Die Menschen schlafen schlecht. Tendenz steigend. Gefühlt reden alle davon, dass sie schlecht schlafen. Gründe gibt es viele und die sind sehr individuell. Eine Sache, die Auswirkungen auf den Schlaf haben kann: nicht abschalten zu können. Das berühmte Gedankenkarussell, das sich dreht. Auch dann, wenn eigentlich Schlafenszeit ist.
Bei der Beschäftigtenbefragung von Healthy Campus Bonn (HCBN), dem Universitären Gesundheitsmanagement, haben viele Kolleg*innen angegeben, dass es ihnen schwerfällt, abzuschalten. Dass sie Regenerationszeiten nicht einhalten. Weil Arbeitszeit und Freizeit „verschmelzen“, gestalten sich das Abschalten und der Übergang in die Ruhephase schwierig. Am Ende fehlt ausreichende Regenerationszeit - die Basis für unser Wohlbefinden und gesundes Arbeiten. Den Studierenden geht es ähnlich. Die Folge: Konzentration, Energie, Stimmung - all das leidet. Man hangelt sich so durch. Und trotzdem behandeln wir Schlaf stiefmütterlich. Statt etwas zu ändern, retten wir uns mit einem „Ich habe einfach schlecht geschlafen“ durch den Tag. In der Hoffnung, dass man den Tag schon irgendwie rumkriegt. Irgendwie muss aber nicht, findet das HCBN-Team und liefert dieses Jahr viele Infos und Angebote zum Thema „Regeneration“.
Zum Tag des Schlafs schenkt HCBN dem Schlaf die Aufmerksamkeit, die er verdient: In der aktuellen Folge des Mitarbeitenden-Podcasts „Lass ma hören!“ dreht sich alles um Schlafgesundheit.
Was man dafür tun kann, wissen Neurologe und Schlafmediziner PD Dr. Michael Sommerauer und Psychologin Julia Schröfel. Beide arbeiten und forschen am Universitätsklinikum Bonn und sind genau die richtigen für ein Gespräch über guten und schlechten Schlaf mit dem Moderations-Team Sebastian Eckert und Tanja Kühn-Söndgen.
Die gute Nachricht: Man kann was tun für eine gute Nacht.
Ob ein kurzes Nickerchen zwischendurch (Powernap) etwas bringt und ob dicke Socken als Einschlafhilfe funktionieren, hören Sie im Podcast! Wir sprechen darüber, was den Menschen schlaflose Nächte bereitet und was im Körper passiert während wir schlafen: „Schlafen ist das wichtigste Regenerationsprogramm für unser Gehirn“, sagt Michael Sommerauer. „Wenn wir schlafen, entspannt unser Körper und das Gehirn legt währenddessen so richtig los. Es sortiert, filtert und macht sozusagen einmal Ordnung für den Tag danach. Schläft man schlecht, bleibt der Müll im Gehirn.“ Julia Schröfel ergänzt: „Schlaf ist keine verschwendete Zeit, sondern ermöglicht uns Tolles am Tag.“
Healthy Campus Bonn vertieft das Thema "Regeneration" in diesem Jahr und sensibilisiert für die Bedeutung von Erholung am Tag (Pause) und in der Nacht (Schlaf).