Gehemmtes Zellrecycling führt zu Muskelschwäche
Myofibrilläre Myopathie Typ 6 (MFM6) ist eine seltene genetische Muskelerkrankung, die aufgrund einer Störung der Muskelproteinkontrolle zu einer schweren Muskelschwäche und einer drastisch verkürzten Lebenserwartung führt. Forschende des Universitätsklinikum Bonn (UKB) und der Universität Bonn entwickelten ein Mausmodell für die Erkrankung und konnten so zeigen, dass eine Störung im Zellrecycling, fachsprachlich Autophagie, der primäre Auslöser für das Krankheitsbild ist. Ihre Ergebnisse sind im Fachjournal Nature Communications veröffentlicht.
Kosmische Ordnung im Sternhaufen
Welche Masse neu entstandene Sterne in einem Sternhaufen haben, hängt nicht vom Zufall ab, sondern unterliegt einer festgelegten Selbstregulierung. Das hat ein Team der Nanjing University und der Universität Bonn gezeigt. Ihre Arbeit ist nun in dem Journal „Research in Astronomy and Astrophysics“ erschienen.
Schülerinnen und Schüler erkunden das 3R-Prinzip
Der internationale Tag des Versuchstiers am 24. April lenkt den Fokus auf Tiere in der Forschung: Warum sind Tierversuche in der Forschung nach wie vor nötig? Wie werden die Tiere gehalten? Welche Alternativen gibt es bereits? Schüler*innen des Fabritianum Gymnasiums Krefeld haben Anfang des Jahres die Universität Bonn und das Universitätsklinikum Bonn (UKB) besucht, um während einer Projektwoche medizinische Forschung, den damit verbundenen Einsatz von Tieren sowie Alternativen zu Tierversuchen kennenzulernen. Organisiert wurde die Woche vom 3R-Kompetenznetzwerk Nordrhein-Westfalen (NRW), einem Zusammenschluss der acht Medizinischen Fakultäten in NRW, dessen Geschäftsstelle an der Universität Bonn angesiedelt ist. Ziel des Netzwerkes ist es, medizinischen Fortschritt im Einklang mit optimalen Tierschutz zu ermöglichen und gezielt Forschung, Innovation und Ausbildung auf dem Gebiet zu fördern.
„Life Coaching“ mit antiken Wurzeln
Scheinbar Unvereinbares wird hier zusammen gedacht: Das neue „Forum for the Study of Philosophy and Religion in Antiquity“ (FoSPRA) an der Universität Bonn soll die Erforschung der Schnittstellen von Religion und Philosophie vom frühen Römischen Reich bis in die Spätantike (1. bis 9. Jahrhundert n.Chr.) fördern. Am Dienstag, 28. April, findet von 18 bis 19 Uhr im IMPULSE House, Adenauerallee 131, die Auftaktveranstaltung statt.
Was im bronzezeitlichen Südkaukasus auf den Tisch kam
Welche kulinarischen Praktiken herrschten während der Bronzezeit im Südkaukasus vor? Die Küche war außergewöhnlich reichhaltig. Das hat ein internationales Forschungsteam der Universitäten Bonn und Bari mit weiteren wissenschaftlichen Institutionen wie dem Centre national de la recherche scientifique (CNRS) und der Aserbaidschanischen Nationalen Akademie der Wissenschaften herausgefunden. Die neuen Belege zeigen, dass die Küche aus vielen Zutaten bestand. In den Kura-Araxes-Gemeinschaften spielten vor allem Milchprodukte, Obst und Traubengetränke eine zentrale Rolle. Die Ergebnisse sind nun im Journal PNAS veröffentlicht.
Nachhaltigkeit studieren an der Universität Bonn
Zum Sommersemester 2026 startet an der Universität Bonn das neue „Zertifikat Nachhaltigkeit“. Studierende können sich ab sofort – unabhängig von ihrem Studienfach – systematisch und vertieft in ihrem Studium mit Nachhaltigkeitsthemen auseinanderzusetzen. Ihrem strategischen Ziel, Nachhaltigkeit umfassend in der Lehre zu verankern, kommt die Universität Bonn damit ein gutes Stück näher.
Studie zeigt dynamische Wechselwirkungen zwischen Hirntumoren und Immunzellen
Das Glioblastom, der häufigste und aggressivste Hirntumor bei Erwachsenen, ist schwer zu behandeln, da dieser Krebs in das umliegende Gehirngewebe eindringen und sich weit über das ursprüngliche Tumorgebilde hinaus ausbreiten kann. Forschende des DZNE, des Universitätsklinikums Bonn (UKB) und des Exzellenzclusters „ImmunoSensation3“ an der Universität Bonn haben diesen Infiltrationsprozess mittels Hightech-Mikroskopie im lebenden Gehirn beobachtet. Ihre Studie beruht auf Untersuchungen an Mäusen mit einer Form von Gehirntumor, die dem menschlichen Glioblastom sehr nahekommt.
Fettzellen spielen zentrale Rolle bei Vermeidungs-Lernen
Wenn Menschen oder Tiere etwas essen, was bei ihnen zu Unwohlsein führt, gehen sie danach dieser Nahrungsquelle aus dem Weg. Unklar war bislang, wie genau dieses Vermeidungs-Lernen erfolgt. Eine neue Studie zeigt, dass dabei die Kommunikation zwischen Hirn- und Fettzellen eine wesentliche Rolle spielen könnte. Die Beteiligten der Universitäten Bonn und Tohoku (Japan) sowie des Universitätsklinikums Bonn haben den zuvor unbekannten Mechanismus in der Fruchtfliege Drosophila aufgeklärt. Er könnte in ähnlicher Form auch in Säugetieren und sogar im Menschen existieren. Die Ergebnisse sind jetzt in der Zeitschrift Neuron erschienen.