Vergangene Welten - Zeitgenössische Fragen. Kulturen in Zeit und Raum

Die TRA Present Pasts erforscht aus transdisziplinärer Perspektive vergangene kulturelle, politische, soziale und ökonomische Konstellationen in umfassender geografischer Breite und historischer Tiefe. Im Fokus der TRA stehen insbesondere die Wechselbeziehungen zwischen tagesaktuellen Herausforderungen und Prozessen sowie Verhandlungen vergleichbarer Phänomene in der Vergangenheit. Das aus einem solchen komparativ-historischen Zugriff generierte Wissen über die Funktionsweisen von Kulturen kann zu einem besseren Verständnis der Gegenwart beitragen.

Die Inter- und Transdisziplinarität der TRA Present Pasts sowie ihre Forschungsfelder Heritage und Kommunikation verbinden die unterschiedlichen Traditionen und Strukturen der vielfältigen Fachkulturen an der Universität Bonn und dienen insbesondere der Vernetzung der „Kleinen Fächer“. Als Forschungsinfrastruktur bündeln die universitären Sammlungen die unterschiedlichen Dimensionen der Forschungsfelder in historischen und gegenwartsbezogenen Kontexten und Prozessen.

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© Bialek/Uni Bonn
Eine Wissenschaftlerin und ein Wissenschaftler arbeiten hinter einer Glasfassade und mischen Chemikalien mit Großgeräten.
© Uni-Bonn

Über die TRA

 
Mission, Ziele, Organisation

Eine Wissenschaftlerin und ein Wissenschaftler arbeiten hinter einer Glasfassade und mischen Chemikalien mit Großgeräten.
© Abt. Vor- & Frühgeschichtl. Archäologie

Forschung

 
Profil, Bereiche, Auszeichnungen 

Eine Wissenschaftlerin und ein Wissenschaftler arbeiten hinter einer Glasfassade und mischen Chemikalien mit Großgeräten.
© BASA Museum

Angebote

Veranstaltungen

Eine Wissenschaftlerin und ein Wissenschaftler arbeiten hinter einer Glasfassade und mischen Chemikalien mit Großgeräten.
© SFB 1167

Netzwerk

Mitglieder, Partner

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© Paul Basu

Hertz-Professur "Global Heritage"

Wir freuen uns, Prof. Dr. Paul Basu seit dem 01.06.2022 als Hertz-Professor in der TRA Present Pasts begrüßen zu dürfen. Der international renommierte Anthropologe, Kurator und Spezialist für kritisches Erbe hatte zuvor Professuren an der SOAS University of London und am University College London inne. Seine Forschungs- und Lehrtätigkeit konzentriert sich auf die Überschneidungen von materieller Kultur, kulturellem Gedächtnis und Migrationen von Menschen, Dingen und historischen Narrativen.

In den letzten 20 Jahren lag sein regionaler Schwerpunkt in Westafrika. Er hat intensiv mit Museumssammlungen und Archiven gearbeitet, oftmals unter Einbezug lokaler Gemeinschaften, um historische Materialien und Kenntnisse, die in europäischen Institutionen verwahrt werden, wieder zugänglich zu machen. Vor kurzem leitete er das sehr erfolgreiche Projekt Museum Affordances / [Re:]Entanglements.

An der Universität Bonn wird Paul Basu ein "Global Heritage Lab" einrichten. Dieses wird eine Plattform für das Experimentieren mit dekolonialen Ansätzen in der Kulturerbeforschung bieten und erforschen, welche Lehren wir aus der Vergangenheit ziehen können, wenn wir uns mit den drängenden Fragen unserer Zeit auseinandersetzen und versuchen, uns eine nachhaltigere und gerechtere Zukunft für den Planeten vorzustellen.

Werden Sie Mitglied in der TRA Present Pasts und profitieren Sie von unserem Netzwerk und unseren Fördermöglichkeiten!


Aktuelles

Ausschreibung: Wissenschaftlichen Mitarbeiter*in (TV-L 13, 100%)

Innerhalb des von der TRA 5 finanzierten und von Prof. Münch (Kunstgeschichte) und Prof. Noack (Ethnologie) geleiteten Projekts des „Open Museum“ wird zum nächstmöglichen Zeitpunkt zunächst befristet für 18 Monate die Stelle einer*s Wissenschaftlichen Mitarbeiter*in für die Betreuung und Weiterentwicklung des Datenbanksystems der Museen und Sammlungen der Universität Bonn gesucht, die innerhalb des Bonn Center for Digital Humanities (BCDH) angesiedelt ist.

Ausschreibung: Forschungsmanager*in (100%)

Die neu besetzte Hertz-Professur des Transdisziplinären Forschungsbereichs TRA 5 „Present Pasts“ sucht ab so-fort unbefristet eine*n Forschungsmanager*in. Der/die Forschungsmanager*in wird zur Entwicklung des neuen Global Heritage Lab beitragen, das als Teil der TRA Present Pasts eingerichtet wird. Das "Lab" wird einen innovativen neuen Raum für transdisziplinäre und transkulturelle kritische Kulturerbenforschung bieten, einschließlich der Erprobung von Ausstellungsmethoden und dekolonialen Methoden. Der/die Forschungsmanager*in wird insbesondere eine wichtige Rolle bei der Stär-kung der Kapazitäten des Labors als Plattform für extern finanzierte nationale und internationale Forschungskooperationen spielen.

Call for Papers: ERZÄHLTHEORIEN BESONDERER DINGE. ALTER UND ZEIT (Workshop 17. – 19. 11. 2022)

Im Rahmen des Workshops sollen erzähltheoretische und kommunikationssoziologische Überlegungen diachron und interdisziplinär im Sinne des Thing Turns nach Bruno Latour auf die Dinge angewendet werden. In einem komparativen Zugriff können dadurch diejenigen Narrative und Kommunikationsstrukturen globalhistorisch und epochenübergreifend untersucht werden, die gewissen Dingen eine herausgehobene Stellung verleihen.

Bitte senden Sie ein Abstract (max. eine Seite) für einen circa 25minütigen Vortrag bis zum 19. Juni 2022 an: Workshop@uni-bonn.de.


Pressemitteilungen
Zentrum für Versöhnungsforschung feierlich eröffnet

Covid-19, Klimawandel, Populismus und nicht zuletzt der Ukraine-Krieg machen die Frage, wie und ob Versöhnung möglich ist, hochaktuell und relevant. Das neue Bonner Zentrum für Versöhnungsforschung der Universität Bonn bündelt gemeinsam mit Partnerorganisationen Forschungsaktivitäten zu diesem Thema. Ziel ist es, Versöhnungspraktiken interdisziplinär und vergleichend in unterschiedlichen kulturellen, sozialen und regionalen Kontexten zu analysieren. Im Festsaal der Universität ist das Zentrum jetzt feierlich eröffnet worden.

Früher Urbanismus im Amazonasgebiet gefunden

Mehrere hundert Siedlungen aus der Zeit zwischen 500 und 1400 nach Christus liegen in der bolivianischen Mojos-Ebene und faszinieren seit Jahren Archäologinnen und Archäologen. Die Ausmaße der größten bislang bekannten Siedlung dieser sogenannten Casarabe-Kultur haben jetzt Forschende des Deutschen Archäologischen Instituts, der Universität Bonn und der Universität Exeter sichtbar gemacht. Ihre Kartierungen mit der Lasertechnologie LIDAR deuten darauf hin, dass es sich um einen frühen Urbanismus mit geringer Bevölkerungsdichte handelt – der bislang einzige bekannte Fall aus dem Amazonas-Tiefland. Die Ergebnisse werfen ein neues Licht darauf, wie global verbreitet und vielfältig frühes urbanes Leben war und wie frühere Gesellschaften im Amazonasgebiet gelebt haben. Die Studie ist in der Fachzeitschrift Nature erschienen.

Die Wüste lebt wie nie zuvor

Am 22. Mai 2022 wird das erneuerte Wüstenhaus der Botanischen Gärten der Uni Bonn für Besucherinnen und Besucher geöffnet. Die Botanischen Gärten der Uni Bonn sind an diesem Tag der Artenvielfalt von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

Athene und Zeus jetzt in der Römerstraße

Während der Generalsanierung des Akademischen Kunstmuseums der Universität Bonn kann die Antikensammlung im Ausweichquartier in der Römerstraße 164 besucht werden. Dort wird der neue Sitz der Götter von Athene bis Zeus am Sonntag, 15. Mai 2022, 11 Uhr, eröffnet.

Kontakt

Avatar Alings

Dr. Kim Alings

Stabsstelle für strategische Entwicklung und Qualitätssicherung

+49 151 464 767 44

Sprecher*innen

Prof. Dr. Matthias Becher

Institut für Geschichtswissenschaft

Prof. Dr. Karoline Noack

Institut für Archäologie und Kulturanthropologie

Die sechs TRAs: das Forschungsprofil der Universität Bonn

Innovationsräume in Forschung und Lehre – lesen Sie hier mehr zu den sechs Transdisziplinären Forschungsbereiche (Transdisciplinary Research Areas, TRAs) der Universität Bonn.

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