Netzhaut als Fenster zur Früherkennung von Hirnerkrankungen
Die Netzhaut ist der einzige Teil des zentralen Nervensystems, der sich beim lebenden Menschen nichtinvasiv und hochauflösend untersuchen lässt. Dr. Christina Mayer und ihr Team am Universitätsklinikum Bonn (UKB) und der Universität Bonn wollen diese besondere Eigenschaft nutzen, um entzündliche und gefäßbedingte Erkrankungen des Gehirns früher und präziser zu erkennen und ihre Entstehungsmechanismen besser zu verstehen. Die Corona-Stiftung fördert den Aufbau ihrer Nachwuchsforschungsgruppe mit einer Million Euro. Das Programm eröffnet herausragenden Nachwuchsforschenden damit die Möglichkeit, sich über einen Zeittraum von fünf Jahren für eine Hochschulprofessur zu qualifizieren.
Zusammen sind wir exzellent
Unter dem Titel „Zusammen sind wir exzellent!“ ist der Jahresbericht 2025 des Rektorats der Universität Bonn erschienen. Die Print- und Online-Publikation gibt einen kompakten Überblick über die zentralen Themen, Projekte und Entwicklungen, die das vergangene Jahr an der Universität geprägt haben.
Auswirkungen von Adipositas entschlüsselt
Eine Gruppe angeborener Immunzellen, die lymphoiden Zellen der Gruppe 2 (ILC2), sind im Fettgewebe für die Aufrechterhaltung eines stabilen Stoffwechsels unerlässlich. Adipositas beeinträchtigt die Anzahl und Funktion der ILC2-Zellen erheblich, was zum Fortschreiten stoffwechselbedingter Entzündungen führt. Wie ILC2-Zellen bei Adipositas gestört werden, ist bislang unbekannt. Forschende des Universitätsklinikums Bonn (UKB) und der Universität Bonn stellten nun bei Mäusen mit Adipositas fest, dass das Schrittmacher-Enzym der Fettsäurebiosynthese, die sogannnte Acetyl-CoA-Carboxylase 1 (ACC1), ein entscheidender Regulator für den Erhalt und die Funktion von ILC2-Immunzellen im Fettgewebe ist. Die Bonner Forschenden liefern so eine Erklärung für die nachteiligen Auswirkungen einer Hemmung der Acetyl-CoA-Carboxylase bei Adipositas. Ihre Ergebnisse sind jetzt im Fachjournal Cell Metabolism veröffentlicht.
Studienstart feiern und Orientierung geben
Am 8. Oktober 2026 lädt die Universität Bonn alle neuen Studierenden zum Erstsemester-Welcome ins Uni-Hauptgebäude und in den Arkadenhof ein. Die Veranstaltung bietet Informationen, Beratung und viele Möglichkeiten, die Universität, die Fachschaften und die anderen Studierenden des eigenen und anderer Fachbereiche kennenzulernen. Auch eine Party am Abend steht auf dem Programm.
„Global Minds": DFG fördert zwei Professuren und einen Mercator Fellow
Drei international renommierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verstärken künftig Forschungsverbünde, an denen die Universität Bonn beteiligt ist: Die Biomedizinerin Prof. Joanna Kalucka von der Universität Aarhus wird als „Mercator Fellow Global“ im Bonner Sonderforschungsbereich 1454 „Metaflammation“ tätig, an dem auch das Universitätsklinikum Bonn (UKB) mitwirkt. In den Bonn-Kölner Exzellenzclustern DYNAVERSE und ECONtribute werden je eine „Global Minds“-Professur eingerichtet werden. Die Besetzung dieser Stellen läuft derzeit noch.
Leidet Grünland in vielfältigen Landschaften weniger unter Dürre?
Im Hitzejahr 2018 litten auch Wiesen und Weiden unter der Trockenheit. Ist Grünland in vielfältig gestalteten Landschaften resilienter gegen Ertragsausfälle als in eintönigen Regionen? Forschende der Universität Bonn um Marco Ferro und Prof. Dr. Jan Börner vom Institut für Lebensmittel- und Ressourcenökonomik (ILR) untersuchten im Sonderforschungsbereich 1502 DETECT den Einfluss der Vielfalt von Landschaften auf die Dürretoleranz von Grünland.
Einladung zum Forum Wahrheit an der Universität Bonn
Wahrheit genießt einen guten Ruf – und ist doch oft schwer zu finden. Was ist Wahrheit überhaupt? Etwas, das wir erkennen können? Etwas, an das wir glauben? Oder etwas, das immer wieder neu ausgehandelt wird? Diesen Fragen widmet sich das Forum Wahrheit des Transdisziplinären Forschungsbereichs (TRA) „Individuen, Institutionen und Gesellschaften“ der Universität Bonn vom 8. bis 10. Oktober 2026. Die Universität Bonn lädt dazu die interessierte Öffentlichkeit, Wissenschaftler*innen und Vertreter*innen der Medien herzlich ein, Wahrheit aus unterschiedlichen wissenschaftlichen, gesellschaftlichen und praktischen Perspektiven zu betrachten und gemeinsam darüber ins Gespräch zu kommen.
Wie ein Testament Forschung und Bildung fördern kann
Welche Spuren möchten wir hinterlassen? Wie kann ein Testament dazu beitragen, Forschung, Lehre und den wissenschaftlichen Nachwuchs an der Universität Bonn nachhaltig zu fördern? Antworten auf diese Fragen gibt die Bonner Universitätsstiftung in ihrer Informationsveranstaltung „Erben und Vererben | Stiften an der Universität Bonn“ am Dienstag, 6. Oktober 2026, um 17.30 Uhr im Universitätsclub Bonn.