04. November 2026

Pilzmyzel im Fokus Pilzmyzel im Fokus

Forschende der Universität Bonn suchen Teilnehmende für Ernährungsstudie

Speisepilze enthalten kaum Kalorien, liefern aber reichlich Ballaststoffe, insbesondere Beta-Glukane. Diese können das Sättigungsgefühl steigern. Erste Studien zeigen günstige Effekte auf Blutzucker und Blutfette. Neben dem klassischen Fruchtkörper rückt zunehmend auch das Pilzmyzel als nachhaltige und zukunftsweisende Lebensmittelzutat in den Blick. Ob es die gleichen gesundheitlichen Effekte aufweist, ist bislang noch ungeklärt. Ernährungswissenschaftlerinnen der Universität Bonn möchten dies nun genauer untersuchen. Übergewichtige Erwachsene können an der Studie teilnehmen.

Speisepilze
Speisepilze - wie hier Austernpilze - können das Sättigungsgefühl steigern. Forschende der Universität Bonn untersuchen nun, ob auch das Pilzgeflecht (Myzel) zu ähnlichen Effekten führt. © Symbolfoto: COLOURBOX.de
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Mehr als die Hälfte der Erwachsenen in Deutschland sind von Übergewicht oder Adipositas betroffen. Übergewicht steht mit einer Reihe von weiteren Erkrankungen in Verbindung, die das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöhen. Lebensmittel, die wenig Energie liefern, gleichzeitig aber sättigend wirken, können in der Prävention eine wichtige Rolle spielen. Die in Speisepilzen enthaltenen Beta-Glukane können durch ihre sehr guten Quelleigenschaften die Magenentleerung verzögern und sich so günstig auf die Sättigung auswirken.

Für die „OMY“-Studie sucht das Team um Prof. Dr. Sabine Ellinger von der Humanernährung am Institut für Ernährungs- und Lebensmittelwissenschaften der Universität Bonn ab sofort übergewichtige oder adipöse Erwachsene. An zwei Untersuchungstagen erhalten die Teilnehmenden morgens jeweils eine standardisierte Mahlzeit - einmal angereichert mit Austernpilzpulver aus dem Myzel und einmal ohne Anreicherung. Davor und in den vier Stunden danach erfolgen Blutabnahmen, sowie Fragebögen zu Appetitempfindungen, Stimmung und Motivation. Vier Stunden nach der Mahlzeit verzehren die Teilnehmenden so viel Pizza, bis sie satt sind. Jeder Studientag dauert etwa fünf Stunden.

Die Studie richtet sich an Erwachsene mit Übergewicht oder Adipositas (BMI 25–34,9 kg/m2), die nicht rauchen und keine Erkrankungen des Magendarmtraktes haben. Ob die Teilnahmekriterien erfüllt sind, wird vorab geklärt. Neben einer Aufwandsentschädigung bei vollständiger Studienteilnahme in Höhe von 100 Euro erhalten die Teilnehmenden einen kostenlosen Check ihres Ernährungsstatus. Die Untersuchungen finden am Campus Poppelsdorf der Universität Bonn statt.

Interessierte melden sich bitte bei Andrea Maciejewski (Tel. 0228-73-3730, E-Mail: maciejewski@uni-bonn.de) oder Prof. Dr. Sabine Ellinger (Tel. 0228-73-62021, E-Mail: ellinger@uni-bonn.de) vom Institut für Ernährungs- und Lebensmittelwissenschaften, Professur Humanernährung, Mitglied in den Transdisziplinären Forschungsbereichen „Life & Health“ sowie „Sustainable Futures“ der Universität Bonn.

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