02. Oktober 2026

Uni Bonn stärkt Forschungspartnerschaften mit Ghana Uni Bonn stärkt Forschungspartnerschaften mit Ghana

Beitritt zur Ghana-NRW University Alliance eröffnet Wissenschaftler*innen neue Kooperationsmöglichkeiten

Seit Mitte 2026 ist die Universität Bonn Teil der Ghana-NRW University Alliance. In dem Verbund bündeln sieben Hochschulen aus Nordrhein-Westfalen ihre Expertise, um den wissenschaftlichen Austausch mit Einrichtungen in Ghana weiter auszubauen. Bonner Forschende profitieren von zusätzlichen Kontakten, besserer Sichtbarkeit und einem strukturierten Zugang zu Partnern sowie Förderprogrammen. So können gemeinsame Projekte schneller angebahnt und langfristig verlässlich gestaltet werden. Auch in Studium und Lehre eröffnet die Allianz neue Perspektiven. Durch eine gezielte Vernetzung werden Studierende optimal auf ihren Auslandsaufenthalt vorbereitet, zudem wird in den Aufbau gemeinsamer Lehrkooperationen investiert.

Seit Mitte 2026 ist die Universität Bonn Teil der Ghana-NRW University Alliance:
Seit Mitte 2026 ist die Universität Bonn Teil der Ghana-NRW University Alliance: - Die Ghana-NRW University Alliance stärkt den wissenschaftlichen Austausch zwischen Hochschulen in Nordrhein-Westfalen und Partnerinstitutionen in Ghana. Seit Mitte 2026 ist auch die Universität Bonn Teil des Verbunds, der Forschung, Lehre und studentische Mobilität enger miteinander vernetzt. © Volker Lannert/Universität Bonn
Alle Bilder in Originalgröße herunterladen Der Abdruck im Zusammenhang mit der Nachricht ist kostenlos, dabei ist der angegebene Bildautor zu nennen.
Bitte füllen Sie dieses Feld mit dem im Platzhalter angegebenen Beispielformat aus.
Die Telefonnummer wird gemäß der DSGVO verarbeitet.

Ghana zählt seit vielen Jahren zu den strategischen Schwerpunktländern der Universität Bonn. Zahlreiche Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler arbeiten bereits mit Partnern vor Ort zusammen, viele Beziehungen sind über Jahre gewachsen. Mit dem Beitritt zur Allianz führt die Universität diese Zusammenarbeit nun in ein Konsortium mit weiteren Hochschulen aus Nordrhein-Westfalen über. So entstehen neue Möglichkeiten, bestehende Projekte weiterzuentwickeln, neue Partner zu gewinnen und größere Verbundvorhaben vorzubereiten.

„Internationale Forschung braucht mehr als fachliche Überschneidungen. Sie braucht Vertrauen, verlässliche Strukturen und Menschen, die Verbindungen herstellen“, erklärt Prof. Dr. Birgit Ulrike Münch, Prorektorin für Internationales der Universität Bonn. „Die Ghana-NRW University Alliance setzt genau dort an: Sie verbindet die langjährigen Ghana-Beziehungen unserer Universität mit einem Hochschulnetzwerk in Nordrhein-Westfalen und schafft damit für unsere Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler noch bessere Voraussetzungen für gemeinsame Forschung, Lehre und Förderung.“

Wer bereits mit Hochschulen oder Forschungseinrichtungen in Ghana kooperiert, kann bestehende Kontakte vertiefen und neue Vorhaben leichter in ein größeres Netzwerk einbinden. Wer eine Zusammenarbeit erst aufbauen möchte, findet über die Allianz schneller Orientierung, Ansprechpartnerinnen sowie Ansprechpartner und profitiert von Einblicken in die Erfahrungen anderer Mitgliedsuniversitäten. Gerade für größere Verbundprojekte kann dieser gemeinsame Rahmen entscheidend sein.

Regionalbüro erleichtert Zusammenarbeit

Eine zentrale Rolle spielt das Regionalbüro der Allianz in Accra. Es ist Anlaufstelle für Forschende, Studierende und Hochschulen aus Ghana als auch Nordrhein-Westfalen und bringt Menschen zusammen, die an ähnlichen Fragen arbeiten oder gemeinsame Projekte entwickeln wollen. Das Büro vermittelt Kontakte, begleitet bestehende Partnerschaften und unterstützt den Aufbau neuer Kooperationen. Auch Mobilität, gemeinsame Lehrformate und Forschungsvorhaben lassen sich über diese Anlaufstelle gezielter vorbereiten und umsetzen. Für Studierende schafft das Büro zusätzliche Unterstützung: Deutsche und ghanaische Studierende, die an einem Austausch teilnehmen, vernetzt es miteinander und erleichtert ihnen so die Vorbereitung auf den Auslandsaufenthalt. Bei Herausforderungen oder Fragen während des Auslandsaufenthalts ist es Anlaufstelle für Bonner Studierende und soll – durch einen regelmäßigen Austausch mit den Visavergabestellen – zusätzlich zu Verbesserungen bei Visaantragsprozessen beitragen.

Seit Juli 2026 leitet Justice Kofi Bimpeh das Regionalbüro, das als Schnittstelle zwischen fachlichem Interesse, institutioneller Abstimmung und praktischer Umsetzung fungiert. „In vielen internationalen Kooperationen entscheidet der frühe Zugang über den Verlauf eines Projekts: Wer sind die passenden Partner? Welche Strukturen gibt es vor Ort? Welche Förderformate kommen infrage?“, erklärt Prorektorin Münch. „Das Regionalbüro in Accra hilft unseren Forschenden, solche Fragen früh zu klären.“ Zugleich stärkt die Allianz die internationale Sichtbarkeit der Universität Bonn: Ihre Ghana-Aktivitäten werden Teil eines größeren Hochschulverbunds, der Kompetenzen zusammenführt und gegenüber Partnern sowie Förderorganisationen geschlossen auftritt.

Langjährige Partnerschaften als solides Fundament

Die Universität Bonn bringt in die Allianz ein breites Fundament gewachsener Beziehungen ein. Seit vielen Jahren arbeitet sie mit führenden Hochschulen in Ghana zusammen, darunter die University of Ghana, die Kwame Nkrumah University of Science and Technology und die University of Cape Coast. An letzterer engagiert sich Professor Benjamin Kofi Nyarko zudem als Bonn University Ambassador und stärkt auch dadurch den wissenschaftlichen Austausch.

Die bereits etablierten Partnerschaften reichen dabei weit über einzelne Projekte hinaus. Forschende beider Länder untersuchen gemeinsam Fragen der Globalen Gesundheit und Pandemieprävention, der nachhaltigen Entwicklung, des Klima- und Umweltschutzes, der Ernährungssicherheit und der Biodiversität. Hinzu kommen Kooperationen in den Natur-, Sozial- und Geisteswissenschaften. Auch für den wissenschaftlichen Nachwuchs schaffen die Verbindungen wichtige Zugänge: Promotionskooperationen, Summer Schools, Austauschprogramme sowie Stipendien- und Fellowshipformate ermöglichen frühe internationale Forschungserfahrungen.

Der Ghana-NRW University Alliance gehören die Universität Bonn, die Universität zu Köln als koordinierende Einrichtung, die Ruhr-Universität Bochum, die Technische Universität Dortmund, die Universität Duisburg-Essen, die Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf und die Universität Siegen an.

Kontakt Universität Bonn
Mira Christ-Zöller
zoeller@verwaltung.uni-bonn.de

Kontakt Ghana-NRW University Alliance
Justice Kofi Bimpeh
Ghana-NRW University Alliance
Accra, Ghana
E-Mail: jbimpeh@uni-koeln.de

Website: https://uni.koeln/CZ6XM

Antrittsbesuch an der Universität Bonn:
Antrittsbesuch an der Universität Bonn: - Georg Verweyen, Coordinator der Ghana-NRW University Alliance an der Universität zu Köln, Justice Kofi Bimpeh, Head of the Ghana-NRW University Alliance Office in Accra, und Tina Odenthal, stellvertretende Dezernentin des Dezernats Internationales der Universität Bonn (von links), tauschten sich über die weitere Zusammenarbeit aus. © Christian Klöckner/Universität Bonn
Wird geladen