Der Exzellenz verpflichtet

Die erfolgreichste Exzellenzuniversität in Deutschland

Seit Sommer 2019 ist die Universität Bonn Exzellenzuniversität. Im Jahr 2025 war sie im Exzellenzwettbewerb von Bund und Ländern (der Exzellenzstrategie, kurz „ExStra“) besonders erfolgreich: Als einzige der damals elf Exzellenzuniversitäten erhielt sie die Förderzusage für acht Exzellenzcluster und gilt damit als erfolgreichste Exzellenzuniversität Deutschlands. Im März 2026 fiel zudem die Entscheidung, die Universität Bonn als eine von zehn deutschen Exzellenzuniversitäten für weitere sieben Jahre (2027–2033) mit Mitteln von Bund und Ländern zu fördern. Mehr darüber, welche Ziele und Vorhaben die Universität Bonn als Exzellenzuniversität verfolgt, erfahren Sie hier.

Eine Grafik mit der Schrift "Zusammen sind WIR exzellent." und eine Reihe von Sternen.
© Uni Bonn
Neues aus der Exzellenzstrategie
Medizin-Nobelpreis 2026: Wie Optogenetik in Bonn zur Netzhautforschung beiträgt
Der diesjährige Nobelpreis für Physiologie oder Medizin geht an Karl Deisseroth, Peter Hegemann und Georg Nagel für ihre grundlegenden Arbeiten zur Optogenetik. Die Methode ermöglicht es, die Aktivität ausgewählter Zellen mithilfe von Licht gezielt zu beeinflussen. Forscher des Universitätsklinikums Bonn (UKB) sowie der Universität Bonn setzen optogenetische Werkzeuge heute unter anderem ein, um menschliche Netzhautzellen zu untersuchen und neue Ansätze zur Wiederherstellung des Sehens zu erforschen.
Geschmolzen vor Kummer: Wie die Antike über Gefühle schrieb
Was bedeutet es, wenn eine Figur vor Liebe oder Kummer „schmilzt“? Wie Emotionen in der antiken Literatur dargestellt werden, untersucht Prof. Dr. Thomas Kuhn-Treichel im Rahmen einer Heisenberg-Förderung an der Universität Bonn. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft ermöglicht mit dem Heisenberg-Programm Forschenden, hochkarätige Projekte zu verwirklichen und damit ihre wissenschaftliche Reputation weiter zu steigern. Thomas Kuhn-Treichel wird ab Oktober 2026 mit rund 830.000 Euro gefördert.
Universität Bonn verbessert sich weiter im THE World University Ranking 2027
Die Universität Bonn hat sich im THE World University Ranking 2027 erneut stark positioniert und erreicht weltweit Platz 89, eine Verbesserung um drei Plätze gegenüber dem Vorjahr. Auch im nationalen Vergleich konnte die Universität deutlich zulegen: In Deutschland steigt sie auf Platz 4 und verbessert sich damit um zwei Ränge. Schon im weltweit beachteten Shanghai-Ranking hatte die Universität Bonn im August, als eine von nur vier deutschen Universitäten, unter den Top 100 der Welt sehr gut abgeschnitten.
Smartphone als Netzhautkamera: Neue Chancen für die globale Augenversorgung
Smartphones könnten künftig eine wichtige Rolle dabei spielen, Augenerkrankungen auch dort frühzeitig zu erkennen, wo spezialisierte augenärztliche Infrastruktur nur eingeschränkt verfügbar ist. Ein internationales Expertenteam unter Federführung des Universitätsklinikums Bonn (UKB) und der Universität Bonn hat nun den weltweiten Stand der Smartphone-basierten Fundusbildgebung umfassend bewertet. Die Forschenden zeigen, welche technischen und klinischen Möglichkeiten bereits heute bestehen, wo die Grenzen der Verfahren liegen und welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen, damit Smartphone-basierte Netzhautbildgebung künftig breiter in Screening-, Triage- und telemedizinische Versorgungsstrukturen integriert werden kann.

Darum geht es bei der „Exzellenzstrategie“

Mit der 2016 beschlossenen und ab 2018 umgesetzten „Exzellenzstrategie des Bundes und der Länder“ soll der Wissenschaftsstandort Deutschland nachhaltig gestärkt und seine internationale Wettbewerbsfähigkeit weiter verbessert werden. Mit dem Förderprogramm wird der Entwicklungsprozess der deutschen Universitäten fortgeführt, der im Rahmen der Exzellenzinitiative (2005–2017) erfolgreich initiiert wurde. Rund eine halbe Milliarde Euro stehen dafür jährlich zur Verfügung, die sich Bund und Länder im Verhältnis drei Viertel zu einem Viertel teilen. Ziel ist es, wissenschaftliche Spitzenleistungen zu fördern, Profile auszubilden und Kooperationen im Wissenschaftssystem zu stärken. Dazu sieht die Exzellenzstrategie zwei Förderlinien vor, in denen Universitäten sich bewerben konnten: 

Was ist ein „Exzellenzcluster“?

Mit dem Instrument Exzellenzcluster sollen international wettbewerbsfähige Forschungsfelder an Universitäten bzw. Universitätsverbünden projektbezogen gefördert werden. In der Förderperiode 2026–2032 werden von insgesamt 70 Projekten bundesweit acht Exzellenzcluster an der Universität Bonn gefördert. Die Förderhöhen der Exzellenzcluster liegen zwischen drei bis zehn Millionen Euro jährlich für sieben Jahre. Danach sind Neu- und Fortsetzungsanträge möglich, wobei die Förderung von Exzellenzclustern auf maximal zwei Förderperioden beschränkt ist.

Was ist eine „Exzellenzuniversität“?

Die Förderlinie Exzellenzuniversitäten der Exzellenzstrategie von Bund und Ländern dient der Stärkung besonders forschungsstarker Universitäten oder Universitätsverbünde und dem Ausbau ihrer internationalen Spitzenstellung. Voraussetzung für die Förderung ist unter anderem die erfolgreiche Einwerbung von mindestens zwei Exzellenzclustern (bzw. drei bei Verbünden) sowie eine positive wissenschaftliche Evaluation, die alle sieben Jahre durchgeführt wird. Die Förderhöhe beträgt antragsabhängig jährlich 10 bis 15 Millionen Euro für einzelne Universitäten und 15 bis 28 Millionen Euro für Universitätsverbünde. In der ersten Förderphase standen insgesamt 148 Millionen Euro pro Jahr für elf Exzellenzstandorte zur Verfügung. Nach der Evaluation im Jahr 2026 werden zehn der bisherigen Standorte ab 01. Januar 2027 für weitere sieben Jahre gefördert; zusätzlich können bis zu fünf neue Exzellenzuniversitäten oder -verbünde in die Förderung aufgenommen werden.

Exzellenzuniversität in Zahlen

  • 2018–2025: einzige deutsche Exzellenzuniversität mit sechs Exzellenzclustern
  • 2026–2032: einzige deutsche Exzellenzuniversität mit acht Exzellenzclustern
  • Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät an fünf Exzellenzclustern beteiligt
  • Fachgruppe Physik allein drei Exzellenzcluster (Astro-, Teilchen- und Quantenphysik)
  • Gesamteinnahmen aus Exzellenzstrategie 2019–2025: 225 Millionen Euro
  • davon für Exzellenzcluster 2019–2025: 120 Millionen Euro
  • Jährliche Einnahmen aus ExStra ab 2026: rund 40 Millionen Euro

Das Zukunftskonzept der Universität Bonn

Mit ihrem Zukunftskonzept hat die Universität Bonn in der vergangenen Förderperiode in der Begutachtung überzeugt und wurde als eine von 15 Exzellenzuniversitäten und -verbünden ausgewählt. Die Ziele dieser Strategie konnte erfolgreich umgesetzt werden: Im Zentrum dieses Zukunftskonzepts stehen die Förderung der transdisziplinären Forschung im Rahmen so genannter Transdisziplinärer Forschungsbereiche (TRA), die Gewinnung exzellenten zusätzlichen exzellenten Personals auf allen Qualifikationsebenen durch High Profile Professorships („We invest in people“), die Knüpfung und Verstärkung wissenschaftlicher Netzwerke („We foster networks“) und den Ausbau des Wissenstransfers und der Wissenschaftskommunikation („We create impact“).

In der neuen Förderperiode wir die Universität Bonn alles daran setzen, weiter in die Spitzengruppe der besten Universitäten weltweit vorzustoßen. In der Exzellenzstrategie setzt das Rektorat unter anderem auf eine noch stärkere Förderung junger wissenschaftlicher Talente mit internationaler Strahlkraft, so genannte „emerging leaders“. Exzellente Forschungsbedingungen, eine starke transdisziplinäre Ausrichtung und konsequente internationale Vernetzung sind weitere Schlüsselfaktoren auf dem Weg in die Weltspitze. Zugleich setzt die Universität auf Qualität und Innovation in Studium und Lehre, auf Investitionen in digitale Infrastruktur sowie auf einen verantwortungsvollen Einsatz von Künstlicher Intelligenz in Forschung, Lehre und Verwaltung. Außerdem will die Universität ihre Transferaktivitäten in Wirtschaft und Gesellschaft weiter ausbauen.

Zwei junge Männer, die in einem Gewächshaus arbeiten./ Two young men working in a greenhouse.
© Volker Lannert/ Uni Bonn

Transdisziplinäre Forschungsbereiche

Sechs Transdisziplinäre Forschungsbereiche (TRAs) decken die ganze Bandbreite des universitären Spektrums ab.

Exzellenzstrategie -  TRAs
© Volker Lannert/Uni Bonn

Exzellenzstrategie

We invest in people, we foster networks, we create impact – das ist unsere Strategie für Exzellenz in Forschung und Lehre.

Eine Wissenschaftlerin und ein Wissenschaftler arbeiten hinter einer Glasfassade und mischen Chemikalien mit Großgeräten.
© Volker Lannert/Uni Bonn

Exzellenzcluster

Die Universität Bonn hat acht Exzellenzcluster, teilweise gemeinsam mit anderen Universitäten und Forschungseinrichtungen.

Eine Wissenschaftlerin und ein Wissenschaftler arbeiten hinter einer Glasfassade und mischen Chemikalien mit Großgeräten.
© Volker Lannert/Uni Bonn

High Profile Professorships

Die hochkarätigen Hertz-, Schlegel- und Argelander-Professuren stärken die exzellenten Arbeitsbereiche unserer Universität.

Eine Rakete die vor der Uni Bonn in die Luft startet (KI-generiert).
© KI-generiert von Gesine Born

Wissens- und Technologietransfer

Im Wissens- und Technologietransfer hat die Universität mit dem Transfercenter enaCom und dem Institut für Entrepreneurship zentrale Instrumente geschaffen, um Erkenntnisse aus der Forschung in Anwendung zu bringen und unternehmerisches Denken zu fördern.

Ein Mann steht im Serverraum und schaut sich die Server an.
© Volker Lannert/Uni Bonn

Digitalisierung

Die campusweite Digitalisierung wurde mit dem Bonn Digital Science Center (DiCe) und dem Supercomputer Marvin vorangetrieben.

Kontakt

Avatar Hoch (Honorary Doctor of Science Waseda University I Honorary Doctor of Science University of St Andrews)

Univ.-Prof. Dr. rer. nat. Michael Hoch (Honorary Doctor of Science Waseda University I Honorary Doctor of Science University of St Andrews)

Rektor der Universität Bonn
Avatar Grunwald Kadow

Prof. Dr. Ilona Grunwald Kadow

Prorektorin für Forschung und Karriereentwicklung
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