Nachhaltigkeit in der Forschung

Unsere Vision

Die Universität Bonn wird als Agentin des Wandels mit ihrer Spitzenforschung zur Grundlage für gesamtgesellschaftliche Veränderungsprozesse beitragen. Viele unserer Forscher*innen widmen sich Themen nachhaltiger Entwicklung und schaffen damit eine wertvolle Wissensgrundlage für Debatten, politische und private Entscheidungen sowie zur Lösung drängender gesellschaftlicher Fragen. Wir unterstützen insbesondere inter- und transdisziplinäre Forschung und fördern den Transfer wissenschaftlicher Erkenntnisse in die Praxis und die Gesellschaft.
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© Universität Bonn

Das Strategiepapier Nachhaltigkeit 

Im Rahmen des universitätseigenen Nachhaltigkeitsprogramms BOOST (Bonn Program for Sustainability Transformation) erarbeiten wir in einem kontinuierlichen, partizipativen Prozess unsere Nachhaltigkeitsstrategie. Für den Bereich Forschung werden strategische Ziele und Maßnahmen in einer eigenen Arbeitsgruppe entwickelt.

Aktuelles aus der Forschung
Wie stark heizen sich die Weltmeere auf?
Die Weltmeere verhalten sich wie ein Thermometer: Wird das Wasser wärmer, dehnt es sich aus und der Meeresspiegel steigt. Forschende aus der Geodäsie an der Universität Bonn können daraus die Erwärmung der Ozeane ableiten. Bei einzelnen Ozeanbecken haben sie mit ihrer Methode deutliche Abweichungen zu Modellberechnungen gefunden – teilweise im zweistelligen Prozentbereich.
Wie Bolsonaros Äußerungen den Regenwald zerstörten
Der ehemalige brasilianische Präsident Jair Bolsonaro hat durch Äußerungen gegen den Waldschutz zur Abholzung beigetragen. Das zeigt eine internationale Studie unter der Leitung der Universität Bonn. Demnach beschleunigte sich die Zerstörung des Amazonas-Regenwaldes dann stark, wenn Bolsonaro und seine Minister Anti-Waldschutz-Botschaften auf Twitter veröffentlicht hatten. Brasiliens Umweltbehörden wurden während Bolsonaros Amtszeit stark geschwächt. Unabhängig davon zeigt die Analyse, dass allein schon ein als geringer wahrgenommenes Bestrafungsrisiko ein relevanter Treiber der Abholzung war. Die Forscher schätzen, dass durch die Kraft der Worte bis zu 1.700 Quadratkilometer Wald zerstört wurden – fast die doppelte Fläche Berlins. Die Ergebnisse wurden im „The Journal of Politics“ veröffentlicht.
Leidet Grünland in vielfältigen Landschaften weniger unter Dürre?
Im Hitzejahr 2018 litten auch Wiesen und Weiden unter der Trockenheit. Ist Grünland in vielfältig gestalteten Landschaften resilienter gegen Ertragsausfälle als in eintönigen Regionen? Forschende der Universität Bonn um Marco Ferro und Prof. Dr. Jan Börner vom Institut für Lebensmittel- und Ressourcenökonomik (ILR) untersuchten im Sonderforschungsbereich 1502 DETECT den Einfluss der Vielfalt von Landschaften auf die Dürretoleranz von Grünland.
Mehr Nachhaltigkeit bei der Ernährung
In Afrika südlich der Sahara haben Herzkreislauf- und Stoffwechselerkrankungen rapide zugenommen. Wie hängen nachhaltige Ernährungsweisen, die nährstoffreich, umweltfreundlich, erschwinglich und soziokulturell akzeptabel sind, mit kardiometabolischen Erkrankungen zusammen? Ein internationales Forschungsteam um Prof. Dr. Ina Danquah, Hertz-Chair for Innovation for Planetary Health am Transdisziplinären Forschungsbereich „Sustainable Futures” und Direktorin am Zentrum für Entwicklungsforschung der Universität Bonn, hat diese Frage bei ghanaischen Erwachsenen an unterschiedlichen Standorten untersucht.

Inter- und transdisziplinäre Spitzenforschung

Eine Wissenschaftlerin und ein Wissenschaftler arbeiten hinter einer Glasfassade und mischen Chemikalien mit Großgeräten.
© Universität Bonn

6 Exzellenzcluster 

Wie können Technologien eine nachhaltige Pflanzenproduktion ermöglichen? Welche Auswirkungen haben politische Instrumente auf soziale und wirtschaftliche Ungleichheit? Diesen und weiteren Fragen widmen sich Forschende verschiedener Disziplinen in den 6 Exzellenzclustern der Universität Bonn.

Das Cluster PhenoRob "Robotics and Phenotyping for Sustainable Crop Production" ist deutschlandweit das einzige Exzellenzcluster in den Agrarwissenschaften. 

Eine Wissenschaftlerin und ein Wissenschaftler arbeiten hinter einer Glasfassade und mischen Chemikalien mit Großgeräten.
© Universität Bonn

6 Transdisziplinäre Forschungsbereiche (TRA)

Die Universität unterhält sechs Transdisziplinäre Forschungsbereiche, in denen Forschende aller Fakultäten gemeinsam an übergreifenden Themen forschen. Dieser transdisziplinäre Ansatz bringt innovative, multiperspektivische Forschung hervor.

Nachhaltigkeitsthemen spielen hier auch inhaltlich eine große Rolle, zum Beispiel in der TRA "Individuen, Institutionen und Gesellschaften" und TRA "Technologie und Innovation für eine nachhaltige Zukunft".

Eine Wissenschaftlerin und ein Wissenschaftler arbeiten hinter einer Glasfassade und mischen Chemikalien mit Großgeräten.
© Volker Lannert/Uni Bonn

Forschung in Verbundprojekten

Die Universität Bonn gehört als Exzellenzuniversität zu den forschungsstärksten Universitäten Europas. Sie ist bekannt für ihre international vernetzte Spitzenforschung, der eine innovative und internationale Forschungskultur zugrunde liegt.

Die Universität forscht in zahlreichen DFG-, BMBF-, EU- sowie anderen drittmittelgeförderten Verbundprojekten zu Nachhaltigkeitsthemen.

Vernetzung und Transfer

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© Stabsstelle BORA

Bonn Research Alliance (BORA)

Die Bonn Research Alliance (BORA) wurde 2018 von der Universität Bonn gegründet, um die Zusammenarbeit mit 12 führenden außeruniversitären Forschungseinrichtungen in der Region – darunter Fraunhofer-, Helmholtz-, Leibniz- und Max-Planck-Institute sowie die United Nations University – zu stärken.

Ein besonderer Fokus liegt auf dem Themenfeld Nachhaltigkeit: Der Themenfokus Nachhaltigkeit bündelt die umfangreiche Nachhaltigkeits-Expertise der Partnerinstitutionen in BORA. 

Die Arbeitsgruppe „Plurale Nachhaltigkeiten“ bringt Wissenschaftler*innen aus verschiedenen Disziplinen, Institutionen und Ländern zusammen, die zu Nachhaltigkeit arbeiten. Ziel ist es, Raum für Austausch über vielfältige Ansätze, Praktiken und Verständnisse von Nachhaltigkeit zu schaffen.

Transfercenter enaCom

Das Transfercenter enaCom versteht sich als Vermittler, Übersetzer und Katalysator zwischen Wissenschaft und anderen Akteur*innen. So sollen Forschungsergebnisse zum Nutzen der Gesellschaft zur Verfügung gestellt werden.

Für alle Fragen rund um den Wissens- und Technologietransfer ist das Transfer Center enaCom im Dezernat Forschung und Transfer zentraler Ansprechpartner.

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© Bialek/Uni Bonn
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© Humboldt n

Forschungsnetzwerke 

Die NRW-Universitäten haben sich im Netzwerk Humboldtn zusammengeschlossen, um gemeinsam Verantwortung für  Zukunftsfragen im Themenkomplex Nachhaltigkeit zu übernehmen. 

Auch national und international ist die Universität Bonn in Nachhaltigkeitsnetzwerken aktiv, z.B. in der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltigkeit an Hochschulen (DG HochN) und dem International Sustainable Campus Network (ISCN).

Ausgewählte Einrichtungen

Bäuerin mit ihren Waren
© Colourbox

Zentrum für Entwicklungsforschung (ZEF)

Das Zentrum für Entwicklungsforschung ist ein Institut der Universität Bonn, das trans- und interdisziplinär forscht. Die Forschenden am ZEF erarbeiten wissenschaftlich fundierte Lösungen für entwicklungspolitische Fragestellungen. Doktorand*innen, Wissenschaftler*innen und Partnerinstutionen aus aller Welt arbeiten am ZEF zusammen an der Lösung globaler Herausforderungen. 

Eine Wissenschaftlerin und ein Wissenschaftler arbeiten hinter einer Glasfassade und mischen Chemikalien mit Großgeräten.
© Volker Lannert

Nachhaltigkeitscampus Klein-Altendorf

Der Campus Klein-Altendorf (CKA) ist eines der drei Außenlabore der Landwirtschaftlichen Fakultät. Hier werden zahlreiche Versuche der universitären Institute sowie kooperierender Forschungseinrichtungen durchgeführt. 

Der Schwerpunkt liegt dabei auf Themen rund um den Pflanzenbau.

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© Unsplash

Sustainable AI Lab

Am Sustainable AI Lab arbeiten exzellente Forschende aus verschiedenen Disziplinen zusammen, um die ökologischen, sozialen und ökonomischen Auswirkungen von Design, Entwicklung sowie Nutzung Künstlicher Intelligenz (KI) zu untersuchen. 

Das Labor ist eine Initiative der KI-Ethikerin Prof. Dr. Aimee van Wynsberghe, Direktorin des Instituts für Wissenschaft und Ethik der Universität Bonn. 

Partnerschaften zur Erreichung der Nachhaltigkeitsziele

Die Universität Bonn arbeitet mit vielfältigen Partner*innen zusammen, um Nachhaltigkeitsforschung lokal, national und global weiter voranzubringen und in Wirtschaft und Gesellschaft zu übertragen. In der UN-Stadt Bonn nutzen wir unseren einzigartigen Standortvorteil. 

Bonner Allianz für Nachhaltigkeitsforschung 

Die Bonner Allianz vereint mit ihren sechs Partnerinstitutionen universitäre und außeruniversitäre, angewandte und grundlagenorientierte Forschung.  Durch vernetzte Wissenschaft trägt sie der Komplexität der Problem- und Fragestellungen in der Nachhaltigkeitslandschaft Rechnung. Gemeinsames Ziel ist es, die Umsetzung der UN Agenda 2030 auf lokaler bis hin zur globalen Ebene wissenschaftlich zu unterstützen. Die Bonner Allianz wurde im November 2017 auf der COP23 unter der Federführung der Universität Bonn gegründet.

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© bonnaliance

2018

Gründung der Bonn Research Alliance (BORA) als eine Schlüsselmaßnahme in der Exzellenzstrategie

1934

Gründung der Landwirtschaftlichen Fakultät

2017

Gründung der Bonner Allianz für Nachhaltigkeitsforschung im Rahmen der COP23

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in der Lehre der Universität Bonn

Prorektorat und Stabsstelle für Nachhaltigkeit

Bonn Program for Sustainable Transformation - BOOST

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