Mit seinem Spiegeldurchmesser von sechs Metern und neuartigen Instrumenten ist das Fred Young Submillimetre Teleskop das leistungsfähigste Teleskop seiner Art. Mithilfe des FYST wollen Astrophysiker*innen einige der wichtigsten Fragen der Astronomie beantworten: Wie funktioniert das Universum? Woraus besteht dunkle Energie und dunkle Materie? Wie bilden sich Galaxien? Und was geschah in den ersten Momenten nach dem Urknall?
Da das FYST im Submillimeter- bis Millimeter-Wellenlängenbereich arbeitet, müssen besondere Anforderungen erfüllt sein: Die Höhe von 5.640 Metern über dem Meeresspiegel – höher als das Basislager des Mount Everest – liegt oberhalb der meisten atmosphärischen Schichten. Dadurch werden die Submillimeterwellen daran gehindert, den Erdboden zu erreichen. Die extrem trockene Luft der Atacama-Wüste sorgt dabei für ideale Bedingungen, da hier die Signale kaum durch Wasserdampf beeinträchtigt werden.
Was sind Ihre Aufgaben?
Zum einen werden wir zusammen mit Kolleg*innen der Uni Köln das Wasserdampf-Radiometer in Betrieb nehmen. Damit lässt sich der Wasserdampfgehalt der Atmosphäre über uns messen. Das ist wichtig, da der Wasserdampf die Radiosignale abschwächt und für die korrekte Interpretaton der astronomischen Messungen bekannt sein muss. Allerdings: Wir hängen bei dem, was wir machen, sehr von den Gegebenheiten vor Ort ab. Auf der Südhalbkugel beginnt jetzt bald der Winter, und das Wetter kann uns jederzeit einen Strich durch Pläne machen.
Zum anderen soll die endgültige Wetterstation in nächster Zeit auf einem 10 hohen Turm angebracht werden – so lange kümmern wir uns um die provisorische Wetterstation.