International Days 2025
In diesem Jahr legten die International Days wieder Fokus auf exzellente Studierende und Forschende, internationale Kooperationen sowie interkulturelle Dialoge. Neben der Verleihung der Staatspreise und des DAAD-Preises an herausragende Nachwuchsforschende lud das Prorektorat für Internationales zu diversen Veranstaltungen ein.
Unter dem Motto "Ask an Ambassador!" hatten interessierte Studierende und Forschende die Gelegenheit, sich mit den Ambassadors zu vernetzen oder sich über geplante Auslandsaufenthalte sowie Kooperationsmöglichkeiten auszutauschen. Darüber hinaus bot ein interner Workshop Gelegenheit, zukünftige Perspektiven und mögliche Kooperationen zwischen den Heimatuniversitäten der Bonn University Ambassadors und der Universität Bonn zu diskutieren.
International Days 2025
Bild © Universität Bonn / YouTube
Vernetzung mit den Bonn University Ambassadors
Im Rahmen der Netzwerkveranstaltung "Ask an Ambassador!" hatten Studierende und Forschende der Universität Bonn die Gelegenheit mit den Bonn University Ambassadors ins Gespräch zu kommen. An individuellen Ständen stellten diese ihre Heimatuniversitäten und Heimatländer vor, präsentierten konkrete Möglichkeiten zur Zusammenarbeit und berichteten aus erster Hand über Promotionen, Forschung und Lehre im Ausland. Neben Informationen zu Gastaufenthalten und Forschungskooperationen konnten auch direkte Kontakte für zukünftige internationale Vorhaben geknüpft werden. Abgerundet wurde die Veranstaltung durch kleine kulinarische Spezialitäten aus den Ländern der Ambassadors.
In diesem Jahr waren Bonn University Ambassadors aus Brasilien, Ghana, Indien, Israel, Japan, Jordanien, Kanada, dem Vereinigten Königreich und den Vereinigten Staaten anlässlich der International Days nach Bonn gereist. Als ehemalige Gastforschende der Universität Bonn verbindet sie nicht nur ihre persönliche und wissenschaftliche Beziehung zur Alma Mater, sondern auch ihr Engagement, die Universität Bonn international zu repräsentieren und den akademischen Austausch aktiv zu fördern. Im Rahmen eines internen Workshops konnten sie dabei zukünftige Forschungsvorhaben und Perspektiven austauschen.
Ausgezeichnet: Junge Forschende an der Uni Bonn
Auch dieses Jahr wurden herausragende Studierende und Nachwuchsforschende der Universität Bonn mit den Staatspreisen sowie dem DAAD-Preis ausgezeichnet. Die Staatspreise werden von den Regierungen Frankreichs, Spaniens und des Vereinigten Königreichs gestiftet und würdigen exzellente akademische Leistungen sowie internationales Engagement. Bei der Verleihung übergaben Vertreter*innen der stiftenden Regierungen und des DAAD die Preise persönlich an die Preisträger*innen, die hierauf ihre prämierten Arbeiten in "science nuggets" vorstellen konnten.
Keynote "The Promise of the City"
Den feierlichen Auftakt des Programms gestaltete in diesem Jahr der Bonn University Ambassador Prof. Dr. Pratyush Shankar von der Navrachana Universität in Indien mit einer Keynote Lecture zum Thema „The Promise of the City: Imagining the Future of Urban Communities in India“.
Für Indien als bevölkerungsreichster Staat der Erde ist insbesondere die Planung und Gestaltung moderner urbaner Räume relevant. Indische Städte entwickeln sich in rasantem Tempo, was für Stadtplaner*innen und die Bevölkerung reizvoll, aber auch mit vielen Herausforderungen verbunden ist. Indien hat prozentual weniger Stadtbevölkerung als andere asiatische Länder, aber aufgrund der riesigen Bevölkerungszahl ist die tatsächliche Zahl der jährlichen Land-Stadt-Migration eine der höchsten der Welt. Gleichzeitig ist Indien eines der heterogensten Länder mit hunderten von Sprachen und Kulturen, die sich über den gesamten indischen Subkontinent verteilen.
Architektur, Stadtplanung und Politik können, so Shankar, auf einen großen Reichtum lokaler und regionaler Erfahrungen und Traditionen zurückgreifen, müssen aber auch Widersprüche innovativ zu einem stimmigen Ganzen vereinen.
Queen's Prize
Den Queen's Prize erhielt Lara Putensen für ihre Masterarbeit „Pop Goes Profanity: Vulgarity Trends in English Chart Hits from 2000 to 2024“. Der von Königin Elisabeth II. anlässlich ihres Besuchs an der Universität Bonn im Jahr 1965 gestiftete Preis wird für hervorragende Leistungen im Fach Anglistik verliehen. Putensen analysiert in ihrer Arbeit, wie sich der Gebrauch von Vulgarität in englischsprachigen Popmusiktexten über die letzten zwei Jahrzehnte verändert hat und was dies über gesellschaftliche Sprachwandelprozesse verrät. Die Direktorin des British Council in Deutschland, Helga Stellmacher, übermittelte ihre Glückwünsche über Videogruß.
Putensen
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Premio Rey de España
Den Premio Rey de España, der Preis des Königs von Spanien, der seit 1992 für außergewöhnliche Arbeiten in der Iberoromanischen Philologie verliehen wird, erhielten in diesem Jahr zwei Preistragende. In Vertretung der Botschaft von Spanien übermittelte Helena Cosano ihre Glückwünsche über Videobotschaft.
Steffen Heidkämper erhielt die Auszeichnung für seine Bachelorarbeit „Zur Konstruktion kollektiver Identität in argentinischen und chilenischen Fußballhymnen: eine sprachwissenschaftliche Diskursanalyse“. Leonhard Brandt wurde für seine Masterarbeit „Die Natur des Widerstands – Cuerpo-Territorio bei Menchú und Payeras? Eine ökofeministische Annäherung an guatemaltekische Testimonialliteratur des Bürgerkriegs“ ausgezeichnet.
Heidkämper
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Brandt
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Prix de la République française
Den Prix de la République française erhielt Julian Dämpfle für seine Bachelorarbeit „Die maschinelle Übersetzung von deutschen Pressetexten ins Französische mit DeepL. Eine Fehleranalyse“. Claire Demesnay, Leiterin des Institut français in Bonn, überreichte den Preis persönlich an Dämpfles Betreuerinnen. Der Preis ist mit einem Forschungsaufenthalt in Frankreich verbunden, der für Studien- oder Dokumentationszwecke genutzt werden kann.
Dämpfle
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DAAD-Preis
Den diesjährigen DAAD-Preis des Deutschen Akademischen Austauschdienstes erhielt Yohanes Ginting, Doktorand am Institut für Geowissenschaften. Der von Katharina Fleckenstein im Namen des DAAD verliehene Preis würdigt seine hervorragenden akademischen Leistungen und sein herausragendes soziales Engagement. Ginting forscht im Rahmen seiner Promotion im Bereich Meteorologie zu den Kohlenstoffdynamiken tropischer Torfgebiete auf Borneo. Neben seiner Forschung engagiert sich Ginting im Projekt „Children in the Climate Crisis“, das ökologische Bildung in Schulen und Kitas stärkt. Darüber hinaus hat er mit der NEXUS-Plattform eine Austausch- und Vernetzungsinitiative für Nachwuchsforschende gegründet.
Ginting
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Eröffnung von Leah's World Café
Neuer Raum für Kunst und interkulturellen Austausch
Im Rahmen der International Days eröffnete das Prorektorat für Internationales in Kooperation mit dem Studierendenwerk Bonn Leah’s World Café. Das Café bietet nicht nur Speisen und Getränke, sondern ist zugleich auch Raum für Austausch, Dialog und Ausstellungen. Benannt ist es nach der Bonner Alumna Leah Goldberg, die 1933 an der Universität Bonn promovierte und später als Dichterin, Übersetzerin und Professorin an der Hebrew University of Jerusalem wirkte. Das Café würdigt mit einer Präsentation ihrer Bücher und einer Zitatewand ihr wissenschaftliches und literarisches Werk, vor allem aber auch die Vielsprachigkeit der Schriftstellerin.
In Leah's World Café werden Wechselausstellungen präsentiert, und jedes Mitglied der Bonner Universität kann sich mit seiner Kunst, Fotografie, Zeichnung oder Malerei bewerben. Ein QR-Code ist im Café zu finden. Derzeit sind Fotografien der Performance "Wurzeln bewahren. Wurzeln schlagen" zu sehen, die im Rahmen der Themenwoche "Cherson on Stage" im August 2025 entstanden und von Volker Lannert geschaffen wurden. Die beteiligten Schauspieler*innen des ukrainischen Playback-Theaters "sGRAia" waren bei der feierlichen Eröffnung ebenfalls anwesend.
Kontakt
Marc Guschal
Christopher Prinz
Partner