessern und einem Muskelverlust im Alter entgegenzuwirken. Krafttraining gilt als unerlässlich für die Aufrechterhaltung der Muskulatur. Selbst für ältere Menschen empfiehlt die Weltgesundheitsorganisation moderates Krafttraining an mindestens zwei Tagen pro Woche. Dies wirke dem Verlust der Muskelkraft entgegen. Die neue Studie wird in der aktuellen Ausgabe des Fachmagazins „Nature Communications“ vorgestellt.
Asthma: Neuer Wirkmechanismus bremst Entzündungsreaktion
Ein Team der Universität Bonn und des Forschungszentrums Borstel, Leibniz Lungenzentrum (FZB) hat einen bislang unbekannten Wirkmechanismus eines synthetischen Peptids entdeckt, der die überschießende Entzündungsreaktionen bei allergischem Asthma abschwächt. Dabei wird ein zentraler Entzündungsschalter des Immunsystems gezielt gehemmt und eröffnet neue Ansatzpunkte zur Behandlung chronischer Entzündungserkrankungen. Die Ergebnisse wurden nun in der Fachzeitschrift Advanced Science veröffentlicht.
Präzisionstherapie für Autoimmun-Erkrankung in Sicht
Der Entzündungs-Botenstoff Interferon-Alpha kann die sogenannte Sjögren-Krankheit auslösen, eine entzündliche Autoimmun-Erkrankung. Das zeigt eine aktuelle Studie des Universitätsklinikums Bonn (UKB) sowie der Universitäten Bonn, Edinburgh und Newcastle. Die Ergebnisse könnten mittelfristig die Entwicklung von Medikamenten gegen das chronische Leiden vereinfachen. Sie sind in der Fachzeitschrift Lancet Rheumatology erschienen.
Darmkrebsvorsorge: KI bringt nicht automatisch bessere Ergebnisse
Menschen mit Lynch-Syndrom, der häufigsten erblichen Veranlagung für Darmkrebs, tragen ein deutlich erhöhtes Risiko, an Darmkrebs zu erkranken. Viele Betroffene erhalten deshalb bereits ab dem jungen Erwachsenenalter alle ein bis zwei Jahre eine Darmspiegelung. Forschende des Universitätsklinikums Bonn (UKB) und der Universität Bonn haben gemeinsam mit der Universität Leipzig und dem Amsterdam UMC untersucht, ob künstliche Intelligenz (KI) die Erkennung von Krebsvorstufen bei diesen Hochrisikopatientinnen und -patienten verbessern kann. Das Ergebnis: In spezialisierten Zentren brachte die zusätzliche KI-Unterstützung keinen relevanten Vorteil. Die Ergebnisse wurden jetzt in der Fachzeitschrift The Lancet Gastroenterology & Hepatology veröffentlicht.
Auf der Suche nach neuen Perspektiven
Neue Forschungsfragen entstehen häufig dort, wo unterschiedliche Methoden, Fachkulturen und Denkweisen aufeinandertreffen. Solche Begegnungen wollen Prof. Dr. Elvira Mass und Prof. Dr. Tatjana Tchumatchenko künftig gezielt ermöglichen. Die Alexander von Humboldt-Stiftung hat die beiden Bonner Wissenschaftlerinnen als Henriette-Herz-Scouts ausgewählt.
Krebszellen berechenbarer machen: PRECISE will therapeutisch nutzbare Schwachstellen vorhersagen
Welche Gene und Signalwege benötigt eine Krebszelle, um zu überleben? Und welche davon könnten als therapeutische Angriffspunkte dienen? Die paneuropäische Initiative PRECISE (Predictive Relationships Explaining Cancer Genetic Interactions and Synthetic Essentiality) will solche Schwachstellen nicht mehr nur in aufwendigen Laborexperimenten identifizieren, sondern mithilfe von Computermodellen auch vorhersagen. Das Universitätsklinikum Bonn (UKB) und die Universität Bonn gehören mit Prof. Dr. Maximilian Billmann und Prof. Dr. Jonathan Schmid-Burgk zu den Gründungspartnern des Konsortiums. Die wissenschaftliche Vision der Initiative wurde jetzt in einem Kommentar in Nature Genetics veröffentlicht.
Drei „ERC Proof of Concept Grants“ für die Uni Bonn
Drei Forschende der Universität Bonn erhalten einen „Proof of Concept Grant“ des Europäischen Forschungsrats (ERC). Der Neurowissenschaftler Prof. Dr. Dominik Bach, die Chemikerin Junior-Prof. Dr. Ala Bunescu und der Radiologe Prof. Dr. Philipp Vollmuth (auch Universitätsklinikum Bonn) erhalten für 18 Monate jeweils 150.000 Euro. Dieses Programm unterstützt Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler dabei, Erkenntnisse aus ihrer Forschung in kommerzielle Anwendungen zu bringen.
Wie der Lebensstil das Immunsystem aus dem Gleichgewicht bringen kann
Vom 10. bis 13. Juli 2026 macht die MS Wissenschaft in Bonn fest. Das schwimmende Science Center tourt im Wissenschaftsjahr 2026 – Medizin der Zukunft durch Deutschland, Österreich und Polen und zeigt an rund 30 interaktiven Stationen, wie Forschende heute die Medizin von morgen gestalten. Mit an Bord: das Exponat „Achtung entzündlich! Wie beeinflusst dein Lebensstil dein Immunsystem?“ der Exzellenzuniversität Bonn und des Universitätsklinikums Bonn (UKB). Am 10. Juli veranstaltet die Universität Bonn zudem einen „Dialog an Deck“ zum Thema Prävention, der zum Mitreden über die Gesundheit der Zukunft einlädt.
Die Wächter der Antikörperantwort im Fokus
Damit das Immunsystem Krankheitserreger wirksam bekämpfen kann, müssen Antikörperreaktionen präzise gesteuert werden. Eine Schlüsselrolle spielen dabei sogenannte follikuläre regulatorische T-Zellen (Tfr-Zellen), die überschießende Immunreaktionen begrenzen und zur Aufrechterhaltung der Immuntoleranz beitragen. Forschende des Universitätsklinikums Bonn (UKB) und der Universität Bonn haben nun ein robustes Laborverfahren entwickelt, mit dem sich Tfr-Zellen aus Vorläuferzellen gewinnen und gezielt untersuchen lassen. Die Ergebnisse wurden kürzlich in der Fachzeitschrift Cellular & Molecular Immunology veröffentlicht.
Wenn die Karte ein Update braucht
Jedes Mal, wenn wir uns durch eine vertraute Umgebung bewegen, greift der Hippocampus auf eine detaillierte räumliche Repräsentation zurück, gleich einer Karte, die durch wiederholte Erfahrung aufgebaut wird. Doch was geschieht, wenn auf einer bekannten Route etwas Unerwartetes passiert? Forschende des Universitätsklinikums Bonn (UKB) und der Universität Bonn konnten im Mausmodell zeigen: Das Gehirn zeichnet seine Karten nicht von Grund auf neu. Stattdessen annotiert es sie, indem es neue Informationen wie eine zusätzliche Ebene über ein stabil bleibendes räumliches Grundgerüst legt. Ihre Ergebnisse sind jetzt im Fachmagazin PNAS veröffentlicht.
Gänsehautmomente in der archäologischen Forschung
Wie lebten Menschen vor Jahrhunderten? Wie sahen sie sich selbst? Wie wurden sie von anderen wahrgenommen? Die Archäologie untersucht heute mit modernen Methoden Skelette, Besitz, Bestattungsbräuche sowie soziale und räumliche Beziehungen. Wie sich daraus die Identität von Menschen aus der Vergangenheit rekonstruieren lässt, zeigt das Buch „Human Identities in the Archaeological Record: Interdisciplinary Perspectives from Late Antiquity to the Modern Period“. 
Neue Ansätze für die männliche Verhütung
Im interdisziplinären Forschungsverbund „ContraPur“ arbeiten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus fünf deutschen Universitäten unter der Federführung der RWTH Aachen an der Entwicklung einer neuartigen, nicht-hormonellen Verhütungsmethode für Männer. An der Universität Bonn ist die Abteilung für Pharmazeutische & Medizinische Chemie beteiligt. Weitere Projektpartner sind die LMU München sowie die Universitäten Gießen und Münster. Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt fördert das Vorhaben über einen Zeitraum von drei Jahren mit rund drei Millionen Euro. 
Immunzellen in der Leber helfen Tauben bei der Navigation
Wie finden Tauben über viele Kilometer hinweg sicher nach Hause? Ein Forschungsteam des Universitätsklinikums Bonn (UKB), der Universität Bonn, der Universität Duisburg-Essen und des Max-Planck-Instituts für Verhaltensbiologie haben nun einen bislang unbekannten Mechanismus entdeckt: Spezielle Immunzellen in der Leber könnten den Vögeln helfen, das Erdmagnetfeld wahrzunehmen. Die Ergebnisse wurden jetzt im Fachjournal Science veröffentlicht.
Wenn Erschöpfung den Alltag bestimmt
Extreme Erschöpfung, Konzentrationsprobleme und fehlende Energie: Für Menschen mit chronischer Fatigue können selbst alltägliche Aufgaben wie Einkaufen, Arbeiten oder Treffen mit Freunden zur großen Herausforderung werden. Schätzungen zufolge sind in Deutschland inzwischen rund 650.000 Menschen von ME/CFS oder chronischer Fatigue betroffen. Besonders durch Long COVID ist das Thema stärker in den öffentlichen Fokus gerückt. Das Universitätsklinikum Bonn (UKB) startet deshalb gemeinsam mit der Universität Bonn eine Studie, die untersucht, wie Apps Menschen mit chronischer Fatigue im Alltag helfen können.
Zellgenaue Konzentrationsmessungen im Nervengewebe
Das Element Natrium spielt für die Funktion des Nervensystems eine zentrale Rolle. Ein internationales Forschungsteam unter Leitung des Instituts für Neurobiologie der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) hat nun unter Beteiligung der Universität Bonn und des Universitätsklinikums Bonn die Natriumkonzentration in Astrozyten, speziellen Zellen im Gehirn, genauer untersucht. Die Forschenden entwickelten dazu eine Methode, mit der sie den Natriumgehalt einzelner Zellen im Gewebe direkt sichtbar machen können, wie sie nun in der Fachzeitschrift Nature Communications beschreiben.
Eine smarte Überwachung für Epilepsie-Erkrankte
„PearNet“ entwickelt spezielle Wearables – das heißt am Körper getragene elektronische Geräte –, die Epilepsie-Patientinnen und -Patienten vor Anfällen warnen und diese gleichzeitig beobachten und aufzeichnen. Das Projekt von Forschenden des Universitätsklinikums Bonn (UKB) und der Universität Bonn erhält jetzt eine Förderung von rund 2,7 Millionen Euro für drei Jahre über das Programm GO-Bio next des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR). Damit soll dessen Ausgründung weiter vorbereitet werden, um so das Wearable-Set als Produkt auf den biotechnologischen Markt zu bringen.
Neue Forschungsverbünde stärken Universität Bonn
An der Universität Bonn wird ein neuer Sonderforschungsbereich (SFB) eingerichtet. Das hat die Deutsche Forschungsgemeinschaft bekannt gegeben. Das Verbundprojekt „FoodDiverse“ erforscht die Diversifizierung von Ernährungssystemen. Zudem ist die Universität an einem neuen SFB/Transregio zu Erzählungen aus vormodernen Zeiten und verschiedenen kulturellen Kontexten beteiligt. Zwei bereits bestehende SFB/Transregio werden für eine weitere Förderperiode verlängert. Transregios werden von mehreren antragstellenden Hochschulen gemeinsam getragen.
Wissenschaftsnacht bringt Forschung mitten in die Stadt
Ohne Vorkenntnisse realitätsnah operieren oder beobachten, wie das eigene Gehirn auf Rhythmen reagiert? Bei der Bonner Wissenschaftsnacht ist das bis in den späten Abend möglich. Dann verwandelt sich der Münsterplatz, das P26 und das Haus der Bildung in lebendige Orte der Begegnung zwischen transdisziplinärer Wissenschaft und Öffentlichkeit.
Depression drückt die Vorfreude, nicht den Genuss
Der im Alltag empfundene und sehr belastende Verlust von Interesse oder Freude an normalerweise positiven Aktivitäten, ist ein Kernsymptom einer schweren Depression. Doch bisher ist es unklar, wie genau sich diese Anhedonie, auch bekannt als Belohnungsdefizit, manifestiert. Forschende des Universitätsklinikums Bonn (UKB) und der Universität Bonn sowie des Universitätsklinikums Tübingen haben herausgefunden, dass Personen mit Depressionen Essen nicht als weniger belohnend empfinden, wenn sie es tatsächlich konsumieren. Die Unterschiede zu Personen ohne Depression ergeben sich in der Erwartung: wie sehr sie etwas wollen, bevor sie es erhalten. Dieses verminderte Verlangen hängt auch mit dem klinischen Ausmaß der Anhedonie zusammen. Die Ergebnisse der Studie sind jetzt im Fachjournal „Cell Reports Medicine“ erschienen.
TRA Individuals & Society
Transdisziplinärer Forschungsbereich "Individuen, Institutionen und Gesellschaften"
Synthetic Life – Wenn Menschen Leben gestalten
Was passiert, wenn Menschen nicht mehr nur die Natur erforschen und verändern, sondern beginnen, Leben selbst zu gestalten? Was heute nach Science-Fiction klingt, wird durch die synthetische Biologie zunehmend Realität. Doch wenn wir Leben ‚designen‘ können: Wo endet dann die Natur – und wo beginnt das vom Menschen Gemachte? Und vor allem: Sollten wir alles tun, was wir tun können? Diesen und weiteren spannenden Fragen widmet sich die Veranstaltung „TRA & ART and Ethik Forum: Third Nature? Synthetic Life Design in Art and Ethics“ der Universität Bonn aus verschiedenen Perspektiven: Philosophie, Naturwissenschaft, Kunst und Ethik treffen aufeinander und diskutieren eine Zukunft, in der die Grenzen zwischen Natur und Artefakt immer schwerer zu ziehen sind.
Einladung zum Forum Wahrheit an der Universität Bonn
Wahrheit genießt einen guten Ruf – und ist doch oft schwer zu finden. Was ist Wahrheit überhaupt? Etwas, das wir erkennen können? Etwas, an das wir glauben? Oder etwas, das immer wieder neu ausgehandelt wird? Diesen Fragen widmet sich das Forum Wahrheit des Transdisziplinären Forschungsbereichs (TRA) „Individuen, Institutionen und Gesellschaften“ der Universität Bonn vom 8. bis 10. Oktober 2026. Die Universität Bonn lädt dazu die interessierte Öffentlichkeit, Wissenschaftler*innen und Vertreter*innen der Medien herzlich ein, Wahrheit aus unterschiedlichen wissenschaftlichen, gesellschaftlichen und praktischen Perspektiven zu betrachten und gemeinsam darüber ins Gespräch zu kommen.
Wie kann Klimaneutralität erreicht werden?
Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert die Forschungsgruppe „Transformatives Klimarecht: Raum – Zeit – Gesellschaft“ in den nächsten vier Jahren mit knapp vier Millionen Euro. Sie wird an der Universität Bremen koordiniert. Juniorprofessorin Dr. Jacqueline Lorenzen aus der Rechtswissenschaft der Universität Bonn ist beteiligt. 
Von Einstein zu Gravitationswellen
Wie hängen Materie, Raum und Zeit zusammen? Diese fundamentale Frage steht im Zentrum der allgemeinen Relativitätstheorie, die Albert Einstein 1915 der Preußischen Akademie der Wissenschaften vortrug. Anlässlich des 111. Jubiläums der Theorie lädt das von der Universität Bonn getragene und vom Europäischen Forschungsrat (ERC) geförderte Projekt „GravNet“ für Donnerstag, 22. Oktober, zu zwei Veranstaltungen rund um Gravitation und Gravitationswellen ins Physikzentrum Bad Honnef ein. Ab 18:30 Uhr beleuchtet eine allgemein verständliche Vortragsreihe aktuelle Fragen und Erkenntnisse der Gravitationsphysik. Bereits zuvor bietet GravNet eine Masterclass zu Gravitationswellen für Schülerinnen und Schüler ab der zehnten Klasse an. Für beide Veranstaltungen wird um vorherige Anmeldung unter https://indico.hiskp.uni-bonn.de/category/144/  gebeten. Die Teilnahme ist kostenlos.
Gute Nachrichten, falsche Erwartungen? Wie Menschen Renditechancen am Aktienmarkt einschätzen
Nicht nur Privatanleger, sondern auch Finanzprofis schätzen die Renditechancen am Aktienmarkt oft anders ein, als es gängige finanzökonomische Modelle vorhersagen. Das zeigt eine Studie unter Beteiligung des Exzellenzclusters ECONtribute der Universitäten Bonn und zu Köln. Dahinter stehen unterschiedliche Vorstellungen darüber, wie Unternehmensnachrichten in Aktienkurse einfließen und was sie für zukünftige Renditen bedeuten. Die Studie wurde unter dem Titel „Mental Models of the Stock Market“ im renommierten Fachjournal The Quarterly Journal of Economics veröffentlicht.
25 Jahre Ägyptisches Museum der Universität Bonn
An die Eröffnung des Ägyptischen Museums der Universität Bonn vor 25 Jahren wird mit einer Sonderausstellung unter dem Titel „25 Jahre in 25 Objekten!“ erinnert. Die Schau mit einem Rückblick auf ein Vierteljahrhundert Museumsgeschichte wird am 22. Juli 2026 eröffnet und kann bis zum 15. März 2027 besucht werden. Die 25 ausgewählten Exponate "repräsentieren markante Ereignisse der Museumsgeschichte sowie das Aufgabenspektrum, die öffentlichen Aktivitäten, das Selbstverständnis und die Vernetzung dieses modernen Universitätsmuseums“, erklärt Dr. phil. habil. Frank Förster, Kurator des Ägyptischen Museums.
Gutachten "Umwelt prägt Sicherheit" erschienen
Globale Umweltveränderungen wie Klimawandel, Biodiversitätsverlust und Umweltverschmutzung sind nicht nur ökologische Herausforderungen. Sie berühren auch Fragen von Sicherheit, gesellschaftlicher Stabilität und internationalem Frieden. Zu diesem Ergebnis kommt der Wissenschaftliche Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU) in seinem neuen Teilgutachten „Umwelt prägt Sicherheit“, das jetz als erstes Kapitel des Hauptgutachtens „Sicherheit – nachhaltig und integriert“ veröffentlicht worden ist. Federführend am Verfassen beteiligt war Prof. Dr. Anna-Katharina Hornidge, Professorin an der Universität Bonn und Direktorin des German Institute of Development and Sustainability (IDOS).
Liquid Archive oder Welche Erinnerungen bewahrt das Wasser?
Unter dem Ausstellungstitel „Liquid Archive“ werden Film- und Fotoarbeiten der Künstlerin Jasmine Togo-Brisby aus Australien und Neuseeland präsentiert. „Welche Erinnerungen bewahrt das Wasser?“ So lautet die Ausgangsfrage des zweiten Kapitels von „Pflanzenwissen“, das laufende Forschungs- und Ausstellungsprojekt im Global Heritage Lab. Dort ist „Liquide Archive“ noch bis zum 6. September 2026 zu sehen.
Andreas Pinkwart übernimmt Seniorprofessur für Strategic Entrepreneurship an der Universität Bonn
Zum 1. Oktober 2026 übernimmt Prof. Dr. Andreas Pinkwart eine neue Seniorprofessur für „Strategic Entrepreneurship“ an der Universität Bonn. In dem Rahmen wird er das Rektorat bei der Weiterentwicklung des Strategischen Transfers begleiten. Damit gewinnt die Exzellenzuniversität Bonn eine der profiliertesten Persönlichkeiten an der Schnittstelle von Wissenschaft, Innovation, Unternehmertum und Politik.
Globale Studie: Die meisten Menschen kooperieren
Menschen auf der ganzen Welt sind kooperativer, als wir glauben. Das zeigt eine neue Studie im renommierten Wissenschaftsjournal Science, die Prof. Dr. Armin Falk, Professor an der Universität Bonn, gemeinsam mit Prof. Teodora Boneva (Universität Bonn), Prof. Peter Andre (Goethe-Universität Frankfurt) und Prof. Dr. Felix Chopra (Frankfurt School of Finance) verfasst hat.
Zwei auf einen Streich
Wie lässt sich die Zukunft von gewässernahen Städten des Globalen Südens angesichts von Herausforderungen wie des Klimawandels am besten gestalten? Wie werden Konflikte in verschiedenen Kulturen überwunden? Mit diesen zentralen Fragen befassen sich zwei neue Graduiertenkollegs an der Universität Bonn. Ein Kooperationspartner ist das Universitätsklinikum Bonn (UKB) und mit der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg (H-BRS) auch erstmals eine Hochschule für Angewandte Wissenschaften, die mit einen Antrag stellte. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert die beiden Einrichtungen zur Qualifizierung von Doktorandinnen und Doktoranden in Millionenhöhe. Bundesweit unterstützt die DFG ab Herbst 2026 insgesamt zehn neue Graduiertenkollegs.
NRW-Akademie: Drei neue Mitglieder von der Uni Bonn
Die Nordrhein-Westfälische Akademie der Wissenschaften und Künste hat bei ihrer Jahresfeier elf neue Mitglieder in ihre Reihen aufgenommen. Darunter sind von der Universität Bonn der Finanzmarktökonom Prof. Hendrik Hakenes, Germanistin Prof. Claudia Wich-Reif und Soziologin Prof. Anna-Katharina Hornidge. Die insgesamt vier Frauen und sieben Männer zeichnen sich in ihren Fachgebieten durch herausragende Forschungsarbeit und künstlerische Exzellenz aus. 
Warum CEOs immer älter werden
Ein Forscherteam der Universitäten Bonn und Princeton zeigt in einem neuen Diskussionspapier, dass Führungskräfte in den USA heute deutlich später in Spitzenpositionen gelangen als noch vor zwei Jahrzehnten. Das höhere Antrittsalter als Geschäftsführer ist insbesondere außerhalb der großen börsennotierten Unternehmen zu beobachten. Die Forscher führen die Entwicklung darauf zurück, dass Unternehmen heute breites Wissen und vielfältige Fähigkeiten von ihren CEOs verlangen.
Anarchie bestimmt die internationalen Beziehungen!?
Das Seufzen und Klagen über das Ende der regelbasierten Weltordnung ist nicht zu überhören und weit verbreitet. Rechtsexpertinnen und Volkswirte, Politikerinnen und Militärs, nicht zuletzt Lobbyisten und NGO-Vertreterinnen, sie alle leiden am Ende der alten Weltordnung, wie sie sich seit Gründung der Vereinten Nationen im Jahr 1945 entwickelt haben soll. Dr. Hendrik Ohnesorge stellt diese Gedankenführung vom Kopf auf die Füße – und erklärt, dass es strukturell nie anders war.
Gottesbilder, Abhängigkeit und Erdrotation
Welche Denkstrukturen stecken hinter Gottesbildern im Alten Israel? Die Frage untersucht eine neue Forschungsgruppe an der Universität Bonn. Sie wird mit fast zwei Millionen Euro von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert. Sprecher ist Prof. Dr. Jan Dietrich von der Evangelisch-Theologischen Fakultät. Bonner Wissenschaftler:innen sind auch noch an zwei weiteren neuen Forschungsgruppen beteiligt, die sich damit befassen, wie chinesische Technologie-Unternehmen neue Abhängigkeiten schaffen (Politikwissenschaft) und wie sich die Erdrotation noch genauer messen lässt (Geodäsie).
Wo Europa digital abhängig ist
Von Computerchips über Cloud-Computing bis hin zur Künstlichen Intelligenz: Deutschland und Europa wollen unabhängiger von digitalen Technologien aus dem Ausland werden, indem eigene Innovationen vorangetrieben werden sollen. Das Center for Advanced Security, Strategic and Integration Studies (CASSIS) der Universität Bonn in Kooperation mit dem Vodafone Institut für Gesellschaft und Kommunikation, Vodafones europäischer Think Tank, nehmen nun im Rahmen eines Policy Briefs das digitale Handelsdefizit Europas in den Blick. Sie zeigen auf, wie versteckte Handelsabhängigkeiten von den USA und China die Wirksamkeit aktueller europäischer Strategien grundlegend in Frage stellen.
Europas Zukunft im Weltraum
Welche Bedeutung kommt dem Weltraum für unser Leben auf der Erde zu? Wie kann Europa seine führende Rolle in der Raumfahrt langfristig sichern? Und welchen Nutzen ziehen die Menschen in Europa aus den zukünftigen Entwicklungen im All? Ohne Weltraumtechnologien geht fast nichts mehr: Internet, Navigationssysteme, die Stabilität unserer Stromnetze und sogar Bargeldabhebungen hängen davon ab. Unter der Schirmherrschaft der stellvertretenden Ministerpräsidentin Mona Neubaur findet an der Universität Bonn dienstags von 18:00 bis 20:00 Uhr im Hörsaal 1 auf dem Campus Poppelsdorf die Ringvorlesung „Europas Zukunft im Weltraum“ statt. Start ist am 14. April.
Pflanzenwissen
Die Ausstellungsreihe 'Pflanzenwissen – Ökologien des Erinnerns und Handelns' zeigt ab dem 19. März 2026 im Global Heritage Lab der Universität Bonn, wie unsere Beziehungen zu Pflanzen, Ökosystemen und Gewässern historisch gewachsen sind. Die Ausstellung eröffnet Perspektiven für neue Formen des Zusammenlebens und der Wissensproduktion, um nachhaltiges Handeln und achtsames Zusammenleben mit Pflanzen und Umwelt anzuregen. Sie schafft einen Lern- und Begegnungsraum an der Schnittstelle von Kunst, Wissenschaft und Stadtgesellschaft. “Pflanzenwissen” umfasst vier auf einander folgende Kapitel. Der Auftakt ist vom 19. März bis zum 7. Juni 20226 im Global Heritage Lab zu sehen. Die Ausstellung wird am 19. März 2026 um 18.00 Uhr im Global Heritage Lab eröffnet.
Was ist schon ein Name? - Die unbekannten Gesichter der Geschichte
Die meisten Menschen in der Geschichte bleiben namenlos. Sie erscheinen in Quellen nur als Zahlen, Merkmale oder anonyme Figuren. Ein neues Forschungsprojekt am Exzellenzcluster Bonn Center for Dependency and Slavery Studies (BCDSS) und am Institut für Geschichtswissenschaft (IGW) der Universität Bonn untersucht, wie sich solche namenlosen Personen analysieren und in der Geschichtsschreibung sichtbar machen lassen. Das Projekt wird von der VolkswagenStiftung mit 370.000 Euro gefördert.
Wie man Desinformation enttarnt: Tipps vom Cybersicherheits-Fachmann
Ende März kommen auf dem Campus Poppelsdorf der Universität Bonn Fachleute aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik zusammen, um über eines der drängendsten Themen der digitalen Gegenwart zu diskutieren: die gezielte Verbreitung von Desinformation. Der „Bonner Dialog für Cybersicherheit“ findet am Donnerstag, 26. März 2026, von 17:30 bis 20:30 Uhr im Hörsaal 1, Campus Poppelsdorf, Universität Bonn, Friedrich-Hirzebruch-Allee 5, 53115 statt. Die Veranstaltung ist öffentlich, Gäste sind willkommen (Anmeldelink siehe unten!). Aus diesem Anlass gibt ein Bonner Professor Tipps, wie man im Netz "Fakes" von Fakten unterscheiden kann.
Universität Bonn auf der German Robotics Conference vertreten
Die Universität Bonn war auf der 2. German Robotics Conference in Köln prominent vertreten. Die Konferenz wurde vom Robotics Institute Germany (RIG) organisiert und brachte führende Stimmen aus Politik, Wissenschaft, Industrie und Start-ups zusammen, um Forschung, Innovation und Technologietransfer in der Robotik weiter zu stärken. Mit dabei waren unter anderem die Prorektorin für Digitalisierung und Informationsmanagement der Universität Bonn, Prof. Dr. Maren Bennewitz, sowie Rektor Prof. Dr. Dr. h.c. Michael Hoch. Zahlreiche Forschende der Universität präsentierten zudem ihre Arbeiten und Robotersysteme. Auch zu einem Austausch mit der Bundesministerin für Forschung, Technologie und Raumfahrt, Dorothee Bär, kam es auf der Konferenz. Die starke Präsenz auf der Konferenz unterstreicht die Bedeutung der Universität Bonn als einen der forschungsstärksten Standorte für Robotik in Deutschland.
Wie real muss ein Supermarkt sein?
Forschende der Universität Bonn haben in einer Übersichtsstudie untersucht, mit welchen Methoden das Verbraucherverhalten in Supermärkten erforscht wird.
Senatsvorsitzende Cornelia Richter verabschiedet
Der scheidende Senat der Universität Bonn hat in seiner letzten Sitzung seine bisherige Vorsitzende, Prof. Dr. Cornelia Richter, verabschiedet. Sie stand dem Gremium seit dem Sommersemester 2024 vor. Im Herbst 2025 wurde die evangelische Theologin, die nicht nur die erste Frau im Senatsvorsitz, sondern von 2020 bis 2024 auch die erste Dekanin ihrer Fakultät war, zur ersten Bischöfin an die Spitze der Evangelische Kirche Augsburgischen Bekenntnisses (A.B.) in Österreich gewählt. Am 8. November 2025 war sie feierlich in dieses Amt eingeführt worden.
Der Netzwerker Heinrich von Kleist
Welche sozialen, politischen und ästhetischen Einflüsse hatten die Netzwerke des deutschen Schriftstellers Heinrich von Kleist? Dieser Frage geht nun ein internationales Forschungsprojekt mit Beteiligung der Universitäten Bonn und St. Andrews nach.
Sanfte Macht und charismatische Führung
Ursprung, Entwicklung und Bedeutung von Soft Power und charismatischer Führung in den deutsch-amerikanischen Beziehungen sind Thema der neuesten Veröffentlichung des Bonner Politikwissenschaftlers Hendrik W. Ohnesorge. Er veröffentlicht hiermit seine Habilitationsschrift, mit der Ohnesorge über fünf Jahrhunderte der transatlantischen Beziehungen bis in die jüngste Zeit hinein untersucht.
Lehren aus der Ahrtalflut
Neues sozialwissenschaftliches Forschungsprojekt SOZIAHR der Universität Bonn untersucht die mittel- bis langfristigen Herausforderungen der Flutkatastrophe im Ahrtal von 2021, unterstützt von der TRA Individuen, Institutionen und Gesellschaften, sowie gefördert von der Mercator-Stiftung.
Universität Bonn eröffnet eigenen Supermarkt
Die Universität Bonn hat ihren eigenen Supermarkt eröffnet. Ananas, Dosentomaten und Semmelknödel sind dort ordentlich in schwarzen Regalen aufgereiht. Auf 55 Quadratmeter Fläche ist so ziemlich alles für den täglichen Bedarf zu haben. Die “Kundschaft” ist jedoch eine ganz besondere: Es handelt sich um Probandinnen und Probanden, die an wissenschaftlichen Studien teilnehmen. Forschende aus der Lebensmittel- und Ressourcenökonomik, Psychologie, Ökonomie und Verhaltensforschung untersuchen dort, wie sich etwa durch Produktplatzierung und andere Anreize Impulse für einen gesundheits- und nachhaltigkeitsorientierten Einkauf setzen lassen. Auch Roboter zeigen dort ihr Können.
Betriebsräte: Arbeiter*innen vertreten Belegschaft wirksamer als Angestellte und Akademiker*innen
Arbeiterinnen und Arbeiter setzen sich in Betriebsräten wirksamer für die Interessen der Beschäftigten ein als Angestellte und Akademiker*innen. Das zeigt eine Studie des Teams um Prof. Dr. Thomas Dohmen, Sprecher des Exzellenzclusters ECONtribute an der Universität Bonn, gemeinsam mit Forschern der Universität Princeton.
EU-Projekt: Bonner Roboter löst antikes Puzzle in Pompeji
Davon konnten Archäologinnen und Archäologen lange bloß träumen: Ein „intelligenter Roboter“ setzt Stück für Stück zerbrochene antike Wandmalereien aus Pompeji wieder zusammen. Ein Forschungsteam um Prof. Dr. Maren Bennewitz von der Universität Bonn hat dem Roboter das Puzzeln beigebracht. Es gehört zum europäischen Verbundprojekt RePAIR („Reconstructing the Past: Artificial Intelligence and Robotics Meet Cultural Heritage“), das kürzlich abgeschlossen wurde.
Drei Forschende der Uni Bonn unter den „Leading 30 German AI Experts & Academics 2025“
Gleich drei Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Bonn sind in die Liste der „Leading 30 German AI Experts & Academics 2025“ des Global Investors Forum aufgenommen worden: Prof. Dr. Aimee van Wynsberghe, Humboldt-Professorin für Angewandte Ethik der Künstlichen Intelligenz, Prof. Dr. Christian Bauckhage, Institut für Informatik, und Prof. Dr. Sven Behnke, Lehrstuhl für Autonome Intelligente Systeme, gehören laut GAIE Spotlight Series zu den Persönlichkeiten, die die Zukunft der Künstlichen Intelligenz in Deutschland maßgeblich prägen.
TRA Present Pasts
Transdisziplinärer Forschungsbereich "Vergangene Welten - Zeitgenössische Fragen. Kulturen in Zeit und Raum"
Tobacco Echoes: Die Tabakpflanze in Nigeria
Welche Geschichten und Erinnerungen sind mit der Tabakpflanze in Nigeria verbunden und was wird sichtbar, wenn wir ihnen nachspüren? Diese Frage steht im Zentrum der Ausstellung „Tobacco Echoes“ der Künstlerinnen Ngozi Ajah Schommers und Etinosa Yvonne, des dritten Teils des Forschungs- und Ausstellungsprojekts „Pflanzenwissen“ im Global Heritage Lab der Universität Bonn. Zur Eröffnung am 17. September 2026 von 18:00 bis 21:00 Uhr sprechen Ngozi Ajah Schommers und die Kuratorinnen Argelander-Professorin Dr. Julia Binter und Joanne Rodriguez. Die Ausstellung wird von einem ausführlichen Rahmenprogramm begleitet.
Wie das Christentum die lateinische Sprache verändert hat
Wie hat sich die lateinische Sprache durch die Entstehung und Ausbreitung des Christentums in der Spätantike verändert? Dieser Frage geht Christian Hornung, Professor für Alte Kirchengeschichte und Patrologie an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Bonn, in einem neuen Forschungsprojekt nach. Ziel ist die Erarbeitung eines „Handwörterbuchs des antiken christlichen Lateins“ (HACL), das das Textkorpus der lateinisch-christlichen Literatur von Tertullian bis Isidor von Sevilla erschließt und den Wandel des antiken lateinischen Vokabulars in all seinen Dimensionen dokumentiert: ideen-, institutionen-, sozial-, rechts- und religionsgeschichtlich. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert das Langzeitvorhaben in der ersten Projektphase bis 2030 mit 1,4 Millionen Euro. Die Laufzeit ist auf insgesamt 12 Jahre angelegt.
Uni Bonn On Tour: Auf Grabung im römischen Ostia
Forschende erzählen beim Format „Uni Bonn On Tour“ der Universität Bonn von ihren ungewöhnlichen Arbeitsorten rund um die Welt und geben Einblicke in ihren (Forschungs-)Alltag. Wovon sie genau erzählen, hängt dabei von den Bürgerinnen und Bürgern ab: Sie stellen die Fragen! Im September fahren Archäologin Prof. Sabine Feist und ihr Team nach Ostia, Italien, wo sie eine der ältesten und größten Kirchen sowie angrenzenden Bischofssitz inklusive prachtvoll ausgestatteter „Aula“ freilegen. Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, ihre Fragen an die Archäolog*innen per Mail an kommunikation@uni-bonn.de oder über den Instagram-Account der Universität @universitaetbonn zu stellen.
Gänsehautmomente in der archäologischen Forschung
Wie lebten Menschen vor Jahrhunderten? Wie sahen sie sich selbst? Wie wurden sie von anderen wahrgenommen? Die Archäologie untersucht heute mit modernen Methoden Skelette, Besitz, Bestattungsbräuche sowie soziale und räumliche Beziehungen. Wie sich daraus die Identität von Menschen aus der Vergangenheit rekonstruieren lässt, zeigt das Buch „Human Identities in the Archaeological Record: Interdisciplinary Perspectives from Late Antiquity to the Modern Period“. 
Zwei auf einen Streich
Wie lässt sich die Zukunft von gewässernahen Städten des Globalen Südens angesichts von Herausforderungen wie des Klimawandels am besten gestalten? Wie werden Konflikte in verschiedenen Kulturen überwunden? Mit diesen zentralen Fragen befassen sich zwei neue Graduiertenkollegs an der Universität Bonn. Ein Kooperationspartner ist das Universitätsklinikum Bonn (UKB) und mit der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg (H-BRS) auch erstmals eine Hochschule für Angewandte Wissenschaften, die mit einen Antrag stellte. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert die beiden Einrichtungen zur Qualifizierung von Doktorandinnen und Doktoranden in Millionenhöhe. Bundesweit unterstützt die DFG ab Herbst 2026 insgesamt zehn neue Graduiertenkollegs.
NRW-Akademie: Drei neue Mitglieder von der Uni Bonn
Die Nordrhein-Westfälische Akademie der Wissenschaften und Künste hat bei ihrer Jahresfeier elf neue Mitglieder in ihre Reihen aufgenommen. Darunter sind von der Universität Bonn der Finanzmarktökonom Prof. Hendrik Hakenes, Germanistin Prof. Claudia Wich-Reif und Soziologin Prof. Anna-Katharina Hornidge. Die insgesamt vier Frauen und sieben Männer zeichnen sich in ihren Fachgebieten durch herausragende Forschungsarbeit und künstlerische Exzellenz aus. 
Neue Forschungsverbünde stärken Universität Bonn
An der Universität Bonn wird ein neuer Sonderforschungsbereich (SFB) eingerichtet. Das hat die Deutsche Forschungsgemeinschaft bekannt gegeben. Das Verbundprojekt „FoodDiverse“ erforscht die Diversifizierung von Ernährungssystemen. Zudem ist die Universität an einem neuen SFB/Transregio zu Erzählungen aus vormodernen Zeiten und verschiedenen kulturellen Kontexten beteiligt. Zwei bereits bestehende SFB/Transregio werden für eine weitere Förderperiode verlängert. Transregios werden von mehreren antragstellenden Hochschulen gemeinsam getragen.
Was im bronzezeitlichen Südkaukasus auf den Tisch kam
Welche kulinarischen Praktiken herrschten während der Bronzezeit im Südkaukasus vor? Die Küche war außergewöhnlich reichhaltig. Das hat ein internationales Forschungsteam der Universitäten Bonn und Bari mit weiteren wissenschaftlichen Institutionen wie dem Centre national de la recherche scientifique (CNRS) und der Aserbaidschanischen Nationalen Akademie der Wissenschaften herausgefunden. Die neuen Belege zeigen, dass die Küche aus vielen Zutaten bestand. In den Kura-Araxes-Gemeinschaften spielten vor allem Milchprodukte, Obst und Traubengetränke eine zentrale Rolle. Die Ergebnisse sind nun im Journal PNAS veröffentlicht.
Wi-Wi-Wi – Wie der Wachtelruf Hieroglyphen beeinflusste
In Zeiten von Sprachnachrichten und Videos gerät Schrift leicht in Vergessenheit. Dabei ist sie seit Jahrtausenden zentrales Medium unseres kulturellen Gedächtnisses: Sie speichert Wissen und erzählt Geschichten. Aus einfachen Zeichen entstehen im Kopf ganze Welten – fast wie Kino ohne Popcorn. Gemalt oder in Stein geritzt hält sie erstaunlich lange. Ohne sie wüssten wir wenig über die Vergangenheit. Schon bevor der Mensch lesen konnte, deutete er Zeichen: Er las Tierspuren, orientierte sich an Sternen und erkannte die Tageszeit am Sonnenstand. Den langen Weg zur Schrift beschreibt der Ägyptologe Prof. Ludwig Morenz von der Universität Bonn in seinem neuen Buch.
Gottesbilder, Abhängigkeit und Erdrotation
Welche Denkstrukturen stecken hinter Gottesbildern im Alten Israel? Die Frage untersucht eine neue Forschungsgruppe an der Universität Bonn. Sie wird mit fast zwei Millionen Euro von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert. Sprecher ist Prof. Dr. Jan Dietrich von der Evangelisch-Theologischen Fakultät. Bonner Wissenschaftler:innen sind auch noch an zwei weiteren neuen Forschungsgruppen beteiligt, die sich damit befassen, wie chinesische Technologie-Unternehmen neue Abhängigkeiten schaffen (Politikwissenschaft) und wie sich die Erdrotation noch genauer messen lässt (Geodäsie).
Wie Piratengold sich als Kulturerbe entpuppt
Das Gold der Akan aus dem heutigen Ghana landete während der Kolonialzeit in gewaltigen Mengen in europäischen Schmelzhütten. In historischen Quellen werden die afrikanischen Händler verdächtigt, das Gold systematisch gestreckt zu haben. Hochmoderne Technik und ein versunkenes Piratenschiff ermöglichten nun eine Überprüfung dieser Behauptung.
Was ist schon ein Name? - Die unbekannten Gesichter der Geschichte
Die meisten Menschen in der Geschichte bleiben namenlos. Sie erscheinen in Quellen nur als Zahlen, Merkmale oder anonyme Figuren. Ein neues Forschungsprojekt am Exzellenzcluster Bonn Center for Dependency and Slavery Studies (BCDSS) und am Institut für Geschichtswissenschaft (IGW) der Universität Bonn untersucht, wie sich solche namenlosen Personen analysieren und in der Geschichtsschreibung sichtbar machen lassen. Das Projekt wird von der VolkswagenStiftung mit 370.000 Euro gefördert.
Teure Lebensmittel machen Kinder dick
Wenn in einer Wirtschaftskrise die Lebensmittelpreise explodieren, trifft das vor allem die Stadtbevölkerung und Menschen mit niedriger Bildung. Die Folgen wirken sich unter Umständen ein Leben lang aus – etwa in einer geringeren Körpergröße betroffener Kinder. Das hat ein Forschungsteam der Universität Bonn jetzt am Beispiel der „Asienkrise“ in den 1990-er Jahren gezeigt. Damals kam es durch Turbulenzen am Finanzmarkt zu einer drastischen Verteuerung von Reis, dem wichtigsten Grundnahrungsmittel Indonesiens, die messbare Spuren in der Entwicklung von Kindern hinterlassen hat. Die Studie wurde in der Fachzeitschrift „Global Food Security“ veröffentlicht.
EU-Projekt: Bonner Roboter löst antikes Puzzle in Pompeji
Davon konnten Archäologinnen und Archäologen lange bloß träumen: Ein „intelligenter Roboter“ setzt Stück für Stück zerbrochene antike Wandmalereien aus Pompeji wieder zusammen. Ein Forschungsteam um Prof. Dr. Maren Bennewitz von der Universität Bonn hat dem Roboter das Puzzeln beigebracht. Es gehört zum europäischen Verbundprojekt RePAIR („Reconstructing the Past: Artificial Intelligence and Robotics Meet Cultural Heritage“), das kürzlich abgeschlossen wurde.
Studierende legen römische Töpferwerkstatt bei Düren frei
Fünf Wochen haben Studierende der archäologischen Fächer der Universität Bonn eine spannende Zeitreise unternommen: Im Rahmen der Lehrgrabung Soller 2025 legten sie eine neu entdeckte Töpferwerkstatt der römischen Kaiserzeit frei –  mit zwei Öfen und einer gemeinsam genutzten Arbeitsgrube. Die angehenden Archäolog*innen sammelten dabei nicht nur Keramikscherben, sondern auch erste praktische Erfahrungen. Dabei konnten sie neuste Methoden und Techniken der archäologischen Feldforschung anwenden. 
Soziale Netzwerke in der Kolonialzeit
Die Frage, wie bürokratische Klassifizierungen von Menschen in der Kolonialzeit soziale Ordnungen im südlichen Afrika prägten, steht im Fokus eines neuen internationalen Forschungsprojekts mit Beteiligung von Dr. Eva Marie Lehner und Julia Schmidt vom Exzellenzcluster Bonn Center for Dependency and Slavery Studies (BCDSS) der Universität Bonn. Die Gerda Henkel Stiftung unterstützt das Verbundprojekt „Economies of Trust: Digital Infrastructure on the Urban Poor in the Cape Colony“ mit einer Fördersumme von 253.000 Euro. Ein Teilprojekt am BCDSS untersucht die sozialen Netzwerke lediger Frauen.
Dynamik menschlicher Gesellschaften der Bronzezeit
Einblick in das gesellschaftliche Zusammenleben und Bevölkerungsdynamiken in der späten Bronzezeit (circa 1.500 bis 1.000 v. Chr.) gibt eine neue Studie, die archäologische und genetische Forschungsergebnisse zusammenführt. Das internationale Team von Wissenschaftler*innen, darunter des Leibniz-Zentrums für Archäologie (LEIZA) in Mainz sowie der Universität Bonn, analysierte dafür Bestattungspraktiken in der Mongolei. Die Studie wurde in der Fachzeitschrift Nature Communications veröffentlicht. 
Brillante Köpfe verbinden Disziplinen
Die Universität Bonn ist seit 2019 Exzellenzuniversität und hat sich der transdisziplinären Forschungszusammenarbeit verschrieben. Die Hochschule ist mit nun acht Exzellenzclustern die erfolgreichste Exzellenzuniversität in Deutschland. Im Rahmen ihrer Exzellenzstrategie hat sie dazu komplementär sechs Transdisziplinäre Forschungsbereiche ausgebaut, in denen wichtige gesellschaftliche, technologische und wissenschaftliche Zukunftsthemen aus vielerlei Perspektiven übergreifend bearbeitet werden. Kernstück sind Professuren für brillante Köpfe an der Schnittstelle verschiedener Disziplinen, die dieses Konzept fakultätsübergreifend verankern. 
Neuer Studiengang an der Katholisch-Theologischen Fakultät
Das International Center for Comparative Theology and Social Issues (CTSI) und die Katholisch-Theologische Fakultät der Universität Bonn etablieren einen neuen Master-Studiengang: Das englischsprachige internationale Programm „Master of Comparative Theological Studies“ richtet sich an Studierende mit Studienabschlüssen in den Bereichen Theologie, Religions- oder Kulturwissenschaften und vermittelt die Grundlagen einer Komparativen Theologie von Islam, Christentum und Judentum. Im Zentrum stehen Themen, die für ein gelingendes Miteinander in religiös und kulturell zunehmend komplexeren Gesellschaften bestimmend sind. Der neue Studiengang startet zum Wintersemester 2025/26. Bewerbungen sind noch bis 25. September möglich.
Sonderausstellung im Bunker anlässlich des Historikertags
Zum 55. Deutschen Historikertag in Bonn gibt eine Sonderausstellung ungewöhnliche Einblicke in die Geschichte der Geschichtswissenschaft an der Universität Bonn – und das an einem besonderen Ort: Vom 17. September bis zum 31. Oktober 2025 ist die Ausstellung „Von Intriganten, Pedanten und Biergenies – Schlaglichter auf die Bonner Geschichtswissenschaft im Wandel der Zeit“ im Bunker neben dem Institut für Geschichtswissenschaft in der Konviktstraße 11 zu sehen. Der sonst nicht öffentlich zugängliche Raum kann ausschließlich im Rahmen von Führungen besucht werden. Wer sich für die Ausstellung interessiert, kann unter unimuseum@uni-bonn.de einen Termin für eine Führung vereinbaren.
Mit göttlicher Inszenierung und Gewaltdarstellung zur Macht
Heute Wüste – soweit das Auge reicht. Wer genau hinsieht, entdeckt aber auf den Felsen Hunderte eingeritzte Darstellungen. Diese altägyptischen Graffiti zeugen davon, dass sich hier vor mehr als 5.000 Jahren an der Peripherie eine neue Herrschaft herausbildete. Einer dieser Könige nannte sich „Skorpion“. Mit einer Inszenierung als göttlicher Herrscher und rohen Gewaltdarstellungen zeigte er seine Macht. Der Ägyptologe Prof. Dr. Ludwig Morenz von der Universität Bonn hat nun mit Mohamed Abdelhay Abu Bakr in seinem Buch die neuesten Erkenntnisse zur Visualisierung von Herrschaft im vorpharaonischen Ägypten veröffentlicht.
Wie fruchtbar war der Mensch in den vergangenen 200 Jahren?
Auch vor vielen Jahrhunderten steuerten Hormone Fortpflanzung und Stillen. Nach der langen Zeit ist es aber sehr schwierig, den Hormonmix posthum in den alten menschlichen Knochen festzustellen. Juniorprofessorin Dr. Alice Toso vom Bonn Center for ArchaeSciences der Universität Bonn will das schier Unmögliche nun aber versuchen: Mit einem interdisziplinären Forschungsteam will sie verlässliche Methoden zur Bestimmung des Sexualhormonspiegels vergangener Bevölkerungen entwickeln und damit einen Beitrag zu den Transdisziplinären Forschungsbereichen „Life & Health“ und „Present Pasts“ leisten. „Pioneering Research – Exploring the Unknown“ heißt zurecht die Förderlinie, in der die VWStiftung das Projekt in den nächsten vier Jahren mit fast 1,4 Millionen Euro fördert.
Mehr als Technik: Energie als gesellschaftliche Aufgabe
Welche Bedeutung hat Energie für unsere Gesellschaft und wie kann der heutige Wandel unserer Energieversorgung zur treibenden Kraft für eine gerechte und nachhaltige Zukunft werden? Darüber diskutierten drei Forschende der Universität Bonn bei der Veranstaltung „Dialog an Deck: Zukunftsenergien denken – Ressourcen, Verantwortung, Gesellschaft“, moderiert von Journalistin Eva Wolfangel, auf dem Ausstellungsschiff MS Wissenschaft. Mit Blick auf den Rhein tauschten sich Fachleute und Publikum über die Energiefragen des 21. Jahrhunderts abseits rein technischer Perspektiven aus und entwickelten spannende Denkanstöße.
War die neolithische Siedlung Çatalhöyük ein Matriarchat?
Wie lebten die Menschen auf dem Osthügel der bedeutenden neolithischen Siedlung Çatalhöyük in Zentralanatolien vor rund 8.000 bis 9.000 Jahren? Welche Rolle spielten dabei Frauen? Ein internationales Team unter Federführung türkischer, dänischer, schwedischer und US-amerikanischer Forschender untersuchte das Erbgut von insgesamt 131 dort bestatteten Individuen. Auffallend ist die Bevorzugung weiblicher Verwandtschaftslinien. Die Ergebnisse sind nun im Journal „Science“ veröffentlicht. Dr. Eva Rosenstock vom Bonn Center for ArchaeoSciences der Universität ist an dem Paper beteiligt.
Vergangene Welten erleben: (Virtuelle) Einblicke in die Archäologie
Einen Einblick in vergangene Welten gewähren das Institut für Archäologie und Kulturanthropologie der Universität Bonn zusammen mit dem Verbund archäologische Institutionen KölnBonn (VarI) und dem Verein von Altertumsfreunden im Rheinlande e.V. am 5. Juli im LVR-Landesmuseum Bonn, Colmantstr. 14-16 in Bonn: Am Tag der Archäologie stellen Forschende von 11 bis 17 Uhr ihr Arbeit vor und laden zu virtuellen Rundgängen durch kulturhistorische Stätten ein.
Dialog an Deck: Zukunftsenergien denken
Wie sieht eine gerechte, nachhaltige und zukunftsfähige Energieversorgung aus? Und was bedeutet „Energie“ im 21. Jahrhundert jenseits der technischen Herausforderungen? Diese Fragen stehen im Zentrum der Diskussionsveranstaltung der Universität Bonn „Dialog an Deck: Zukunftsenergien denken – Ressourcen, Verantwortung, Gesellschaft“, die am Dienstag, 8. Juli 2025, von 18:30 bis 20:00 Uhr auf der MS Wissenschaft in Bonn (KD Landebrücke 2, Brassertufer) stattfindet. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Der Einlass beginnt ab 18:00 Uhr.
Faszination Käfer
Käfer sind eine riesige Tiergruppe in der Natur. Über 400.000 Arten wurden bisher beschrieben. Jedes einzelne Exemplar löst spontane Emotionen aus. Manche Menschen schreien spitz und laut vor einem Schwarzkäfer. Entzückt sind die meisten vom Marienkäfer. Schaut man ganz nah hin, wie dies die Fotografin Carolin Bleese getan hat und ist ein Forscher so begeistert von Käfern wie Prof. Dr. Nicolas Gompel vom Institut für Organismische Biologie der Uni Bonn, dann entstehen neue Perspektiven auf Käfer. Die neue Sonderausstellung im P26 „Faszination Käfer“ stellt noch bis 31. August 2025 die Bilder vor, wie sie in der Zusammenarbeit von Gompel und Bleese entstanden sind.
Universität Bonn mit acht Exzellenzclustern erfolgreichste Universität im Wettbewerb
Es ist ein Riesen-Erfolg für die Universität Bonn: Im bundesweiten Exzellenzwettbewerb wurden heute alle sechs bereits bestehenden Exzellenzcluster der Universität zur Weiterförderung ausgewählt. Darüber hinaus erhalten beide neu beantragten Bonner Clusterinitiativen eine Förderung durch Bund und Länder. Damit wird Bonn in der kommenden Förderperiode mit insgesamt acht Clustern vertreten sein – so vielen wie an keiner anderen Hochschule in Deutschland.
Mode, Identität und Abhängigkeiten
Gleich zwei Ausstellungen im Global Heritage Lab der Uni Bonn gehen den Wegen und den Folgen kolonialer Einflüsse nach, aber auch den Verstrickungen darin. Die Ausstellungen sind bis 12. Oktober im P26 zu sehen.
TRA Sustainable Futures
Transdisziplinärer Forschungsbereich "Technologie und Innovation für eine nachhaltige Zukunft"
Wie stark heizen sich die Weltmeere auf?
Die Weltmeere verhalten sich wie ein Thermometer: Wird das Wasser wärmer, dehnt es sich aus und der Meeresspiegel steigt. Forschende aus der Geodäsie an der Universität Bonn können daraus die Erwärmung der Ozeane ableiten. Bei einzelnen Ozeanbecken haben sie mit ihrer Methode deutliche Abweichungen zu Modellberechnungen gefunden – teilweise im zweistelligen Prozentbereich.
Wie Bolsonaros Äußerungen den Regenwald zerstörten
Der ehemalige brasilianische Präsident Jair Bolsonaro hat durch Äußerungen gegen den Waldschutz zur Abholzung beigetragen. Das zeigt eine internationale Studie unter der Leitung der Universität Bonn. Demnach beschleunigte sich die Zerstörung des Amazonas-Regenwaldes dann stark, wenn Bolsonaro und seine Minister Anti-Waldschutz-Botschaften auf Twitter veröffentlicht hatten. Brasiliens Umweltbehörden wurden während Bolsonaros Amtszeit stark geschwächt. Unabhängig davon zeigt die Analyse, dass allein schon ein als geringer wahrgenommenes Bestrafungsrisiko ein relevanter Treiber der Abholzung war. Die Forscher schätzen, dass durch die Kraft der Worte bis zu 1.700 Quadratkilometer Wald zerstört wurden – fast die doppelte Fläche Berlins. Die Ergebnisse wurden im „The Journal of Politics“ veröffentlicht.
Leidet Grünland in vielfältigen Landschaften weniger unter Dürre?
Im Hitzejahr 2018 litten auch Wiesen und Weiden unter der Trockenheit. Ist Grünland in vielfältig gestalteten Landschaften resilienter gegen Ertragsausfälle als in eintönigen Regionen? Forschende der Universität Bonn um Marco Ferro und Prof. Dr. Jan Börner vom Institut für Lebensmittel- und Ressourcenökonomik (ILR) untersuchten im Sonderforschungsbereich 1502 DETECT den Einfluss der Vielfalt von Landschaften auf die Dürretoleranz von Grünland.
UNIPRENEURS zeichnet Denise Fischer-Kreer aus
Für ihr exzellentes Engagement bei Ausgründungen und Unternehmertum erhielt Prof. Dr. Denise Fischer-Kreer eine UNIPRENEURS-Auszeichnung. Die Inhaberin der Professur für Entrepreneurial Behaviour am Institut für Entrepreneurship der Universität Bonn wurde zusammen mit 19 weiteren Professorinnen und Professoren für ihre Förderung von Unternehmertum im Hochschul- und Forschungsbereich in Deutschland geehrt. Die Preisverleihung fand in Berlin statt.
Mehr Nachhaltigkeit bei der Ernährung
In Afrika südlich der Sahara haben Herzkreislauf- und Stoffwechselerkrankungen rapide zugenommen. Wie hängen nachhaltige Ernährungsweisen, die nährstoffreich, umweltfreundlich, erschwinglich und soziokulturell akzeptabel sind, mit kardiometabolischen Erkrankungen zusammen? Ein internationales Forschungsteam um Prof. Dr. Ina Danquah, Hertz-Chair for Innovation for Planetary Health am Transdisziplinären Forschungsbereich „Sustainable Futures” und Direktorin am Zentrum für Entwicklungsforschung der Universität Bonn, hat diese Frage bei ghanaischen Erwachsenen an unterschiedlichen Standorten untersucht.
Wenn der Roboter im Gewächshaus aufs Wort hört
In den Gewächshäusern der Zukunft werden Menschen vermehrt mit Roboter arbeiten. Damit diese Vision Wirklichkeit wird, forscht ein Team um Prof. Dr. Maren Bennewitz von der Universität Bonn gemeinsam mit Partnern aus Taiwan auf Basis von Künstlicher Intelligenz an den Grundlagen. Im Projekt „Learning Expert-Guided Crop Intervention through Human-in-the-Loop LLM Robotics“ - kurz AgriLoop - erforschen die Gruppen aus beiden Ländern, wie Gewächshausroboter künftig durch natürlichsprachliche Interaktion enger mit landwirtschaftlichen Fachleuten zusammenarbeiten können. Das Vorhaben wird auf deutscher Seite durch das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) mit einer Fördersumme von 463.000 Euro für die Bonner Forschung unterstützt. AgriLoop ist ein Partnerprojekt des Exzellenzclusters PhenoRob und im Transdisziplinären Forschungsbereich Sustainable Futures angesiedelt.
Land-Degradierung reduziert Ernteerträge deutlich
Faktoren wie Erosion, Austrocknung und Verdichtung der Böden gefährden die Ernährung weiter Teile der Erdbevölkerung. Das zeigt eine aktuelle Studie der Universitäten Bonn, Minnesota, Basel und der Technischen Universität Hamburg. Ließe sich die von Menschen verursachte Boden-Degradierung um zehn Prozent zurückdrehen, könnten die Anbaugebiete rund um den Globus rein rechnerisch rund 70 Millionen Personen zusätzlich versorgen. Die Ergebnisse sind jetzt in der Zeitschrift Nature Food erschienen.
Asthma: Neuer Wirkmechanismus bremst Entzündungsreaktion
Ein Team der Universität Bonn und des Forschungszentrums Borstel, Leibniz Lungenzentrum (FZB) hat einen bislang unbekannten Wirkmechanismus eines synthetischen Peptids entdeckt, der die überschießende Entzündungsreaktionen bei allergischem Asthma abschwächt. Dabei wird ein zentraler Entzündungsschalter des Immunsystems gezielt gehemmt und eröffnet neue Ansatzpunkte zur Behandlung chronischer Entzündungserkrankungen. Die Ergebnisse wurden nun in der Fachzeitschrift Advanced Science veröffentlicht.
Umweltschutzpolitik verbessert global Ackerland
Durch Erosion, Versalzung oder eine sinkende Zahl von Organismen wie Würmern oder Nutzpilzen kann die Fruchtbarkeit von Böden dramatisch leiden. Vielerorts wurden daher gesetzliche Regeln implementiert, um diese Prozesse aufzuhalten. Eine Studie der Universität Bonn belegt nun, dass sich die Bodenqualität durch diese Maßnahmen in vielen Ländern der Erde verbessert hat. Ob sie wirken, hängt dabei aber ganz zentral von den politischen und institutionellen Rahmenbedingungen ab. Die Ergebnisse sind in der Fachzeitschrift Nature Food erschienen.
Sanfte Schubser für mehr Tierwohl
Sanfte Kaufanreize können bewirken, dass Kundinnen und Kunden öfter zu Lebensmitteln mit höheren Tierhaltungsstandards greifen. In diese Richtung deutet zumindest eine aktuelle Studie an der Universität Bonn. Die Forscherinnen nutzten als „Nudges“ zwei unterschiedliche Plakate zum Tierwohl-Label. Schon jedes Plakat für sich veränderte das Konsumverhalten von Testpersonen, die in einem virtuellen Supermarkt einkauften. Wurden beide Plakate kombiniert, war der Anteil der Produkte mit höheren Tierwohlstandards im Einkaufskorb am höchsten. Weitere Studien müssen noch klären, inwieweit sich die Ergebnisse auf reale Einkaufssituationen übertragen lassen. Die Studie ist im Journal of Behavioral and Experimental Economics erschienen.
Zwei auf einen Streich
Wie lässt sich die Zukunft von gewässernahen Städten des Globalen Südens angesichts von Herausforderungen wie des Klimawandels am besten gestalten? Wie werden Konflikte in verschiedenen Kulturen überwunden? Mit diesen zentralen Fragen befassen sich zwei neue Graduiertenkollegs an der Universität Bonn. Ein Kooperationspartner ist das Universitätsklinikum Bonn (UKB) und mit der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg (H-BRS) auch erstmals eine Hochschule für Angewandte Wissenschaften, die mit einen Antrag stellte. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert die beiden Einrichtungen zur Qualifizierung von Doktorandinnen und Doktoranden in Millionenhöhe. Bundesweit unterstützt die DFG ab Herbst 2026 insgesamt zehn neue Graduiertenkollegs.
Neue Forschungsverbünde stärken Universität Bonn
An der Universität Bonn wird ein neuer Sonderforschungsbereich (SFB) eingerichtet. Das hat die Deutsche Forschungsgemeinschaft bekannt gegeben. Das Verbundprojekt „FoodDiverse“ erforscht die Diversifizierung von Ernährungssystemen. Zudem ist die Universität an einem neuen SFB/Transregio zu Erzählungen aus vormodernen Zeiten und verschiedenen kulturellen Kontexten beteiligt. Zwei bereits bestehende SFB/Transregio werden für eine weitere Förderperiode verlängert. Transregios werden von mehreren antragstellenden Hochschulen gemeinsam getragen.
Vom Rhein in die Tropen
Mit einem kostengünstigen Sensor und dem globalen Navigationssatellitensystem-Interferometrischen Reflektometrie (GNSS-IR) lässt sich der Wasserstand von Flüssen rund um die Uhr überwachen. Per Mobilfunk werden die Pegeldaten automatisch an ein Auswertungszentrum übermittelt. Forschende der Universität Bonn haben das Verfahren vor einigen Jahren entwickelt und am Niederrhein erprobt. Mit Unterstützung der Europäischen Weltraumorganisation ESA (European Space Agency) findet die Messeinrichtung inzwischen auch in Afrika und im asiatisch-pazifischen Raum Anwendung.
Fit für den richtigen Umgang mit Tabletten gegen Krebs
Wie können Krebspatient:innen am besten die Kompetenz erwerben, Informationen über ihre Medikamente zu finden, zu verstehen und daraus die richtigen Handlungen abzuleiten? Die Universitäten Bonn und Köln entwickeln und evaluieren gemeinsam digitale Schulungen für Patient:innen zum richtigen Umgang mit Krebsmedikamenten. Die Deutsche Krebshilfe fördert das Projekt „ANIMATE“ in den nächsten drei Jahren mit mehr als 370.000 Euro. Das Vorhaben startet im Mai.
Weniger Hunger, mehr Umweltprobleme?
In den Ländern Afrikas südlich der Sahara sind viele Menschen unter- oder mangelernährt. Eine Studie der Universitäten Bonn und Ghana zeigt nun, wie wachsender Wohlstand und eine zunehmende Urbanisierung den Speiseplan der Menschen dort beeinflussen. Demnach ernähren sich die wohlhabenderen Bevölkerungsschichten mehr und mehr wie Menschen in den westlichen Industrienationen. Dadurch verbessert sich zwar ihre Versorgung mit wichtigen Nährstoffen. Gleichzeitig steigen die negativen Auswirkungen auf die Umwelt. Die Studie geht auch darauf ein, wie sich diese ökologischen Schäden minimieren lassen. Sie ist in der Zeitschrift „Sustainable Production and Consumption“ erschienen.
KI mit Ortskenntnis
Die Universität Bonn erhält eine neue Emmy-Noether-Gruppe für KI-Methoden. Juniorprofessor Dr. Marc Rußwurm entwickelt KI-Methoden, die unterschiedliche Arten von Geodaten zu einer einheitlichen räumlichen Darstellung zusammenführt. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert die Forschungsgruppe in den nächsten sechs Jahren mit bis zu 1,4 Millionen Euro. Das Emmy Noether-Programm ermöglicht qualifizierten Postdocs sowie befristet beschäftigten Juniorprofessor*innen sich für eine Hochschulprofessur zu qualifizieren.
Zwei Jahre Supercomputer Marvin: Bonner Forschende präsentieren ihre Projekte
Zwei Jahre nach seiner Inbetriebnahme hat die Universität Bonn den Supercomputer Marvin mit einem Community-Event im Forschungs- und Technologiezentrum Detektorphysik (FTD) gefeiert. Forschende aus unterschiedlichen Disziplinen präsentierten Projekte, die mit Hochleistungsrechnen umgesetzt wurden, und nutzten die Veranstaltung zum fachübergreifenden Austausch.
Bonner Haushaltsroboter verteidigen Meistertitel
Das Team NimbRo der Universität Bonn hat in der @Home-Liga des RoboCup German Open seinen Meistertitel erneut souverän verteidigt – mit großem Abstand vor dem Zweitplatzierten. Vom 10. bis 14. März zeigten die Assistenzroboter in Alltagsumgebungen ihre Fähigkeiten. Die Haushaltsroboter verstanden komplexe Sprachkommandos assistenzbedürftiger Personen, navigierten sicher in einer nachgebildeten Wohnung und einem unbekannten Restaurant, lieferten Bestellungen aus und nahmen Wäsche aus der Waschmaschine.
Forschende entwickeln ein ChatGPT für Portugiesisch
Große Sprachmodelle wie ChatGPT sind auf Portugiesisch deutlich weniger leistungsfähig als in Englisch – obwohl beide Sprachen weltweit verbreitet sind. Diese Lücke ist nun mit „GigaVerbo“ geschlossen. Das Team um Dr. Nicholas Kluge Correa vom Center for Science and Thought der Universität Bonn stellt das Projekt nun im Journal „Patterns“ vor. Die Forschenden nutzten hierfür als eine der ersten den neuen Supercomputer „Marvin“ der Bonner Uni. Nicholas Kluge Correa und sein Kollege Aniket Sen sind beide Mitglieder im Transdisziplinären Forschungsbereich „Sustainable Futures“ der Universität Bonn.
Der Schutz des Regenwaldes ist schlecht für die Wirtschaft!?
Gewalt, organisiertes Verbrechen und Gesundheitsprobleme: Diese Themen kommen einem nicht sofort in den Sinn, wenn man an den brasilianischen Regenwald denkt. Die Abholzung der Bäume setzt nicht nur gespeichertes Kohlendioxid frei und dezimiert die Artenvielfalt. Die Zerstörung des Regenwaldes hat viele verschiedene Auswirkungen: Gustavo Magalhães de Oliveira und Yannic Damm vom Institut für Ernährungs- und Ressourcenökonomie der Universität Bonn haben Gewalt und Atemwegserkrankungen als Folgen der Abholzung untersucht. In der neuen Folge des Hypothese-Podcasts diskutieren die Wissenschaftler mit Moderator Denis Nasser die These „Regenwaldschutz ist schlecht für die Wirtschaft“.
Zwei Tage Haferflocken senken Cholesterinspiegel
Eine kurzzeitige Haferkur scheint den Cholesterinspiegel überraschend stark senken zu können. In diese Richtung deutet eine Studie der Universität Bonn, die jetzt in der Zeitschrift Nature Communications erschienen ist. Die Versuchspersonen litten am metabolischem Syndrom - einer Kombination aus Übergewicht, Bluthochdruck sowie erhöhten Blutzucker- und Blutfettwerten. Sie nahmen zwei Tage eine kalorienreduzierte Kost zu sich, die fast ausschließlich aus Haferflocken bestand. Gegenüber einer Kontrollgruppe verbesserten sich ihre Cholesterinwerte daraufhin deutlich. Selbst nach sechs Wochen ließ sich dieser Effekt noch nachweisen. Offenbar beeinflusste die Diät die Zusammensetzung der Mikroorganismen im Darm. Die von ihnen produzierten Stoffwechselprodukte scheinen maßgeblich zu den positiven Wirkungen beizutragen.
Universität Bonn eröffnet eigenen Supermarkt
Die Universität Bonn hat ihren eigenen Supermarkt eröffnet. Ananas, Dosentomaten und Semmelknödel sind dort ordentlich in schwarzen Regalen aufgereiht. Auf 55 Quadratmeter Fläche ist so ziemlich alles für den täglichen Bedarf zu haben. Die “Kundschaft” ist jedoch eine ganz besondere: Es handelt sich um Probandinnen und Probanden, die an wissenschaftlichen Studien teilnehmen. Forschende aus der Lebensmittel- und Ressourcenökonomik, Psychologie, Ökonomie und Verhaltensforschung untersuchen dort, wie sich etwa durch Produktplatzierung und andere Anreize Impulse für einen gesundheits- und nachhaltigkeitsorientierten Einkauf setzen lassen. Auch Roboter zeigen dort ihr Können.
Käse ohne Kuh?
Immer mehr Menschen greifen zu veganen Produkten. Beim Käse jedoch fällt die Umstellung noch schwer. Eine Alternative stellt die Präzisionsfermentation dar, bei der Mikroorganismen Milchproteine herstellen und so echte tierfreie Milchprodukte wie Käse produziert werden können – ganz ohne Kuh. Doch würden Konsumentinnen und Konsumenten einen solchen Käse überhaupt kaufen? Das haben Forscherinnen der Abteilung für Marktforschung der Agrar- und Ernährungswirtschaft der Universität Bonn untersucht. Ihre Studie ist nun im Journal „Food Quality and Preference“ erschienen.
Wie ein Pilz Gewebewucherungen in Mais erzeugt
Wenn der Pilz Ustilago maydis eine Maispflanze befällt, bilden sich am Ort der Infektion tumorähnliche Gewebewucherungen. Wie der Erreger seinen Wirt dazu bringt, war bislang ein Rätsel. Eine aktuelle Studie der Universität Bonn zeigt nun, dass er dazu ein Programm der Pflanze für die Bildung der Seitenwurzeln zweckentfremdet. Die Ergebnisse sind in der Fachzeitschrift New Phytologist erschienen.
ESA-Rekordsumme sorgt bei Forschenden der Uni Bonn für Jubel
Auf ihrer Ratssitzung auf Ministerebene in Bremen, Deutschland, wurden die mit 22,3 Milliarden Euro größten Beiträge in der Geschichte der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) genehmigt. Diese Rekordsumme sorgt auch bei Forschenden der Universität Bonn für Jubel: Denn in der Summe sind auch Mittel für das Erdbeobachtungsprogramm der ESA eingeplant – und davon profitiert der an der Universität Bonn angesiedelte Sonderforschungsbereich (SFB) 1502 „Regionaler Klimawandel: Die Rolle von Landnutzung und Wassermanagement“. Forschende des SFB 1502 sind an der Next Generation Gravity Mission (NGGM) der ESA beteiligt, in deren Rahmen neue Satelliten entwickeln werden, um unter anderem präzise Daten zu den Wasserressourcen der Erde zu liefern.
Jenseits der Biomedizin: Gottheiten und übernatürliche Kräfte
Gesundheitsvorstellungen werden stark durch kulturelle Werte und Normen geprägt, etwa durch religiöse Vorstellungen. In einer zunehmend diverseren Gesellschaft kommen verschiedene Gesundheitsverständnisse zusammen und vermischen sich durch den Austausch. Das haben Kevin Becker und Apl. Prof. Dr. Carsten Butsch vom Geographischen Institut der Universität Bonn, Mitglied im Transdisziplinären Forschungsbereich „Sustainable Futures“, untersucht. Die Ergebnisse sind im Journal Social Science & Medicine erschienen.
Klimaschutz: Wenn über Salat ein Baum wächst
Nur wenn Emissionsminderung und Entnahme von Kohlendioxid (CO2) zusammengedacht werden, kann Deutschland Treibhausgasneutralität bis 2045 erreichen. Das ist das Fazit aus der ersten Phase des Forschungsprogramms CDRterra, an dem mehr als 100 Forschende von 39 Institutionen in zehn Verbundprojekten Potenziale und Risiken der landbasierten CO2-Entnahme in Deutschland untersucht haben. Die Ansätze reichten von der direkten CO2-Abscheidung aus der Luft bis hin zu landwirtschaftlichen Verfahren. Prof. Dr. Eike Lüdeling von der Universität Bonn, Mitglied im Transdisziplinären Forschungsbereich "Sustainable Futures", leitete ein Teilprojekt zur Agroforstwirtschaft. Wir haben den Gartenbau-Wissenschaftler vom Institut für Nutzpflanzenwissenschaften und Ressourcenschutz (INRES) dazu befragt. 
Nachhaltiger Pflanzenschutz hätte global positive Effekte
Was würde passieren, wenn Landwirtinnen und Landwirte rund um den Globus auf nachhaltigen Pflanzenschutz umstellen würden? Eine internationale Studie unter Leitung der Universität Bonn und der ETH Zürich ist dieser Frage nachgegangen. Die Arbeit stützt sich auf die Einschätzung von weltweit über 500 führenden Expertinnen und Experten unterschiedlicher Disziplinen, von der Ökologie bis zu den Wirtschaftswissenschaften. Die meisten Befragten gehen davon aus, dass die Folgen einer solchen Umstellung langfristig positiv wären - selbst aus ökonomischer Perspektive. Welche Effekte überwiegen, variiert aber je nach Weltregion. Die Ergebnisse sind nun in der Zeitschrift „Nature Communications“ erschienen.
Mikroplastik-Filter nach dem Vorbild von Fischmäulern
Abwasser aus Waschmaschinen gilt als bedeutende Quelle für Mikroplastik - winzige Kunststoffpartikel, die im Verdacht stehen, die Gesundheit von Mensch und Tier zu schädigen. Forschende der Universität Bonn haben nun einen neuen Filter entwickelt, der dieses Problem eindämmen könnte. Als Vorbild diente ihnen dabei das Kiemenreusensystem von Fischen. In ersten Tests konnte der inzwischen zum Patent angemeldete Filter mehr als 99 Prozent der Plastikfasern aus dem Abwasser von Waschmaschinen entfernen. Die Ergebnisse sind nun in der Zeitschrift „npj emerging contaminants“ erschienen.
Ansatzpunkt für neue Schmerz- und Krebs-Medikamente
Der menschliche P2X4-Rezeptor spielt bei chronischen Schmerzen, Entzündungen und manchen Krebsarten eine zentrale Rolle. Forschende der Universität Bonn und des Universitätsklinikums Bonn (UKB) haben nun einen Mechanismus aufgeklärt, über den sich der Rezeptor hemmen lässt. Die Resultate ebnen den Weg zur Entwicklung neuer Medikamente. Sie sind nun in der Fachzeitschrift Nature Communications erschienen.

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