27. Mai 2026

#UniBonnOnTour: IT auf 5600 Metern in der chilenischen Atacama-Wüste #UniBonnOnTour: IT auf 5600 Metern in der chilenischen Atacama-Wüste

Astrophysiker Dr. Reinhold Schaaf und Dr. Christos Karoumpis reisen in die chilenische Atacama-Wüste, um die IT-Infrastruktur für das Fred Young Submillimeter Telescope fertig zu stellen

Abgelegen in der chilenischen Atacama-Wüste, auf rund 5600 Meter Höhe, dort, wo das Atmen schwerfällt, befindet sich in den nächsten Wochen ihr Arbeitsort: Dr. Reinhold Schaaf und Dr. Christos Karoumpis vom Argelander-Institut für Astronomie der Universität Bonn stellen am Fred Young Submillimetre Teleskop (FYST) sicher, dass die IT-Infrastruktur funktioniert. Bei #UniBonnOnTour erzählen sie von ihrem Arbeitsalltag, den Herausforderungen - und beantworten Fragen der Bürgerinnen und Bürger. Schreiben Sie an kommunikation@uni-bonn.de.

#UniBonnOnTour: IT auf 5600 Metern in der chilenischen Atacama-Wüste
#UniBonnOnTour: IT auf 5600 Metern in der chilenischen Atacama-Wüste © Mitte: Robin Pfister; links/rechts: privat
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Mit seinem Spiegeldurchmesser von sechs Metern und neuartigen Instrumenten ist das Fred Young Submillimetre Teleskop das leistungsfähigste Teleskop seiner Art. Mithilfe des FYST wollen Astrophysiker*innen einige der wichtigsten Fragen der Astronomie beantworten: Wie funktioniert das Universum? Woraus besteht dunkle Energie und dunkle Materie? Wie bilden sich Galaxien? Und was geschah in den ersten Momenten nach dem Urknall?

Da das FYST im Submillimeter- bis Millimeter-Wellenlängenbereich arbeitet, müssen besondere Anforderungen erfüllt sein: Die Höhe von 5.640 Metern über dem Meeresspiegel – höher als das Basislager des Mount Everest – liegt oberhalb der meisten atmosphärischen Schichten. Dadurch werden die Submillimeterwellen daran gehindert, den Erdboden zu erreichen. Die extrem trockene Luft der Atacama-Wüste sorgt dabei für ideale Bedingungen, da hier die Signale kaum durch Wasserdampf beeinträchtigt werden.

Das FYST ist ein Projekt des internationalen CCAT Observatory Konsortiums, an dem die Universität Bonn, die Universität zu Köln, das Max-Planck-Institut für Astrophysik in Garching, die Cornell University in den USA sowie ein kanadisches Universitätskonsortium unter der Leitung der University of Waterloo beteiligt sind, sowie Astronom*innen an neun chilenischen Universitäten. Benannt wurde es nach Fred Young, der das Projekt über viele Jahre begleitet und großzügig finanziell unterstützt hat.

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