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Individuen, Institutionen und Gesellschaften

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Profilbereich „Individuen, Institutionen und Gesellschaften“
 
Jeder von uns ist Teil der Gesellschaft. Aber wie wirken wir als Einzelne, als Individuen, auf sie ein und wie beeinflusst sie uns in unserem eigenen Handeln? Wie sieht das bei Institutionen aus? Wie können Institutionen gestaltet werden, die Chancengleichheit und den gesellschaftlichen Zusammenhalt im Zeitalter der Globalisierung und Digitalisierung nachhaltig sichern? Das sind Fragestellungen, die in den Profilbereich „Individuen, Institutionen und Gesellschaften“ fallen. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler dieses Profilbereichs möchten wesentliche Einflüsse auf unsere sozialen und wirtschaftlichen Entscheidungen erforschen: Effizienz, Ressourcenschutz, Schutz von Kunst- und Kulturgütern, sowie bestimmende Faktoren menschlicher Handlungsfähigkeit und Motivation. 
 
Um diesem breiten Spektrum an Fragen gerecht zu werden, müssen viele Perspektiven eingenommen werden. Wirtschaftliche Fragestellungen paaren sich mit rechtlichen, politischen, soziologischen, kulturellen, medialen sowie religiösen. Diese Liste ist beileibe noch nicht vollständig, macht aber klar: Viele Fächer sind nötig, um einem solchen Profilbereich gerecht zu werden.
 
Der Forschungsbereich integriert mit diesen Fragen die bestehenden Forschungseinrichtungen aus mehreren Fakultäten, wie etwa das Forum Internationale Wissenschaft, das Käte Hamburger Kolleg „Recht als Kultur“, das „Forschungskolleg normative Gesellschaftsgrundlagen“, das Internationale Zentrum für Philosophie NRW, das Graduiertenkolleg NRW Digitale Gesellschaft und andere.
 
Ein Problem der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler im Profilbereich „Individuen, Institutionen und Gesellschaften“ ist oft die Datenlage. Wenn nicht auf vorhandene Daten, wie offizielle statistische Erhebungen von Ämtern und Behörden, zurückgegriffen werden kann, müssen die Forscher und Forscherinnen selbst aktiv werden. Dafür nutzen sie großangelegte empirische Studien und Befragungen, wie sie beispielsweise im EconLab, einem der ältesten Labore für experimentelle Wirtschaftsforschung, erhoben werden. 
 
Inspiration aus Tradition
 
Das oben erwähnte EconLab geht auf Reinhard Selten zurück. Bereits 1984 gründete der spätere Nobelpreisträger für Wirtschaftswissenschaften (1994) das Labor. Sein Mut Dinge anders zu denken inspiriert Forscher wie den hochprämierten Prof. Armin Falk, der das EconLab derzeit leitet, noch heute. Nicht zuletzt deshalb hat die Uni Bonn gemeinsam mit den Kölner Kollegen erst kürzlich das Reinhard Selten Institute gegründet. Sprecher von Bonner Seite ist der ebenfalls mehrfach ausgezeichnete Prof. Benny Moldovanu. Er und seine Kollegen wollen einen Ort schaffen, an dem sowohl erfahrene als auch jüngere Spitzenforscher und Spitzenforscherinnen miteinander in Kontakt kommen und eigene Forschungsvorhaben umsetzen können. Nur ein Beispiel, wie die Bonner Forscher versuchen Gutes noch besser zu machen: mit messbarem Erfolg. Im Shanghai-Ranking etwa der chinesischen Jiaotong Universität belegt die Uni Bonn in den Wirtschaftswissenschaften national den ersten Platz. International erreicht sie Platz 29. 
 

Doch die Bonner Wissenschaftler forschen nicht nur über Individuen, Institutionen und Gesellschaften, sie sind auch bemüht, erlangtes Wissen zurückzugeben. Gerade die Zusammenarbeit mit der Politik ist besonders eng. Kein Wunder, sind die wissenschaftlichen Fragen im Profilbereich „Individuen, Institutionen und Gesellschaften“ fast immer politikrelevant. Deshalb zählt Professorin Isabel Schnabel beispielsweise laut F.A.Z.-Ökonomieranking 2017 zu den zehn einflussreichsten Ökonomen im deutschsprachigen Raum. Und auch andere bringen oder brachten sich in wissenschaftlichen Beiräten, als Richter am Verfassungsgericht, oder auch als Teilnehmer an Workshops und Talkshows direkt in die Institutionen und die Gesellschaft mit ein.

Exzellenzcluster: ECONtribute: Markets & Public Policy

Aus dem Profilbereich

Homosexualität und Menschenrechte

Wie blicken Gesellschaft und Internationale Menschenrechtshöfe auf das Thema Homosexualität? Dieser Frage widmet sich Soziologie-Doktorand Felipe Pérez-Solari. Im Interview erfahren Sie mehr.

 

Forschungsprojekte

EXC 2126 - ECONtribute: Märkte & Public Policy

SFB TR 224 - Ökonomische Perspektiven auf gesellschaftliche Herausforderungen: Chancengleichheit, Marktregulierung und Finanzmarktstabilität

GRK 2281 - Die Makroökonomik der Ungleichheit

BMBF: Käte Hamburger Kolleg "Recht als Kultur"

EU: ENERI - European Network of Research Ethics and Research Integrity

Akademieprojekt: Grundlagen, Normen und Kriterien der ethischen Urteilsfindung in dem Biowissenschaften-Referenzzentrum

 

Auszeichnungen

1 Leibniz Preis:

Prof. Dr. Armin Falk (2009)

1 Humboldt-Professur:

Prof. Dr. Michael Neil Forster (2013-2018)

1 ERC Starting Grant:

Prof. Dr. Stephan Lauermann

2 ERC Consolidator Grants:

Prof. Dr. Christian Bayer, Prof. Dr. Moritz Schularick

1 ERC Advanced Grant:

Prof. Dr. Armin Falk (beurlaubt)

 

Lehre

BGSE - Bonn Graduate School of Economics

Master of Science "Economics"

Bachelor of Science "Volkswirtschaftslehre"


Beteiligte

 

BICC - Bonn International Center for Conversion

BonnEconLab - Laboratorium für experimentelle Wirtschaftsforschung

briq - Institute on Behavior & Inequality

CASTLE - Center for Advanced Studies in Law and Economics 

CENs - Center for Economics and Neuroscience

FIW - Forum Internationale Wissenschaft

HCM - Hausdorff Center for Mathematics

IAME - Institute for Applied Microeconomics

Institut für Finanzmarktökonomie und Statistik

Institut für Makroökonomik und Ökonometrie

Institut für Mikroökonomik

IZA - Institut zur Zukunft der Arbeit

Käte Hamburger Kolleg "Recht als Kultur"

MPI - Max Planck Institut zur Erforschung von Gemeinschaftsgütern

RSI - Reinhard Selten Intsitut

Kontakt

Prof. Dr. Thomas Dohmen
Institut für angewandte Mikroökonomik, Institut zur Zukunft der Arbeit (IZA)

Prof. Dr. Clemens Albrecht
Institut für Politische Wissenschaft und Soziologie

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