Unsere Forschung

Ziel der TRA Present Pasts ist die Überwindung von eurozentrisch orientierter Historiographie durch die gemeinsame Betrachtung von Forschungen zu verschiedenen geografischen und zeitlichen Räumen. Sie bringt dabei Forschungen zu Süd- und Mittelamerika, Afrika, Asien und Europa in Diskussion und hinterfragt die Fachgrenzen europäischer Forschungsdisziplinen.

Die Forschung der TRA orientiert sich an zwei Kernthemen – Heritage und Kommunikation – sowie ihren vielfältigen Verbindungen.  

Eine Wissenschaftlerin und ein Wissenschaftler arbeiten hinter einer Glasfassade und mischen Chemikalien mit Großgeräten.
© BASA Museum

Profilbereich Heritage

In diesem Forschungsfeld hinterfragen Wissenschaftler*innen eurozentrisch geprägte Diskurse und Praktiken von Heritage. Durch Untersuchungen von Provenienz und Restitution von Sammlungen werden hegemoniale Heritage-Diskurse dekonstruiert und koloniale Machtverhältnisse hinterfragt. Durch diesen Fokus werden ein neuer Umgang mit und ein neues Verständnis von Heritage entwickelt. Die universitären Sammlungen als Kondensationspunkt von Aushandlungsprozessen um Objekte und die damit in Verbindung stehenden Praktiken, Wissensformen und Herkunftskontexte, bilden einen besonderen Schwerpunkt innerhalb des Forschungsfeldes.

Profilbereich Kommunikation

Kommunikation über große Distanzen gehört zu den Grundvoraussetzungen von Globalisierungsprozessen. Unter den Vorzeichen von Kommunikation und Globalisierung untersuchen die Wissenschaftler*innen der TRA Present Pasts Phänomene wie soziale Ungleichheiten und Abhängigkeitsbeziehungen, Migrations- und Mobilitätsphänomene sowie weitere Formen von Machtbeziehungen. Im Fokus stehen insbesondere auch vormoderne Formen von Kommunikation, um ihre aktuellen Ausprägungen im Rahmen der Globalisierung besser verstehen zu können.

Archive
© TRA Present Pasts

Geförderte Projekte

Projektleitung: Prof. Dr. Karoline Noack; Prof. Dr. Birgit Ulrike Münch

wissenschaftliche Mitarbeiterin: Elisabeth Stauß

Projektleitung: Prof. Dr. Matthias Becher

wissenschaftliche Mitarbeiterin: Christine Beyer

Projektleitung: Prof. Dr. Birgit Ulrike Münch und  Prof. Dr. Maria Gadebusch-Bondio

wissenschaftliche Hilfskraft: Carla Nadermann

Projektleitung: Dr. M. Elisabeth Schwab

Kooperationspartner: Prof. Dr. Anthony T. Grafton (Princeton University)

wissenschaftliche Hilfskraft: Jill Mylonas

Projektleitung: Prof. Dr. Ove Sutter

Kooperationspartner: Stadtmuseum Bonn

wissenschaftlicher Mitarbeiter: Simon Hirzel

Projektleitung: Prof. Dr. Michael Schulz und Prof. Dr. Hans-Georg Soeffner

wissenschaftliche Hilfskräfte: Tizian Holzbach; Kieryn Wurts

Projektleitung: TRA Present Pasts

Projektleitung: Prof. Dr. Andrea Stieldorf; PD Dr. Alheydis Plassmann; Prof. Dr. Michael Rohrschneider

wissenschaftliche Hilfskraft: Sophia Victoria Clegg

Projektleitung: Prof. Dr. Michael Schulz

Projektleitung: PD Dr. Alheydis Plassmann

Projektleitung: Jun.-Prof. Dr. Maximilian Mayer

wissenschaftlicher Mitarbeiter: Frederik Schmitz

wissenschaftliche Hilfskraft: N.N.

Projektleitung: Dr. Anna Kollatz; Dr. Veruschka Wagner

Projektleitung: Dr. Lennart Gilhaus

Projektleitung: Prof. Dr. Sabine Feist

Partner: Prof. Dr. Jan Dietrich, Prof. Dr. Ludwig Morenz, Dr. Maren Elisabeth Schwab, Sebastian Winkelsträter, M.A.,
Prof. Dr. Harald Wolter-von dem Knesebeck, Dr. Birgit Zacke 

Projektleitung: Prof. Dr. Jan Bemmann

Projektleitung: Dr. Dennis Beck; Dr. Lennart Gilhaus

wissenschaftliche Hilfskräfte: Gregor Kirilov; Johanna Weiden


Assoziierte Professuren

Wir freuen uns, Prof. Dr. Paul Basu seit dem 01.06.2022 als Hertz-Professor in der TRA Present Pasts begrüßen zu dürfen. Der international renommierte Anthropologe, Kurator und Spezialist für kritisches Erbe hatte zuvor Professuren an der SOAS University of London und am University College London inne. Seine Forschungs- und Lehrtätigkeit konzentriert sich auf die Überschneidungen von materieller Kultur, kulturellem Gedächtnis und Migrationen von Menschen, Dingen und historischen Narrativen.

In den letzten 20 Jahren lag sein regionaler Schwerpunkt in Westafrika. Er hat intensiv mit Museumssammlungen und Archiven gearbeitet, oftmals unter Einbezug lokaler Gemeinschaften, um historische Materialien und Kenntnisse, die in europäischen Institutionen verwahrt werden, wieder zugänglich zu machen. Vor kurzem leitete er das sehr erfolgreiche Projekt Museum Affordances / [Re:]Entanglements.

An der Universität Bonn wird Paul Basu ein "Global Heritage Lab" einrichten. Dieses wird eine Plattform für das Experimentieren mit dekolonialen Ansätzen in der Kulturerbeforschung bieten und erforschen, welche Lehren wir aus der Vergangenheit ziehen können, wenn wir uns mit den drängenden Fragen unserer Zeit auseinandersetzen und versuchen, uns eine nachhaltigere und gerechtere Zukunft für den Planeten vorzustellen.

weitere Informationen folgen noch

Prof. Dr. Judith Pfeiffer (Abteilung für Islamwissenschaft und Sprachen des Nahen Ostens; BCDSS)

Prof. Dr. Judith Pfeiffer ist Leiterin der Abteilung für Islamwissenschaft und Sprachen des Nahen Ostens am Institut für Orient- und Asienwissenschaften (IOA) Bonn und seit 2016 Inhaberin der Alexander von Humboldt-Professur für Islamwissenschaft der Universität Bonn.

Ihr Forschungsschwerpunkt liegt auf der islamischen Geistesgeschichte des Spätmittelalters und der Frühen Neuzeit, mit besonderem Augenmerk auf der Geschichtsschreibung, den sozialen, intellektuellen und religiösen Netzwerken und der Zirkulation von Wissen im Zuge der Konversion der ehemals buddhistischen Mongolenherrscher zum Islam an der Wende zum 14. Jahrhundert.

  • Prof. Dr. Maarten Jansen (Profilbereich Heritage)

Prof. Dr. Maarten Jansen von der Universität Leiden lehrt und forscht sim Rahmen des Programms „Distinguished Professor Emeritus“ für zwei Jahre an der Abteilung für Altamerikanistik und Ethnologie an die Universität Bonn. 

Prof. Dr. Jansen ist ein weltweit bekannter Spezialist für das kulturelle Erbe der indigenen Gesellschaften Mexikos und Mesoamerikas, insbesondere aber für die Bücher und Codices der vorspanischen Kulturen. Als international anerkannter Forscher leitete er zahlreiche große Forschungsprojekte, verfasste zahlreiche Bücher und über 200 Artikel und erhielt viele bedeutende Auszeichnungen, darunter die Ernennung zum „Ridder in de Orde van de Nederlandse Leeuw“ durch den niederländischen König.
Maarten Jansen entwickelte neue Ansätze für die Erforschung des kulturellen Erbes Mesoamerikas, die sich auf die Ikonographie und visuelle Kommunikationssysteme der Kulturen Südmexikos, historische Quellen (Chroniken und Archivdokumente) und zeitgenössische mündliche Überlieferungen sowie auf die Repräsentation, die soziale Situation und die Rechte der indigenen Völker Mexikos in der Gegenwart konzentrieren. Maarten Jansen gilt heute als maßgeblicher Initiator eines neuen Forschungsweges bei der Entschlüsselung kultureller Codes.
Mit ihm als Professor Emeritus gewinnt die Universität Bonn einen weit hin international sichtbaren Wissenschaftler. Seine interdisziplinären Forschungsansätze, die innovativen Methodenkombinationen und seine Offenheit für neue Fragestellungen ermöglichen einen anregenden und fruchtbaren Austausch innerhalb der Universität weit über die Fachgrenzen hinaus.


Nachwuchsförderpreis 2022

Zu den Hauptzielen der TRA 5 zählt die Förderung und Identifizierung exzellenter Nachwuchswissenschaftler*innen. Aus diesem Grund schreibt die TRA Present Pasts einen Förderpreis für herausragende Dissertationen aus, die nach dem 01. Januar 2020 eingereicht wurden. Nominiert werden können alle Mitglieder der Universität Bonn, deren Dissertationen einen innovativen inter/-transdisziplinären Ansatz verfolgen, und deren Themen in mindestens eines der Profilschwerpunkte der TRA Present Pasts - Heritage und/oder Communication - fallen. Der Höchstpreis wird mit einer Summe von 2000,- € prämiert. Mehrfachprämierungen sind möglich.


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