We invest in people, foster networks, create impact
Unsere Strategie für Exzellenz in Forschung und Lehre

Exzellenzstrategie der Universität Bonn

Wir möchten herausragenden Wissenschaftler*innen ein ideales Umfeld für kreatives wissenschaftliches Arbeiten schaffen und talentierte Forschende aller Karrierestufen fördern. Unser Ziel ist es, die Universität Bonn dauerhaft unter den Top-5-Forschungsuniversitäten in Deutschland sowie den weltweit führenden Universitäten zu etablieren. 

Exzellenzstrategie - we invest in people
Lan Phuong Vu und Sabine Terhart-Krabbe arbeiten am Kernspinresonanz-Gerät Bruker Ascend 600 MHZ in der Pharmazie © Volker Lannert/Uni Bonn

WE invest in people

Wir investieren vor allem in Wissenschaftler*innen aller Karrierestufen. Die besonders herausgehobenen Hertz-Chairs bauen das Forschungsprofil der TRAs noch weiter aus, während die nach August Wilhelm Schlegel benannten Schlegel Chairs die Forschungsleistung in zu entwickelnden Forschungsbereichen steigern. Wir bauen zudem die Unterstützungsmaßnahmen und -strukturen für unseren wissenschaftlichen Nachwuchs systematisch weiter aus, um dessen frühestmögliche wissenschaftliche Unabhängigkeit zu fördern. Argelander Tenure Track-Professuren geben Nachwuchswissenschaftler*innen die Gelegenheit, Forschungsfragen an den Schnittstellen zwischen den Disziplinen zu entwickeln.

Darüber hinaus hat die Verbesserung der Gleichstellung an unserer Universität allerhöchste Priorität und in Zusammenarbeit mit den Fakultäten haben wir Maßnahmen etabliert, um den Anteil von Professorinnen deutlich zu erhöhen. So haben wir 2018 bei der Konzeption der Exzellenzstrategie festgelegt, den Anteil der Professorinnen bis 2026 auf 30 Prozent zu erhöhen. Diesen Meilenstein erreichten wir bereits Ende 2024 – zwei Jahre früher als geplant. Zahlreiche Programme und Maßnahmen haben diesen Erfolg möglich gemacht – darunter uni-eigene wie das mit Exzellenzmitteln implementierte STEP-Programm, das Wissenschaftlerinnen auf ihrem Karriereweg an der Uni Bonn durchgehend unterstützt. Oder auch das Professorinnenprogramm 2030, mit dem der Bund und die Länder die Erstberufung von Frauen auf Professuren finanziell fördert. 

WE foster networks

Forschung entfaltet ihre volle Wirkung dort, wo Wissen geteilt, Perspektiven erweitert und Fragen gemeinsam weitergedacht werden. Die Universität Bonn versteht sich als Ort des aktiven Austauschs innerhalb der eigenen Strukturen ebenso wie im Dialog mit lokalen, regionalen und internationalen Partnerschaften.

In unseren Transdisciplinary Research Areas (TRAs) arbeiten Forschende unterschiedlicher Disziplinen an Themen von globaler Tragweite: etwa an Nachhaltigkeit, Gesundheit, Künstlicher Intelligenz oder gesellschaftlicher Resilienz. Die TRAs stehen für eine Wissenschaft, die sich nicht an Fächergrenzen orientiert, sondern an komplexen Wirklichkeiten. Dieses Prinzip prägt auch unsere regionale Zusammenarbeit. Mit der Bonn Research Alliance (BORA) bringen wir die Universität mit außeruniversitären Forschungseinrichtungen – darunter Institute der Max-Planck-, Helmholtz-, Fraunhofer- und Leibniz-Gemeinschaft – in strategische Partnerschaft.

International engagieren wir uns auf vielfältige Weise: In der europäischen Hochschulallianz NeurotechEU gestalten wir gemeinsam mit exzellenten Partnern einen integrierten Forschungs- und Bildungsraum im Bereich der Neurowissenschaften. Darüber hinaus verbinden uns weltweit strategische Partnerschaften mit renommierten Hochschulen und Forschungseinrichtungen. Sie ermöglichen den wechselseitigen Austausch von Studierenden und Wissenschaftler*innen sowie die gemeinsame Entwicklung innovativer Projekte. So stärken wir gezielt unsere internationale Vernetzung und leisten gemeinsam einen Beitrag zur Lösung globaler Herausforderungen.

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© Volker Lannert / Uni Bonn
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© Volker Lannert / Uni Bonn

WE create impact

Die Früchte unserer exzellenten Forschung sollen allen zugutekommen. Deshalb engagieren wir uns konsequent im Transfer von Wissen und Innovation, um gesellschaftlichen Fortschritt und Veränderung zu gestalten.

Unsere Forscher*innen finden grundlegende und anwendungsnahe Antworten auf Fragen aus der Region, dem ganzen Land sowie aus europäischen und globalen Kontexten. Damit erreichen wir ganz unterschiedliche Zielgruppen: Kinder und Jugendliche ebenso wie künftige Studierende, angehende Jung-Wissenschaftler*innen, renommierte Forschende, ambitionierte Gründer*innen, etablierte Unternehmen und Alumni auf der ganzen Welt.

Weil Neugier viele Formen kennt und Lerngewohnheiten verschieden sind, vermitteln wir unsere Wissenschaft auf vielfältige Weise: Mit Veranstaltungen wie dem Wissenschaftsfestival, der Kinderuni oder der Wissenschaftsrallye, mit Formaten wie der Vorlesungsreihe „Physik für Großeltern und andere Wissbegierige“ und dem Forschungspodcast „Hypothese“. Das P26, das Haus der Forschung und des Wissens der Uni Bonn, bietet einen Ort für Austausch und Dialog zwischen Wissenschaft und Gesellschaft – mit Ausstellungen, Podiumsdiskussionen und Seminare. Auch mit gezielten Transferaktivitäten – etwa durch unser Transfercenter enaCom – schaffen wir Brücken zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft. Ausstellungen, Podiumsdiskussionen, Seminare. Unsere vielfältigen Angebote sind auf „Wissenschaft für alle“ zusammengefasst.

Transdisziplinäre Forschung

Seit dem Jahr 2015 haben wir unser Forschungsprofil weiterentwickelt und sechs transdisziplinäre Forschungsschwerpunkte (Transdisciplinary Research Areas, TRAs) definiert, in deren Zentrum nunmehr jeweils ein Exzellenzcluster angesiedelt ist. TRAs richten unsere Forschung auf zentrale wissenschaftliche, technologische und gesellschaftliche Zukunftsthemen aus und sind zugleich Explorations- und Innovationsräume, in denen sich unsere wissenschaftlichen Potenzialbereiche im Dialog mit den Exzellenzbereichen weiterentwickeln werden.

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© Volker Lannert / Uni Bonn

Neues aus der Exzellenzuniversität
Spektakuläre Entdeckung auf dem Sinai
Der Fund ist spektakulär: Eine mit rund 5.000 Jahren ungewöhnlich alte Inschrift im Südwesten der Sinai-Halbinsel zeigt furchteinflößend, wie die Ägypter den Sinai kolonisierten und die Bewohner unterwarfen. Die auf einem gut sichtbaren Felsen prominent festgehaltene Szene veranschaulicht die Dominanz der Ägypter in Gestalt eines großen Mannes mit erhobenen Armen und einen davor knienden Sinaiten mit einem Pfeil in der Brust. Mustafa Nour El-Din vom Inspektorat Assuan des Ägyptischen Antikenministeriums entdeckte die ungewöhnliche Inschrift im Wadi Khamila. Der Ägyptologe Prof. Dr. Ludwig Morenz von der Universität Bonn deutete die Szene: Sie verkündet den kolonialen Anspruch der Ägypter vor 5.000 Jahren.
ERC Proof of Concept Grant für Innovation in der Tieftemperatur-Mikroskopie
Juniorprofessor Daqing Wang von der Universität Bonn erhält für sein Projekt „MinCryo“ eine Proof-of-Concept-Förderung vom Europäischen Forschungsrat (ERC) in Höhe von 150.000 Euro über ein Jahr. Damit wird der Physiker seine Forschungsergebnisse weiter für praktische Anwendungen in der Industrie vorbereiten. Die von ihm und seinem Team entwickelte technische Innovation ermöglicht einen breiteren und ressourceneffizienteren Zugang zur kryogenen – also ultra-kalten – optischen Bildgebung, bei der Mikroskope mit extrem kalten Temperaturen kombiniert werden.
Humboldt-Forschungspreis für Shin-ichi Ohta
Prof. Shin-ichi Ohta von der Universität Osaka in Japan erhält einen Forschungspreis der Alexander von Humboldt-Stiftung. Prof. Dr. Karl-Theodor Sturm vom Institut für Angewandte Mathematik und dem Exzellenzcluster Hausdorff Center for Mathematics (HCM) der Universität Bonn hat den Wissenschaftler für den mit 80.000 Euro dotierten Preis vorgeschlagen. Nun intensivieren beide Forscher zu den Schnittmengen von Geometrie und Wahrscheinlichkeit ihre Zusammenarbeit.
Komplexe Formen von Membranen im Fokus
Zellmembranen, wie sie etwa in roten Blutkörperchen vorkommen, streben nach einem Zustand minimaler Energie. Diese Energie hängt ausschließlich von der geometrischen Form der Membran ab und lässt sich mathematisch präzise beschreiben. In seiner neuen Emmy-Noether-Gruppe untersucht Dr. Christian Scharrer vom Institut für Angewandte Mathematik der Universität Bonn nun die Formen von Membranen, wenn ihre Komplexität immer weiter wächst. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert die Gruppe mit rund 850.000 Euro über einen Zeitraum von bis zu sechs Jahren.

„Wir sind Exzellenzuniversität“

Mit Stolz und Freude ist 2019 an der Universität Bonn die Entscheidung der Exzellenzkommission aufgenommen worden, ihr den Status einer Exzellenzuniversität zu verleihen (zur Pressemitteilung). Seit Mai 2025 steht fest: Die Uni Bonn wird ab Anfang 2026 8 Cluster haben – und somit antreten, den Titel zu verteidigen.

„Wir sind Exzellenzuniversität“


Exzellenzcluster

Seit Januar 2019 hat die Universität Bonn sechs Exzellenzcluster, mehr als jede andere Hochschule in Deutschland. Mit der neuen Förderperiode ab Januar 2026 ändert sich das: Dann zählt die Universität sogar 8 Exzellenzcluster. Und behauptet damit ihre führende Position.

Uni Bonn celebrates – 8 out of 8 Clusters secured

Hausdorff Center for Mathematics
© Volker Lannert/Uni Bonn

Hausdorff Center for Mathematics

Die Forschung im Hausdorff Center for Mathematics (HCM) reicht von reiner und angewandter Mathematik über Fragestellungen der Ökonomie bis hin zu interdisziplinären Arbeiten.

immunoSensation2
© Johann F. Saba/UKB

ImmunoSensation2

Das übergeordnete Ziel von ImmunoSensation2 ist es, die Prinzipien zu entschlüsseln, die der globalen Funktionalität des Immunsystems in gesunden und kranken Zuständen zugrundeliegen.

Bonn Center for Dependency and Slavery Studies (BCDSS)
© N. Wietrich

Bonn Center for Dependency and Slavery Studies

Mit dem Schlüsselkonzept „Starke asymmetrische Abhängigkeit“ eröffnet das Bonn Center for Dependency and Slavery Studies (BCDSS) einen neuen Zugang zur Sklaverei- und Abhängigkeitsforschung.

PhenoRob
© Volker Lannert/Uni Bonn

PhenoRob

Wie können Technologien eine nachhaltige Pflanzenproduktion ermöglichen? Das untersuchen Forschende verschiedener Disziplinen bei PhenoRob, Deutschlands einzigem Exzellenzcluster in den Agrarwissenschaften.

ECONtribute
© Marc Thürbach/ECONtribute

ECONtribute: Märkte & Public Policy

Märkte im Spannungsfeld von Wirtschaft, Politik und Gesellschaft – das ist der Fokus von ECONtribute. Das Ziel: Märkte besser zu verstehen und Marktversagen zu analysieren.

ML4Q
© Simon Wegener

Matter and light for quantum computing (ML4Q)

Ziel des Clusters Materie und Licht für Quanteninformation (ML4Q) ist es, neue Computer- und Netzwerkarchitekturen zu schaffen, die auf den Prinzipien der Quantenmechanik beruhen.

Color Meets Flavor
© Gregor Hübl/Uni Bonn

Neues Cluster: Color meets Flavor

Einige der interessantesten Messungen der letzten Jahre beinhalten ein Zusammenspiel der starken (“Color”) und der schwachen (“Flavor”) Wechselwirkung. Dieses Zusammenspiel wollen die Forschenden im Exzellenzcluster „Color meets Flavor“ in enger Zusammenarbeit zwischen Theorie und Experiment beleuchten. 

Our Dynamic Universe
© Volker Lannert/Uni Bonn

Neues Cluster: Our Dynamic Universe

Our Dynamic Universe verbindet die astrophysikalischen Prozesse durch eine Kombination aus Beobachtungen mit neuer Instrumentierung, Theorie in Verbindung mit neuartigen Simulations- und datenwissenschaftlichen Methoden und Laborastrophysik. Ziel ist, die Zeitentwicklung des Materie- und Energieflusses vollständig zu beschreiben.

Lesen Sie auch

Karriereentwicklung 

Das Argelander Programm für den wissenschaftlichen Nachwuchs bietet umfassende Unterstützung, abgestimmt auf Interessen und Karrierestufen. 

Transfer

Wir engagieren uns für den Transfer von Wissen, Technologie und Fachkompetenz. 

Digitalisierungsstrategie

Zukunftsorientierte Digitalisierung durch Innovation in Forschung, Lehre, IT, Organisation und gesellschaftlichem Austausch.

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