Unsere Forschung
Bild: Florian I. Schmidt

Forschungsprofil Leben und Gesundheit

Der transdisziplinäre Forschungsbereich fördert die Zusammenarbeit von Wissenschaftler*innen aus Medizin, Lebenswissenschaften, Pharmazie, Ernährungsforschung, Mathematik und Informatik. Neben den im Bereich Leben und Gesundheit bereits an der Universität Bonn etablierten Forschungsschwerpunkten sollen unter dem Programm „Construction and Deconstruction of Life“ neue Forschungsbereiche gestärkt werden. Dazu ist die Einrichtung einer Heinrich-Hertz-Professur für "Artificial Intelligence and Neuroscience" und einer Argelander-Professur im Bereich "Construction" geplant.

Construction

In diesem Forschungsschwerpunkt geht es um die Konstruktion reduktionistischer Systeme lebender Materie. Dafür sollen Stammzelltechnologien, Gen-Editing, Nanotechnologie von Biomaterialien oder halbsynthetische Biohybride genutzt werden. Das Ziel ist die Etablierung deterministischer oder selbstorganisierender Entwicklungs- und Krankheitsmodelle.
Zu diesem Thema tauschen sich im Bonn Organoid Club Forschende der TRA und weitere interessierte Wissenschaftler*innen über die Entwicklung und Anwendung von Organoiden in verschiedensten biologischen Systemen aus. 

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© Florian I. Schmidt
Grafik Forschungsprofil
© TRA Life and Health

Deconstruction

Wissenschaftler*innen der TRA analysieren mit modernsten Werkzeugen komplexe biologische Systeme wie das Immun- und Nervensystem, vom einfachen Modellorganismus bis hin zum Menschen. Immunologen und Neurowissenschaftler forschen dazu gemeinsam mit Systembiologen und Mathematikern im  Exzellenzcluster ImmunoSensation21 und bilden einen wichtigen Schwerpunkt innerhalb des transdisziplinären Forschungsbereichs.
Detaillierte Analysen haben bereits zu Durchbrüchen beim Verständnis einiger Funktionen auf der Ebene des Organismus geführt. Ein allgemeines Verständnis dieser Systeme auf der Ebene der Theorie und über Skalen hinweg ist jedoch schwer zu erreichen.
Um hochdimensionale Datensätze mit unterschiedlich komplexen Daten mit Verhaltensweisen oder Krankheitsphänotypen zu verknüpfen, arbeiten wir verstärkt an der Schnittstelle zwischen künstlicher Intelligenz, maschinellem Lernen und Biowissenschaften.
Mathematik und Modellierung werden außerdem zunehmend wichtig sein, um klinische, genetische, molekulare und zelluläre Daten zu vereinen und Vorhersagemodelle für Erkrankungen des Menschen zu erstellen.

Organoid aus Fettgewebe
Organoid aus Fettgewebe © Katharina Sieckmann

Bonn Organoid Club

Im „Bonn Organoid Club“ 2treffen sich interessierte Forschende monatlich zum Austausch von Expertise und Reagenzien zu Organoid-Modellen in der biomedizinischen Forschung. Ein Schwerpunkt dabei sind technische Aspekte, die für viele Wissenschaftler in diesem Bereich von Interesse sind. Zusätzlich werden auch externe Wissenschaftler zu Vorträgen eingeladen, um ihre Forschung zum Thema "Organoide" der Bonner Community zu präsentieren. Der Bonn Organoid Club wird organisiert von Dr. Florian I. Schmidt, Institut für Angeborene Immunität und der TRA Leben und Gesundheit. 

Unsere nächsten Termine:

14.12.2021, 16:30 (online)

Kritika Sharma (Dep. Of Ophthalmology)
"Vascularisation of human stem cell-derived 3D retinal organoids"

Interessiert? Bitte melden Sie sich bei der TRA Life and Health oder Dr. Florian I. Schmidt um sich anzumelden.

Forschungspreis 2020

Von Antiepileptika bis zu Künstlicher Intelligenz: Die TRA Leben und Gesundheit hat 2020 drei innovative, transdisziplinäre Projekte mit dem "Life and Health Research Prize" ausgezeichnet.

Ausgezeichnet wurden die folgenden Projekte:

Prof. Dr. Elvira Mass (LIMES) / Prof. Dr. Dagmar Wachten (Institute of Innate Immunity): “Fat in a dish” – decoding cellular crosstalk in adipose tissue

Dr. Michael Wenzel (Department of Epileptology) / Prof. Dr. Christa Müller (Pharmaceutical Institute): Controlling epileptic seizures by closed-loop targeted photo-pharmacology

Prof. Dr. Andreas Schlitzer (LIMES)/ Prof. Dr. Jan Hasenauer (LIMES)/ Dr. Thorsten Send (Klinik und Poliklinik für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde): AI-augmented data integration reveals lymph-node mononuclear cell dynamics

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Entwicklung neuartiger Antiepileptika: Prof. Dr. C. Müller und Dr. M. Wenzel © Barbara Frommann/Uni Bonn

Method Development Grant 2021

Die folgenden Projekte zur Entwicklung innovativer Methoden werden von der TRA Leben und Gesundheit gefördert:

  • Dr. Gregor Hagelüken (Institute of Structural Biology) and Dr. Paul-Albert König (Core Facility Nanobodies): Implementing methods for directed evolution of nanobodies to extend, restrict or switch host specificity
  • Prof. Dr. Eva Kiermaier (LIMES-Institute): Microfabricated devices to study cellular behavior
  • Prof. Dr. Eicke Latz (Institute of Innate Immunity): Establishment of a single-cell metabolic energy profiling (scMEP) platform using spectral flow cytometry
  • Prof. Dr. Jonathan Schmid-Burgk (Institute for Clinical Chemistry and Clinical Pharmacology): Optical CRISPR  knock-out screening by improved  in-cellulo sequencing
  • Dr. Florian I. Schmidt (Institute of Innate Immunity), Identification of nanobodies against unusual targets from synthetic libraries
  • Dr. Felix Weiss (Institute of Innate Immunity), Cell-type specific proteomics from whole tissues as a discovery tool for intercellular communication

Transdisciplinary Research Prize: "Where Physics meets Biomedical Sciences"

Gemeinsam fördern die TRAs "Bausteine der Materie und fundamentale Wechselwirkungen" und die TRA Leben und Gesundheit ein Projekt an der Schnittstelle zwischen Physik (Teilchenphysik) und Medizin (Strahlentherapie/Radiobiologie):

Prof. Dr. Klaus Desch (Physikalisches Institut) und Prof. Dr. Frank Giordano (Institut für Strahlentherapie und Radioonkologie) - 
Assessment of ultra-high energy and ultra-high dose rate electron beams (UHEE/FLASH) for improved cancer therapy using the ELSA accelerator


Verbundforschung

Wissenschaftler der TRA Leben und Gesundheit sind an einer Vielzahl von Verbundforschungsprojekten federführend beteiligt, die thematisch im Bereich "Leben und Gesundheit" angesiedelt sind.

Kontakt

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Dr. Meike Brömer

TRA-Managerin

+49 1511 6933013

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