Forschungsprofil TRA 5

Ziel der TRA Vergangene Welten ist die Überwindung von eurozentrisch orientierter Historiographie durch die gemeinsame Betrachtung von Forschungen zu verschiedenen geografischen und zeitlichen Räumen. Sie bringt dabei Forschungen zu Süd- und Mittelamerika, Afrika, Asien und Europa in Diskussion und hinterfragt die Fachgrenzen europäischer Forschungsdisziplinen.

Die Forschung der TRA 5 orientiert sich an zwei Kernthemen – Heritage und Kommunikation – sowie ihren vielfältigen Verbindungen.  

  • Forschungsfeld Heritage
    In diesem Forschungsfeld hinterfragen Wissenschaftler*innen eurozentrisch geprägte Diskurse und Praktiken von Heritage. Durch Untersuchungen von Provenienz und Restitution von Sammlungen werden hegemoniale Heritage-Diskurse dekonstruiert und koloniale Machtverhältnisse hinterfragt. Durch diesen Fokus werden ein neuer Umgang mit und ein neues Verständnis von Heritage entwickelt. Die universitären Sammlungen als Kondensationspunkt von Aushandlungsprozessen um Objekte und die damit in Verbindung stehenden Praktiken, Wissensformen und Herkunftskontexte, bilden einen besonderen Schwerpunkt innerhalb des Forschungsfeldes.
  • Forschungsfeld Kommunikation
    Kommunikation über große Distanzen gehört zu den Grundvoraussetzungen von Globalisierungsprozessen. Unter den Vorzeichen von Kommunikation und Globalisierung untersuchen die Wissenschaftler*innen der TRA Vergangene Welten Phänomene wie soziale Ungleichheiten und Abhängigkeitsbeziehungen, Migrations- und Mobilitätsphänomene sowie weitere Formen von Machtbeziehungen. Im Fokus stehen insbesondere auch vormoderne Formen von Kommunikation, um ihre aktuellen Ausprägungen im Rahmen der Globalisierung besser verstehen zu können


Weitere Informationen
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Geförderte Projekte

  • Universitätssammlungen als Heritage: „Open Museum for Open Science for an Open Society“ (Prof. Dr. Karoline Noack)
  • Ausstellungsprojekt „Lang lebe die Königin!“ in Kooperation mit dem LVR-Landesmuseum Bonn (Prof. Dr. Matthias Becher)
  • Korrekturpraktiken - Aushandlungsprozesse in kulturhistorischer und sozioepistemischer Perspektive (Prof. Dr. Birgit Ulrike Münch und  Prof. Dr. Maria Gadebusch-Bondio)
  • Communicating Antiquities (Dr. M. Elisabeth Schwab)
  • Alltagskultur(forschung) mit und im Museum. Zur Entwicklung inhaltlicher und digitaler Schnittstellen zwischen dem „Open Museum for Open Science of an Open Society“ der Universität Bonn und dem Stadtmuseum Bonn (Prof. Dr. Ove Sutter)


Auszeichnungen

1 Humboldt-Professur:

  • Prof. Dr. Judith Pfeiffer (2016-2021)

Beteiligte

Franz Joseph Dölger-Institut zur Erforschung der Spätantike1

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