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Struktur und molekulare Interaktion als Basis der Arzneimittelwirkung

Graduiertenkolleg GK 677

Sprecher: Prof. Dr. Klaus Mohr

Förderzeitraum: 1. April 2001 - 31. März 2010

 

Pharmakologie und Toxikologie

 

Pharmazeutisches Institut

Universität Bonn 

Gerhard-Domagk-Str. 3 

53121 Bonn

Telefon: 0049-228-73-9103

Telefax: 0049-228-73-9215

 

E-Mail: 

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Ziele, Programm und Struktur des Graduiertenkollegs

Die Grundlage der Wirkung von Arzneistoffen ist die Wechselwirkung mit Strukturen des Organismus wie z.B. Rezeptoren für endogene Signalstoffe, Enzyme und Transportproteine. Vielfach ist noch nicht geklärt, welches Bindungsareal an der Zielstruktur belegt wird, welche Substrukturen von Wirkstoff und Wirkort für die Bindung entscheidend sind, in welcher Konformation die Partner interagieren und wie die Signaltransduktion (bei Rezeptoragonisten) zustande kommt und moduliert wird. Es ist das gemeinsame Ziel der Projekte des Graduiertenkollegs, das Verständnis der strukturellen Voraussetzungen und der molekularen Grundprinzipien von Wirkstoff/Wirkort-Interaktionen zu erweitern.

Mit Hilfe von Wirkstoffen "als Sonden" können die Kenntnisse über die Funktionsweise von biologischen Zielstrukturen vertieft werden. Das Verständnis der molekularen Vorgänge der Wirkstoff/Wirkort-Interaktion kann darüber hinaus den Ausgangspunkt bilden für Wirkstoffe mit verbesserten oder neuartigen Wirkqualitäten.

Das Kolleg ist offen für Doktoranden aus der Pharmazie, aus anderen naturwissenschaftlichen Fächern und aus der Medizin, die einen mathematisch-naturwissenschaftlichen Doktorgrad anstreben. Das Studienprogramm unter Mitwirkung von Gastdozenten macht die Doktoranden mit den benachbarten Projekten vertraut und bindet sie in eine integrative Forschungsplanung ein. Methodik-orientierte "Workshops" vermitteln über das eigene Arbeitsgebiet hinausgehende praktische Erfahrungen. Auf diese Weise erlangen die Kollegiaten im Rahmen ihrer Doktorarbeit eine breite Kompetenz in den Arzneimittelwissenschaften.

In diesem Graduiertenkolleg wirken pharmazeutische Fachdisziplinen mit Fächern der Medizin zusammen. Ziele sind die Gewinnung und Darstellung von Substanzen mit neuer Struktur oder gezielt modifiziertem Aufbau, die Analyse von Struktur/Wirkungs-Beziehungen und die Modellierung der Wirkstoff/Wirkort-Interaktion zur Projektierung neuer Strukturen mit postulierten Aktivitäten sowie auch zur Therapieoptimierung. Die Neuentwicklung von Substanzen ist auch orientiert an einer Nutzung z.B. in der medizinischen Grundlagenforschung als pharmakologische Werkzeuge. Die einzelnen Forschungsvorhaben sind überwiegend interdisziplinär angelegt und werden von mehreren Hochschullehrern getragen.

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