Pressemitteilungen 2026
Gute Nachrichten, falsche Erwartungen? Wie Menschen Renditechancen am Aktienmarkt einschätzen
Nicht nur Privatanleger, sondern auch Finanzprofis schätzen die Renditechancen am Aktienmarkt oft anders ein, als es gängige finanzökonomische Modelle vorhersagen. Das zeigt eine Studie unter Beteiligung des Exzellenzclusters ECONtribute der Universitäten Bonn und zu Köln. Dahinter stehen unterschiedliche Vorstellungen darüber, wie Unternehmensnachrichten in Aktienkurse einfließen und was sie für zukünftige Renditen bedeuten. Die Studie wurde unter dem Titel „Mental Models of the Stock Market“ im renommierten Fachjournal The Quarterly Journal of Economics veröffentlicht.
25 Jahre Ägyptisches Museum der Universität Bonn
An die Eröffnung des Ägyptischen Museums der Universität Bonn vor 25 Jahren wird mit einer Sonderausstellung unter dem Titel „25 Jahre in 25 Objekten!“ erinnert. Die Schau mit einem Rückblick auf ein Vierteljahrhundert Museumsgeschichte wird am 22. Juli 2026 eröffnet und kann bis zum 15. März 2027 besucht werden. Die 25 ausgewählten Exponate "repräsentieren markante Ereignisse der Museumsgeschichte sowie das Aufgabenspektrum, die öffentlichen Aktivitäten, das Selbstverständnis und die Vernetzung dieses modernen Universitätsmuseums“, erklärt Dr. phil. habil. Frank Förster, Kurator des Ägyptischen Museums.
Gutachten "Umwelt prägt Sicherheit" erschienen
Globale Umweltveränderungen wie Klimawandel, Biodiversitätsverlust und Umweltverschmutzung sind nicht nur ökologische Herausforderungen. Sie berühren auch Fragen von Sicherheit, gesellschaftlicher Stabilität und internationalem Frieden. Zu diesem Ergebnis kommt der Wissenschaftliche Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU) in seinem neuen Teilgutachten „Umwelt prägt Sicherheit“, das jetz als erstes Kapitel des Hauptgutachtens „Sicherheit – nachhaltig und integriert“ veröffentlicht worden ist. Federführend am Verfassen beteiligt war Prof. Dr. Anna-Katharina Hornidge, Professorin an der Universität Bonn und Direktorin des German Institute of Development and Sustainability (IDOS).
Liquid Archive oder Welche Erinnerungen bewahrt das Wasser?
Unter dem Ausstellungstitel „Liquid Archive“ werden Film- und Fotoarbeiten der Künstlerin Jasmine Togo-Brisby aus Australien und Neuseeland präsentiert. „Welche Erinnerungen bewahrt das Wasser?“ So lautet die Ausgangsfrage des zweiten Kapitels von „Pflanzenwissen“, das laufende Forschungs- und Ausstellungsprojekt im Global Heritage Lab. Dort ist „Liquide Archive“ noch bis zum 6. September 2026 zu sehen.
Andreas Pinkwart übernimmt Seniorprofessur für Strategic Entrepreneurship an der Universität Bonn
Zum 1. Oktober 2026 übernimmt Prof. Dr. Andreas Pinkwart eine neue Seniorprofessur für „Strategic Entrepreneurship“ an der Universität Bonn. In dem Rahmen wird er das Rektorat bei der Weiterentwicklung des Strategischen Transfers begleiten. Damit gewinnt die Exzellenzuniversität Bonn eine der profiliertesten Persönlichkeiten an der Schnittstelle von Wissenschaft, Innovation, Unternehmertum und Politik.
Globale Studie: Die meisten Menschen kooperieren
Menschen auf der ganzen Welt sind kooperativer, als wir glauben. Das zeigt eine neue Studie im renommierten Wissenschaftsjournal Science, die Prof. Dr. Armin Falk, Professor an der Universität Bonn, gemeinsam mit Prof. Teodora Boneva (Universität Bonn), Prof. Peter Andre (Goethe-Universität Frankfurt) und Prof. Dr. Felix Chopra (Frankfurt School of Finance) verfasst hat.
Zwei auf einen Streich
Wie lässt sich die Zukunft von gewässernahen Städten des Globalen Südens angesichts von Herausforderungen wie des Klimawandels am besten gestalten? Wie werden Konflikte in verschiedenen Kulturen überwunden? Mit diesen zentralen Fragen befassen sich zwei neue Graduiertenkollegs an der Universität Bonn. Ein Kooperationspartner ist das Universitätsklinikum Bonn (UKB) und mit der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg (H-BRS) auch erstmals eine Hochschule für Angewandte Wissenschaften, die mit einen Antrag stellte. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert die beiden Einrichtungen zur Qualifizierung von Doktorandinnen und Doktoranden in Millionenhöhe. Bundesweit unterstützt die DFG ab Herbst 2026 insgesamt zehn neue Graduiertenkollegs.
NRW-Akademie: Drei neue Mitglieder von der Uni Bonn
Die Nordrhein-Westfälische Akademie der Wissenschaften und Künste hat bei ihrer Jahresfeier elf neue Mitglieder in ihre Reihen aufgenommen. Darunter sind von der Universität Bonn der Finanzmarktökonom Prof. Hendrik Hakenes, Germanistin Prof. Claudia Wich-Reif und Soziologin Prof. Anna-Katharina Hornidge. Die insgesamt vier Frauen und sieben Männer zeichnen sich in ihren Fachgebieten durch herausragende Forschungsarbeit und künstlerische Exzellenz aus. 
Warum CEOs immer älter werden
Ein Forscherteam der Universitäten Bonn und Princeton zeigt in einem neuen Diskussionspapier, dass Führungskräfte in den USA heute deutlich später in Spitzenpositionen gelangen als noch vor zwei Jahrzehnten. Das höhere Antrittsalter als Geschäftsführer ist insbesondere außerhalb der großen börsennotierten Unternehmen zu beobachten. Die Forscher führen die Entwicklung darauf zurück, dass Unternehmen heute breites Wissen und vielfältige Fähigkeiten von ihren CEOs verlangen.
Anarchie bestimmt die internationalen Beziehungen!?
Das Seufzen und Klagen über das Ende der regelbasierten Weltordnung ist nicht zu überhören und weit verbreitet. Rechtsexpertinnen und Volkswirte, Politikerinnen und Militärs, nicht zuletzt Lobbyisten und NGO-Vertreterinnen, sie alle leiden am Ende der alten Weltordnung, wie sie sich seit Gründung der Vereinten Nationen im Jahr 1945 entwickelt haben soll. Dr. Hendrik Ohnesorge stellt diese Gedankenführung vom Kopf auf die Füße – und erklärt, dass es strukturell nie anders war.
Gottesbilder, Abhängigkeit und Erdrotation
Welche Denkstrukturen stecken hinter Gottesbildern im Alten Israel? Die Frage untersucht eine neue Forschungsgruppe an der Universität Bonn. Sie wird mit fast zwei Millionen Euro von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert. Sprecher ist Prof. Dr. Jan Dietrich von der Evangelisch-Theologischen Fakultät. Bonner Wissenschaftler:innen sind auch noch an zwei weiteren neuen Forschungsgruppen beteiligt, die sich damit befassen, wie chinesische Technologie-Unternehmen neue Abhängigkeiten schaffen (Politikwissenschaft) und wie sich die Erdrotation noch genauer messen lässt (Geodäsie).
Wo Europa digital abhängig ist
Von Computerchips über Cloud-Computing bis hin zur Künstlichen Intelligenz: Deutschland und Europa wollen unabhängiger von digitalen Technologien aus dem Ausland werden, indem eigene Innovationen vorangetrieben werden sollen. Das Center for Advanced Security, Strategic and Integration Studies (CASSIS) der Universität Bonn in Kooperation mit dem Vodafone Institut für Gesellschaft und Kommunikation, Vodafones europäischer Think Tank, nehmen nun im Rahmen eines Policy Briefs das digitale Handelsdefizit Europas in den Blick. Sie zeigen auf, wie versteckte Handelsabhängigkeiten von den USA und China die Wirksamkeit aktueller europäischer Strategien grundlegend in Frage stellen.
Europas Zukunft im Weltraum
Welche Bedeutung kommt dem Weltraum für unser Leben auf der Erde zu? Wie kann Europa seine führende Rolle in der Raumfahrt langfristig sichern? Und welchen Nutzen ziehen die Menschen in Europa aus den zukünftigen Entwicklungen im All? Ohne Weltraumtechnologien geht fast nichts mehr: Internet, Navigationssysteme, die Stabilität unserer Stromnetze und sogar Bargeldabhebungen hängen davon ab. Unter der Schirmherrschaft der stellvertretenden Ministerpräsidentin Mona Neubaur findet an der Universität Bonn dienstags von 18:00 bis 20:00 Uhr im Hörsaal 1 auf dem Campus Poppelsdorf die Ringvorlesung „Europas Zukunft im Weltraum“ statt. Start ist am 14. April.
Pflanzenwissen
Die Ausstellungsreihe 'Pflanzenwissen – Ökologien des Erinnerns und Handelns' zeigt ab dem 19. März 2026 im Global Heritage Lab der Universität Bonn, wie unsere Beziehungen zu Pflanzen, Ökosystemen und Gewässern historisch gewachsen sind. Die Ausstellung eröffnet Perspektiven für neue Formen des Zusammenlebens und der Wissensproduktion, um nachhaltiges Handeln und achtsames Zusammenleben mit Pflanzen und Umwelt anzuregen. Sie schafft einen Lern- und Begegnungsraum an der Schnittstelle von Kunst, Wissenschaft und Stadtgesellschaft. “Pflanzenwissen” umfasst vier auf einander folgende Kapitel. Der Auftakt ist vom 19. März bis zum 7. Juni 20226 im Global Heritage Lab zu sehen. Die Ausstellung wird am 19. März 2026 um 18.00 Uhr im Global Heritage Lab eröffnet.
Was ist schon ein Name? - Die unbekannten Gesichter der Geschichte
Die meisten Menschen in der Geschichte bleiben namenlos. Sie erscheinen in Quellen nur als Zahlen, Merkmale oder anonyme Figuren. Ein neues Forschungsprojekt am Exzellenzcluster Bonn Center for Dependency and Slavery Studies (BCDSS) und am Institut für Geschichtswissenschaft (IGW) der Universität Bonn untersucht, wie sich solche namenlosen Personen analysieren und in der Geschichtsschreibung sichtbar machen lassen. Das Projekt wird von der VolkswagenStiftung mit 370.000 Euro gefördert.
Wie man Desinformation enttarnt: Tipps vom Cybersicherheits-Fachmann
Ende März kommen auf dem Campus Poppelsdorf der Universität Bonn Fachleute aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik zusammen, um über eines der drängendsten Themen der digitalen Gegenwart zu diskutieren: die gezielte Verbreitung von Desinformation. Der „Bonner Dialog für Cybersicherheit“ findet am Donnerstag, 26. März 2026, von 17:30 bis 20:30 Uhr im Hörsaal 1, Campus Poppelsdorf, Universität Bonn, Friedrich-Hirzebruch-Allee 5, 53115 statt. Die Veranstaltung ist öffentlich, Gäste sind willkommen (Anmeldelink siehe unten!). Aus diesem Anlass gibt ein Bonner Professor Tipps, wie man im Netz "Fakes" von Fakten unterscheiden kann.
Universität Bonn auf der German Robotics Conference vertreten
Die Universität Bonn war auf der 2. German Robotics Conference in Köln prominent vertreten. Die Konferenz wurde vom Robotics Institute Germany (RIG) organisiert und brachte führende Stimmen aus Politik, Wissenschaft, Industrie und Start-ups zusammen, um Forschung, Innovation und Technologietransfer in der Robotik weiter zu stärken. Mit dabei waren unter anderem die Prorektorin für Digitalisierung und Informationsmanagement der Universität Bonn, Prof. Dr. Maren Bennewitz, sowie Rektor Prof. Dr. Dr. h.c. Michael Hoch. Zahlreiche Forschende der Universität präsentierten zudem ihre Arbeiten und Robotersysteme. Auch zu einem Austausch mit der Bundesministerin für Forschung, Technologie und Raumfahrt, Dorothee Bär, kam es auf der Konferenz. Die starke Präsenz auf der Konferenz unterstreicht die Bedeutung der Universität Bonn als einen der forschungsstärksten Standorte für Robotik in Deutschland.
Wie real muss ein Supermarkt sein?
Forschende der Universität Bonn haben in einer Übersichtsstudie untersucht, mit welchen Methoden das Verbraucherverhalten in Supermärkten erforscht wird.
Senatsvorsitzende Cornelia Richter verabschiedet
Der scheidende Senat der Universität Bonn hat in seiner letzten Sitzung seine bisherige Vorsitzende, Prof. Dr. Cornelia Richter, verabschiedet. Sie stand dem Gremium seit dem Sommersemester 2024 vor. Im Herbst 2025 wurde die evangelische Theologin, die nicht nur die erste Frau im Senatsvorsitz, sondern von 2020 bis 2024 auch die erste Dekanin ihrer Fakultät war, zur ersten Bischöfin an die Spitze der Evangelische Kirche Augsburgischen Bekenntnisses (A.B.) in Österreich gewählt. Am 8. November 2025 war sie feierlich in dieses Amt eingeführt worden.
Der Netzwerker Heinrich von Kleist
Welche sozialen, politischen und ästhetischen Einflüsse hatten die Netzwerke des deutschen Schriftstellers Heinrich von Kleist? Dieser Frage geht nun ein internationales Forschungsprojekt mit Beteiligung der Universitäten Bonn und St. Andrews nach.
Sanfte Macht und charismatische Führung
Ursprung, Entwicklung und Bedeutung von Soft Power und charismatischer Führung in den deutsch-amerikanischen Beziehungen sind Thema der neuesten Veröffentlichung des Bonner Politikwissenschaftlers Hendrik W. Ohnesorge. Er veröffentlicht hiermit seine Habilitationsschrift, mit der Ohnesorge über fünf Jahrhunderte der transatlantischen Beziehungen bis in die jüngste Zeit hinein untersucht.
Lehren aus der Ahrtalflut
Neues sozialwissenschaftliches Forschungsprojekt SOZIAHR der Universität Bonn untersucht die mittel- bis langfristigen Herausforderungen der Flutkatastrophe im Ahrtal von 2021, unterstützt von der TRA Individuen, Institutionen und Gesellschaften, sowie gefördert von der Mercator-Stiftung.
Universität Bonn eröffnet eigenen Supermarkt
Die Universität Bonn hat ihren eigenen Supermarkt eröffnet. Ananas, Dosentomaten und Semmelknödel sind dort ordentlich in schwarzen Regalen aufgereiht. Auf 55 Quadratmeter Fläche ist so ziemlich alles für den täglichen Bedarf zu haben. Die “Kundschaft” ist jedoch eine ganz besondere: Es handelt sich um Probandinnen und Probanden, die an wissenschaftlichen Studien teilnehmen. Forschende aus der Lebensmittel- und Ressourcenökonomik, Psychologie, Ökonomie und Verhaltensforschung untersuchen dort, wie sich etwa durch Produktplatzierung und andere Anreize Impulse für einen gesundheits- und nachhaltigkeitsorientierten Einkauf setzen lassen. Auch Roboter zeigen dort ihr Können.
Pressemitteilungen 2025
Betriebsräte: Arbeiter*innen vertreten Belegschaft wirksamer als Angestellte und Akademiker*innen
Arbeiterinnen und Arbeiter setzen sich in Betriebsräten wirksamer für die Interessen der Beschäftigten ein als Angestellte und Akademiker*innen. Das zeigt eine Studie des Teams um Prof. Dr. Thomas Dohmen, Sprecher des Exzellenzclusters ECONtribute an der Universität Bonn, gemeinsam mit Forschern der Universität Princeton.
EU-Projekt: Bonner Roboter löst antikes Puzzle in Pompeji
Davon konnten Archäologinnen und Archäologen lange bloß träumen: Ein „intelligenter Roboter“ setzt Stück für Stück zerbrochene antike Wandmalereien aus Pompeji wieder zusammen. Ein Forschungsteam um Prof. Dr. Maren Bennewitz von der Universität Bonn hat dem Roboter das Puzzeln beigebracht. Es gehört zum europäischen Verbundprojekt RePAIR („Reconstructing the Past: Artificial Intelligence and Robotics Meet Cultural Heritage“), das kürzlich abgeschlossen wurde.
Drei Forschende der Uni Bonn unter den „Leading 30 German AI Experts & Academics 2025“
Gleich drei Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Bonn sind in die Liste der „Leading 30 German AI Experts & Academics 2025“ des Global Investors Forum aufgenommen worden: Prof. Dr. Aimee van Wynsberghe, Humboldt-Professorin für Angewandte Ethik der Künstlichen Intelligenz, Prof. Dr. Christian Bauckhage, Institut für Informatik, und Prof. Dr. Sven Behnke, Lehrstuhl für Autonome Intelligente Systeme, gehören laut GAIE Spotlight Series zu den Persönlichkeiten, die die Zukunft der Künstlichen Intelligenz in Deutschland maßgeblich prägen.
Zwei Sonderforschungsbereiche an der Uni Bonn verlängert
Sie gehen beide in die dritte Förderperiode: Der Sonderforschungsbereich (SFB) Transregio 224 „Ökonomische Perspektiven auf gesellschaftliche Herausforderungen“ sowie der SFB-Transregio 228 „Zukunft im ländlichen Afrika“ werden weitere vier Jahre von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert. Im Projekt SFB-Transregio 224 eröffnen Forschende der Universitäten Bonn und Mannheim gemeinsam ökonomische Perspektiven auf gesellschaftliche Herausforderungen. Im Projekt SFB-Transregio 228 arbeiten Forschende der Universitäten Bonn und Köln an der Zukunftsgestaltung im ländlichen Afrika zu arbeiten.
Wir sind das Anthropozän
Der menschengemachte Wandel geht weit über den Klimawandel hinaus. Er betrifft Böden, Meere, Pflanzen, Tiere und geochemische Stoffkreisläufe. Wir Menschen sind zu einem maßgeblichen geologischen Faktor geworden; unser heutiges Handeln wird sich bis in die ferne geologische Zukunft auswirken. Dieses neue Erdzeitalter, das „Anthropozän“, begann nach jetzigem Forschungsstand Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts. Der Ethnologe und Geologe Prof. Dr. Christoph Antweiler vom Institut für Orient- und Asienwissenschaften (IOA) der Universität Bonn zeigt in einer Ausstellung im Universitätsmuseum anhand von Fotografien und ausgewählten Objekten Ursachen und Folgen dieser Entwicklung. Die Ausstellung eröffnet am 27. November 2025 und läuft bis zum 31. Januar 2026.
Universitätsgesellschaft Bonn verleiht erstmals Transferpreis
Die Universitätsgesellschaft Bonn hat erstmals ihren neu geschaffenen UGB-Transferpreis verliehen. Ausgezeichnet wurden drei Transferprojekte der Universität Bonn, die wissenschaftliche Erkenntnisse in besonderer Weise in die Anwendung bringen und zur Lösung gesellschaftlicher Herausforderungen beitragen. Im Rahmen ihrer Wintersoiree im Universitätsclub Bonn hat die UGB Preisgelder in Höhe von 29.000 Euro vergeben. Neben erfolgreichem Transfer ehrte sie herausragende Dissertationen und studentisches Engagement.
Karneval im Global Heritage Lab
„Widerstand bekleiden“ heißt die laufende Ausstellung im Global Heritage Lab der Universität Bonn, in dem beispielsweise Karnevalskostüme aus Trinidad und Tobago zu sehen sind. Ab Samstag, 15. November 2025, lädt das Global Heritage Lab an jedem Samstag stets um 16.00 Uhr dazu ein, im Kostüm ins P26 zu kommen – an jedem Samstag der neuen Session bis Karnevalssamstag, 15. Februar.
Wir neigen dazu, unsere Probleme zu medikamentieren!?
Prüfungsstress, Lampenfieber und Trauer nach einem Todesfall: Neigt unsere Gesellschaft dazu, solche Probleme wie eine Erkrankung mit Medikamenten kurieren zu wollen? Diese Frage treibt Prof. Dr. Dirk Lanzerath, Direktor des Deutschen Referenzzentrums für Ethik in den Biowissenschaften (DRZE) an der Universität Bonn, um. In der neuen Folge des Hypothese-Podcasts diskutiert er mit Moderator Denis Nasser die These „Wir neigen dazu, unsere Probleme zu medikamentieren“.
Gemeinsam Großes erreichen
Unter dem Titel „Menschen der Exzellenz – Gemeinsam Großes erreichen“ ist der Jahresbericht 2024 des Rektorats der Exzellenzuniversität Bonn erschienen. Die Print- und Online-Publikation gibt einen kompakten Überblick über die zentralen Themen, Projekte und Entwicklungen, die das vergangene Jahr an der Universität geprägt haben.
Unsicherheit, die richtige Entscheidung zu treffen
Was macht man, wenn in kritischen Situationen eine richtige Antwort oder Entscheidung schwer zu finden ist. Dieser Frage gehen Forschende des Universitätsklinikums Bonn (UKB) und der Universität Bonn in dem „Koselleck-Programm“ nach. Ziel ist es, Ambivalenz-Erleben nicht als Zeichen von Schwäche, sondern als Ressource im Umgang mit komplexen Situationen zu begreifen – sei es beim Konflikt mit einer/m Patient*in oder der seelsorgerlichen Begleitung in schwierigen Lebenslagen. „Ambivalenzsensible Nachdenklichkeit“, so der Begriff, soll vor allem jungen Ärzt*innen und Theolog*innen helfen, den Umgang mit Mehrdeutigkeit als Teil ihrer beruflichen Kompetenz zu verstehen. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert das „Koselleck-Programm“, welches neue Impulse für Ausbildung und Berufsalltag setzen soll, mit 1,25 Millionen Euro über fünf Jahre.
Uni Bonn-Philosoph gründet Innovations-Akademie
Der renommierte Philosoph Prof. Dr. Markus Gabriel von der Universität Bonn hat die deep-IN Academy for Deep Innovation GmbH gegründet, um mehr Ethik in wirtschaftliche Innovationen zu bringen. Die Akademie bietet Fortbildungen, Kongresse sowie ethische Unternehmensberatung und baut ein soziales Wissens-Netzwerk auf. Ihr Ziel ist es, ethisch-moralische Grundsätze in einer profitorientierten Welt beizubehalten und in Firmen zu integrieren.
Brillante Köpfe verbinden Disziplinen
Die Universität Bonn ist seit 2019 Exzellenzuniversität und hat sich der transdisziplinären Forschungszusammenarbeit verschrieben. Die Hochschule ist mit nun acht Exzellenzclustern die erfolgreichste Exzellenzuniversität in Deutschland. Im Rahmen ihrer Exzellenzstrategie hat sie dazu komplementär sechs Transdisziplinäre Forschungsbereiche ausgebaut, in denen wichtige gesellschaftliche, technologische und wissenschaftliche Zukunftsthemen aus vielerlei Perspektiven übergreifend bearbeitet werden. Kernstück sind Professuren für brillante Köpfe an der Schnittstelle verschiedener Disziplinen, die dieses Konzept fakultätsübergreifend verankern. 
Drei ERC Starting Grants für die Uni Bonn
Die Universität Bonn hat mal wieder Grund zu Freude: Drei ihrer Forschenden erhalten einen mit je 1,5 Millionen Euro dotierten ERC Starting Grant. Mit dieser Förderlinie unterstützt der Europäische Forschungsrat (ERC) Forschende am Anfang ihrer Karriere. Wirtschaftswissenschaftlerin Jun.-Prof. Dr. Amelie Schiprowski, Informatikerin Prof. Dr. Lucie Flek und Evolutionsbiologe Dr. Moritz Lürig setzen mit der Förderung in den kommenden fünf Jahren ihre eigenen Forschungsprojekte um.
Abwehr von Cyberangriffen in der Gesundheitsversorgung
Künstliche Intelligenz (KI) soll unser Gesundheitssystem noch leistungsfähiger machen. Doch Cyberangriffe können nicht nur die Patientensicherheit gefährden, sondern auch Medizingeräte und die Arbeit von Rettungskräften beeinträchtigen. Mit dem Projekt „SecureNeuroAI“ wollen Forschende der Universität Bonn, des Universitätsklinikums Bonn und des FIZ Karlsruhe sichere, KI-gestützte Methoden zur Echtzeiterkennung medizinischer Notfälle am Beispiel epileptischer Anfälle entwickeln. Die Ergebnisse sollen weit über die Epilepsieanfallserkennung hinaus Anwendung finden. Das Bundesministerium für Forschung, Transfer und Raumfahrt (BMFTR) fördert das Vorhaben für drei Jahre mit fast 2,5 Millionen Euro.
Mehr als Technik: Energie als gesellschaftliche Aufgabe
Welche Bedeutung hat Energie für unsere Gesellschaft und wie kann der heutige Wandel unserer Energieversorgung zur treibenden Kraft für eine gerechte und nachhaltige Zukunft werden? Darüber diskutierten drei Forschende der Universität Bonn bei der Veranstaltung „Dialog an Deck: Zukunftsenergien denken – Ressourcen, Verantwortung, Gesellschaft“, moderiert von Journalistin Eva Wolfangel, auf dem Ausstellungsschiff MS Wissenschaft. Mit Blick auf den Rhein tauschten sich Fachleute und Publikum über die Energiefragen des 21. Jahrhunderts abseits rein technischer Perspektiven aus und entwickelten spannende Denkanstöße.
Abbild der Zeit
Die neue Sonderausstellung „Abbild der Zeit. Die Moderne und ihre Kunst in der Fotosammlung des KHI“ zeigt ab dem 17. Juli 2025 im Paul-Clemen-Museum der Universität Bonn Exponate aus der Fotosammlung des Kunsthistorischen Instituts aus der Zeit nach 1945. Die Schau ist bis zum 17. Oktober 2025 zu sehen. Zur Eröffnung der Ausstellung am 17. Juli 2025 um 18.00 in P26 wird herzlich eingeladen.
Allgemeine Wehrpflicht jetzt für alle einführen
Die sicherheitspolitische Lage für Europa und für Deutschland ist - vorsichtig formuliert - eine enorme Herausforderung nicht allein im außenpolitischen Feldern, sondern auch im Inneren. Ob es heute noch vertretbar ist, die Landesverteidigung auf Freiwilligkeit zu bauen, ist umstritten. Wie aber genau eine Erneuerung der Wehrpflicht in Deutschland aussehen soll, ebenso. In der neuen Folge unserer Reihe „Hypothese“ plädiert der Inhaber der Kissinger Professor und Direktor des Center for Advanced Security an der Universität Bonn, Prof. Dr. Ulrich Schlie, für eine allgemeine Wehrpflicht für alle Geschlechter und für das Ende der Freiwilligkeit. 
Dialog an Deck: Zukunftsenergien denken
Wie sieht eine gerechte, nachhaltige und zukunftsfähige Energieversorgung aus? Und was bedeutet „Energie“ im 21. Jahrhundert jenseits der technischen Herausforderungen? Diese Fragen stehen im Zentrum der Diskussionsveranstaltung der Universität Bonn „Dialog an Deck: Zukunftsenergien denken – Ressourcen, Verantwortung, Gesellschaft“, die am Dienstag, 8. Juli 2025, von 18:30 bis 20:00 Uhr auf der MS Wissenschaft in Bonn (KD Landebrücke 2, Brassertufer) stattfindet. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Der Einlass beginnt ab 18:00 Uhr.
Ideen in Bewegung: Wie Bonn und Lille gemeinsam Zukunft denken
Seit Jahren wächst die vielfältige Partnerschaft zwischen den Universitäten Lille und Bonn, die weit über klassische Austauschformate hinausgeht: interdisziplinär, innovativ und europäisch gedacht. So ist die Universität Lille beispielsweise seit 2022 auch Teil des NeurotechEU-Konsortiums und bringt dort ihre Expertise in Bereichen wie Brain-Computer-Interfaces (BCI), Neuromorphe Chips und Neurotechnologien ein. Neben dieser Zusammenarbeit bestehen langjährige Kooperationen in den Bereichen Medizin, Chemie und Pharmazeutische Chemie, die seit dem vergangenen Jahr auch auf die Geschichts- und Geisteswissenschaften ausgedehnt werden konnten.  Höhepunkt der jüngsten Kooperation war das gemeinsame Sommeratelier „La fabrique des sciences humaines“ (Die Fabrik der Geisteswissenschaften), das jetzt in Bonn stattfand. Ausgerichtet wurde es vom Bonner Frankreichzentrum Centre Ernst Robert Curtius (CERC), das als Brücke zwischen Forschung, Sprache und Kulturimpuls fungiert. Es knüpft dabei an eine Serie gemeinsamer Projekte und gegenseitiger Besuche an: So empfing die Universität Bonn im September 2023 eine Delegation aus Lille; im April 2024 folgte ein Besuch des Bonner Rektorats in Frankreich. Auch das Erasmus+-Programm belebt den Austausch zwischen zahlreichen Fachbereichen und Studierendengruppen beider Institutionen. Warum der Austausch und die Partnerschaft zwischen den beiden Universitäten auf viele Ebenen bedeutsam ist, erklärt Dr. Christina Schröer, Wissenschaftliche Geschäftsführerin des Frankreichzentrums CERC, im Interview mit der Hochschulkommunikation. 
Kunst im Zeitalter Künstlicher Intelligenz
Wie verändert Künstliche Intelligenz die Kunst? Könnte ihre Verschmelzung das Ende künstlerischen Schaffens durch den Menschen bedeuten? Und kann Poesie, die von Maschinen generiert wird, noch Emotionen hervorrufen? Diesen und weiteren spannenden Fragen widmet sich die öffentliche Podiumsdiskussion „TRA & ART: Poetics of Machine Learning“ der Universität Bonn.
Universität Bonn mit acht Exzellenzclustern erfolgreichste Universität im Wettbewerb
Es ist ein Riesen-Erfolg für die Universität Bonn: Im bundesweiten Exzellenzwettbewerb wurden heute alle sechs bereits bestehenden Exzellenzcluster der Universität zur Weiterförderung ausgewählt. Darüber hinaus erhalten beide neu beantragten Bonner Clusterinitiativen eine Förderung durch Bund und Länder. Damit wird Bonn in der kommenden Förderperiode mit insgesamt acht Clustern vertreten sein – so vielen wie an keiner anderen Hochschule in Deutschland.
Sozial und nachhaltig: Hochschulen gründen Impact Start-up Cluster
Immer mehr Unternehmen machen es vor: Sie denken soziales und nachhaltiges Handeln mit und bewerten nicht nur ökonomische Gewinne, sondern auch den Nutzen für Gesellschaft und Umwelt. Gemeinsam gründen die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg, die Universität Bonn und die Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft nun einen Impact Start-up Cluster, der genau solche gemeinwohlorientierten Ausgründungen und Unternehmen stärkt. Das Projekt „SoNaR – Sozial gründen, nachhaltig wirken: Impact Cluster Region Bonn-Rhein-Sieg“ wird mit knapp 1 Million Euro vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) gefördert. Am 22. Mai 2025 ab 15:30 Uhr lädt der Verbund zum öffentlichen Kick-Off Event „Future Founders – Netzwerken für eine bessere Zukunft“ im Digitalhub Bonn ein. Um Anmeldung wird gebeten.
Die Zukunft des interreligiösen Dialogs
“The Spirit Leads the Church into an Unpredictable Interfaith Future“ lautet das Thema der diesjährigen Annemarie-Schimmel-Lectures an der Universität Bonn. Am Montag, 2. Juni 2025, um 17 Uhr im Bonner Münster macht Francis X. Clooney SJ, Professor für Komparative Theologie aus Harvard, den Auftakt. In der öffentlichen Veranstaltung präsentiert er die Vision einer Kirche, die über Religionsgrenzen hinweg lernbereit ist. Im Anschluss findet ein öffentliches Gespräch mit Gesine Schwan, der Vorsitzenden der SPD Grundwertekommission, statt. Am 3. und 4. Juni ab 17 Uhr folgen je eine weitere Vorlesung im Impulse – House for Intellectual Innovation and Creativity (Adenauerallee 131), zu der Interessierte herzlich eingeladen sind.
„Hypothesen können nicht verifiziert werden“
Ein Problem ist geklärt – doch das Ergebnis wirft gleich die nächste Frage auf. In der Wissenschaft passiert das häufig. So lief es auch mit dem Hypothese-Podcast der Universität Bonn, in dem Thesen von Wissenschaftler:innen verifiziert (als wahr bestätigt) oder falsifiziert (widerlegt) werden. Ein Hörer aus Berlin verwies auf den Wissenschaftstheoretiker Karl Popper, nach dem Hypothesen nur falsifiziert und nicht verifiziert werden können. In der neuen Podcast-Folge diskutiert nun der Philosoph Prof. Dr. Markus Gabriel die These „Hypothesen können nicht verifiziert werden“.
Christiane Woopen erhält Verdienstorden des Landes NRW
Für Ihr hauptberufliches und ehrenamtliches Engagement im Bereich der Ethik wurde Prof. Dr. Christiane Woopen, Leiterin des Center for Life Ethics, am 2. April von Ministerpräsident Hendrik Wüst mit dem Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet.
Aufbruch-Stimmung: VolkswagenStiftung fördert zwei Projekte an der Uni Bonn
Gleich zwei Projekte der Universität Bonn erhalten im Rahmen des Aufbruchs-Programm der VolkswagenStiftung eine Förderung über je 300.000 Euro. Die Projekte beschäftigen sich mit queerer islamischer Theologie sowie kulinarischer Sensorik. Ziel der Aufbruch-Förderung ist es, ganz neue Wissenschaftsbereiche zu erforschen.
The Game is on: Spielelabor erhält DATIpilot-Innovationsförderung
Wie Tabletop-Rollenspiele (z.B. Dungeons & Dragons) als innovative Formate in der Bildungsarbeit eingesetzt werden können, untersucht ein Projekt von Prof. Dr. Adrian Hermann, Kultur- und Religionswissenschaftler an der Universität Bonn und Leiter des Bonn Lab for Analog Games and Imaginative Play. Dabei entwickelt er gemeinsam mit Kathrin Fischer vom Partnerunternehmen EduTale auch ein neues Tabletop-Rollenspiel, das kritisches und kreatives Denken fördert und in der praktischen Bildungsarbeit eingesetzt werden soll. Das Projekt erhält nun eine DATIpilot Innovationssprint-Förderung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) in Höhe von 80.000 € bis Mai 2026.
Bonner Forschende zu Mitgliedern der Spezialisierten Ethik-Kommission berufen
Forschenden der Universität Bonn wurden von Staatssekretär Dr. Thomas Steffen im Bundesministerium für Gesundheit in die neu geschaffene Spezialisierte Ethik-Kommission für besondere Verfahren berufen. Die beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) angesiedelte Kommission nimmt ab dem 1. Juli 2025 ihre Arbeit auf und ist für die ethische Bewertung komplexer klinischer Prüfungen zuständig. 
Was vom Dialekt hängengeblieben ist
Wie hat sich die Sprechweise in Nordrhein-Westfalen in den vergangenen Jahrzehnten entwickelt? Welche Wörter, welche Ausdrucksweisen der verschiedenen Dialekte haben bis heute überlebt? Das untersucht der „Dialektatlas Mittleres Westdeutschland“, an dem auch Forschende der Universität Bonn beteiligt sind. Sie suchen nach 30- bis 45-jährigen, die ortsfest sind und idealerweise in ihrer Kindheit und Jugend mit Dialekten in Berührung waren, um zu erforschen, welche Dialektwörter sie noch kennen.
„Der politische Kompromiss ist tot"
Insbesondere nach dem tödlichen Messerangriff von Aschaffenburg und dem Attentat in Magdeburg wird die Forderung laut, „keine politischen Kompromisse mehr einzugehen“. Was aber ist eigentlich ein Kompromiss, kann es eine Demokratie ohne Kompromisse überhaupt geben und was kann man aus einem differenzierten Verständnis politischer Kompromisse für eine Demokratie unter Druck lernen? In der neuen Folge des Hypothese-Podcasts der Universität Bonn diskutiert Sozialethiker Prof. Dr. Matthias Braun mit Moderator Denis Nasser die These „Der politische Kompromiss ist tot“.
Pressemitteilungen 2024
„Offenheit und Neugierde sind der Schlüssel zum Engagement“
In einer Zeit vielfältiger Krisen ist der enorme Schwund der biologischen Vielfalt eine der größten Herausforderungen, von deren Folgen bereits unzählige Menschen auf der ganzen Welt betroffen sind. Inzwischen ist es offensichtlich: Es muss sich etwas ändern - aber was und wie? Dr. Stefan Partelow, Leiter des Forschungsschwerpunkts „Transformation und Governance“ am Center for Life Ethics der Universität Bonn, beschäftigt sich mit genau dieser Frage. Als einer von vielen Wissenschaftlern hat er am Transformative Change Assessment des Weltbiodiversitätsrates IPBES mitgewirkt, das jetzt veröffentlicht wurde: Es zielt darauf ab, Faktoren in der menschlichen Gesellschaft zu verstehen und zu identifizieren, die genutzt werden können, um einen transformativen Wandel für den Erhalt, die Wiederherstellung und die sinnvolle Nutzung der biologischen Vielfalt herbeizuführen und gleichzeitig soziale und wirtschaftliche Ziele im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung zu berücksichtigen.
Anna-Katharina Hornidge zu Co-Vorsitzenden des WBGU gewählt
Die Mitglieder des Wissenschaftlichen Beirats der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU) haben Prof. Anna-Katharina Hornidge zur Co-Vorsitzenden gewählt. Die Professorin für Globale Nachhaltige Entwicklung an der Universität Bonn und Direktorin des German Institute of Development and Sustainability wird den Beirat gleichberechtigt zusammen mit dem ebenfalls neu gewählten Co-Vorsitzenden Prof. Jörg E. Drewes von der TU München leiten.
Maria als „Gottesgebärerin“?
Ist es mit dem rechten Glauben vereinbar, Maria, die Mutter Jesu, als „Gottesgebärerin“ zu bezeichnen? Um diese Frage entbrannten im 5. Jahrhundert christologische Streitigkeiten. Die Akten des III. Ökumenischen Konzils von Ephesus aus dem Jahr 431 bilden die wichtigste Quellengrundlage für Untersuchungen dieser Streitigkeiten. Im Rahmen des DFG-geförderten Langfristvorhabens „Die Akten des Konzils von Ephesus 431. Übersetzung, Einleitung, Kommentar und Register“ machen die Herausgeber Prof. Dr. Wolfram Kinzig und Dr. Thomas Brüggemann vom Lehrstuhl für Alte Kirchengeschichte an der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Universität Bonn die Dokumente in einer modernen Sprache und kommentiert der Öffentlichkeit zugänglich.
„Mensch und Tier. Mensch als Tier?"
Was unterscheidet uns Menschen eigentlich von den Tieren? Was können Tiere vielleicht sogar besser als der Mensch? Was kann der Mensch, was Tiere nicht können? Oder: Ist der Mensch selbst nur „ein Tier, das keines sein will?“ Noch immer findet die Forschung auf diese zeitlos spannenden Fragen neue, verblüffende Antworten. Von diesen Antworten, die von  drei exzellenten Wissenschaftlern aus unterschiedlichen Fachbereichen präsentiert wurden, ließen sich auf Einladung von Professor Dr. Dr. h. c. Michael Hoch, Rektor der Universität Bonn, nun mehr als 300 Gäste der Veranstaltungsreihe „Die Exzellenzuniversität Bonn lädt ein“ begeistern.
Forscher der Uni Bonn am Sensationsfund in Frankfurt beteiligt
Bei archäologischen Grabungen auf dem Frankfurt Stadtgebiet in Praunheim wurde vor einiger Zeit ein Gräberfeld aus dem 3. Jahrhundert freigelegt. Die Archäologen entdeckten dabei in einem der Gräber ein vollständiges Skelett und einen Tonkrug sowie einen Räucherkelch als sakrale Beigaben. Erst beim Reinigen der Knochen erkannten die Forschenden eine Amulettkapsel, die sich nun als Sensationsfund entpuppte. Der Archäologe und Experte für lateinische Inschriften Prof. Dr. Markus Scholz von der Frankfurter Goethe-Universität hat zusammen mit dem Kirchenhistoriker Prof. Dr. Wolfram Kinzig von der Universität Bonn und weiteren Forschenden die Inschrift entschlüsselt.
Wiederaufbau des Ahrtals: Lösungsansätze für eine sozial gerechte und resiliente Zukunft
Wie kann der Wiederaufbau im Ahrtal sozial gerecht und resilient gestaltet werden? Diese Frage untersucht das Projekt „Soziale, Ökonomische und Administrative Herausforderungen von Klima-Resilienz“ (SOZIAHR), an dem ein fachübergreifendes Team aus Ökonomik, Rechtswissenschaft, Geographie, Soziologie und Politikwissenschaft beteiligt ist. Der Transdisziplinäre Forschungsbereich „Individuals & Societies“ der Universität Bonn fördert das Vorhaben. 
“Wir werden uns entscheiden müssen, ob wir unser Demenzrisiko wissen wollen”
Mehr als 1,8 Millionen Menschen in Deutschland sind an einer Demenz erkrankt, davon rund 1,2 Millionen an Alzheimer. Seit einigen Jahren wird darauf hingearbeitet, mit sogenannten Biomarkern das Risiko zu ermitteln, mit dem jemand in den nächsten Jahren an Alzheimer-Demenz erkrankt. Wollen wir unser Demenzrisiko wirklich wissen? Welche Auswirkungen kann dieses Wissen haben? In der neuen Folge des Hypothese-Podcasts diskutiert die Ethikerin und Direktorin des Center for Life Ethics Prof. Dr. med. Christiane Woopen mit Moderator Denis Nasser die These “Wir werden uns entscheiden müssen, ob wir unser Demenzrisiko wissen wollen.”
Sonderforschungsbereich geht in die Verlängerung
Die Deutsche Forschungsgemeinschaft verlängert die Förderung eines Forschungsverbunds: Der Sonderforschungsbereich (SFB) „Metaflammation and Celullar Programming“ an der Universität Bonn hat durch das Immunsystem ausgelöste chronische Entzündungen im Fokus. Er kooperiert mit dem Universitätsklinikum Bonn (UKB) und weiteren Einrichtungen. 
Versöhnung - eine Utopie?
Wissenschaftler, Studierende und Schauspieler des Bonner Schauspielensembles bearbeiten in der neuen Gesprächsreihe verschiedene Aspekte des komplexen Begriffs der Versöhnung. Sie steigen ins Internationale Recht ebenso ein wie in den Westfälischen Frieden und in die Exilliteratur. Schauspielerinnen und Schauspieler des Ensembles begleiten die Vorträge mit literarischen und szenischen Beiträgen.
Universalität - Diversität – Universität
Vor 200 Jahren wurde August Wilhelm Schlegel zum Rektor der Universität Bonn gewählt. Aus diesem Anlass veranstaltet das Institut für Germanistik, Vergleichende Literatur- und Kulturwissenschaft eine Ringvorlesung über den Philologen, die sein Wirken aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet. Im Kurzinterview erklärt Germanistin Prof. Dr. Andrea Polaschegg die Bedeutung von Schlegel für den Umgang mit Diversität.
What? What the Health!
Gesunde Menschen brauchen einen gesunden Planeten. So klar diese Botschaft ist, so komplex ist die Herausforderung, dies zu erreichen. Die Verbindung zwischen unserem Lebensstil, unserer individuellen Gesundheit und der Gesundheit des Planeten liefert den Schlüssel für ein tieferes Verständnis. „What the Health – Eine Welt. Deine Gesundheit!“ motiviert die Besucher, ihren Lebensstil zu überdenken und dann künftig gesünder und nachhaltiger zu gestalten. Alle Generationen nehmen etwas mit. Insbesondere Jugendliche und junge Erwachsene werden durch die Ausstellung angesprochen.
“Fehlanpassungsvorwurf schadet den Armen”
Bei der UN-Weltklimakonferenz (COP29) in Baku (Aserbaidschan) vom 11. bis 22. November 2024 geht es auch um das heikle Thema der Finanzierung von Anpassungsstrategien. Prof. Dr. Lisa Schipper von der Geographischen Entwicklungsforschung der Universität Bonn und Dr. Aditi Mukherji von CGIAR warnen im Journal Science davor, die angeblich mangelnde Messbarkeit von Anpassungsstrategien an den Klimawandel dazu zu missbrauchen, die Finanzmittel zu kürzen. Beide Wissenschaftlerinnen waren am Sechsten Sachstandsbericht des Weltklimarates IPCC beteiligt.
Kasseler & Co: Darf’s auch etwas weniger sein?
In Deutschland wird zu viel Fleisch gegessen: Das beeinträchtigt nicht nur die Gesundheit, sondern schädigt auch Umwelt und Klima. Selbst Kantinenbetreiber sind zunehmend offen für kleinere Fleischportionen – schon aus Kostengründen. Aber wie lässt sich die Kundschaft dazu bringen, kleinere Fleischportionen zu wählen? Diese Frage untersuchten Forschende der Universität Bonn in der Kantine einer Reha-Klinik. Der gewünschte Effekt war dann am größten, wenn das Kantinenteam einfach kleinere Fleischportionen austeilte und erst auf Nachfrage nachlegte. Dieses Vorgehen stieß auch bei den Gästen weitgehend auf Akzeptanz. Die Ergebnisse sind nun im Journal “Einvironment and Behavior” veröffentlicht.
Sieben ERC Starting Grants für die Uni Bonn
So viele ERC Starting Grants auf einmal gab es an der Universität Bonn noch nie: Gleich sieben Forschende setzten sich mit ihren Anträgen in dem hochkompetitiven Verfahren des Europäischen Forschungsrats (ERC) durch. Mit dem Fördergeld über jeweils bis zu 1,5 Millionen Euro können die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus der Ethik, Mathematik,  Bodenkunde, Informatik, Astronomie sowie den Wirtschaftswissenschaften in den nächsten fünf Jahren ihre Projekte verwirklichen.
Eintauchen in neue Welten: Theologie trifft auf Kognitionsforschung
Was passiert bei der Betrachtung eines spätantiken Bildes? In welcher Reihenfolge schweift der Blick über die einzelnen Bildelemente, wo bleibt er hängen? Welche Reaktionen lösen solche Bilder oder auch frühchristliche Erzählungen im Körper aus? Solche Untersuchungen gehen über die reine Auslegung christlicher Werke weit hinaus. Ein Forschungsprojekt der Universität Bonn zusammen mit der University of St Andrews bringt Altertums- und Kognitionswissenschaften zusammen. Ein wichtiges Thema ist die Immersion, die sonst wohl eher von Computerspielen bekannt ist. 
Zwei neue Forschungsgruppen für die Uni Bonn
Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat eine neue Kolleg-Forschungsgruppe und eine Forschungsgruppe an der Universität Bonn bewilligt: In dem Center for Advanced Studies „Finance and Inequality“ gehen die Forschenden um Prof. Dr. Christian Bayer und Prof. Dr. Carsten Burhop aus einer historischen Perspektive heraus der Frage nach, wie die Entwicklung des Finanzsektors und der Ungleichheit zusammenhängt. In der Mathematischen Physik ist Prof. Dr. Claude Duhr Sprecher einer Forschungsgruppe in der Teilchenphysik. Die DFG fördert die beiden Vorhaben in den kommenden vier Jahren insgesamt in Millionenhöhe.
Freigeister wirbeln in Bonn
In den 25 Zelten einer ganzen Wissenschaftszeltstadt dreht sich am 16. und 17. Mai in der Bonner Innenstadt alles um das Thema „Freigeist“: Bonner Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen laden alle Interessierten ein, zum Münsterplatz und Mühlheimer Platz zu kommen. Experimente, Vorträge und Mitmachstationen geben einen Einblick in die Forschung für die Zukunft unserer Gesellschaft: Transdisziplinarität ist das Konzept der Uni Bonn, dass die forschenden Freigeister präsentieren.
Informatik-Studierende entwickeln KIs für die Forschung
Das an der Universität Bonn angesiedelte BMBF-Projekt BNTrAinee entwickelt KI-gestützte Lösungen für konkrete Forschungsfragen. Es vernetzt die Informatik der Universität mit ganz unterschiedlichen Fachrichtungen. Diese Kooperation trägt nun erste Früchte: Informatik-Studierende haben zusammen mit Historikerinnen und Historikern einen Algorithmus entwickelt, der bei der Auswertung alter Zeitungsartikel helfen kann.
Start des Virtual Brain Twin-Projekts
In der Europäischen Union sind psychische Störungen ein wachsendes Problem. Der Bedarf an wirksamen Behandlungen war noch nie so groß wie heute. Die Schizophrenie, von der rund ein Prozent der Weltbevölkerung betroffen ist, zeigt die Grenzen der derzeitigen therapeutischen Möglichkeiten auf: 30 bis 50 Prozent der Patientinnen und Patienten sprechen auf die Medikamente nur unzureichend an. Nun fördert die Europäische Union das Projekt Virtual Brain Twin in den nächsten vier Jahren mit rund 10 Millionen Euro. Die Universität Bonn ist beteiligt. Das Center for Life Ethics befasst sich mit den ethischen Fragen. Nun fand das Kick-Off-Meeting in Brüssel statt.
Grenzen sind zufällig, aber unantastbar
Jeder Mensch hat das Recht, ein fremdes Land zu besuchen und sich dort aufzuhalten: So lässt sich ein Kernelement des Weltbürgerrechts als „Besuchsrecht“ nach Immanuel Kant zusammenfassen. Im Interview erklärt Prof. Dr. Christoph Horn vom Digitalen Kant-Zentrum Bonn den Begriff der Migration bei Kant, warum für ihn Grenzziehungen willkürlich waren und welche Schlüsse wir heute daraus ziehen können.  
Die Wissenschaft im Blick der Wissenschaft
Wie beeinflussen wissenschaftliche Evaluations- und Belohnungssysteme die Durchführung und die Ergebnisse wissenschaftlicher Studien? Dieser Frage geht Dr. Oliver Braganza von der Universität Bonn und dem Universitätsklinikum Bonn zusammen mit weiteren Forschenden der Universität Bonn, der Universiteit Utrecht und der Universität Duisburg-Essen nach. Die VolkswagenStiftung fördert das Projekt “The cultural evolution of scientific practice – from simulation to experimentation” in den nächsten vier Jahren mit rund 1,8 Millionen Euro.
Neue Schlegel-Professorin an der Uni Bonn
Die Universität Bonn hat erneut eine herausragende Schlegel-Professorin berufen, die aus Exzellenzmitteln finanziert wird. Prof. Dr. Laura Münkler ist Professorin für Öffentliches Recht und Rechtsphilosophie und wird die transdisziplinäre Forschung vorantreiben. Ihre Schwerpunkte liegen in der Rechtsphilosophie, Rechtstheorie, dem Staats- und Verwaltungsrecht sowie Gesundheitsrecht. Besonders im Fokus: die Fundamente des demokratischen Rechtsstaats.
Zwischen Datenschutz und Datennutz
Die Uni Bonn eröffnet gemeinsam mit Landesministerin Ina Brandes und Bundesminister Prof. Dr. Karl Lauterbach das neue transdisziplinäre Zentrum für Medizinische Datennutzbarkeit und Translation (ZMDT).
Ist das Geschäftsmodell Deutschland in Gefahr?
Der Exzellenzcluster ECONtribute der Universitäten Bonn und zu Köln lädt am Donnerstag, 22. Februar, zu seinem nächstem Selten Salon ein. Im Fokus des Vortrags der Wirtschaftsweisen Prof. Dr. Dr. Ulrike Malmendier stehen die Fragen: „Ist das Geschäftsmodell Deutschland in Gefahr? Wo liegen Chancen für den Standort Deutschland?“ Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Die Veranstaltung beginnt um 17 Uhr im Universitätsclub Bonn, Konviktstr. 9 in 53113 Bonn, Schumpeter-Raum. Um eine verbindliche Anmeldung an events@econtribute.de wird gebeten.
Greix: Immobilienpreise sind 2023 in historisch einmaligem Ausmaß gefallen
Die Preise für Wohnimmobilien sind 2023 so stark gefallen wie noch nie seit Beginn der systematischen Immobilienpreiserfassung in Deutschland vor rund 60 Jahren. Dies gilt für alle Wohnsegmente, also Eigentumswohnungen, Ein- und Mehrfamilienhäuser. Das zeigt das jüngste Update des German Real Estate Index (GREIX) mit Daten für das 4. Quartal 2023, in dem sich der Preisverfall aber nicht mehr in der Breite fortgesetzt hat. Der Greix ist ein Gemeinschaftsprojekt der Gutachterausschüsse für Grundstückswerte, des Exzellenzclusters ECONtribute der Universitäten Bonn und zu Köln sowie dem IfW Kiel. Dabei werden die Kaufpreissammlungen der Gutachterausschüsse, die notariell beglaubigte Verkaufspreise enthalten, nach aktuellen wissenschaftlichen Standards ausgewertet. Alle Daten für momentan 19 Städte sind frei verfügbar unter www.greix.de.
Leakchecker um gefährliche Datensammlung ergänzt
Sind meine Online-Zugangsdaten gestohlen worden? Der Leakchecker der Universität Bonn kann diese Frage beantworten. Entwickelt wurde er im Rahmen eines Forschungsprojekts am Institut für Informatik. Daraus ist inzwischen eine Ausgründung namens Identeco entstanden, das Unternehmen beim Schutz vor gestohlenen Zugangsdaten unterstützt. Nun haben die Beteiligten den Leakchecker um eine besonders gefährliche Datensammlung namens Naz.API ergänzt. Wer die eigene Betroffenheit prüfen möchte, kann den Service kostenfrei nutzen: https://leakchecker.uni-bonn.de
Großer Erfolg für die Universität Bonn
Sehr gute Nachrichten für die Universität Bonn: Zwei neue Cluster-Initiativen dürfen einen Antrag auf Förderung in der Exzellenzstrategie des Bundes und der Länder stellen. Das haben die Deutsche Forschungsgemeinschaft und der Wissenschaftsrat heute mitgeteilt. Die beiden Clusterinitiativen gehören damit zu den ausgewählten 41 von deutschlandweit 143 begutachteten Skizzen. Im Jahr 2019 konnte die Universität Bonn bereits sechs Cluster einwerben, mehr als jede andere Universität in Deutschland. Alle Cluster stellen Fortsetzungsanträge, sodass die Universität nun Chancen auf acht Exzellenzcluster hat.
Weshalb leugnen Menschen den Klimawandel?
Biegen sich Leugner des Klimawandels die Fakten zurecht, um ihr klimaschädliches Verhalten nicht ändern zu müssen? Eine neue Studie findet für diese These keine Anhaltspunkte. Forscher der Universität Bonn und des Instituts zur Zukunft der Arbeit (IZA) hatten ein Online-Experiment durchgeführt, um der Antwort auf die Spur zu kommen. Teilnehmende waren 4.000 Erwachsene aus den USA. Von den Ergebnissen waren die Studienautoren selber überrascht. Ob sie für den Kampf gegen die Erderwärmung eine gute Nachricht sind oder im Gegenteil eine eher schlechte, ist noch unklar. Die Studie erscheint in der Fachzeitschrift „Nature Climate Change“.
ERC Proof of Concept Grant für Ökonom der Uni Bonn
Der Wirtschaftswissenschaftler Prof. Dr. Christian Bayer vom Institut für Makroökonomie und Ökonometrie der Universität Bonn erhält einen Proof of Concept Grant (PoC) des Europäischen Forschungsrats (ERC). Dieses Programm unterstützt Forschende mit 150.000 Euro für maximal 18 Monate dabei, ihre Ideen aus vorherigen ERC-Projekten mit exzellenter Grundlagenforschung in kommerzielle Anwendungen zu bringen.
Bessere Schlaganfalltherapie durch Digitale Zwillinge
Kommt es zu einem Schlaganfall oder einer Hirnblutung, beginnt der Wettlauf gegen die Zeit. Es muss verhindert werden, dass Gehirnzellen absterben. Noch klingt es wie Science-Fiction: An einem digitalen Zwilling testen Ärztinnen und Ärzte die erfolgversprechendste Therapieoption. Wenn es nach den Forschenden des europäischen Konsortiums „Gemini“ (lateinisch „Zwilling“) geht, könnte dies bereits in sechs Jahren möglich sein. Zur Realisierung des Vorhabens haben die 19 Partnerinnen und Partner unter Federführung des Universitätsklinikums Amsterdam (UMC) von der Europäischen Kommission eine Horizon-Förderung in Höhe von zehn Millionen Euro erhalten. An der Universität Bonn ist der Lehrstuhl für (Sozial-)Ethik der Evangelisch-Theologischen Fakultät beteiligt.
Pressemitteilungen 2023
Projekte der Uni Bonn erhalten Förderung von Start-up Transfer.NRW
Die Start-up-Projekte „Melodizr“ und „Datapods“ aus der Universität Bonn erhalten von Start-up Transfer.NRW eine Förderung in Höhe von jeweils rund 270.000 Euro. Sie sind damit zwei von elf Vorhaben aus Hochschulen, die mit dem Förderprogramm vom Land Nordrhein-Westfalen und der Europäischen Union gefördert werden.
Was bedeutet die deutsche Staatsangehörigkeit für Kinder mit Migrationshintergrund?
Die deutsche Staatsangehörigkeit wirkt sich auf Jungen und Mädchen mit Migrationshintergrund unterschiedlich aus. Wie es dazu kommt, erklärt die Wirtschaftswissenschaftlerin Prof. Christina Felfe von der Universität Konstanz am Dienstag, 21. November, um 17 Uhr in einem öffentlichen Online-Vortrag. Die Veranstaltung gehört zu den ReStart Talks, einer Veranstaltungsreihe des Exzellenzclusters ECONtribute der Universitäten Bonn und Köln.
Immobilienpreise in Deutschland fallen wieder stärker
Die Preise für Wohnimmobilien in Deutschland haben im dritten Quartal 2023 teilweise deutlich nachgegeben. Gegenüber dem zweiten Quartal 2023 verbilligten sich alle Wohnsegmente, wobei es regional starke Unterschiede und Ausreißer nach oben gibt. Dies zeigt das jüngste Update des German Real Estate Index (GREIX), ein Gemeinschaftsprojekt des Köln-Bonner Exzellenzclusters ECONtribute und des IfW Kiel. 
Coronapandemie: Verzerrte Erinnerungen bei Geimpften und Ungeimpften
Ein internationales Team von Wissenschafterinnen und Wissenschaftlern aus Deutschland, Österreich und den USA zeigen im renommierten Fachjournal Nature, wie die gesellschaftliche Polarisierung die Erinnerung an die Coronapandemie verzerrt und damit die Vorbereitung auf künftige Krisen erschwert. ECONtribute-Alumni Luca Henkel, der jetzt an der University of Chicago lehrt, ist einer der Autoren.
Ein Netzwerk für Frauen in KI und Robotik
Um Mensch-Roboter-Interaktion und nachhaltige künstliche Intelligenz (KI) geht es am Donnerstag, 9. November in einer Veranstaltung des Instituts für Wissenschaft und Ethik (IWE) der Universität Bonn zusammen mit dem Netzwerk Women in AI and Robotics. Der Termin markiert den Beginn der Partnerschaft der beiden Institutionen. Ziel ist es, neue Mitglieder für Women in AI & Robotics zu gewinnen. Die englischsprachige Veranstaltung findet im Foyer des IWE, Bonner Talweg 57 von 17.00 bis 19.00 Uhr statt. Alle Interessierten sind dazu eingeladen.
Preisrückgang bei Eigentumswohnungen triff vor allem Bestand, Neubaupreise relativ stabil
Ein Vergleich der Preisentwicklung von Eigentumswohnungen nach Baujahr in Deutschlands größten Metropolen zeigt: Ausgehend von den Höchstständen sind die Preise für Neubauten bislang nur verhältnismäßig moderat zurückgegangen, der Einbruch bei Bestandsimmobilien war mehr als doppelt so hoch. Das zeigen die neuesten Ergebnisse des German Real Estate Index (GREIX), einem Projekt des Köln-Bonner Exzellenzclusters ECONtribute und des IfW Kiel. 
Technik, die den Menschen dient: Matthias Braun erhält Falling Walls Preis im Bereich „SOCIAL SCIENCES & HUMANITIES
Für seine Forschung zu Fragen der Solidarität und Gerechtigkeit, der Verwundbarkeit und der politischen Ethik ist Prof. Dr. Matthias Braun mit dem Falling Walls Preis im Bereich „SOCIAL SCIENCES & HUMANITIES ausgezeichnet worden.     
Vernetzungstreffen in Boston
Bei der diesjährigen Jahrestagung des German academic international network (GAIN) in Boston, USA, ist auch die Universität Bonn mit einem Stand vertreten. Auf der Konferenz, auf der verschiedene Wissenschaftsinstitutionen aus Deutschland vertreten sind, werden interessierte Early Career Researcher über Karriere- und Fördermöglichkeiten in Deutschland informiert.
Informeller Austausch zu exzellenter Wissenschaft
Auf Einladung von Rektor Prof. Dr. Dr. h.c. Michael Hoch ist der Parlamentarische Staatssekretär bei der Bundesministerin für Bildung und Forschung, Dr. Jens Brandenburg MdB, am vergangenen Montag zu einem informellen Besuch ins Rektorat der Exzellenzuniversität Bonn gekommen. Im Zentrum stand ein Austausch mit Professor*innen verschiedener Fachrichtungen, die allesamt bereits in einer frühen Karrierephase herausragende wissenschaftliche Erfolge vorweisen können.
Immobilienpreise in Deutschland stabilisieren sich
Der Abwärtstrend für Immobilienpreise in Deutschland ist im zweiten Quartal 2023 teilweise gestoppt. Gegenüber dem ersten Quartal 2023 ziehen viele Preise sogar wieder leicht an, allerdings zeigt sich noch ein deutliches Minus gegenüber dem Vorjahr und den Höchstständen. Dies zeigt das jüngste Update des German Real Estate Index (GREIX), einem Projekt von ECONtribute und des IfW Kiel, der die tatsächlichen Verkaufspreise deutscher Immobilien nach aktuellsten wissenschaftlichen Standards auswertet. Alle Daten für momentan 18 deutsche Städte und ihre Stadtteile sind frei verfügbar unter www.greix.de.
Was hat das Gefieder von Pfauen-Männchen mit Schulprüfungen zu tun?
Wie steht es um die Kompetenzen in den Schulklassen? Verschiedene Tests sollen Aufschluss darüber geben. Doch was passiert, wenn in den Klassen vor allem auf die Tests und nicht auf die erforderlichen Kompetenzen hingearbeitet wird? Indikatoren sind möglichst einfach zu handhabende Maße, die über ein komplexes Geschehen Aufschluss geben sollen. Doch wenn der Indikator zum Ziel einer Maßnahme wird, kann dies zu Verzerrungen führen. Darauf weisen Yohan J. John von der Boston University, Leigh Caldwell von der Irrational Agency in London und Dakota E. McCoy von der Stanford University in einem aktuellen Paper hin. Oliver Braganza von der Universität Bonn zählt ebenfalls zu den Autoren. Er hat unsere Fragen beantwortet.
Wissenschaft zum Mitmachen
Am Wochenende fand das erste Wissenschaftsfestival der Universität Bonn auf der Hofgartenwiese statt. Unter dem Motto „Wissenschaft zum Mitmachen für alle!“ waren Menschen jeden Alters eingeladen, an diesem bunten Fest teilzunehmen. Trotz hochsommerlicher Hitze kamen sie zahlreich, um die vielfältigen Forschungsbereiche und Aktivitäten der Universität kennenzulernen. Die Universität Bonn präsentierte ihre sechs Transdisziplinären Forschungsbereiche (TRAs), ihre sechs Exzellenzcluster und die Strategien und Themen der Prorektorate vor. Besucher*innen konnten an vielen Stationen die Welt der Wissenschaft erkunden und hautnah erleben, mit welchen Themen sich die Forschung täglich beschäftigt. Gerahmt wurde das Festival von den Beiträgen von Bands und Kulturgruppen der Universität.
Von Flugrobotern bis Künstliche Intelligenz
Am Sonntag, den 9. Juli, feiert die Universität Bonn das Wissenschaftsfestival. Unter dem Motto „Wissenschaft zum Mitmachen für alle!“ sind Groß und Klein zu einem bunten Fest eingeladen. Neben einem abwechslungsreichen Bühnenprogramm, einer Wissenschaftsrallye und einer Food-Truck-Meile, gibt es zahlreiche Stationen, um die Forschung an der Exzellenzuniversität Bonn kennenzulernen.
Christiane Woopen zum Ehrenmitglied ernannt
Für ihren Beitrag zur Förderung von Ethik und Bioethik in der Forschung, Lehre und Politikberatung auf internationaler Ebene hat die Nationale Akademie der Medizin in Mexiko Prof. Dr. Christiane Woopen, Direktorin des Center for Life Ethics der Universität Bonn, als Ehrenmitglied ernannt.
Rechtlicher Blick auf grüne Stadtplanung
Welche rechtlichen Möglichkeiten haben Städte, um sich zu einer grünen, gerechten, produktiven und gesunden Stadt im Sinne der Neuen Leipzig-Charta 2021 umzugestalten? Welchen rechtlichen Grenzen unterliegen sie dabei? Und welche Antworten geben Verfassungen auf die Frage nach einer ökologischen Transformation und den hieraus resultierenden sozialen Nachhaltigkeitsherausforderungen? Diesen und weiteren Fragen geht die Rechtswissenschaftlerin Jun.-Prof. Dr. Jacqueline Lorenzen nach, neue Argelander-Professorin an der Universität Bonn. Im Transdisziplinären Forschungsbereich (TRA) „Individuen, Institutionen and Gesellschaften" arbeitet sie an der Schnittstelle von Rechtswissenschaften, Ökonomik und Sozialwissenschaften.
Fachleute für nachhaltige KI diskutierten in Bonn
Welche Auswirkungen hat Künstliche Intelligenz (KI) auf die Umwelt? Und welche gesellschaftlichen Folgen kann KI haben? Damit beschäftigt sich die Forschungsgruppe um Prof. Dr. Aimee van Wynsberghe, Humboldt-Professorin an der Universität Bonn. In der vergangenen Woche brachte sie internationale Expertinnen und Experten des Forschungsgebiets zusammen.
Internationale Konferenz zu nachhaltiger KI
Welche Auswirkungen hat Künstliche Intelligenz (KI) auf die Umwelt? Und welche gesellschaftlichen Folgen kann KI haben? Damit beschäftigt sich die Forschungsgruppe um Prof. Dr. Aimee van Wynsberghe, Humboldt-Professorin an der Universität Bonn. Vom 30. Mai bis 1. Juni bringt sie jetzt internationale Expertinnen und Experten des Forschungsgebiets zusammen. Im Universitätsclub Bonn diskutieren die Forschenden über kulturübergreifende Perspektiven der nachhaltigen KI auf globaler Ebene.
Was kann die Berufstätigkeit von Müttern fördern?
Im Rahmen der Diversity Week der Universität Köln lädt der Exzellenzcluster ECONtribute am 22. Mai zur nächsten Veranstaltung der Vortragsreihe „Reinhard Selten Equal Opportunity Talks (ReStart)“ ein. Dr. Frauke Peter vom Deutschen Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW) spricht über berufstätige Mütter und die Frage, was Unterstützungsangebote bei der Suche nach einem Kita-Platz bringen. Die Veranstaltung findet online via Zoom statt. Beginn ist um 17 Uhr.
Regionale Immobilienpreisdatenbank vorgestellt
Die Preise für Wohnimmobilien brachen seit Mitte 2022 inflationsbereinigt bereits um bis zu 20 Prozent ein – und werden voraussichtlich weiter sinken. Das zeigen Forschende des Exzellenzclusters ECONtribute um Prof. Dr. Moritz Schularick, Ökonom an der Universität Bonn. Sie haben heute zusammen mit dem Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen eine neue digitale Datenbank vorgestellt, die das Vergleichen von lokalen Immobilienpreisentwicklungen in 18 großen deutschen Städten einfacher machen soll.
Was ist Liebe?
Was ist Liebe? Wie funktioniert sie? Was ist Schönheit? Diese Fragen werden bei der ersten Annemarie-Schimmel-Lecture von 12. bis 14. Juni verhandelt. Die erste Veranstaltung findet um 17 Uhr im Bonner Münster statt. Am 13. und 14. Juni folgt jeweils um 16 Uhr eine weitere Vorlesung im Festsaal der Universität Bonn. Die Veranstaltungen finden in englischer Sprache statt. Interessierte sind herzlich dazu eingeladen! Redner ist der Philosophieprofessor und jordanische Prinz Ghazi bin Muhammad. Um Anmeldung unter lwiesenh@uni-bonn.de wird gebeten.
Wie Deutschland ohne russisches Gas durch den Winter kam
Die deutsche Wirtschaft hat das Ende der russischen Gaslieferungen verkraftet und hätte auch einem Importstopp ab April 2022 standhalten können. Das zeigt eine Analyse von Prof. Dr. Moritz Schularick, Mitglied des Exzellenzclusters ECONtribute der Universitäten Bonn und zu Köln und designierter Präsident des Kiel Institut für Weltwirtschaft zusammen mit Prof. Dr. Benjamin Moll (London School of Economics) und Dr. Georg Zachmann (Bruegel). Die Studie ist als „ECONtribute Policy Brief“ erschienen.
Produktive Verflechtung der Religionen
Das Zentrum für Komparative Theologie und Kulturwissenschaften (ZeKK) der Universität Paderborn und das International Center for Comparative Theology and Social Issues (CTSI) der Universität Bonn bauen ihre bisherigen Kooperationen im Bereich der Komparativen Theologie weiter aus. Das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen (MKW NRW) fördert ein Verbundprojekt zum Aufbau einer Kooperationsplattform für den gesellschaftlichen Transfer mit knapp zwei Millionen Euro. Nun hat Ina Brandes, Ministerin für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, den Förderbescheid an die Projektverantwortlichen übergeben.
Vertragsunterzeichnung zur Erforschung römischen Lebens am Niedergermanischen Limes
Das Projekt ist auf Langfristigkeit angelegt: Die Nordrhein-Westfälische Akademie der Wissenschaften und Künste fördert es in den nächsten 18 Jahren mit rund zehn Millionen. Zum Vorhaben „Limes und Legion. Die Wirkmächtigkeit römischer Militärpräsenz am Niedergermanischen Limes, Edition und Interpretation archäologischer Quellen“ haben nun Ulrike Lubek, Direktorin des Landschaftsverbandes Rheinland, und Prof. Dr. Andreas Zimmer, Prorektor für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs der Universität Bonn, den Kooperationsvertrag im LVR-LandesMuseum Bonn unterzeichnet. 
Vorurteile beeinflussen, ob Menschen Aktien kaufen
Ob Menschen in Aktien investieren, hängt davon ab, was sie über Aktienbesitzende denken. Das hat ein Team um Luca Henkel, Mitglied des Exzellenzcluster ECONtribute: Markets & Public Policy an der Universität Bonn, herausgefunden. Die Studie ist als ECONtribute Discussion Paper erschienen.
Zwei ERC Consolidator Grants für die Uni Bonn
Grants des Europäischen Forschungsrats (ERC) gehen an herausragende Forschende und bescheren eine Förderung in Millionenhöhe. An der Universität Bonn erhalten gleich zwei Personen begehrte ERC Consolidator Grants: Prof. Dr. Annaliese Mason vom Institut für Nutzpflanzenwissenschaften und Ressourcenschutz (INRES) und Prof. Dr. Dennis Lehmkuhl vom Institut für Philosophie.
Pressemitteilungen 2022
Forscher untersucht Sortierprozesse an Schulen
Auf welche weiterführenden Schulen gehen Schülerinnen und Schüler? Wie werden sie auf verschiedene Klassen verteilt? Welche Auswirkungen haben solche Sortierprozesse hinsichtlich Ungleichheit und Zusammenhalt einer Gesellschaft? Solche Fragen untersucht Dr. Hanno Kruse an der Universität Bonn. Der Soziologe leitet die Emmy Noether-Nachwuchsgruppe “Sortier- und Peerprozesse in der Schule” (SPINS). Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert die Forschungsgruppe mit rund 1,5 Millionen Euro.
Nachhaltigkeit für junge Menschen wichtiger als hoher Lohn
Für eine Stelle in einem nachhaltigen oder sozial ausgerichteten Unternehmen würden junge Menschen ein niedrigeres Gehalt in Kauf nehmen. Das hat ein Team um Thomas Dohmen, Professor am Exzellenzcluster ECONtribute an der Universität Bonn, herausgefunden.
Matthias Braun erhält Spitzenförderung
Frisch an die Evangelisch-Theologische Fakultät der Universität Bonn berufen und gleich eine der höchstrangigsten Spitzenförderungen der Europäischen Union eingeworben: Der Ethiker und Theologe Prof. Dr. Matthias Braun erhält einen begehrten Starting Grant des Europäischen Forschungsrats (ERC). Damit ist eine Förderung in Höhe von 1,5 Millionen Euro für die nächsten fünf Jahren verbunden. Der Wissenschaftler und sein Team untersuchen die ethischen und gesellschaftlichen Auswirkungen Digitaler Zwillinge im Gesundheitsbereich auf den Menschen.
Gesucht: Verlässliche Gesundheitsinfos im Internet
Bei Bauchschmerzen mal eben „Dr. Google“ fragen? Das Forschungsprojekt „Orientierungshilfen im Umgang mit Online-Gesundheitsinformationen“ (OriGes), unter der Leitung von Prof. Dr. Christiane Woopen vom Center for Life Ethics der Universität Bonn und gefördert durch das vormalige Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz, hat zwei Webseiten für Erwachsene und Jugendliche entwickelt. Die Seiten www.gesund-im-netz.net und www.klick2health.net helfen dabei, verlässliche von nicht-verlässlichen Gesundheitsinformationen im Internet zu unterscheiden. In einer zweiten Projektphase, inzwischen gefördert vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz, wurden die Orientierungshilfen unter Mitwirkung der Hochschule für Gesundheit Bochum diversitätssensibel weiterentwickelt. Am 1. Dezember stellen die Projektbeteiligten ihre Ergebnisse in einer öffentlichen Abschlusstagung im Haus für junges Denken vor und laden zur Diskussion ein. Die Veranstaltung wird hybrid stattfinden. Medien und alle Interessierten können sich hier  anmelden.
EU-Projekt rückt Forschungsethik in den Mittelpunkt
Von der Genschere CRISPR Cas9 über Künstliche Intelligenz bis hin zu reprogrammierten Zellen: Neue Technologien sind immer auch mit ethischen Fragen für Forschung und Anwendung verbunden, auf die es keine einfachen Antworten gibt. Das neue von der Europäischen Union geförderte Verbundprojekt irecs soll forschungsethische Prinzipien in möglichst vielen Disziplinen stärken. Unter Federführung der Universität Bonn haben sich 17 Partnerorganisationen aus dem In- und Ausland zusammengeschlossen, um das Projekt gemeinsam voranzutreiben. Die EU fördert das Vorhaben in den nächsten drei Jahren mit insgesamt 4,5 Millionen Euro.
Kultur und die Berufstätigkeit von Müttern
Kinder sind heutzutage einer der Hauptgründe für Einkommensunterschiede zwischen Männern und Frauen. Am Beispiel von ostdeutschen und westdeutschen Müttern beleuchtet die Volkswirtin Prof. Dr. Uta Schönberg am 15. November um 17.00 Uhr in einem Online-Vortrag, wie wichtig die kulturelle Prägung während der Kindheit für die Rückkehr von Müttern in den Beruf ist. Gastgeber ist der wirtschaftswissenschaftliche Exzellenzcluster ECONtribute der Universitäten Bonn und Köln. Zur Teilnahme am Vortrag ist eine Registrierung erforderlich über: https://econtribute.de/event/restart151122/
Covid-19: Impfstatus polarisiert Bevölkerung
Menschen, die sich stark mit ihrem Covid-Impfstatus identifizieren, diskriminieren die jeweils andere Gruppe stärker. Das zeigt eine Studie des Teams um Luca Henkel, Mitglied des Exzellenzclusters ECONtribute an der Universität Bonn, unter Beteiligung der Universitäten Erfurt und Wien sowie des Bernhard-Nocht-Instituts für Tropenmedizin Hamburg. Die Studie ist in der Fachzeitschrift Nature Human Behaviour erschienen.
Eröffnung des Center for Life Ethics
Wie schauen wir auf das Leben? Zur Diskussion dieser Frage lädt am 24. Oktober um 16.30 Uhr die Ethikerin Prof. Dr. Christiane Woopen ein. Aus unterschiedlichen Blickwinkeln und Disziplinen heraus werden die Dekane aller Fakultäten der Universität Bonn, ein Nachwuchswissenschaftler und eine Studentin miteinander diskutieren. Anlass ist die offizielle Eröffnung des Center for Life Ethics und des dazugehörenden Hauses für junges Denken – gegründet und geleitet von Christiane Woopen. Zu Gast werden auch NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst und Oberbürgermeisterin Katja Dörner sein. Alle Interessierten sind eingeladen, die Eröffnung über einen Livestream zu verfolgen: https://youtu.be/ugKF793LcrI
Ökonomin Julia Mink ist neue Argelander-Professorin
Wie wirken sich Umweltverschmutzung und Klimawandel auf die Gesundheit und die damit verbundenen Kosten aus? Wie passen sich Menschen an ihre Umweltbedingungen an, und welche Faktoren sind für eine solche Anpassungsfähigkeit ausschlaggebend? Mit diesen und weiteren Fragen beschäftigt sich Julia Mink, neue Argelander-Professorin an der Universität Bonn. Im Transdisziplinären Forschungsbereich „Individuals, Institutions and Societies“ wird sie an der Schnittstelle von Umwelt- und Gesundheitsökonomik arbeiten.
Aimee van Wynsberghe in Akademie aufgenommen
Die Akademie der Wissenschaften und der Literatur hat sechs neue Mitglieder aufgenommen. Unter ihnen ist auch Humboldt-Professorin Aimee van Wynsberghe. Die KI-Ethikerin der Universität Bonn wird ordentliches Mitglied der Geistes- und sozialwissenschaftlichen Klasse.
Voller Arkadenhof beim Excellence Slam
Mit viel Witz und Kreativität stellten Wissenschaftler:innen der Bonner Exzellenzcluster ihre Forschung in Kurzvorträgen im Arkadenhof vor. Ein Wettstreit, bei dem es am Ende eigentlich nur Gewinner gab.
Excellence Slam im Arkadenhof
Womit befassen sich eigentlich die Forschenden der Exzellenzcluster der Universität Bonn? Einen hautnahen Einblick erhalten alle Interessierten am 22. August um 20 Uhr im Arkadenhof des Uni-Hauptgebäudes. Beim Excellence Slam stellen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Cluster unterhaltsam und humorvoll ihre Forschung in Kurzvorträgen vor. Am Ende stimmt das Publikum ab – und der beliebteste Slam gewinnt. Die kostenfreie Veranstaltung findet einen Tag nach dem Abschluss der Bonner Stummfilmtage auf deren Bühne im Innenhof des Barockschlosses statt.
Studie: So kommt Deutschland ohne russisches Gas durch den Winter
Die deutsche Wirtschaft könnte einen sofortigen Stopp russischer Gaslieferungen mit den richtigen wirtschaftspolitischen Maßnahmen auffangen und ohne russisches Gas durch den Winter kommen. Deutschland muss seinen Gasverbrauch bis zum Ende der kommenden Heizperiode um etwa 25 Prozent reduzieren. Wie das zu schaffen ist, zeigt eine Studie des Teams um Prof. Dr. Moritz Schularick und Prof. Dr. Moritz Kuhn, Mitglieder des Exzellenzclusters ECONtribute der Universitäten Bonn und Köln. Laut der aktualisierten Schätzung wären die ökonomischen Kosten einer solchen Reduktion ähnlich hoch wie bei einem Energieembargo im Frühjahr. Die Studie ist als „ECONtribute Policy Brief“ erschienen.
Zehn Millionen Euro für Archäologen der Uni Bonn
Die vier römischen Legionsstützpunkte in Bonn, Neuss, Xanten und Nijmegen tragen noch immer ungeborgene Wissensschätze über das facettenreiche Leben der Römer am Niederrhein in sich. Diese zu entschlüsseln und für nächste Forschergenerationen zu bewahren, ist Ziel eines Teams unter der Federführung des Archäologen Prof. Dr. Jan Bemmann von der Universität Bonn. Große Unterstützung erhält das Projekt jetzt durch das von Bund und Ländern gemeinsam finanzierte Forschungsprogramm der Wissenschaftsakademien: Als eines von fünf neu geförderten Langfristvorhaben erhält es rund zehn Millionen Euro für die kommenden 18 Jahre.
Profite ließen Löhne im Finanzsektor steigen
Unternehmen teilen Gewinne zunehmend mit ihren Angestellten, was in den vergangenen Jahren zu überdurchschnittlich steigenden Löhnen im Finanzsektor geführt hat. Das hat ein Team um Dr. Michael Böhm, Forscher des Exzellenzclusters ECONtribute an der Universität Bonn, herausgefunden.
Zentrum für Versöhnungsforschung feierlich eröffnet
Covid-19, Klimawandel, Populismus und nicht zuletzt der Ukraine-Krieg machen die Frage, wie und ob Versöhnung möglich ist, hochaktuell und relevant. Das neue Bonner Zentrum für Versöhnungsforschung der Universität Bonn bündelt gemeinsam mit Partnerorganisationen Forschungsaktivitäten zu diesem Thema. Ziel ist es, Versöhnungspraktiken interdisziplinär und vergleichend in unterschiedlichen kulturellen, sozialen und regionalen Kontexten zu analysieren. Im Festsaal der Universität ist das Zentrum jetzt feierlich eröffnet worden.
Zentrum für Versöhnungsforschung nimmt Arbeit auf
Covid-19, Klimawandel, Populismus und nicht zuletzt der Ukraine-Krieg machen die Frage, wie und ob Versöhnung möglich ist, hochaktuell und relevant. Das neue Bonner Zentrum für Versöhnungsforschung der Universität Bonn bündelt jetzt gemeinsam mit Partnerorganisationen Forschungsaktivitäten zu diesem Thema. Ziel ist es, Versöhnungspraktiken interdisziplinär und vergleichend in unterschiedlichen kulturellen, sozialen und regionalen Kontexten zu analysieren. Die offizielle Eröffnung findet am 22. Juni um 18.30 Uhr im Festsaal der Universität Bonn statt. Den Eröffnungsvortrag hält Prof. Dr. Moshe Zimmermann von der Hebrew University in Jerusalem. Medienschaffende sind eingeladen, an der Veranstaltung teilzunehmen. Um eine Anmeldung wird gebeten an vforum@uni-bonn.de.
Ausstieg aus russischem Öl und Gas? - Universität Bonn startet Audio-Podcast-Reihe „Hypothese“
„Hypothese“ – unter diesem Titel hat die Universität Bonn eine neue Reihe von Audio-Podcasts gestartet, in der Fachleute aus unterschiedlichen Disziplinen ihre Expertise im Rahmen von Interviews zur Verfügung stellen. Grundlage jeder Ausgabe ist eine Grundannahme, die der Interviewgast vorab formuliert hat und die dann in einem 20- bis 30-minütigen Onlinegespräch näher beleuchtet wird. Den Anfang macht der Ökonom Prof. Dr. Moritz Kuhn mit einem Interview zur Hypothese „Ein Ausstieg aus russischem Öl und Gas ist für eine Marktwirtschaft wie Deutschland machbar.“ Die Podcasts sind über gängige Plattformen abrufbar.
Warum Schüler später Karriere in MINT-Fächern machen
Ein internationales Team unter Beteiligung von Prof. Dr. Thomas Dohmen, Sprecher des Exzellenzclusters ECONtribute der Universitäten Bonn und Köln, hat eine Förderung von bis zu 2,5 Millionen Dollar der US-Stiftung National Science Foundation (NSF) erhalten. In der geförderten Studie wollen die Forschenden herausfinden, inwiefern Kompetenzen, Persönlichkeitsmerkmale und ökonomische Präferenzen von Schülern deren spätere Leistungen und Karrieren in Naturwissenschaft, Technologie, Ingenieurwesen und Mathematik (MINT-Fächer) vorhersagen. Das Projekt läuft über fünf Jahre.
Wilhelm-Weber-Preis für Christiane Woopen
Die Ethikerin Prof. Dr. Christiane Woopen der Universität Bonn hat in Dortmund den diesjährigen Wilhelm-Weber-Preis für ihr langjähriges gesellschaftliches Engagement erhalten. Verliehen wird der nach dem Theologen und Sozialwissenschaftler Prof. Dr. Wilhelm Weber (1925-1983) benannte Preis für „besondere Verdienste im Geist der katholischen Sozialethik“. Während eines Festaktes in der Kommende Dortmund, dem Sozialinstitut des Erzbistums Paderborn, hielt der frühere Bundesverfassungsrichter Prof. Dr. Paul Kirchhof die Laudatio auf die Preisträgerin.
Amerikanisch-deutsche Partnerschaft: Perspektiven in Krisenzeiten
Welche Belastungsproben und welche Chancen ergeben sich aus aktuellen Krisen für die Kooperation zwischen den USA und Deutschland? Erlebt sie eine Renaissance? Darüber wird am 11. Mai um 18 Uhr die US-amerikanische Generalkonsulin Pauline Kao im Festsaal der Universität sprechen. Der Vortrag mit anschließender Diskussion bildet den Start der Veranstaltungsreihe „Nordrhein-Westfalen und die Welt“, ins Leben gerufen von der Henry Kissinger Professur für Sicherheits- und Strategieforschung am Center for Advanced Security, Strategic and Integration Studies (CASSIS) der Universität Bonn. Es handelt sich um eine Kooperation mit der Stadt Bonn. Um Anmeldung wird gebeten an wiluda@uni-bonn.de.
Neues Zentrum zur komparativen Theologie wird eröffnet
Den weltweiten Dialog von Theologien verschiedener Religionen untereinander zu fördern, aber auch mit anderen Disziplinen zu vernetzen – das ist das Ziel des neu gegründeten International Center for Comparative Theology and Social Issues (CTSI) der Universität Bonn. Die offizielle Eröffnung des Zentrums findet jetzt am 4. Mai um 10 Uhr im Festsaal (Hauptgebäude) der Universität statt. Grußworte halten Oberbürgermeisterin Katja Dörner, Rektor Prof. Dr. Dr. h.c. Michael Hoch und Weihbischof Rolf Steinhäuser. Medienschaffende und alle weiteren Interessierten sind eingeladen, an der Eröffnungsveranstaltung teilzunehmen. Um eine Anmeldung wird gebeten: lwiesenh@uni-bonn.de.
Ringvorlesung zu Demokratie und Herrschaft
Spätestens seit den 1960er-Jahren haben liberale Werte einen zentralen Stellenwert im gesellschaftlichen Selbstverständnis demokratischer Staaten erlangt. Diese Entwicklung scheint jedoch häufig begleitet von neuen, oft verdeckten Machthierarchien. In einer neuen Ringvorlesung an der Universität Bonn diskutieren Forschende unterschiedlicher Disziplinen, wie Gesellschaften im 21. Jahrhundert Demokratisierung und Machtstrukturen verhandeln. Die öffentlichen Vorträge finden ab dem 20. April bis zum 13. Juli jeden Mittwoch von 18.15 bis 19.45 Uhr im Hörsaal 8 des Hauptgebäudes statt – teils in deutscher, teils in englischer Sprache. Eingeladen sind alle Interessierten, insbesondere Schülerinnen und Schülerinnen der Oberstufe. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Podcast: Die wirtschaftlichen Folgen des Ukrainekriegs
In einer Sonderstaffel des ECONtribute-Wirtschaftspodcasts widmen sich Forschende des Exzellenzclusters ECONtribute der Universitäten Bonn und Köln den internationalen wirtschaftlichen Auswirkungen des Ukrainekriegs und beleuchten diese wissenschaftlich.
Auf den Spuren Annemarie Schimmels
Sie war Ende des 20. Jahrhunderts vermutlich die berühmteste nicht-muslimische Islamwissenschaftlerin: Annemarie Schimmel (1922-2003). Zum 100. Geburtstag der Gelehrten, die über viele Jahre an der Universität Bonn tätig war, lädt das International Center for Comparative Theology and Social Issues der Universität Bonn zu einer Festveranstaltung am 7. April ein. Beginn ist um 14 Uhr im Großen Hörsaal des Collegium Albertinum (Adenauerallee 19). Auf einen Vortrag über das Leben und Wirken von Annemarie Schimmel folgt ein Stadtspaziergang auf ihren Spuren. Er dauert rund eine Stunde und endet an Schimmels Grab auf dem Poppelsdorfer Friedhof. Um Anmeldung wird gebeten.
Moderater BIP-Rückgang bei Stopp russischer Energieimporte
Würde die Bundesregierung russische Energieimporte stoppen, könnte sich die deutsche Wirtschaft anpassen. Das zeigt eine aktuelle Studie des Forschungsteams um die Ökonomen Prof. Dr. Moritz Schularick und Prof. Dr. Moritz Kuhn, Mitglieder des Exzellenzclusters ECONtribute der Universitäten Bonn und Köln. Die Studie ist als „ECONtribute Policy Brief“ erschienen.
Renommierte Verstärkung für die Universität Bonn
Die Universität Bonn hat erneut hochrangige Persönlichkeiten rekrutiert. Prof. Dr. Carmen Ruiz de Almodóvar und Prof. Dr. Martin Keßler treten jetzt sogenannte Schlegel-Professuren an, die aus Exzellenzmitteln finanziert sind. Die international anerkannten Forschenden werden an der Universität Bonn neue Forschungsfelder erschließen und wichtige Impulse in den Lebenswissenschaften und der Evangelischen Theologie setzen.
Wohnimmobilien in kleineren Städten langfristig rentabler
Wohnimmobilien in Großstädten haben den Ruf, besonders rentabel zu sein. Langfristig brachten sie in den vergangenen 150 Jahren im Schnitt jedoch weniger Rendite ein als Immobilien in kleineren Städten. Das zeigt eine Studie des Teams um Ökonom Prof. Dr. Moritz Schularick, Mitglied des Exzellenzclusters ECONtribute: Markets & Public Policy an der Universität Bonn. Die Studie ist die erste ihrer Art, die langfristige Gesamtrenditen von Wohnportfolios historisch vergleicht und Hauspreisdaten und Mietrenditen verknüpft. Sie ist vorab als „ECONtribute Discussion Paper“ erschienen.
Vergangene Aktienkurse täuschen Investierende
Anlegerinnen und Anleger entscheiden häufig anhand vergangener Aktienkurse, wie sie investieren. Faktisch hängen künftige und vergangene Renditen allerdings nicht voneinander ab. Weist man Investierende auf diesen Fehler hin, ändern sie ihr Anlageverhalten. Das zeigt eine Studie des Teams um Ökonomin Prof. Dr. Christine Laudenbach, Mitglied des Exzellenzclusters ECONtribute: Markets & Public Policy an der Universität Bonn. Die Studie ist vorab als „ECONtribute Discussion Paper“ erschienen.
Glückliche Kinder lernen mehr
An die ehemalige Jüdische Volksschule, die von 1934 bis 1941 auf dem Gelände des heutigen Juridicums bestand, erinnert dort jetzt eine Gedenktafel. Wach gehalten wird damit das Wissen um die Leistungen der Schule und ihres Schulleiters Hans-Herbert Hammerstein. Zur Geschichte der Jüdischen Volksschule entsteht eine Forschungsarbeit, angestoßen durch das Versöhnungsprojekt der Universitäten Bonn und der DAAD-Zentren in Jerusalem und Haifa, Israel.
Pressemitteilungen 2021
Jahresrückblick 2021 der Universität Bonn
2021 war ein ereignisreiches Jahr mit vielen Höhen und Tiefen. Wir blicken zurück auf die Highlights in den Nachrichten und Pressemitteilungen der Universität Bonn.
Prof. Dr. Moritz Schularick erhält einen Leibniz-Preis
Für seine exzellenten Forschungsleistungen erhält Prof. Dr. Moritz Schularick den Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis, der mit 2,5 Millionen Euro dotiert ist. Das hat die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) heute bekanntgegeben. Der Direktor des MacroFinance Lab und Mitglied des Exzellenzclusters ECONtribute der Universität Bonn erzielt mit seinen wissenschaftlichen Arbeiten etwa zur Finanzmarktstabilität, zur Ungleichheit und zur Wirtschaftsgeschichte große Resonanz über die Fachwelt hinaus. Die hochdotierte Auszeichnung ermöglicht den Preisträgern große Freiheit in der Forschung.
Wie verändert Künstliche Intelligenz die Wissenschaft?
Wie wirken sich Technologien Künstlicher Intelligenz (KI) auf die Wissenschaften aus? Diese Frage untersuchen Forschende der Medienwissenschaften an der Universität Bonn zusammen mit der Universität Wien und dem Karlsruher Institut für Technologie. Die VolkswagenStiftung fördert das Vorhaben in den nächsten vier Jahren mit ihrer Initiative “Künstliche Intelligenz” mit 1,4 Millionen Euro.
Sustainable AI Lab offiziell eröffnet
Nun ist es offiziell eröffnet: das Sustainable AI Lab der Universität Bonn – ein Ort, an dem exzellente Forschende aus verschiedenen Disziplinen zusammenarbeiten und über die ökologischen, sozialen und ökonomischen Kosten von Design, Entwicklung und Nutzung von KI in der Gesellschaft nachdenken.
Mehr Verantwortung fürs Klima
Über das Ziel herrscht bei vielen Einigkeit: Um „die Welt zu retten“, braucht es ökologische, ökonomische und soziale Nachhaltigkeit. Doch was für Menschen braucht es eigentlich, um das zu erreichen? Wie sind diejenigen gestrickt, die sich auf unterschiedliche Arten engagieren? Was braucht es, damit mehr Menschen anfangen, zu handeln? Und: Lässt sich Engagement fürs Klima oder auch Verantwortungsgefühl lernen – zum Beispiel an der Hochschule? In der zweiten Podiumsdiskussion der Veranstaltungsreihe "KlimaWandel – Learning for Future" der Universität Bonn und des Wissenschaftsladens Bonn geht es am 8. Dezember – ganz im Sinne der Bildung für nachhaltige Entwicklung – um die Selbstkompetenzen von Menschen. Die Veranstaltung beginnt um 17 Uhr und findet digital über Zoom statt.
Nächste Runde für zwei Sonderforschungsbereiche
Großer Erfolg für zwei Forschungsverbünde der Universität Bonn: Der Sonderforschungsbereich (SFB) Transregio 224 „Ökonomische Perspektiven auf gesellschaftliche Herausforderungen“ sowie der SFB-Transregio 228 „Zukunft im ländlichen Afrika“ haben mit ihren Forschungsarbeiten der vergangenen vier Jahre überzeugt. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert daher beide Verbünde für eine weitere Förderperiode mit jeweils mehreren Millionen Euro. Im Projekt SFB-Transregio 224 eröffnen Forschende der Universitäten Bonn und Mannheim gemeinsam ökonomische Perspektiven auf gesellschaftliche Herausforderungen. Das Projekt SFB-Transregio 228 bringt Forschende der Universitäten Bonn und Köln, des Bonn International Centre for Conflict Studies (BICC) und des Deutschen Instituts für Entwicklungspolitik (DIE) zusammen, um an der Zukunftsgestaltung im ländlichen Afrika zu arbeiten.
Die gesellschaftliche Bedeutung der Lehrkräfteausbildung
Welche Bedeutung hat die Ausbildung von Lehrerinnen und Lehrern für die Universität und die Gesellschaft? Dieser Frage gehen Fachleute verschiedener Disziplinen ab dem 3. November in einer gemeinsamen Ringvorlesung der Katholisch-Theologischen und der Philosophischen Fakultät der Universität Bonn nach. Die Vorlesung findet im zweiwöchigen Rhythmus jeweils von 18.15 bis 19.45 Uhr im Hörsaal X im Universitäts-Hauptgebäude statt. Eine digitale Teilnahme über Zoom ist ebenfalls möglich.
Forschende diskutieren über „Versöhnung“
Was bedeutet Versöhnung? Ab dem 3. November werden einmal wöchentlich zwei Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in den Ring steigen, um bei einem digitalen Dialogforum zu diesem Thema zu streiten – und sich vielleicht hinterher wieder zu versöhnen. Zu den jeweils mittwochs von 18.15 bis 19.45 Uhr stattfindenden Diskussionsrunden können sich alle Interessierten via Zoom zuschalten. Der „Zweikampf“ erfolgt allerdings nicht im wahrsten Sinne des Wortes. Es zählt das bessere Argument in einer moderierten Diskussion. Nach 45 Minuten wird diese für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer geöffnet. Studierende, Bürgerinnen und Bürger sowie Forschende sind herzlich willkommen.
Universität Bonn rekrutiert hochrangige Forschende
Renommierte Verstärkung für die Universität Bonn: Mit den ersten aus Exzellenzmitteln finanzierten „High profile“-Professuren kommen drei hochkarätige wissenschaftliche Persönlichkeiten an die Exzellenzuniversität, um neue Forschungsfelder zu erschließen und wichtige Impulse in verschiedenen Fachrichtungen zu setzen. Die Ethikerin Prof. Dr. Christiane Woopen tritt am 1. Oktober eine sogenannte Hertz-Professur an, der Agrarökonom Prof. Dr. Matin Qaim und der Katholische Theologe Prof. Dr. Klaus von Stosch besetzen sogenannte Schlegel-Professuren. Bei einem Empfang im Rektorat wurden die Neuberufenen jetzt offiziell ernannt.
Bundestagswahl: Ökonomen analysieren politische Herausforderungen
Wie bringen wir die Wirtschaft nach der Pandemie wieder in Schwung? Welche Steuerreformen könnten auf uns zukommen? Und wie wird Wohnen wieder für alle bezahlbar? In der neuen Staffel des Wirtschaftspodcasts des Exzellenzclusters ECONtribute der Universitäten Bonn und Köln widmen sich die Ökonomen zentralen politischen Herausforderungen der kommenden Jahre. In rund 30-minütigen Folgen diskutiert Carolin Jackermeier, PR Managerin bei ECONtribute, ab heute (24. August) im zweiwöchigen Takt bis zur Wahl am 26. September mit Forschenden des Exzellenzclusters. Den Podcast gibt es auf allen größeren Plattformen zu hören.
Online-Konferenz: Globales Internet am Ende?
Die Dynamiken und Konsequenzen technisch-politischer Auseinandersetzungen, die im globalen Informationszeitalter alle politischen Ebenen betreffen, diskutieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler vom 17. bis 18. September bei der internationalen Online-Konferenz "Digital Fragmentations and Digital Sovereignty". Der Transdisziplinäre Forschungsbereich „Individuen, Institutionen und Gesellschaften“ (TRA 4) und das Center for Advanced Security, Strategic and Integration Studies (CASSIS) der Universität Bonn haben dazu Expertinnen und Experten aus Europa, den USA und China eingeladen. 
Welche Faktoren beeinflussen die Virusausbreitung?
Für die Ausbreitung von Infektionskrankheiten sind viele verschiedene Faktoren verantwortlich. Bekannt ist: Der Ausbreitungsprozess hängt im Wesentlichen von der Ansteckungsfähigkeit des Erregers und der Immunantwort des Wirts, aber auch vom menschlichen Verhalten ab. Das betrifft zum Beispiel die Frage, inwieweit Abstandsregelungen eingehalten werden. Weniger häufig beachtet wird allerdings die Tatsache, dass sich die Faktoren und ihr Einfluss je nach Personengruppen stark unterscheiden können – sowohl auf biomedizinischer als auch sozioökonomischer Ebene. Diese sogenannte interindividuelle Variabilität wollen Mathematiker:innen, Mediziner:innen und Ökonom:innen jetzt in einem gemeinsamen Kooperationsprojekt der Universität Bonn und des Universitätsklinikums München unter die Lupe nehmen. Das Ziel ist es, neue Faktoren zu bestimmen, die für die Übertragung oder Eindämmung von SARS-CoV-2-Viren relevant sind. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert das Projekt mit mehreren Hunderttausend Euro, von denen 270.000 Euro nach Bonn gehen.
Expertise zur Hochwasserkatastrophe
Die Hochwasserkatastrophe der vergangenen Woche wirft viele Fragen auf. Auch an der Universität Bonn beschäftigen sich Forschende aus unterschiedlichen Disziplinen mit den Zusammenhängen. Wie haben sich Hochwasserereignisse aus historischer Sicht verändert? Wird der zukünftige Klimawandel das Auftreten von Wetterextremen befördern? Wie kann ein nachhaltiges Hochwassermanagement aussehen, und was muss getan werden, um den Katastrophenschutz zu verbessern? Um das aktuelle Ereignis aus unterschiedlichen Perspektiven zu beurteilen, stehen Wissenschaftler*innen gern Medienschaffenden zur Verfügung.
Was Deutschland aus der Pandemie lernen muss
Wie kann ein Staat, der Probleme beim Bewältigen der Corona-Krise hat, im kommenden Jahrzehnt den komplexen ökologischen Umbau der Wirtschaft steuern? Diese Frage stellt der Wirtschaftswissenschaftler Moritz Schularick in seinem neuen Buch „Der entzauberte Staat - Was Deutschland aus der Pandemie lernen muss“, erschienen im C.H. Beck Verlag.
Soziale Normen prägen Bereitschaft zum Klimaschutz
Menschen tragen wenig zum Klimaschutz bei, weil sie die Bereitschaft anderer unterschätzen, ebenfalls ihren Beitrag zu leisten. Das ist das zentrale Ergebnis einer aktuellen Studie der Bonner Verhaltensökonomen Peter Andre, Teodora Boneva, Felix Chopra und Armin Falk, Mitglieder des Exzellenzclusters ECONtribute: Marktes & Public Policy der Universitäten Bonn und Köln. Die Studie ist vorab als „ECONtribute Discussion Paper“ erschienen.
Bundesministerin Anja Karliczek informiert sich über die Exzellenzstrategie der Universität Bonn
Die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Anja Karliczek, hat die Universität Bonn besucht. Im Mittelpunkt standen dabei die Entwicklungen in der Exzellenzstrategie. Die Universität Bonn war mit sechs Exzellenzclustern und dem Status einer Exzellenzuniversität als erfolgreichste Bewerberin aus dem aktuellen Wettbewerb des Bundes und der Länder hervorgegangen.
Schnelltests dämmten Coronavirus effektiv ein
Schnelltests haben die Covid-19-Infektionsketten im Frühjahr 2021 effektiv unterbrochen. Das zeigt ein Modell, das von Forschenden des Exzellenzclusters ECONtribute: Markets & Public Policy der Universitäten Bonn und Köln, des Sonderforschungsbereichs Transregio 224 EPoS der Universitäten Bonn und Mannheim und des Instituts zur Zukunft der Arbeit entwickelt wurde. Den Ergebnissen dieses Simulationsmodells zufolge verringerten die Antigen-Tests die Coronazahlen im Frühling maßgeblich, während Impfungen eine untergeordnete Rolle spielten. Die Studie ist vorab als „ECONtribute Discussion Paper“ erschienen.
Warum bekommen Frauen teurere Finanzprodukte empfohlen?
Frauen bekommen in der Finanzberatung teurere Produkte empfohlen als Männer. Das zeigt eine aktuelle Studie von Christine Laudenbach, Professorin beim Exzellenzcluster ECONtribute: Markets & Public Policy. Sie kennt sich aus mit unterschiedlichen Risikopräferenzen, „rosa Geldanlagen“ und Vorurteilen in der Finanzwelt. Darüber spricht sie im Interview mit Carolin Jackermeier, Junior Science Editor am Exzellenzcluster. Ein Artikel aus der forsch 2021/01.
Weltweit erste Konferenz zu nachhaltiger KI
Künstliche Intelligenz (KI) kann ein wichtiges Werkzeug für eine nachhaltige Entwicklung sein – etwa indem sie hilft, den Energieverbrauch großer Fabriken zu senken oder Naturkatastrophen vorherzusagen. Allerdings können diese Anwendungen auch eine soziale und ethische Kehrseite haben. Bei der Entwicklung von KI-Modellen entstehen zum Beispiel Kohlenstoffemissionen, die die Umwelt belasten. Oder es kommt zu ungleichen Handlungschancen zwischen Menschen, sogenannten Machtasymmetrien, wenn nicht alle einen Zugang zur Technologie erhalten. Vom 15. bis 17. Juni diskutieren Forschende über die ökologischen, sozialen und ökonomischen Kosten der Entwicklung und Nutzung von Künstlicher Intelligenz. Veranstalterin ist die KI-Ethikerin Prof. Dr. Aimee van Wynsberghe, Humboldt-Professorin an der Universität Bonn. Die virtuelle Konferenz wird unterstützt durch die Alexander von Humboldt-Stiftung und das Institut für Wissenschaft und Ethik der Universität Bonn.
Warum Kinder für Anwältinnen teurer sind als für Ärztinnen
Besonders für hochqualifizierte Frauen sind Kinder mit hohen Kosten verbunden. Welche Rolle unflexible Arbeitszeiten spielen und für welche Berufsgruppen die Lohneinbußen besonders groß sind – darüber spricht die Ökonomin Prof. Dr. Aline Bütikofer von der Norwegian School of Economics am 17. Juni um 17 Uhr in einem öffentlichen virtuellen Vortrag. Er gehört zur Reihe „Reinhard Selten Equal Opportunity Talks (ReStart)“ – ein Format, das einen besonderen Fokus auf Gleichstellungsthemen setzt. Gastgeber ist der wirtschaftswissenschaftliche Exzellenzcluster ECONtribute der Universitäten Bonn und Köln. Der Vortrag findet im Rahmen der „Diversity Week“ der Universität zu Köln statt.
Forschung zum Hören: Folgen des Distanzunterrichts
Wie erreichen wir Chancengleichheit und funktionierende Integration an deutschen Schulen? Wie wird sich die Corona-Pandemie langfristig auf Bildung auswirken? Und was erhoffen sich Studierende eigentlich von ihrem Abschluss? In der neuen Staffel des Wirtschaftspodcasts des Exzellenzclusters ECONtribute der Universitäten Bonn und Köln widmen sich die Ökonominnen und Ökonomen dem Thema Bildung. In rund 30-minütigen Folgen diskutiert Carolin Jackermeier, Junior Science Editor bei ECONtribute, monatlich mit den Forschenden. Der Podcast ist auf Spotify, Soundcloud und Deezer verfügbar.
Bericht zum Sicherheitsforum liegt vor
Wie lässt sich die Zukunft der transatlantischen Beziehungen angesichts der globalen geopolitischen Rivalitäten gestalten, die durch die Corona-Pandemie verstärkt wurden? Fünf Tage diskutierten beim virtuellen International Security Forum Bonn 2020 internationale Experten aus Wissenschaft, Ministerien und Politik über aktuell drängende Themen der Außen- und Sicherheitspolitik sowie strategische Lösungen. Nun liegt der Abschlussbericht des Center for Advanced Security, Strategic and Integration Studies (CASSIS) der Universität Bonn vor: https://www.cassis.uni-bonn.de/de/dateien/international-security-report-2020-1/isfb-report-2020
Die Pandemie und ihre großen ethischen Fragen
Über die Ethik in Zeiten der Pandemie und darüber hinaus spricht am 28. April um 17 Uhr die Medizinethikerin Prof. Dr. Christiane Woopen in einem virtuellen Vortrag. Die Veranstaltung ist Teil des Selten Salons, einer öffentlichen Vortragsreihe des wirtschaftswissenschaftlichen Exzellenzclusters ECONtribute und des Reinhard Selten Institute.
Wofür steht „Versöhnung“?
Die Gegenwart ist geprägt durch militärische, religiöse und ökonomische Konflikte auf der einen Seite und zunehmende private Konflikte auf der anderen Seite. Gleichzeitig hat der Wunsch nach Versöhnung Konjunktur. Aber was bedeutet „Versöhnung“ in unterschiedlichen Kulturen und zu verschiedenen Zeiten? Historiker, Soziologen, Philosophen und Theologen setzen sich in einer neuen Ringvorlesung an der Universität Bonn mit dem Schlüsselbegriff "Versöhnung" auseinander und begeben sich auf eine Reise durch historische und aktuelle Konfliktzonen. Die öffentlichen Vorträge finden ab jetzt bis zum 21. Juli jeden Mittwoch von 18.15 bis 19.45 Uhr digital über das Konferenzsystem Zoom statt.
Katholisch-Theologische Fakultät richtet drei neue Professuren ein
Die Katholisch-Theologische Fakultät der Universität Bonn hat angekündigt, bis zum Jahr 2022 drei neue Professuren einzurichten. Darunter ist auch eine im Rahmen der Exzellenzstrategie geförderte Schlegel-Professur. Die Fakultät nutzt die Maßnahme nicht nur, um sich in Forschung und Lehre neu aufzustellen, sie schafft auch neue Chancen für die Vernetzung mit anderen Fachbereichen innerhalb und außerhalb der Theologien.
Theologen analysieren Macht und Missbrauch
Die Theologieprofessoren Jochen Sautermeister und Andreas Odenthal von der Universität Bonn laden als Herausgeber des neu im Herder-Verlag erschienenen Bandes „Ohnmacht. Macht. Missbrauch. Theologische Analysen eines systemischen Problems” Medien und alle Interessierten zu einer digitalen Buchvorstellung ein. Termin ist Donnerstag, 4. März, von 16 bis 17 Uhr.
Spannendes aus der Wirtschaftsforschung zum Hören
Spannendes aus der Wirtschaftsforschung zum Hören
Pressemitteilungen 2020
Gute Nachrichten, falsche Erwartungen? Wie Menschen Renditechancen am Aktienmarkt einschätzen
Nicht nur Privatanleger, sondern auch Finanzprofis schätzen die Renditechancen am Aktienmarkt oft anders ein, als es gängige finanzökonomische Modelle vorhersagen. Das zeigt eine Studie unter Beteiligung des Exzellenzclusters ECONtribute der Universitäten Bonn und zu Köln. Dahinter stehen unterschiedliche Vorstellungen darüber, wie Unternehmensnachrichten in Aktienkurse einfließen und was sie für zukünftige Renditen bedeuten. Die Studie wurde unter dem Titel „Mental Models of the Stock Market“ im renommierten Fachjournal The Quarterly Journal of Economics veröffentlicht.
25 Jahre Ägyptisches Museum der Universität Bonn
An die Eröffnung des Ägyptischen Museums der Universität Bonn vor 25 Jahren wird mit einer Sonderausstellung unter dem Titel „25 Jahre in 25 Objekten!“ erinnert. Die Schau mit einem Rückblick auf ein Vierteljahrhundert Museumsgeschichte wird am 22. Juli 2026 eröffnet und kann bis zum 15. März 2027 besucht werden. Die 25 ausgewählten Exponate "repräsentieren markante Ereignisse der Museumsgeschichte sowie das Aufgabenspektrum, die öffentlichen Aktivitäten, das Selbstverständnis und die Vernetzung dieses modernen Universitätsmuseums“, erklärt Dr. phil. habil. Frank Förster, Kurator des Ägyptischen Museums.
Gutachten "Umwelt prägt Sicherheit" erschienen
Globale Umweltveränderungen wie Klimawandel, Biodiversitätsverlust und Umweltverschmutzung sind nicht nur ökologische Herausforderungen. Sie berühren auch Fragen von Sicherheit, gesellschaftlicher Stabilität und internationalem Frieden. Zu diesem Ergebnis kommt der Wissenschaftliche Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU) in seinem neuen Teilgutachten „Umwelt prägt Sicherheit“, das jetz als erstes Kapitel des Hauptgutachtens „Sicherheit – nachhaltig und integriert“ veröffentlicht worden ist. Federführend am Verfassen beteiligt war Prof. Dr. Anna-Katharina Hornidge, Professorin an der Universität Bonn und Direktorin des German Institute of Development and Sustainability (IDOS).
Call for Abstracts – Heilung durch Daten? (Einsendeschluss: 15.07.2026)
Interdisziplinäre Tagung des Jungen Forums der Görres-Gesellschaft in Zusammenarbeit mit dem Center for Life Ethics (Universität Bonn) Die Medizin und das Gesundheitswesen sind von Innovation, Fortschritt und Daten geprägt. Die aktuelle digitale Transformation revolutioniert das Gesundheitswesen in einer beispiellosen Geschwindigkeit. Von KI-gestützter Diagnostik und telemedizinischen Konsultationen über digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) und elektronische Patient[inn]enakten bis hin zum Einsatz von Robotik und KI in Diagnostik, Therapie und Pflege. Dabei versprechen die technologischen Innovationen vor allem effizientere Prozesse, präzisere, personalisierte Therapien und Entlastung des gesamten Personals.   Die aktuelle weitreichende Transformation ist dabei deutlich mehr als ein rein technologischer oder ökonomischer Prozess. Sie berührt den Kern des menschlichen Daseins: unsere Verletzlichkeit, unsere Autonomie und unser Bedürfnis nach Zuwendung. Die digitale Neugestaltung des Gesundheitswesens wirft folglich drängende normative Fragen auf. Einige Beispiele hierfür sind: Wie lässt sich das Wohl der Patientinnen und Patienten im Spannungsfeld von algorithmischer Entscheidungsfindung und ärztlicher oder pflegerischer Expertise wahren? Wie verändern Technologien die zwischenmenschlichen Beziehungen in Medizin und Pflege? Und wie können Gesundheitsinstitutionen diesen Wandel gerecht und werteorientiert gestalten?   Eingeladen sind alle, die sich für das Thema interessieren, das interdisziplinär diskutiert werden soll.
Liquid Archive oder Welche Erinnerungen bewahrt das Wasser?
Unter dem Ausstellungstitel „Liquid Archive“ werden Film- und Fotoarbeiten der Künstlerin Jasmine Togo-Brisby aus Australien und Neuseeland präsentiert. „Welche Erinnerungen bewahrt das Wasser?“ So lautet die Ausgangsfrage des zweiten Kapitels von „Pflanzenwissen“, das laufende Forschungs- und Ausstellungsprojekt im Global Heritage Lab. Dort ist „Liquide Archive“ noch bis zum 6. September 2026 zu sehen.
Andreas Pinkwart übernimmt Seniorprofessur für Strategic Entrepreneurship an der Universität Bonn
Zum 1. Oktober 2026 übernimmt Prof. Dr. Andreas Pinkwart eine neue Seniorprofessur für „Strategic Entrepreneurship“ an der Universität Bonn. In dem Rahmen wird er das Rektorat bei der Weiterentwicklung des Strategischen Transfers begleiten. Damit gewinnt die Exzellenzuniversität Bonn eine der profiliertesten Persönlichkeiten an der Schnittstelle von Wissenschaft, Innovation, Unternehmertum und Politik.
Globale Studie: Die meisten Menschen kooperieren
Menschen auf der ganzen Welt sind kooperativer, als wir glauben. Das zeigt eine neue Studie im renommierten Wissenschaftsjournal Science, die Prof. Dr. Armin Falk, Professor an der Universität Bonn, gemeinsam mit Prof. Teodora Boneva (Universität Bonn), Prof. Peter Andre (Goethe-Universität Frankfurt) und Prof. Dr. Felix Chopra (Frankfurt School of Finance) verfasst hat.
Zwei auf einen Streich
Wie lässt sich die Zukunft von gewässernahen Städten des Globalen Südens angesichts von Herausforderungen wie des Klimawandels am besten gestalten? Wie werden Konflikte in verschiedenen Kulturen überwunden? Mit diesen zentralen Fragen befassen sich zwei neue Graduiertenkollegs an der Universität Bonn. Ein Kooperationspartner ist das Universitätsklinikum Bonn (UKB) und mit der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg (H-BRS) auch erstmals eine Hochschule für Angewandte Wissenschaften, die mit einen Antrag stellte. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert die beiden Einrichtungen zur Qualifizierung von Doktorandinnen und Doktoranden in Millionenhöhe. Bundesweit unterstützt die DFG ab Herbst 2026 insgesamt zehn neue Graduiertenkollegs.
NRW-Akademie: Drei neue Mitglieder von der Uni Bonn
Die Nordrhein-Westfälische Akademie der Wissenschaften und Künste hat bei ihrer Jahresfeier elf neue Mitglieder in ihre Reihen aufgenommen. Darunter sind von der Universität Bonn der Finanzmarktökonom Prof. Hendrik Hakenes, Germanistin Prof. Claudia Wich-Reif und Soziologin Prof. Anna-Katharina Hornidge. Die insgesamt vier Frauen und sieben Männer zeichnen sich in ihren Fachgebieten durch herausragende Forschungsarbeit und künstlerische Exzellenz aus. 
Warum CEOs immer älter werden
Ein Forscherteam der Universitäten Bonn und Princeton zeigt in einem neuen Diskussionspapier, dass Führungskräfte in den USA heute deutlich später in Spitzenpositionen gelangen als noch vor zwei Jahrzehnten. Das höhere Antrittsalter als Geschäftsführer ist insbesondere außerhalb der großen börsennotierten Unternehmen zu beobachten. Die Forscher führen die Entwicklung darauf zurück, dass Unternehmen heute breites Wissen und vielfältige Fähigkeiten von ihren CEOs verlangen.
Anarchie bestimmt die internationalen Beziehungen!?
Das Seufzen und Klagen über das Ende der regelbasierten Weltordnung ist nicht zu überhören und weit verbreitet. Rechtsexpertinnen und Volkswirte, Politikerinnen und Militärs, nicht zuletzt Lobbyisten und NGO-Vertreterinnen, sie alle leiden am Ende der alten Weltordnung, wie sie sich seit Gründung der Vereinten Nationen im Jahr 1945 entwickelt haben soll. Dr. Hendrik Ohnesorge stellt diese Gedankenführung vom Kopf auf die Füße – und erklärt, dass es strukturell nie anders war.
Gottesbilder, Abhängigkeit und Erdrotation
Welche Denkstrukturen stecken hinter Gottesbildern im Alten Israel? Die Frage untersucht eine neue Forschungsgruppe an der Universität Bonn. Sie wird mit fast zwei Millionen Euro von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert. Sprecher ist Prof. Dr. Jan Dietrich von der Evangelisch-Theologischen Fakultät. Bonner Wissenschaftler:innen sind auch noch an zwei weiteren neuen Forschungsgruppen beteiligt, die sich damit befassen, wie chinesische Technologie-Unternehmen neue Abhängigkeiten schaffen (Politikwissenschaft) und wie sich die Erdrotation noch genauer messen lässt (Geodäsie).
Wo Europa digital abhängig ist
Von Computerchips über Cloud-Computing bis hin zur Künstlichen Intelligenz: Deutschland und Europa wollen unabhängiger von digitalen Technologien aus dem Ausland werden, indem eigene Innovationen vorangetrieben werden sollen. Das Center for Advanced Security, Strategic and Integration Studies (CASSIS) der Universität Bonn in Kooperation mit dem Vodafone Institut für Gesellschaft und Kommunikation, Vodafones europäischer Think Tank, nehmen nun im Rahmen eines Policy Briefs das digitale Handelsdefizit Europas in den Blick. Sie zeigen auf, wie versteckte Handelsabhängigkeiten von den USA und China die Wirksamkeit aktueller europäischer Strategien grundlegend in Frage stellen.
Europas Zukunft im Weltraum
Welche Bedeutung kommt dem Weltraum für unser Leben auf der Erde zu? Wie kann Europa seine führende Rolle in der Raumfahrt langfristig sichern? Und welchen Nutzen ziehen die Menschen in Europa aus den zukünftigen Entwicklungen im All? Ohne Weltraumtechnologien geht fast nichts mehr: Internet, Navigationssysteme, die Stabilität unserer Stromnetze und sogar Bargeldabhebungen hängen davon ab. Unter der Schirmherrschaft der stellvertretenden Ministerpräsidentin Mona Neubaur findet an der Universität Bonn dienstags von 18:00 bis 20:00 Uhr im Hörsaal 1 auf dem Campus Poppelsdorf die Ringvorlesung „Europas Zukunft im Weltraum“ statt. Start ist am 14. April.
Pflanzenwissen
Die Ausstellungsreihe 'Pflanzenwissen – Ökologien des Erinnerns und Handelns' zeigt ab dem 19. März 2026 im Global Heritage Lab der Universität Bonn, wie unsere Beziehungen zu Pflanzen, Ökosystemen und Gewässern historisch gewachsen sind. Die Ausstellung eröffnet Perspektiven für neue Formen des Zusammenlebens und der Wissensproduktion, um nachhaltiges Handeln und achtsames Zusammenleben mit Pflanzen und Umwelt anzuregen. Sie schafft einen Lern- und Begegnungsraum an der Schnittstelle von Kunst, Wissenschaft und Stadtgesellschaft. “Pflanzenwissen” umfasst vier auf einander folgende Kapitel. Der Auftakt ist vom 19. März bis zum 7. Juni 20226 im Global Heritage Lab zu sehen. Die Ausstellung wird am 19. März 2026 um 18.00 Uhr im Global Heritage Lab eröffnet.
Was ist schon ein Name? - Die unbekannten Gesichter der Geschichte
Die meisten Menschen in der Geschichte bleiben namenlos. Sie erscheinen in Quellen nur als Zahlen, Merkmale oder anonyme Figuren. Ein neues Forschungsprojekt am Exzellenzcluster Bonn Center for Dependency and Slavery Studies (BCDSS) und am Institut für Geschichtswissenschaft (IGW) der Universität Bonn untersucht, wie sich solche namenlosen Personen analysieren und in der Geschichtsschreibung sichtbar machen lassen. Das Projekt wird von der VolkswagenStiftung mit 370.000 Euro gefördert.
Wie man Desinformation enttarnt: Tipps vom Cybersicherheits-Fachmann
Ende März kommen auf dem Campus Poppelsdorf der Universität Bonn Fachleute aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik zusammen, um über eines der drängendsten Themen der digitalen Gegenwart zu diskutieren: die gezielte Verbreitung von Desinformation. Der „Bonner Dialog für Cybersicherheit“ findet am Donnerstag, 26. März 2026, von 17:30 bis 20:30 Uhr im Hörsaal 1, Campus Poppelsdorf, Universität Bonn, Friedrich-Hirzebruch-Allee 5, 53115 statt. Die Veranstaltung ist öffentlich, Gäste sind willkommen (Anmeldelink siehe unten!). Aus diesem Anlass gibt ein Bonner Professor Tipps, wie man im Netz "Fakes" von Fakten unterscheiden kann.
Universität Bonn auf der German Robotics Conference vertreten
Die Universität Bonn war auf der 2. German Robotics Conference in Köln prominent vertreten. Die Konferenz wurde vom Robotics Institute Germany (RIG) organisiert und brachte führende Stimmen aus Politik, Wissenschaft, Industrie und Start-ups zusammen, um Forschung, Innovation und Technologietransfer in der Robotik weiter zu stärken. Mit dabei waren unter anderem die Prorektorin für Digitalisierung und Informationsmanagement der Universität Bonn, Prof. Dr. Maren Bennewitz, sowie Rektor Prof. Dr. Dr. h.c. Michael Hoch. Zahlreiche Forschende der Universität präsentierten zudem ihre Arbeiten und Robotersysteme. Auch zu einem Austausch mit der Bundesministerin für Forschung, Technologie und Raumfahrt, Dorothee Bär, kam es auf der Konferenz. Die starke Präsenz auf der Konferenz unterstreicht die Bedeutung der Universität Bonn als einen der forschungsstärksten Standorte für Robotik in Deutschland.
Wie real muss ein Supermarkt sein?
Forschende der Universität Bonn haben in einer Übersichtsstudie untersucht, mit welchen Methoden das Verbraucherverhalten in Supermärkten erforscht wird.
Senatsvorsitzende Cornelia Richter verabschiedet
Der scheidende Senat der Universität Bonn hat in seiner letzten Sitzung seine bisherige Vorsitzende, Prof. Dr. Cornelia Richter, verabschiedet. Sie stand dem Gremium seit dem Sommersemester 2024 vor. Im Herbst 2025 wurde die evangelische Theologin, die nicht nur die erste Frau im Senatsvorsitz, sondern von 2020 bis 2024 auch die erste Dekanin ihrer Fakultät war, zur ersten Bischöfin an die Spitze der Evangelische Kirche Augsburgischen Bekenntnisses (A.B.) in Österreich gewählt. Am 8. November 2025 war sie feierlich in dieses Amt eingeführt worden.
Der Netzwerker Heinrich von Kleist
Welche sozialen, politischen und ästhetischen Einflüsse hatten die Netzwerke des deutschen Schriftstellers Heinrich von Kleist? Dieser Frage geht nun ein internationales Forschungsprojekt mit Beteiligung der Universitäten Bonn und St. Andrews nach.
Sanfte Macht und charismatische Führung
Ursprung, Entwicklung und Bedeutung von Soft Power und charismatischer Führung in den deutsch-amerikanischen Beziehungen sind Thema der neuesten Veröffentlichung des Bonner Politikwissenschaftlers Hendrik W. Ohnesorge. Er veröffentlicht hiermit seine Habilitationsschrift, mit der Ohnesorge über fünf Jahrhunderte der transatlantischen Beziehungen bis in die jüngste Zeit hinein untersucht.
Lehren aus der Ahrtalflut
Neues sozialwissenschaftliches Forschungsprojekt SOZIAHR der Universität Bonn untersucht die mittel- bis langfristigen Herausforderungen der Flutkatastrophe im Ahrtal von 2021, unterstützt von der TRA Individuen, Institutionen und Gesellschaften, sowie gefördert von der Mercator-Stiftung.
Universität Bonn eröffnet eigenen Supermarkt
Die Universität Bonn hat ihren eigenen Supermarkt eröffnet. Ananas, Dosentomaten und Semmelknödel sind dort ordentlich in schwarzen Regalen aufgereiht. Auf 55 Quadratmeter Fläche ist so ziemlich alles für den täglichen Bedarf zu haben. Die “Kundschaft” ist jedoch eine ganz besondere: Es handelt sich um Probandinnen und Probanden, die an wissenschaftlichen Studien teilnehmen. Forschende aus der Lebensmittel- und Ressourcenökonomik, Psychologie, Ökonomie und Verhaltensforschung untersuchen dort, wie sich etwa durch Produktplatzierung und andere Anreize Impulse für einen gesundheits- und nachhaltigkeitsorientierten Einkauf setzen lassen. Auch Roboter zeigen dort ihr Können.
Betriebsräte: Arbeiter*innen vertreten Belegschaft wirksamer als Angestellte und Akademiker*innen
Arbeiterinnen und Arbeiter setzen sich in Betriebsräten wirksamer für die Interessen der Beschäftigten ein als Angestellte und Akademiker*innen. Das zeigt eine Studie des Teams um Prof. Dr. Thomas Dohmen, Sprecher des Exzellenzclusters ECONtribute an der Universität Bonn, gemeinsam mit Forschern der Universität Princeton.
EU-Projekt: Bonner Roboter löst antikes Puzzle in Pompeji
Davon konnten Archäologinnen und Archäologen lange bloß träumen: Ein „intelligenter Roboter“ setzt Stück für Stück zerbrochene antike Wandmalereien aus Pompeji wieder zusammen. Ein Forschungsteam um Prof. Dr. Maren Bennewitz von der Universität Bonn hat dem Roboter das Puzzeln beigebracht. Es gehört zum europäischen Verbundprojekt RePAIR („Reconstructing the Past: Artificial Intelligence and Robotics Meet Cultural Heritage“), das kürzlich abgeschlossen wurde.
Enabling Democracy – Call for Abstracts (Einsendeschluss: 16.01.2026)
In recent years, the rise of authoritarian and populist tendencies within democracies onceconsidered stable has become a matter of deep concern. Despite the urgency of thisdevelopment, systematic knowledge of the underlying causes and the mechanisms capable ofcountering this development remains fragmented and incomplete. This points to a pressing needfor reflection on what enables democracy to function and endure. The conference takes this challenge as its starting point. It seeks to identify the social,institutional, and normative foundations that sustain democratic governance and to explore howthese can be strengthened. Relevant questions arise in particular within the following thematicareas: Democratic capabilities and the enabling of civil society; modes of participation; thenecessities of social inclusion; social cohesion and collective building; education and theorganization of knowledge; trust and commitment; as well as modern mechanisms ofdemocracy protection. By addressing these dimensions, the conference aims to deepen the understanding of howdemocracies can be made resilient – not only through legal and institutional safeguards, butalso through civic empowerment, social solidarity, and new modes of participation. It invitescontributions that explore the theoretical premises and the practical instruments that foster thevitality of democratic life, bridging insights from political science, sociology, law, philosophy,and related disciplines to chart new pathways for the renewal of democracy. Thisinterdisciplinary dialogue seeks to move beyond isolated analyses toward a holisticunderstanding of the enabling conditions of democracy.
Drei Forschende der Uni Bonn unter den „Leading 30 German AI Experts & Academics 2025“
Gleich drei Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Bonn sind in die Liste der „Leading 30 German AI Experts & Academics 2025“ des Global Investors Forum aufgenommen worden: Prof. Dr. Aimee van Wynsberghe, Humboldt-Professorin für Angewandte Ethik der Künstlichen Intelligenz, Prof. Dr. Christian Bauckhage, Institut für Informatik, und Prof. Dr. Sven Behnke, Lehrstuhl für Autonome Intelligente Systeme, gehören laut GAIE Spotlight Series zu den Persönlichkeiten, die die Zukunft der Künstlichen Intelligenz in Deutschland maßgeblich prägen.
Zwei Sonderforschungsbereiche an der Uni Bonn verlängert
Sie gehen beide in die dritte Förderperiode: Der Sonderforschungsbereich (SFB) Transregio 224 „Ökonomische Perspektiven auf gesellschaftliche Herausforderungen“ sowie der SFB-Transregio 228 „Zukunft im ländlichen Afrika“ werden weitere vier Jahre von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert. Im Projekt SFB-Transregio 224 eröffnen Forschende der Universitäten Bonn und Mannheim gemeinsam ökonomische Perspektiven auf gesellschaftliche Herausforderungen. Im Projekt SFB-Transregio 228 arbeiten Forschende der Universitäten Bonn und Köln an der Zukunftsgestaltung im ländlichen Afrika zu arbeiten.
Wir sind das Anthropozän
Der menschengemachte Wandel geht weit über den Klimawandel hinaus. Er betrifft Böden, Meere, Pflanzen, Tiere und geochemische Stoffkreisläufe. Wir Menschen sind zu einem maßgeblichen geologischen Faktor geworden; unser heutiges Handeln wird sich bis in die ferne geologische Zukunft auswirken. Dieses neue Erdzeitalter, das „Anthropozän“, begann nach jetzigem Forschungsstand Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts. Der Ethnologe und Geologe Prof. Dr. Christoph Antweiler vom Institut für Orient- und Asienwissenschaften (IOA) der Universität Bonn zeigt in einer Ausstellung im Universitätsmuseum anhand von Fotografien und ausgewählten Objekten Ursachen und Folgen dieser Entwicklung. Die Ausstellung eröffnet am 27. November 2025 und läuft bis zum 31. Januar 2026.
Call for Applications “Dualism and Non-Duality in the Age of Artificial Intelligence” (Einsendeschluss: 17.12.2025)
In association with the Udo Keller Stiftung Forum Humanum and the TRA 4 – Individuals,Institutions and Societies, the International Centre for Philosophy (IZPH) of the University ofBonn is offering up to 5 Forum Humanum fellowships to qualified doctoral and mastersstudents from any department in the social sciences or humanities at the University of Bonn toparticipate at two events of the Institute for Philosophy and the New Humanities (IPNH) in2026: an event to be held at the University of Kyōto (Kyōto April 20-24) and an event to beheld at the New School for Social Research (New York City, Sep. 21-25).Since its inception in 2020, the IPNH has been committed to reformulating some of the mostbasic questions of the humanities in light of the ongoing transformation brought about byartificial intelligence. The so-called “AI revolution” has altered not only our social, political,and technological environments but also the very conceptual frameworks through which thehumanities have historically understood the human being, nature, reason, and the world.At the IPNH, we are convinced that the humanities can no longer merely comment on thesetransformations from the outside. Instead, they must take an active role in shaping new modesof understanding — combining historical-hermeneutic methods with advancedepistemological, ontological, and aesthetic theorizing. The aim is to create a new conceptualvocabulary capable of addressing the questions AI raises for selfhood, agency, interpretation,and the conditions of meaning.
Universitätsgesellschaft Bonn verleiht erstmals Transferpreis
Die Universitätsgesellschaft Bonn hat erstmals ihren neu geschaffenen UGB-Transferpreis verliehen. Ausgezeichnet wurden drei Transferprojekte der Universität Bonn, die wissenschaftliche Erkenntnisse in besonderer Weise in die Anwendung bringen und zur Lösung gesellschaftlicher Herausforderungen beitragen. Im Rahmen ihrer Wintersoiree im Universitätsclub Bonn hat die UGB Preisgelder in Höhe von 29.000 Euro vergeben. Neben erfolgreichem Transfer ehrte sie herausragende Dissertationen und studentisches Engagement.
Karneval im Global Heritage Lab
„Widerstand bekleiden“ heißt die laufende Ausstellung im Global Heritage Lab der Universität Bonn, in dem beispielsweise Karnevalskostüme aus Trinidad und Tobago zu sehen sind. Ab Samstag, 15. November 2025, lädt das Global Heritage Lab an jedem Samstag stets um 16.00 Uhr dazu ein, im Kostüm ins P26 zu kommen – an jedem Samstag der neuen Session bis Karnevalssamstag, 15. Februar.
Wir neigen dazu, unsere Probleme zu medikamentieren!?
Prüfungsstress, Lampenfieber und Trauer nach einem Todesfall: Neigt unsere Gesellschaft dazu, solche Probleme wie eine Erkrankung mit Medikamenten kurieren zu wollen? Diese Frage treibt Prof. Dr. Dirk Lanzerath, Direktor des Deutschen Referenzzentrums für Ethik in den Biowissenschaften (DRZE) an der Universität Bonn, um. In der neuen Folge des Hypothese-Podcasts diskutiert er mit Moderator Denis Nasser die These „Wir neigen dazu, unsere Probleme zu medikamentieren“.
Gemeinsam Großes erreichen
Unter dem Titel „Menschen der Exzellenz – Gemeinsam Großes erreichen“ ist der Jahresbericht 2024 des Rektorats der Exzellenzuniversität Bonn erschienen. Die Print- und Online-Publikation gibt einen kompakten Überblick über die zentralen Themen, Projekte und Entwicklungen, die das vergangene Jahr an der Universität geprägt haben.
Unsicherheit, die richtige Entscheidung zu treffen
Was macht man, wenn in kritischen Situationen eine richtige Antwort oder Entscheidung schwer zu finden ist. Dieser Frage gehen Forschende des Universitätsklinikums Bonn (UKB) und der Universität Bonn in dem „Koselleck-Programm“ nach. Ziel ist es, Ambivalenz-Erleben nicht als Zeichen von Schwäche, sondern als Ressource im Umgang mit komplexen Situationen zu begreifen – sei es beim Konflikt mit einer/m Patient*in oder der seelsorgerlichen Begleitung in schwierigen Lebenslagen. „Ambivalenzsensible Nachdenklichkeit“, so der Begriff, soll vor allem jungen Ärzt*innen und Theolog*innen helfen, den Umgang mit Mehrdeutigkeit als Teil ihrer beruflichen Kompetenz zu verstehen. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert das „Koselleck-Programm“, welches neue Impulse für Ausbildung und Berufsalltag setzen soll, mit 1,25 Millionen Euro über fünf Jahre.
Uni Bonn-Philosoph gründet Innovations-Akademie
Der renommierte Philosoph Prof. Dr. Markus Gabriel von der Universität Bonn hat die deep-IN Academy for Deep Innovation GmbH gegründet, um mehr Ethik in wirtschaftliche Innovationen zu bringen. Die Akademie bietet Fortbildungen, Kongresse sowie ethische Unternehmensberatung und baut ein soziales Wissens-Netzwerk auf. Ihr Ziel ist es, ethisch-moralische Grundsätze in einer profitorientierten Welt beizubehalten und in Firmen zu integrieren.
Brillante Köpfe verbinden Disziplinen
Die Universität Bonn ist seit 2019 Exzellenzuniversität und hat sich der transdisziplinären Forschungszusammenarbeit verschrieben. Die Hochschule ist mit nun acht Exzellenzclustern die erfolgreichste Exzellenzuniversität in Deutschland. Im Rahmen ihrer Exzellenzstrategie hat sie dazu komplementär sechs Transdisziplinäre Forschungsbereiche ausgebaut, in denen wichtige gesellschaftliche, technologische und wissenschaftliche Zukunftsthemen aus vielerlei Perspektiven übergreifend bearbeitet werden. Kernstück sind Professuren für brillante Köpfe an der Schnittstelle verschiedener Disziplinen, die dieses Konzept fakultätsübergreifend verankern. 
Drei ERC Starting Grants für die Uni Bonn
Die Universität Bonn hat mal wieder Grund zu Freude: Drei ihrer Forschenden erhalten einen mit je 1,5 Millionen Euro dotierten ERC Starting Grant. Mit dieser Förderlinie unterstützt der Europäische Forschungsrat (ERC) Forschende am Anfang ihrer Karriere. Wirtschaftswissenschaftlerin Jun.-Prof. Dr. Amelie Schiprowski, Informatikerin Prof. Dr. Lucie Flek und Evolutionsbiologe Dr. Moritz Lürig setzen mit der Förderung in den kommenden fünf Jahren ihre eigenen Forschungsprojekte um.
Abwehr von Cyberangriffen in der Gesundheitsversorgung
Künstliche Intelligenz (KI) soll unser Gesundheitssystem noch leistungsfähiger machen. Doch Cyberangriffe können nicht nur die Patientensicherheit gefährden, sondern auch Medizingeräte und die Arbeit von Rettungskräften beeinträchtigen. Mit dem Projekt „SecureNeuroAI“ wollen Forschende der Universität Bonn, des Universitätsklinikums Bonn und des FIZ Karlsruhe sichere, KI-gestützte Methoden zur Echtzeiterkennung medizinischer Notfälle am Beispiel epileptischer Anfälle entwickeln. Die Ergebnisse sollen weit über die Epilepsieanfallserkennung hinaus Anwendung finden. Das Bundesministerium für Forschung, Transfer und Raumfahrt (BMFTR) fördert das Vorhaben für drei Jahre mit fast 2,5 Millionen Euro.
Mehr als Technik: Energie als gesellschaftliche Aufgabe
Welche Bedeutung hat Energie für unsere Gesellschaft und wie kann der heutige Wandel unserer Energieversorgung zur treibenden Kraft für eine gerechte und nachhaltige Zukunft werden? Darüber diskutierten drei Forschende der Universität Bonn bei der Veranstaltung „Dialog an Deck: Zukunftsenergien denken – Ressourcen, Verantwortung, Gesellschaft“, moderiert von Journalistin Eva Wolfangel, auf dem Ausstellungsschiff MS Wissenschaft. Mit Blick auf den Rhein tauschten sich Fachleute und Publikum über die Energiefragen des 21. Jahrhunderts abseits rein technischer Perspektiven aus und entwickelten spannende Denkanstöße.
Abbild der Zeit
Die neue Sonderausstellung „Abbild der Zeit. Die Moderne und ihre Kunst in der Fotosammlung des KHI“ zeigt ab dem 17. Juli 2025 im Paul-Clemen-Museum der Universität Bonn Exponate aus der Fotosammlung des Kunsthistorischen Instituts aus der Zeit nach 1945. Die Schau ist bis zum 17. Oktober 2025 zu sehen. Zur Eröffnung der Ausstellung am 17. Juli 2025 um 18.00 in P26 wird herzlich eingeladen.
Allgemeine Wehrpflicht jetzt für alle einführen
Die sicherheitspolitische Lage für Europa und für Deutschland ist - vorsichtig formuliert - eine enorme Herausforderung nicht allein im außenpolitischen Feldern, sondern auch im Inneren. Ob es heute noch vertretbar ist, die Landesverteidigung auf Freiwilligkeit zu bauen, ist umstritten. Wie aber genau eine Erneuerung der Wehrpflicht in Deutschland aussehen soll, ebenso. In der neuen Folge unserer Reihe „Hypothese“ plädiert der Inhaber der Kissinger Professor und Direktor des Center for Advanced Security an der Universität Bonn, Prof. Dr. Ulrich Schlie, für eine allgemeine Wehrpflicht für alle Geschlechter und für das Ende der Freiwilligkeit. 
Dialog an Deck: Zukunftsenergien denken
Wie sieht eine gerechte, nachhaltige und zukunftsfähige Energieversorgung aus? Und was bedeutet „Energie“ im 21. Jahrhundert jenseits der technischen Herausforderungen? Diese Fragen stehen im Zentrum der Diskussionsveranstaltung der Universität Bonn „Dialog an Deck: Zukunftsenergien denken – Ressourcen, Verantwortung, Gesellschaft“, die am Dienstag, 8. Juli 2025, von 18:30 bis 20:00 Uhr auf der MS Wissenschaft in Bonn (KD Landebrücke 2, Brassertufer) stattfindet. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Der Einlass beginnt ab 18:00 Uhr.
Ideen in Bewegung: Wie Bonn und Lille gemeinsam Zukunft denken
Seit Jahren wächst die vielfältige Partnerschaft zwischen den Universitäten Lille und Bonn, die weit über klassische Austauschformate hinausgeht: interdisziplinär, innovativ und europäisch gedacht. So ist die Universität Lille beispielsweise seit 2022 auch Teil des NeurotechEU-Konsortiums und bringt dort ihre Expertise in Bereichen wie Brain-Computer-Interfaces (BCI), Neuromorphe Chips und Neurotechnologien ein. Neben dieser Zusammenarbeit bestehen langjährige Kooperationen in den Bereichen Medizin, Chemie und Pharmazeutische Chemie, die seit dem vergangenen Jahr auch auf die Geschichts- und Geisteswissenschaften ausgedehnt werden konnten.  Höhepunkt der jüngsten Kooperation war das gemeinsame Sommeratelier „La fabrique des sciences humaines“ (Die Fabrik der Geisteswissenschaften), das jetzt in Bonn stattfand. Ausgerichtet wurde es vom Bonner Frankreichzentrum Centre Ernst Robert Curtius (CERC), das als Brücke zwischen Forschung, Sprache und Kulturimpuls fungiert. Es knüpft dabei an eine Serie gemeinsamer Projekte und gegenseitiger Besuche an: So empfing die Universität Bonn im September 2023 eine Delegation aus Lille; im April 2024 folgte ein Besuch des Bonner Rektorats in Frankreich. Auch das Erasmus+-Programm belebt den Austausch zwischen zahlreichen Fachbereichen und Studierendengruppen beider Institutionen. Warum der Austausch und die Partnerschaft zwischen den beiden Universitäten auf viele Ebenen bedeutsam ist, erklärt Dr. Christina Schröer, Wissenschaftliche Geschäftsführerin des Frankreichzentrums CERC, im Interview mit der Hochschulkommunikation. 
Kunst im Zeitalter Künstlicher Intelligenz
Wie verändert Künstliche Intelligenz die Kunst? Könnte ihre Verschmelzung das Ende künstlerischen Schaffens durch den Menschen bedeuten? Und kann Poesie, die von Maschinen generiert wird, noch Emotionen hervorrufen? Diesen und weiteren spannenden Fragen widmet sich die öffentliche Podiumsdiskussion „TRA & ART: Poetics of Machine Learning“ der Universität Bonn.
Universität Bonn mit acht Exzellenzclustern erfolgreichste Universität im Wettbewerb
Es ist ein Riesen-Erfolg für die Universität Bonn: Im bundesweiten Exzellenzwettbewerb wurden heute alle sechs bereits bestehenden Exzellenzcluster der Universität zur Weiterförderung ausgewählt. Darüber hinaus erhalten beide neu beantragten Bonner Clusterinitiativen eine Förderung durch Bund und Länder. Damit wird Bonn in der kommenden Förderperiode mit insgesamt acht Clustern vertreten sein – so vielen wie an keiner anderen Hochschule in Deutschland.
Sozial und nachhaltig: Hochschulen gründen Impact Start-up Cluster
Immer mehr Unternehmen machen es vor: Sie denken soziales und nachhaltiges Handeln mit und bewerten nicht nur ökonomische Gewinne, sondern auch den Nutzen für Gesellschaft und Umwelt. Gemeinsam gründen die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg, die Universität Bonn und die Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft nun einen Impact Start-up Cluster, der genau solche gemeinwohlorientierten Ausgründungen und Unternehmen stärkt. Das Projekt „SoNaR – Sozial gründen, nachhaltig wirken: Impact Cluster Region Bonn-Rhein-Sieg“ wird mit knapp 1 Million Euro vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) gefördert. Am 22. Mai 2025 ab 15:30 Uhr lädt der Verbund zum öffentlichen Kick-Off Event „Future Founders – Netzwerken für eine bessere Zukunft“ im Digitalhub Bonn ein. Um Anmeldung wird gebeten.
Die Zukunft des interreligiösen Dialogs
“The Spirit Leads the Church into an Unpredictable Interfaith Future“ lautet das Thema der diesjährigen Annemarie-Schimmel-Lectures an der Universität Bonn. Am Montag, 2. Juni 2025, um 17 Uhr im Bonner Münster macht Francis X. Clooney SJ, Professor für Komparative Theologie aus Harvard, den Auftakt. In der öffentlichen Veranstaltung präsentiert er die Vision einer Kirche, die über Religionsgrenzen hinweg lernbereit ist. Im Anschluss findet ein öffentliches Gespräch mit Gesine Schwan, der Vorsitzenden der SPD Grundwertekommission, statt. Am 3. und 4. Juni ab 17 Uhr folgen je eine weitere Vorlesung im Impulse – House for Intellectual Innovation and Creativity (Adenauerallee 131), zu der Interessierte herzlich eingeladen sind.
„Hypothesen können nicht verifiziert werden“
Ein Problem ist geklärt – doch das Ergebnis wirft gleich die nächste Frage auf. In der Wissenschaft passiert das häufig. So lief es auch mit dem Hypothese-Podcast der Universität Bonn, in dem Thesen von Wissenschaftler:innen verifiziert (als wahr bestätigt) oder falsifiziert (widerlegt) werden. Ein Hörer aus Berlin verwies auf den Wissenschaftstheoretiker Karl Popper, nach dem Hypothesen nur falsifiziert und nicht verifiziert werden können. In der neuen Podcast-Folge diskutiert nun der Philosoph Prof. Dr. Markus Gabriel die These „Hypothesen können nicht verifiziert werden“.
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