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TRR 259

  

Transregionaler Sonderforschungsbereich 259:
"Aortenerkrankungen"


Projektsprecher


Professor Dr. Georg Nickenig
Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
Medizinische Klinik und Poliklinik II
Venusberg-Campus 1
53127 Bonn
Tel.: 0228/287 15217
E-Mail: [Email protection active, please enable JavaScript.]


Allgemeine Zusammenfassung der Aufgaben und Ziele
 

Das aortale System umfasst die Aortenklappe, die Aorta ascendens, sowie dem thorakalen und abdominellen Abschnitt der Aorta descendens. Jeder Abschnitt des aortalen Systems weist eine einzigartige zelluläre und molekulare Zusammensetzung auf, ist spezifischen mechanischen Belastungen ausgesetzt und entwickelt eigenständige Erkrankungen. Trotz dieser Heterogenität der einzelnen Abschnitte untereinander, liegen allen Funktionsstörungen des aortalen Systems gemeinsame pathophysiologische Mechanismen zugrunde. Biologische, chemische und physikalische Stressoren führen zu einer Dysfunktion des Endothels, einer Rekrutierung und Aktivierung von Immunzellen sowie einer Modifikation des Metabolismus von interstitiellen Zellen. Dieses lokale proinflammatorische Milieu stimuliert eine vermehrte und fehlerhafte Produktion extrazellulärer Matrix und stellt die Grundlage für Aortenerkrankungen dar. Aktuelle Untersuchung legen nahe, dass nicht nur die Reaktion residenter Zellen auf Stressoren, sondern auch deren Interaktion mit umliegenden und zirkulierenden Zellen elementar in der Pathogenese aortaler Erkrankungen sind. Zudem wird die individuelle Anfälligkeit für spezifische Krankheitsentitäten stark von einer bislang ungeklärten genetischen Prädisposition bestimmt. Obwohl die Inzidenz aortaler Erkrankungen hoch ist, diese mit einer ausgesprochen hohen Mortalität assoziiert sind und meist risiko-behaftete Interventionen benötigen, wurden die einzelnen Pathologien des aortalen Systems bislang nicht umfassend untersucht. Deren Zusammenhang und die gemeinsamen Auswirkungen einzelner Krankheitsentitäten auf das gesamte aortale System bleiben unklar.

Ziel dieser Forschungsinitiative ist es die molekularen und zellulären Mechanismen in residenten und nicht-residenten Zellen bei aortalen Erkrankungen besser zu verstehen. Ein besonderer Fokus liegt hierbei jeweils auf der Aortenklappenstenose, dem Aortenaneurysma und der Aortendissektion. In einem zweiten Schritt planen wir neue pharmakologische, interventionelle und operative Strategien zu entwickeln um neu präventive und therapeutische Ansätze zu etablieren. Um diese Ziele zu erreichen, werden wir ein breites Spektrum an in vitro, in vivo und humanen Studien durchführen. Diese beinhalten spezifische Zellkultursysteme, diverse Tiermodelle sowie humane genomweite Assoziationsstudien. Schlussendlich werden die so erworbenen neuen Kenntnisse im Rahmen eines translationalen Ansatzes in klinische Studien übertragen und überprüft werden. Die Wissenschaftler*innen und Projekte der Initiative wurden gezielt zusammengestellt um unser rudimentäres Verständnis fundamentaler Prinzipien in der Pathogenese von aortalen Erkrankungen zu erweitern und gezielt neue individualisierte Therapieregime zu entwickeln. Die drei beantragenden, räumlich eng benachbarten Universitäten bringen Grundlagen- und klinische Forscher*innen zusammen, um die bisher bestehende Erkenntnislücke in dem Gebiet der Aortenerkrankungen zu schliessen.



Beteiligte Instititionen:

  • Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
  • Heinrich Heine Universität Düsseldorf
  • Universität zu Köln

 

Laufzeit:
ab 1. Juli 2019

 
Artikelaktionen

 

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