28. August 2007

Herzkranker Junge frei von Atemnot Herzkranker Junge frei von Atemnot

Ein Dankeschön an alle wohltätigen Spender

Der siebenjährige Lirigzoh aus dem Kosovo drohte von innen zu ersticken. Nur ein komplizierter Eingriff am Herzen konnte dem Jungen helfen. Da die Behandlungskosten von rund 25.000 Euro von der Familie allein nicht aufzubringen waren, bat das Universitätsklinikum Bonn die Bevölkerung um Hilfe [s. Pressemitteilung Nr. 209 vom 21.06.07]. Dank großzügiger Spenden und der Unterstützung des Koblenzer Vereins "Helft uns Leben" sowie der "Hilfsgruppe Eifel" aus Mechernich konnten die Bonner Herzchirurgen Lirigzoh vor zwei Wochen erfolgreich operieren. Der Siebenjährige ist wohlauf und wurde gestern aus der Klinik entlassen.

Bild Herzkranker Junge frei von Atemnot
Bild Herzkranker Junge frei von Atemnot © Universität Bonn
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Lirigzoh hatte ständig blaue Lippen und litt unter Atemnot Denn er ist nur mit einer funktionierenden Herzkammer auf die Welt gekommen. In dieser vermischte sich sauerstoffarmes und "reiches Blut Dadurch wurde der Körper nicht ausreichend mit Sauerstoff versorgt. "Die Zeit drängte. Denn Lirigzohs Herz drohte über kurz oder lang zu versagen", sagt Privatdozent Dr. Johannes Breuer, Direktor der Kinderkardiologie am Universitätsklinikum Bonn.


Ohne Komplikationen trennten die Bonner Ärzte in einer so genannten Fontan-Operation den Lungen- und Körperkreislauf voneinander. Dazu erweiterten sie die Engstellen an den Lungenschlagadern mit einem Flicken. Dann schlossen sie die obere Hohlvene direkt und die untere Hohlvene über ein Kunstrohr an die rechte Lungenschlagader an. "So fließt das sauerstoffarme Blut jetzt direkt in die Lungenschlagader und wird mit Sauerstoff aufgefrischt. Unser Patient leidet nicht mehr unter Atemnot", sagt Professor Dr. Armin Welz, Direktor der Bonner Universitätsklinik für Herzchirurgie, der die Operation leitete.


Gestern konnte der kleine Junge entlassen werden "Der Eingriff war vermutlich lebensrettend und Lirigzoh wird ein normales Leben führen. Stärkere körperliche Belastungen sollte er jedoch vermeiden", sagt Kinderkardiologe Breuer. Vater und Onkel sind erleichtert und unheimlich glücklich "Wir danken allen, die unserem Liri geholfen haben", sagt Onkel Ramiz G.. Zwar ist die Sehnsucht nach der Mutter und seinen zwei kleineren Brüder groß. Doch zwecks Nachbehandlung bleibt der Siebenjährige mit seinem Vater Hafiz G. noch eine Zeit lang bei seinem Onkel, der in der Nähe von Bonn wohnt.


Kontakt für die Medien:

Privatdozent Dr. Johannes Breuer

Leiter der Abteilung Kinderkardiologie

Zentrum für Kinderheilkunde des
Universitätsklinikums Bonn

Telefon: 0228/287-33350

E-Mail: johannes.breuer@ukb.uni-bonn.de







Bilder zu dieser Pressemitteilung:

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Lirigzoh im Kreis von (v. li) Privatdozent Breuer, Professor Welz und seinem Vater







Lirigzoh mit seinem Vater Hafiz G.




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