Wenn Erschöpfung den Alltag bestimmt
Extreme Erschöpfung, Konzentrationsprobleme und fehlende Energie: Für Menschen mit chronischer Fatigue können selbst alltägliche Aufgaben wie Einkaufen, Arbeiten oder Treffen mit Freunden zur großen Herausforderung werden. Schätzungen zufolge sind in Deutschland inzwischen rund 650.000 Menschen von ME/CFS oder chronischer Fatigue betroffen. Besonders durch Long COVID ist das Thema stärker in den öffentlichen Fokus gerückt. Das Universitätsklinikum Bonn (UKB) startet deshalb gemeinsam mit der Universität Bonn eine Studie, die untersucht, wie Apps Menschen mit chronischer Fatigue im Alltag helfen können.
Zellgenaue Konzentrationsmessungen im Nervengewebe
Das Element Natrium spielt für die Funktion des Nervensystems eine zentrale Rolle. Ein internationales Forschungsteam unter Leitung des Instituts für Neurobiologie der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) hat nun unter Beteiligung der Universität Bonn und des Universitätsklinikums Bonn die Natriumkonzentration in Astrozyten, speziellen Zellen im Gehirn, genauer untersucht. Die Forschenden entwickelten dazu eine Methode, mit der sie den Natriumgehalt einzelner Zellen im Gewebe direkt sichtbar machen können, wie sie nun in der Fachzeitschrift Nature Communications beschreiben.
Uni Bonn koordiniert neue ELLIS-Einheit NRW
In Nordrhein-Westfalen wird eine neue Einheit des European Laboratory for Learning and Intelligent Systems (ELLIS) angesiedelt, eines der führenden europäischen Netzwerke für Forschung im Bereich der künstlichen Intelligenz. Die neu genehmigte ELLIS-Einheit NRW bringt führende KI-Forscher und leistungsstarke Recheninfrastrukturen aus der gesamten Region zusammen, um KI-Anwendungen für komplexe reale Einsatzszenarien voranzutreiben.
NRW-Akademie: Drei neue Mitglieder von der Uni Bonn
Die Nordrhein-Westfälische Akademie der Wissenschaften und Künste hat bei ihrer Jahresfeier elf neue Mitglieder in ihre Reihen aufgenommen. Darunter sind von der Universität Bonn der Finanzmarktökonom Prof. Hendrik Hakenes, Germanistin Prof. Claudia Wich-Reif und Soziologin Prof. Anna-Katharina Hornidge. Die insgesamt vier Frauen und sieben Männer zeichnen sich in ihren Fachgebieten durch herausragende Forschungsarbeit und künstlerische Exzellenz aus.
EU-Projekt zu Europäischem Haftbefehl gestartet
Die Universität Bonn koordiniert ab Mai 2026 ein auf zwei Jahre angelegtes EU-Projekt mit Partnern aus Amsterdam, Lublin und Paris zum Europäischen Haftbefehl und zu menschenwürdigen Haftbedingungen in einzelnen EU-Staaten. Die Europäische Kommission fördert das Vorhaben mit rund 350.000 Euro, davon gehen 150.000 Euro nach Bonn.
Bonner Delegation gestaltet nächste Phase von NeurotechEU mit
Bei der 11. General Assembly der europäischen Hochschulallianz NeurotechEU am Karolinska Institutet in Stockholm war die Universität Bonn mit einer vierzehnköpfigen Delegation vertreten. Im Mittelpunkt standen die nächste Generation von Talenten, neue Formate für Studium und Lehre sowie die entscheidende letzte Phase der aktuellen Förderperiode.
Mythen-Check beim Abendessen
Wer heute etwas für die eigene Gesundheit tun möchte, informiert sich häufig auf Instagram, TikTok & Co. Doch was ist dran an Posts und Trends der Gesundheits-Influencer? Am 13. Mai lud das Exzellenzcluster ImmunoSensation3 der Universität Bonn zum gemeinsamen Abendessen mit fünf Professor*innen, um dieser Frage nachzugehen. In entspannter Atmosphäre wurden Social Media-Beiträge zu Gesundheit und Immunsystem vorgestellt, von den rund 40 Teilnehmenden diskutiert und gemeinsam mit den Expert*innen eingeordnet. Der Auftakt des neuen Formats fand im Rahmen des Bonner „Mai der Wissenschaft“ im John Barleycorn statt.
Eine smarte Überwachung für Epilepsie-Erkrankte
„PearNet“ entwickelt spezielle Wearables – das heißt am Körper getragene elektronische Geräte –, die Epilepsie-Patientinnen und -Patienten vor Anfällen warnen und diese gleichzeitig beobachten und aufzeichnen. Das Projekt von Forschenden des Universitätsklinikums Bonn (UKB) und der Universität Bonn erhält jetzt eine Förderung von rund 2,7 Millionen Euro für drei Jahre über das Programm GO-Bio next des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR). Damit soll dessen Ausgründung weiter vorbereitet werden, um so das Wearable-Set als Produkt auf den biotechnologischen Markt zu bringen.