Weniger Dünger dank smarter Allianzen
Pflanzen haben im Laufe der Evolution elegante Strategien entwickelt, um einem Mangel an Phosphat im Erdreich zu begegnen: Sie gehen Symbiosen mit Bodenpilzen ein. Diese Mykorrhizapilze versorgen ihre pflanzlichen Partner effizient mit Phosphat und weiteren lebenswichtigen Mineralien. Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen des Leibniz-Instituts für Pflanzenbiochemie (IPB) in Halle haben jüngst gemeinsam mit Partnern der Universität Bonn einen molekularen Schalter entdeckt, der den Phosphatgehalt in der Pflanze erfasst und dann das Startsignal für oder gegen die Symbiose gibt. Dieser Signalweg könnte künftig genutzt werden, um Pflanzen zu befähigen, die Partnerschaft mit den Bodenpilzen auch dann einzugehen, wenn genügend Phosphat verfügbar ist. Die Studie in der renommierten Fachzeitschrift Science Advances bietet einen Lösungsansatz für ein langjähriges Problem in der Landwirtschaft und eröffnet neue Wege zur Reduktion von Düngemitteln.
Universität Bonn unterstützt Pflanzaktion zum Jubiläum des Beethoven-Gymnasiums
Zum 400-jährigen Jubiläum des Beethoven-Gymnasiums in Bonn unterstützt das Institut für Geodäsie und Geoinformation der Universität Bonn bei der Pflanzung des Schullogos in der Rheinauen. 
Grüner Wasserstoff, Nistplätze und nachhaltige Frühstücksflocken
Dieses Jahr feierte der Tag der Nachhaltigkeit an der Uni Bonn ein kleines Jubiläum: Zum fünften Mal verwandelte er den Campus Poppelsdorf in einen Begegnungsort rund um das Thema Nachhaltigkeit. Am 13. Mai 2026 luden über 20 Stände mit einem bunten Programm dazu ein, das vielfältige Engagement aus Forschung, Lehre, Betrieb und Transfer kennenzulernen und selbst aktiv zu werden. Unter anderem ging es um Zukunftsenergie, spielerische Wissensvermittlung und Biodiversität.
Wenn Erschöpfung den Alltag bestimmt
Extreme Erschöpfung, Konzentrationsprobleme und fehlende Energie: Für Menschen mit chronischer Fatigue können selbst alltägliche Aufgaben wie Einkaufen, Arbeiten oder Treffen mit Freunden zur großen Herausforderung werden. Schätzungen zufolge sind in Deutschland inzwischen rund 650.000 Menschen von ME/CFS oder chronischer Fatigue betroffen. Besonders durch Long COVID ist das Thema stärker in den öffentlichen Fokus gerückt. Das Universitätsklinikum Bonn (UKB) startet deshalb gemeinsam mit der Universität Bonn eine Studie, die untersucht, wie Apps Menschen mit chronischer Fatigue im Alltag helfen können.
Zellgenaue Konzentrationsmessungen im Nervengewebe
Das Element Natrium spielt für die Funktion des Nervensystems eine zentrale Rolle. Ein internationales Forschungsteam unter Leitung des Instituts für Neurobiologie der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) hat nun unter Beteiligung der Universität Bonn und des Universitätsklinikums Bonn die Natriumkonzentration in Astrozyten, speziellen Zellen im Gehirn, genauer untersucht. Die Forschenden entwickelten dazu eine Methode, mit der sie den Natriumgehalt einzelner Zellen im Gewebe direkt sichtbar machen können, wie sie nun in der Fachzeitschrift Nature Communications beschreiben.
Uni Bonn koordiniert neue ELLIS-Einheit NRW
In Nordrhein-Westfalen wird eine neue Einheit des European Laboratory for Learning and Intelligent Systems (ELLIS) angesiedelt, eines der führenden europäischen Netzwerke für Forschung im Bereich der künstlichen Intelligenz. Die neu genehmigte ELLIS-Einheit NRW bringt führende KI-Forscher und leistungsstarke Recheninfrastrukturen aus der gesamten Region zusammen, um KI-Anwendungen für komplexe reale Einsatzszenarien voranzutreiben.
NRW-Akademie: Drei neue Mitglieder von der Uni Bonn
Die Nordrhein-Westfälische Akademie der Wissenschaften und Künste hat bei ihrer Jahresfeier elf neue Mitglieder in ihre Reihen aufgenommen. Darunter sind von der Universität Bonn der Finanzmarktökonom Prof. Hendrik Hakenes, Germanistin Prof. Claudia Wich-Reif und Soziologin Prof. Anna-Katharina Hornidge. Die insgesamt vier Frauen und sieben Männer zeichnen sich in ihren Fachgebieten durch herausragende Forschungsarbeit und künstlerische Exzellenz aus. 
EU-Projekt zu Europäischem Haftbefehl gestartet
Die Universität Bonn koordiniert ab Mai 2026 ein auf zwei Jahre angelegtes EU-Projekt mit Partnern aus Amsterdam, Lublin und Paris zum Europäischen Haftbefehl und zu menschenwürdigen Haftbedingungen in einzelnen EU-Staaten. Die Europäische Kommission fördert das Vorhaben mit rund 350.000 Euro, davon gehen 150.000 Euro nach Bonn.
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