Holger Gottschalk, Kanzler der Universität, lobte Daniel Jonas für seinen Werdegang: „Ihre Vita ist toll und mich beeindruckt, wie sie parallel so viel meistern.“ Vor seiner Ausbildung hatte Daniel Jonas bereits ein Lehramtsstudium begonnen. Die Ausbildung am HRZ kam on top. Als er über das Studium grübelte, entdeckte er zufällig einen Instagram-Post über die Ausbildung an der Uni Bonn. „Tatsächlich dachte ich, Informatik sei nur ein Studienfach. Dass es eine Ausbildung gibt, wusste ich nicht. So bin ich beim HRZ gelandet“, lacht Daniel Jonas.
Aktuell arbeitet er im E-Mail-Team des HRZ, betreut den E-Mail-Server und die Uni-Mitarbeitenden im Third-Level-Support. Nebenbei schreibt er seine Bachelorarbeit. Wie er das alles parallel schafft und in der Abschlussprüfung auch noch beste Noten abliefert? „Ich habe einfach versucht, mein Bestes zu geben.“ Respekt dafür von Holger Gottschalk: „Das ist selten, so eine Entscheidung zu treffen und dann direkt den Jackpot zu machen, als Prüfungsbester des Jahrgangs.“
Trotz Warnhinweis seines Vaters, hat sich Daniel Jonas mit seiner Leidenschaft für Computer durchgesetzt: „Mein Vater arbeitete in der Datenverarbeitung. Zum Schluss leider unglücklich. Deshalb war sein Rat `Überleg dir das gut mit der IT´,“ erinnert er sich. „Ich bin halt einfach einer, der gerne am PC bastelt und alles für die Familie erledigt, was mit Computern zu tun hat.“ Und damit genau richtig im HRZ-Team. „Wir brauchen Menschen mit Spaß an der IT. Wenn man privat damit nichts am Hut hat, wird´s schwierig,“ sagt Karin Ahorner. Sie freut sich über die herausragende Leistung ihres ehemaligen Auszubildenden und seine Einstellung: „Daniel ist ein Selbstläufer. Seine Selbstständigkeit ist toll. Wenn ich merke, dass jemand so viel nach rechts und links schaut, nicht immer auf Anweisungen wartet, sondern sich aktiv einbringt, das ist großartig“. Im Sommer starten die neuen Azubis. „Die jungen Menschen drei Jahre lang zu begleiten und zu sehen, wie es vorangeht, das ist das Schöne an meinem Job als Ausbilderin“. Sie selbst ist 20 Jahre in der Abteilung Anwendersupport und Arbeitsplatzsysteme und liebt es, zum Team zu gehören.
Daniel Jonas fühlte sich von Anfang an gut aufgehoben, weil alle IT-Experten sind. Das mache den Unterschied zu kleinen IT-Abteilungen. „Meine Kollegen sind Serverleute, Netzentwickler und Anwendungssupporter. Viele unterschiedliche Tätigkeiten, aber alle IT-affin. Man redet ganz anders miteinander. Genau meins.“ Er mag die Atmosphäre am HRZ, das lockere „Du“ trage dazu bei. Am HRZ duze der 16-Jährige Azubi die Abteilungsleitenden und Führungskräfte duzen junge, neue Mitarbeitende. Ganz unkompliziert. „Bei uns ist es auch ganz normal, dass Azubis älteren Kollegen was beibringen und umgekehrt. Das macht das Arbeiten hier aus und tut gut, weil man Verantwortung trägt“.
Egal, ob am HRZ oder woanders, Daniel Jonas möchte der IT treu bleiben. Weil die Branche immer etwas Neues bietet: „In den nächsten 40 Jahren wird es mir nicht langweilig“, ist er sich sicher und ein bisschen stolz, den richtigen Riecher in Sachen Ausbildung gehabt zu haben.
Freie Ausbildungsplätze an der Uni Bonn
„Dass auch in diesem Jahr wieder ein Auszubildender als Kammerbester abgeschlossen hat, zeigt die hohe Qualität der Ausbildungen an der Uni Bonn“, sagt Lukas Dieckmann, Personalreferent Ausbildung. „Die besonderen Rahmenbedingungen im Umfeld von Forschung und Lehre tragen zur abwechslungsreichen Ausbildung in den unterschiedlichen Ausbildungsberufen bei.“
Dieckmann adressiert übrigens nicht ausschließlich an Schülerinnen und Schüler. Alle Altersgruppen, die sich für eine Ausbildung an der Uni Bonn interessieren, könnten sich bewerben. Freie Ausbildungsplätze gibt es zurzeit für die Berufe Fachinformatiker*in, Fachangestellte*n für Medien- und Informationsdienst (Fachrichtung Bibliothek) und Verwaltungsfachangestellte*r.
Informationen zur Ausbildung an der Uni Bonn finden Interessierte auf der Website: https://www.uni-bonn.de/de/universitaet/arbeiten-an-der-uni/ausbildung-an-der-uni-bonn/unsere-freien-ausbildungsplaetze