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digitale Ringvorlesungen und Kolloquien

 

 

Ringvorlesung "Gratwanderungen"


Ringvorlesung: Gratwanderungen – Vom Umgang mit(einander) (in) der Krise
dienstags, 18 c.t.

In der interdisziplinären Ringvorlesung „Gratwanderungen“ möchten wir in Vorträgen von Experten und Expertinnen und in Gesprächsrunden mit ihnen einige Facetten der Pandemiesituation aufgreifen, die nun schon seit gut einem Jahr unser Zusammenleben nachhaltig prägt. Entscheidungen in Politik, Recht, Gesundheit oder Bildung erleben wir dabei als fortgesetzte „Gratwanderungen“. Zur Diskussion steht beinahe jedes Mal ein zu Viel oder zu Wenig, ein zu Nah oder zu Distanziert, ein zu ‚Rigide‘ oder ein zu ‚Locker‘.  Phasen im strikten Lockdown wechseln ab mit solchen, in denen Lockerungen in Aussicht gestellt werden. Die gesamtgesellschaftlichen Folgen dieser Zyklen bleiben schwer abzuschätzen. Viele Effekte für das gesellschaftliche Zusammenleben bereiten zu Recht große Sorgen. Der Krisenmodus scheint der Normalzustand zu sein, und so ist das Bedürfnis nach belastbaren Informationen und Austausch sehr groß.  Die Ringvorlesung möchte hierfür einen Rahmen bieten.

Die RV findet digital statt. Alle Veranstaltungstermine werden über Zoom öffentlich zugänglich sein.

Zu den Veranstaltungen:

https://uni-bonn.zoom.us/j/92807951361?pwd=c0YyS2J2WHlKbnBWUytaaDVOVVBydz09

Bei Rückfragen wenden Sie sich gerne an: [Email protection active, please enable JavaScript.]

Klicken Sie hier für den Flyer und hier für das Plakat zur Veranstaltung. 

Weitere Hinweise zu den Organisatoren und zu den Vortragenden finden Sie hier

 

Organisation

Dr. Manuel Becker, Prof. Dr. Volker Kronenberg (Institut für Politische Wissenschaft und Soziologie, Universität Bonn); Priv.-Doz. Dr. Hedwig Pompe (Arbeitsstelle Internationales Kolleg, Institut für Germanistik, Universität Bonn)

 

13.04.2021 Einführung in das Thema und Programm der RV

Dr. Manuel Becker, Prof. Dr. Volker Kronenberg, Priv.-Doz. Dr. Hedwig Pompe

 

20.04.2021 Vortrag

Prof. Dr. Udo Di Fabio (Öffentliches Recht/Staatsrecht, Universität Bonn)

Leben vor Freiheit? Anfragen einer Pandemie an die grundrechtliche Werteordnung

‚Darf ein ganzes Land stillgelegt werden, um das Leben alter Menschen ein wenig zu verlängern?‘ Zu Beginn der Corona Pandemie wurde eine solche Frage von einigen wenigen laut gestellt, dann eher hinter vorgehaltener Hand. Die Corona Pandemie war nicht nur ein Härtetest für unser Land, für Föderalismus, Gesundheitssystem und Rechtsstaat, sondern auch eine Probe für unsere grundrechtliche Werteordnung. Ist das menschliche Leben der Höchstwert der Verfassung oder nur einer von mehreren? In welcher Schutzpflicht steht der Staat, was darf er gegeneinander abwägen und was gilt absolut?

 

27.04.2021 Gesprächsrunde

Christoph Pompe (Psychol. Psychotherapeut; Pfarrer i.R., Detmold), Prof. Dr. Dr. Jochen Sautermeister (Katholische Theologie, Universität Bonn)

Moderation: Heidi Ruster (Leiterin Kath. Beratungsstelle für Ehe-, Familien- und Lebensfragen Bonn)

Krisenerfahrungen – Krisenbewältigung – neue Normalität

Nach gut einem Jahr Leben mit der Pandemie zeichnen sich die damit verbundenen psychosozialen Herausforderungen genauer ab. Es sind spannungsvolle Zustände, die unsere Lebenspraxis eingeholt haben. Wir sind ermüdet von der Anstrengung, uns auf ungewohnten Wegen im Auge zu behalten, wir mobilisieren individuelle Ressourcen, um bei begrenzten Freiheitsgraden die neue ‚Normalität‘ im Alltag, in der Familie, im Beruf auszuloten, wir suchen verstärkt nach der Sinndimension des Miteinanders, wir hoffen in unserer Ratlosigkeit auf den Beistand anderer Menschen. In der Gesprächsrunde soll es u.a. um die Art und Weise der wechselseitigen Wahrnehmung gehen, um unseren Umgang mit der Sterblichkeit, um die bereits aufgerissenen Gräben zwischen den Generationen und verschiedenen Bevölkerungsgruppen, aber auch um Kreativität, neue Spiritualität und die gelingende Regulation unserer Emotionen.

 

04.05.2021 Gesprächsrunde

Sabria David (Medienforscherin, Bonn), Andrea Nahles (Präsidentin der Bundesanstalt für Post und Telekommunikation, Bonn)

Moderation: Marco Jelić, M.A. (Politikwissenschaftler und Gewerkschaftsexperte, Bonn)

Schöne, neue, digitale Arbeitswelt? Chancen und Risiken der digitalen Transformation

Wie bei vielen anderen Themenfeldern, so auch bei der Digitalisierung: die Corona-Pandemie hat wie unter einem Brennglas bestehende Mängel aufgezeigt und gleichzeitig Entwicklungen beschleunigt, potenziert und kanalisiert. Was macht das mit der Arbeitswelt? Und was macht es mit uns Menschen? Es scheint Fluch und Segen zugleich: Während die einen die neuen Freiheiten mit dem Laptop auf dem Balkon genießen, reiben die anderen sich zwischen Kinderbetreuung und zunehmender Entgrenzung von Privatem und Beruflichem auf. Fakt ist, das Rad wird man nicht zurückdrehen. Die Digitalisierung verändert die Arbeitswelt und damit auch die Gesellschaft. Es stellen sich dabei grundlegende Fragen, die in der Gesprächsrunde diskutiert werden sollen: Welche Rahmenbedingungen muss die Politik setzen? Welche Regeln gelten in der neuen Arbeitswelt in Anbetracht von digitaler Prekarisierung und Entgrenzung? Wo stehen die Unternehmen in der Verantwortung, wo liegen die Potentiale? Und auf individueller Ebene: Was macht das Dauer-Homeoffice mit uns als ‚soziale Wesen‘? Sind wir ‚fit‘ für die schöne, neue digitale Arbeitswelt? Bedeutet – Stichwort Medienresilienz – Veränderung nur Stress oder lernen wir damit individuell und als Gesellschaft umzugehen?

 

01.06.2021 Vortrag

Prof. Dr. David Kaldewey (Forum Internationale Wissenschaft, Universität Bonn)

Was bedeutet Systemrelevanz in Pandemiezeiten? Definitionskämpfe im Spannungsfeld von Wissenschaft und Politik 

Mit der Implementierung des ersten Lockdown im März 2020 ging die Frage einher, welche Bereiche von den historisch noch nie dagewesenen Einschränkungen ausgenommen werden mussten. Dabei kam es zu einer Reaktivierung des ursprünglich im Kontext der Finanzkrise um 2009 prominent gewordenen Begriffs der ‚Systemrelevanz‘. Im Vordergrund stand zunächst das Gesundheitswesen; darüber hinaus war es aber für eine ganze Reihe weiterer Infrastrukturen selbstverständlich, dass sie auch im Lockdown weiterlaufen müssen. Andere Bereiche, das hat das inzwischen vergangene erste Pandemiejahr gezeigt, sind – oft implizit – als ‚nicht systemrelevant‘ markiert worden. Vor diesem Hintergrund widmet sich der Vortrag aus soziologischer Perspektive der Frage, wie sich die Definitionskämpfe seit Beginn der Pandemie entwickelt haben: Wie wurde bestimmt, was als systemrelevant offen bleiben sollte und welche Bereiche zur Erreichung des Ziels der Senkung der Gesamtinzidenz geschlossen werden müssen?

 

08.06.2021 Vortrag

Prof. Dr. Achim Hörauf (Medizinische Mikrobiologie, Universitätsklinikum Bonn)

Zoonosen, One Health, vernachlässigte Tropenkrankheiten, Antibiotika-Resistenz – Auf welche Krisen der Global Health müssen wir uns in Zukunft einstellen?

 

22.06.2021 Vortrag

Prof. Dr. Dr. Mariacarla Gadebusch, Phillip Roth, M.A. (Institute for Medical Humanities, Universitätsklinikum Bonn)

Das Leben nach und mit COVID-19. Subjektive Evidenz und Aktivismus in einer vernetzten Welt

Ein neues Krankheitsbild hat sich im Sommer 2020 herausgebildet: Man spricht etwa von ‘Long-Covid’, ‘Post-Covid Syndrom’ oder auch ‘Chronic COVID-19’. In Social Media, Blogs, fachspezifischen – an erster Stelle medizinischen – Zeitschriften wird über Symptome, Diagnosenstellung, Pathogenese, Krankheitsstatus und mögliche Therapien diskutiert. Besonders ist bei diesem auch durch die WHO inzwischen anerkannten Krankheitsbild die aktive Rolle, die Betroffene und Patient*innen in der Diskussion spielen. In unserem Vortrag zeigen wir Genese und Herausbildung einer Bewegung, die sich einerseits bemüht, das Thema der COVID-Langzeitfolgen überhaupt erst auf die Tagesordnung von Gesundheitswesen und Politik zu bringen und andererseits einen Einfluss auf medizinische Definitionen und Normierungsbestrebungen (Leitlinien) auszuüben.

 

06.07.2021 Vortrag

Prof. em. Dr. Kaspar Maase (Empirische Kulturwissenschaft, Universität Tübingen)

‚Müde‘ oder ‚unterwegs‘ – Zum Alltag in der Pandemie

Der Vortrag wird aus der Perspektive der Alltagskulturforschung einen genaueren Blick auf die oft beschworenen ‚Belastungen‘ werfen, die Einschränkungen und Verwerfungen unserer Lebensführung angesichts der Pandemie mit sich bringen. Die Höhe des persönlichen Risikos ist sehr ungleich verteilt. Doch alle müssen eingeschliffene, bewährte Routinen aufgeben und die Balance von Belastung und Erholung/Belohnung neu austarieren. Mit anderen Worten: Wir müssen das tragende Skelett der Lebensführung bei laufendem Betrieb umbauen, unterwegs zu ungewohnten Routinen. Was bringt so viele dazu, das durchzuhalten, obwohl ihr persönliches Risiko begrenzt und abstrakt ist? Was bedeuten ‚Nachlassen‘ und ‚Regelübertretung‘? Welche Alltagsmoral hilft uns, ‚Belastungen‘ anhaltend praktisch zu bewältigen?

 

 


Interkulturelle, interdisziplinäre und interuniversitäre Ringvorlesung der deutsch-japanischen Beziehungen


 
Gemeinsame Veranstaltung der Universität Bonn, Universität Köln und 
des Japanischen Kulturinstituts Köln im Sommersemester 2021

Mittwochs, 18.00 – 19.30h, per Zoom

Um die Zugangsdaten zu erhalten wird um Anmeldungen gebeten per Mail bei Herrn Dr. Klöckner : 
[Email protection active, please enable JavaScript.]

In diesem Jahr werden 160 Jahre deutsch-japanische Beziehungen gefeiert. Innerhalb des engen Geflechts bilateraler Beziehungen erwies sich stets der wissenschaftliche Austausch beider Länder als besonders fruchtbar und nachhaltig. Anlässlich des Jubiläumsjahres gewährt eine gemeinsam mit dem Japanischen Kulturinstitut Köln geplante Ringvorlesung einen Einblick in das breite Spektrum aktueller deutsch-japanischer Wissenschaftskooperationen an der Universität Bonn und der Universität zu Köln. Die Ringvorlesung präsentiert Ergebnisse der gemeinsamen Forschung aus verschiedenen Disziplinen und stellt diese in den größeren Kontext der gesellschaftlichen Entwicklung in beiden Ländern. Zu den behandelten Themen gehören u.a. die Digitalisierung, der demografische Wandel in einer alternden Gesellschaft, geopolitische Fragen, die Rolle der Kultur in der Moderne und vieles mehr.
 
Alle Beiträge werden in allgemein verständlicher Form dargeboten und erfordern keine speziellen Vorkenntnisse. Die Vorträge werden auf Deutsch, zum Teil aber auf Englisch gehalten.
 
In der Auftaktveranstaltung der Vorlesungsreihe mit den Rektoren beider Universitäten wird ein Überblick über die Entwicklung der beiderseitigen Wissenschaftsbeziehungen vermittelt, zum Semesterende werden in einer Podiumsdiskussion unter Beteiligung mehrerer Wissenschaftsorganisationen die weiteren Perspektiven des so erfolgreich betriebenen akademischen Austauschs erörtert. Am Beispiel der beiden Universitäten am Rhein dokumentiert die Ringvorlesung somit die engen wissenschaftlichen Verbindungen 160 Jahre nach dem Beginn der Beziehungen zwischen Deutschland und Japan.


14. April 2021    Auftaktveranstaltung
Grußwort Prof. Dr. Michael Hoch (Rektor der Universität Bonn)
Grußwort Prof. Dr. Axel Freimuth (Rektor der Universität zu Köln)
Prof. Dr. AIZAWA Keiichi (Direktor des Japanischen Kulturinstituts): „Geschichte der wissenschaftlichen Kooperationen zwischen Deutschland und Japan“ 

21. April             
Dr. des. Ruth Effinowicz (Institute for International Peace and Security Law, Köln / MPI für ausländisches und internationales Privatrecht, Hamburg):
„75 Jahre unveränderte japanische Verfassung. Herausforderungen für die Auslegung“
Partner: Prof. WATANABE Wataru (Meijō Universität, Nagoya)

28. April             
Dr. NISHIYAMA Takahiro (Institut für Orient- und Asienwissenschaften, Bonn):
„Digitale Transformation und ihre Auswirkungen auf Wirtschaft und Gesellschaft in Japan“
Partner: Prof. ITŌ Mamoru (Waseda Universität), Prof. Dr. ŌTA Takayuki (Universität Shizuoka), Prof. Dr. WADA Yoshinori (Dōshisha Universität)

5. Mai   
Prof. Dr. Matthias Pilz (Institut für Berufs-, Wirtschafts- und Sozialpädagogik, Köln):
„Der Übergang vom Bildungs- ins Beschäftigungssystem: Japan und Deutschland im Vergleich“
Partner: Prof. Dr. SAKANO Shinji (Tamagawa Universität) 

12. Mai 
Prof. Dr. Maximilian Mayer (Center for Advanced Security, Strategic and Integration Studies (CASSIS), Bonn): 
„Global Crossings, Convergence und Coexistence: Ganzheitliche außenpolitische Strategien für Europa in Ostasien“

19. Mai 
Prof. Dr. Björn Schumacher (Centre of Excellence on Cellular Stress Responses in Aging-Associated Diseases (CECAD), Köln): 
“The Mystery of Human Aging: New Insights from the Biology of Aging”

2. Juni   
Prof. Dr. ITŌ Kei (Institut für Zoologie, Köln): 
„Auf dem Weg vom Gehirn zum Roboter: 30 Jahre Forschung zum Insektengehirn in Deutschland und Japan“ 

9. Juni   
Prof. Dr. Reinhard Zöllner (Institut für Orient- und Asienwissenschaften, Bonn): 
„Die Macht der Stimme: Historische Tonaufzeichnungen als Quelle zu Gesellschaft und Politik Japans“

16. Juni 
Prof. Dr. Claus Kress (Institute for International Peace and Security Law, Köln):
„Kultur im Recht“
Partner: Prof. NISHITANI Yūko (Universität Kyōto)

23. Juni 
Prof. Dr. Markus Gabriel (Institut für Philosophie, Bonn):
„Wirklichkeit und Fiktion im transkulturellen Kontext“

30. Juni 
„Fremdes Mittelalter?“
Prof. Dr. Elke Brüggen (Institut für Germanistik, Vergleichende Literatur- und Kulturwissenschaft, Bonn):
„‚Dinge‘ in mittelalterlicher Literatur“ 
Prof. Dr. IDE Manshū (Rikkyō Universität): 
„Männliche Archetypen in der deutschen und japanischen Literatur der frühen Neuzeit“

7. Juli    
Prof. Dr. Monika Unkel (Ostasiatisches Seminar, Köln): 
„Digitalisierung in Lehrer*innenbildung Japanisch (als Fremdsprache)“
Partner: Prof. Dr. MAJIMA Junko (Universität Ōsaka)

14. Juli  
Prof. Dr. Hans-Georg Soeffner (Institut für Politische Wissenschaft und Soziologie, Bonn):
„Japanische Tradition und Multikulturalität: Die Fotografie von SUGIMOTO Hiroshi“

21. Juli  
Abschlussveranstaltung mit Vertreter*innen von Wissenschaftsorganisationen (angefragt) und dem Generalkonsul von Japan in Düsseldorf
 

TOL’DOT & TARBUT – Jüdische Geschichte und Kultur

„Nichts Jüdisches ist mir fremd“, erklärte in einer Radiosendung der Religionshistoriker Gershom Scholem. Daran möchte auch die Reihe Tol'dot & Tarbut (Geschichte und Kultur) anknüpfen. In ihrem Fokus stehen Personen, Ereignisse, Zeiträume und Orte, in denen sich bestimmte Entwicklungen der jüdischen Geschichte, Religion und Kultur geradezu kristallisieren. Die
Reihe wendet sich nicht an Experten der Judaistik und Religionsgeschichte, sondern möchte einem breiteren Publikum die reiche Geschichte und die unterschiedlichen Strömungen des Judentums jenseits aller Folklore erschließen. Frühjudentum, Frühchristentum und rabbinische Zeit; Reform, säkulares Judentum und moderne Orthodoxie; Kabbala, Chassidismus, Philosophie und Aufklärung, Assimilation und Zionismus, aschkenasisches und sephardisches Judentum bezeichnen Richtungen und Erscheinungen, die nicht zu harmonisieren oder auf ein zeitloses Wesen zu reduzieren, sondern auch in ihren Unterschieden, ja Gegensätzen darzustellen sind. Es gibt einiges neu und an scheinbar Bekanntem neue Seiten zu entdecken – und schließlich: Auch der christlich-jüdische Dialog lebt nicht nur vom guten Willen der Gesprächspartner, sondern ebenso von deren Wissen.
 
Architektur und Erinnerung. Synagogenbau in Deutschland seit 1945
Mo 19.04.2021 │ 19.30 Uhr s.t.
PD Dr.-Ing. habil. Ulrich Knufinke M.A, Hannover/Braunschweig
„Wer ein Haus baut, bleibt.“ Mit dieser klaren Feststellung kommentierte
Charlotte Knobloch, seinerzeit Präsidentin des Zentralrats der Juden in
Deutschland, die Einweihung der neuen Synagoge in München im Jahr 2006 – ein
Bleiben, das bis heute immer wieder durch Antisemitismus bedroht ist. Dass
sich in Deutschland nach dem Holocaust überhaupt wieder jüdische Gemeinden
gründeten, dass sie in den 1950er Jahren und erneut seit 1990 mit Synagogen
ins Bild der Städte zurückkehrten, ist eine bemerkenswerte Entwicklung. Die
Gestaltung ihrer Bauwerke reagiert nicht nur auf die praktischen und
religiösen Erfordernisse der Gemeinden, sie spiegelt auch die Erwartungen
der nichtjüdischen Mehrheit, die sie als Aspekt der Erinnerungskultur
verstehen will. Der Vortrag geht diesen ambivalenten Perspektiven nach und
untersucht Bauten, die oft auch als spektakuläre Beiträge zur allgemeinen
Architekturentwicklung betrachtet werden können.
 
‚a theyl fun jener kraft ...'
Jiddische Übersetzungen deutscher Klassiker in der Zwischenkriegszeit
Do 06.05.2021 │ 19.30 Uhr s.t.
Dr. Elke-Vera Kotowski, Potsdam (MMZ)
Seit Ende des 19. Jahrhunderts interessierte sich eine breite
jiddischsprachige Leserschaft neben der religiösen auch für säkulare
Literatur. Es folgte ein wahrer Boom an Übersetzungen der Weltliteratur ins
Jiddische, so auch aus dem Deutschen. Aber welche deutschsprachigen
Klassiker wurden ins Jiddische übertragen und wer übersetzte sie? Es ist
durchaus bemerkenswert und kaum bekannt, dass beispielsweise Thomas Manns
„Zauberberg“ von Isaac Bashesvis Singer, dem bislang ersten und einzigen
jiddischsprachigen Nobelpreisträger, 1930 ins Jiddische übersetzt wurde.
 
 
Zur Geschichte der Juden im Rheinland
Mo 07.06.2021 │ 19.30 Uhr s.t.
Dr. Uri Kaufmann, Alte Synagoge Essen
Die jüdische Gemeinschaft ist die älteste nichtchristliche Minderheit in
Europa. Im 10./11. Jahrhundert formieren sich die „Heiligen Drei Gemeinden“
Speyer, Worms und Mainz – die Kehilloth SchUM – die das „aschkenasische“
Judentum bilden. Es soll der große Bogen vom Leben in der mittelalterlichen
Stadt (in Köln bis 1424), die Vertreibung nach Osten und aufs Land, die
ländliche jüdische Kultur im Rheinland bis hin zum Kampf um
Gleichberechtigung (1791-1871) und der Wiederansiedlung in den Städten Köln
und Bonn die Rede sein, von den zuwandernden „Ostjuden“, der Verfolgung,
aber auch dem Wiederaufbau jüdischen Lebens im Rheinland. Düsseldorf und
Bonn waren über vierzig Jahre Sitz des Zentralrats der Juden in Deutschland.
Jüdische Geschichte soll nicht auf Verfolgung reduziert, sondern integrativ
gesehen werden. Es gab nicht nur die „großen Männer“, sondern auch Hausierer
und „Schmuser“ - also arme Juden - und Viehhändler, sowie ostjüdische
Handwerker.
 
Alle Vortrag finden zugleich im Rahmen der Veranstaltungen „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ statt.

Um die Zugangsdaten zu erhalten wird um Anmeldungen gebeten unter 0228 / 42979-0 und per Mail unter [Email protection active, please enable JavaScript.]
 

 
 

Aspekte der Erderwärmung

Organisiert von Universität Bonn und Students for Future Bonn
per Zoom:
https://uni-bonn.zoom.us/j/93882170115?pwd=Zkc2a3RlSGdTdzJwSGFVenRwdHpJUT09
Webinar-ID:
938 8217 0115
Webinar-Kenncode:
276011

Jeweils Mittwoch, 18.15 Uhr

14.4.2021
Prof. Dr. Niko Froitzheim (Geowissenschaften, Universität Bonn): 
„Wie konnte es so weit kommen? Eine Bestandsaufnahme der Klimakrise“

21.4.2021
Prof. emer. Dr. Ulf von Zahn (Atmosphärenphysik): 
„Klimawandel aus der Sicht unserer Bundesregierung und der eines Wissenschaftlers“

28.4.2021
Dr. Gregor Hagedorn (Initiator Scientists for Future): 
„Die Dritte Welle: Covid, Klimakrise, Biodiversitätskrise!”

5.5.2021
Saskia Meyer (Fooderstand Köln):
„Zukunft beginnt auf meinem Teller – Vorteile einer pflanzenbasierten Ernährung für Gesundheit, Welthunger, Tierschutz und Klimaschutz“

12.5.2021
Prof. Dr. Mario Trtkovic (Städtebau, Hochschule Coburg):
„Nachhaltige Entwicklung und die Rolle der Urbanisierung - Globale und Lokale Perspektiven“

19.5.2021
Prof. Dr. Christine Alewell (Umweltgeowissenschaften, Universität Basel): 
„Von der Erdkrume zur Ethik – Die Folgen von Bodenerosion auf menschliche Ernährung, Gewässereutrophierung, Biodiversität und Klimawandel“
 
2.6.2021
Dr. Noah Walker-Crawford (Stiftung Zukunftsfähigkeit): 
„Klimawandel vor Gericht: Klagen gegen die Katastrophe“

9.6.2021
Prof. Dr. Frank Best (Betriebswirtschaft, Hochschule Konstanz)
„Bepreisung von Treibhausgasemissionen: Fair – Effizient – Sozialverträglich“

16.6.2021
Prof. Dr. Eike Lüdeling (Gartenbauwissenschaft, Universität Bonn): 
"Mit Bäumen gegen die Erderwärmung - echte Lösung oder Wunschdenken?"

23.6.2021
Prof. Dr. Maike Rabe (Textil und Bekleidung, Hochschule Niederrhein): 
„Mikroplastik textilen Ursprungs: Quellen, Senken, Lösungsansätze“

30.6.2021
Prof. Dr. Angela Francke (Stiftungsprofessur Radverkehr, Hochschule
Karlsruhe – Technik und Wirtschaft): 
„Die Rolle des Radverkehrs in der Mobilitätswende“

7.7.2021
Prof. Dr. Michael Schmitt (Chemie, Universität Düsseldorf)
„Leugnen, Fälschen, Lügen - Motivation und Tricks der "Merchants of Doubt““ 

14.7.2021: N.N.
 
 

ARTS Seminar Series


Thursday 17:00 – 18:00 Uhr (online seminar)
Zoom meeting ID: 910 2379 9670; Password: 339391

Zoom-link:   https://uni-bonn.zoom.us/j/91023799670?pwd=c0VYWXNIWnJjRWRXT3NqZmtNK3BPZz09 


15. April
Jakob Rhyner (University of Bonn www.bonnalliance-icb.de )
Introduction, Global Sustainable Energy Supply

22. April
Luna Bharati (International Water Mana-gement Institute (IMWI) https://www.iwmi.cgiar.org/ )
Water-Food-Energy Nexus

29. April
Julia Steinberger (University of Lausanne http://www.unil.ch/igd )
Providing decent living with minimum energy: A global scenario (TRA6 Lecture 14:00!)

06. May
Simone Sandholz (United Nations University https://ehs.unu.edu )
Energy systems as a critical infrastructure

20. May
Fatima Denton (UNU Institute for Natural Resources in Africa https://unu.edu/about/unu-system/inra )
Stranded assets in Africa due to transition to renewables

10. June
Stefanie Meilinger (Hochschule Bonn-Rhein-Sieg https://www.h-brs.de/de )
Energy storage, green hydrogen, and sector coupling

17. June
Joachim Clemens (Soepenberg Company  www.soepenberg.com )
Biogas production at different scales

24. June
tba (www.biomass-web.de )
Biomass as energy carrier in Africa

01. July
tba (International Renewable Energy Agency  https://www.irena.org )
Renewable energy potential in Africa

08. July
Axel Nguedia-Nguedong, Paul Nduura (United Nations University https://ehs.unu.edu )
Planning of energy systems in Africa

15. July
Ralf Pude (INRES www.inres.uni-bonn.de )
Bioenergy production and use in Kleinaltendorf

Contact: [Email protection active, please enable JavaScript.]; Jakob Rhyner ([Email protection active, please enable JavaScript.] ); Mathias Becker ([Email protection active, please enable JavaScript.])
 

Kulturkalender 

Die Daten folgen in Kürze

 
 

 

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