Anhand eindrucksvoller Fotografien rückt die Ausstellung das Thema des urbanen Wandels in den Mittelpunkt und zeigt, wie Menschen weltweit auf soziale und ökologische Herausforderungen reagieren. Die Bilder waren zuvor bereits auf internationalen UN-Klimakonferenzen zu sehen und machen nun auch in Bonn sichtbar, wie vielfältig und partizipativ urbane Transformation gestaltet werden kann.
Die Universität Bonn greift das Thema nachhaltige Stadtentwicklung aus einer interdisziplinären Perspektive auf und setzt dabei bewusst auf offene Formate an der Schnittstelle von Wissenschaft und Gesellschaft. Der Ausstellungsort P26 spielt dabei eine besondere Rolle: Der Ausstellungsraum im Erdgeschoss – teilweise im Bereich des Café Luise – lädt Passant*innen ebenso wie Besucher*innen zum Verweilen, Austauschen und Diskutieren ein.
Wissenschaft, Kunst und Stadtgesellschaft in den Austausch bringen
„Gerade im Bereich der Nachhaltigkeit ist Partizipation von zentraler Bedeutung“, betonte Prof. Dr. Annette Scheersoi, Prorektorin für Nachhaltigkeit der Universität Bonn. „Mit der Ausstellung möchten wir nicht nur internationale Forschung sichtbar machen, sondern auch einen Ort für innovative Formate der Bürger*innenbeteiligung schaffen. Der informelle Charakter des P26 eignet sich in besonderer Weise, um Wissenschaft, Kunst und Stadtgesellschaft miteinander in den Austausch zu bringen.“ Die Ausstellung bildet den Ausgangspunkt für begleitende Veranstaltungen, die während der Laufzeit im P26 geplant sind und den Dialog über nachhaltige urbane Transformation vertiefen sollen. Nähere Informationen dazu finden sich in Kürze auf der Webseite des Prorektorats für Nachhaltigkeit.
Weitere Grußworte zur Ausstellungseröffnung sprachen Prof. Dr. Xiaomeng Shen, UNU-Vizerektorin in Europa und Direktorin von UNU-EHS, Sandra Müller-Tietz, stellvertretende Geschäftsführerin des P26, sowie Dr. Simone Sandholz, Leiterin des UNU-EHS-Programms „Urban Futures & Sustainability Transformation“.
Die Fotoausstellung fügt sich in die aktuelle Sonderausstellung der Universität Bonn "Neu! Gesammelt – genutzt – gedacht" ein, die im November 2025 eröffnet wurde, und zeigt eine kuratierte Auswahl von Fotografien aus internationalen Fotowettbewerben. Diese wurden in den Jahren 2022 bis 2024 im Rahmen des Projekts „Transformative Urban Coalitions“ (TUC) organisiert. Insgesamt gingen rund 1.400 Beiträge ein. Die Fotograf*innen – mit unterschiedlichen Hintergründen und Perspektiven – halten Visionen nachhaltiger Städte fest, dokumentieren transformative Maßnahmen oder machen das Engagement von Einzelpersonen und Gemeinschaften sichtbar.
Die Bilder erzählen Geschichten von Wandel und Mitgestaltung und laden dazu ein, Perspektiven zu wechseln, Einstellungen zu hinterfragen und städtische Transformation als gemeinsamen Prozess zu verstehen. Eine Auswahl der Fotografien war bereits im UNFCCC Capacity-Building Hub auf den UN-Klimakonferenzen von 2023 bis 2025 zu sehen. Das Projekt wird von der Internationalen Klimaschutzinitiative (IKI) der deutschen Bundesregierung gefördert.