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Unsere Institute

Bonn ist einer von Europas führenden Standorten für mathematische Forschung. Das einzige deutsche Excellenzcluster für Mathematik, das Hausdorff Center for Mathematics, befindet sich in Bonn.

 

Geschichte

Bonn hat eine lange wissenschaftliche Tradition in Mathematik, die bis ins neunzehnte Jahrhundert zurückreicht. Die frühe Geschichte der in Bonn wirkenden Mathematiker beginnt 1866-68, als drei bedeutende Mathematiker ihrer Zeit in Bonn zusammenarbeiteten: Julius Plücker (Geometer und Physiker), Rudolf Lipschitz (berühmt nicht nur für sein Stetigkeitskriterium) und der siebzehnjährige Felix Klein (später ein Pionier in Geometrie und Funktionentheorie). Plücker starb 1868 und Klein begann seine Karriere 1872 als Professor in Erlangen, danach in München, Leipzig und schließlich Göttingen, während Lipschitz seine Arbeit in Bonn fortsetzte.

In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts arbeiteten Otto Toeplitz (über Funktionalanalysis und die Geschichte der Mathematik) sowie Felix Hausdorff (einer der Begründer der modernen Topologie) in Bonn. Beide waren herausragende und international hochgeschätzte Mathematiker und beide waren jüdisch. Während des Nationalsozialismus wurden Sie gezwungen, sich aus dem öffentlichen Leben zurückzuziehen. Hausdorff, seine Frau und deren Schwester begangen 1942 Selbstmord, kurz vor der drohenden Deportation ins Konzentrationslager.

Nach dem Krieg expandierte Bonn zu Deutschlands größtem Zentrum für Mathematik. Friedrich Hirzebruch (Topologe und algebraischer Geometer), der 1980 auch Deutschlands erstes Max-Planck-Institut für Mathematik in Bonn gründete, spielte eine wichtige Rolle in dieser Entwicklung. 2006 zeichnete die sogenannte Excellenzinitiative Bonn mit Deutschlands einzigem Excellenzcluster in Mathematik, dem nach Felix Hausdorff benannten Hausdorff Center for Mathematics (HCM), aus. HCM vereint mehr als 50 Professoren der Mathematik und der Ökonomie der Universität Bonn sowie des Max-Planck-Instituts, unter denen sich zahlreiche Träger von Leibniz-Preisen, Max-Planck-Forschungspreisen und der einzige deutsche Fieldsmedaillenpreisträger Gerd Faltings (algebraischer Geometer) befinden.

 

Profil

Die mathematische Forschung in Bonn zeichnet sich durch ihr besonders breites Forschungsspektrum aus. Alle wichtigen Teilgebiete der Mathematik werden hier vertreten: von den klassischen Kerngebieten in reiner und angewandter Mathematik bis zu mathematischer Modellierung, Numerische Simulation und der Verwendung von Mathematik in technologischen Anwendungen. In nationalen und internationalen Rankings nimmt Bonn einen führenden Stellenwert innerhalb Deutschlands sowohl in der Forschung als auch in der Lehre ein.

Die Bonner Mathematik besteht aus vier mathematischen Instituten für reine, angewandte, numerische und diskrete Mathematik. Insgesamt arbeiten hier 45 Professoren. Das Max-Planck-Institut für Mathematik hat enge Verbindungen zur Universität Bonn und arbeitet aktiv mit den Instituten zusammen. Die Forschungsaktivitäten sind vereint im Hausdorff Center for Mathematics (HCM). Zum HCM gehören außerdem die Bonn International Graduate School (BIGS, Graduiertenschule für etwa 130 Doktoranden) und das Hausdorff Research Institute for Mathematics (HIM), welches Trimesterprogramme für Gastwissenschaftler aus der ganzen Welt organisiert.

Die Forschungsschwerpunkte der vier mathematischen Institute gliedern sich in sechs mathematische Bereiche:

A: Algebra, Zahlentheorie und Logik
B: Analysis und Partielle Differentialgleichungen
C: Diskrete Mathematik
D: Geometrie und Topologie
E: Numerische Mathematik und Wissenschaftliches Rechnen
F: Wahrscheinlichkeitstheorie und Stochastische Analysis

 

Mehr Informationen dazu findet man auf  www.mathematics.uni-bonn.de und auf den Seiten der Institute:

 

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