Der Exzellenz verpflichtet

Die erfolgreichste Exzellenzuniversität in Deutschland

Seit Sommer 2019 ist die Universität Bonn Exzellenzuniversität. Im Jahr 2025 war sie im Exzellenzwettbewerb von Bund und Ländern (der Exzellenzstrategie, kurz „ExStra“) besonders erfolgreich: Als einzige der damals elf Exzellenzuniversitäten erhielt sie die Förderzusage für acht Exzellenzcluster und gilt damit als erfolgreichste Exzellenzuniversität Deutschlands. Im März 2026 fiel zudem die Entscheidung, die Universität Bonn als eine von zehn deutschen Exzellenzuniversitäten für weitere sieben Jahre (2027–2033) mit Mitteln von Bund und Ländern zu fördern. Mehr darüber, welche Ziele und Vorhaben die Universität Bonn als Exzellenzuniversität verfolgt, erfahren Sie hier.

Neues aus der Exzellenzstrategie
Wi-Wi-Wi – Wie der Wachtelruf Hieroglyphen beeinflusste
In Zeiten von Sprachnachrichten und Videos gerät Schrift leicht in Vergessenheit. Dabei ist sie seit Jahrtausenden zentrales Medium unseres kulturellen Gedächtnisses: Sie speichert Wissen und erzählt Geschichten. Aus einfachen Zeichen entstehen im Kopf ganze Welten – fast wie Kino ohne Popcorn. Gemalt oder in Stein geritzt hält sie erstaunlich lange. Ohne sie wüssten wir wenig über die Vergangenheit. Schon bevor der Mensch lesen konnte, deutete er Zeichen: Er las Tierspuren, orientierte sich an Sternen und erkannte die Tageszeit am Sonnenstand. Den langen Weg zur Schrift beschreibt der Ägyptologe Prof. Ludwig Morenz von der Universität Bonn in seinem neuen Buch.
Gottesbilder, Abhängigkeit und Erdrotation
Welche Denkstrukturen stecken hinter Gottesbildern im Alten Israel? Die Frage untersucht eine neue Forschungsgruppe an der Universität Bonn. Sie wird mit fast zwei Millionen Euro von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert. Sprecher ist Prof. Dr. Jan Dietrich von der Evangelisch-Theologischen Fakultät. Bonner Wissenschaftler:innen sind auch noch an zwei weiteren neuen Forschungsgruppen beteiligt, die sich damit befassen, wie chinesische Technologie-Unternehmen neue Abhängigkeiten schaffen (Politikwissenschaft) und wie sich die Erdrotation noch genauer messen lässt (Geodäsie).
Was ist schon ein Name? - Die unbekannten Gesichter der Geschichte
Die meisten Menschen in der Geschichte bleiben namenlos. Sie erscheinen in Quellen nur als Zahlen, Merkmale oder anonyme Figuren. Ein neues Forschungsprojekt am Exzellenzcluster Bonn Center for Dependency and Slavery Studies (BCDSS) und am Institut für Geschichtswissenschaft (IGW) der Universität Bonn untersucht, wie sich solche namenlosen Personen analysieren und in der Geschichtsschreibung sichtbar machen lassen. Das Projekt wird von der VolkswagenStiftung mit 370.000 Euro gefördert.
Hunderte Gäste erlebten „Exzellenz zum Anfassen“ im P26
Mehrere Hundert Bürgerinnen und Bürger haben am vergangenen Freitag die Gelegenheit genutzt, die Universität Bonn im P26 in der Bonner Innenstadt aus nächster Nähe kennenzulernen. Unter dem Motto „Exzellenz zum Anfassen“ hatte die Universität in ihr Haus des Wissens und der Forschung in der Poststraße 26 eingeladen. Schon in der Ankündigung stand die persönliche Begegnung im Mittelpunkt: Rektor Prof. Dr. Dr. h.c. Michael Hoch, weitere Mitglieder des Rektorats sowie Forschende aus Transdisziplinären Forschungsbereichen und Exzellenzclustern waren vor Ort und standen für Gespräche zur Verfügung. 

Darum geht es bei der „Exzellenzstrategie“

Mit der 2016 beschlossenen und ab 2018 umgesetzten „Exzellenzstrategie des Bundes und der Länder“ soll der Wissenschaftsstandort Deutschland nachhaltig gestärkt und seine internationale Wettbewerbsfähigkeit weiter verbessert werden. Mit dem Förderprogramm wird der Entwicklungsprozess der deutschen Universitäten fortgeführt, der im Rahmen der Exzellenzinitiative (2005–2017) erfolgreich initiiert wurde. Rund eine halbe Milliarde Euro stehen dafür jährlich zur Verfügung, die sich Bund und Länder im Verhältnis drei Viertel zu einem Viertel teilen. Ziel ist es, wissenschaftliche Spitzenleistungen zu fördern, Profile auszubilden und Kooperationen im Wissenschaftssystem zu stärken. Dazu sieht die Exzellenzstrategie zwei Förderlinien vor, in denen Universitäten sich bewerben konnten: 

Was ist ein „Exzellenzcluster“?

Mit dem Instrument Exzellenzcluster sollen international wettbewerbsfähige Forschungsfelder an Universitäten bzw. Universitätsverbünden projektbezogen gefördert werden. In der Förderperiode 2026–2032 werden von insgesamt 70 Projekten bundesweit acht Exzellenzcluster an der Universität Bonn gefördert. Die Förderhöhen der Exzellenzcluster liegen zwischen drei bis zehn Millionen Euro jährlich für sieben Jahre. Danach sind Neu- und Fortsetzungsanträge möglich, wobei die Förderung von Exzellenzclustern auf maximal zwei Förderperioden beschränkt ist.

Was ist eine „Exzellenzuniversität“?

Die Förderlinie Exzellenzuniversitäten der Exzellenzstrategie von Bund und Ländern dient der Stärkung besonders forschungsstarker Universitäten oder Universitätsverbünde und dem Ausbau ihrer internationalen Spitzenstellung. Voraussetzung für die Förderung ist unter anderem die erfolgreiche Einwerbung von mindestens zwei Exzellenzclustern (bzw. drei bei Verbünden) sowie eine positive wissenschaftliche Evaluation, die alle sieben Jahre durchgeführt wird. Die Förderhöhe beträgt antragsabhängig jährlich 10 bis 15 Millionen Euro für einzelne Universitäten und 15 bis 28 Millionen Euro für Universitätsverbünde. In der ersten Förderphase standen insgesamt 148 Millionen Euro pro Jahr für elf Exzellenzstandorte zur Verfügung. Nach der Evaluation im Jahr 2026 werden zehn der bisherigen Standorte ab 01. Januar 2027 für weitere sieben Jahre gefördert; zusätzlich können bis zu fünf neue Exzellenzuniversitäten oder -verbünde in die Förderung aufgenommen werden.

Exzellenzuniversität in Zahlen

  • 2018–2025: einzige deutsche Exzellenzuniversität mit sechs Exzellenzclustern
  • 2026–2032: einzige deutsche Exzellenzuniversität mit acht Exzellenzclustern
  • Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät an fünf Exzellenzclustern beteiligt
  • Fachgruppe Physik allein drei Exzellenzcluster (Astro-, Teilchen- und Quantenphysik)
  • Gesamteinnahmen aus Exzellenzstrategie 2019–2025: 225 Millionen Euro
  • davon für Exzellenzcluster 2019–2025: 120 Millionen Euro
  • Jährliche Einnahmen aus ExStra ab 2026: rund 40 Millionen Euro

Das Zukunftskonzept der Universität Bonn

Mit ihrem Zukunftskonzept hat die Universität Bonn in der vergangenen Förderperiode in der Begutachtung überzeugt und wurde als eine von elf Exzellenzuniversitäten und -verbünden ausgewählt. Die Ziele dieser Strategie konnte erfolgreich umgesetzt werden: Im Zentrum dieses Zukunftskonzepts stehen die Förderung der transdisziplinären Forschung im Rahmen so genannter Transdisziplinärer Forschungsbereiche (TRA), die Gewinnung exzellenten zusätzlichen exzellenten Personals auf allen Qualifikationsebenen durch High Profile Professorships („We invest in people“), die Knüpfung und Verstärkung wissenschaftlicher Netzwerke („We foster networks“) und den Ausbau des Wissenstransfers und der Wissenschaftskommunikation („We create impact“).

In der neuen Förderperiode wir die Universität Bonn alles daran setzen, weiter in die Spitzengruppe der besten Universitäten weltweit vorzustoßen. In der Exzellenzstrategie setzt das Rektorat unter anderem auf eine noch stärkere Förderung junger wissenschaftlicher Talente mit internationaler Strahlkraft, so genannte „emerging leaders“. Exzellente Forschungsbedingungen, eine starke transdisziplinäre Ausrichtung und konsequente internationale Vernetzung sind weitere Schlüsselfaktoren auf dem Weg in die Weltspitze. Zugleich setzt die Universität auf Qualität und Innovation in Studium und Lehre, auf Investitionen in digitale Infrastruktur sowie auf einen verantwortungsvollen Einsatz von Künstlicher Intelligenz in Forschung, Lehre und Verwaltung. Außerdem will die Universität ihre Transferaktivitäten in Wirtschaft und Gesellschaft weiter ausbauen.

Zwei junge Männer, die in einem Gewächshaus arbeiten./ Two young men working in a greenhouse.
© Volker Lannert/ Uni Bonn

Transdisziplinäre Forschungsbereiche

Sechs Transdisziplinäre Forschungsbereiche (TRAs) decken die ganze Bandbreite des universitären Spektrums ab.

Exzellenzstrategie -  TRAs
© Volker Lannert/Uni Bonn

Exzellenzstrategie

We invest in people, we foster networks, we create impact – das ist unsere Strategie für Exzellenz in Forschung und Lehre.

Eine Wissenschaftlerin und ein Wissenschaftler arbeiten hinter einer Glasfassade und mischen Chemikalien mit Großgeräten.
© Volker Lannert/Uni Bonn

Exzellenzcluster

Die Universität Bonn hat acht Exzellenzcluster, teilweise gemeinsam mit anderen Universitäten und Forschungseinrichtungen.

Eine Wissenschaftlerin und ein Wissenschaftler arbeiten hinter einer Glasfassade und mischen Chemikalien mit Großgeräten.
© Volker Lannert/Uni Bonn

High Profile Professorships

Die hochkarätigen Hertz-, Schlegel- und Argelander-Professuren stärken die exzellenten Arbeitsbereiche unserer Universität.

Eine Rakete die vor der Uni Bonn in die Luft startet (KI-generiert).
© KI-generiert von Gesine Born

Wissens- und Technologietransfer

Im Wissens- und Technologietransfer hat die Universität mit dem Transfercenter enaCom und dem Institut für Entrepreneurship zentrale Instrumente geschaffen, um Erkenntnisse aus der Forschung in Anwendung zu bringen und unternehmerisches Denken zu fördern.

Ein Mann steht im Serverraum und schaut sich die Server an.
© Volker Lannert/Uni Bonn

Digitalisierung

Die campusweite Digitalisierung wurde mit dem Bonn Digital Science Center (DiCe) und dem Supercomputer Marvin vorangetrieben.

Kontakt

Avatar Hoch

Prof. Dr. Dr. h. c. Michael Hoch

Rektor der Universität Bonn
Avatar Grunwald Kadow

Prof. Dr. Ilona Grunwald Kadow

Prorektorin für Forschung und Karriereentwicklung
Wird geladen