Klimaschutz auf dem Campus: Bundesministerium fördert Engagement der Universität Bonn
Wie setzt die Universität Bonn Klimaschutz konkret um? Darüber informierte sich Thomas Kralinski, Leiter der Abteilung „Nationaler und Europäischer Klimaschutz“ im Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN), bei einem Besuch auf dem Campus Poppelsdorf. Im Mittelpunkt standen die Energieversorgung der Universität und die Entwicklung eines integrierten Klimaschutzkonzepts.
Eine Million Euro für die Sehwiederherstellung bei Makuladegeneration
Die Unternehmerfamilie Tyczka unterstützt die Forschung zur Wiederherstellung von Sehvermögen bei altersbedingter Makuladegeneration (AMD) mit einer Spende in Höhe von einer Million Euro. Die Förderung kommt dem Forschungsprojekt „KI-gestützte Optimierung der Sehwiederherstellung durch Netzhautimplantate“ an der Augenklinik des Universitätsklinikum Bonn (UKB) zugute. Ziel des Projekts ist die Weiterentwicklung und optimale Anwendung der innovativen Netzhaut-Implantattechnologie, die kürzlich die europäische CE-Kennzeichnung als Medizinprodukt erhalten hat.
Neues zur Informationsverarbeitung im Gehirn
Nervenzellen empfangen Tausende von Signalen über baumartige Fortsätze, die als Dendriten bezeichnet werden. Diese Dendriten wurden bislang als relativ glatte Kabel betrachtet, die elektrische Signale zum Zellkörper leiten. Ein internationales Forschungsteam unter Federführung des Universitätsklinikums Bonn (UKB), der Universität Bonn und des DZNE stellte nun fest, dass dieses Bild unvollständig ist. Mithilfe verschiedener fortschrittlicher Mikroskopie-Techniken hat es winzige, bislang übersehene Verengungen entlang der Dendriten identifiziert. Diese neue entdeckten Strukturen, welche die Forschenden als dendritische Schaftverengungen bezeichnen, sind nur wenige hundert Nanometer breit, also ungefähr 500 bis 1.000-mal dünner als ein menschliches Haar, und kommen in verschiedenen Neuronentypen sowohl im Maus- als auch im menschlichen Gehirn vor. Die Studienergebnisse sind jetzt im Fachmagazin Science Advances veröffentlicht.
Tobacco Echoes: Die Tabakpflanze in Nigeria
Welche Geschichten und Erinnerungen sind mit der Tabakpflanze in Nigeria verbunden und was wird sichtbar, wenn wir ihnen nachspüren? Diese Frage steht im Zentrum der Ausstellung „Tobacco Echoes“ der Künstlerinnen Ngozi Ajah Schommers und Etinosa Yvonne, des dritten Teils des Forschungs- und Ausstellungsprojekts „Pflanzenwissen“ im Global Heritage Lab der Universität Bonn. Zur Eröffnung am 17. September 2026 von 18:00 bis 21:00 Uhr sprechen Ngozi Ajah Schommers und die Kuratorinnen Argelander-Professorin Dr. Julia Binter und Joanne Rodriguez. Die Ausstellung wird von einem ausführlichen Rahmenprogramm begleitet.
Physikshow der Uni Bonn begeistert beim NRW-Tag in Münster
Physik zum Anfassen, Ausprobieren und Staunen: Beim NRW-Tag in Münster war die Universität Bonn mit ihrer beliebten Physikshow vertreten. Unter der Leitung von Prof. Dr. Herbi Dreiner brachte das hoch motivierte Team physikalische Phänomene mit zahlreichen Mitmachexperimenten einem breiten Publikum näher.
Neue erbliche Netzhauterkrankung entdeckt
Ein internationales Forscherteam unter Federführung des Universitätsklinikums Bonn und der Universität Bonn sowie der Universitäten Edinburgh, Basel und Pennsylvania hat eine bisher unbekannte Form der erblichen Netzhautdegeneration identifiziert, die durch eine spezifische Variante im EFEMP1-Gen verursacht wird. Die Erkrankung betrifft vor allem die periphere Netzhaut und die Stäbchen-Fotorezeptoren, die für das Sehen bei schwachem Licht und in der Dunkelheit zuständig sind. Wichtig ist, dass die Stäbchenfunktion bereits stark beeinträchtigt sein kann, während das zentrale Sehvermögen relativ gut erhalten bleibt. Die Ergebnisse der Studie sind jetzt im Fachjournal JAMA Ophthalmology veröffentlicht.
Wissenschaft im Theater
Ob Quantencomputing oder Darmgesundheit: Spannende Themen und überraschende Zusammenhänge erklären Forschende aus fünf Exzellenzclustern der Universität Bonn unterhaltsam in der neuen Veranstaltungsreihe „Wissenschaft im Theater“. Tickets für die Kooperation mit dem Theater Bonn gibt es ab sofort im Vorverkauf.
Von Einstein zu Gravitationswellen
Wie hängen Materie, Raum und Zeit zusammen? Diese fundamentale Frage steht im Zentrum der allgemeinen Relativitätstheorie, die Albert Einstein 1915 der Preußischen Akademie der Wissenschaften vortrug. Anlässlich des 111. Jubiläums der Theorie lädt das von der Universität Bonn getragene und vom Europäischen Forschungsrat (ERC) geförderte Projekt „GravNet“ für Donnerstag, 22. Oktober, zu zwei Veranstaltungen rund um Gravitation und Gravitationswellen ins Physikzentrum Bad Honnef ein. Ab 18:30 Uhr beleuchtet eine allgemein verständliche Vortragsreihe aktuelle Fragen und Erkenntnisse der Gravitationsphysik. Bereits zuvor bietet GravNet eine Masterclass zu Gravitationswellen für Schülerinnen und Schüler ab der zehnten Klasse an. Für beide Veranstaltungen wird um vorherige Anmeldung unter https://indico.hiskp.uni-bonn.de/category/144/ gebeten. Die Teilnahme ist kostenlos.