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Wissenswertes zum Thema „Mund-Nase-Bedeckung“

Das Corona-Virus Sars CoV-2, das die Erkrankung COVID-19 auslöst, wird beim Sprechen, Husten und Niesen über die Atemluft in die Umgebung verbreitet. Daher liegt es nahe, eine Mund-Nasen-Bedeckung als mechanische Barriere bzw. Bremse zu tragen. Im letzten Epidemiologischen Bulletin des RKI sowie in den vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales veröffentlichen Arbeitsschutzstandards, wird ausdrücklich das Tragen solcher Mund-Nasen-Bedeckungen empfohlen.

Mit Stichtag 27. April 2020 haben Nordrhein-Westfalen und weitere Bundesländer eine Maskenpflicht für den ÖPNV und im Einzelhandel eingeführt. Auch in anderen Lebensbereichen leistet die Mund-Nasen-Bedeckung einen Beitrag zum Infektionsschutz, vor allem da, wo ein Mindestabstand von 1,5 bis 2 Metern zwischen Personen nicht immer sicher und durchgehend eingehalten werden kann. Weiterhin sind aber als wichtigste und effektivste Maßnahmen zum eigenen Schutz und dem Dritter eine gute Händehygiene (30 Sekunden Waschen mit Seife), korrekte Husten- und Niesetikette und das Einhalten eines Mindestabstandes (min. 1,5 Meter) zu empfehlen.

 
Immer auf der Höhe der Zeit: Kekulé-Denkmal in Poppelsdorf. Foto: Volker Lannert/Uni Bonn 
 

Arten von Masken

Im allgemeinen Sprachgebrauch haben sich viele Bezeichnungen etabliert. Zur Begriffsklärung ist zu unterscheiden zwischen Masken, die als Behelfs-Mund-Nasen-Masken aus handelsüblichen Stoffen hergestellt werden (sog. „Community-Masken“) und solche, die aufgrund der Erfüllung einschlägiger gesetzlicher Vorgaben und technischer Normen Schutzmasken mit ausgelobter Schutzwirkung darstellen (medizinischer Mund-Nasen-Schutz (MNS) und filtrierende Halbmasken (FFP2/3)).

Community-Masken

Community-Masken...

  • sind zweckmäßig und ausreichend wenn z. B. das Tragen einer Maske im Supermarkt, bei der Arbeit oder im ÖPNV empfohlen oder vorgeschrieben wird.
  • bieten eine gewisse physikalische Barriere bei großen Tröpfchen und schützen das unwillkürliche Berühren des Gesichtes. Die Schutzwirkung ist jedoch nicht wissenschaftlich belegt.
  • müssen täglich (und bei Durchfeuchtungen auch häufiger) gewechselt werden.
  • können bei mindestens 60°C, idealerweise bei 95°C gewaschen oder bei 70–80°C für 30 Minuten in den Trockner gegeben oder 5 bis 10 Minuten im Wasserbad ausgekocht werden.
  • schützen andere und nicht den Menschen, der sie trägt. Von daher sollten sich Personen, die eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen, auf keinen Fall in trügerischer Sicherheit wiegen.

 

MNS- und FFP2/3-Masken sind anders als Community-Masken als Medizinprodukte zertifiziert und für die einmalige Verwendung vorgesehen. Es ist wichtig, dass medizinisches Personal ausreichend MNS- sowie FFP-Masken zur Verfügung steht, um COVID-19 Betroffene zu behandeln und  zu betreuen. Handelsübliche Schutzmasken sollten daher dem Fachpersonal vorbehalten bleiben.
 

Tipps zum Tragen von Community-Masken

  • Immer mit sauberen, gewaschenen Händen an- und ablegen,
  • Maske sollte allseits gut anliegen und möglichst abdichten,
  • beim Auf- und Absetzen nur an den Haltebändern anfassen, ggfs. Metallsteg auf dem Nasenrücken sanft andrücken,
  • Maske weder von außen noch von innen anfassen, 
  • zur zwischenzeitlichen Aufbewahrung berührungsfrei aufhängen,
  • bei Durchfeuchtung oder mindestens einmal täglich wechseln,
  • niemals unter die Nase oder unter das Kinn und später wieder nach oben ziehen,
  • und nicht bei Autofahren tragen.

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Quelle: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung

Nähanleitungen

Aufgrund der großen Nachfrage sind derzeit Mund-Nasen-Bedeckungen in großen Stückzahlen schwer zu beschaffen. Da pro Person außerdem aus Hygienegründen mehrere Masken vorzuhalten sind, kann es eine interessante Alternative sein, die Community-Maske selber zu nähen.
 
Es gibt mittlerweile eine Reihe empfehlenswerter Nähanleitungen:
 

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Ein Wort zu Einmalhandschuhen

Vielerorts begegnet man im Supermarkt, im ÖPNV oder in der Freizeit Menschen, die Einmal-Handschuhe als vermeintlichen Infektionsschutz tragen. Einmalhandschuhe schaden im Alltag jedoch mehr, als sie nützen: Sie geben ein falsches Gefühl der Sicherheit und verhindern das empfohlene regelmäßige Händewaschen. Durch vermehrtes Schwitzen kommt es zu Hautschäden – ideal für Erreger, die sich im feucht-warmen Klima unter den Handschuhen stark vermehren können. 
 
 

Links zu weiteren Informationen:

 

 

Diese Seite wurde erstellt unter Mitwirkung der Stabsstelle Arbeits- und Umweltschutz.

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