30. September 2026

Synthetic Life – Wenn Menschen Leben gestalten Synthetic Life – Wenn Menschen Leben gestalten

Universität Bonn lädt am 14. Oktober 2026 zur Diskussionsveranstaltung über die Zukunft der synthetischen Biologie

Was passiert, wenn Menschen nicht mehr nur die Natur erforschen und verändern, sondern beginnen, Leben selbst zu gestalten? Was heute nach Science-Fiction klingt, wird durch die synthetische Biologie zunehmend Realität. Doch wenn wir Leben ‚designen‘ können: Wo endet dann die Natur – und wo beginnt das vom Menschen Gemachte? Und vor allem: Sollten wir alles tun, was wir tun können?

Diesen und weiteren spannenden Fragen widmet sich die Veranstaltung „TRA & ART and Ethik Forum: Third Nature? Synthetic Life Design in Art and Ethics“ der Universität Bonn aus verschiedenen Perspektiven: Philosophie, Naturwissenschaft, Kunst und Ethik treffen aufeinander und diskutieren eine Zukunft, in der die Grenzen zwischen Natur und Artefakt immer schwerer zu ziehen sind.

Diskussionsveranstaltung zur Zukunft der synthetischen Biologie
Diskussionsveranstaltung zur Zukunft der synthetischen Biologie © Hybrid Estate, 2023 Foto: Jens Ziehe. Courtesy Dittrich & Schlechtriem. / Andreas Greiner, VG Bild-Kunst, Bonn 2026 / Abb. TRA & ART: A. Haag
Alle Bilder in Originalgröße herunterladen Der Abdruck im Zusammenhang mit der Nachricht ist kostenlos, dabei ist der angegebene Bildautor zu nennen.
Bitte füllen Sie dieses Feld mit dem im Platzhalter angegebenen Beispielformat aus.
Die Telefonnummer wird gemäß der DSGVO verarbeitet.

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „TRA & ART“ lädt der Transdisziplinäre Forschungsbereich (TRA) Individuen, Institutionen und Gesellschaften diesmal gemeinsam mit dem Deutschen Referenzzentrum für Ethik in den Biowissenschaften (DRZE), dem Kunsthistorischen Institut Bonn und dem Kunstmuseum Bonn zu einem lebendigen Austausch zwischen Kunst und Wissenschaft ein.
Die Veranstaltung findet am 14. Oktober 2026 von 17:00 bis 19:00 Uhr im Auditorium des Kunstmuseum Bonn (Helmut-Kohl-Allee 2, 53113 Bonn) statt. Der Eintritt ist frei, die Diskussion wird auf Englisch geführt. Eine Anmeldung ist nicht notwendig.

Zwei Vorträge – eine große Frage

Prof. Dr. Anna Smajdor (Praktische Philosophie, Universität Oslo) beleuchtet in dem Vortrag „Synthetic Life: The Ethics and Aesthetics of Creation“ die ethischen und ästhetischen Fragen rund um die Gestaltung von Leben. Prof. Andreas Greiner (Muthesius Kunsthochschule Kiel) eröffnet mit der Präsentation einiger seiner Werke „Billions of Heartbeats, One Nature“ eine künstlerische Perspektive auf unser Verhältnis zu Natur und Leben.

Anschließend diskutieren beide mit Prof. Dr. Boas Pucker (Pflanzenbiotechnologie und Bioinformatik, Universität Bonn) und Prof. Dr. Matthias Braun (Sozialethik, Universität Bonn) über eine mögliche „dritte Natur“, die Grenzen zwischen Natur und Design sowie unsere Verantwortung für gestaltetes Leben. Und sie fragen: Kann Kunst helfen, eine Zukunft begreifbar zu machen, in der Leben selbst zum Gegenstand menschlicher Gestaltung wird?

Über die TRA Individuen, Institutionen und Gesellschaften:
Der Transdisziplinäre Forschungsbereich Individuen, Institutionen und Gesellschaften ist einer von sechs TRAs der Universität Bonn. Er vereint eine Vielzahl wissenschaftlicher Disziplinen – darunter Rechtswissenschaft, Theologie, Philosophie, Wirtschaft, Psychologie, Soziologie und Medizin. Ziel ist es, zentrale Fragestellungen unserer Zeit aus transdisziplinärer Perspektive zu beleuchten. Die Forschungsschwerpunkte reichen von Ethik, Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz bis hin zu sozialem Zusammenhalt und weiteren zukunftsrelevanten Themen. Weitere Informationen sind auf der offiziellen Webseite zu finden: www.tra4.uni-bonn.de

Johanna Tix
Managerin der Transdisciplinary Research Area (TRA) „Individuen, Institutionen und Gesellschaften“
Prorektorat für Forschung und Karriereentwicklung | Stabsstelle für strategische Entwicklung und Qualitätssicherung
Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
Dechenstraße 3-11
53115 Bonn
Telefon: +49 (0) 228/ 73-544 68
Mobil: +49 (0) 171 / 33 160 47 
E-Mail: johanna.tix@uni-bonn.de

Wird geladen