Vergangene Welten - Zeitgenössische Fragen. Kulturen in Zeit und Raum

Die TRA Present Pasts erforscht aus transdisziplinärer Perspektive vergangene kulturelle, politische, soziale und ökonomische Konstellationen in umfassender geografischer Breite und historischer Tiefe. Im Fokus der TRA stehen insbesondere die Wechselbeziehungen zwischen tagesaktuellen Herausforderungen und Prozessen sowie Verhandlungen vergleichbarer Phänomene in der Vergangenheit. Das aus einem solchen komparativ-historischen Zugriff generierte Wissen über die Funktionsweisen von Kulturen kann zu einem besseren Verständnis der Gegenwart beitragen.

Die Inter- und Transdisziplinarität der TRA Present Pasts sowie ihre Forschungsfelder Heritage und Kommunikation verbinden die unterschiedlichen Traditionen und Strukturen der vielfältigen Fachkulturen an der Universität Bonn und dienen insbesondere der Vernetzung der „Kleinen Fächer“. Als Forschungsinfrastruktur bündeln die universitären Sammlungen die unterschiedlichen Dimensionen der Forschungsfelder in historischen und gegenwartsbezogenen Kontexten und Prozessen.

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© Bialek/Uni Bonn
Eine Wissenschaftlerin und ein Wissenschaftler arbeiten hinter einer Glasfassade und mischen Chemikalien mit Großgeräten.
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Eine Wissenschaftlerin und ein Wissenschaftler arbeiten hinter einer Glasfassade und mischen Chemikalien mit Großgeräten.
© Markus Winkler on unsplash

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© Paul Basu

Hertz-Professur "Global Heritage"

Wir freuen uns, Prof. Dr. Paul Basu seit dem 01.06.2022 als Hertz-Professor in der TRA Present Pasts begrüßen zu dürfen. Der international renommierte Anthropologe, Kurator und Spezialist für kritisches Erbe hatte zuvor Professuren an der SOAS University of London und am University College London inne. Seine Forschungs- und Lehrtätigkeit konzentriert sich auf die Überschneidungen von materieller Kultur, kulturellem Gedächtnis und Migrationen von Menschen, Dingen und historischen Narrativen.

In den letzten 20 Jahren lag sein regionaler Schwerpunkt in Westafrika. Er hat intensiv mit Museumssammlungen und Archiven gearbeitet, oftmals unter Einbezug lokaler Gemeinschaften, um historische Materialien und Kenntnisse, die in europäischen Institutionen verwahrt werden, wieder zugänglich zu machen. Vor kurzem leitete er das sehr erfolgreiche Projekt Museum Affordances / [Re:]Entanglements.

An der Universität Bonn wird Paul Basu ein "Global Heritage Lab" einrichten. Dieses wird eine Plattform für das Experimentieren mit dekolonialen Ansätzen in der Kulturerbeforschung bieten und erforschen, welche Lehren wir aus der Vergangenheit ziehen können, wenn wir uns mit den drängenden Fragen unserer Zeit auseinandersetzen und versuchen, uns eine nachhaltigere und gerechtere Zukunft für den Planeten vorzustellen.

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© Maximilian Mayer

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Pressemitteilungen
Ankommen im neuen Lebensabschnitt

Für viele junge Erwachsene beginnt in den kommenden Wochen ein neuer Lebensabschnitt: Mit Beginn des Wintersemesters starten sie ihr Studium an der Universität Bonn. Aus diesem Anlass lädt die Uni alle Erstsemester zu einer Welcome-Veranstaltung ein. Bei vielen Informations- und Mitmachangeboten können die Studierenden alles rund um Studium und Leben in Bonn erfahren. Bei einer abschließenden Party im Hauptgebäude besteht außerdem Raum, um erste Kontakte zu knüpfen.

Neues von Macht und Herrschaft

Macht und Herrschaft prägen das menschliche Zusammenleben durch alle Epochen hindurch. Wie Herrschaftsordnungen und ihre Kommunikationsformen in vormodernen Zeiten vor allem unter den Eliten aussahen – damit beschäftigt sich das neue Zentrum „Macht und Herrschaft“ der Universität Bonn. In einer Ringvorlesung geben die Forschenden Einblicke in ihre Arbeit. Den Auftakt macht am Montag, 17. Oktober um 18.15 Uhr Leiter Prof. Dr. Matthias Becher anlässlich der feierlichen Eröffnung des Zentrums. Zu seinem Vortrag sind Medien und alle Interessierten in Hörsaal I des Universitätshauptgebäudes eingeladen; es folgt ein Empfang im Café Unique. Die Veranstalter bitten um Anmeldung bis zum 27. September an macht.herrschaft@uni-bonn.de. Ab dem 15. November findet die Vorlesung bis Ende Januar immer dienstags um 18.15 Uhr in Hörsaal XIII des Hauptgebäudes statt.

Konferenz zu Krieg und Gewalt in der Vormoderne

Krieg und Gewalt gehören zu den elementarsten Phänomenen der Menschheitsgeschichte. Die kulturspezifischen Ausprägungen von Gewalt, dem Bestandteil des Krieges, wurden bisher jedoch nur wenig systematisch untersucht. Bei einer internationalen Konferenz an der Universität Bonn beschäftigen sich jetzt Forschende mit den Wechselwirkungen zwischen Kriegsgewalt und Gesellschaft in unterschiedlichen Kulturen der Vormoderne. Ziel ist es, mehr über die damaligen Gesellschaftsnormen zu erfahren und den Blick dafür zu schärfen, wodurch unsere heutigen Einstellungen zu Krieg und Gewalt geprägt sind. Die englischsprachige Konferenz findet vom 31. August bis 3. September im Universitätsclub, Konviktstraße 9, und digital über Zoom statt.

Die bewegende Kraft der Wärme

Der Physiker Rudolph Clausius zählt zu den herausragendsten Köpfen der Naturwissenschaften des 19. Jahrhunderts. Er gilt auch als weiser Vordenker der Nachhaltigkeit. Zwei Jahrzehnte war Clausius Professor für Physik an der Universität Bonn. Das Universitätsmuseum zeigt bis zum 23. Dezember 2022 eine Ausstellung aus Anlass seines 200. Geburtstages.

Kontakt

Avatar Alings

Dr. Kim Alings

Stabsstelle für strategische Entwicklung und Qualitätssicherung

+49 151 464 767 44

Sprecher*innen

Prof. Dr. Matthias Becher

Institut für Geschichtswissenschaft

Prof. Dr. Karoline Noack

Institut für Archäologie und Kulturanthropologie

Die sechs TRAs: das Forschungsprofil der Universität Bonn

Innovationsräume in Forschung und Lehre – lesen Sie hier mehr zu den sechs Transdisziplinären Forschungsbereiche (Transdisciplinary Research Areas, TRAs) der Universität Bonn.

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