Mit „Be strong!“ noch mehr aus dem Studium rausholen
Sich im Studium zurechtfinden, fachliche und methodische Kompetenzen auf- und ausbauen, persönliche Ressourcen stärken – dabei hilft „Be strong!“. Das umfassende Programm begleitet Studierende durch ihren gesamten Studienverlauf. Die Pilotphase startete bereits vor einem Jahr, zum Wintersemester 2026/27 folgt nun der Gesamtrollout. Mit dem zukunftsweisenden Programm stärkt die Universität Bonn Studium und Lehre noch einmal deutlich und setzt damit ein wesentliches Vorhaben ihrer Exzellenzstrategie um.
Im menschlichen Gedächtnis navigieren
Welche Nervenzellen feuern in unserem Gehirn und welche Schaltkreise schwingen dort, wenn wir uns an vergangene Erlebnisse erinnern? Dieser Frage geht Prof. Lukas Kunz am Universitätsklinikum Bonn (UKB) und der Universität Bonn nach, um die Grundlagen des episodischen Gedächtnisses zu ergründen, das bei der Alzheimer-Demenz früh beeinträchtigt ist. Er hat bereits Zelltypen entdeckt, die daran beteiligt sind. Kunz zählt zu den wenigen Neurowissenschaftler*innen, die mittels Ableitungen einzelner Nervenzellen das menschliche Gedächtnis erforschen. Er kooperiert dafür mit Epilepsie-Patient*innen, die aus medizinischen Gründen vorübergehend Hirnelektroden tragen. Um ihm den Weg zu einer unbefristeten Professur zu ebnen, verleiht ihm die Aventis Foundation jetzt einen Life Sciences Bridge Award. 
Deutschlands digitaler Drahtseilakt
Der Bonner Dialog für Cybersicherheit (BDCS) widmet sich in seiner 25. Ausgabe dem Thema digitale Souveränität. Unter dem Titel „Selbstbestimmt, sicher, souverän – Deutschlands digitaler Drahtseilakt“ diskutieren Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Verwaltung am Dienstag, 6. Oktober 2026, von 17:30 bis 20:30 Uhr im Hörsaal 2, Campus Poppelsdorf, Universität Bonn, Friedrich-Hirzebruch-Allee 5. Themen sind aktuelle Chancen und Herausforderungen.
Mikroplastik führt in Mäusen zu Fettleber
Mikroplastik kann offenbar die Funktion von Fresszellen in der Leber erheblich beeinträchtigen - zumindest bei Mäusen. Dadurch kommt es nachgelagert zu einer Störung des Leberstoffwechsels und zu einer vermehrten Einlagerung von Fett in das lebenswichtige Organ. Das sind die zentralen Ergebnisse einer deutsch-österreichischen Studie unter Federführung der Universität Bonn. Die Arbeit ist jetzt in der Zeitschrift Nature Metabolism erschienen.
Schrödingers Katze in Acryl
Wie wird man in einem neuen Gebäude heimisch? Am besten durch Kunst! Was zuhause im Wohnzimmer funktioniert, klappt auch bei richtig großen Bauwerken. Im Treppenhaus des neuen Rotationsgebäudes auf dem Campus Poppelsdorf der Universität Bonn sind nun Wandmalereien zu sehen. Studierende der Alanus Hochschule haben dort an einem einzigen Wochenende ihren Blick auf die Teilchenphysik festgehalten. Was ist im großen Maßstab in Blau- und Ockertönen dabei herausgekommen? Die Physikerinnen und Physiker finden es jedenfalls gelungen.
15 Jahre Wiederaufnahme des Lehramtsstudiums in Bonn
Vor fast genau 15 Jahren, am 1. Oktober 2011, begann nach rund einem Jahrzehnt Zwangspause an der Universität Bonn wieder die Ausbildung von Lehrerinnen und Lehrern in neu konzipierten Lehramtsstudiengängen. Das seitdem mit der Koordination des Lehrangebots betraute Bonner Zentrum für Lehrer*innenbildung (BZL) erinnert mit einer Feier am 30. September und einer Tagung für Studierende im Praxissemester am 1. Oktober an dieses kleine Jubiläum.
Wie Bolsonaros Äußerungen den Regenwald zerstörten
Der ehemalige brasilianische Präsident Jair Bolsonaro hat durch Äußerungen gegen den Waldschutz zur Abholzung beigetragen. Das zeigt eine internationale Studie unter der Leitung der Universität Bonn. Demnach beschleunigte sich die Zerstörung des Amazonas-Regenwaldes dann stark, wenn Bolsonaro und seine Minister Anti-Waldschutz-Botschaften auf Twitter veröffentlicht hatten. Brasiliens Umweltbehörden wurden während Bolsonaros Amtszeit stark geschwächt. Unabhängig davon zeigt die Analyse, dass allein schon ein als geringer wahrgenommenes Bestrafungsrisiko ein relevanter Treiber der Abholzung war. Die Forscher schätzen, dass durch die Kraft der Worte bis zu 1.700 Quadratkilometer Wald zerstört wurden – fast die doppelte Fläche Berlins. Die Ergebnisse wurden im „The Journal of Politics“ veröffentlicht.
Netzhaut als Fenster zur Früherkennung von Hirnerkrankungen
Die Netzhaut ist der einzige Teil des zentralen Nervensystems, der sich beim lebenden Menschen nichtinvasiv und hochauflösend untersuchen lässt. Dr. Christina Mayer und ihr Team am Universitätsklinikum Bonn (UKB) und der Universität Bonn wollen diese besondere Eigenschaft nutzen, um entzündliche und gefäßbedingte Erkrankungen des Gehirns früher und präziser zu erkennen und ihre Entstehungsmechanismen besser zu verstehen. Die Corona-Stiftung fördert den Aufbau ihrer Nachwuchsforschungsgruppe mit einer Million Euro. Das Programm eröffnet herausragenden Nachwuchsforschenden damit die Möglichkeit, sich über einen Zeittraum von fünf Jahren für eine Hochschulprofessur zu qualifizieren.  
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