Europäisches Zentrum für mittelfristige Wettervorhersagen: Entscheidung stärkt den Exzellenzstandort Bonn

Der Rat des Europäischen Zentrums für mittelfristige Wettervorhersage (EZMW) hat heute entschieden, dass Bonn ab 2021 ein neuer Standort der europäischen Behörde sein wird. Für die Universität Bonn und ihre Partner in der Region ist das eine zukunftsweisende Entscheidung.

COVID-19 dient als Blaupause

Kürzlich haben sich die Mitglieder der „Nationalen Forschungsdateninfrastruktur für personenbezogene Gesundheitsdaten“ (NFDI4Health) zu einem virtuellen Kick-off-Meeting getroffen. Ziel war, die Arbeit des neuen Konsortiums abzustimmen und wichtige erste Schritte einzuleiten. Der Zusammenschluss von 17 Partnern aus neun Bundesländern schafft Strukturen, um Gesundheitsdaten unter Wahrung des Datenschutzes besser suchbar und nachnutzbar zu machen. Die Task Force COVID-19 dient dabei als erster Anwendungsfall.

Fokus-Förderung zum Coronavirus für die Universität Bonn

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert 33 Forschungsvorhaben zur Infektion mit SARS-CoV-2 mit insgesamt 3,6 Millionen Euro für maximal ein Jahr. Ein Team der Universität Bonn erhält diese neuartigen Fokus-Förderung zu COVID-19.

Adressen der Uni-Gebäude auf dem Campus Poppelsdorf ändern sich

Im Zuge der Einrichtung neuer Straßen auf dem Campus Poppelsdorf ändern sich nun die Anschriften mehrerer Institute und Gebäude. Erste neue Hausnummern wurden nun entlang der Friedrich-Hirzebruch-Allee vergeben, der zentralen Nord-Süd-Achse des Campusareals.

Deutscher Wirtschaftspreis für Amelie Schiprowski

Für ihre herausragende Arbeit auf dem Gebiet der Arbeitsmarktökonomik hat Jun.-Prof. Dr. Amelie Schiprowski von der Universität Bonn den mit 25.000 Euro dotierten Deutschen Wirtschaftspreis der Joachim Herz-Stiftung erhalten. Seit 2016 zeichnet die Stiftung alle zwei Jahre Wirtschaftswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler für bedeutende interdisziplinäre Forschungsarbeiten aus.

Neue Heimat für einen antarktischen Exoten

In einem Alfterer Garten lag über dreißig Jahre ein Gestein, das vom Meeresboden des Wedellmeeres vor der Antarktis stammt. Seine neue Heimat findet der Exot im Usedomer Gesteinsgarten. Eine polierte Scheibe des Gesteins wird im Mineralogischen Museum ausgestellt.

MS-Spezialistin bringt frischen Wind in die Anatomie

Prof. Dr. Stefanie Kürten ist neue Professorin für Neuroanatomie am Anatomischen Institut des Universitätsklinikums Bonn. Die 36-jährige Nachfolgerin von Prof. Dr. Thomas Franz führt in Bonn ihre wissenschaftlichen Arbeiten rund um das Nervenleiden Multiple Sklerose (MS) fort. Für eine verbesserte Versorgung der Betroffenen ist ihr die direkte Übertragung vielversprechender Forschungsergebnisse in die klinische Anwendung wichtig. Zudem setzt sie neue Akzente in der Mediziner-Ausbildung und will den Standort Bonn zu einem Zentrum für klinische Anatomie ausbauen. Ziel ist es, dort zukünftige Chirurgen in neuen Techniken wie dem roboter-assistiertem Operieren an Körperspendern zu trainieren. Neben Stanford und Yale führte ihre akademische Laufbahn sie mehrmals an die Case Western Reserve University in Cleveland/Ohio. Dort beschäftigte sich Prof. Kürten, die ursprünglich Neurologin werden wollte, erstmals mit Neuroanatomie. 2013 folgte sie im Alter von 29 Jahren dem Ruf nach Würzburg. Jetzt kommt sie von der Universität Erlangen, wo sie seit Anfang 2017 das Institut für Anatomie und Zellbiologie leitete.

Das älteste “Ortsnamenschild” der Welt

Wissenschaftler der Universität Bonn haben zusammen mit dem Ägyptischen Antikenministerium das älteste Ortsnamenschild der Welt entschlüsselt. Eine Inschrift aus der Zeit der Herausbildung des ägyptischen Staates im späten Vierten Jahrtausend v. Chr. aus dem archäologisch noch kaum erforschten Wadi el Malik östlich von Assuan trägt vier Hieroglyphen: “Domäne des Horus-Königs Skorpion”.

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