Jeden Tag Wissenschaft aufs Neue erleben

Forschungsprofil: Forschen auf Spitzenniveau

Seit 200 Jahren steht die Universität Bonn für Wissenschaft auf Top-Niveau. Bereits die Gründungsprofessoren verstanden ihre Bonner Alma Mater als Forschungsuniversität, die wissenschaftliche, gesellschaftliche und technologische Fragen beantworten möchte. Heute profitieren davon Forschende, Lehrende und wissenschaftlicher Nachwuchs gleichermaßen. Sie können deutschland- und weltweit auf gewachsene Netzwerke sowie starke Kooperationen in Wissen- und Gesellschaft zurückgreifen – und das messbar.

Postdoc
© Volker Lannert/Uni Bonn

Transdisziplinäre Forschungsbereiche

Innovationsräume in Forschung und Lehre – das sind die sechs Transdisziplinären Forschungsbereiche (Transdisciplinary Research Areas, TRAs) der Universität Bonn.

HCM
© Volker Lannert/HCM

Exzellenz in Forschung und Lehre

“We invest in people. We foster networks. We create impact” — Mit dieser Strategie wollen wir, nicht nur in unseren sechs Exzellenzclustern, herausragenden Wissenschaftler*innen ein ideales Umfeld für kreatives wissenschaftliches Arbeiten schaffen und talentierte Forschende aller Karrierestufen fördern. 

Die besten Köpfe

Die herausragende Forschungsstärke unserer  Wissenschaftler*innen wird durch zahlreiche Auszeichnungen belegt. 

Kooperative Forschungskultur

Innovative Spitzenforschung in zahlreichen nationalen und internationalen Kooperationen und Verbundprojekten zeichnet uns aus.

Vielfältige Berufungen

Die besondere Vielfalt unserer extern finanzierten Professuren – als Zeichen einer starken Kooperation mit Wirtschaft und Gesellschaft – prägt unser Profil.

Neues aus Forschung
Der Ort des Judentums in der Gegenwart

“Der Ort des Judentums in der Gegenwart“ lautet das Thema der diesjährigen Annemarie-Schimmel-Lectures an der Universität Bonn. Am Dienstag, 18. Juni 2024, ab 17 Uhr im Bonner Münster macht Charlotte Elisheva Fonrobert, Professorin für Jüdische Studien und Religionswissenschaften an der Stanford University, den Auftakt. In der öffentlichen Veranstaltung präsentiert sie ihre aktuelle Forschung zum Verhältnis von Diaspora und Nachbarschaft im Judentum. Im Anschluss kommt die Antisemitismusbeauftragte des Landes Nordrhein-Westfalen, Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, mit der Wissenschaftlerin ins Gespräch. Am 25. Juni und am 2. Juli, ab 17 Uhr folgt je eine weitere Vorlesung im Festsaal der Universität Bonn mit Charlotte Fonrobert, zu der Interessierte herzlich eingeladen sind.

Wie Bakterien unser Verhalten beeinflussen können

Das Darmmikrobiom beeinflusst unsere Entscheidungen in sozialen Kontexten. Zu diesem Schluss kommt eine Studie unter der Federführung der Sorbonne Université sowie INSEAD mit Beteiligung der Universität Bonn und des Universitätsklinikums Bonn (UKB). Die Studie ist in Proceedings of the National Academy of Sciences Nexus veröffentlicht worden.

Euclid liefert erste wissenschaftliche Ergebnisse

Heute veröffentlicht das Euclid-Projektkonsortium die ersten wissenschaftlichen Publikationen zu Beobachtungen mit dem Euclid-Weltraumteleskop. In einer ersten frühen Beobachtungsphase konnten bereits einige wissenschaftlich spektakuläre Ergebnisse erzielt werden. Diese geben einen Vorgeschmack auf die beispiellosen Fähigkeiten des Teleskops, welches im Verlauf der nächsten Jahre eine der genauesten Karten der zeitlichen Entwicklung unseres Universums erstellen soll. Alle fünfzehn Publikationen werden ab morgen auf dem Preprint-Server arXiv veröffentlicht. Nach Abschluss der fachlichen Begutachtung erscheinen sie dann auch in einer Sonderausgabe der Fachzeitschrift “Astronomy & Astrophysics”.

Wurzel als Schlüssel zu dürretoleranterem Mais

Mais kommt mit sehr unterschiedlichen Standortbedingungen zurecht. Eine internationale Studie unter Federführung der Universität Bonn zeigt nun, welche wichtige Bedeutung dabei sein Wurzelsystem spielt. Die Forscherinnen und Forscher haben darin mehr als 9.000 Sorten analysiert. Dabei konnten sie zeigen, dass sich die Wurzeln stark unterscheiden - je nachdem, wie trocken der Standort ist, für den die jeweilige Sorte gezüchtet wurde. Sie konnten zudem ein wichtiges Gen identifizieren, dass bei dieser Anpassung eine Rolle spielt. Möglicherweise ist es ein Schlüssel für die Entwicklung von Sorten, die mit dem Klimawandel besser zurechtkommen. Die Ergebnisse sind nun in der renommierten Zeitschrift Nature Genetics erschienen.

Bonner Studiengang rückt Zusammenhang zwischen Umweltrisiken und menschlicher Sicherheit in den Fokus

Zum zehnjährigen Bestehen des Joint Masters „Geography of Environmental Risks and Human Security“ gab es im Geozentrum der Universität Bonn eine Gesprächsrunde mit Studierenden und Alumni, Grußworte sowie Keynotes. Der englischsprachige Master ist ein kombinierter Studiengang des Geographischen Instituts der Universität Bonn und des Institute for Environment and Human Security der Universität der Vereinten Nationen (UNU-EHS) in Bonn. Das zweijährige Programm verfolgt einen interdisziplinären Ansatz, um Prozesse des globalen Umweltwandels und ihre sozioökologischen Auswirkungen zu verstehen. 256 Studierende aus 46 Ländern haben mittlerweile ihren Master of Science (M.Sc.) in der Tasche und sind beruflich auf der ganzen Welt im Einsatz.

Können Austernpilze den Cholesterolspiegel senken?

Speisepilze liefern wenig Kalorien und Fett, aber reichlich Beta-Glucane – lösliche Ballaststoffe, die auch in Haferprodukten vorkommen. Ihnen werden verschiedene gesundheitliche Vorteile zugeschrieben. So ist erwiesen, dass Beta-Glucane aus Hafer den Cholesterolspiegel senken können. Auch Beta-Glucane aus Speisepilzen könnten diese Wirkung haben. Ernährungswissenschaftlerinnen der Universität Bonn wollen dies nun mit der Medizinischen und der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät näher untersuchen. Erwachsene mit leicht erhöhtem LDL-Cholesterolspiegel können an der Studie teilnehmen.

Pflanzen beschränken den Einsatz von Tipp-Ex-Proteinen

Pflanzen verfügen über spezielle Korrektur-Moleküle, die Genabschriften nachträglich verändern können. Doch offensichtlich haben diese „Tipp-Ex-Proteine“ nicht in allen Bereichen der Zelle eine Arbeitserlaubnis. Stattdessen kommen sie ausschließlich in Chloroplasten und Mitochondrien zum Einsatz. Eine Studie der Universität Bonn erklärt nun, warum das so ist: Demnach würde der Korrekturmechanismus ansonsten auch fehlerfreie Abschriften verändern - mit fatalen Folgen für die Zelle. Die Ergebnisse sind jetzt in der Fachzeitschrift The Plant Journal erschienen.

Gesunde Ernährung für Mensch und Planet

Unsere Ernährung belastet die Ressourcen des Planeten. Eine Umstellung auf eine nachhaltige Ernährung, die sowohl unserer als auch der Gesundheit des Planeten zugutekommt, wird daher immer wichtiger. Forschende der Universität Bonn haben nun die Ernährung von Kindern und Jugendlichen bezogen auf ihren Beitrag zu den ökologischen Nachhaltigkeitsindikatoren Treibhausgasemissionen, Landnutzung und Wasserverbrauch untersucht. Und gezeigt: Es gibt Potenzial, und nach wie vor die Notwendigkeit, die Ernährung der jungen Generationen nachhaltiger zu gestalten. Die Studie erscheint im American Journal of Clinical Nutrition veröffentlicht; sie ist bereits vorab online zugänglich.

Was zeichnet unser Forschungsprofil aus?

01.

Exzellent

Wir sind eine von elf deutschen Exzellenzuniversitäten und -verbünden und die einzige Universität mit sechs Exzellenzclustern. Auch haben wir in den vergangenen Jahrzehnten mehr Nobelpreise und Fields-Medaillen hervorgebracht als jede andere deutsche Hochschule. 

02.

Vernetzt

Eingebettet in den UN-Standort Bonn und eine dynamische Wissenschaftsregion, ist Bonn eine der forschungsstärksten Universitäten Deutschlands mit internationaler Strahlkraft.

03.

Transdisziplinär

Ein breites Fächerspektrum in sieben Fakultäten reicht von den Agrarwissenschaften bis zur Zahnmedizin. Neben starken Fächern bilden unsere sechs fakultäts- und fächerübergreifenden „Transdisziplinären Forschungsbereiche“ (Transdisciplinary Research Areas, TRAs) Explorations- und Innovationsräume für den wissenschaftlichen Austausch.

04.

Fördernd

Unser Ziel ist es, optimale Bedingungen für international vernetzte Forschung zu schaffen, um die besten Wissenschaftler*innen zu gewinnen und fördern. Mit dem Argelander Program für den wissenschaftliche Nachwuchs bieten wir schon unseren Nachwuchskräften umfassende Unterstützung für ihre frühe wissenschaftliche Unabhängigkeit. 

Transdisziplinäre Forschungsbereiche

Transdisziplinäre Forschungsbereiche (Transdisciplinary Research Areas, TRAs) richten unsere Forschung auf zentrale wissenschaftliche, technologische und gesellschaftliche Zukunftsthemen aus und sind zugleich Explorations- und Innovationsräume.

Mathematik, Modellierung und Simulation komplexer Systeme

Wie funktionieren komplexe Systeme? Wechselwirkung mathematischer Modellierung, Beobachtungsmethoden, rechnergestützter Simulation und kreativem Geist

Bausteine der Materie und fundamentale Wechselwirkungen

Wie wechselwirken die Bausteine der Materie miteinander? Wie entstehen komplexe Strukturen auf ganz unterschiedlichen
Längenskalen?

Leben und Gesundheit

Die Komplexität des Lebens verstehen – neue Strategien für die Gesundheit entwickeln.
Lesen Sie hier mehr über die TRA Leben und Gesundheit.

Individuen, Institutionen und Gesellschaften

Erforschung komplexer Relationen zwischen Individuen, Institutionen und Gesellschaften – Entwicklung neuer Sichtweisen auf Mikro- und Makrophänomene

Vergangene Welten - Zeitgenössische Fragen. Kulturen in Zeit und Raum

Wir fördern und vernetzen Forschung zu Voraussetzungen und Entstehungsbedingungen moderner Gesellschaften sowie zu Aushandlungsprozessen von Heritage.

Innovation und Technologie für eine nachhaltige Zukunft

Die TRA Nachhaltige Zukunft erforscht institutionelle, wissenschafts- und technologiebasierte Innovationen zum Thema Nachhaltigkeit.

We think without borders

In unserem Magazin geben wir Ihnen einen Einblick in die Bereiche Forschung und Lehre an der Universität Bonn. Im Themenschwerpunkt beleuchten wir unsere transdisziplinäre Forschung und die Arbeit an den sechs Exzellenzclustern, die in ihrer Anzahl und in ihrem Renommee einzigartig an Deutschlands Universitäten sind.

Folgen Sie uns in den Berichten über die Universität, über unsere Forschung und über Lieblingsorte in einer liebenswerten und von vielen internationalen Organisationen geprägten Stadt.

Kontakt

Dezernat für Forschung und Transfer

Das Forschungsdezernat unterstützt den Gesamtprozess der Forschung – von der Erstinformation zu Fördermöglichkeiten über die Abwicklung von Drittmittelprojekten bis hin zur Verwertung der Ergebnisse. 

Kontakt

+49 228 / 73-60915

GZDez7@verwaltung.uni-bonn.de

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NeurotechEU

NeurotechEU ist eine Allianz, die sich den Aufbau eines innovativen und transeuropäischen Exzellenznetzwerks für Hirnforschung und -technologien zum Ziel gesetzt hat.

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