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Behnisch Architekten Partnerschaft GmbH

Behnisch Architekten Partnerschaft GmbH - 3. Preis

Beurteilung des Preisgerichts

 
Die Arbeit zeichnet sich dadurch aus, dass sie eine differenzierte Lehr- und Forschungslandschaft im Gebäudeinneren anbietet und sich gleichzeitig sehr stark mit ihrer Umgebung vernetzt. Die Verfasser sprechen hier von einem lebendigen Wissenschafts-Organismus.
Café und offene Bereiche der Bibliothek sind am Campusplatz richtig platziert. Eine Fuge in Gebäudemitte führt zur offenen inneren Erschließungsspange, die sich längs durch das Gebäude zieht und südlich wieder in den Freiraum führt. Weitere westlich und östlich gelegene Eingänge führen ebenfalls auf diese innere Spange.
Der rückwärtige Versprung in der Gebäudekubatur basiert auf der Annahme von Baufluchten, die von angrenzenden, neu zu errichtenden Gebäuden erzeugt würden.
Auch wenn das offene räumliche Konzept in den oberen Geschossen durch die große Anzahl von Einzelbüros etwas weniger stark ausgeprägt ist, sind hier auch vielfältige Treffpunkte und Teambereiche vorgesehen. Auch in den Übergängen verschiedener Institute sind Kommunikationsräume vorgesehen. Eine offene Treppe verbindet die einzelnen Geschosse miteinander. Brandschutztechnisch ergeben sich im Inneren des Gebäudes noch erhebliche Probleme). Der zum Campusplatz gelegene Teil des Daches soll als Terrasse genutzt werden. Die Zugangsmöglichkeit ist allerdings nicht klar dargestellt.
Ein differenziertes Energiekonzept unterstützt die architektonische Konzeption.
Kritisch wird die Fassadenkonstruktion gesehen, vor allem in ihrer Materialität aus Lärchenholz. Die vorgelagerten Wartungsbalkone mit feststehenden Sonnenschutzlamellen erzeugen zwar ein filigranes Bild, könnten aber auch ein Sicherheitsproblem darstellen.
In Bezug auf die Flächeneffizienz liegt die Arbeit eher im oberen Bereich.
Insgesamt stellt die Arbeit durch die städtebauliche Disposition und ihr vielfältiges räumliches Angebot einen wertvollen Beitrag für die Bauaufgabe dar.

Fotos der Modelle: © Volker Lannert / Universität Bonn

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