Jeden Tag Wissenschaft aufs Neue erleben

Forschungsprofil: Forschen auf Spitzenniveau

Seit 200 Jahren steht die Universität Bonn für Wissenschaft auf Top-Niveau. Bereits die Gründungsprofessoren verstanden ihre Bonner Alma Mater als Forschungsuniversität, die wissenschaftliche, gesellschaftliche und technologische Fragen beantworten möchte. Heute profitieren davon Forschende, Lehrende und wissenschaftlicher Nachwuchs gleichermaßen. Sie können deutschland- und weltweit auf gewachsene Netzwerke sowie starke Kooperationen in Wissen- und Gesellschaft zurückgreifen – und das messbar.

Postdoc
© Volker Lannert/Uni Bonn

Transdisziplinäre Forschungsbereiche

Innovationsräume in Forschung und Lehre – das sind die sechs Transdisziplinären Forschungsbereiche (Transdisciplinary Research Areas, TRAs) der Universität Bonn.

Eine Wissenschaftlerin und ein Wissenschaftler arbeiten hinter einer Glasfassade und mischen Chemikalien mit Großgeräten.
Fakultätsschilder beim Absolventenfest © Volker Lannert/Uni Bonn

Sieben Fakultäten

Zur Erfüllung ihrer Aufgaben in Forschung und Lehre ist die Universität Bonn in sieben Fakultäten gegliedert, die ihrerseits wieder aus Instituten, Seminaren und teilweise auch Kliniken bestehen. Diese Fakultäten bilden das Herz der Uni.

HCM
© Volker Lannert/HCM

Exzellenz in Forschung und Lehre

“We invest in people. We foster networks. We create impact” — Mit dieser Strategie wollen wir, nicht nur in unseren sechs Exzellenzclustern, herausragenden Wissenschaftler*innen ein ideales Umfeld für kreatives wissenschaftliches Arbeiten schaffen und talentierte Forschende aller Karrierestufen fördern. 

Die besten Köpfe

Die herausragende Forschungsstärke unserer  Wissenschaftler*innen wird durch zahlreiche Auszeichnungen belegt. 

Kooperative Forschungskultur

Innovative Spitzenforschung in zahlreichen nationalen und internationalen Kooperationen und Verbundprojekten zeichnet uns aus.

Vielfältige Berufungen

Die besondere Vielfalt unserer extern finanzierten Professuren – als Zeichen einer starken Kooperation mit Wirtschaft und Gesellschaft – prägt unser Profil.

Neues aus Forschung
Wenn Erschöpfung den Alltag bestimmt
Extreme Erschöpfung, Konzentrationsprobleme und fehlende Energie: Für Menschen mit chronischer Fatigue können selbst alltägliche Aufgaben wie Einkaufen, Arbeiten oder Treffen mit Freunden zur großen Herausforderung werden. Schätzungen zufolge sind in Deutschland inzwischen rund 650.000 Menschen von ME/CFS oder chronischer Fatigue betroffen. Besonders durch Long COVID ist das Thema stärker in den öffentlichen Fokus gerückt. Das Universitätsklinikum Bonn (UKB) startet deshalb gemeinsam mit der Universität Bonn eine Studie, die untersucht, wie Apps Menschen mit chronischer Fatigue im Alltag helfen können.
Zellgenaue Konzentrationsmessungen im Nervengewebe
Das Element Natrium spielt für die Funktion des Nervensystems eine zentrale Rolle. Ein internationales Forschungsteam unter Leitung des Instituts für Neurobiologie der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) hat nun unter Beteiligung der Universität Bonn und des Universitätsklinikums Bonn die Natriumkonzentration in Astrozyten, speziellen Zellen im Gehirn, genauer untersucht. Die Forschenden entwickelten dazu eine Methode, mit der sie den Natriumgehalt einzelner Zellen im Gewebe direkt sichtbar machen können, wie sie nun in der Fachzeitschrift Nature Communications beschreiben.
Uni Bonn koordiniert neue ELLIS-Einheit NRW
In Nordrhein-Westfalen wird eine neue Einheit des European Laboratory for Learning and Intelligent Systems (ELLIS) angesiedelt, eines der führenden europäischen Netzwerke für Forschung im Bereich der künstlichen Intelligenz. Die neu genehmigte ELLIS-Einheit NRW bringt führende KI-Forscher und leistungsstarke Recheninfrastrukturen aus der gesamten Region zusammen, um KI-Anwendungen für komplexe reale Einsatzszenarien voranzutreiben.
EU-Projekt zu Europäischem Haftbefehl gestartet
Die Universität Bonn koordiniert ab Mai 2026 ein auf zwei Jahre angelegtes EU-Projekt mit Partnern aus Amsterdam, Lublin und Paris zum Europäischen Haftbefehl und zu menschenwürdigen Haftbedingungen in einzelnen EU-Staaten. Die Europäische Kommission fördert das Vorhaben mit rund 350.000 Euro, davon gehen 150.000 Euro nach Bonn.
Eine smarte Überwachung für Epilepsie-Erkrankte
„PearNet“ entwickelt spezielle Wearables – das heißt am Körper getragene elektronische Geräte –, die Epilepsie-Patientinnen und -Patienten vor Anfällen warnen und diese gleichzeitig beobachten und aufzeichnen. Das Projekt von Forschenden des Universitätsklinikums Bonn (UKB) und der Universität Bonn erhält jetzt eine Förderung von rund 2,7 Millionen Euro für drei Jahre über das Programm GO-Bio next des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR). Damit soll dessen Ausgründung weiter vorbereitet werden, um so das Wearable-Set als Produkt auf den biotechnologischen Markt zu bringen.
Neue Forschungsverbünde stärken Universität Bonn
An der Universität Bonn wird ein neuer Sonderforschungsbereich (SFB) eingerichtet. Das hat die Deutsche Forschungsgemeinschaft bekannt gegeben. Das Verbundprojekt „FoodDiverse“ erforscht die Diversifizierung von Ernährungssystemen. Zudem ist die Universität an einem neuen SFB/Transregio zu Erzählungen aus vormodernen Zeiten und verschiedenen kulturellen Kontexten beteiligt. Zwei bereits bestehende SFB/Transregio werden für eine weitere Förderperiode verlängert. Transregios werden von mehreren antragstellenden Hochschulen gemeinsam getragen.
KI als sozialer Akteur
Wie verändert Künstliche Intelligenz unser Denken, Fühlen und Sprechen? Die internationale Konferenz „Irrationality and the Age of AI“ geht diesen Fragen vom 18. bis 20. Mai an der Universität Bonn aus transdisziplinärer Perspektive nach. Im Zentrum steht die wachsende Bedeutung sogenannter „irrationaler“ Aspekte wie Emotionen, Intuition und affektive Kommunikation im Kontext moderner KI-Systeme. An der Konferenz nehmen neben international hochkarätigen Forschenden aus Asien, den USA, Afrika und Europa auch hochrangige Vertreter der globalen Wirtschaft, wie die Vorstandsvorsitzenden von NTT und Hitachi, teil. 
Depression drückt die Vorfreude, nicht den Genuss
Der im Alltag empfundene und sehr belastende Verlust von Interesse oder Freude an normalerweise positiven Aktivitäten, ist ein Kernsymptom einer schweren Depression. Doch bisher ist es unklar, wie genau sich diese Anhedonie, auch bekannt als Belohnungsdefizit, manifestiert. Forschende des Universitätsklinikums Bonn (UKB) und der Universität Bonn sowie des Universitätsklinikums Tübingen haben herausgefunden, dass Personen mit Depressionen Essen nicht als weniger belohnend empfinden, wenn sie es tatsächlich konsumieren. Die Unterschiede zu Personen ohne Depression ergeben sich in der Erwartung: wie sehr sie etwas wollen, bevor sie es erhalten. Dieses verminderte Verlangen hängt auch mit dem klinischen Ausmaß der Anhedonie zusammen. Die Ergebnisse der Studie sind jetzt im Fachjournal „Cell Reports Medicine“ erschienen.

Was zeichnet unser Forschungsprofil aus?

01.

Exzellent

Wir sind eine von elf deutschen Exzellenzuniversitäten und -verbünden und die einzige Universität mit sechs Exzellenzclustern. Auch haben wir in den vergangenen Jahrzehnten mehr Nobelpreise und Fields-Medaillen hervorgebracht als jede andere deutsche Hochschule. 

02.

Vernetzt

Eingebettet in den UN-Standort Bonn und eine dynamische Wissenschaftsregion, ist Bonn eine der forschungsstärksten Universitäten Deutschlands mit internationaler Strahlkraft.

03.

Transdisziplinär

Ein breites Fächerspektrum in sieben Fakultäten reicht von den Agrarwissenschaften bis zur Zahnmedizin. Neben starken Fächern bilden unsere sechs fakultäts- und fächerübergreifenden „Transdisziplinären Forschungsbereiche“ (Transdisciplinary Research Areas, TRAs) Explorations- und Innovationsräume für den wissenschaftlichen Austausch.

04.

Fördernd

Unser Ziel ist es, optimale Bedingungen für international vernetzte Forschung zu schaffen, um die besten Wissenschaftler*innen zu gewinnen und zu fördern. Mit dem Argelander Program für Early-Career Researchers bieten wir Wissenschaftler*innen in frühen Karrierephasen umfassende Unterstützung für ihre frühe wissenschaftliche Unabhängigkeit. 

Transdisziplinäre Forschungsbereiche

Transdisziplinäre Forschungsbereiche (Transdisciplinary Research Areas, TRAs) richten unsere Forschung auf zentrale wissenschaftliche, technologische und gesellschaftliche Zukunftsthemen aus und sind zugleich Explorations- und Innovationsräume.

Mathematik, Modellierung und Simulation komplexer Systeme

Wie funktionieren komplexe Systeme? Wechselwirkung mathematischer Modellierung, Beobachtungsmethoden, rechnergestützter Simulation und kreativem Geist

Bausteine der Materie und fundamentale Wechselwirkungen

Wie wechselwirken die Bausteine der Materie miteinander? Wie entstehen komplexe Strukturen auf ganz unterschiedlichen
Längenskalen?

Leben und Gesundheit

Die Komplexität des Lebens verstehen – neue Strategien für die Gesundheit entwickeln.
Lesen Sie hier mehr über die TRA Leben und Gesundheit.

Individuen, Institutionen und Gesellschaften

Erforschung komplexer Relationen zwischen Individuen, Institutionen und Gesellschaften – Entwicklung neuer Sichtweisen auf Mikro- und Makrophänomene

Vergangene Welten - Zeitgenössische Fragen. Kulturen in Zeit und Raum

Wir fördern und vernetzen Forschung zu Voraussetzungen und Entstehungsbedingungen moderner Gesellschaften sowie zu Aushandlungsprozessen von Heritage.

Technologie und Innovation für eine nachhaltige Zukunft

Die TRA Nachhaltige Zukunft erforscht institutionelle, wissenschafts- und technologiebasierte Innovationen zum Thema Nachhaltigkeit.

We think without borders

In unserem Magazin geben wir Ihnen einen Einblick in die Bereiche Forschung und Lehre an der Universität Bonn. Im Themenschwerpunkt beleuchten wir unsere transdisziplinäre Forschung und die Arbeit an den sechs Exzellenzclustern, die in ihrer Anzahl und in ihrem Renommee einzigartig an Deutschlands Universitäten sind.

Folgen Sie uns in den Berichten über die Universität, über unsere Forschung und über Lieblingsorte in einer liebenswerten und von vielen internationalen Organisationen geprägten Stadt.

Kontakt

Dezernat für Forschung und Transfer

Das Forschungsdezernat unterstützt den Gesamtprozess der Forschung – von der Erstinformation zu Fördermöglichkeiten über die Abwicklung von Drittmittelprojekten bis hin zur Verwertung der Ergebnisse. 

Kontakt

+49 228 / 73-60915

GZDez7@verwaltung.uni-bonn.de

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NeurotechEU

NeurotechEU ist eine Allianz, die sich den Aufbau eines innovativen und transeuropäischen Exzellenznetzwerks für Hirnforschung und -technologien zum Ziel gesetzt hat.

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