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Was sagen unsere Studierenden?

Die Zitate beziehen sich auf das Studienfach im Kernfach-Begleitfach-Modell. Ab dem Wintersemester 2018/19 wird das Studienfach "Deutsch als Zweit- und Fremdsprache" im Zwei-Fach-Modell angeboten.

Frederik Graf (4. Fachsemester)

„Das Fach Deutsch als Zweit- und Fremdsprache (DaZ/DaF) kann an der Universität Bonn als Begleitfach studiert werden. Es eignet sich gut als Begleitfach für Studierende einer Neuphilologie, die bereits selbst Erfahrungen mit dem Erlernen einer oder mehrerer Fremdsprachen gemacht haben.

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Strukturell ist das Fach in sechs Module untergliedert: Deutsch als Zweit- und Fremdsprache lehren und lernen (M1), Literatur, Kultur- und Landeskunde (M2), Didaktik des Unterrichts Deutsch als Zweit- und Fremdsprache I (M3), Linguistik für Deutsch als Fremdsprache (M4), Unterrichtspraktikum (M5) sowie Didaktik des Unterrichts Deutsch als Zweit- und Fremdsprache II (M6). Einige dieser Module können parallel belegt werden, so dass es theoretisch möglich ist, das Begleitfach DaZ/DaF in 4 Semestern abzuschließen.

In Modul 1 geht es darum, die Basis für eine erfolgreiche Karriere als DaZ/DaF-Lehrer zu schaffen, indem man sich beispielsweise mit den zugrundeliegenden Theorien des Fremdspracherwerbs beschäftigt oder lernt, worin der Unterschied zwischen gesteuertem Lernen und ungesteuertem Erwerben liegt. Im ersten Modul bekommt man zudem einen guten Überblick über mögliche Arbeitsfelder und Mittlerorganisationen der deutschen Sprache im In- und Ausland. Das ist besonders hilfreich für die Studenten, die sich sicher sind, einmal in diesem Berufsfeld arbeiten zu wollen.

 Modul 2 beschäftigt sich mit der Vermittlung des „richtigen“ Umgangs mit Literatur (und Film) und Landeskunde im DaZ/DaF-Unterricht. Bereits im zweiten Semester beginnt man als Student damit, sich mit der eigentlichen Unterrichtsplanung auseinanderzusetzen, und muss sich überlegen, wie ein gelungener Unterrichtsentwurf zum Thema Literatur oder Landeskunde aussehen könnte. Wem das erste Modul noch zu theorielastig war und wer lieber praxisnäher arbeitet, findet in diesem Modul seine Bestimmung. Interkulturelle Kompetenz und Verständnis werden hier ebenso vermittelt wie Konzepte erfolgreicher Unterrichtsgestaltung.

 Das dritte Modul, welches als Kernthema die Didaktik des Unterrichts Deutsch als Zweit- und Fremdsprache hat, hat mir bisher am meisten zugesagt. Nicht zuletzt auch, weil der verantwortliche Dozent Verbindungen zu einer griechischen Hochschule hat und es uns daher möglich war, ein E-Mail-Projekt mit griechischen Studierenden durchzuführen. Neben nützlichen Dingen wie Übungstypologien und Fehleranalyse konnten wir somit auch extrem praxisnah arbeiten. Das E-Mail-Projekt gab uns die Möglichkeit, das erworbene Wissen über mögliche Fehlerursachen und eventuelle Lösungsansätze (z.B. Positivkorrektur) anzuwenden und dadurch wesentlich prägnanter und „griffiger“ zu machen.

Modul 4 führt den Studierenden in die deutsche Grammatik und ihre Tücken ein. In einer Vorlesung bekommt man das nötige Grundwissen vermittelt, welches während des wöchentlichen Seminars durch Übungen und Diskussionen gefestigt wird. Solide Grundkenntnisse von Syntax und Morphologie sind hier sicher hilfreich, keinesfalls aber Voraussetzung. Auch Studierende, denen die Linguistik eher ein Dorn im Auge ist und die sich vielmehr der Literaturwissenschaft verschrieben haben, werden einiges aus diesem Modul mitnehmen. Hat man dieses Modul erst einmal „gemeistert“, fühlt man sich in der Vermittlung der deutschen Sprache gleich um einiges sicherer und kompetenter.

Die letzten beiden Module, zum einen das externe Unterrichtspraktikum und zum anderen das Didaktik II-Modul, habe ich selbst noch nicht belegt, habe jedoch fast ausschließlich positive Äußerungen mitbekommen. Vor allem das Praktikum wird von den meisten als hilfreich angesehen und ist das Modul, von dem man am meisten profitiert.

In den ersten zwei Jahren (Module 1-4) hat man typischerweise vier Stunden Unterricht pro Woche. Das Praktikum bildet danach natürlich eine Ausnahme, was auch bei Modul 6 bisher der Fall war, das als Blockseminar angeboten wird.

Deutsch als Zweit- und Fremdsprache an der Universität Bonn zu studieren hat sicherlich mehr Vor- als Nachteile. Ich selbst schätze am meisten die Tatsache, dass das Studium praxisnah und abwechslungsreich ist. Zudem kommen die Dozenten oft mit Praktikums- oder Jobangeboten auf die Studierenden zu, auch ich bin so zu meinem Job als studentische Hilfskraft gekommen. Eine weitere Besonderheit ist die räumliche und technische Ausstattung des Sprachlernzentrums, welche multimedialen Unterricht ermöglicht und es den Studierenden somit erlaubt, Werkzeuge an die Hand zu bekommen, die dem 21. Jahrhundert angemessen sind. Natürlich hat auch das Begleitfach DaZ/DaF seine Schwächen: In Kursen mit etwa 35 Teilnehmern ist es den Dozenten nicht immer möglich, sich individuell um jeden Studierenden zu kümmern, was besonders dann ins Gewicht fällt, wenn es darum geht, einen Unterrichtsentwurf zu erstellen und ihn dann vorzustellen. Auch bleiben viele Themen auf Grund des Zeitmangels, den ein Begleitfach mit lediglich 4 Semesterwochenstunden mit sich bringt, auf der Strecke. So fragt man sich vielleicht am Ende der Stunde noch immer, nach welchen Kriterien eine Binnendifferenzierung in Kursen durchgeführt werden kann oder wie viele verschiedene Typen von Faktoren Einfluss auf den Zweitspracherwerb nehmen.

Aber keine Sorge, diese Fragen klären sich im Laufe der sechs Semester und am Ende sollte jeder eine metaphorische Methodenbox in der Hand halten, mit deren Hilfe er Unterricht planen und Probleme lösen kann. Das Studium macht mir nach wie vor Spaß und für mich besteht kein Zweifel, dass mir das Begleitfach Deutsch als Zweit- und Fremdsprache einen guten Überblick über wichtige Fragen und Themen bietet, die für mein späteres Berufsleben von Interesse sein könnten.“

 

Robin Ide (6. Fachsemester)

„Deutsch als Zweit- und Fremdsprache (DaZ/DaF), das in Bonn als gemeinsamer Studiengang des Instituts für Germanistik, Vergleichende Literatur- und Kulturwissenschaft und der Abteilung für Interkulturelle Kommunikation und Mehrsprachigkeitsforschung des Instituts für Sprach-, Medien- und Musikwissenschaft durchgeführt wird, ist ein sehr vielseitiges Fach. Die gute Mischung aus theoretischen Grundlagen und einer praxisnahen Ausbildung bereitet den Studenten sehr umfassend auf einen Einsatz in der Fremdsprachenvermittlung vor, führt ihn aber auch in die Forschungswelt von Deutsch als Zweit- und Fremdsprache ein.

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Der Standort Bonn als Studienplatz für Deutsch als Zweit- und Fremdsprache hat einige Vorteile. Auf der einen Seite hat die Universität Bonn ein sehr hohes Niveau, auf der anderen Seite ist Bonn mit seinen vielen namhaften Organisationen (wie z.B. der DAAD, die Deutsche Welle) sehr attraktiv für Studenten, die international tätig werden wollen. Ein weiterer Vorteil ist das Goethe-Institut Bonn, welches im selben Institutsgebäude der Universität eine Etage bezogen hat. Schon der nahe räumliche Kontakt bringt eine enge Zusammenarbeit mit sich und in Zusammenhang mit dem Unterrichtspraktikum in Modul 5, das wie die überwiegende Anzahl der Module von der Abteilung für Interkulturelle Kommunikation und Mehrsprachigkeitsforschung betreut wird, ist die Abteilung eine Kooperation mit dem Goethe-Institut eingegangen. Uns Studenten ist es dadurch ermöglicht worden, eine Fortbildung mit dem Goethe-Institut zu durchlaufen, in der wir uns sehr intensiv mit der Unterrichtsvorbereitung und Planung und der Schulung der einzelnen Fertigkeiten beschäftigt haben.

Im Anschluss an diese Fortbildung wurde uns die in der Form wahrscheinlich einzigartige Möglichkeit gegeben, in einem Jugendkurs des Goethe-Instituts als Dozent tätig zu werden. Als Vorbereitung auf den Jugendkurs wird ein zweiwöchiges Praktikum beim Goethe-Institut absolviert, in dem man schon erste Stunden unterrichtet und sehr gut betreut wird. In diesem Praktikum haben wir uns sehr intensiv mit der Vorbereitung einer Unterrichtseinheit und der Erstellung von Unterrichtsmaterialien beschäftigt. Der Jugendkurs findet auch in Bonn statt und lässt sich durch die Kooperation mit der Universität und die Möglichkeit, diesen Kurs in der vorlesungsfreien Zeit durchzuführen, sehr gut mit dem Studium vereinbaren. Der Kurs hat eine Dauer von dreieinhalb Wochen und wird natürlich auch vom Goethe-Institut vergütet. Dabei unterrichten die Lehrkräfte täglich drei Zeitstunden und zusätzlich an zwei Tagen jeweils anderthalb Zeitstunden Projektunterricht. Ich habe in dieser Zeit einige unbezahlbare und sehr wertvolle praktische Erfahrungen sammeln können. Die Jugendkurse des Goethe-Instituts haben durch die Heterogenität der Herkunftsländer der Teilnehmer eine ganz besondere Atmosphäre. Ich war für drei Wochen der Lehrer einer Klasse von 14 bis 17-jährigen Teenagern und konnte sehr viel über den Aufbau eines Kurses, den Einstieg und das intensive Arbeiten mit einem Lehrbuch und natürlich über das Unterrichten vor einer größeren Klasse lernen.

Noch viel entscheidender ist, dass ich noch während meines Studiums einen ersten sehr wichtigen Schritt in Richtung Arbeitswelt machen konnte. Nicht zuletzt durch diese hervorragenden Angebote der Abteilung für Interkulturelle Kommunikation und Mehrsprachigkeitsforschung und des Goethe-Instituts habe ich aus dem Nebenfach Deutsch als Zweit- und Fremdsprache für mich ein Hauptfach gemacht.“

 

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