Zwei auf einen Streich
Wie lässt sich die Zukunft von gewässernahen Städten des Globalen Südens angesichts von Herausforderungen wie des Klimawandels am besten gestalten? Wie werden Konflikte in verschiedenen Kulturen überwunden? Mit diesen zentralen Fragen befassen sich zwei neue Graduiertenkollegs an der Universität Bonn. Ein Kooperationspartner ist das Universitätsklinikum Bonn (UKB) und mit der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg (H-BRS) auch erstmals eine Hochschule für Angewandte Wissenschaften, die mit einen Antrag stellte. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert die beiden Einrichtungen zur Qualifizierung von Doktorandinnen und Doktoranden in Millionenhöhe. Bundesweit unterstützt die DFG ab Herbst 2026 insgesamt zehn neue Graduiertenkollegs.
„Beamline for Schools“: Gewinnerteams stehen fest
Die Gewinnerteams der 13. Ausgabe des Physikwettbewerbs „Beamline for Schools“ (BL4S) stehen fest. BL4S, initiiert vom CERN, dem Europäischen Labor für Teilchenphysik, steht Schülerinnen und Schülern der Sekundarstufe aus aller Welt offen. Die Teilnehmenden reichen einen Vorschlag für ein Physik-Experiment ein, das an der Beamline eines Teilchenbeschleunigers durchgeführt werden soll, entweder am CERN oder an einem der Partnerinstitute DESY und ELSA, der Elektronen-Stretcher-Anlage der Universität Bonn. Im Jahr 2026 wurden fünf Gewinnerteams auf der Grundlage der wissenschaftlichen Qualität ihrer Vorschläge ausgewählt.
Komparative Feministische Theologie
“‘Outsiders within‘ in Solidarity: The Method of Comparative Feminist Theology” lautet das Thema der diesjährigen Annemarie-Schimmel-Lectures an der Universität Bonn. Am Montag, 8. Juni 2026, um 17 Uhr im Gangolfsaal am Bonner Münster macht Jerusha T. Rhodes, Professorin für Islamische Studien aus New York, den Auftakt. In der öffentlichen Veranstaltung präsentiert sie ihren Ansatz Komparativer Feministischer Theologie. Im Anschluss findet ein öffentliches Gespräch mit Klaus von Stosch, Professor für Systematische Theologie an der Universität Bonn, statt. Am 9. und 10. Juni ab 17 Uhr folgen je eine weitere Vorlesung im Hörsaal XVI der Universität Bonn (Am Hof 1, 2. OG), zu der Interessierte herzlich eingeladen sind.
Mehr Aufmerksamkeit für Neurodivergenz
Unter dem Motto „Beyond Normal: Neurodivergenz im Hochschulkontext“ widmeten sich die diesjährigen Diversity Days der Universität Bonn einem Thema, das zunehmend in den Fokus rückt: dem Verständnis und der Anerkennung neurologischer Vielfalt. Universitätsangehörige kamen zusammen, um sich über unterschiedliche Perspektiven auf Neurodivergenz auszutauschen und neue Impulse für eine inklusivere Hochschulkultur mitzunehmen.
Immunzellen in der Leber helfen Tauben bei der Navigation
Wie finden Tauben über viele Kilometer hinweg sicher nach Hause? Ein Forschungsteam des Universitätsklinikums Bonn (UKB), der Universität Bonn, der Universität Duisburg-Essen und des Max-Planck-Instituts für Verhaltensbiologie haben nun einen bislang unbekannten Mechanismus entdeckt: Spezielle Immunzellen in der Leber könnten den Vögeln helfen, das Erdmagnetfeld wahrzunehmen. Die Ergebnisse wurden jetzt im Fachjournal Science veröffentlicht.
#UniBonnOnTour: IT auf 5600 Metern in der chilenischen Atacama-Wüste
Abgelegen in der chilenischen Atacama-Wüste, auf rund 5600 Meter Höhe, dort, wo das Atmen schwerfällt, befindet sich in den nächsten Wochen ihr Arbeitsort: Dr. Reinhold Schaaf und Dr. Christos Karoumpis vom Argelander-Institut für Astronomie der Universität Bonn stellen am Fred Young Submillimetre Teleskop (FYST) sicher, dass die IT-Infrastruktur funktioniert. Bei #UniBonnOnTour erzählen sie von ihrem Arbeitsalltag, den Herausforderungen - und beantworten Fragen der Bürgerinnen und Bürger. Schreiben Sie an kommunikation@uni-bonn.de.
Exzellente Bedingungen für die Bonner Physik
NRW-Wissenschaftsministerin Ina Brandes hat im Rektorat der Universität Bonn eine Finanzierungszusage über 113 Millionen Euro für die Erneuerung des Physikalischen Instituts übergeben. Die Mittel stammen aus dem „Nordrhein-Westfalen-Plan für gute Infrastruktur“.
Nur so groß wie ein Golfball: Erstbeschreibung eines blauen Tiefsee-Oktopus
Die Galápagos-Inseln vor der Küste von Ecuador sind die Heimat von mehr als tausend Pflanzen- und Tierarten, die sonst nirgendwo anders auf der Erde vorkommen, so zum Beispiel Meerechsen oder Galápagos-Riesenschildkröten. Ein Forschungsteam unter Leitung des Field Museum of Natural History in Chicago und unter Beteiligung der Universität Bonn hat nun eine weitere Tierart der einzigarten Fauna der abgelegenen Inselgruppe hinzugefügt: einen kleinen blauen Oktopus. Die neuentdeckte Spezies namens Microeledone galapagensis beschreiben die Forschenden im Wissenschaftsjournal Zootaxa.
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