08. April 2021

Neues Hör-Erleben durch Innenohrprothese Neues Hör-Erleben durch Innenohrprothese

Patientenkolloquium des Universitätsklinikums Bonn rund um Cochlea-Implantate, hochauflösende Bildgebung und KI

Im Rahmen des regelmäßig stattfindenden Patientenkolloquiums „Uni-Medizin für Sie - Mitten im Leben“ lädt das Universitätsklinikum Bonn in Kooperation mit dem General-Anzeiger Bonn zu einem Informationsabend ein. Unter dem Motto „Sinnesorganersatz am Menschen – Moderne Diagnostik, künstliche Intelligenz und implantierbare Hörsysteme“ geben Vorträge einen Überblick rund um Cochlea-Implantate (CI), moderne Diagnostik mittels Kernspin- und Computertomographie (MRT, CT) und neue Perspektiven durch künstliche Intelligenz. Zudem stellt sich das neue CI-Zentrum auf dem Campus Venusberg vor. Die kostenlose Veranstaltung findet am Donnerstag, 15. April, von 18 Uhr bis 19:30 Uhr online per Zoom statt.

Modell eines Cochlea-Implantats mit einem externen "intelligenten" Sprachprozessor:
Modell eines Cochlea-Implantats mit einem externen "intelligenten" Sprachprozessor: - Prof. Sebastian Strieth und Prof. Alexander Radbruch geben auf dem Patientenkolloquium einen Überblick rund um hochgradige Hörstörungen, Cochlea-Implantate und zukünftige Möglichkeiten durch hochauflösende Bildgebung und künstliche Intelligenz. © Rolf Müller / UK Bonn

Heutzutage kann nahezu jede Form der Schwerhörigkeit versorgt werden. Eine erste Möglichkeit ist häufig ein konventionelles Hörgerät, das den Schall verstärkt. Gleicht aber sogar ein leistungsstarkes Gerät den Hörverlust nicht aus, kann ein Cochlea-Implantat (CI) hochgradig hörgeschädigten und tauben Menschen in jedem Alter helfen und ihnen damit die Chance auf mehr Lebensqualität geben. Denn das Hörsystem – ein externer Sprachprozessor mit Sendspule hinter dem Ohr und ein Implantat unter der Haut – umgeht das defekte Innenohr und stimuliert den Hörnerv direkt elektrisch.

Gehirn muss neuen „Klang-Code“ entschlüsseln

Mit 50 bis 60 Cochlea-Implantationen pro Jahr gehört diese Operation zur Routine im CI-Zentrum auf dem Campus-Venusberg. Nach dem Eingriff wird der Sprachprozessor aktiviert und an die individuellen Bedürfnisse des CI-Trägers angepasst. Der Patient muss nun das Hören neu erlernen. Dabei wird er von Ärzten, Audiologen und Therapeuten betreut. „Cochlea-Implantate bieten als Innenohrprothesen bisher die einzige Möglichkeit eines routinemäßigen Sinnesorganersatzes beim Menschen“, sagt Prof. Sebastian Strieth, Direktor der Klinik für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde (HNO) am Universitätsklinikum Bonn.

Vor diesem Hintergrund gibt er zusammen mit Prof. Dr. Alexander Radbruch, Direktor der Klinik für Neuroradiologie am Universitätsklinikum Bonn, im Rahmen der kostenlosen Informationsveranstaltung einen Überblick rund um Cochlea-Implantate bei hochgradigen Hörstörungen. Entscheidend für eine erfolgreiche Hörrehabilitation ist die frühzeitige und sichere Diagnose. Durch CT- und MRT-Aufnahmen können dabei Bilder mit sehr hoher Auflösung erzeugt werden. „Eine automatisierte Auswertung dieser Bilder kann ferner potentiell dabei helfen, die Innenohrprothese schneller und genauer anzupassen“, sagt Prof. Radbruch. Implantierbare Hörsysteme sind dem gesunden Ohr nicht überlegen, bieten dafür aber auch neue technische Möglichkeiten der Kommunikation. Nach den Vorträgen besteht die Gelegenheit, Fragen per Zoom an die Referenten zu stellen. Fragen können gerne vorab an redaktion@ukbonn.de geschickt werden.

Die Zugangsdaten zu den Online-Vorträgen per Zoom gibt es unter:
https://www.ukbnewsroom.de/ukb-patientenkolloquium-2021/

Kontakt für die Medien:

Univ.-Prof. Dr. med. Sebastian Strieth
Direktor der Klinik für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde (HNO)
Universitätsklinikum Bonn (UKB)
Telefon 0228/287- 15551
E-Mail: hno@ukbonn.de

Univ.-Prof. Dr. med. Alexander Radbruch
Direktor der Klinik für Neuradiologie
Universitätsklinikum Bonn (UKB)
Telefon: 0228/287-16507
E-Mail: alexander.radbruch@ukbonn.de

Patientenkolloquium des Universitätsklinikums Bonn am 15. April:
Wird geladen