Forum Wahrheit
08.10. bis 10.10.2026 in Bonn

Hinweis

Um Anmeldung wird gebeten. Weitere Informationen hierzu folgen in Kürze.

Die Veranstaltung findet auf Deutsch statt.

Forum Wahrheit (08.10.-10.10.2026)

Wissenschaftliche Erkenntnissuche, religiöse Glaubensinhalte und -praktiken, mediale Vermittlung und Diskussion sowie politisches Handeln und Kommunizieren bewegen sich in Spannungsfeldern, die unsere Gegenwart prägen und unsere Zukunft mitentscheiden. Dabei steht die Wissenschaft vor zentralen Herausforderungen: dem Umgang mit Krisen, den Bedingungen gelingender Kommunikation und der Frage, ob und wie in einer pluralen Gesellschaft überhaupt noch gemeinsame Wahrheiten möglich und wichtig sind.

Vor diesem Hintergrund veranstaltet die Transdisciplinary Research Area (TRA) Individuen, Institutionen und Gesellschaften (kurz: TRA Individuals and Societies) ein Forum, das sich aus unterschiedlichen Perspektiven mit dem Thema „Wahrheit“ auseinandersetzt. Ziel ist es, einen Raum des fundierten Austausches und Erlebens für Wissenschaftler*innen und für die breite Öffentlichkeit zu schaffen.

Inhaltlich beschäftigen wir uns mit den folgenden vier Themenfeldern:

    • Wahrheit und Medien
    • Wahrheit und Wissenschaft
    • Wahrheit und Politik
    • Wahrheit und Religionen

Wann & Wo

08.10.2026, abends im Evangelischen Kirchenpavillon (Kaiserplatz 1 | 53113 Bonn)
09.10.2026, ganztägig im Universitätsclub (Konviktstraße 9 | 53113 Bonn)
10.10.2026, ganztägig im Universitätsclub (Konviktstraße 9 | 53113 Bonn)

Zielgruppe

Das Forum richtet sich sowohl an Wissenschaftler*innen als auch an die breite Öffentlichkeit. 

Kommen Sie gerne vorbei – wir freuen uns auf Sie!

Programm

Donnerstag, 08.10.2026
Evangelischer Kirchenpavillon (Kaiserplatz 1 | 53113 Bonn)

Was ist religiöse Wahrheit im Christentum? Wie finde ich sie bzw. wer sagt sie mir? Wahrheit in sich selbst und aus sich selbst herausfinden? Woran halte ich mich fest? Wie erkenne ich eine Glaubenswahrheit? Sind religiöse Wahrheiten eine Wahrheit „anderer Kategorie“? Wie geht die Theologie mit dem Vorwurf um, dass sie ihre eigene Wahrheit konstruiert? Diesen und ähnlichen Fragen gehen wir gemeinsam auf die Spur. 

Freitag, 09.10.2026
Universitätsclub Bonn (Konviktstraße 9 | 53113 Bonn)

In diesem Workshop widmen wir uns verschiedenen religionsdidaktisch orientierten Fragestellungen, wie zum Beispiel: Welche (moderierenden, einhergehenden, verpflichtenden) Rollen spielen Institutionen wie der Religionsunterricht bei der spirituellen/religiösen Wahrheitsfindung von Kindern und Jugendlichen? Wie können dabei die säkulare Moderne und Religionen in ein wechselseitig erhellendes Verhältnis kommen?

  • Themenfeld: Wahrheit und Religionen
  • Format: Workshop
  • Akteur*innen: Weitere Informationen folgen in Kürze.

Wie setzen sich Wahrheitsauffassungen durch? Nicht einmal wissenschaftliche Diskurse verlaufen herrschaftsfrei – Forschungstrends folgen mitunter ebenso sehr der Spur der Fördermittel wie dem „zwanglosen Zwang des besseren Arguments“ (Habermas). Spätestens seit Nietzsche und Foucault besteht der Verdacht, dass Wissensansprüche und Macht zusammengehören: Ohne (sublimierte) Machtmittel etablieren sich keine Auffassungen; sind sie einmal etabliert, wirken sie ihrerseits als (sublimierte) Machtmittel. Mit Blick auf diese sozialen und politischen Dimensionen der Wahrheitsfindung gelten Wahrheiten als interessensabhängig konstruiert – Relativismen unterschiedlicher Couleur und postfaktische Resignationen finden so ihre Motivation. Diese Veranstaltung möchte erkunden, auf welchen philosophischen Grundlagen die Verquickung von Wahrheit/Wahrheitsfindung und Macht zu denken sein könnte.

Es ist eine gute Entwicklung, dass interreligiöser Dialog in vielen deutschen Städten zu einer Selbstverständlichkeit geworden ist. Doch gelingt dadurch wirklich Verständigung? Vertreter*innen von Judentum, Christentum und Islam diskutieren auf diesem Panel über die Herausforderungen interreligiöser Verständigung. Warum gelingt oder scheitert Verständigung? Welche Rolle spielt der scheinbar neutrale säkulare Referenzrahmen in Deutschland? Welchen Einfluss haben fundamentalistische Gruppen aus der eigenen Religion auf den Dialog?

In diesem Workshop werden wir dem Verhältnis von Vereinfachung und Komplexität, Polarisierung und Populismus mit Hilfe einer Mitmach-Aktion mit Performanzanteil nachgehen. Studierende werden Social Media Postings von Politiker*innen und Aussagen aus Parteiprogrammen verkörpern. In einer Pub-Quiz-artigen Mitmach-Aktion (mit kleinen Gewinnen!) können die Teilnehmenden des Workshops dann erraten, welche Aussagen zusammenpassen, also von derselben Partei stammen, und das außerdem noch dem passenden Wahlplakat-Slogan zuordnen. Im Anschluss analysieren wir gemeinsam das Verhältnis von Vereinfachung und Populismus und was uns das über politische Kommunikation in der heutigen Zeit erkennen lässt.

Die Wissenschaft ist frei. So garantiert es die Verfassung. Sie darf und muss ihre Fragestellungen und Methoden zur Generierung neuen Wissens und neuer Handlungsmöglichkeiten selbst entwickeln. Andererseits finanziert sie sich aus gesellschaftlichen Ressourcen, hängt von gesellschaftlicher Akzeptanz und von Mechanismen innerhalb des Wissenschaftssystems ab und beeinflusst mit ihren Ergebnissen das gesellschaftliche Leben sowie die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft, so dass auch politische Interessen relevant werden.

Wie steht es tatsächlich um die Freiheit der Wissenschaft in Deutschland und international? Wer entscheidet letztlich durch finanzielle Zuteilung oder durch Anreizsysteme etwa bei Publikationen oder Karrierewegen darüber, welche Fragestellungen wissenschaftlich untersucht werden? Welche Rolle spielen Gesellschaft und Politik bei der Auswahl der Wahrheiten, nach denen Wissenschaften suchen sollen?

Ein multimediales Event zum PLURIVERSUMS.

In einer zunehmend vernetzten Welt, in der sich vielfältige Deutungsräume und Selbstverortungen ausdifferenzieren und sich Erfahrungen von Leben und Überleben in radikaler Pluralität artikulieren, stellt sich die Frage der Wahrheit nicht mehr nur als Frage nach der einen, universellen Ordnung, sondern als Frage nach dem Verhältnis zwischen Perspektive und Anspruch, Erfahrung und Begriff, Kontext und Gestaltung.

Fernando Costa und Alberto Acosta gestalten zusammen mit der Grupo Sal und Johannes Keitel ein Multimedia-Programm. Sie stehen für leidenschaftliche Musik, Begegnung der Kulturen und jahrzehntelange Protagonisierung bedeutender, emanzipatorischer Stimmen des Globalen Südens und des Globalen Nordens.

Special Guest des Abends: Arturo Escobar, ein bedeutender Vordenker des Konzepts des Pluriversums aus Kolumbien.

Samstag, 10.10.2026, parallele Sessions
Universitätsclub Bonn (Konviktstraße 9 | 53113 Bonn)

Wer Gewissheit in seinem Glauben sucht, steht immer vor einem Problem. Neben der eigenen religiösen Wahrheit existieren in pluralen Gesellschaften noch viele weitere Deutungen der Welt, die für sich Wahrheit beanspruchen. Fundamentalismen scheinen in dieser Situation eine reizvolle Möglichkeit zu sein, indem sie klare Gewissheiten bieten. Was genau ist der Reiz des Fundamentalismus? Und welche anderen Möglichkeiten gibt es, religiöse Wahrheitsansprüche in pluralistischen Gesellschaften zu vertreten?

Zahlen wirken objektiv – und können dennoch leicht in die Irre führen. An mehreren interaktiven Postern zeigen überwiegend Studierende, wie Statistik dabei hilft, Beobachtungen richtig einzuordnen und vorschnelle Schlussfolgerungen zu vermeiden.

Anhand anschaulicher und alltagsnaher Beispiele geht es unter anderem um irreführende Durchschnittswerte, zufällige Schwankungen, verzerrte Vergleiche und den Unterschied zwischen Korrelation und Kausalität. Warum können dieselben Daten ganz unterschiedlich wirken, je nachdem, wie sie dargestellt werden? Wann ist ein auffälliges Ergebnis tatsächlich überzeugend? Und welche Informationen fehlen uns, bevor wir aus Zahlen eine verlässliche Schlussfolgerung ziehen können?

Die Besucher*innen können die Poster in ihrem eigenen Tempo erkunden, kleine Denkaufgaben ausprobieren und mit den Studierenden sowie den beteiligten Wissenschaftler*innen diskutieren. Statistische Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Im Mittelpunkt steht nicht das Rechnen, sondern die Frage, wie wir mithilfe von Daten zu besseren und begründeteren Urteilen gelangen.


Am Anfang der Corona-Pandemie herrschte massive Unsicherheit. Wissenschaftliche Erkenntnisse waren vorläufig, umstritten und mussten teils korrigiert werden – und doch mussten auf ihrer Basis Entscheidungen getroffen werden. Zugleich entstand im Laufe der weiteren Entwicklung eine komplexe Lage mit teils konkurrierenden „Wahrheiten“, auch aus unterschiedlichen Disziplinen wie der Virologie, Epidemiologie, Sozialwissenschaften, Psychologie, Pädiatrie und Ethik. Die einzelnen Erkenntnisse wurden ganz unterschiedlich gewichtet.

Wie wählt man zwischen vorläufigen, teils in unterschiedliche Richtungen weisenden Wahrheiten? Wie gehen Politik, Gesellschaft und Medien mit dieser Unsicherheit um – betont man Kontraste, um Aufmerksamkeit zu erhalten, oder tastet man sich vorsichtig voran? Lassen sich Abwägungen überhaupt transparent darstellen? Und wie bringt man Erkenntnisse aus Natur-, Sozial- und Geisteswissenschaften in ein vernünftiges Verhältnis zueinander?

  • Themenfeld: Wahrheit und Wissenschaft
  • Format: Impulsvorträge, Panel, Publikumsdiskussion
  • Akteur*innen:

Wissenschaft begegnet uns häufig in Form fertiger Ergebnisse und scheinbar gesicherter Fakten. Doch wie entsteht wissenschaftliches Wissen eigentlich?

An verschiedenen Postern öffnen Forschende aus unterschiedlichen Fachgebieten ihre „Werkstätten der Wahrheit“. Sie zeigen, wie aus einer ersten Frage ein Forschungsprojekt wird, wie sie Beobachtungen und Daten sammeln, geeignete Methoden auswählen und ihre Ergebnisse überprüfen. Dabei geht es auch um das, was selten in Schlagzeilen erscheint: Unsicherheiten, widersprüchliche Befunde, mögliche Verzerrungen, Irrwege und die Notwendigkeit, frühere Erkenntnisse immer wieder kritisch zu hinterfragen.

Die Poster laden dazu ein, unterschiedliche wissenschaftliche Arbeitsweisen miteinander zu vergleichen und direkt mit den Beteiligten ins Gespräch zu kommen. Wie belastbar ist ein Ergebnis? Woran erkennt man einen Fehler? Was geschieht, wenn neue Befunde bisherigen Annahmen widersprechen? Und warum bleiben selbst gute wissenschaftliche Antworten grundsätzlich vorläufig?


  • Themenfeld: Wahrheit und Wissenschaft
  • Format: Poster-Session mit offenem Gesprächsangebot 
  • Akteur*innen: Forschende aus unterschiedlichen Disziplinen der Universität Bonn (weitere Informationen folgen in Kürze)

Als methodisch kontrollierte Suche nach intersubjektiven Erkenntnissen haben die modernen Wissenschaften der Menschheit einerseits deutliche Fortschritte gebracht. Man denke an die enorme Erhöhung der durchschnittlichen Lebenszeit oder die weltweit rapide Zunahme des Anteils von Menschen, die die Schule besuchen. Auf der anderen Seite haben moderne Wissenschaften seit der Aufklärung durch ihre Wahrheitssuche, die Verbreitung ihrer Erkenntnisse und darauf aufbauende Technologie Prozesse ermöglicht, die weltweite Probleme und Krisen mitbedingen. Hier sind aus heutiger Sicht Kolonialismus, Eurozentrismus, Rassismus, soziale Ungleichheit, Klassismus und weltweiter anthropogener Landschaftswandel zu nennen. Angesichts des Anthropozäns stellt sich die Frage, welche Aspekte der weltweiten Umweltkrise historisch durch Wissenschaften vorgeprägt wurden. Andererseits werden die wichtigen Aspekte der gegenwärtigen Vielfachkrise nicht ohne den Einsatz moderner Wissenschaften zu lösen sein. Welche Rollen spielen heutige Wissenschaften für zukunftsorientierte Lösungen und deren Kritik, etwa zu Climate Engineering, Tech Solutionism, fehlerfreundlicher Anpassung, Kreislaufwirtschaft und Energiepolitik?

Wir blicken in den Maschinenraum der Nachrichtenproduktion. Zunächst erläutern wir, nach welchen Kriterien Redaktionen Themen auswählen und formulieren. Anschließend schlüpfen die Teilnehmenden in einem Planspiel in die Rollen von Reporter*innen und Chefredakteur*innen. Sie entscheiden live per Abstimmung, welche Meldungen auf die Startseite eines Nachrichtenkanals kommen und wie stark sie zugespitzt werden dürfen, um Aufmerksamkeit und Klicks zu erzielen und zugleich möglichst wahrheitstreu und informativ zu bleiben. So werden Spannungen zwischen ökonomischen Interessen und Klicklogiken einerseits und dem journalistischen Wahrheitsanspruch andererseits konkret erfahrbar. Zum Abschluss reflektieren wir gemeinsam, was diese Konflikte für unser Verständnis von öffentlicher Debatte bedeuten und welche Rolle Werbung und Finanzierung von Medien dabei spielen. 

Sollte der Block um 13.00 Uhr auf sehr große Nachfrage stoßen, behalten wir uns vor, diesen Block um 17.00 Uhr erneut anzubieten.

Das multireligiöse Team des „Forums Komparativer Theologie“ und Vertreter*innen der Evangelischen Fakultät Bonn werden Sie zu mehreren Orten religiöser Gemeinschaften in Bonn führen. Wir präsentieren, wie an den verschiedenen Orten religiöse Wahrheitsansprüche inszeniert werden und die Orte miteinander ins Gespräch bringen. 

Der Spaziergang startet um 13 Uhr vor dem Universitätsclub. Um 15 Uhr findet im Rahmen des Spaziergangs eine offizielle Führung durch die Schlosskirche statt.

Die Schlosskirche kann zudem während der Konferenz zu den folgenden Zeiten besucht werden: Weitere Informationen folgen in Kürze.

Eine Studie in 68 Ländern, an der die Universität Bonn beteiligt war, zeigt, dass eine Mehrheit der Bevölkerung Wissenschaftler*innen überwiegend vertraut. Mehr als 4 von 5 Befragten wünschen, dass Forschende mit der breiten Öffentlichkeit kommunizieren sollen. In Deutschland ist das Vertrauen unterdurchschnittlich hoch, laut Wissenschaftsbarometer über die letzten Jahre jedoch stabil. Gleichzeitig wollen mehr als die Hälfte der befragten Deutschen, dass sich Forschende mehr in politische Entscheidungsprozesse einbringen. Unter Wissenschaftler*innen selbst ist umstritten, ob und wie man sich auf die Politik und Öffentlichkeit einlassen sollte. Gleichzeitig ist Wissenschaft aber vom Vertrauen der Bevölkerung und der Politik abhängig.

Wodurch wird das Vertrauen in Wissenschaft und Wissenschaftler*innen beeinflusst? Welche Auswirkungen hat es auf Wissenschaftler*innen und ihre Arbeit, mit der Öffentlichkeit und der Politik zu kommunizieren? Darf es den Elfenbeinturm geben? Was wird aus wissenschaftlicher Wahrheitssuche, wenn Öffentlichkeit und Politik sehr nah dran sind? Wird die wissenschaftliche Wahrheit selbst verändert, wenn sie für alle verständlich kommuniziert werden soll?

Moderne KI erzeugt Bilder, Videos und Stimmen, die von echten Aufnahmen kaum zu unterscheiden sind. Forschende geben in diesem Format einen Einblick, wie solche Deepfakes technisch entstehen und wie sie mithilfe von KI wieder enttarnt werden können. Die Teilnehmenden testen ihr eigenes Urteilsvermögen in einem Live Spiel mit der Plattform „Deepfake Total“. Sie hören oder sehen kurze Beispiele, stimmen ab, ob sie diese für echt halten, und erfahren anschließend, wie eine spezialisierte Erkennungs-KI die gleichen Fälle bewertet. So wird erfahrbar, wo Menschen und Algorithmen an Grenzen stoßen, welche Fehlerarten auftreten und was dies für den Umgang mit vermeintlich authentischen Medieninhalten bedeutet.

  • Themenfeld: Wahrheit und Medien
  • Format: Vortrag, interaktives Spiel, Diskussion
  • Akteur*innen: Weitere Informationen folgen in Kürze.

„Wahrheit ist ´ne schöne Zier, doch weiter kommt man ohne ihr.“ Gilt für die Wahrheit inzwischen, was ein Sprichwort bislang über die Bescheidenheit sagte? Es scheint so, dass in der Politik weltweit zunehmend an eigenen Zielen orientierte Narrative wichtiger sind als ein vernünftiger Umgang mit Fakten. Ist man ein*e bessere*r Politiker*in, wenn man geschickte Erzählungen entwickelt, „alternative Fakten“ behauptet, Geschichtsklitterung betreibt und einfach verbreitet, was einem gerade in die eigene Agenda passt? Welche Auswirkungen hat eine solche Kommunikation auf das Alltagsverständnis von Wahrheit und die gesellschaftliche Verständigung über eine gemeinsame Wirklichkeit? Welche politische Kommunikationsstruktur fördert eine Demokratie und welche schadet ihr?

In diesem Block widmen wir uns der Frage, wie Menschen in der heutigen Medienlandschaft über Wahrheit und Unwahrheit entscheiden. Dabei geht es u. a. um den Rückzug in Bubbles und die Tendenz, dass statt Fakten eher Gruppenzugehörigkeiten, Affekt und Persönlichkeitsmerkmale darüber entscheiden, was Menschen für wahr halten. Die Veranstaltung besteht aus zwei wissenschaftlichen Vorträgen, einem aus sprachwissenschaftlicher Perspektive und einem aus psychologischer Perspektive, mit anschließender Diskussion.

Sollte der Block um 13.00 Uhr auf sehr große Nachfrage stoßen, behalten wir uns vor, diesen Block um 17:00 Uhr erneut anzubieten.

Wir blicken in den Maschinenraum der Nachrichtenproduktion. Zunächst erläutern wir, nach welchen Kriterien Redaktionen Themen auswählen und formulieren. Anschließend schlüpfen die Teilnehmenden in einem Planspiel in die Rollen von Reporter*innen und Chefredakteur*innen. Sie entscheiden live per Abstimmung, welche Meldungen auf die Startseite eines Nachrichtenkanals kommen und wie stark sie zugespitzt werden dürfen, um Aufmerksamkeit und Klicks zu erzielen und zugleich möglichst wahrheitstreu und informativ zu bleiben. So werden Spannungen zwischen ökonomischen Interessen und Klicklogiken einerseits und dem journalistischen Wahrheitsanspruch andererseits konkret erfahrbar. Zum Abschluss reflektieren wir gemeinsam, was diese Konflikte für unser Verständnis von öffentlicher Debatte bedeuten und welche Rolle Werbung und Finanzierung von Medien dabei spielen. 

Weitere Informationen folgen in Kürze.

Weitere Informationen

Weitere Informationen folgen in Kürze.

Im Rahmen unterschiedlicher Formate soll erfahrbar werden, wie Wahrheit in verschiedenen Kontexten ausgehandelt wird und welche Spannungen dabei sichtbar werden. Während international renommierte Persönlichkeiten in Vorträgen Einblicke in aktuelle Entwicklungen geben, erfolgt die aktive Einbindung des Publikums in moderierten Diskussionen und interaktiven Workshops. Zusätzlich soll eine zentrale Poster-Session am Freitag, den 9. Oktober 2026, 16:30-17:30 Uhr stattfinden.

Diese Session bietet insbesondere Nachwuchswissenschaftler*innen (Early Career Researchers) die hervorragende Möglichkeit, eigene Forschungsarbeiten vorzustellen, wertvolles Feedback zu erhalten und sich inter-/transdisziplinär zu vernetzen.

Hier geht es zum Call for Posters für das Event.

Das Event wird insbesondere vom Team des Center for Life Ethics unterstützt.


Kontakt für weitere Informationen

Johanna Tix

Managerin der TRA Individuals and Societies

Dechenstraße 3-11

53115 Bonn

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