Spitzenforscher, Manager und Entscheidungsträger diskutieren auf der Lamarr Conference, wie in Deutschland und Europa KI skaliert werden kann, ohne technologische Souveränität zu verlieren, oder auch, welche wissenschaftlichen Durchbrüche mit der nächsten Generation intelligenter Systeme bevor stehen? Was bedeutet der verantwortungsvolle Umgang mit KI in Medizin, Wirtschaft und Gesellschaft? Die Konferenz greift zentrale Herausforderungen der deutschen Hightech Agenda auf, vom Transfer wissenschaftlicher Erkenntnisse in die Anwendung über den Aufbau souveräner KI-Infrastrukturen bis hin zur Entstehung neuer KI-basierter Wertschöpfung.
Zu den rund 50 bestätigten Referentinnen und Referenten zählen unter anderem DeepL-Gründer Dr. Jarosław Kutyłowski, diesjähriger Preisträger des Lamarr Award, auch Ina Brandes, Ministerin für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, sowie Dr. Ferri Abolhassan (T-Systems), Prof. Dr. Ingmar Posner (University of Oxford), Prof. Dr. Sylvain Baillet (CRCHUM Montréal), Dr. Bogdan Georgiev (Google DeepMind), Stefanie Kemp (Sana Kliniken) und Telekom-CEO Timotheus Höttges. Er steht beim „Empfang der Wirtschaft“ am Abend des 7. Juli auf der Bühne.
Kann Europa eigene KI-Wertschöpfung aufbauen?
Während die USA und China den globalen KI-Wettbewerb prägen, rücken mit der AI26 Fragen nach digitaler Infrastruktur, technologischer Souveränität und europäischer Wertschöpfung in den Blick: Welche Voraussetzungen sind notwendig, damit aus wissenschaftlicher Exzellenz neue Produkte, Unternehmen und wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit entstehen? Perspektiven hierzu reichen von europäischen KI-Unternehmen und digitaler Infrastruktur über aktuelle Forschung zu Robotik und autonomen Systemen bis hin zu KI in Medizin und Gesundheitsversorgung sowie KI für Durchbrüche in der interdisziplinären Forschung.
Von Sprachmodellen zu handelnden Systemen
Mit Agentic AI, Vision-Language-Action-Modellen – also multimodalen KI-Modellen, die Wahrnehmung, Sprache und Handlung miteinander verbinden – und neuen Entwicklungen in der Robotik, zeichnet sich ein grundlegender Wandel ab: KI- Systeme sollen künftig nicht nur analysieren und generieren, sondern auch planen, handeln und in realen Umgebungen agieren können. Zu den internationalen Experten in diesem Themenfeld zählen unter anderem Prof. Dr. Ingmar Posner (University of Oxford) sowie Dr. Bogdan Georgiev (Google DeepMind), der Einblicke in den Einsatz von KI für Scientific Discovery gibt.
KI in Medizin und Wissenschaft
Foundation Modelle und andere KI-Verfahren eröffnen neue Möglichkeiten für Diagnostik, Forschung und Patientinnen- und Patientenversorgung. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an Vertrauenswürdigkeit, Sicherheit und die Integration von KI in klinische Prozesse. Im Fokus stehen aktuelle Entwicklungen rund um KI in der Medizin und Gesundheitsversorgung, Patientinnen- und Patientenzentrierte KI, KI-gestützte Diagnostik und der Einsatz von KI in klinischen Prozessen. Perspektiven hierzu bringen unter anderem Prof. Dr. Sylvain Baillet, Direktor des Forschungszentrums CRCHUM am Klinikum der University of Montréal, sowie Stefanie Kemp (CTO Sana Kliniken) ein.
Transfer als zentrales Thema der deutschen Hightech-Agenda
Die AI26 verbindet wissenschaftliche Exzellenz mit Perspektiven aus Industrie, Gesundheitswesen, Politik und regionaler Wirtschaft. Im Fokus stehen dabei nicht nur technologische Entwicklungen, sondern auch die Voraussetzungen für ihren erfolgreichen Einsatz: AI-ready Data, Governance, digitale Infrastruktur, Rechtskonformität und die Skalierung von KI-Anwendungen.
Ausrichter
Veranstaltet wird die „AI26 – The Lamarr Conference“ vom Lamarr-Institut für Maschinelles Lernen und Künstliche Intelligenz, ein vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) und dem Land Nordrhein-Westfalen institutionell gefördertes KI-Kompetenzzentrum,
getragen von der Universität Bonn, der TU Dortmund sowie dem Fraunhofer-Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme IAIS und dem Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML.