Spitzenforschung zu Nachhaltigkeit

Transdisziplinärer Forschungsbereich Innovation und Technologie für eine nachhaltige Zukunft

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© Bialek/Uni Bonn

Nachhaltigkeit bedeutet, Ressourcen so zu nutzen, dass heutige Bedürfnisse gedeckt werden, ohne die zukünftiger Generationen zu vernachlässigen oder gar zu missachten. Dies wirft viele Fragen in ganz unterschiedlichen Bereichen auf: Armut, Hunger, Nahrungsmittelsicherheit, demographischer Wandel, Gesundheit, Umweltschutz, Klimawandel und der verantwortungsvolle Umgang mit Ressourcen stellen uns vor globale Herausforderungen. Um Fortschritte bezüglich der entsprechenden Ziele für nachhaltige Entwicklung der UN (Sustainable Development Goals) zu erreichen, kombinieren unsere Wissenschaftler*innen Grundlagenforschung mit lösungsorientierten und interdisziplinären Forschungsansätzen, engagieren sich in globalen Netzwerken und arbeiten mit den in Bonn ansässigen UN-Organisationen zusammen.

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Nachhaltigkeit: Die Bedeutung der Sustainable Development Goals

Nachhaltigkeit: Die Bedeutung der Sustainable Development Goals

Prof. Dr. Joachim von Braun, Zentrum für Entwicklungsforschung (ZEF) und ehemaliger Sprecher des Transdisziplinären Forschungsbereiches, erläutert die Bedeutung der weltweiten Nachhaltigkeitsziele für die globale Entwicklung.

Aktuelles

  Unser Open Call für Anschubfinanzierung steht weiterhin für alle TRA Mitglieder zur Verfügung. Bei Fragen sprechen Sie uns im Vorfeld gerne an. 

Bericht zur Mitgliederversammlung der TRA Sustainable Futures

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oben rechts: Ute Nöthlings, neugewählte TRA Sprecherin unten v.l. Prof. Dr. Jan Börner, wiedergewählter TRA Sprecher, Prof. Joachim von Braun, ehemals TRA Sprecher und Prof. Dr. Christopher McCool, Vortragender zum Projekt AI4Crops © Christina Schiegl

15. Dezember 2022 trafen sich die Mitglieder der TRA Sustainable Futures erneut in Präsenz zum Austausch und zur Entscheidung über wichtige Weichenstellungen für 2023. Mit breiter Zustimmung wurde für Veränderungen der Verwaltungsstruktur gestimmt. Wir gratulieren der neuen TRA Sprecherin Prof. Ute Nöthlings und dem wiedergewählten TRA Sprecher Prof. Jan Börner. Unser Dank gilt dem nunmehr ehemaligen Sprecher Prof. Joachim von Braun und Prof. Gabriel Schaaf, der den Lenkungsausschuss der TRA Sustainable Futures verlassen hat.     

Im Hauptplenum wurden Übersichten über die Entwicklung der TRA und Berichte zu den geförderten Projekten präsentiert. Zudem konnten die Mitglieder in drei offenen Barcamp Gruppen aktiv miteinander diskutieren. Die vielfältigen Themen wurden von Mitgliedern selbst vorgeschlagen. Es ging um Einsatzmöglichkeiten von Infrarot Sensoren bei der Messung von Aktivität von Zuchttieren, die helfen Entscheidungen für mehr Tierwohl zu treffen. Eine weitere Gruppe befasste sich mit den Rechten zukünftiger Generationen und der ethischen Frage nach der Pflicht, mit gegenwärtigen Entscheidungen und Handlungen keine irreversiblen Schäden an der Umwelt zu hinterlassen, insbesondere durch Klimawandel und Biodiversitätsverlust. Das dritte Barcamp befasste sich mit den Implikationen der COP27 (Climate Change Conference in Sharm El-Sheikh, November 2022) für die Forschungsagenda der TRA Sustainable Futures, darunter zentral die Frage: Welche interdisziplinäre Forschung ist derzeit essenziell, um durch Innovation und Technologie eine nachhaltige Zukunft zu ermöglichen?

Wir freuen uns auf weitere Vernetzungsmöglichkeiten in der TRA Sustainable Futures.

Verleihung des Klaus Töpfer Research Prize 2022 

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© ZEF

Im Rahmen unserer Mitgliederversammlung am 12.07.2022 wurde Dr. Melanie Braun vom INRES mit dem Klaus Töpfer Research Prize 2022 ausgezeichnet. Ihre Projektidee "Colloidal and Nanoplastics in Soil" hat sich gegenüber einer starken Konkurrenz in einem mehrstufigen Begutachtungsverfahren durchgesetzt. Mithilfe des Preisgeldes von 50.000 € möchte Melanie Braun jetzt eine analytische Methode entwickeln, mit der kleinste Kunststoffteile im Boden quantifiziert werden können. 

Prof. Dr. Joachim von Braun sagte bei der Verleihung: „Melanie Brauns Vorhaben passt perfekt zu unseren Schwerpunkten Modellierung, Vorausschau und Risikobewertung, da es zum ersten Mal Daten über die Verschmutzung des Bodens durch Nanokunststoffe liefert, die später unter anderem für Prognosen verwendet werden können.“

Auch Dr. Klaus Töpfer (links im Bild) war für die erstmalige Verleihung des Preises, der seinen Namen trägt, angereist und nutzte seine Redezeit u.a. um zu betonen: „In der Frage, wie wir die wachsende Weltbevölkerung auch in Zukunft noch ernähren können, ist die Erforschung des Bodens immens wichtig“.

Frau Dr. Braun erläuterte in ihrer Danksagung die Motivation hinter der Projektidee: „Es gibt Hinweise darauf, dass Böden mit Kunststoffen angereichert werden, vor allem durch landwirtschaftliche Praktiken wie die Ausbringung von Klärschlamm und Kompost sowie die Bewässerung. Da die Böden eine der wichtigsten Grundlagen unserer Lebensmittelproduktion sind, ist es dringend erforderlich, das Vorkommen von kolloidalen Nanokunststoffen im Boden zu untersuchen, um die weltweite Lebensmittelproduktion angemessen zu sichern." 

Zum kompletten Bericht mit Video

 

Pressemitteilungen der Uni Bonn
Millardstel Abweichungen der Schwerkaft messen

Forschende der Universität Bonn haben im Observatorium Todenfeld wenige Kilometer von der Stadt Rheinbach entfernt ein Supraleitgravimeter installiert. Mit dem extrem empfindlichen und dennoch transportablen Gerät lassen sich winzige Änderungen im Milliardstel-Bereich der Schwerkraft messen. Es ist eines von nur vier vergleichbaren Instrumenten in Deutschland und das einzige, das von einer Universität betrieben wird. Mit dem Supraleitgravimeter lassen sich unter anderem minimale Änderungen von Grundwasserständen, die Verformung der Erde aufgrund der Anziehungskräfte von Mond und Sonne, Bewegungen des Erdkerns sowie Erdbeben messen.

Justus von Liebig-Preis für Welternährung an Louise O. Fresco

Für herausragende Leistungen im Einsatz gegen Hunger und ländliche Armut hat die Stiftung fiat panis zum siebten Mal den Justus von Liebig-Preis für Welternährung verliehen. In diesem Jahr geht er an die niederländische Landwirtschafts- und Ernährungsexpertin Prof. Dr. Louise O. Fresco. Die Verleihung fand jetzt am Zentrum für Entwicklungsforschung (ZEF) der Universität Bonn statt. Fresco hielt dort einen Vortrag zum Thema “Where Are We in Understanding World Hunger” – im Rahmen der Distinguished Lectures Series des Transdisziplinären Forschungsbereichs „Sustainable Futures“ der Universität Bonn.

Green Balance-Projekt gefördert

Das Institut für Hygiene und Public Health (IHPH) des Universitätsklinikums Bonn (UKB) hat sich in der Ausschreibung „Globaler Wandel: Klima, Umwelt und Gesundheit“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) durchgesetzt. Mit einer Fördersumme des BMBF in Höhe von knapp 1,5 Mio. Euro wird die Green Balance-Nachwuchsgruppe in den nächsten fünf Jahren städtische Grünflächen der Region Köln-Bonn und ihren Einfluss auf unsere Gesundheit untersuchen.

Bedeutender Schulterschluss in der Erdsystemforschung

Die Universität Bonn, die Universität zu Köln und das Forschungszentrum Jülich stellen ihr gemeinsames Zentrum für Erdsystembeobachtung und rechnergestützte Analyse (Center for Earth System Observation and Computational Analysis, CESOC) auf eine neue vertragliche Grundlage. Als gemeinsame wissenschaftliche Einrichtung der drei Partnerinstitutionen ist ein international sichtbarer Schwerpunkt entstanden, um das System Erde global zu beobachten, umfassend zu verstehen und Veränderungen vorherzusagen. Zusätzlich gestärkt wird das Zentrum durch eine jetzt geschlossene Kooperationsvereinbarung mit dem Europäischen Zentrum für mittelfristige Wettervorhersage (European Centre for Medium-Range Weather Forecasts, ECMWF), das seit 2021 einen Standort in Bonn hat.

Pressespiegel

Mitglieder der TRA Nachhaltige Zukunft in den Medien


Sprecher

Prof. Dr. Ute Nöthlings
Institut für Ernährungs- und Lebensmittelwissenschaften (IEL) - Ernährungsepidemiologie

Prof. Dr. Jan Börner
Institut für Lebensmittel- und Ressourcenökonomik (ILR) 

Management

Dr. Daniel Minge
Manager TRA Nachhaltige Zukunft

Stabsstelle für strategische Entwicklung und Qualitätssicherung
Prorektorat für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs

Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn 
Poppelsdorfer Allee 24
53115 Bonn  

Mobil:  +49 175/103 89 57
E-Mail: tra6@uni-bonn.de

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