Studieren mit staatlicher Unterstützung

BAföG

Nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) haben Studierende, denen das für ihren Lebensunterhalt und ihre Ausbildung notwendige Geld fehlt, einen Rechtsanspruch auf individuelle Förderung für eine Ausbildung, die ihrer Neigung, Eignung und Leistung entspricht. Die Höhe der Förderung wird nach dem Bedarf sowie dem Einkommen und Vermögen der*des Studierenden, der Eltern und gegebenenfalls der*des Ehepartner*in berechnet.

Eine Wissenschaftlerin und ein Wissenschaftler arbeiten hinter einer Glasfassade und mischen Chemikalien mit Großgeräten.
© Cottonbro von Pexels

Beratung und Antrag

Für die Bearbeitung von BAföG-Anträgen unserer Studierenden ist das Amt für Ausbildungsförderung des Studierendenwerkes Bonn AöR2 zuständig. Hier erhalten Sie Auskunft darüber, ob es mit Blick auf Ihr Einkommen bzw. das Ihrer Eltern oder Ihres*Ihrer Ehepartner*in sinnvoll ist, einen Antrag auf Ausbildungsförderung zu stellen und welchen Betrag Sie ungefähr zu erwarten haben. Die Mitarbeiter*innen des Amtes für Ausbildungsförderung benötigen für ihre Beratung Auskünfte über die finanzielle Situation der Familie (zum Beispiel Einkommen, Anzahl der Kinder in der Ausbildung).

Gut zu wissen...

01.

Benötigte Unterlagen

Am besten nehmen Sie zur Beratung beim Amt für Ausbildungsförderung die entsprechenden Unterlagen wie zum Beispiel den Einkommensteuerbescheid der Eltern aus dem vorletzten Kalenderjahr mit. Vom monatlichen Einkommen können verschiedene Freibeträge abgezogen werden. Nach Abzug aller Freibeträge verbleibt ggf. ein Anrechnungsbetrag, den Ihre Eltern laut Gesetz für die Finanzierung Ihrer Ausbildung aufwenden können. Anhand dieses Betrages wird dann Ihr Anspruch und individueller BAföG-Satz berechnet.

02.

Wann sollte ich den Antrag stellen?

Sie sollten Ihren Antrag so früh wie möglich stellen (zwei bis drei Monate vor Semesterbeginn), damit die Zahlungen direkt mit Beginn Ihres Studiums einsetzen. Die Förderungsleistungen werden zunächst für zwölf Monate bewilligt. Den Antrag auf Weiterförderung stellen Sie am besten zwei bis drei Monate vor Beginn des folgenden Semesters, um eine Unterbrechung der Zahlungen zu vermeiden.

03.

Förderungshöhe

Der Förderungshöchstsatz beträgt für Studierende bis 24 Jahre, die nicht zu Hause wohnen und bei der Krankenkasse beitragsfrei familienversichert sind, 752 Euro pro Monat. Für Studierende im Alter von 25 bis 29 Jahren, die nicht zuhause wohnen und gemäß Beitragssätzen für Studierende selbst in Kranken- und Pflegeversicherung einbezahlen, beträgt der Höchstsatz 861 Euro. Bei BAföG-Empfänger*innen mit Kindern unter zehn Jahren kommt als Zusatzleistung ein monatlicher Kinderbetreuungszuschlag von 150 Euro für jedes Kind hinzu.

04.

Förderungsdauer

Die Förderungshöchstdauer richtet sich nach der gewählten Fachrichtung und deren Regelstudienzeit. Sehen Landeshochschulgesetz bzw. die Studien- und Prüfungsordnungen als geltende Rechtsverordnung eine Verlängerung der Regelstudienzeit für den Erwerb von Sprachkenntnissen vor, richtet sich die Förderungshöchstdauer nach der verlängerten Regelstudienzeit. Dies gilt jedoch nicht für die Sprachen Deutsch, Englisch, Französisch und Latein. Über die Förderungshöchstdauer hinaus wird für eine angemessene Zeit Ausbildungsförderung geleistet, wenn diese zum Beispiel aus schwerwiegenden Gründen (z. B. Krankheit), Pflege naher Angehöriger, Mitarbeit in Organen der Hochschule, infolge des erstmaligen Nichtbestehens der Abschlussprüfung, infolge einer Behinderung, einer Schwangerschaft oder der Betreuung eines Kindes (bis 14 Jahren) überschritten worden ist.

05.

Rückzahlung

Mit der Rückzahlung des unverzinslichen Darlehens (50% der gewährten Ausbildungsförderung) muss erst nach der beruflichen Einstiegsphase – ca. 4,5 Jahre nach Ende der Förderungshöchstdauer – begonnen werden. Der Darlehensbetrag ist auf 10.000 Euro gedeckelt (unabhängig von der Höhe der Gesamtförderung) und in in Mindestraten von 130 Euro pro Monat in maximal 77 Monatsraten zurückzuzahlen. Dabei kann die Tilgung ausgesetzt werden, wenn kein ausreichendes Einkommen erzielt wird.

489.313

Studierende erhalten BAföG

12%

aller Studierenden

514 €

durchschnittliche Förderhöhe pro Monat

Weitere Informationen

Förderung im Rahmen des BAföG
Studierende, die ihr Studium nicht innerhalb der BAföG-Förderungshöchstdauer beenden konnten, können nach Überschreiten für maximal zwölf Monate finanzielle Hilfe für den Studienabschluss beantragen. Diese Weiterförderung wird Studierenden nur gewährt, wenn sie innerhalb von vier Semestern nach Überschreiten der Förderungshöchstdauer zur Prüfung zugelassen werden und die Universität bescheinigt, dass das Studium innerhalb der Dauer der Hilfe zum Studienabschluss abgeschlossen werden kann. Die Hilfe zum Studienabschluss wird als zinsloses Volldarlehen gewährt und muss zurückgezahlt werden. 

Eine Weiterförderung im Masterstudiengang erfolgt, wenn durch den vorhergehenden Bachelorabschluss der Zugang zum Master geöffnet wird und dieser in sich selbständig ist und in derselben (oder einer verwandten) Fachrichtung weiterführt (konsekutiver Masterstudiengang). 

Eine Weiterförderung durch BAföG für ein Zweitstudium ist möglich, wenn der Abschluss eines zweiten Studienganges zwingend notwendig für die Aufnahme eines angestrebten Berufes ist (Beispiel Kieferchirurg: Studium der Zahn- und Humanmedizin erforderlich). 

Ein Praktikum außerhalb der Hochschule wird im Rahmen des BAföG gefördert, wenn es nach der Prüfungsordnung des betreffenden Studienganges verpflichtend vorgeschrieben ist.
Ein Auslandsstudium in einem Mitgliedsstaat der Europäischen Union (EU) oder in der Schweiz kann vollständig von Beginn an bis zum Erwerb des ausländischen Hochschulabschlusses nach Inlandssätzen gefördert werden.
Ein Studium im Rahmen einer grenzüberschreitenden Zusammenarbeit zwischen einer inländischen und einer oder mehreren ausländischen Hochschulen kann für die jeweilige Dauer des Auslandsaufenthaltes gefördert werden.
Ein Auslandsaufenthalt an einer Hochschule außerhalb der EU und der Schweiz wird für die Dauer eines Jahres gefördert, wenn die Ausbildung für das Studium förderlich ist und  die erbrachten Leistungen wenigstens teilweise auf das Inlandsstudium anrechenbar sind. 


BAföG Online-Antrag

In diesem Video wird kurz erklärt, wie der Online-Antrag für BAföG funktioniert. 

BAföG Digital - So funktioniert der schnelle Online-Antrag

Deutschlandstipendium

Eine andere Möglichkeit zur Finanzierung des Studiums ist das Deutschlandstipendium. Es richtet sich an alle Studierenden, die an der Universität Bonn immatrikuliert sind sowie an alle Abiturient*innen und Studieninteressierten, die demnächst ein Studium an Universität Bonn aufnehmen möchten. Neben den sehr guten Schul-/ oder Studienleistungen wird auch das außerschulische/außeruniversitäre soziale Engagement bei der Auswahl berücksichtigt. 


Kontakt

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Studierendenwerk Bonn

Lennéstraße 3

53113 Bonn

+49 228 73-5086

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