Schlaganfall-Risiko frühzeitig durch Tränenflüssigkeit, Mitochondrien und KI-basierte Daten bestimmen

Jährlich erleiden weltweit über 100 Millionen Menschen einen Schlaganfall. Am häufigsten tritt der ischämische Schlaganfall (Hirninfarkt) auf, welcher jedoch auch „im Stillen“ verlaufen kann und damit oft unentdeckt bleibt. Die Folge können schwere Erkrankungen wie Demenz, Depression oder sogar Suizid sein. Um das Schlaganfall-Risiko frühzeitig bestimmen zu können, hat Prof. Dr. Olga Golubnitschaja, Leiterin der Forschungsgruppe für 3P (prädiktive, präventive und personalisierte) Medizin des Universitätsklinikums Bonn (UKB), zusammen mit der Universität Bonn und weiteren Autoren von 25 Institutionen aus 11 Ländern, einen ganzheitlichen Ansatz zur vorbeugenden und individuellen Behandlungen erarbeitet. Der Forschungsartikel ist jetzt in der internationalen Fachzeitschrift „The EPMA-Journal“ erschienen.

Langzeitgedächtnis und Mangel an mentalen Bilder

Fehlt Menschen die visuelle Vorstellungskraft, wird dies als Aphantasie bezeichnet. Forschende des Universitätsklinikums Bonn (UKB), der Universität Bonn und des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) untersuchten, wie sich der Mangel an mentalen Bildern auf das Langzeitgedächtnis auswirkt. Sie konnten beweisen, dass Veränderungen in zwei wichtigen Hirnregionen, dem Hippocampus und dem Okzipitallappen, sowie deren Interaktion einen Einfluss auf den beeinträchtigten Abruf persönlicher Erinnerungen bei Aphantasie hat. Die Studienergebnisse, die das Verständnis des autobiografischen Gedächtnisses voranbringen, sind jetzt vom Fachmagazin „eLife“ online veröffentlicht.

Prämierung der Jugend forscht-Regionalsieger

„Mach Dir einen Kopf!“ lautet das Motto der diesjährigen Jugend forscht-Runde. Zukunftsorientierte Jungwissenschaftler und Jungwissenschaftlerinnen präsentieren beim Regionalwettbewerb Bonn/Köln an der Universität Bonn am Freitag, 1. März, ihre Ergebnisse. Die Siegerinnen und Sieger qualifizieren sich für den Landeswettbewerb. Medien und Interessierte sind herzlich willkommen, die Ausstellung der Projekte zwischen 14 und 16:45 Uhr in der Uni-Aula zu besichtigen.

Prof. Birgitta Weltermann zum Mitglied der Ständigen Impfkommission berufen

Das Bundesgesundheitsministerium (BMG) hat turnusmäßig die Mitglieder der Ständigen Impfkommission (STIKO) des Robert Koch-Instituts neu berufen. Prof. Birgitta Weltermann vom UKB, und Mitglied im Transdisziplinären Forschungsbereich "Life and Health" der Universität Bonn, ist eine der insgesamt 19 Personen im Gremium.

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