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digitaler Dies academicus 02.12.2020

 
 

Fakultätsfrei

 

11.15 Uhr, Zoom-Vortrag

Dr. Timo Falkenberg (ZEF Abteilung Management Natürlicher Ressourcen)

One Health Beyond zoonosis (One Health: Mehr als Zoonosen)

Der One Health Ansatz hat durch die epidemischen Krankheitsausbrüche der letzten Jahre, Ebola, Zikka und zuletzt Sars-CoV-2 an internationaler Aufmerksamkeit gewonnen. Jedoch sind the zoonotische Krankheiten nicht die einzigen Gesundheitsprobleme die durch den ganzheitlichen One Health Ansatz angegangen werden können. Dr. Timo Falkenberg vom Zentrum für Entwicklungsforschung (ZEF) wird das Konzept des NRW Forschungskolleg "One Health and Urban Transformation" vorstellen und auf den breiten Anwendungsbereich von One Health eingehen.

Zugang zum Zoom-Webinar

https://uni-bonn.zoom.us/j/99168203412?pwd=STNnZVRTKy8zSlVwT21JVWNPd0FSUT09

Passcode: 955684
Webinar ID: 991 6820 3412
Passcode: 955684

 

Welcome Event 2020

im Rahmen des Dies Academicus veranstalten das Bonner Graduiertenzentrum (BGZ) und das International Office das Welcome Event 2020 für neue und interessierte Promotionsstudierende. Das Ganze ist ein virtuelles Austauschevent, bei dem sich auch mehrere Serviceeinrichtungen der Uni Bonn vorstellen werden.

Mehr Informationen und Anmeldemöglichkeiten finden Sie hier:

https://www.uni-bonn.de/research/argelander-program/events-and-opportunities

 

Karriertag des Career Centers

Flyer Karrieretag

Karrieretag des Career Centers der Universität Bonn 2020
10:00 -16:00 Uhr, online
 
Am Mittwoch, den 2. Dezember 2020, lädt das Career Center im Rahmen des Dies academicus zu seinem Karrieretag ein: Studierende, Absolventinnen und Absolventen der Universität Bonn sowie alle Interessierten können sich in Online-Vorträgen und an Online-Informationsständen zu den Themen Berufsorientierung und Berufseinstieg informieren.
 
Die Vorträge werden live über Zoom gehalten.
 
10:15 – 11:00 Uhr
Krischan Ostenrath (Wissenschaftsladen Bonn e.V.)
Einstieg in den Arbeitsmarkt ohne Berufserfahrung – Möglichkeiten und Wege
 
11:15 – 12:00 Uhr
Angela Schütte (Karriereberaterin in Kooperation mit Berufsstart)
Fit ins Vorstellungsgespräch
 
12:15 – 13:00 Uhr
Katrin Busch-Holfelder (Keynote-Speakerin, Autorin und Business Coach)
Elevator Pitch: Wie präsentiere ich mich im beruflichen Kontext in 30 Sekunden?
 
13:15 – 14:00 Uhr
Anne Weller (Stimm- und Präsentationstrainerin)
Starke Stimme. Stark in Studium und Beruf
 
14:15 – 15:00 Uhr
Petra Friedrich (Universität Bonn, Dezernat Internationales)
Wege ins Auslandspraktikum – Berufliche Praxis während des Studiums
 
15:15 – 16:00 Uhr
Kathrin Böhnke (BonnProfits Start Up Services)
Von der Uni in die Selbstständigkeit – Das kleine 1 x 1 der Freiberuflichkeit
 
Beratung
Folgende Institutionen sind von 10:00 - 16:00 Uhr mit Informations- und Beratungsständen
digital vertreten:
 
-  Career Center der Universität Bonn zu den Themen Berufsorientierung, Berufseinstieg und Karriereplanung (über Zoom)
-  Studierendenwerk Bonn zum Thema Jobben im Studium (über GoToMeeting)
-  Dezernat Internationales der Universität Bonn zu den Themen Praktikum im Ausland und Berufseinstieg für internationale Studierende (über Zoom)
 
Zusätzlich vertreten ist die
-  Zentrale Auslands- und Fachvermittlung der Bundesagentur für Arbeit (ZAV) zum Thema berufliche Perspektiven im Ausland
Wenn Sie am 02.12.2020 an einer Beratung interessiert sind, kontaktieren Sie bitte Claudia Süß ([Email protection active, please enable JavaScript.]) bis zum 29.11.2020.
 
Die Teilnahme an allen Programmpunkten des Karrieretags des Career Centers ist kostenfrei.
 
Anmeldung:
Bitte melden Sie sich für das Online-Vortragsprogramm und die Online-Beratung an den Infoständen an. 
Eine Anmeldung ist vom 18.11. bis 29.11.2020 möglich. Das Anmeldeformular finden Sie unter www.careercenter.uni-bonn.de.
Der entsprechende Zoom-Link zu den Online-Vorträgen und den Online-Beratungsständen wird Ihnen nach der Anmeldung zugeschickt.
 


Career Center


 DIES & DAS Nachwuchsforum

Das gesamte Programm finden Sie auf der Seite:

Dies&Das Nachwuchsforum

  

Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät

10.15 Uhr, Zoom-Vortrag

Prof. Dr. Christian Hillgruber (Kirchenrecht)

Die Notstandsverfassung von 1968 – die Geschichte einer umkämpften Verfassungsänderung

Um die 1968 in das Grundgesetz eingefügte und damals heftig umkämpfte Notstandsverfassung ist es still geworden. Bisher glücklicherweise niemals zum Einsatz gekommen, ist das rechtswissenschaftliche Interesse an ihr praktisch erloschen. Der Beitrag zeichnet die bewegte Geschichte dieser Verfassungsänderung nach und zieht daraus Lehren für die verfassungsmäßige Ordnung der Bundesrepublik Deutschland.

Zugang per Zoom:

https://uni-bonn.zoom.us/j/94460388285?pwd=NkpWazhKL1ZpNzFYaE81blhSZEQ3QT09

Meeting-ID: 944 6038 8285, Kenncode: 143148

 

15.15 Uhr, Zoom-Vortrag

Lena Bleckmann

Arbeitsrecht in Zeiten der Pandemie

Gerade in Zeiten der Pandemie gibt es Herausforderungen für das gesamte Arbeitsrecht. Bewährte Instrumente wurden genutzt und neue wurden kurzfristig geschaffen, um Arbeitnehmer und Beschäftigte sozial abgesichert durch die Krise zu führen. Der Vortrag will anhand ausgewählter Fragen deutlich machen, was hier bislang erreicht wurde, wo aber noch offene Fragen bleiben. Rechtsberatung wird nicht erteilt.

Zugang per Zoom:

https://uni-bonn.zoom.us/j/97957629871?pwd=UFl5bVo4WmJWRXVLMDQrTndwWDhZdz09

Meeting-ID: 979 5762 9871, Kenncode: 794259

 

16.15 Uhr, Zoom-Vortrag
Prof. Dr. Gregor Thüsing
Welches Arbeitsrecht brauchen wir? Die noch ausstehenden Gesetzesvorhaben der Koalition auf dem arbeitsrechtlichen Prüfstand
In einem Jahr sind Neuwahlen, doch die Koalition hat arbeitsrechtlich noch viel vor. Befristungsrecht, Zeiterfassung, mobiles Arbeiten und Werkvertragsverbote in der Fleischbranche wollen noch abgearbeitet werden. Die Vorhaben sollen in den Kontext des bestehenden Rechts eingeordnet werden und das Ausmaß der Änderungen mit praktischen Beispielen illustriert werden. Insgesamt geht es um eine Positionsbestimmung des Schutzes abhängiger Arbeitnehmer im deutschen Recht.

Zugang per Zoom:

https://uni-bonn.zoom.us/j/91677209431?pwd=MnNBSkxJZ1NyTndybis5eENzb2N6UT09

 Meeting-ID: 916 7720 9431, Kenncode: 659882

 

18.00 Uhr, Zoom-Vortrag

Matias Ristic (Strafrecht und Rechtsphilosophie, Lehrstuhl Prof. Dr. Benno Zabel)

Hans Hofmeyer – Ein Richter mit zwei Gesichtern
Der Erste Frankfurter Auschwitz-Prozess und die verstrickten Einflüsse seines Vorsitzenden Richters Hans Hofmeyer

Im Kollektivbewusstsein der Deutschen hat die Aufarbeitung der NS-Zeit und die Entwicklung Deutschlands zur rechtsstaatlichen Demokratie als Erfolgsgeschichte einen festen Platz. Fast sinnbildlich dafür steht der Erste Frankfurter Auschwitz-Prozess (1963-1965). Auch sein Vorsitzender Richter Hans Hofmeyer galt als Vorzeigerichter eines gewandelten Deutschlands. Doch wie viel Wahrheit steckt in dieser Erzählung? In seinem Vortrag gibt Matias Ristic, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Köln, einen Überblick seiner Promotionsforschungen zum Wirken Hans Hofmeyer vor, während und nach der NS-Zeit. Beleuchtet werden insbesondere Hofmeyers Verantwortung für Zwangssterilisierungen und seine Arbeit bei der Wehrmachtjustiz. Auch thematisiert der Vortrag Hofmeyers Urteilspraxis nach seiner raschen Wiedereinstellung und inwieweit diese als „Kontinuität“ bezeichnet werden darf.

 Zugang per Zoom:

https://zoom.us/j/93370693928?pwd=QVFLUjJlOWxGTStSbUFPY20vekhYQT09
Meeting-ID: 933 7069 3928
Kenncode: 989312

Philosophische Fakultät

10.30 Uhr, Zoom-Vortrag
Prof. Dr. Caja Thimm (Medienwissenschaft und Intermedialität)
Fake News, Desinformation und Verschwörungstheorien – Das Internet als Gefahr für die Demokratie in Zeiten von Corona?
Das Internet war in seinen frühen Jahren eine Verheißung für mehr Information, Partizipation und Demokratie. Seit dem Siegeszug der 'Sozialen Medien' wie Facebook oder Twitter zeigen sich aber vielfältige negative Tendenzen, wie z.B. die digitale Desinformation und Hassrede. Der Vortrag zeigt, wie sich besonders die sogenannten 'Fake News' auf die Öffentlichkeit und demokratische Prozesse in Zeiten der Pandemie auswirken können.
Zugang per Zoom:
Meeting-ID: 984 5125 8539
Kenncode: 822448
 
 16.15 Uhr, Zoom-Vortrag
Prof. Dr. Rainer Banse (Sozial- und Rechtspsychologie)
Sind Behandlungsprogramme für Sexualstraftäter wirksam?
Zugang per Zoom:
 
11.00 Uhr, Zoom-Vortrag
Prof. Dr. Frank Decker (Politische Wissenschaft und Soziologie)
Die Parteienlandschaft in Zeiten von Corona.
Die Parteienlandschaft in Zeiten von Corona. Ein Ausblick auf das Superwahljahr 2021
Mit dem angekündigten Rückzug von Angela Merkel als Bundeskanzlerin und der Coronakrise haben sich wesentliche Parameter des Parteiensystems ein Jahr vor der Bundestagswahl verschoben. In dem Vortrag wird analysiert, wie sich die für den Wahlausgang entscheidenden Faktoren – Kandidaten, Themenagenda und Koalitionsbeziehungen – im Superwahljahr 2021 entwickeln könnten.
Zugang per Zoom:
Meeting-ID: 971 1326 8017, Kenncode: 225166
Der Konferenzraum ist ab 10.50 Uhr geöffnet. Für optimale Übertragungsergebnisse können Sie sich vorab die kostenlose Software unter http://zoom.us/download herunterladen. Auch ohne Download ist eine Teilnahme möglich.
 
 
11.00 - 12.30 Uhr, Zoom-Vorträge

Sklaverei und soziale Abhängigkeit – Streiflichter aus der Antike

Drei zusammengehörige Kurzvorträge aus dem Exzellenzcluster „Beyond Slavery and Freedom“ des Bonn Center for Dependency and Slavery Studies

· Prof. Dr. Winfried Schmitz, Principal Investigator des Exzellenzclusters „Beyond Slavery and Freedom“, Alte Geschichte
· Prof. Dr. Konrad Vössing, Principal Investigator des Exzellenzclusters „Beyond Slavery and Freedom“, Alte Geschichte
· Prof. Dr. Martin Schermaier, Principal Investigator des Exzellenzclusters „Beyond Slavery and Freedom“, Römisches Recht und vergleichende Rechtswissenschaft
· Panel Chair: Prof. Dr. Ludwig Morenz, Principal Investigator des Exzellenzclusters „Beyond Slavery and Freedom“, Ägyptologie

Winfried Schmitz:
Hoffnung auf die Freiheit – Freilassungsschalen im klassischen Athen
Die Freilassung gilt als ein Charakteristikum antiker Sklaverei und als Beleg für eine humane Behandlung der Sklaven. In Athen wurden Inschriften von anlässlich der Freilassung gestifteten Opferschalen aus dem 4. Jh. v. Chr. gefunden. Sie lassen auf die Lebenssituation der Freigelassenen schließen. Bestätigen Sie die Vorstellung einer menschlichen Behandlung der Sklaven?

Konrad Vössing:
Unfrei auch ohne Sklaverei – ein Fall aus dem spätantiken Africa
Die Sklaverei hatte schon immer vielerlei Formen, auch durch das Rechtssystem gar nicht abgesicherte. In der Antike waren Sklaven allgegenwärtig. In der Spätantike scheint ihre Bedeutung als Feldarbeiter aber zurückgegangen zu sein. Dass dies für die Landbevölkerung jedoch weder einen Gewinn an ‚Freiheit‘ noch an Rechtssicherheit bedeutete, zeigt ein Brief Augustins aus dem 5. Jh. n.Chr.

Martin Schermaier:
"Alle sind frei geboren" – Die ambivalente Haltung des römischen Rechts zur Sklaverei
Ein berühmter Satz des Juristen Ulpian (um 200 n. Chr.) lautet: ‚alle Menschen frei geboren sind‘. Trotzdem enthalten die Digesten hunderte Texte, in denen es um Sklaven geht: wie sie verkauft oder vererbt werden, oder wie der Eigentümer für Handlungen des Sklaven haftet. Wie passt Ulpians Satz zu dieser Realität? Und wie überhaupt muss man sich die Realität des "Sklavenrechts" vorstellen?

Zugang per Zoom:
Meeting-ID: 976 9250 5921
Kenncode: 779822
 
12.15 Uhr, Zoom-Vortrag
Dr. Markus Stachon (Klassische Philologie, Antrittsvorlesung)
Aus der Antike haben wir keine Tonaufnahmen ...
Zu Rhythmus und Sprachmelodie des Griechischen und Lateinischen
Wenn es um den Klang des Lateinischen oder Altgriechischen geht, hört man oft die lapidare Bemerkung, dass es ja leider keine Tonaufnahmen aus der Zeit gebe. Man stelle sich vor, in 2500 Jahren würde als einziges Tondokument der deutschen Sprache aus dem 20. Jahrhundert ein Exemplar von Udo Lindenbergs "Götterhämmerung" gefunden: Zwar wäre der Zukunft zu diesem Glücksfund zu gratulieren, doch was in Lehrbüchern über die Aussprache des Deutschen geschrieben würde, hätte nur wenig mit der Realität unserer Tage zu tun. Vor diesem Hintergrund sollten wir vielleicht froh darüber sein, keine Schallplatten von Sappho und Horaz zu haben. Was dagegen tatsächlich überliefert ist, sind Beschreibungen der Sprachen in antiken Grammatik-Büchern, die seltsamerweise aber nur selten zur Kenntnis und noch seltener ernst genommen werden. Daneben besitzen wir ein gutes Dutzend altgriechischer Lieder in antiker Musiknotation. Im Vortrag sollen zuerst die in der Theorie beschriebenen Akzentregeln des Griechischen mit der praktischen Umsetzung derselben in den erhaltenen antiken Musikfragmenten abgeglichen werden, bevor auf dieser Grundlage die Sprachmelodie des Lateinischen anhand der Beschreibungen derselben bei Varro und Diomedes rekonstruiert werden soll.
Zugang per Zoom:
Meeting-ID: 959 4963 5092
Kenncode: 708078

 

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15.00 Uhr, Zoom-Vortrag
Im Vorfeld mit einem Grußwort des Dekans der Philosophischen Fakultät, Herrn Prof. Dr. Kronenberg
Prof. Dr. Andrea Dorothea Bührmann (Vizepräsidentin für Studium, Lehre und Chancengleichheit
und Direktorin des Instituts für Diversitätsforschung der Georg-August-Universität Göttingen)
Seit einigen Jahren wird engagiert und kontrovers über das ambivalente Spannungsverhältnis zwischen Gleichstellungspolitiken und Diversitätsstrategien diskutiert. Während die einen die Ansicht vertreten, beide Ansätze seien nicht miteinander zu verbinden, sehen andere sehr wohl Potenzial für ein gutes Zusammenwirken. Im Vortrag werden entlang der Gender- und Diversityforschung beide Positionen skizziert und anhand von praktischen Erfahrungen aus Hochschulen und Unternehmen Möglichkeiten aufgezeigt, wie es gelingen kann, dieses Spannungsverhältnis im Sinne eines Gewinns für die Chancengleichheit produktiv aufzulösen.
Zugang per Zoom:
 
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15.15 Uhr, Zoom-Vortrag
Jana Brass B.A., Ruth Eggel M.A. M.A., Dr. Valeska Flor, Victoria Huszka M.A., Michaela Ressing B.A., Jasmin Sina B.A. (Projektteam, Kulturanthropologie)
Urbane Kulturen in und nach der Pandemie. Die Veränderungen des Alltags am Beispiel der Stadt Bonn
Die Covid19-Pandemie verändert unseren Alltag. Die Maßnahmen zur Ansteckungsvermeidung greifen in alle Lebensbereiche ein, vor allem der städtische Raum als besonders verdichteter Lebensraum ist betroffen. Alltägliche Lebenswelten werden in der Krise auf die Probe gestellt und oftmals werden gesellschaftliche Ungleichheiten in diesen Zeiten verstärkt sichtbar. Gleichzeitig entstehen in der Stadt besonders schnell innovative Formen des Umgangs mit dieser Ausnahmesituation. Während der Pandemie werden so die Grenzen zwischen öffentlichen, privaten und digitalen Räumen verschoben und neu verhandelt. Der Vortrag berichtet aus dem über die „Argelander Grants for research and outreach projects on the Corona Virus pandemic“ geförderten Projekt „Urbane Kulturen in und nach der Pandemie. Transformationen alltagsweltlicher Räume und Praktiken am Beispiel Bonn“. Ziel des Projektes ist es darzustellen, wie sich Regulierungen des öffentlichen Lebens auf alltagsweltliche Räume und Praktiken auswirken. Folgende Fragen stehen im Fokus des Projektes und des Vortrags: Wie verändert sich der Alltag in und nach der Pandemie für die Bonner und Bonnerinnen? Was geschieht mit städtischen Begegnungsorten und wie kann trotz Social Distancing "Nähe auf Abstand" hergestellt werden? Welche Räume und Praktiken des Feierns entwickeln und nutzen junge Erwachsene in der Krise? Wie werden im Protest soziale Medien und Straße zu digitalen und analogen Möglichkeitsräumen?
Zugang per Zoom:
 
16.00 - 17.30 Uhr, Zoom-Vortrag
Siti Maimunah (Universität Passau)
Gender and Struggles over Coal in Indonesia
Zugang per Zoom:
 
13.15 Uhr, Zoom-Vortrag
Dr. Vadim Atnashev (North-West Academy of Public Administration - St. Petersburg, Russia) & 
Phuong Le Trong (Institut für Orient- und Asienwissenschaften, Abt. Südostasienwissenschaft)
Ethnic Minorities in Myanmar and Vietnam:
State, Survival and Suffering 
The Cham are one of the largest indigenous peoples living in Central and South Vietnam. Their own state, Champa (2nd-18th centuries), was gradually absorbed and destroyed by the Vietnamese. Despite the loss of their statehood, lands and the tough assimilation policy and expulsion, the Chams managed to preserve their ethnic identity. However, they have long become a refugee people, with parts living today in Vietnam and Cambodia (where they suffered a genocide under the Red Khmers). The Cham are still facing violation of their fundamental rights, that is primarily based on the minorities’ discrimination. 
Similarly, the Shan are the largest of the ethnic groups living in multinational Myanmar, inhabiting especially the eastern plateau. Belonging to the stock of Tai ethnics who are spread over large parts of Mainland Southeast Asia, the Shan people have a history and cultural tradition of their own and a developed literature and religion, Buddhism. They have played many prominent roles, as polity, in the process of nation-building of Myanmar. Nevertheless, the historical legacy that introduced considerable tensions since the independence after WW II, throughout the military dictatorship, now in the current democratization process, instituted a political and socio-cultural divide, continuing violent conflicts and sufferings.
How can minorities survive and develop under such repressive conditions? This presentation will explore some key facts in a historical context to better understand their situation. 
Zugang per Zoom:
 
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Bonner Mittelalterzentrum

Digitale Sektion zum Dies academicus am 2. Dezember 2020, 14.00 - 17.30 Uhr

 Frauenpower. Handlungsmacht von Frauen in Mittelalter und Mittelalterrezeption

 

Zoom-Link für alle Vorträge:

 

https://uni-bonn.zoom.us/j/92439939728?pwd=N0ZxVERZYmtiNVVyQW9PMXZQajlzZz09

Meeting-ID: 924 3993 9728

Kenncode: 844738

 

folgender Vortrag muss leider entfallen:

Dr. Birgit Zacke (Institut für Germanistik, Abt. für Germanistische Mediävistik)

Erlöserin der Christenheit - Mechthild von Magdeburg: Prophetin, Visionärin, Heilige

 
14.45 - 15.15 Uhr
Dr. Christian Kaiser (Institute for Medical Humanities)
Geliebte Schwestern - Philosophinnen und Medizinerinnen im Mittelalter
In der Literatur des europäischen Mittelalters waren Allegorien, die spätantike Vorbilder imitierten, äußerst beliebt, vorneweg die Personifikation der Philosophie als „Dame“ bzw. „Herrin“ oder die Medizin als „Schwester der Philosophie“. Doch im Kontrast zu solchen überhöhten, liebevoll gepflegten Imaginationen des Weiblichen hatten reale Frauen weder in der Philosophie noch in der Medizin einen bevorzugten Platz. Im Gegenteil: Gemäß der vorherrschenden naturphilosophischen Leittheorie galten die intellektuellen Kapazitäten von Frauen als deutlich begrenzt; sie wurden daher nicht zum Studium an den Universitäten zugelassen. Dennoch gab es einige – wenige – Frauen, die abseits universitärer Modellkarrieren hohes Renommee auf philosophischem und medizinischem Gebiet erwarben und in dieser Rolle mitunter politische Wirkmacht entfalteten. Gerade sie dienten späteren Schriftsteller*innen, die für die Gleichberechtigung der Geschlechter eintraten, als historische Exempel dafür, dass sich die misogyne Tradition geirrt hatte.
 
15.30 - 16.00 Uhr
Prof. Dr. Harald Wolter-von dem Knesebeck (Kunsthistorisches Institut)
Frauen und der Kreuzzug in Bildzeugnissen der Kreuzfahrerzeit
Der Vortrag behandelt ausgewählte Bildzeugnisse, die in der Kreuzfahrerzeit an Kreuzfahrerhöfen im deutschsprachigen Bereich entstanden sind und in denen der Anteil von Frauen am Kreuzzug sowie in verwandten Thematiken visualisiert wird. Im Zentrum stehen hierbei der für die Thüringer Landgräfin Sophia am Beginn des 13. Jahrhunderts entstandene Elisabethpsalter (heute Cividale del Friuli) und die Wandmalereien im Braunschweiger Dom, der Fürstengrablege des 1235 gegründeten Herzogtums Braunschweig-Lüneburg. In dem dortigen Heilig-Kreuz-Zyklus, der zu den umfangreichsten des Mittelalters gehört, wird mit Konstantins Mutter Helena eine im Heiligen Land bei der Suche nach dem wahren Kreuz Christi besonders aktive Herrin vorgeführt.

16.15 - 16.45 Uhr
Prof. Dr. Karina Kellermann (Institut für Germanistik, Abt. für Germanistische Mediävistik)
Herrin des Verfahrens. Königin Isolde als Prozessführerin im Tristanroman Gottfrieds von Straßburg
Die Brautwerbung um die Prinzessin von Irland ist ein zentrales Thema des Tristanromans. Der Deal ist: Wer den Drachen tötet, erwirbt das Recht auf die Hand der Königstochter. Wie die Königin Isolde Schaden vom Königshaus abwendet, indem sie die Fake News des Truchsess‘ entlarvt und den wahren Drachentöter und Brautwerber Tristan präsentiert, erzählt Gottfried von Straßburg ebenso spannend wir amüsant. Das Extraordinäre dieser Szene besteht darin, dass hier eine Frau, die nach mittelalterlichem Recht keine juristische Person ist und vor Gericht nicht auftreten darf, das Verfahren an sich zieht, die Verhandlung souverän führt, die falschen Ansprüche des Klägers mit Intellekt und Wortwitz zurückweist und by the way den Patriarchatsdiskurs dekonstruiert.
 
17.00 - 17.30 Uhr
PD Dr. Alheydis Plassmann (Institut für Geschichtswissenschaft, Abt. für Geschichte der Frühen Neuzeit und Rheinische Landesgeschichte)
Frauen in ‚Game of Thrones‘ und ‚A Song of Ice and Fire‘
In the Game of Thrones, you win or you die” – In der dem englischen Mittelalter nachgeahmten Welt, die der amerikanischen Autor George R.R. Martin erfunden hat, ist das Spiel um die Macht oft tödlich. Die Welt der Romanserie „A Song of Ice and Fire“ wird wie das historische Vorbild zu weiten Teilen von Männern geprägt. Die Frauen mischen beim Spiel um die Macht indes kräftig mit und George R.R. Martin hat literarisch geschlechterbasierte Machtdynamiken zum Leben erweckt, die von den Figuren selbst in ihren Gedanken ausgelotet werden. So gibt er Einblicke in verschiedene Zugänge zur Macht, die Frauen in einem patriarchalischen System aus einer minderberechtigten Stellung heraus zur Verfügung stehen.
 
Jeweils 30 Minuten Vortrag, dann 15 Minuten Pause;
während der Pausen können über die Chatfunktion Fragen zu dem jeweils vorausgegangenen Vortrag gestellt werden.


Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät

09.00 Uhr, Zoom-Vortrag
Prof. Dr. Jürgen Dölz (Wissenschaftliches Rechnen/Numerische Analysis/Antrittsvorlesung)
Numerische Verfahren für nichtlokale Phänomene
In physikalischen und statistischen Modellen treten oft Phänomene auf, bei denen eine lokale Veränderung eines Zustands Auswirkungen auf einen sehr großen Bereich hat. Diese Verhaltensweise nennt man nichtlokal. Bei der Computersimulation solcher Probleme mit klassischen Verfahren der Numerik entstehen große Zahlentabellen oder Matrizen. Die schiere Anzahl an Zahlen in diesen Matrizen, gegeben durch Anzahl Zeilen mal Anzahl Spalten, übersteigt für realistische Problemgrößen selbst die Rechen- und Speicherkapazitäten moderner Hochleistungsrechner. Bei näherer Betrachtung dieser Probleme stellt sich jedoch heraus, dass diese Matrizen häufig durch ein ausreichendes mathematisches Verständnis des zugrundeliegenden Modells sehr gut komprimiert werden können. Gewisse Verfahren erreichen dadurch einen Speicherverbrauch und Rechenaufwand welche mit der Größe der Spalten oder Zeilen skalieren. Ziel der Vorlesung ist, anhand einfacher Beispiele aus Teilchenphysik, Elektromagnetismus, Statistik und Mathematik die Grundzüge der zugrundeliegenden Algorithmen zu illustrieren sowie einige darauf basierende, modernere Entwicklungen zu skizzieren.
Zugang per Zoom:
https://uni-bonn.zoom.us/j/91906070457?pwd=ZkY4SUdyanFhZ3FrSGZVV09ZVmdjQT09
Meeting-ID: 919 0607 0457, Kenncode: 619129
 
10.00 Uhr, Zoom-Vortrag
Prof. Dr. Finn D. Hansen (Pharmazeutische Chemie/Antrittsvorlesung)
Epigenetik im Epizentrum der Arzneistoffentwicklung
Die DNA enthält alle wichtigen Funktionen, die ein Organismus für seine Funktionen benötigt und kann somit als „Buch des Lebens“ bezeichnet werden. Für Zellen ist es entscheidend, im richtigen Moment auf die für sie relevanten Informationen zugreifen zu können. Zur Steuerung der Genregulation verwenden sie daher „Lesezeichen“ als Markierung dafür, welche Gene abgelesen werden müssen. Die Mechanismen, die diese Markierungen regulieren, werden unter dem Begriff Epigenetik zusammengefasst. Epigenetische Informationen können somit als Lesezeichen im „Buch des Lebens“ bezeichnet werden und stellen, im Gegensatz zum Genom, ein dynamisches System dar. Die gezielte Beeinflussung epigenetischer Mechanismen erlaubt es, den Phänotyp einer Zelle zu modifizieren, ohne ihren Genotyp zu ändern. Dieses Wissen eröffnet vielfältige Optionen für die Arzneistoffforschung und ermöglichte bereits die Entwicklung von neuen Therapien zur Behandlung von Tumorerkrankungen. In dieser Antrittsvorlesung werden wichtige Prinzipien der epigenetischen Genregulation erläutert und die bisher zugelassenen Arzneistoffe mit epigenetischen Wirkmechanismen vorgestellt. Darüber hinaus wird ein Überblick über aktuelle Forschungsprojekte gegeben.
Zugang per Zoom:
https://uni-bonn.zoom.us/j/92904870862?pwd=NlJjSVNMYU55ckgrV0xnZkpiZTBwZz09
Meeting-ID: 929 0487 0862, Kenncode: 903991
 
11.00 Uhr, Zoom-Vortrag
Dr. Stefan Abrahamczyk (Botanik/Antrittsvorlesung)
Pflanzliche Reproduktionssysteme auf Inseln - Warum Robinson und Freitag gescheitert wären
Inseln sind für viele Pflanzenarten ein herausfordernder Lebensraum. Oft liegen sie weit vom nächsten Festland entfernt, haben nur eine geringe Größe und beherbergen vergleichsweise wenige potentielle Bestäuber. Abhängig von der Entfernung zum nächsten Festland gelangen oft nur wenige lebensfähige Samen auf ozeanische Inseln. Dies führt dazu, dass der Genpool vieler Arten sehr begrenzt ist. Da oft nur wenige potentielle Vermehrungspartner und geeignete Bestäuber zur Verfügung stehen, haben Arten, die die Fähigkeit zur Selbstbestäubung mitbringen eine größere Chance auf einer neu besiedelten Insel dauerhaft Fuß zu fassen. Andererseits besteht bei kleinen Inselpopulationen, die sich weitgehend selber bestäuben immer auch die Gefahr von Inzucht, was zum Aussterben einer Population führen kann. Dieser evolutionäre Druck für zur Evolution von Selbstinkompatibilität, also der Unfähigkeit, sich selber zu bestäuben. Schaut man sich die Floren unterschiedlicher Inseln etwas genauer an, fällt auf, dass verglichen mit dem Festland sowohl ein erhöhter Anteil von Arten existiert, der sich vornehmlich selbst bestäubt, aber auch ein erhöhter Anteil von selbstinkompatiblen Arten. Dieser Vortrag soll das Spannungsfeld zwischen vornehmlich selbstbestäubten und selbstinkompatiblen Arten auf Inseln beleuchten.
Zugang per Zoom:
https://uni-bonn.zoom.us/j/99909048369?pwd=RmR5RHFrR0dEeGtZZWxTRUtYSSsxZz09
Meeting-ID: 999 0904 8369, Kenncode: 926069
 
11.00 Uhr, Zoom-Vortrag
Dr. Daniel Kasprowski (Mathematik/Antrittsvorlesung)
Der Zwei-Quadrate-Satz von Fermat
Der Zwei-Quadrate-Satz von Fermat besagt, dass eine ungerade Primzahl p genau dann als Summe zweier Quadrate geschrieben werden kann, wenn p kongruent zu 1 ist modulo 4. Ist p kongruent zu 3 modulo 4, so kann p nicht als Summe zweier Quadrate geschrieben werden, denn modulo 4 ist jede Quadratzahl kongruent zu 0 oder 1, wie man leicht überprüft. Dies ist der einfache Teil des Satzes. Die Behauptung wurde zunächst von Albert Girard korrekt formuliert, weswegen der Satz manchmal auch Satz von Girard genannt wird. Wie von vielen Sätzen von Fermat ist auch vom Zwei-Quadrate-Satz kein Beweis von Fermat überliefert. Der erste bekannte Beweis stammt von Euler. Mittlerweile gibt es viele, sehr verschiedene Beweise dieser Aussage. Ein recht kurzer Beweis wurde von Heath-Brown gefunden und von Zagier so umformuliert, dass es sich um einen einzigen Satz handelt. Diesen Beweis werde ich im Vortrag vorstellen.
Zugang per Zoom:
https://uni-bonn.zoom.us/j/98680890359?pwd=Qkh3M2xVeWc4dlVKNjdtcHp2WmhGQT09
Meeting ID: 986 8089 0359, Passcode: 383520
 
12.00 Uhr, Zoom-Vortrag
Prof. Dr. Tim Laux (Mathematik, Bonn Junior Fellow/Antrittsvorlesung)
Kornwachstum in Polykristallen: Algorithmen für den mittleren Krümmungsfluss
Die meisten kristallinen Festkörper sind Polykristalle, das heißt sie bestehen aus vielen einzelnen Kristallen, sogenannten Körnern. Typischerweise treten Metalle und Keramiken als solche Polykristalle auf. Je höher die Temperatur ist, desto höher ist die Mobilität der Korngrenzen. Die daraus resultierende Verschiebung dieser Grenzen, das sogenannte Kornwachstum, ist ein komplexer Prozess, bei dem sich die Kornstruktur vergröbert. Diese Struktur beeinflusst wichtige Materialeigenschaften wie die Elastizität oder elektrische Leitfähigkeit. Effiziente numerische Algorithmen können Aufschluss über das statistische Verhalten der Gesamtstruktur geben. Die zugrundeliegende Differenzialgleichung für die Grenzflächen zwischen den einzelnen Körnern ist der mittlere Krümmungsfluss. Die mathematische Struktur der Gleichung als steilster Abstieg in einer Energielandschaft gibt neue Einblicke und erlaubt die Weiterentwicklung und Analyse effizienter numerischer Algorithmen. Darüber hinaus ermöglicht das Verständnis der lokalen Struktur dieser Energielandschaft, neue Aussagen über Stabilität und Eindeutigkeit von Lösungen der Gleichung zu treffen. Im Vortrag werden diese Resultate moderner Forschung anhand von Beispielen und numerischen Simulationen illustriert.
Zugang per Zoom:
https://uni-bonn.zoom.us/j/94151145642?pwd=eXNyRXFiaGx1Y2djT0sxME5wY3pNZz09
Meeting ID: 941 5114 5642, Passcode: unibonn 
 

Landwirtschaftliche Fakultät

9.00 Uhr, Zoom-Vortrag
Prof. Dr. Sabine Ellinger (Humanernährung)
Kakao – ein Superfood zur Prävention kardiovaskulärer Erkrankungen?
Kakao, insbesondere dunkle Schokolade, soll den Medien zufolge vor Herzkreislauferkrankungen schützen. Mythos oder Wahrheit? Der Beitrag zeigt auf, wie man solchen Hinweisen in der Ernährungsforschung wissenschaftlich nachgeht, was tatsächlich bekannt ist und welche Geheimnisse im Kakao noch zu lüften sind
Moderation Prodekan Prof. Dr. Haunert
Zugang per Zoom:
Meeting-ID: 937 9262 2670, Kenncode: 566387
 
10.00 Uhr, Zoom-Vortrag
Prof. Armin Djamei (Pflanzenpathologie)
Von biotrophen Pilzpathogenen lernen
Biotrophe Pflanzenpathogene leben auf Kosten ihrer Wirtspflanze, allerdings ohne sie zu töten. Dabei senden biotrophe Mikroorganismen spezifische Moleküle aus, sogenannte Effektoren, welche in der Wirtspflanze spezifisch im Metabolismus und dem Immunsystem der Pflanze eingreifen und dadurch die biotrophe Interaktion erst möglich machen. Durch die funktionelle Studie dieser Effektoren, kann man die kritischen Schaltstellen auf der Pflanzenseite kennenlernen, deren Manipulation durch Effektoren eine biotrophe Interaktion erst ermöglichen. Diese Forschung eröffnet neue Perspektiven auf das Immunsystem der Pflanze und dessen Vernetzung mit dem Metabolismus der Pflanze. Auch eröffnen sich durch diese Forschungsrichtung neue Möglichkeiten Effektoren als molekulare Werkzeuge in der Pflanzenforschung nutzbar zu machen.
Moderation Prodekan Prof. Dr. Haunert
Zugang per Zoom:
Meeting-ID: 937 9262 2670, Kenncode: 566387
 
11.00 Uhr,  Zoom-Vortrag
Bernt Guldbrandtsen (Tierzucht, Antrittsvorlesung)
Tierzucht in der Zeit der Genome
Seit gut 200 Jahren werden Tiere gezüchtet um ihre Eigenschaften genetisch zu verbessern. Tierzucht ist und war äußerst erfolgreich in der Verbesserung der Leistungsfähigkeit der Nutztierpopulationen. Sie hat in erheblichem Umfang zur Sicherung der menschlichen Ernährung mit hochwertigen Lebensmitteln beigetragen. Seit den neunziger Jahren wurden Methoden und Verfahren entwickelt, die es erlauben die genetischen Unterschiede zwischen Tieren und Tierrassen zu erkennen und die genetische Regulierung physiologischer Prozesse zu verstehen. Dieses Wissen kann dazu genutzt werden, auch in Zukunft eine bedarfsgerechte und ausgeglichene Versorgung der Bevölkerung zu garantieren. Allerdings haben sich in den letzten Jahrzehnten die Rahmenbedingungen in der Produktion von Lebensmitteln tierischer Herkunft wesentlich verändert. Es ist zu erwarten, dass die weltweite Nachfrage nach hochwertigen Lebensmitteln ansteigt. Ursache hierfür ist der generelle Anstieg der Weltbevölkerung und der steigende Wohlstand insbesondere in bevölkerungsreichen Ländern wie China oder Indien. Um den resultierenden wachsenden Bedarf verantwortungsvoll und in einer gesellschaftlich akzeptierten Art und Weise abzudeckenden zu können, sind veränderte Rahmenbedingungen zu beachten:  - die Nutztierproduktion beeinflusst das Klima; - Menschen und Nutztiere stehen im Wettbewerb um Nahrungsmittel; - das Wohlbefinden der Tiere gewinnt zunehmend an Bedeutung; - die genetische Diversität muss erhalten werden.
Das ständig verbesserte Wissen über die Bedeutung und Rolle des Genoms in der Ausprägung verschiedener Phänotypen hat die Tierzucht revolutioniert. Moderne Tierzucht zieht diese genomischen Erkenntnisse in effizienter Weise in den Selektionsprozess der Tiere mit ein. Dieses Wissen ermöglicht die Balancierung der Zuchtziele moderner Nutztierpopulationen unter Einbeziehung von Leistung, Ressourceneffizienz, Wohlbefinden der Tiere und Erhaltung der genetischen Diversität 
Ich werde Ihnen in meiner Vorlesung einige der Ansätze vorstellen, wie die moderne Tierzucht genomische Information nutzt. Vor dem Hintergrund der oben genannten Herausforderungen werde ich dabei die Konsequenzen der Anwendung genomischer und anderer neuer Werkzeuge in der Tierzucht vorstellen und diskutieren. 
Moderation Prodekan Prof. Dr. Schoof
Zugang per Zoom:
Meeting-ID: 918 5245 7971, Kenncode: 864105
 
12.00 Uhr, Zoom-Vortrag
Prof. Annaliese Mason (Plant Breeding)
Making new crop species
Very often in nature two or more species come together (hybridise) to make a new species which contains genetic material from both parents. This process is widespread in nature, where it is proposed to confer several major benefits to new species formed in this way, including greater environmental tolerances and vigor. Many important crop species also result from this process, including wheat, rapeseed, cotton, sugarcane and coffee. Our research group proposes to utilise this process by which new species form in order to create new crop types in the Brassica genus, which contains crops such as cabbage, cauliflower, broccoli, turnip, mustards, swede and rapeseed. So far, we have made several new hybrid types which we think may provide a promising basis for the development of vigorous, environmentally tolerant Brassica crops.
Moderation Prodekan Prof. Dr. Schoof
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Meeting-ID: 918 5245 7971, Kenncode: 864105
 
13.00 Uhr, Zoom-Vortrag
Dr. Katrin Gerlach (Tierernährung, Antrittsvorlesung)
„Nutritional Wisdom“ landwirtschaftlicher Nutztiere und Rationsgestaltung in der Tierernährung: Hintergrund, Konflikte und Perspektiven
Bei gegebener Wahlmöglichkeit haben landwirtschaftliche Nutztiere die Fähigkeit, Futtermittel zu selektieren und aufzunehmen, die bestmöglich zur Bedarfsdeckung geeignet sind und umgekehrt, Futtermittel, die dieser nicht dienlich sind oder sogar antinutritive Inhaltsstoffe aufweisen, zu vermeiden. Viele derzeitige Fütterungssysteme nutzen jedoch Alleinfuttermittel oder Gesamtmischrationen, die dazu ausgerichtet sind, auf Herden- oder Gruppenebene den Bedarf zu decken. Natürliche Verhaltensweisen wie Futtersuche und Futterselektion werden dabei weitestgehend verhindert. Mögliche Auswirkungen auf das Einzeltier im Hinblick auf Leistungsgeschehen und Tierwohl werden ebenso diskutiert wie potentielle Lösungsansätze.
Moderation Dekan Prof. Dr. Heckelei
Zugang per Zoom:
Meeting-ID: 986 0802 8140, Kenncode: 601985
 
14.00 Uhr
Dr. habil. Ute Alexy (Humanernährung, Antrittvorlesung)
Warum essen Menschen so gerne süße Lebensmittel?
Der Zuckerverzehr in Deuschland ist zu hoch. Warum ist das so? Zucker hat zwei wesentliche Eigenschaften: Zucker liefert Energie und Zucker schmeckt süß. Süßer Geschmack wird von Menschen als angenehm empfunden (Hedonismus) und besonders in Ländern mit einem breiten Lebensmittelangebot geben die meisten Menschen an, das zu essen, was ihnen schmeckt. Allerdings ist das Ausmaß der Süßpräferenz individuell unterschiedlich. In diesem Vortrag werden mit der Süßpräferenz assoziierte Faktoren beschrieben, z.B. Genotyp, Alter und Exposition.
Moderation Dekan Prof. Dr. Heckelei
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Meeting-ID: 986 0802 8140, Kenncode: 601985
 
15.00 Uhr, Zoom-Vortrag
Dr. Luna Bharati (Antrittsvorlesung)
Die Nexus-Perspektive für eine integrierte Umsetzung der globalen Nachhaltigkeitsziele
Siebzehn globale Nachhaltigkeitsziele (SDGs) wurden in der Agenda 2030 (im Jahr 2015) von den Mitgliedsstaaten der UN verabschiedet. Es fehlt die vernetzte Betrachtung der ökologischen, ökonomischen und sozialen Nachhaltigkeitsziele. Die Wasser-, Energie-, Land und Sozioökologische Systeme (WEFE) Nexus-Perspektive erlaubt, sowohl die systemische Verbundenheit der SDGs herauszuarbeiten, als auch gleichzeitig Zielkonflikte zu berücksichtigen. In der Präsentation werden Fallstudien vorgestellt, die die wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Vorteile des WEFE Nexus-Ansatzes dokumentieren.
Moderation Dekan Prof. Dr. Heckelei
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Meeting-ID: 986 0802 8140, Kenncode: 601985
 
17.00 Uhr, Zoom-Vortrag
Michael Schneider (Pflanzenzüchtung)
Organischer Landbau - wie die ökologische Sorte von morgen aussehen könnte
Eine ökologisch nachhaltige, CO2 arme und die Biodiversität wahrende Lebensmittelproduktion ist in den kommenden Jahrzehnten eine der zentralen Herausforderungen. Bei einer gleichzeitig noch wachsenden Weltbevölkerung ist zudem eine Steigerung der globalen Produktionsmenge notwendig. Der organische Landbau gehört zu den bekanntesten Ansätzen, um dieses Ziel zu erreichen. In einem Langfristexperiment wird im Vergleich von konventioneller und organischer Wirtschaftweise untersucht, welche genetischen Eigenschaften zukünftige Sorten für einen organischen Landbau aufweisen sollten und welche genetischen Ressourcen für eine Entwicklung von angepassten Sorten verwendet werden können.
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https://uni-bonn.zoom.us/j/97055381246?pwd=ZXhGeHpkNVNOeDQ2OXZZdnpqTWkvQT09 
Meeting-ID: 970 5538 1246, Kenncode: 650265
 
18.00 Uhr, Zoom-Vortrag
Prof. Dr. Thomas Döring (Produktionsökologie / Organischer Landbau)
Landwirtschaft im Klimawandel - Optimierung am Limit
Gegenwärtig trägt die Landwirtschaft durch Treibhausgasemissionen zum Klimawandel bei, ist aber gleichzeitig empfindlich von den Folgen des Klimawandels betroffen. Zunehmende Unsicherheiten und Extreme in Temperatur und Niederschlag stellen bisherige Ansätze der Optimierung landwirtschaftlicher Systeme in Frage. Im Vortrag werden alternative Ansätze zur Transformation hin zu einer klimafreundlichen und klimaresilienten Agrarkultur vorgestellt.
Zugang per Zoom:
Webinar-ID: 962 6683 1583, Kenncode: 041120
 

 
 
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