Verstehen, wie Gene zusammenwirken
Wie bestimmen unsere Gene unser Aussehen und unsere Anfälligkeit für Krankheiten? Diese Frage steht im Mittelpunkt der biomedizinischen Forschung und heute können wir Tausende menschlicher Genome sequenzieren, um diese Gene zu finden. Gene arbeiten allerdings in komplexen Netzwerken zusammen. In einer großen transdisziplinären Zusammenarbeit machte sich ein internationales Team aus Genetikern und Bioinformatikern daran, eine sogenannten Genetische Interaktions(GI)-Karte einer menschlichen Zelle zu erstellen. Unter maßgeblicher Beteiligung des kanadischen Donnelly Centre, der University of Minnesota, des kanadischen Hospital for Sick Children, des Universitätsklinikums Bonn und der Universität Bonn konnte jetzt im Fachjournal Cell ein erster Entwurf veröffentlicht werden. Dieser deckt derzeit etwa 2,5 Prozent aller möglichen Genpaare ab.
Fit für den richtigen Umgang mit Tabletten gegen Krebs
Wie können Krebspatient:innen am besten die Kompetenz erwerben, Informationen über ihre Medikamente zu finden, zu verstehen und daraus die richtigen Handlungen abzuleiten? Die Universitäten Bonn und Köln entwickeln und evaluieren gemeinsam digitale Schulungen für Patient:innen zum richtigen Umgang mit Krebsmedikamenten. Die Deutsche Krebshilfe fördert das Projekt „ANIMATE“ in den nächsten drei Jahren mit mehr als 370.000 Euro. Das Vorhaben startet im Mai.
Warum CEOs immer älter werden
Ein Forscherteam der Universitäten Bonn und Princeton zeigt in einem neuen Diskussionspapier, dass Führungskräfte in den USA heute deutlich später in Spitzenpositionen gelangen als noch vor zwei Jahrzehnten. Das höhere Antrittsalter als Geschäftsführer ist insbesondere außerhalb der großen börsennotierten Unternehmen zu beobachten. Die Forscher führen die Entwicklung darauf zurück, dass Unternehmen heute breites Wissen und vielfältige Fähigkeiten von ihren CEOs verlangen.
Weniger Hunger, mehr Umweltprobleme?
In den Ländern Afrikas südlich der Sahara sind viele Menschen unter- oder mangelernährt. Eine Studie der Universitäten Bonn und Ghana zeigt nun, wie wachsender Wohlstand und eine zunehmende Urbanisierung den Speiseplan der Menschen dort beeinflussen. Demnach ernähren sich die wohlhabenderen Bevölkerungsschichten mehr und mehr wie Menschen in den westlichen Industrienationen. Dadurch verbessert sich zwar ihre Versorgung mit wichtigen Nährstoffen. Gleichzeitig steigen die negativen Auswirkungen auf die Umwelt. Die Studie geht auch darauf ein, wie sich diese ökologischen Schäden minimieren lassen. Sie ist in der Zeitschrift „Sustainable Production and Consumption“ erschienen.
Wird geladen