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DFG-Projekte

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) gehört zu den größten Drittmittel-Geldgebern der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn und fördert in zahlreichen verschiedenen Förderprogrammen, wie z.B. Sachbeihilfen (SB), Forschergruppen (FOR), Schwerpunktprogramme (SPP), Nachwuchsgruppen (NWG) wie Emmy Noether-Programm, Exzellenzinitiative (ExIn), Sonderforschungsbereiche (SFB), Transregios (TRR), Graduiertenkollegs (GRK). Im Folgenden finden Sie Hinweise zur Bewirtschaftung der Projektmittel. Selbstverständlich stehen Ihnen die Sachbearbeiter gerne für Rückfragen zu Verfügung. 

 

Allgemeines für DFG-Einzelförderungen (SB, FOR, SPP, NWG)

 

1.    Bewilligungsbescheid

Im Rahmen der Projektkontoeinrichtung erhalten Sie immer eine Kopie des Bewilligungsbescheides und finden neben den Ansätzen der DFG-Bewilligung die im Universitätshaushalt zugeordneten Ausgabepositionen handschriftlich vermerkt. Bitte verwenden Sie bei Ausgaben ausschließlich diese Positionen.

Beantragte, aber durch die DFG in der Bewilligung explizit abgelehnte Ausgaben dürfen nicht durch dieses Projekt finanziert werden. Mit Beantragung einer Projekteinrichtung ist dem Sachbearbeiter in der Abteilung 7.3 eine Kopie des Kosten- und Finanzierungsplans aus dem Förderantrag für die Mittelbewirtschaftung zur Verfügung zu stellen.

 

2.   Anerkennung der Verwendungsrichtlinien

Ebenfalls erhalten Sie zu Beginn der Projektlaufzeit den Vordruck für die erste Mittelanforderung für Ihr Projekt. Mit Ihrer Unterschrift bestätigen Sie, dass Sie die Verwendungsrichtlinien zur Kenntnis genommen haben und die Mittel entsprechend verwenden werden. Hierzu gilt insbesondere, dass Gegenstände, welche der zeitgemäßen Grundausstattung einer Universität zuzurechnen sind, nicht erstattungsfähig sind. Sofern die Ausgabe essentiell für Ihr Vorhaben ist, ist dies auf der Rechnung zu vermerken. In Zweifelsfällen wenden Sie sich bitte an Ihren Sachbearbeiter in der Abteilung 7.3.

Die Verwendungsrichtlinien können Sie hier einsehen.

 

3.   Mittelabruf

Auf dem ersten Mittelabruf-Vordruck tragen Sie das Datum des tatsächlichen Projektbeginns ein. Mit der ersten Inanspruchnahme der Mittel beginnt Ihre Projektlaufzeit. Die Projektlaufzeit entnehmen Sie bitte dem Bewilligungsbescheid. Die Inanspruchnahme der Mittel muss spätestens ein Jahr nach Bescheiderteilung erfolgen (Ausnahme Emmy-Noether-Gruppe: hier nur 6 Monate). Die DFG behält sich vor, bei späterer Inanspruchnahme der Mittel die Bewilligung zu widerrufen.

 

4. Bewilligungsbeginn 

Die Laufzeit der Bewilligung beginnt mit dem ersten Tag des Zeitraums, für den Mittel erstmalig angefordert werden, frühestens an dem Kalendertag, der auf das Datum der Bewilligung folgt, spätestens jedoch innerhalb von zwölf Monaten ab dem Kalendertag, der auf das Datum der Bewilligung folgt.

Der Bewilligungsbeginn darf durch Umbuchungen nicht umgangen werden. Beispielsweise wird Personal bereits im Januar eingestellt und auf einer anderen Kostenstelle verbucht, obwohl das eigentliche Projekt erst im Februar beginnt. Durch eine Umbuchung der Personalausgaben für Januar im Laufe des Februars fällt diese Umgehung zunächst nicht auf. Dennoch sind vor Bewilligungsbeginn geleistete Ausgaben nicht abrechnungsfähig. Der Projektleiter trägt hierfür die Verantwortung. Das Gleiche gilt für Sachausgaben. (Ausnahme: genehmigter vorzeitiger Maßnahmenbeginn)

 

5. Umdisposition im Rahmen der flexibilisierten Förderung

Es handlet sich bei einer Bewilligung nur dann um eine flexibilisierte Förderung, wenn dies im Bewilligungsschreiben ausdrücklich angegeben ist. Bei einer flexibilisierten Förderung steht der Bewilligungsbetrag für Ihr Vorhaben bis zu der in der Bewilligung festgesetzten Höhe zur freien Verfügung, solange und soweit es der Erreichung des ursprünglichen Projektziels dient. Eine ausdrückliche Ablehnung in der Bewilligung des jeweiligen Projekts darf nicht umgangen, die Erreichung des Projektziels nicht gefährdet und das Projektziel nicht verändert werden.

Die Ansätze der Ausgabearten Personal und Sachmittel können im Rahmen der flexibilisierten Förderung ohne Rückfrage bei der DFG gegenseitig verstärkt werden (Umdisposition). Dies gilt auch, wenn in der ursprünglichen Bewilligung keine Beträge für Personal- oder Sachmittel enthalten sind.

Die Gründe für die Umdisposition müssen in den Abrechnungsunterlagen schriftlich festgehalten werden. Hierfür genügt eine kurze E-Mail über die Gründe an Ihren Sachbearbeiter der Abteilung 7.3.

 

6. Auftragsvergabe

Bei Beschaffungen über 500,-€ netto ist zwingend die Zentrale Beschaffungsabteilung - Abteilung 5.3 zu beteiligen.

 

7. Beschaffungen über 10.000 Euro

Beschaffungen über 10.000 Euro erfolgen grundsätzlich durch die DFG. Nur in schriftlich genehmigten Ausnahmefällen dürfen diese Beschaffungen durch die Universität selbst durchgeführt werden. In diesen Fällen wenden Sie sich bitte unter Vorlage der schriftlichen Genehmigung der DFG an die Zentrale Beschaffungsabteilung - Abteilung 5.3.

 

8. Werkverträge

Der Abschluss eines Werkvertrages bedarf der vorherigen schriftlichen Zustimmung der DFG. Für den Abschluss von Werkverträgen ist die Abteilung 5.3 zuständig. Bei Anfragen zum Abschluss eines Werkvertrages ist der Abt. 5.3 gleichzeitig die schriftliche Genehmigung der DFG vorzulegen.

 

9. Laufzeitverlängerung

Wie unter 3. dargestellt, beginnt Ihre Projektlaufzeit mit der ersten Inanspruchnahme der Projektmittel. Die Verwendung der Mittel über die Projektlaufzeit hinaus ist nicht möglich. Sollte eine Laufzeitverlängerung nötig sein, beantragen Sie diese bitte frühzeitig bei der DFG (Kopie von Antrag und Bescheid bitte an den jeweiligen Sachbearbeiter der Abteilung 7.3.).

 

10.   Verwendungsnachweis

Die Einnahmen und Ausgaben für das erste und das zweite Jahr der Inanspruchnahme sind in einem Verwendungsnachweis bis zum 15.04 (des 3. Kalenderjahres) nachzuweisen. Danach ist jährlich bzw. zum Abschluss des Projektes ein Schlussverwendungsnachweis zu erstellen. Die Verwendungsnachweise werden für Sie durch die Abteilung 7.3 erstellt und zur Unterschrift übersandt.

 

11.   Programmpauschale

Hinsichtlich der Programmpauschale wird auf das Rundschreiben 24/2014 vom 24.06.2014 verwiesen.

 

12.   Übertragung des Projekts an eine andere Hochschule

Bevor Sie an Ihrer neuen Hochschule weiterhin Projektmittel in Anspruch nehmen dürfen, muss der DFG die Schlussabrechnung der abgebenden Hochschule vorliegen. Entsprechend werden der aufnehmenden Universität nur noch die verbleibenden Mittel zur Verfügung gestellt.

 

 13.   Tarifbedingter Mehrbedarf

(aus Kapitel 17.1. der Verwendungsrichtlinien 2.02 der DFG) „Die DFG bewilligt Personalmittel grundsätzlich in Form von pauschalierten Festbeträgen. Die Mittel stehen bis zur Höhe des bewilligten Betrages zur Finanzierung der tariflich gerechtfertigten Zahlungen zur Verfügung.“

„Sofern im Rahmen der in der Bewilligung festgelegten Beschäftigungsdauer die insgesamt für das Vorhaben bewilligten Personalmittel zur Finanzierung des Personals nicht ausreichen (tarifbedingter Mehrbedarf für projektnotwendiges Personal), können auf Antrag zusätzliche Mittel bereitgestellt werden.“

Wird demnach ein Defizit auf der Position für Wissenschaftler festgestellt, so können bei der DFG zusätzliche Mittel, der sog. „tarifbedingte Mehrbedarf“, beantragt werden. Bleibt hingegen ein Überschuss übrig, so können die verbleibenden Mittel bis zur Höhe der Pauschale für weitere Personalausgaben oder  Sachausgaben verwendet werden. Beachte: Die Möglichkeit tarifbedingten Mehrbedarf zu beantragen verfällt, wenn die Mittel anstatt für Tarifpersonal (Pos. 812) für Sachausgaben, für Hilfskräfte oder für eine andere, als die bewilligte Personalkategorie verwendet werden.

Bei Rückfragen zum tarifbedingten Mehrbedarf oder Berechnung zu konkreten Fällen, wenden Sie sich bitte an die Abteilung 7.4 – Herr Weingardt (-6712, weingardt@verwaltung.uni-bonn.de).

 

14.  Vertretung und Verlängerung bei Mutterschutz und Elternzeit

(aus Kapitel 17.1.1 der Verwendungsrichtlinien 2.02 der DFG) „Wissenschaftliches Personal, dessen Arbeitsverhältnis auf der Grundlage von § 2 Abs. 1 des über befristete Arbeitsverhältnisse in der Wissenschaft (WissZeitVG) abgeschlossen wurde und das das Arbeitsverhältnis entsprechend den Vorschriften des Mutterschutzgesetztes bzw. des Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetztes (BEEG) unterbricht, ist darauf hinzuweisen, dass nach der Unterbrechung ein Anspruch auf Verlängerung des Arbeitsverhältnisses um diese Ausfallzeit besteht.“

Die Hinausschiebung des Vertrages wegen der Inanspruchnahme von Mutterschutz und/oder Elternzeit erfolgt oft über das Projektende hinaus. In diesen Fällen besteht die Möglichkeit, das Projekt kostenneutral um die Ausfallzeit und Verlängerung des Arbeitsverhältnisses zu verlängern. Diese Verlängerung kann maximal ein Jahr betragen.

Um eine kontinuierliche Durchführung der wissenschaftlichen Arbeiten zu ermöglichen, kann die Projektleitung Mittel für zusätzliches Personal während der Ausfallzeit bei der Geschäftsstelle anfordern. Werden während der Ausfallzeit eingesparte Personalmittel umdisponiert, können hierfür im Falle der Verlängerung des Arbeitsverhältnisses keine zusätzlichen Mittel zur Verfügung gestellt werden.“

Die Kosten für die Vertretungskraft reduzieren den Ansatz für Personalmittel nicht, denn sie werden zusätzlich von der DFG bewilligt.

 

 15. Veröffentlichungen

Die Veröffentlichungen müssen einen Hinweis auf die DFG-Förderung enthalten. Hierbei sind ausschließlich die folgenden Schreibweisen zu verwenden. Die DFG und das Projekt müssen dabei wie folgt genannt werden: "Gefördert durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer(n)". In fremdsprachigen Veröffentlichungen kann eine Übersetzung der DFG in die Zielsprache ergänzt werden (z.B. im Englischen: "funded by the Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG, German Research Foundation) - Projektnummer(n)". Die Projektnummer des referenzierten Vorhabens ist dem Bewilligungsschreiben zu entnehmen.

 

 

Projektspezifische Besonderheiten

 

16. Graduiertenkollegs

Bitte beachten Sie, dass die Mittel an das Haushaltsjahr gebunden sowie teilweise zweckgebunden sind. Zweckgebundene Mittel, wie beispielsweise Gleichstellungsmittel, dürfen nicht umgewidmet werden. An das Haushaltsjahr gebundene Mittel verfallen, wenn sie nicht bis zum Ende des Haushaltsjahres in Anspruch genommen wurden.

 

17. Bilaterale Kooperation

Die Mittel für dieses Förderprogramm werden von Ihnen über Abteilung 7.3 bei der DFG abgerufen (s. Vordruck). Die Auszahlung erfolgt monatlich auf Ihre Anweisung hin. Bei einer Verkürzung des Aufenthaltes muss der Bewilligungsbetrag entsprechend gekürzt werden. Nach Abschluss des Projektes senden Sie bitte den Verwendungsnachweis an die Abteilung 7.3. Bitte beachten Sie, dass dieser auch zwingend vom Gast zu unterschreiben ist.

 

18. Eigene Stelle

Die Förderung  „Eigene Stelle“ dient u.a. der Finanzierung des Projektleiters. Dies ist in den übrigen Förderungen ausgeschlossen. Hinsichtlich der Ihrer Einstellung/Ihres Vertragsverlängerung und den personalrechtlichen Angelegenheiten Ihrer Mitarbeiter wenden Sie sich bitte an die Abteilung 7.4 – Personal aus Drittmitteln.

Hinweis: Die Bewilligung oder Verlängerung Ihres Vorhabens ist kein (neuer) Arbeitsvertrag! Dieser muss separat über die Abt. 7.4 geschlossen werden.

 

19.  Wissenschaftliche Veranstaltungen

Für die Teilnehmergebühren Ihrer Veranstaltung, die Sie neben der Förderung der DFG vereinnahmen, lassen Sie sich bitte ein Tagungskonto von Abteilung 5.1 - Frau Trommer (-7758, trommer@verwaltung.uni-bonn.de) einrichten. Nach Abschluss des Projektes ist der Verwendungsnachweis vorzulegen. Der Verwendungsnachweis muss über den DFG-Teil und alle sonstigen Einnahmen und Ausgaben für die Veranstaltung erfolgen. Sofern die Gesamteinnahmen die Gesamtausgaben übersteigen, müssen Restmittel an die DFG zurückgezahlt werden. Die Abteilung 7.3 kann den Verwendungsnachweis nur für den Teil der DFG-Projektnummer „rechnerisch richtig“ zeichnen – wir bitten Sie daher, den Rest zu füllen.

 

20.  Forschungs-Preise

Die Mittel sind von Ihnen für jeweils 3 Monate abzurufen (formlos oder auch mit Vordruck Mittelabruf Drittmittel). Für die Verwendung und Abrechnung gelten die Verwendungsrichtlinien der DFG. Die Erstellung des Verwendungsnachweises erfolgt über Abteilung 7.3.

 

21.  Besonderheiten bei Projekten der ExIn, SFB/TRR und GRK

Bei Fragen zu den o.g. Förderungen der DFG wenden Sie sich bitte an den jeweiligen Ansprechpartner:

 

Stand Juni 2016

Alle Informationen stehen Ihnen auch als Download (Informationsblatt zur "Administrativen Betreuung von Drittmittelprojekten der DFG für Projektleiter und Sekretariate" - Stand Juni 2016) zur Verfügung.

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