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Individuen, Institutionen und Gesellschaften

Jeder von uns ist Teil der Gesellschaft, aber wie wirken wir als Einzelner, als Individuen, auf sie ein und wie beeinflusst sie uns in unserem eigenen Handeln? Wie sieht dieses Wechselspiel bei Institutionen und Gesellschaften aus? Das sind Fragestellungen, die in den Profilbereich „Individuen, Institutionen und Gesellschaften“ fallen. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler dieses Profilbereichs möchten wesentliche Einflüsse auf unsere sozialen und wirtschaftlichen Entscheidungen erforschen: Sozialer Zusammenhalt, Chancengleichheit, Effizienz, Ressourcenschutz und den "Faktor" Mensch.
 
Um diesem breiten Spektrum an Fragen gerecht zu werden, müssen viele Perspektiven eingenommen werden. Wirtschaftliche Fragestellungen paaren sich mit rechtlichen, politischen, soziologischen sowie religiösen. Das Forum Internationale Wissenschaft unter der Leitung des Soziologen Prof. Rudolf Stichweh stellt einen Ort des Austausches dar. Hier können die unterschiedlichen Fachbereiche ihre Perspektiven diskutieren und gemeinsam an Konzepten im Spannungsfeld zwischen Demokratie, Wissenschaft, Religion und einer digitalen Gesellschaft arbeiten.
 
Ein Problem der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler im Profilbereich „Individuen, Institutionen und Gesellschaften“ ist oft die Datenlage. Wenn nicht auf vorhandene Daten, wie offizielle statistische Erhebungen von Ämtern und Behörden, zurückgegriffen werden kann, müssen die Forscherinnen und Forscher selbst aktiv werden. Dafür nutzen sie großangelegte empirische Studien und Befragungen, wie sie beispielsweise im BonnEconLab, einem der ältesten Labore für experimentelle Wirtschaftsforschung, erhoben werden.
 
Inspiration aus Tradition
 
Das oben erwähnte BonnEconLab geht auf Reinhard Selten zurück. Bereits 1984 gründete der spätere Nobelpreisträger für Wirtschaftswissenschaften (1994) das Labor. Sein Mut Dinge anders zu denken inspiriert Forscher wie den hochprämierten Prof. Armin Falk, der das EconLab derzeit leitet, noch heute. Nicht zuletzt deshalb hat die Uni Bonn gemeinsam mit den Kölner Kollegen erst kürzlich das Reinhard Selten Institute gegründet. Sprecher von Bonner Seite ist der ebenfalls mehrfach ausgezeichnete Prof. Benny Moldovanu. Er und seine Kollegen wollen einen Ort schaffen, an dem sowohl erfahrene als auch jüngere Spitzenforscher und Spitzenforscherinnen miteinander in Kontakt kommen und eigene Forschungsvorhaben umsetzen können. Nur ein Beispiel, wie die Bonner Forscher versuchen Gutes noch besser zu machen: mit messbarem Erfolg. Im Shanghai-Ranking 2017 etwa der chinesischen Jiaotong Universität belegt die Uni Bonn in den Wirtschaftswissenschaften national den ersten Platz. International erreicht sie Platz neunundzwanzig.
 

Doch die Bonner Wissenschaftler forschen nicht nur über Individuen, Institutionen und Gesellschaften, sie sind auch bemüht, erlangtes Wissen an diese zurückzugeben. Gerade die Zusammenarbeit mit der Politik ist besonders eng. Kein Wunder, sind die wissenschaftlichen Fragen im Profilbereich „Individuen, Institutionen und Gesellschaften“ fast immer politikrelevant. So kommt es, dass beispielsweise Professorin Isabel Schnabel laut F.A.Z.-Ökonomieranking 2017 zu den zehn einflussreichsten Ökonomen im deutschsprachigen Raum zählt. Und auch andere bringen oder brachten sich in wissenschaftlichen Beiräten, als Richter am Verfassungsgericht oder auch als Teilnehmer an Workshops und Talkshows direkt in die Institutionen und die Gesellschaft mit ein.

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