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Philosophie

Philosophie

Seit ihren Anfängen bei den Griechen erörtert die europäische Philosophie Fragen nach den Grundlagen unserer Wirklichkeit, der Welt, des Lebens und Handelns sowie des Erkennens. Man kann daher die Philosophie als Fundamental-wissenschaft bezeichnen. Im Laufe der Geschichte haben sich aus der Philosophie viele Wissenschaften ausgegliedert; das erklärt, warum sich philosophische Problemstellungen und kritische Reflexionen auch in den einzelnen Wissenschaften finden. So ist es wohl unmöglich, dem Fach ein Aufgabengebiet zuzuordnen, das ihm im Unterschied zu allen anderen Wissenschaften allein zukäme.

Wenn es in der Philosophie auch keinen festen Kanon an Fragen, geschweige denn an Antworten gibt, so kann man doch nach Kant folgende Fragen als grundsätzlich bezeichnen:

1. Was kann ich wissen? | 2. Was soll ich tun? | 3. Was darf ich hoffen? | 4. Was ist der Mensch?

Aus diesen Fragen haben sich im Laufe der Zeit verschiedene Disziplinen entwickelt. So kann man der ersten Frage die Metaphysik, die Ontologie, die Erkenntnistheorie, die Logik und die Sprach- und Naturphilosophie zuordnen. Die Ethik, die Rechts- und Staatsphilosophie sowie die Gesellschaftsphilosophie entwickelten sich aus der zweiten Frage und die Geschichts- und Religionsphilosophie aus der dritten. Die philosophische Anthropologie lässt sich auf die vierte Frage zurückführen.

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Ebenso wie die Antworten auf die verschiedenen Fragestellungen unterschiedlich gewesen sind, so sind auch die verschiedenen Disziplinen der Philosophie in der Geschichte unterschiedlich definiert und gewichtet worden. Die Geschichte der Philosophie ist die Geschichte des menschlichen Denkens, das sich philosophische Fragen stellt und an ihren Lösungen immer wieder arbeitet.

Das Institut für Philosophie der Universität Bonn zählt nach Größe und Bedeutung zu den führenden Standorten der Philosophie in Deutschland. Nach einer vor allem durch die Philosophie Kants geprägten Periode präsentiert die Bonner Philosophie heute in ausgewogener Form die gesamte Breite philosophischer Forschung und Lehre: In der Philosophiegeschichte von der Philosophie der Antike und des Mittelalters, der Neuzeit und des deutschen Idealismus bis zur neuesten Gegenwartsphilosophie, in spezifischen systematischen Feldern von der Religionsphilosophie, der Ästhetik und der Philosophie des Geistes bis zur modernen Wissenschafts- und Naturphilosophie und der modernen Logik. Nicht zuletzt sind auch hochaktuelle Anwendungsgebiete der Philosophie wie die Bioethik in Bonn vertreten. Breite und Vielfalt des philosophischen Lehrangebotes prägen auch die Struktur der verschiedenen Studiengänge, die darüber hinaus durch die Vermittlung von Schlüsselqualifikationen (Problemlösekompetenz, Übung im wissenschaftlichen Schreiben, Medienkompetenz, Auslandserfahrung, Berufspraktikum) die Berufschancen der Absolventen auf dem Arbeitsmarkt verbessern sollen.

Zur Qualität der Studiengänge trägt maßgeblich auch ihre Vernetzung mit Studienangeboten aus den verschiedenen Fakultäten unserer Universität bei. Die Philosophie hat schon früher eine Brückenfunktion zwischen den Fächern der Universität erfüllt und es ist beabsichtigt, diese Funktion im Rahmen der gestuften Studiengänge weiter auszubauen. Deswegen werden Studieninhalte von Fächern verschiedener Fakultäten in den Bachelor- (Modul Wissenschaftliche Grundlagen) sowie in den Masterstudiengang integriert. Umgekehrt bietet das Fach verschiedene BA- und MA-Module für andere Studiengänge der Philosophischen Fakultät an (z. B. das Modul Kulturphilosophie) sowie ein Programm für Philosophie als Begleitfach zu anderen Fächern und zwei Module im Optionalbereich für Studierende anderer Fächer.

 

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