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Studium ohne Abitur

Berufserfahrenen mit gewissen Voraussetzungen ist es seit einiger Zeit möglich, auch ohne Hochschulreife ein Hochschulstudium zu beginnen. Ohne weitere Hürden kann daher bestimmten Gruppen eine fachgebundene oder sogar eine allgemeine Hochschulzugangsberechtigung zuerkannt werden.

Der Weg zum Studienplatz 

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Foto: colourbox.de

Feststellung der Hochschulzugangsberechtigung

Bei beruflich qualifizierten Bewerbern muss zunächst festgestellt werden, ob eine Hochschulzugangsberechtigung vorliegt. Dafür ist eine Bewerbung zur Festellung der Hochschulzugangsberechtigung beim Studentensekretariat notwendig. 

Bewerbungsfristen für das Feststellungsverfahren:
Angestreber Start im

  • Wintersemester: 1. April
  • Sommersemester: 1. Oktober

Die frühen Bewerbungsfristen sind notwendig, damit Sie nach der Feststellung Ihrer Studienberechtigung noch Gelegenheit haben, sich bei Studienfächern mit Zulassungsbeschränkungen am Auswahlverfahren zu beteiligen.

Zunächst wird überprüft, ob Sie einer der drei folgenden Bewerbergruppen zugeordnet werden können und damit prinzipiell die Chance auf einen Studienplatz haben. Mit der Zuordnung zu den nachfolgenden Bewerbergruppen ergeben sich für Sie unterschiedliche Verfahrensabläufe.


 BEWERBUNGSFORMULAR
 

Was muss ich dem Bewerbungsformular beifügen?

  • Kopie des gültigen Personalausweises oder Reisepasses
  • Tabellarischer Lebenslauf
  • Darstellung der wesentlichen Inhalte der Ausbildungs-
    und Berufstätigkeit und deren Dauer
  • Nachweise, die den Bildungsweg dokumentieren, in amtlich beglaubigter Form

  

Bewerbergruppen

1. Bewerber mit Ausbildung und beruflicher Aufstiegsfortbildung

  • mindestens zweijährige Ausbildung
  • Aufstiegsfortbildung (z.B. Meisterbrief)

Bewerbungsablauf

  • Wenn Sie gemäß § 2 der BHV über einen Meisterbrief im erlernten Beruf verfügen oder eine andere berufliche Aufstiegsfortbildung abgeschlossen haben, können Sie sich grundsätzlich für jeden Studiengang bewerben bzw. einschreiben.
  • Bei Fächern, die keiner Zulassungsbeschränkung unterliegen, kann die Einschreibung ohne weitere Voraussetzungen beantragt werden. Hier kann auch ein Probestudium aufgenommen werden.
  • Bei Fächern mit örtlicher Zulassungsbeschränkung an der Universität Bonn stehen für Ihre Bewerbergruppe 2% der Studienplätze des jeweiligen Studienfachs zur Verfügung. Ist die Bewerberzahl höher als die Zahl der Studienplätze, die im Rahmen dieser Quote zu vergeben sind, erfolgt die Auswahl aufgrund der Bewerbungsunterlagen und eines Auswahlgesprächs.
  • Die Studienfächer Humanmedizin, Pharmazie und Zahnmedizin unterliegen einem bundesweiten Auswahlverfahren. Für diese Fächer konnte auf der Ebene des Landes NRW keine Quotenbildung verordnet werden. Hier sollten Sie in jedem Fall eine Zugangsprüfung ablegen, um eine gute Note zu erhalten, da Sie ansonsten nur mit der Note 4,0 am Auswahlverfahren von hochschulstart.de (AntOn) teilnehmen können.
  • Die Wartezeit zählt ab dem Zeitpunkt, an dem der Meisterbrief erteilt wurde – allerdings erst ab März 2010 (Zeitpunkt des Inkrafttretens der Rechtsverordnung).
  • An einer Zugangsprüfung können Sie auch freiwillig teilnehmen, um die persönliche Eignung für ein bestimmtes Studienfach zu überprüfen; das Ergebnis dieser Prüfung hat dabei keinen Einfluss auf Ihre Studienberechtigung.

  • Bitte beachten Sie: Fachhochschulabsolventen (auch der Verwaltungs-FH) können sich in der Regel nicht in der Quote für die beruflich Qualifizierten bewerben, da Sie dann schon über eine Studienberechtigung verfügen. Eine Bewerbung muss dann im Rahmen eines Zweitstudiums erfolgen.

 

2. Beruflich Qualifizierte mit fachnaher Vorbildung

  • mindestens zweijährige Ausbildung
  • mindestens dreijährige Berufserfahrung im erlernten Beruf

Bewerbungsablauf

Wenn Sie nach mindestens zweijähriger Berufsausbildung und mindestens dreijähriger beruflicher Tätigkeit ein fachverwandtes Studium aufnehmen möchten, so haben Sie gemäß § 3 der BHV für diesen Studiengang eine fachgebundene Studienberechtigung

Die Universität muss hier im Einzelfall über die Fachverwandtschaft der beruflichen Vorbildung und des angestrebten Studiengangs entscheiden. Wenn sich auf der Grundlage dieser Entscheidung die Studienberechtigung ergeben hat, können Sie sich für den gewünschten Studiengang bei Fächern ohne Zulassungsbeschränkung beim Studentensekretariat einschreiben. Hier kann auch ein Probestudium aufgenommen werden.

Bei Studienfächern mit örtlicher Zulassungsbeschränkung stehen Ihnen an der Universität Bonn  2% der Studienplätze des angestrebten Studienfachs zur Verfügung. Ist die Bewerberzahl höher als die Zahl der Studienplätze, die im Rahmen dieser Quote zu vergeben sind, erfolgt die Auswahl aufgrund der Bewerbungsunterlagen und eines Auswahlgesprächs.

An einer Zugangsprüfung können Sie auch freiwillig teilnehmen, um die persönliche Eignung für ein bestimmtes Studienfach zu überprüfen; das Ergebnis dieser Prüfung hat dabei keinen Einfluss auf Ihre Studienberechtigung.

Bei Studiengängen mit mehr als einem Studienfach muss die Hochschulzugangsberechtigung für jedes Studienfach gesondert nachgewiesen werden.

 

3. Beruflich Qualifizierte ohne fachnahe Vorbildung

  • mindestens zweijähriger Ausbildung
  • mindestens dreijährigen Berufspraxis nicht zwingend im erlernten Beruf

Bewerbungsablauf

In diese Gruppe gehören Sie, wenn Sie nach einer mindestens zweijährigen Berufsausbildung zwar mindestens drei Jahre berufstätig waren, aber nicht im erlernten Beruf, oder wenn Sie nach mindestens dreijähriger Berufspraxis ein Fach studieren möchten, das nicht fachverwandt zu Ihrer Ausbildung bzw. Berufserfahrung ist.

Der beruflichen Tätigkeit gleichgestellt ist die hauptverantwortliche und selbständige Führung eines Familienhaushaltes und die Erziehung eines minderjährigen Kindes oder die Pflege eines Angehörigen. Nachweise erfolgen durch Geburtsurkunde und Meldebescheinigung des Kindes bzw. bei Pflege durch den Bescheid der Pflegeversicherung. Der genaue Wortlaut der Bestimmungen kann in § 4 der BHV nachgelesen werden.

Bei Fächern mit einer Zulassungsbeschränkung müssen Sie eine Zugangsprüfung ablegen. Durch die Zugangsprüfung wird festgestellt, ob Sie die fachlichen und methodischen Voraussetzungen für das Studium des angestrebten Studienfachs erfüllen.  Die Termine für die Zugangsprüfung werden so gelegt, dass Sie sich nach bestandener Prüfung bei zulassungsbeschränkten Fächern noch fristgerecht für einen Studienplatz bewerben können.

Das Ergebnis der Zugangsprüfung wird mit einer Durchschnittsnote aus den erbrachten Prüfungsleistungen bewertet. Bei zulassungsbeschränkten Fächern nehmen Sie mit dieser Note am jeweiligen Auswahlverfahren teil.

Bei Studienfächern, die keiner Zulassungsbeschränkung unterliegen,  ist alternativ zur Zugangsprüfung die Teilnahme an einem Probestudium für die Dauer von 2 Semestern möglich. Wenn dieses Probestudium erfolgreich durchgeführt wird, sind Sie zur Fortsetzung des Studiums in dem jeweiligen Studienfach berechtigt. Das Probestudium gilt als erfolgreich, wenn Sie jeweils zwei Drittel der Studien- bzw. Prüfungsleistungen des jeweiligen Semesters erfolgreich abgeschlossen haben. 

Bei Studiengängen mit mehr als einem Studienfach muss die Hochschulzugangsberechtigung für jedes Studienfach gesondert nachgewiesen werden.

  

  

Weitere Hinweise zum Hochschulzugang ohne Abitur finden Sie auf der Seite: www.studieren-ohne-abitur.de.
  

Zugangsprüfung

Durch die Zugangsprüfung wird festgestellt, ob die fachlichen und methodischen Voraussetzungen für das Studium des angestrebten Studienfachs an einer Hochschule erfüllt sind. Prüfungsinhalt ist allgemeines und fachbezogenes Wissen. In der Regel gibt es einen schriftlichen und einen mündlichen Prüfungsteil. Bei Studienfächern mit besonderen Erfordernissen kann davon abgewichen werden. Weitere Informationen finden Sie in den Rechtsverordnungen.
Bewerber ohne fachnahe Ausbildung oder Bewerber für die Fächer des bundesweiten Auswahlverfahren für Medizin, Zahnmedizin und Pharmazie werden von der zuständigen Fakultät zur Prüfung eingeladen.
 

Probestudium

Sie können in Studiengängen, die zulassungsfrei sind – sofern Ihre Feststellungsprüfung der Hochschulzugangsberechtigung positiv beschieden wurde – auch ein Probestudium aufnehmen.

Das erfolgreiche Absolvieren eines Probestudiums (erfolgreiches Absolvieren von zwei Semestern) berechtigt Sie zur Aufnahme des Studiums in zulassungsfreien, auch fachfremden Studiengängen.
 

Beratung und freiwilliger Orientierungstest

Wenn Sie sich vor Ihrer Bewerbung über das angestrebte Studienfach informieren möchten, so können Sie die  Zentrale Studienberatung aufsuchen. Sie erfahren dort, was Sie im Studium erwartet und welche Voraussetzungen Sie mitbringen müssen, um im Studium erfolgreich zu sein.

Über das Verfahren der Zugangsprüfung können Sie sich bei den jeweiligen Fachstudienberatern informieren.

Die Universität Bonn bietet außerdem für all ihre grundständigen Studienfächer webbasierte Studienorientierungstests, sog. Online-Self-Assesments (OSA), an. Die OSA unterstützen Sie dabei, sich systematisch mit den Inhalten und Anforderungen des gewählten Studiengangs auseinanderzusetzen und so Ihre Stärken und Schwächen im Hinblick auf das Fachstudium kennenzulernen. Die Teilnahme ist freiwillig und hat keinen Einfluss auf den Zugang zu Studium (Online-Self-Assessment).
 

Schriftlich-Symbol.png Bewerbung, Zulassung und Einschreibung

Nach der Feststellung Ihrer Hochschulzugangsberechtigung und gegebenenfalls der Zugangsprüfung können Sie sich entweder für alle (1. Gruppe) oder für die jeweils geprüften Fächer bewerben bzw. einschreiben.

In zulassungsfreien Studiengängen können Sie sich sofort nach einer Vorregistrierung einschreiben. Die Vorregistrierung zur Einschreibung wird in der Regel ab Juli freigeschaltet. 

Für zulassungsbeschränkte Studiengänge müssen Sie sich je nach Studiengang (siehe Studienangebot Spalte "Zulassungsbeschränkung zum 1. Fachsemester) bis zum 

15. Juli im Wintersemester und
15. Januar im Sommersemester


entweder direkt an der Universität Bonn, über das Dialogorientierte Serviceverfahren (DoSV) oder bei hochschulstart.de (AntOn) bewerben.

Im Sommersemester können nur die Studienfächer Evangelische Theologie (Kirchliches Examen, Magister Theologiae), Pharmazie, Physik, Rechtswissenschaft und Volkswirtschaftslehre begonnen werden; alle anderen Studienfächer starten nur zum Wintersemester.
 

Paragraph.jpg Rechtliches 

Ansprechpartner 

Robert Reiser
Abt. 1.3 – Studentensekretariat
Poppelsdorfer Allee 49
53115 Bonn
Tel.: 0228/73-3875
reiser@verwaltung.uni-bonn.de

Postanschrift
Rheinische-Friedrich-Wilhelms Universität Bonn
Abt. 1.3 – Studentensekretariat
53012 Bonn

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