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Neuigkeiten
Was Seeigel- und Lachsspermien zum Schwimmen bringt
Eine aktuelle Studie des Max-Planck-Instituts für Multidisziplinäre Naturwissenschaften und der Universität Bonn zeigt, dass der pH-Wert eine entscheidende Rolle für die Beweglichkeit von Spermien bei Seeigeln und Lachsen spielt. Der Anstieg des pH-Werts aktiviert das Enzym Adenylylzyklase (sAC), das den Botenstoff cAMP produziert und somit die Spermienbewegung reguliert. Dieser Mechanismus könnte in vielen marinen wirbellosen Organismen und Fischen verbreitet sein. Ihre Ergebnisse sind nun in dem renommierten Journal Proceedings of the National Academy of Sciences erschienen.
Neues zur Infektion mit dem Epstein-Barr-Virus
Das Epstein-Barr-Virus (EBV) kann bestimmte Krebsarten oder Autoimmunerkrankungen auslösen, aber wie der Körper diese häufige Virusinfektion unter Kontrolle hält, ist weitestgehend unbekannt. Forschende des Universitätsklinikums Bonn (UKB) und der Universität Bonn haben jetzt genetische und nicht-genetische Faktoren identifiziert, die dem Körper helfen EBV zu bekämpfen. Hierfür werteten sie Genomsequenz-Daten, die eigentlich zur Charakterisierung des menschlichen Erbguts gedacht sind, auf eine neue Art aus. Mit der neuen Technik konnten sie die Menge an EBV im Blut abschätzen und in großen Gesundheitsdatensätzen Zusammenhänge finden – zum Beispiel eine erhöhte Viruslast in Personen mit HIV-Infektionen, aber auch Rauchern. Auch gab es Hinweise auf neue Gene, die Schlüsselrollen in der EBV-Immunität haben. Ihre Ergebnisse sind jetzt im renommierten Fachjournal "Nature" veröffentlicht.
Stellare Überreste lösen das Rätsel der fehlenden Masse in Galaxienhaufen
Unter Federführung der Universität Bonn hat ein Forschungsteam um Prof. Dr. Pavel Kroupa vom Helmholtz-Institut für Strahlen- und Kernphysik herausgefunden, dass Galaxienhaufen etwa doppelt so schwer sind wie bisher angenommen. Die zusätzliche Masse stammt überwiegend von Neutronensternen und stellaren schwarzen Löchern und erklärt zugleich die beobachteten Mengen schwerer Elemente.
Der Netzwerker Heinrich von Kleist
Welche sozialen, politischen und ästhetischen Einflüsse hatten die Netzwerke des deutschen Schriftstellers Heinrich von Kleist? Dieser Frage geht nun ein internationales Forschungsprojekt mit Beteiligung der Universitäten Bonn und St. Andrews nach.
Zertifikat für mehr Nachhaltigkeit im Labor
Laborbasierte Forschung ist unverzichtbar für wissenschaftlichen Fortschritt, zugleich gehört sie zu den ressourcenintensivsten Bereichen der Wissenschaft. Um die negativen Umweltauswirkungen von Forschungslaboren systematisch zu reduzieren, haben die Universität Bonn und das Universitätsklinikum Bonn (UKB) vergangenes Jahr das international anerkannte LEAF-Programm (Laboratory Efficiency Assessment Framework) eingeführt. Fünf Pilotlabore haben nun erfolgreich ein Assessment durchlaufen und Bronze-Zertifikate erhalten.
Spektakuläre Entdeckung auf dem Sinai
Der Fund ist spektakulär: Eine mit rund 5.000 Jahren ungewöhnlich alte Inschrift im Südwesten der Sinai-Halbinsel zeigt furchteinflößend, wie die Ägypter den Sinai kolonisierten und die Bewohner unterwarfen. Die auf einem gut sichtbaren Felsen prominent festgehaltene Szene veranschaulicht die Dominanz der Ägypter in Gestalt eines großen Mannes mit erhobenen Armen und einen davor knienden Sinaiten mit einem Pfeil in der Brust. Mustafa Nour El-Din vom Inspektorat Assuan des Ägyptischen Antikenministeriums entdeckte die ungewöhnliche Inschrift im Wadi Khamila. Der Ägyptologe Prof. Dr. Ludwig Morenz von der Universität Bonn deutete die Szene: Sie verkündet den kolonialen Anspruch der Ägypter vor 5.000 Jahren.

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