Präzisionstherapie für Autoimmun-Erkrankung in Sicht
Der Entzündungs-Botenstoff Interferon-Alpha kann die sogenannte Sjögren-Krankheit auslösen, eine entzündliche Autoimmun-Erkrankung. Das zeigt eine aktuelle Studie des Universitätsklinikums Bonn (UKB) sowie der Universitäten Bonn, Edinburgh und Newcastle. Die Ergebnisse könnten mittelfristig die Entwicklung von Medikamenten gegen das chronische Leiden vereinfachen. Sie sind in der Fachzeitschrift Lancet Rheumatology erschienen.
Darmkrebsvorsorge: KI bringt nicht automatisch bessere Ergebnisse
Menschen mit Lynch-Syndrom, der häufigsten erblichen Veranlagung für Darmkrebs, tragen ein deutlich erhöhtes Risiko, an Darmkrebs zu erkranken. Viele Betroffene erhalten deshalb bereits ab dem jungen Erwachsenenalter alle ein bis zwei Jahre eine Darmspiegelung. Forschende des Universitätsklinikums Bonn (UKB) und der Universität Bonn haben gemeinsam mit der Universität Leipzig und dem Amsterdam UMC untersucht, ob künstliche Intelligenz (KI) die Erkennung von Krebsvorstufen bei diesen Hochrisikopatientinnen und -patienten verbessern kann. Das Ergebnis: In spezialisierten Zentren brachte die zusätzliche KI-Unterstützung keinen relevanten Vorteil. Die Ergebnisse wurden jetzt in der Fachzeitschrift The Lancet Gastroenterology & Hepatology veröffentlicht.
Auf der Suche nach neuen Perspektiven
Neue Forschungsfragen entstehen häufig dort, wo unterschiedliche Methoden, Fachkulturen und Denkweisen aufeinandertreffen. Solche Begegnungen wollen Prof. Dr. Elvira Mass und Prof. Dr. Tatjana Tchumatchenko künftig gezielt ermöglichen. Die Alexander von Humboldt-Stiftung hat die beiden Bonner Wissenschaftlerinnen als Henriette-Herz-Scouts ausgewählt.
Umweltschutzpolitik verbessert global Ackerland
Durch Erosion, Versalzung oder eine sinkende Zahl von Organismen wie Würmern oder Nutzpilzen kann die Fruchtbarkeit von Böden dramatisch leiden. Vielerorts wurden daher gesetzliche Regeln implementiert, um diese Prozesse aufzuhalten. Eine Studie der Universität Bonn belegt nun, dass sich die Bodenqualität durch diese Maßnahmen in vielen Ländern der Erde verbessert hat. Ob sie wirken, hängt dabei aber ganz zentral von den politischen und institutionellen Rahmenbedingungen ab. Die Ergebnisse sind in der Fachzeitschrift Nature Food erschienen.
25 Jahre Ägyptisches Museum der Universität Bonn
An die Eröffnung des Ägyptischen Museums der Universität Bonn vor 25 Jahren wird mit einer Sonderausstellung unter dem Titel „25 Jahre in 25 Objekten!“ erinnert. Die Schau mit einem Rückblick auf ein Vierteljahrhundert Museumsgeschichte wird am 22. Juli 2026 eröffnet und kann bis zum 15. März 2027 besucht werden. Die 25 ausgewählten Exponate "repräsentieren markante Ereignisse der Museumsgeschichte sowie das Aufgabenspektrum, die öffentlichen Aktivitäten, das Selbstverständnis und die Vernetzung dieses modernen Universitätsmuseums“, erklärt Dr. phil. habil. Frank Förster, Kurator des Ägyptischen Museums.
Drohnen für die Landwirtschaft: Experte wechselt nach Bonn
Stefano Mintchev, Robotik-Experte, wechselt zum 1. September 2026 von der ETH Zürich an die Universität Bonn. Er forscht an Robotern, die sich selbstständig in komplexen natürlichen Umgebungen bewegen.
Diversität und Nachhaltigkeit statt Monokultur
Politisches Engagement auch kleiner lokaler Interessengruppen in Bolivien, die sich für mehr Diversität und Nachhaltigkeit im Amazonasgebiet vor dem Hintergrund ihrer indigenen Geschichte einsetzen, kann erfolgreich sein. Neue rechtliche Rahmenbedingungen sind jetzt am Schutz des Kulturerbes orientiert. Prof. Dr. Carla Jaimes Betancourt, Abt. Altamerikanistik der Universität Bonn, hat diesen Prozess begleitet und dazu beigetragen, dass archäologische Forschung in konkrete Schutzgesetze für das Amazonasgebiet umgesetzt wurde. Jetzt hat Prof. Dr. Carla Jaimes Betancourt dazu im Fachmagazin Science einen Science-Letter publiziert. 
Krebszellen berechenbarer machen: PRECISE will therapeutisch nutzbare Schwachstellen vorhersagen
Welche Gene und Signalwege benötigt eine Krebszelle, um zu überleben? Und welche davon könnten als therapeutische Angriffspunkte dienen? Die paneuropäische Initiative PRECISE (Predictive Relationships Explaining Cancer Genetic Interactions and Synthetic Essentiality) will solche Schwachstellen nicht mehr nur in aufwendigen Laborexperimenten identifizieren, sondern mithilfe von Computermodellen auch vorhersagen. Das Universitätsklinikum Bonn (UKB) und die Universität Bonn gehören mit Prof. Dr. Maximilian Billmann und Prof. Dr. Jonathan Schmid-Burgk zu den Gründungspartnern des Konsortiums. Die wissenschaftliche Vision der Initiative wurde jetzt in einem Kommentar in Nature Genetics veröffentlicht.
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