Neue Allianz stärkt internationale KI-Forschung am Lamarr-Institut
Das Lamarr-Institut für Maschinelles Lernen und Künstliche Intelligenz, die Rheinische Wilhelms-Universität Bonn und das Nara Institute of Science and Technology (NAIST) in Japan haben ein Memorandum of Understanding und ein Agreement of Student Exchange unterzeichnet. Die Vereinbarung bildet den Rahmen für eine langfristige Zusammenarbeit in Forschung, Lehre und wissenschaftlichem Austausch an der Schnittstelle von KI-gestützten Life Sciences, Bio- und Chemieinformatik, Data Science und Materialwissenschaft. Die Kooperation steht exemplarisch für zielgerichtete internationale Forschung, die weit über symbolische Zusammenarbeit hinausgeht.
Spektakuläre Entdeckung auf dem Sinai
Der Fund ist spektakulär: Eine mit rund 5.000 Jahren ungewöhnlich alte Inschrift im Südwesten der Sinai-Halbinsel zeigt furchteinflößend, wie die Ägypter den Sinai kolonisierten und die Bewohner unterwarfen. Die auf einem gut sichtbaren Felsen prominent festgehaltene Szene veranschaulicht die Dominanz der Ägypter in Gestalt eines großen Mannes mit erhobenen Armen und einen davor knienden Sinaiten mit einem Pfeil in der Brust. Mustafa Nour El-Din vom Inspektorat Assuan des Ägyptischen Antikenministeriums entdeckte die ungewöhnliche Inschrift im Wadi Khamila. Der Ägyptologe Prof. Dr. Ludwig Morenz von der Universität Bonn deutete die Szene: Sie verkündet den kolonialen Anspruch der Ägypter vor 5.000 Jahren.
ERC Proof of Concept Grant für Innovation in der Tieftemperatur-Mikroskopie
Juniorprofessor Daqing Wang von der Universität Bonn erhält für sein Projekt „MinCryo“ eine Proof-of-Concept-Förderung vom Europäischen Forschungsrat (ERC) in Höhe von 150.000 Euro über ein Jahr. Damit wird der Physiker seine Forschungsergebnisse weiter für praktische Anwendungen in der Industrie vorbereiten. Die von ihm und seinem Team entwickelte technische Innovation ermöglicht einen breiteren und ressourceneffizienteren Zugang zur kryogenen – also ultra-kalten – optischen Bildgebung, bei der Mikroskope mit extrem kalten Temperaturen kombiniert werden.
Sanfte Macht und charismatische Führung
Ursprung, Entwicklung und Bedeutung von Soft Power und charismatischer Führung in den deutsch-amerikanischen Beziehungen sind Thema der neuesten Veröffentlichung des Bonner Politikwissenschaftlers Hendrik W. Ohnesorge. Er veröffentlicht hiermit seine Habilitationsschrift, mit der Ohnesorge über fünf Jahrhunderte der transatlantischen Beziehungen bis in die jüngste Zeit hinein untersucht.
Lehren aus der Ahrtalflut
Neues sozialwissenschaftliches Forschungsprojekt SOZIAHR der Universität Bonn untersucht die mittel- bis langfristigen Herausforderungen der Flutkatastrophe im Ahrtal von 2021, unterstützt von der TRA Individuen, Institutionen und Gesellschaften, sowie gefördert von der Mercator-Stiftung.
Zwei Tage Haferflocken senken Cholesterinspiegel
Eine kurzzeitige Haferkur scheint den Cholesterinspiegel überraschend stark senken zu können. In diese Richtung deutet eine Studie der Universität Bonn, die jetzt in der Zeitschrift Nature Communications erschienen ist. Die Versuchspersonen litten am metabolischem Syndrom - einer Kombination aus Übergewicht, Bluthochdruck sowie erhöhten Blutzucker- und Blutfettwerten. Sie nahmen zwei Tage eine kalorienreduzierte Kost zu sich, die fast ausschließlich aus Haferflocken bestand. Gegenüber einer Kontrollgruppe verbesserten sich ihre Cholesterinwerte daraufhin deutlich. Selbst nach sechs Wochen ließ sich dieser Effekt noch nachweisen. Offenbar beeinflusste die Diät die Zusammensetzung der Mikroorganismen im Darm. Die von ihnen produzierten Stoffwechselprodukte scheinen maßgeblich zu den positiven Wirkungen beizutragen.
Humboldt-Forschungspreis für Shin-ichi Ohta
Prof. Shin-ichi Ohta von der Universität Osaka in Japan erhält einen Forschungspreis der Alexander von Humboldt-Stiftung. Prof. Dr. Karl-Theodor Sturm vom Institut für Angewandte Mathematik und dem Exzellenzcluster Hausdorff Center for Mathematics (HCM) der Universität Bonn hat den Wissenschaftler für den mit 80.000 Euro dotierten Preis vorgeschlagen. Nun intensivieren beide Forscher zu den Schnittmengen von Geometrie und Wahrscheinlichkeit ihre Zusammenarbeit.
Universität Bonn eröffnet eigenen Supermarkt
Die Universität Bonn hat ihren eigenen Supermarkt eröffnet. Ananas, Dosentomaten und Semmelknödel sind dort ordentlich in schwarzen Regalen aufgereiht. Auf 55 Quadratmeter Fläche ist so ziemlich alles für den täglichen Bedarf zu haben. Die “Kundschaft” ist jedoch eine ganz besondere: Es handelt sich um Probandinnen und Probanden, die an wissenschaftlichen Studien teilnehmen. Forschende aus der Lebensmittel- und Ressourcenökonomik, Psychologie, Ökonomie und Verhaltensforschung untersuchen dort, wie sich etwa durch Produktplatzierung und andere Anreize Impulse für einen gesundheits- und nachhaltigkeitsorientierten Einkauf setzen lassen. Auch Roboter zeigen dort ihr Können.