Neue Perspektiven in der Alzheimer-Forschung

Ein Ansatzpunkt bei der Erforschung von Behandlungsmöglichkeiten zur Alzheimer-Erkrankung sind Mikroglia. Das sind Zellen, die im Gehirn Abfallstoffe abbauen, Infektionen bekämpfen und auch Entzündungen beeinflussen. Die LIFE & BRAIN GmbH, ein Translationsunternehmen der Medizinischen Fakultät und des Universitätsklinikums Bonn, hat kürzlich beim Europäischen Patentamt eine Patentanmeldung für eine verbesserte Technologie zur großmaßstäblichen Gewinnung menschlicher Mikroglia aus induzierten pluripotenten Stammzellen (iPSCs) eingereicht.

Neubeginn für „Medizin neu denken“ der Universitäten Bonn und Siegen in Sicht

Das Modellvorhaben „Medizin neu denken“ der Universitäten Bonn und Siegen soll für zunächst ein weiteres Jahr fortgesetzt werden – diese Nachricht hat das Ministerium für Kultur und Wissenschaft (MKW) des Landes Nordrhein-Westfalen den beiden Universitäten Bonn und Siegen mitgeteilt.

Intensivierung des Grünlands führt zum Artenschwund

In den vergangenen Jahrzehnten wurden die meisten Grünlandökosysteme in Mitteleuropa durch höhere Düngergaben und durch häufigeres Mähen oder Beweiden verändert. Diese Landnutzungs-Intensivierung hat dazu geführt, dass diese Ökosysteme mehr Futter produzieren. Allerdings ging dadurch die Diversität der Arten zurück. Sind damit auch Einschränkungen in den Ökosystemleistungen verbunden? Diese Fragen wollen nun Wissenschaftlerinnen aus Vegetationsökologie und Fernerkundung der Universität Bonn gemeinsam untersuchen. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert das Vorhaben „Sensing Biodiversity Across Scales“ (SEBAS) in den nächsten drei Jahren mit rund 450.000 Euro.

Dramatischer Schwund an Futterpflanzen für Insekten

Noch vor einigen Wochen war das “Insektensterben” in aller Munde. Die Wissenschaft diskutierte im Wesentlichen drei Ursachen: die Zerstörung der Habitate, Pestizide in der Landwirtschaft und den Rückgang der Futterpflanzen für Insekten. Ein Forscherteam der Universitäten Bonn und Zürich sowie der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft WSL haben nun erstmals nachgewiesen, dass im Kanton Zürich die Diversität der Futterpflanzen für Insekten in den vergangenen rund 100 Jahren dramatisch abgenommen hat. Damit fehlt für Bienen, Fliegen und Schmetterlinge zunehmend die Nahrungsgrundlage. Die für ganz Mitteleuropa repräsentative Studie wurde nun im Journal „Ecological Applications“ veröffentlicht.

Ein “Korsett” für die Enzymstruktur

Die Struktur von Enzymen entscheidet darüber, wie sie lebenswichtige Vorgänge wie etwa die Verdauung oder die Immunabwehr steuern. Denn die Eiweißverbindungen sind nicht starr, sondern können über bewegliche „Scharniere“ ihre Form verändern. Welche Form Enzyme einnehmen, kann davon abhängen, ob ihre Struktur im Reagenzglas oder in der lebenden Zelle gemessen wird. Das haben Physikochemiker der Universität Bonn an YopO, einem Enzym des Pesterregers, herausgefunden. Dieses grundlegende Ergebnis, das nun im Journal „Angewandte Chemie“ veröffentlicht wurde, ist potenziell auch für die Wirkstoffforschung interessant.

Homeoffice: 10 Tipps von Uni-Betriebsärztin Dr. Tanja Menting

Aufgrund der Corona-Pandemie arbeiten und studieren aktuell so viele Universitätsangehörige wie noch nie zuvor in den eigenen vier Wänden. Wie kann das Homeoffice sicher, gesund und effektiv gestaltet werden? Dazu gibt die leitende Betriebsärztin der Universität Bonn und des Universitätsklinikums, Dr. Tanja Menting, im Rahmen der Serie „Lebenszeichen – Wir bleiben im Gespräch!“ gemeinsam mit dem Verband deutscher Betriebs- und Werksärzte e. V. einige Empfehlungen.

Über die politische Dimension der Quarantäne – ein Blick zurück

Die Geschichte der Quarantäne ist eine Geschichte der Macht und Fremdenfeindlichkeit. Darüber reflektiert Dr. Lisa Hellman, Wissenschaftlerin am Exzellenzcluster "Beyond Slavery and Freedom" der Universität Bonn, in ihrem Beitrag zur Reihe "Lebenszeichen".

Fachschaftsarbeit in der Corona-Krise

Einige Fakultäten der Universität Bonn begrüßen auch im Sommersemester neue Studienanfänger. Aufgrund der aktuellen Lage blieb es den Fachschaften in diesem Jahr jedoch verwehrt, sie gebührend und vor allem persönlich zu empfangen. Wie trotzdem versucht wird, die neuen Studis willkommen zu heißen, und wie die Fachschaften mit der aktuellen Situation umgehen, hat Uni-Bonn-Campusreporter Vincent Rastfeld in Erfahrung gebracht.

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