Direkt zum Inhalt | Direkt zur Navigation

Sections
Sie sind hier: Startseite Forschung Forschungsprofil Vergangene Welten - Zeitgenössische Fragen. Kulturen in Zeit und Raum

Vergangene Welten - Zeitgenössische Fragen. Kulturen in Zeit und Raum

KPA5Slider4.jpg

Sliderresearch.jpg

UBo_18_92_Broschüre Antrag Exzellenzuniversität_Icon Pre-Modern Orders.jpg

Die beteiligten Wissenschaftler analysieren aus transdisziplinärer Perspektive vergangene kulturelle, politische, soziale und ökonomische Konstellationen in umfassender geographischer Breite und historischer Tiefe. Die TRA eröffnet eine globalgeschichtliche Perspektive der longue durée, die ermöglicht, historische Prozesse in ihren Regionen übergreifenden Verflechtungen zu analysieren. Dabei bilden sowohl Textbestände und als auch sämtliche Bereiche der visuellen und materiellen Kultur die Quellenbasis für diese Analyse.

Im Fokus der TRA stehen insbesondere die Wechselbeziehungen zwischen tagesaktuellen Herausforderungen und Prozessen sowie Verhandlungen vergleichbarer Phänomene in der Vergangenheit. Das aus einem solchen komparativ-historischen Zugriff generierte Wissen über die Funktionsweisen von Kulturen kann somit auch zu einem besseren Verständnis der Gegenwart beitragen. Die Voraussetzung dafür ist, die chronologischen und terminologischen Grundannahmen zu überwinden, indem Forschungen von Süd- und Mittelamerika über Europa bis Ostasien zusammengeführt und miteinander in Diskussion gebracht werden.

In diesem Kontext können die gesellschaftlichen Funktionen und Bedeutungen gegenwärtiger und historischer Repräsentationen, Praktiken und Objektivationen von kulturellem Gedächtnis regionalspezifisch sowie als Teil globaler Verflechtungen begriffen werden. Mittlerweile auch über die Grenzen der betroffenen Wissenschaftsdisziplinen bekannte Orte und Gegenstände dieser Auseinandersetzungen sind kunst- und kulturhistorische sowie ethnologische Sammlungen und Museen in ihren postkolonialen Aushandlungen.

Inter- und Transdisziplinarität der TRA mit ihren unterschiedlichen Fachtraditionen und -strukturen ermöglichen eine kritische Reflexion und Re-Evaluation über vermeintlich feststehende Zeit- und Raumkategorien hinweg. Die Universität Bonn bietet hierfür aufgrund ihrer Fächervielfalt und der Tatsache, dass sich viele sogenannte ‚Kleine Fächer’ auf die Vormoderne konzentrieren, hervorragende Voraussetzungen.

Forschungsprojekte, Infrastruktur und Digitalisierung

Die Universität Bonn zeichnet sich aber nicht nur durch ihren transdisziplinären, sondern auch durch den transkulturellen Zugang aus. Der Sonderforschungsbereich "Macht und Herrschaft - Vormoderne Konfigurationen in transkultureller Perspektive" untersucht dahingehend das vormoderne Asien, Europa und das nördlichen Afrika. Die Forschung wird ergänzt vom Annemarie Schimmel Kolleg "History and Society during the Mamluk Era (1250-1517)", das internationale Spezialistinnen und Spezialisten der Mamlukken-Forschung zusammenbringt. Sie erforschen Politik und Ökonomie, aber auch wie erzählerische Strategien in dieser Zeit in der Gesellschaft genutzt wurden.

Ein zukünftiges Forschungshighlight wird das "Advanced Research Centre: History of Islamic Culture and Ideas from the 12th-16th century". Gemeinsam mit der Alexander von Humboldt Stiftung sollen philosophische und politische Fragestellungen der Zeit untersucht werden, was bisher eher vernachlässigt wurde. Das Franz Joseph Dölger Institut und das Department of Epigraphy sind weitere erwähnenswerte Forschungszentren an der Uni Bonn.

Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftlern bietet die Graduiertenschule “Archäologie vormoderner Wirtschaftsräume” ein strukturiertes Promotionsprogramm und eine exzellente Forschungsumgebung, um wirtschaftliche Systeme aus interkultureller und diachroner Sicht zu analysieren und vergleichen.

Forscherinnen und Forscher an der Universität Bonn profitieren vom Zugang zu vielen und vor allem auch vielfältigen Quellen: Neben der Literatur in den Universitäts- und Abteilungsbibliotheken sind es vor allem die 13 Museen und Sammlungen, wie beispielswiese dem Ägyptischem Museum oder der Bonner Altamerika Sammlung, die mit ihren Objekten Forschung tatsächlich greifbar machen.

Das heißt nicht, dass moderne Medien nicht zum Einsatz kommen. Denn auch bei Digitalisierung und den digitalen Geisteswissenschaften ist die Universität Bonn Dank zahlreicher Datenbankprojekte stark. KOSMOS zum Beispiel untersucht gemeinsam mit dem Forschungsmuseum Alexander König die Sammlungen von Universitäten und deren Einfluss auf heutige akademische Disziplinen. Die Abteilung "Text Database Dictionary of Classic Mayan" analysiert Hieroglyphen und erstellt daraus ein digitales Wörterbuch. Und wenn Sie mehr über die mittelalterliche Darstellungs- und Rezeptionsweise der sogenannten Sarazenen erfahren möchten, dann können Sie bald ein öffentlich zugängliches Wiki der Universität Bonn nutzen, das eine kommentierte Sammlung aktueller Zugänge bereitstellen wird.

Exzellenzcluster: Bonn Center for Dependency and Slavery Studies (BCDSS)

Artikelaktionen