Nachhaltigkeit in der Forschung

Unsere Vision

Die Universität Bonn wird als Agentin des Wandels mit ihrer Spitzenforschung zur Grundlage für gesamtgesellschaftliche Veränderungsprozesse beitragen. Viele unserer Forscher*innen widmen sich Themen nachhaltiger Entwicklung und schaffen damit eine wertvolle Wissensgrundlage für Debatten, politische und private Entscheidungen sowie zur Lösung drängender gesellschaftlicher Fragen. Wir unterstützen insbesondere inter- und transdisziplinäre Forschung und fördern den Transfer wissenschaftlicher Erkenntnisse in die Praxis und die Gesellschaft.
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© Universität Bonn

Das Strategiepapier Nachhaltigkeit 

Im Rahmen des universitätseigenen Nachhaltigkeitsprogramms BOOST (Bonn Program for Sustainability Transformation) erarbeiten wir in einem kontinuierlichen, partizipativen Prozess unsere Nachhaltigkeitsstrategie. Für den Bereich Forschung werden strategische Ziele und Maßnahmen in einer eigenen Arbeitsgruppe entwickelt.

Aktuelles aus der Forschung
Mehr Nachhaltigkeit bei der Ernährung
In Afrika südlich der Sahara haben Herzkreislauf- und Stoffwechselerkrankungen rapide zugenommen. Wie hängen nachhaltige Ernährungsweisen, die nährstoffreich, umweltfreundlich, erschwinglich und soziokulturell akzeptabel sind, mit kardiometabolischen Erkrankungen zusammen? Ein internationales Forschungsteam um Prof. Dr. Ina Danquah, Hertz-Chair for Innovation for Planetary Health am Transdisziplinären Forschungsbereich „Sustainable Futures” und Direktorin am Zentrum für Entwicklungsforschung der Universität Bonn, hat diese Frage bei ghanaischen Erwachsenen an unterschiedlichen Standorten untersucht.
Klimaresilienz und soziale Gerechtigkeit
Das Forschungsprojekt SOZIAHR der Universität Bonn startet jetzt eine große Bevölkerungsumfrage, um herauszufinden, wie es den Menschen in den fünf Jahren seit der Ahrtalflut ergangen ist. Eingeladen werden etwa 70 Tausend Menschen, die zum Stichtag der Flut in den Kommunen Adenau, Altenahr, Bad Neuenahr-Ahrweiler, Sinzig und Grafschaft gemeldet waren und die heute noch dort wohnen oder seither maximal einmal umgezogen sind. Die Befragung beginnt Anfang August und läuft bis Ende September. Geplant ist, die Ergebnisse im April 2027 zu veröffentlichen.
Sanfte Schubser für mehr Tierwohl
Sanfte Kaufanreize können bewirken, dass Kundinnen und Kunden öfter zu Lebensmitteln mit höheren Tierhaltungsstandards greifen. In diese Richtung deutet zumindest eine aktuelle Studie an der Universität Bonn. Die Forscherinnen nutzten als „Nudges“ zwei unterschiedliche Plakate zum Tierwohl-Label. Schon jedes Plakat für sich veränderte das Konsumverhalten von Testpersonen, die in einem virtuellen Supermarkt einkauften. Wurden beide Plakate kombiniert, war der Anteil der Produkte mit höheren Tierwohlstandards im Einkaufskorb am höchsten. Weitere Studien müssen noch klären, inwieweit sich die Ergebnisse auf reale Einkaufssituationen übertragen lassen. Die Studie ist im Journal of Behavioral and Experimental Economics erschienen.
Zwei auf einen Streich
Wie lässt sich die Zukunft von gewässernahen Städten des Globalen Südens angesichts von Herausforderungen wie des Klimawandels am besten gestalten? Wie werden Konflikte in verschiedenen Kulturen überwunden? Mit diesen zentralen Fragen befassen sich zwei neue Graduiertenkollegs an der Universität Bonn. Ein Kooperationspartner ist das Universitätsklinikum Bonn (UKB) und mit der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg (H-BRS) auch erstmals eine Hochschule für Angewandte Wissenschaften, die mit einen Antrag stellte. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert die beiden Einrichtungen zur Qualifizierung von Doktorandinnen und Doktoranden in Millionenhöhe. Bundesweit unterstützt die DFG ab Herbst 2026 insgesamt zehn neue Graduiertenkollegs.

Inter- und transdisziplinäre Spitzenforschung

Eine Wissenschaftlerin und ein Wissenschaftler arbeiten hinter einer Glasfassade und mischen Chemikalien mit Großgeräten.
© Universität Bonn

6 Exzellenzcluster 

Wie können Technologien eine nachhaltige Pflanzenproduktion ermöglichen? Welche Auswirkungen haben politische Instrumente auf soziale und wirtschaftliche Ungleichheit? Diesen und weiteren Fragen widmen sich Forschende verschiedener Disziplinen in den 6 Exzellenzclustern der Universität Bonn.

Das Cluster PhenoRob "Robotics and Phenotyping for Sustainable Crop Production" ist deutschlandweit das einzige Exzellenzcluster in den Agrarwissenschaften. 

Eine Wissenschaftlerin und ein Wissenschaftler arbeiten hinter einer Glasfassade und mischen Chemikalien mit Großgeräten.
© Universität Bonn

6 Transdisziplinäre Forschungsbereiche (TRA)

Die Universität unterhält sechs Transdisziplinäre Forschungsbereiche, in denen Forschende aller Fakultäten gemeinsam an übergreifenden Themen forschen. Dieser transdisziplinäre Ansatz bringt innovative, multiperspektivische Forschung hervor.

Nachhaltigkeitsthemen spielen hier auch inhaltlich eine große Rolle, zum Beispiel in der TRA "Individuen, Institutionen und Gesellschaften" und TRA "Technologie und Innovation für eine nachhaltige Zukunft".

Eine Wissenschaftlerin und ein Wissenschaftler arbeiten hinter einer Glasfassade und mischen Chemikalien mit Großgeräten.
© Volker Lannert/Uni Bonn

Forschung in Verbundprojekten

Die Universität Bonn gehört als Exzellenzuniversität zu den forschungsstärksten Universitäten Europas. Sie ist bekannt für ihre international vernetzte Spitzenforschung, der eine innovative und internationale Forschungskultur zugrunde liegt.

Die Universität forscht in zahlreichen DFG-, BMBF-, EU- sowie anderen drittmittelgeförderten Verbundprojekten zu Nachhaltigkeitsthemen.

Vernetzung und Transfer

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© Stabsstelle BORA

Bonn Research Alliance (BORA)

Die Bonn Research Alliance (BORA) wurde 2018 von der Universität Bonn gegründet, um die Zusammenarbeit mit 12 führenden außeruniversitären Forschungseinrichtungen in der Region – darunter Fraunhofer-, Helmholtz-, Leibniz- und Max-Planck-Institute sowie die United Nations University – zu stärken.

Ein besonderer Fokus liegt auf dem Themenfeld Nachhaltigkeit: Der Themenfokus Nachhaltigkeit bündelt die umfangreiche Nachhaltigkeits-Expertise der Partnerinstitutionen in BORA. 

Die Arbeitsgruppe „Plurale Nachhaltigkeiten“ bringt Wissenschaftler*innen aus verschiedenen Disziplinen, Institutionen und Ländern zusammen, die zu Nachhaltigkeit arbeiten. Ziel ist es, Raum für Austausch über vielfältige Ansätze, Praktiken und Verständnisse von Nachhaltigkeit zu schaffen.

Transfercenter enaCom

Das Transfercenter enaCom versteht sich als Vermittler, Übersetzer und Katalysator zwischen Wissenschaft und anderen Akteur*innen. So sollen Forschungsergebnisse zum Nutzen der Gesellschaft zur Verfügung gestellt werden.

Für alle Fragen rund um den Wissens- und Technologietransfer ist das Transfer Center enaCom im Dezernat Forschung und Transfer zentraler Ansprechpartner.

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© Bialek/Uni Bonn
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© Humboldt n

Forschungsnetzwerke 

Die NRW-Universitäten haben sich im Netzwerk Humboldtn zusammengeschlossen, um gemeinsam Verantwortung für  Zukunftsfragen im Themenkomplex Nachhaltigkeit zu übernehmen. 

Auch national und international ist die Universität Bonn in Nachhaltigkeitsnetzwerken aktiv, z.B. in der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltigkeit an Hochschulen (DG HochN) und dem International Sustainable Campus Network (ISCN).

Ausgewählte Einrichtungen

Bäuerin mit ihren Waren
© Colourbox

Zentrum für Entwicklungsforschung (ZEF)

Das Zentrum für Entwicklungsforschung ist ein Institut der Universität Bonn, das trans- und interdisziplinär forscht. Die Forschenden am ZEF erarbeiten wissenschaftlich fundierte Lösungen für entwicklungspolitische Fragestellungen. Doktorand*innen, Wissenschaftler*innen und Partnerinstutionen aus aller Welt arbeiten am ZEF zusammen an der Lösung globaler Herausforderungen. 

Eine Wissenschaftlerin und ein Wissenschaftler arbeiten hinter einer Glasfassade und mischen Chemikalien mit Großgeräten.
© Volker Lannert

Nachhaltigkeitscampus Klein-Altendorf

Der Campus Klein-Altendorf (CKA) ist eines der drei Außenlabore der Landwirtschaftlichen Fakultät. Hier werden zahlreiche Versuche der universitären Institute sowie kooperierender Forschungseinrichtungen durchgeführt. 

Der Schwerpunkt liegt dabei auf Themen rund um den Pflanzenbau.

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© Unsplash

Sustainable AI Lab

Am Sustainable AI Lab arbeiten exzellente Forschende aus verschiedenen Disziplinen zusammen, um die ökologischen, sozialen und ökonomischen Auswirkungen von Design, Entwicklung sowie Nutzung Künstlicher Intelligenz (KI) zu untersuchen. 

Das Labor ist eine Initiative der KI-Ethikerin Prof. Dr. Aimee van Wynsberghe, Direktorin des Instituts für Wissenschaft und Ethik der Universität Bonn. 

Partnerschaften zur Erreichung der Nachhaltigkeitsziele

Die Universität Bonn arbeitet mit vielfältigen Partner*innen zusammen, um Nachhaltigkeitsforschung lokal, national und global weiter voranzubringen und in Wirtschaft und Gesellschaft zu übertragen. In der UN-Stadt Bonn nutzen wir unseren einzigartigen Standortvorteil. 

Bonner Allianz für Nachhaltigkeitsforschung 

Die Bonner Allianz vereint mit ihren sechs Partnerinstitutionen universitäre und außeruniversitäre, angewandte und grundlagenorientierte Forschung.  Durch vernetzte Wissenschaft trägt sie der Komplexität der Problem- und Fragestellungen in der Nachhaltigkeitslandschaft Rechnung. Gemeinsames Ziel ist es, die Umsetzung der UN Agenda 2030 auf lokaler bis hin zur globalen Ebene wissenschaftlich zu unterstützen. Die Bonner Allianz wurde im November 2017 auf der COP23 unter der Federführung der Universität Bonn gegründet.

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© bonnaliance

2018

Gründung der Bonn Research Alliance (BORA) als eine Schlüsselmaßnahme in der Exzellenzstrategie

1934

Gründung der Landwirtschaftlichen Fakultät

2017

Gründung der Bonner Allianz für Nachhaltigkeitsforschung im Rahmen der COP23

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in der Lehre der Universität Bonn

Prorektorat und Stabsstelle für Nachhaltigkeit

Bonn Program for Sustainable Transformation - BOOST

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